ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerThe Unforgiven
Für einmal wird hier der Spiess umgedreht. Der Film ist nämlich das japanische Remake eines Ami-Films, genauer von Eastwoods Erbarmungslos, für das dieser den Oscar als Regisseur gewann. Den Film von Eastwood habe ich vor kurzem nochmals im TV gesehen, darum war er mir noch sehr präsent.
Hier agiert Ken Watanabe in der Hauptrolle, der auch schon mit Eastwood in Letters from Iwo Jima gearbeitet hat. Der Regisseur ist Japaner aber mit koreanischen Wurzeln. Lee Sang-il klang für mich eben auch mehr danach. Die ganzen Rollen sind aber auch mit Japanern besetzt worden. Der Film spielt auf Hokkaido und statt den Indianern sind es hier die Ainu, welche hier von der herrschenden Klasse als wild und unzivilisiert betrachtet wird. Daneben gibt es aber lediglich noch Erwähnungen des Shogunats, welche sich ein wenig vom Original abheben. Ansonsten hat man eher das Gefühl, man schaue einen Western aus Hollywood. Sogar der Score ist absolut dem westlichen Kino zugehörig, aber ich fand ihn besser als den des Originals, muss ich ganz ehrlich sagen. Rein inszenatorisch hat der Film mehr auf der Pfanne, Erbarmungslos mutet heute an vielen Stellen etwas behäbig an. Auch der Ton würde schön räumlich aufgezogen, wie man es von moderneren Produktionen gewohnt ist.
Die Umsetzung insgesamt ist so ein zweischneidiges Schwert. Zum einen hat man Szenen praktisch 1:1 aus dem Original übernommen, auch Dialoge, an anderen Stellen hat man die Abläufe der Charaktere aber ein wenig vertauscht. Hier tritt zum Beispiel ein alter Freund zuerst auf und nicht der Jungspund. Aber es wurde praktisch jede Rolle mit einem Pendant bedacht, sogar English Bob wird hier durch einen alternden stolzen Samurai vertreten und das in sehr gelungener Weise wie ich finde. Nur hätte ich mir mehr japanisches Flair gewünscht, ich seh hier zu oft Western denn Eastern. Da im Original der Schusswaffengebrauch auch ein starkes Thema ist, ging ich hier von einem Äquivalent aus, den Katanas. Stattdessen machen auch die Charaktere hier vornehmlich davon gebrauch und der Schwertkampf wird nur kurz thematisiert. Eine verpasste Chance mMn.
Wo der Film sich aber klar geschlagen geben muss, das ist bei der Ausgestaltung der Figuren und ihrer Darstellung. Watanabe nehm ich den eiskalten Killer im Schafspelz einfach zu wenig ab. Wenn ich jetzt Castingdirektor spielen würde, dann bräuchte man keinen Rechenschieber, um rauszufinden, dass meine Wahl auf Stoiker Kitano fallen würde. Der hat ähnliche Ausrichtungen schon verkörpert und ich traue ihm diese Ambivalenz rüberzubringen besser zu als Watanabe. Die restlichen Charaktere sind hier mMn etwas besser besetzt. Nur auf der Gegenseite, ja, da kann der Antagonist Hackman das Wasser nicht annähernd reichen. Das Original profitierte enorm von Hackmans Präsenz, dieser wurde dafür auch ausgezeichnet. Der japanische Schauspieler macht seine Sache aber nicht schlecht und gibt hier einen wirklich üblen Zeitgenossen.
Summa Summarum merkt man den Filmemachern an, wie sehr sie das Original mögen. Und in Teilen waren sie auch durchaus befähigt sich ihm anzunähern oder es in Punkten besser zu machen. Mehr Eigenständigkeit, mehr Glaubwürdigkeit der Figuren bezüglich ihres Werdegangs, dann hätte man hier das Gegenstück gehabt wie seinerzeit bei die Sieben Samurai und die glorreichen Sieben. Beides auf ihre Art Klassiker des Genres. Das ist hier trotz eines recht sehenswerten Films leider nicht der Fall. Kitano is still missing.
ChrisKongTeilnehmerMit genial verbinde ich deutlich mehr substanzielle Elemente und demzufolge auch eine gewisse Komplexität. In dem Film wirkt vieles laienhaft, bewusst natürlich. Aber das ist mE jetzt auch nicht so genial oder zeugt von grosser Filmkunst. Der Film sucht seinen Approach primär über den Nostalgiefaktor, was legitim ist und auch nette Ideen bereithält. Darstellung und handwerkliche Qualität kommen jetzt auch nicht über Genre-Niveau hinaus, die Inszenierung auch nicht. Von daher würde mich schon mal interessieren, was hier genau per Definition genial sein soll.
Nichtsdestotrotz, mir gefiel er sehr gut, hab in meiner Meinung zu dem Film aber auch geschrieben, dass mir aber auch klar wäre, dass man es genauso gut anders sehen kann und nix damit anzufangen weiss.
ChrisKongTeilnehmerSry, Carrey wirkt, als hätte er Magnums Schnauzer als Tarnung benutzt. Er ist undercover unterwegs. Genau, Sonic ist ein Igel, das fällt ins Ressort von Ace Ventura. Und genauso gibt sich Carrey auch. Die Effekte wirken auch recht billig. Nicolas Cage wäre der bessere Robotnik gewesen. 🙂
Pantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
4000 minus Einwohner hat die Gemeinde Grindelwald. Sie liegt auf der Seite der Eiger Nordwand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort das Verbrechen floriert. Aber gut, in dem Film geht es auch nicht um das verschlafene Bergkaff im Kanton Bern.
Das Steelbook sieht schön aus, enthält neben der 3D Fassung auch eine erweiterte. Diese gibt es aber nur im Originalton. Unverständlich, ist aber so.
David Yates bleibt ein limitierter Regisseur. Der Film hat unglaubliche Längen, die zum Eindösen animieren. Gegen Ende wird er dann aber besser und nutzt bekannte Elemente zur dramatischen Zuspitzung. Nur ist das wieder literarisch so ein Derivat aus Star Wars und anderen Fantasy-Sachen aus der Populärkultur.
Einige CGI Figuren sind irgendwie peinlich, etwa der komische Chinadrache, andere Sachen wirken dafür umso besser, etwa Niffler. Eddie Redmayne wirkt immer noch wie ein Asperger-Magier, wenn er mal seinem Gegenüber in die Augen schaut, ist das schon fast eine Seltenheit. Ich weiss nicht, ob die Rolle so angelegt ist oder das so eine Macke von ihm ist. Ich find das übelst störend, als wäre er in Gedanken irgendwo sonst. Das war schon im Vorgänger so. Waterston kommt deutlich weniger vor, gut so, die wenigen Szenen bestätigen wieder, wie farblos und langweilig sie spielt. Interessanter sind da die anderen Figuren, Johnny Depp wirkt in seinem Schauspiel durchaus bedrohlich, seine Aktionen sind es hingegen eher nicht so. Jude Law als Dumbledore ist ein Glücksgriff, aber viel zu tun hat er leider nicht. Aber das kann sich noch ändern. Denn der Film ist nur das Vorgeplänkel. Ich fürchte allerdings, dass man das Thema weiter strecken wird, deutlich über Gebühr hinaus. Schade, mit mehr Verdichtung wären die Filme klar besser, auch wenn ich den Cast insgesamt deutlich schwächer finde als in den Harry Potter Filmen. Aber ok, das war gar nicht zu toppen. Gerne hätte ich noch mehr britische Darsteller drin. Vielleicht Sirius Black Panther gespielt von Idris Elba. Liam Neeson würde auch sehr gut passen. Aber natürlich müssten die Bücher das hergeben.
Sehr schön sind die Settings, besonders Hogwarts sah nie prächtiger aus und auch das Schloss in Österreich gefällt. Und ein bisschen weniger kindgerecht darfs mMn schon sein.
ChrisKongTeilnehmerEher speziell, denn genial. Wer mit Krieg der Eispiraten und ähnlichen Filmen seinen Spass hatte, der wird ihn hier auch haben.
Hoffe ich werd hier nicht Opfer meiner Erwartungshaltung.
Da er den Rahmen des Zeichentrick ausnutzt, kann man ihn praktisch nicht vergleichen mit den anderen Spideys. Aber definitiv der bessere Film als die meisten anderen Spider-Mans.
ChrisKongTeilnehmerReal Steel
Der Film vereint gleich 4 Darsteller von Marvel Figuren: Hugh Jackman (Wolftrine), Evangeline Lily (Wasp), Kevin Durand (Dukes aus Wolverine) und Anthony Mackie (Falcon). Scheinbar ist Jackman Robo-addicted, darf er sich hier im übertragenen Sinn rumprügeln mit anderen Robos. Und übertragen ist hier wörtlich zu nehmen. Ein altes Modell ahmt seine Bewegungen nach. Das Ganze ist in eine Vater/Sohn Geschichte eingebettet. Diese kommt über das gewohnte Niveau nicht hinaus, aber das ist auch nicht weiter tragisch. Das Ende ist eine Mischung zwischen dem Rumble in the Jungle und dem ersten Rocky.
Mir hat die Roboklopperei gut getaugt, Bild und Ton sind dem Geschehen mehr als angemessen.
ChrisKongTeilnehmerGerade auf etwas aufmerksam geworden:

Klingt nach einem Who is Who der Jarmusch-Filme. Wird schon mal vorgemerkt.
Der echte Miyagi (Doku) Netflix
Die Dokumentation befasst sich mit dem Wirken von Sensei Demura, der seinerzeit Japan verlassen hat, um in den USA sein Wissen von Karate zu verbreiten. Und das hat er sehr erfolgreich getan. Diverse Zeitzeugen und er selbst stehen Rede und Antwort. Die Freundschaft mit Pat Morita, dem Film-Miyagi wird auch thematisiert und zeigt sehr schön, dass Fumio Demura ein besonderer Mensch ist, der immer im Dienst seiner Mitmenschen stand.
Wer mehr zu den Wurzeln der Martial Arts in Hollywood erfahren möchte und bislang eher Richtung Bruce Lee geschielt hat, der ist hier bestens aufgehoben.
ChrisKongTeilnehmerGegen saures Aufstossen hilft Rennie, denn Rennie räumt den Magen auf. 🙂
Ich meine die Erstauswertung, also das Kino ist immer noch wichtiger als der Disc-Release. Und durch das Streaming wird die Zweitverwertung als Disc vermutlich noch weniger abwerfen. Aber prinzipiell hast du natürlich recht.
Wobei es dank mir auch Fortsetzungen zu Kultklassikern wie Blade Runner gibt. 🙂 Den Film hab ich sicher in 7 oder 8 Versionen zu Hause, im Kino war er aber ein Flop. Da hat Warner sich vermutlich gedacht, wenn der Trottel für so alten Kram so viel Geld ausgibt, dann sehen wir mal, was bei einer Fortsetzung passiert. ^^
ChrisKongTeilnehmerHmm, und noch mehr Superhelden-Mittelmass wird die Kinos fluten. 🙂 bin überrascht, dass da grad so übertrieben viele reinrennen. Scheinbar hat das Marketing funktioniert. Meine Neugier beschränkt sich auf den Disc-Release. Interessierter bin ich an Shazam, aber auch den werde ich mir vermutlich eher im Heimkino geben.
Dafür hab ich den zweiten Teil von ES mal als Kinobesuch eingeplant und natürlich Ende Jahr Star Wars, auch wenn ich mir da jetzt nicht das erhoffe, was sowieso nicht passieren wird. Aber das ist sowieso ein Familien- und Fanding was jeglicher Vernunft entbehrt. 🙂
Wovon der ganze Disneykram enorm profitieren wird, erstens müssen sie kaum noch direkte Konkurrenz fürchten, zweitens ist jetzt China bald der zweitwichtigste Markt oder ist es bereits. Und Disneyfilme sind recht unverfänglich, weswegen da ein Release selten gefährdet ist oder eben angepasst wird.
Hauptsache man kann mit den Zahlen over the top gehen. Wie sie zustande kommen, interessiert die Mainstreampresse sowieso nicht. Interessantere Erhebungen wären Zuschauerzahlen und in wie vielen Kinos der Film angelaufen ist, verglichen mit anderen Streifen der gleichen Kategorie. Dadurch relativiert sich erfolgreichster Film auch wieder, je nach dem, wie man Erfolg dann interpretiert.Hier mal ein Link zu einem interessanten Artikel zu inflationsbereinigten Listen und warum auch diese nicht das Gelbe vom Ei des Kolumbusfalters sind. ^^
ChrisKongTeilnehmerThe Grass is Greener (Doku) Netflix
Hier wird das Thema mit gezielt eingesetztem Rassismus verwoben und die Zusammenhänge aufgezeigt. Der Aspekt, dass es nicht zuletzt die Pharma-Industrie war, die treibende Kraft hinter dem Verbot von Gras war, bleibt komplett unerwähnt. Wäre mE aber ein weiteres wichtiges Puzzlestück. Dafür erhält man einen guten Einblick in die frühen Anfänge des Konsums und des Umfelds in den US and A.
Der Tenor ist klar, Gras soll legalisiert werden. Die Doku bezieht klar Stellung und liefert aus ihrer Sicht alle dafür notwendigen Argumente. Es wird auch deutlich aufgezeigt, wie die amerikanische Regierung entgegen eigenen Studien hinter Cannabis den Teufel und Wurzel allen Übels vermutet. Das Ganze ist stark mit Rassismus und Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen verbunden. So scheint der Kampf gegen Drogen lediglich die Legitimität darzustellen, Minderheiten zu drangsalieren. Anhand von Beispielen wird auch der Verhältnisblödsinn aufgezeigt. Die Schicksale sind erschütternd. Und die Perversion des ganzen Dramas zeigt sich darin, dass jetzt, wo es eine Teillegalisation gibt, Firmen sich in den Markt drängen und viel Geld machen, während andere immer noch im Gefängnis schmoren für zum Teil lächerliche Kleinstmengen, die sie dabei hatten. Dabei sind den Richtern durch die hohle Gesetzgebung sogar die Hände gebunden. Gerade Wiederholungstäter werden in den USA über Gebühr bestraft. Das Justizsystem scheint das Prinzip der Verhältnismässigkeit einfach nicht zu kennen. Nirgendwo wird das so deutlich wie hier. Am Ende gibts noch sowas wie einen Hoffnungsschimmer, so wurden Personen in kleineren Drogendelikten rehabilitiert.
Klar, die Doku verfolgt nicht eine Pro oder Kontra Debatte zu dem Thema. Aber sie öffnet den Blick für die Hintergründe und dass es eben nicht so simpel ist, wie es vielfach dargestellt wird. Dabei fokussiert man auf den Aspekt des Rassismus, der zum Krieg gegen Drogen seinen Teil beitrug und beiträgt.
Alles in allem eine sehr sehenswerte Doku mit vielen interessanten Geschichten und Zeitzeugen. Bemerkenswert die Audioaufnahmen von Nixon, die schwer an den aktuellen Präsidenten erinnern. Aber auch die demokratischen Vertreter bleiben nicht verschont, sowohl Clinton als auch Obama werden kritisiert, wenn auch nur sehr kurz.Spider-Man into the Spiderverse
Der Film ist seit kurzem auf Disc erhältlich und als nicht gerade leidenschaftlicher Trickfilm-Fan war ich auf den Oscar-Gewinner natürlich trotzdem gespannt. Die erste halbe Stunde fand ich etwas zäh und zu sehr an die Filme dieses Genres orientiert. Sobald aber die Multiversum-Spider-Man/Woman Inkarnationen auf den Plan treten, ist der Film extrem unterhaltsam und lotet die Möglichkeiten eines Trickfilms aus. Und das macht er ausgezeichnet. Wo sonst sieht man eine Schwarzweiss-Comicfigur, ein sprechends Tier und ein Anime-Girl als Heldentruppe vereint? Die Macher bringen einfach den nötigen Schwung und Elan mit. Das Interesse an deren Lego Movies steigt, die ja auch recht unbestritten sehr lustig sein sollen. Ich kanns mir nach Spider-Man sehr gut vorstellen. Mit dem nötigen Insiderwissen ist der Film sicher nochmals so gut. Über das verfüge ich nur rudimentär, hatte aber trotzdem meinen Spass.
Es wurde hier schon erwähnt, nach dem Abspann gibts einen Clip im Uralt-Stil. Aber das ist noch nicht alles. Im Anschluss läuft das Bonusmaterial automatisch ab und es folgt ein weiterer Clip mit Spiderpig und der ist sogar relativ lang. Ist aber im Originalton belassen. Sehr lustig.
Der Film bietet auch neben der Komik sehr emotionale Momente, die aber nie drohen kitschig zu werden. Ganz von Pathos bleibt man aber nicht verschont.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist es mMn durchaus der beste von allen Spider-Man Streifen, sofern man mit der Cross-Universe-Thematik kein Problem hat. Ich hätte mir gerne ein Spiel mit diesem abgedrehten Stil gewünscht. Come on Sony, lets do it!Concussion
Danach war noch ein Film mit ernsterem Thema dran, ebenfalls von Sony produziert. Es geht hier um die Gehirnerschütterungen, die im Laufe einer Footballer-Karriere aus einigen Sportlern dauerhaft geschädigte Menschen gemacht hat, die den Verstand verloren haben und ihr ganzes Umfeld.
Wer einen Vergleichsfilm braucht, um sich den ungefähren Ablauf des Films vorzustellen, der kann sich gerne an the Insider erinnern. Bezeichnend wird die NFL von einem Anwalt vertreten, der auch schon die Tabakkonzerne vertreten hat. Hier gerät auch die Hauptfigur in die Schusslinie. Diese ist zwar kein Insider, aber erhält Hilfe von einem. Und die mächtige NFL setzt alles daran, die Oberhand zu behalten.
Infolgedessen kommt es auch zu einigen dramatischen Spitzen, die für mich hier aber etwas aufgesetzt wirken. Das liegt vor allem an dem Umstand, dass der Film allzu oft in moralinsaurem Regen duscht, immer wieder die gottgewollte Schicksalsbestimmung betont. Das war mir too much und absolut unnötig. Das Thema spricht eigentlich genug für sich.
Ich erinnere da an einen ähnlich gelagerten Fall von Chris Benoit, seines Zeichens Wrestler, der ein vergleichbares Schicksal aufweist. Auch sein Gehirn war nachhaltig geschädigt durch seinen Beruf und als er seine ganze Familie getötet hatte, ist auch der Öffentlichkeit bewusst geworden, wie dramatisch diese Auswirkungen sein können in Extremis. Der Film zeigt wirklich vergleichbare Geschichten.
Was auch typisch ist für die Situation, ist der Hass, der dem Arzt, genauer Pathologe, entgegenschlägt, weil er dem Volk vermeintlich etwas wegnimmt. Das wirkt auf mich absolut realistisch und ist ein sehr gut zu beobachtendes Phänomen in sozialen Medien, wenn es um eine rechtliche Einschränkung geht. Hier wie dort ist es schon erschreckend, wie bei der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse buchstäblich über Leichen gegangen wird.
Fazit: Ein wichtiges und auch ambivalentes Thema, das sich auf viele andere Situationen übertragen lässt, nämlich immer dann, wenn ein mächtiger Player seine Lobby für sich sprechen lässt und ein Menschenleben keinen Wert mehr besitzt, sobald es seinem Zweck für die Gesellschaft gedient hat. Die Schwächen des Films sind die Selig-Sprechungen der Hauptfigur und das ganze Religionsgefasel. Inszenatorisch bleibt man auch etwas flach und versucht es mit etwas Dramaturgie im Finale hinzubiegen. Alternativ dazu kann ich wirklich the Insider empfehlen, der insgesamt einfach der bessere Film ist. Die Darsteller machen aber auch hier einen sehr guten Job.
ChrisKongTeilnehmerder übliche Schwall an Vermutungen, Verleumdungen und Unterstellungen.
Vermutungen, ja. Ich kann ja keine Gedanken lesen. Verleumdungen, nein. Der Hinweis, dass du gerne stichelst und auf den Mann spielst, ist jetzt keine exklusive Erkenntnis. Aber wie immer hat das ja eine Geschichte und kommt nicht einfach so. Und darin bin ich ehrlich gesagt wohl weniger involviert als D00M.
Wie gesagt, ich halte nichts von vermeintlich allgemein gehaltenen Aussagen, wenn klar ist, wer gemeint ist. Und das hat er definitiv getan. Aber ihr beide nehmt auch da nix und provoziert gleichermassen den jeweils anderen. Bei D00M kenn ich halt auch die andere Seite, da ist er klar im Vorteil, würde ich auch nie abstreiten. Das Ganze fing vermutlich an, weil sich einer von euch wieder mal zu stark mit identifiziert fühlte mit einer User-Gruppe, Konsole, was auch immer. Er lässt sich dabei sehr leicht reizen und bei dir ist es nicht anders.
Vielleicht solltest du es halt einfach auch mal auf die andere Art probieren. Es kommt nämlich mittlerweile auch hier nicht mehr drauf an, wer angefangen hat, sondern wer es beendet. Wenn ein Einwand, der berechtigt ist, sachlich vorgetragen wird, kommt er auch nicht als Stichelei rüber.
Es gibt Leute, die können besser damit umgehen und solche, denen gelingt das eher nicht so.
Und vieles mag nur scherzhaft gemeint sein, aber das empfindet jeder auch wieder anders. Ich geb dir ein Beispiel, das von dir stammt, das ich auch wieder so oder so interpretieren kann. In den Japan-Charts postest du deine Hardware-Zahlen. Etwas, das Monty die letzten paar Male gemacht hat. Jetzt kann man das sogar durchaus als Diss an Monty sehen, wenn man sich an seiner repetitiven Handlung stört oder als Witz gegen die schlechten Verkaufszahlen von MS in Japan. Halt je nach Sichtweise. Ich glaube zwar nicht, dass es eins von beiden ist, aber wohl, dass es so verstanden werden kann. Und wenn man eh schon ein gewisses Bild hat, befeuert sowas die Meinung zusätzlich, weil man das eben hauptsächlich so kennt. Dass das dann unweigerlich zu Unterstellungen, Vermutungen usw. führt liegt in der Natur der Sache. Je besser man jemanden kennt, desto einfacher ist es, das richtig einzuschätzen.Verhaltet euch ordentlich, dann brauche ich auch nichts kommentieren.
Das klingt mir zu sehr nach Moralpolizei, etwas unglücklich formuliert. Ich denke, du meinst, wenn man dich nicht anpöbelt, gibts keinen Grund für dich zu reagieren, richtig?
Das kann ich persönlich so akzeptieren. Ich kann mich jetzt auch nicht bewusst erinnern, dich so in eine Diskussion hineinprovoziert zu haben, aber vielleicht war das so. Ich reagier meistens erst darauf. Wobei es hier genug User gibt, nach denen man die Uhr stellen kann und genau weiss, was sie und wie sie schreiben werden und ich da sicher auch schon vorgegriffen habe. Manche pflegen auch einen fürchterlichen Schreibstil oder wiederholen oft Umstände mit spezieller Betonung, bis es auch der hinterste und letzte kapiert hat.
Da machen sich einige schon sehr angreifbar. Man hofft ja doch immer, das wenigstens ein gewisser Lerneffekt eintritt.
Hmm, tja also, ich denke meine Standpunkte sind im Wesentlichen klar. Ich versuche das jetzt zumindest so umzusetzen, das Mass an personenbezogenen Diskussionen zu vermeiden und es bei der sachlichen, thematischen Ebene zu belassen. Und wenn das ins andere umschlägt, lass ichs bleiben.
Ich zieh aber auch eine Grenze, wenn jemand von grässlicher Community und dgl. schreibt, dann kann er sich mMn verpissen. Ich bin jetzt schon an 6 – oder warens 7? – Forentreffen und jedes Mal sind neue Leute dazugekommen. Ich kann mich ehrlich gesagt nur an einen Fall erinnern, der sowohl davor als auch danach mit seiner bornierten Haltung angeeckt hat, was aber das organisatorische betraf. Ansonsten hats glaube ich keiner der Teilnehmer bereut und viele haben aus dem Grund auch mehr als einmal teilgenommen. Wir hatten und haben Leute aus dem hohen Norden, wie z.B. Maxx Snake aus Hamburg, die wohl kaum einen solch weiten Weg auf sich nehmen und das auch schon sehr viele Male, wenn alle so grässlich sind.
Ich lass mich gerne belehren, aber in welcher anderen Community eines Videospielmagazins ist das denn noch der Fall? Und auch wer nicht an diesen Treffen teilnimmt, ist deswegen auch lange nicht abseits, so von wegen Elite. Ghostdog, Bort, Maverick, SFN u.a. waren auch noch nie an einem solchen. Ich glaube nicht, dass das einen Einfluss darauf hat, welche Reaktionen sie ziehen. Aber die Treffen fördern definitiv ein besseres Verständnis untereinander. Ich glaube das würde keiner hier bestreiten.
Mehr hab ich im Moment nicht dazu zu sagen. Reicht ja auch. 🙂
ChrisKongTeilnehmerIch fand die Qualität gut, kam aus England von einem Anbieter bei Etsy. Die Inlays kann man separat oder gleich inkl. bestellen. Das ganze wird flach gesendet, das heisst, man muss die Kartons dann noch in Form biegen, aber die sind dafür schon ready. Ich hab auch extra mit dem Typ gemailt, aufgrund der Zollkosten, den Warenwert nicht übertrieben hoch anzugeben. Spielt im EU-Raum keine Rolle, für die Schweiz aber schon. Nun gut, noch ist England in der EU, was danach sein wird, ist offen. Im Unterschied zu den Originalen sind die Kartons inwendig aber weiss und nicht grau. Mir gings ja nur um die Optik, nicht darum, irgendwas zu faken und dann überteuert zu verkaufen. Davon gibts genug auf Ebay und Co.
Gibt wohl auch Anbieter, die Anleitungen reproduzieren, hab ich allerdings jetzt noch nicht so wirklich im Blick gehabt.
Für die Retrosammelei muss ich mir wohl eh mal eine Liste mit den Dingen machen, die ich noch will und die sukzessive abarbeiten. Alles brauch ich nicht. Und mit anderen Konsolen fang ich vermutlich auch nicht mehr an. Also nix von Sega, ausser vielleicht Dreamcast, weil die ja vorhanden ist.
ChrisKongTeilnehmerKommt etwa hin. Aber die meisten der Zwerge leben mittlerweile nicht mehr in den Bergen, die Regionen sind mittlerweile stark verwaist. Vermutlich geht dort auch ein Drache um.
ChrisKongTeilnehmerHeilt deine Geldbörse gleich mit und macht sie schlank.
27. April 2019 um 23:30 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1647218
ChrisKongTeilnehmerHmm, vielleicht ist Zelda kein brauchbarer Vergleich. Denn AlttP hat nämlich eines sicher nicht, knackige Rätsel. Aber mMn ist es durchaus linear und die wirklich grosse Freiheit hat man nicht. Schliesslich braucht man immer den Dungeon-Gegenstand, um zum nächsten Palast zu kommen. Einzig in der Schattenwelt kann man sich zwischen 3 und 4 entscheiden. Wobei ich natürlich auch oft schon erst alle Gegenstände aus allen Dungeons geholt habe und sie dann in umgekehrter Reihenfolge absolviert habe. Dadurch werden die späteren Paläste etwas schwerer, aber nicht nennenswert.
Wer wirklich eine Herausforderung sucht, kann sich einen der zahlreichen Hacks antun, da ist überlegtes Vorgehen wirklich wichtig. Beispw. hat man in Parallel Worlds, dem vermutlich bekanntesten Hack, zum Start kein Schwert. Dann kommst du in einen Raum, 3 Gegner aber nur 2 Vasen und diverse Blöcke zwischen dir und dem nächsten Durchgang.
Sprungpassagen in isometrischer Sicht fand ich ehrlich noch nie geil. Aber sowas Übles wie in Double Dragon 2, einem Sidescroller, hab ich kaum je erlebt. Kann diesen Frust also durchaus nachvollziehen, wenn man dadurch am Spielfortschritt gehindert wird.
ChrisKongTeilnehmerSega hat einen Kundendienst???

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