ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerHmm, als ich meine sieben Sachen fürs Spital packte, war natürlich der 3DS meine erste Wahl. Und da hatte ich ziemlich exakt das Problem, welches oben beschrieben wurde. Im Netz gabs für den vergeblichen Start des Geräts div. Erklärungen. Hab mir dann einen Ersatzakku bestellt, weil der Wechsel in einem Yt-Video wirklich nicht nach Hexerei aussah. Aber leider kam der Akku erst später, da nahm ich meine Metroid-3DS Version mit. Und weil ich eine faule Sau bin, hab ich beim Original 3DS den Akku auch noch nicht gewechselt, um zu sehen, obs wirklich nur daran lag. Ich vermute mal schon, weil der 3DS ewig lange nicht geladen wurde. Was etwas komisch ist, beim DS hatte ich das Problem nie und der lag auch lange unbenutzt rum.
Zum Glück kosten Ersatzakkus nicht sehr viel.
ChrisKongTeilnehmerChambers
Durch Tralala und Trailerei auf Netflix darauf aufmerksam geworden. Bin jetzt in Episode 3. Mir gefällt der Mix zwischen Mystery und College Drama. Erinnert natürlich an bekannte Grössen wie Twin Peaks, aber auch sehr an Life is Strange.
Das alles kann sich natürlich immer noch alles als grosser Schwachsinn entpuppen. Gespielt ist es auf jeden Fall wirklich gut und die Spannung dauert an, was bei einer Serie mit Mystery-Elementen immer eine Gratwanderung ist. Schliesslich muss man immer etwas enthüllen, aber nie das Ganze.
Die 10 Episoden werden sicher zu Ende geschaut, dann sehen wir, obs bis zum Schluss so bleibt.
ChrisKongTeilnehmerLegend
Tom Hardys Version von das Doppelte Lottchen. Er darf, wie andere Darsteller auch schon, Zwillinge spielen. Diese hier gabs wirklich und sie hielten die Londoner Unterwelt in Atem. Ronald und Reginald Kray könnten dennoch nicht unterschiedlicher sein. Während Reggie seine Wutausbrüche eher noch im Griff hat, ist Ron reichlich abgefuckt und unter medizinischer Behandlung. Seine Gewaltspitzen sind es denn auch, die letzten Endes in eine Abwärtsspirale führen und alles und jeden mitreisst, der sich in dem Umfeld befindet. Sein Bruder scheint das zwar zu erkennen, aber machtlos zu sein, weil auch er immer wieder seine wahre Natur spürt.
Brian Helgeland hat das Drehbuch geschrieben und gleich selber inszeniert. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Bei seinen zwei bekanntesten Werken, L.A. Confidental (Oscar fürs Drehbuch) und Mystic River (Oscarnomination fürs Drehbuch) war er nur als Schreiberling tätig. Aber das Crime-Genre scheint ihm wirklich zu liegen. Klar, inszenatorisch darf man keinen Scorsese erwarten, aber weit abseits davon ist Legend nicht.
Es ist auch nicht die erste Adaption des Stoffes. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass ich den anderen Film gesehen hätte und wenn, wäre das schon länger her. Dort werden die Zwillinge soweit mir ist, von echten Twins gespielt.
Wer ein gutes Gangster-Biopic sucht, das ganz im Stile von Scorseses Casino mit Sprechern aus dem Off die Handlungen kommentiert, der wird hier bestens bedient. Für den nötigen Drive sorgt Hardy in der Doppelrolle gleich selbst und egalisiert die konventionelle Inszenierung ein wenig. David Thewlis, Emily Browning und ein junger Taron Egerton runden den Cast ab.
Ein wenig Casino, ein wenig Scarface und Bronson (nicht wegen Hardy, aber wegen der Gewaltgeilheit der Protagonisten), fertig ist das Crime-Potpourri. Mir hats geschmeckt.
ChrisKongTeilnehmerDog Soldiers
Gilt auch als einer der Kultfilme im Werwolf-Genre. Geschmackssache. Ein American Werewolve ist da auch heute noch weit unheimlicher. Gerade weil es in dem Film um eine Metamorphose geht, die ähnlich wie in Cronenbergs die Fliege einen starken Reiz ausübt. Hier ist das Szenario wieder das Monster attackieren eine Gruppe, in dem Fall Angehörige des britischen Militärs, die sich auf einer Übungsmission befinden.
Das Ensemble mit Sean Pertwee als Anführer mit Herz und Kevin McKidd ist denn auch das grosse Plus. Aber bei den Darstellern und Charakteren sind die Briten eigentlich immer sehr gut unterwegs. Die Schwächen allerdings will ich nicht verschweigen, so sind die Attacken der Werwölfe in vielen Fällen einfach dramaturgisch schwach inszeniert, ja fast laienhaft. Dann poltern sie einerseits gegen Türen, die so dünn wie Karton scheinen und von Schiebe-Schlösschen gehalten werden und das mit einer Kraft, die Oma Krawinkel wohl noch hätte aufwenden können, nur um dann nach etlichen Streicheleinheiten gegen die Tür, diese zu zerfetzen – was Frau Oma Krawinkel vermutlich auch noch geschafft hätte. Das Problem an diesen Schwachen Choreografien ist immer, dass man aus der Immersion rausgerissen wird und an ein Kasperletheater erinnert wird. Generell wird man einfach nicht so schlau draus, wenn der Gegner übermächtig und gross erscheint und dann nicht mal in der Lage zu tun ist, was ein viel schwächerer Mensch schaffen würde. Das hat Neil Marshall in Descent dann deutlich besser hingekriegt. Ich vermute mal, dass man hier auch nicht grad das grosse Budget zur Verfügung hatte.
Aber wie gesagt, für mich reissen es die sympathischen Figuren zum grössten Teil raus. Ein Meisterwerk ist der Film allerdings nicht. Das führt natürlich unweigerlich zu der Frage, ob die über 50 Franken für das Mediabook gerechtfertigt sind. Ganz klar nein. Das ist kein gutes PL-Verhältnis. Und das aus folgendem Grund: Ich hab mir die Bluray-Fassung des Films angesehen und ganz ehrlich, das Bild ist verschmutzt, unscharf und mit viel grobem Korn gesegnet. Warum man dann auch noch eine UHD an Bord hat, wo schon die Bluray nicht mal eine bessere DVD ist, verstehe wer will. Also hätte man sich diese Mehrausgaben bei der Produktion effektiv sparen können. Das Bild ist mies, der Ton entspricht dem in etwa und gewinnt auch kein Silber, auch wenn das gegen die Werwölfe helfen würde. Da kann man eigentlich nur auf einen Standard-Release hoffen, aber für das Gebotene ist der Preis dieser Sammler-Edition einfach zu hoch. Es wird auch kaum einen Release mit besserem Bild geben, denn das Original scheint verschollen zu sein. Ein mal mehr ein Armutszeugnis, aber wohl nicht der letzte Film, bei dem das der Fall ist. Hier ein Link zu einer Seite, die Vergleiche der Fassungen anstellt und von der ich die Info mit dem Ausgangsmaterial, welches nicht mehr auffindbar ist, habe:https://blu-ray-rezensionen.net/dog-soldiers-mediabook-4k-uhd/
Fazit: Sympathischer kleiner Horrofilm, der in einer überteuerten Variante angeboten wird und nicht gerade liebevoll aufbereitet ist. Ein Teil des Problems, s. oben, ein anderes wie die Verschmutzungen und dgl., sind aber nicht entschuldbar.
ChrisKongTeilnehmerBeim Wichsen erwischt zu werden, gehört sicher mit zu den peinlichen Episoden eines Mannes. Aber es gibt natürlich noch mehr, das einem die Schamesröte ins Gesicht treiben kann. So z.B. sich etwas anzuschauen, das vermutlich allem widerspricht in seinem Inneren, das an Anspruch glaubt oder zumindest an ein Minimum davon.
Dagegen hilft eine Who cares? Mentalität, die man sich mit der Zeit aneignet. Und selbstverständlich ist es auch das Bewusstsein, dass man gar nicht zur Zielgruppe gehört. Trotzdem will man sich nicht einfach in einen Kanon einstimmen, auch wenn das ein leichtes wäre. Also tauscht man eine gewisse Lebenszeit, um fundamental seinen Prinzipien treu zu bleiben, auch wenn man da hart im Nehmen sein muss.
Das Thema ist reichlich banal aufbereitet und verliert sich schnell mal in zotigen Wortwitzen, die die meiste Zeit einfach nicht zünden. Ich glaube auch nicht, dass sie das bei der Zielgruppe tun. Dann garniert man die Geschichte mit ein wenig Gesellschaftskritik, ehe man die Moral wieder in Pathos ertränkt. Am Ende sind dann alles bessere Menschen. Nein, das sind sie nicht. Die Kids bleiben doofe Handy-Zombies und Oberflächlichkeit die Nahrungsgrundlage für den Gebrauch von einfachsten Äusserungen. Akustisch wird das Geschehen einmal mehr mit abgeschmackten Radiohits, die schon bei Erscheinen des Films nicht mehr aktuell waren, untermalt. Aber das ist bei CGI-Streifen leider oft der Fall, wenn sie nicht grad von Pixar sind.
Integriert werden ein paar Fixpunkte der Populärkultur, damit man sich gewahr wird, in welcher Zeitperiode das Ganze etwa spielt. Wobei auch hier bedient man sich Sachen, die schon ihren Zenit erreicht hatten. Aber der Wiedererkennungseffekt machts halt aus.
Mit den meisten Mängeln kann man, oder besser muss man, wohl leben. Angesprochen sind Eltern, die zu so etwas gezwungen werden und für ihre Freiwilligkeit ein Alibi haben, das man gemeinhin als Kinder kennt. Die Ausrede habe ich nicht. Aber hätte ich welche, würde ich meinen hypothetischen Kids sowas zumuten? Man kanns so halbwegs durchrutschen lassen. Schliesslich wird kein Lifestyle über Massen glorifiziert. Aber die Kritik hält sich arg in Grenzen, muss sie auch, denn sonst wäre der emotionale Kern des Films gefährdet.
Fazit, eine Ansammlung schnarchiger Abläufe, die sich in Banalitäten suhlt und oft einfach nur naiv wirkt. Das darf sie aber auch, da die Botschaft sich nicht an Conaisseure richtet.
Mögliches Potenzial ist zwar vorhanden, wurde aber auf inaktiv gesetzt.
Wem noch nicht klar ist, was gemeint ist, der Titel steht am Ende dieser Zeilen in Spoilertags.
[spoiler]Emoji – der Film[/spoiler]
ChrisKongTeilnehmerHmm, mal sehen.
The Kings Speech
Vom Stotterer zum König. Weil sein Bruder seinem Lebensstil nicht abschwören will und ein König Englands aus kirchlichen Gründen nicht mit einer geschiedenen Frau verheiratet werden kann, fällt die Bürde des Königseins auf seinen Bruder Albert zurück. Dieser wird als König George der 6. in die Geschichte eingehen. Er hielt damals eine Rede, um den Engländern Mut zuzusprechen im Angesichts des bevorstehenden Krieges mit Deutschland.
Aber wie eine Rede halten, wenn man bei jedem zweiten Wort ins Stocken kommt? Nach diversen Versuchen erhält er eine Empfehlung. Da tritt ein Sprachtherapeut auf den Plan, bei dem die Qualifikation durchaus angezweifelt werden darf. Und weil der König in Spe auch zu Wutausbrüchen neigt, ist eine Beziehung der Beiden eine schwierige Sache. Natürlich gibt es ein Happy End, aber der Weg ist ja das Ziel. Es werden auch kurz die Hintergründe angerissen, aber mMn zu wenig vertieft. Das liegt aber auch an Bertie, wie er von seinem Therapeut genannt wird, der es bei der Verbesserung der Motorik belassen will. Mit Witz und Verve entlockt er ihm aber dennoch mehr, als er zunächst preisgeben mag. Das Verhältnis der Beiden wird aber auch auf die Probe gestellt durch das Umfeld. Denn der Therapeut ist gar kein richtiger Arzt.
Die Entwicklung hin zu dieser historischen Rede ist unterhaltsam aufbereitet, aber kein Meilenstein der Regisseurskunst. Die gut aufgelegten Darsteller lassen aber keinen Zweifel über die Qualität aufkommen. Die Dialoge sind gut getimed und sitzen wie ein englischer Massanzug. Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut besetzt.
Wer historische Themen mag, speziell im Umfeld der Royals, soll hier mal einen Blick riskieren.3. Mai 2019 um 10:41 als Antwort auf: Limited Run Games, Strictly Limited – egal! Hauptsache selten! #1647832
ChrisKongTeilnehmerHab ich auch gedacht. Aber mal von diesem Shice ab, hat Playasia immer wieder nette Retail-Versionen, Versandpreis ist inkl. zu einem eh schon sehr fairen und guten Preis. Darum hab ich auch deren Newsletter abonniert. Aber auf den physischen Release verzichte ich gerne. Ich frag mich wie viele anteilsmässig sowas einfach aus reinem Blödsinn kaufen und bei wie vielen es wirklich ein Fetisch ist.
ChrisKongTeilnehmerVon mir gibts da keinen Kniefall. Und es zeigt eigentlich nur, wie bedenklich mittlerweile Produktionen entstehen. Die vereinigte Inkompetenz versucht sich mittels Umfragen, Reaktionen und dgl. an den Massengeschmack anzupassen, quasi das Wunschkonzert der Filmindustrie. Sollte der nächste Bond schwarz sein oder eine Frau, wird dann auch per CGI nachkoloriert oder die Brüste entfernt? Und solche Reaktionen wirds mit Sicherheit geben. Grundsätzlich halte ich wenig von solchen Sachen. Hier ists natürlich etwas anders, da das Design natürlich auf etwas bestehendem basiert. Ich erinnere mich an ähnlich heftige Reaktionen auf die Turtles von Bay. Im Nachhinein fand ichs dann doch nicht so schlimm, auch wenn mir das Design bis heute nicht wirklich passt. Aber es ist nun mal deren künstlerische Vision und Interpretation des Stoffes. Wenn mir die Macher ansonsten zeigen, dass sie ein Auge für die Materie haben, spielt das auch nicht so eine Rolle. In der Causa Sonic ist aber klar, die haben mal wieder keinen Schimmer, was sie da tun. Denn es ist nicht die erste Designdebatte zum Igel. Und wäre der faulige Fowler etwas firm in der Materie, dann hätte er sich das ja denken können.
Und in einem solchen Klima können über kurz oder lang die Filme schlicht nicht besser werden.
Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass die totale künstlerische Freiheit aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Das merkt man gut bei div. Netflix-Produktionen. MMn brauchts die richtige Mischung aus Druck und Freiheit, damit wir als Konsumenten das beste Resultat kriegen. Leistung braucht immer ein gewisses Spannungsfeld und sei es nur der Wettbewerb.3. Mai 2019 um 1:42 als Antwort auf: Limited Run Games, Strictly Limited – egal! Hauptsache selten! #1647802
ChrisKongTeilnehmer@Lando Bei Playasia gibts einen limitierten Physical Release, der genau deinen Geschmack treffen müsste. XDDD Sry, aber der musste sein.
https://www.play-asia.com/panty-party-limited-edition/13/70coaz
In der CE ist sogar Unterwäsche dabei. ^^
#japanese-addiction
ChrisKongTeilnehmerPeter Mayhew, Darsteller von Chewbacca in der Original-Trilogie von Star Wars ist 74jährig verstorben. Er machte zeitlebens immer einen sehr sympathischen Eindruck, was man nicht von jedem Star Wars Beteiligten sagen kann.
ChrisKongTeilnehmerSoll ja sogar ne Trilogie draus werden.
Ach, keine Tetralogie?
The Last Witchhunter
Vinnieford Diesel bekämpft Hexen. Dabei hat er einen älteren Mitstreiter, einen jungen Sidekick und eine aus dem “feindlichen” Lager, die ihn unterstützt. Natürlich ist der Witchhunter was besonders und Puzzleteil in einem finsteren Plan.
Wem das bekannt vorkommt, ja, hier wird abermals die Blade-Story variiert, aber im Wesentlichen übernimmt er fast alle Versatzstücke des Films. Angefangen vom Angriff auf den Mentor bis hin zum wenig überraschenden Verrat und der Wiederauferstehung des Erzfeinds.
Das ist ordentlich inszeniert aber komplett ohne eigene Duftmarken setzen zu können. The Seventh Son mit Jeff Bridges und Duell der Magier mit Cage, ich glaube letzteren hab ich sogar gesehen, sind alle etwa ähnlich geartet. Man weiss, was man bekommt und hofft auf die nötige Kurzweil.
Also den Film kann man sich gut geben, wenn man nicht Wunder erwartet. Hexenwerk ist er nicht. Blade ist aber der bessere Film. Der Sound und das Bild sind dem Geschehen angemessen, das Steelbook hebt sich nicht sonderlich ab und gehört noch zu denen, bei denen man meinte, den blauen Bluray Schriftzug implementieren zu müssen.
ChrisKongTeilnehmerWenn man solchen Kram verfilmt, dann muss man von Filmemacherseite her sowieso einen viel grösseren Effort leisten, weil die Figuren in der Regel kaum wirkliche Charakterisierungen haben. Und dafür setzt man nach wie vor talentfreie Filmemacher ein. Carrey wird den Film nicht retten, aber den Gehaltsscheck nimmt er trotzdem gerne.
Dazu wird man sicher eine strunzdumme Geschichte konstruieren, die mit dem Original kaum was zu tun haben wird. Hat man in der Vergangenheit oft halt so gemacht, gerade wenn die Story im Original eine nur untergeordnete Rolle gespielt hat. Aber auch wenn das nicht der Fall war, AC, TR, Resident Evil usw. mussten auch selber irgendeinen Mist verzapfen, ohne Not wohlgemerkt.
Wenn man schon in die abgedrehte Richtung tendiert, wäre etwas wie Scott Pilgrim im besten Fall möglich, sprich das Potential mit Elementen eines Videospiels gute Unterhaltung zu erreichen, ist da. Aber wie gesagt, Produzent B hat einen Furz, keine Vision, was man noch vergolden könne, was es nicht schon gibt. Mich wundert ja, dass es noch keinen CoD Streifen gibt. Jede Wette, dass Filmstudios da Activision auch schon angefragt haben.
ChrisKongTeilnehmerBlutrausch
Im Original heisst der Streifen Eaten Alive. Irgendwie ist der Film eher passend zum deutschen Titel. Denn lebendig wird hier zwar schon der eine oder andere verfüttert, aber der Blutrausch, dem die Fütterungszeit vorausgeht, ist der grössere Part in dem Gemetzel.
Das Bild ist für einen Film diesen Alters wirklich erstaunlich. Praktisch keine Verschmutzungen, ruhiger Bildstand, angenehme Schärfe. Und leider ist das fast das einzig Positive an diesem Film.
Das dauernde Gekreische und Gejohle ist wirklich nur schwer zu ertragen. Ein abgeschmackter, abgeranzter Motel-Leiter, der wie die Frankenstein-Version von Billy Bob Thornton aussieht, hat ein geniales Geschäftsmodell entwickelt. Die Logier-Nächte werden in Filetier-Nächte umgewandelt. Ein Motiv hat er nicht, ausser, dass er alles und jeden als verkommen betrachtet. Vermutlich hats in dem Motel keinen Spiegel, sonst würde er Sepukku verüben.
Dann und wann stürmt er mit einer Sense los oder auch mal mit der Heugabel, um Frust abzubauen. Warum da derlei Werkzeug rumliegt, wusste Tobe Hooper wohl auch nicht, aber isso.
Der Soundtrack ist psychotisch und passt gut zum Schauspiel der meisten in dem Film. Dann und wann klingt das so, als hätte Hooper seine Verdauungsprobleme über einen Sampler gejagt.
Damit man nicht grad einschläft, darf jede der jungen Damen ihre Brüste einmal prominent in die Kamera halten. Das sind dann die Momente der Ruhe vor dem Sturm, bevor das Gekreische und Gejohle wieder losgeht. Die Attacken des Sensenmanns sind so mies choreografiert, dass er in einer Szene so kurz ausholt, dass sich der Darsteller selber trifft.
Robert Englund spielt auch mit und zwar einen schmierigen Freier/Dealer, der auch bald Bekanntschaft mit dem Krokodil macht. Nun ja, ein Krokodil ist es eigentlich nicht, auch wenn der Motelheini das extra betont. Der Plastikalligator ist adäquat zum Rest des Films, also wirklich übel. Aber Tierhorror ist das sowieso nicht.
An wenn also geht eine Empfehlung? Wer einen bierseligen Trashabend veranstalten möchte, der kann sich den Streifen geben. Obs dafür eine Mediabook-Fassung braucht, bezweifle ich zwar. Es ist sogar noch etwas Bonusmaterial dabei, das meiste davon sind div. Trailer.
Der Film beweist sehr schon, dass unabhängig vom Entstehungsjahr im Bereich des Horrorfilms eine enorme qualitative Bandbreite herrscht. Dieser Flic operiert aber klar am anderen Ende des Spektrums. Zu Beginn fällt der Satz von Englund, i am Buck and here for a fuck. Wenn ich mich nicht irre, dann sagt doch der Krankenhauszuhälter in Kill Bill genau das. Aber von Tarantino weiss man, dass er sich jeden noch so billigen Streifen während seiner Videothekenzeit reingezogen hat. Mein Tipp, erst Alkoholrausch, dann Blutrausch.
ChrisKongTeilnehmerLooper
Die Prämisse ist leider wirklich doof. Es gibt echt keinen Grund, Leute in die Vergangenheit zu schicken, um sie zu liquidieren, insbesondere wenn man dies auch in der Zukunft macht, was klar gezeigt wird. Nun laufen Zeitreise-Filme sowieso immer Gefahr, sich schnell in die warum so kompliziert Falle zu begeben. Das ist hier nicht anders. Als erstes gilt es also diese Kröte zu schlucken. Im Film spricht Bruce Willis zu seinem jüngeren Ich und sagt ihm, dass er besser gar nicht darüber nachdenken soll. Eigentlich meint er den Zuschauer, aber seis drum.
Dann nämlich erhält man einen spannenden Thriller, der in weiten Teilen prächtig unterhält und innerhalb seines Zeitreisekonstrukts zu funktionieren versucht. Die Charaktere handeln auch nur bedingt glaubwürdig und das Ende hinterlässt dann auch Fragezeichen, warum es bei dem Ausgang den Film, den man sich angesehen hat, überhaupt gegeben hat.
Warum man Joseph Gordon-Levitt an Bruce Willis per Maske angleichen musste, seh ich nicht ein. Die ähneln sich halt nicht, was ich jetzt nicht weiter tragisch fand. Die Maske ändert dadurch aber kaum etwas.
Bild und Ton der Disc sind sehr fein, hier gibt es nix zu meckern, ausser die üblichen Trailershows, die man wieder mal wegskippen muss.
Das Zeitreiserad wird nicht neu erfunden, liefert etwas mehr Dramatik als üblich, kann aber die emotionale Konsequenz nicht so recht ausspielen. Dafür bleibt die Sicht des jüngeren Ichs irgendwie zu seicht und der Wechsel von skrupellos zu fürsorglich versandet irgendwo im Drehbuch. Johnsons Brick hat mir nach wie vor am besten von seinen Filmen gefallen, die ich bisher sah. Leider ist ein Upgrade zur Bluray dort nicht möglich, weils noch keine gibt.
ChrisKongTeilnehmerNoch ein Tipp für fast alle Zwischenbosse: Wenn man vor ihnen wegrennt, haben fast alle einen Punkt, ab dem sie einen nicht mehr verfolgen.
Das erinnert an King Dorian, Havel und Gar aus anderen Fromsoftware Spielen. 🙂
Generell liest man ähnlichen Frust wie bei den anderen Spielen und auch dass was der eine mühsam findet, anderen wiederum nur ein Schulterzucken entlockt und umgekehrt.
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