ChrisKong

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646782
    ChrisKongChrisKong
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    Das klingt fast so, als hättet ihr meinen nächsten Film ausgesucht. ^^

    Predestination

    Die Gebrüder Spierig arbeiten erneut mit Ethan Hawk zusammen (Daybreakers, muss ich mir noch ansehen) und adaptieren eine Shortstory von Heinlein. Herausgekommen ist ein Sci-Fi-Film, der Zeitreisen als Mittel zur Verhinderung grösserer Unglücke einsetzt. Der erste Teil befasst sich aber mit der Lebensgeschichte einer Person, die irgendwie in die Geschehnisse eingebunden ist, nur ist nicht klar wie. Es werden allerhand Fährten gelegt und es entspinnt sich eine Story, die wirklich bei Laune hält und zum Nachdenken anregt. Der Film verlangt aber, dass man sich gar nicht erst mit dem Paradoxon der Zeitreise, also Wirkung vor Ursache auseinandersetzt. Da haben fast alle Zeitreise-Filme ein Problem.
    Am Ende hat man einen recht kopflastigen Film, der miträtseln lässt und immer wieder zu überraschen weiss. Das ist innerhalb der engen Grenzen durchaus eine Leistung.
    Kurzum, der Film ist sowas wie ein Geheimtipp und sollte auf der Watchlist von Sci-Fi-Freunden stehen.
    Gewisse Parallelen zu Gattaca, ebenfalls mit Hawk, sind nicht zu leugnen. Und der gehört sogar zu meinen absoluten Favoriten.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646615
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    Braven

    Wenn ihr je im Sinn habt, Drogen in Jason Momoas Jagdhütte zu verstecken, dann lasst es. Natürlich gibts in dem Film Schlauberger, die das trotzdem versuchen. Daneben ist noch ein an Demenz leidender Vater im Spiel. Und ehe man sichs versieht, hat Jason alle Hände voll zu tun. Dabei erweisen sich alle Mitglieder der Familie Braven (sie hätten sie auch gleich Max Power nennen können) als wehrhaft. Natürlich ist jedes Hinterwäldlerklischee drin, von der Kneipenschlägerei bis zu den unfähigen Sheriffs.
    Am Ende darf Momoa nochmals zeigen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Leider gibts in dem Film keinen Humor. Die Demenzerkrankung wirkt eher prätentiös denn für die Handlung massgebend. Schade, denn mit Stephen Lang ist ein sehr guter Schauspieler als Vater am Start, der auch überzeugend ist.
    In der Summe hebt sich der Film aber nicht von anderen ab, weil es auch im Hinblick auf die Erkrankung des Vaters am Schluss keine Konklusion gibt, was ich zumindest erwartet hätte. Etwa wenn er nicht mehr weiss, wer sein Sohn oder wer der Angreifer ist, z.B. Nicht, dass das jetzt glaubhafter wäre, aber wenn mans schon als Thema einbaut.
    Die Landschaftsaufnahmen gefallen, der Rest ist gehobenes Wühltisch-Niveau. Für Momoa-Fans. Mal sehen, wie häufig wir ihn noch in den ganzen Wilderness-Settings sehen werden. Irgendwie scheint dem Exoten die Kälte zu liegen, was verwundert.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1646614
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    Quicksand (und ein dümmlicher Untertitel) Netflix

    Die Ausgangslage ist eine Schiesserei an einer schwedischen Schule. Fernab von irgendwelchen Terrorgruppen geht es hier nur um persönlich motivierte Taten ohne einen solchen Hintergrund. Da sich das Columbine-Massaker heuer gejährt hat und medial wieder Thema wurde, gabs bei mir sowas wie eine Initialzündung. Dabei hab ich schon etwas hin und her überlegt, ob ich mir die Serie anschauen soll. Das Thema geht definitiv an die Nieren und es ist in der Nachbetrachtung alles andere als eine Feelgood-Serie. Ich würde jetzt normalerweise sagen, dafür muss man in Stimmung sein, aber wenn man den Kontext der Gewalt betrachtet, sollte man dafür besser nie in Stimmung sein. Also eine eher schwer verdauliche Serie.
    Trotdem eine sehr lohnenswerte und eine der besseren, die ich bislang auf Netflix geschaut habe. Das Spannungsverhältnis und das Beziehungsgeflecht der Hauptfiguren zeigt sehr schön, wie nah Hass und Abhängigkeit beieinander liegen. Auch wenn man sich oft fragt, warum die Personen in ihrem Elend verharren, ist das irrationale Verhalten eben auch ein sehr menschliches und darum auch sehr authentisch.
    Erst ganz am Ende werden die Puzzleteile zusammengefügt. Der Film mischt die aktuelle Situation der Hauptfigur mit den Rückblenden und gewährt immer tiefere Einblicke, was hinter der scheinbar fröhlichen Fassade alles passiert.
    Die Serie versucht Antworten auf die Schuldfrage zu finden und zeigt dabei nicht mit dem Finger auf einzelne Exponenten. Das ist alles sehr schön differenziert und klasse dargestellt.
    Wer die Filme von Gus van Sant zu ähnlichen Themen gut fand und sich mit der Thematik befassen will, ist hier gut aufgehoben. Als Alternative in Filmlänge bietet sich auch der kaum bekannte Streifen 2:37 an. Der dröselt eine zwar andere Situation nach ähnlichem Muster auf, weist aber extrem viele Parallelen bezüglich Motiven auf. Ein wirklich empfehlenswerter Film.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646578
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    Baby Driver

    Der Film hat mittlerweile sogar ungewollt Satire inbegriffen. Dialog zwischen Bets (Jamie Foxx) und Doc (Kevin Schänder Spacey)
    Doc: Das ist mein Baby
    Bets: Fick dein Baby
    Ansel Elgort, der Hauptdarsteller, passt wohl auch ins Beuteschema vin Spacey. Da kriegt der Film eine ganz spezielle Note, ausser man kann das ausblenden.
    Der Film selber wurde hier schon empfohlen. Ich kann mich dem nur anschliessen. Der Film ist sowas wie der fröhliche, leichtgängige Zwilling von Driver. Das ist nicht nur der Musik geschuldet, sondern allgemein der beschwingten Art des Hauptdarstellers. Die Fahrszenen sind sehr imposant, insbesondere weil es sich nicht nach Fahrkunst aus dem Computer ausschaut. Kanns natürlich trotzdem sein, aber das Resultat überzeugt.
    Die Waage zwischen Action und ruhigen Momenten wird optimal gehalten.
    Edgar Wright hat bislang wirklich sehr gut abgeliefert. Mir gefällt fast ausnahmslos alles, woran er beteiligt war. Einzig The Worlds End war schlecht. Einfach langweilig und ohne Pep. So ganz und gar nicht wie der Rest von Wrights Schaffen. Hoffentlich kommt bald wieder ein Film von ihm. Das Steelbook beinhaltet nebst einer Bonus Disc, obwohl schon auf der Hauptdisc Bonusmaterial drauf ist, auch 2 Soundtrack CDs. Das ist für einen Film dieser Kategorie wirklich fett.
    Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen, Jamie Foxx als Psychopath kommt richtig gut.
    Idealer Film für eine Videospielversoftung. 🙂

    ChrisKongChrisKong
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    Ich fand Uncharted 4 einfach irgendwie schwächer als die anderen 3 Teile, trotzdem ein tolles Spiel.
    Auf Red Dead Redemption 2 hatte ich lange Lust, da ein grosser Fan des vorangegangenen Teil. Aber ich vermute das Teil würde mich noch mehr erschlagen als die ganzen anderen OW-Spiele.

    als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1646426
    ChrisKongChrisKong
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    So, mittlerweile bin ich in Montana angekommen und kann in Teilen meine Meinung revidieren. Irgendwie hab ich länger gebraucht, um reinzufinden, als das bei den Vorgängern der Fall war. Wie gesagt, einiges ist auch nicht besser, die K.I. beispw.
    Was man aber klar sagen kann, dass die Aufgaben sehr viel abwechslungsreicher sind und es durchaus sehr viele interessante Ideen hat. Recycling gibts aber immer noch, bislang vor allem in der Mainstory. Schafft man einen gewissen Fortschritt, dann wird man einkassiert von einem der Familienmitglieder. Bei Jacob Seed durchläuft man einen Parcour. Es ist aber viermal derselbe. Das finde ich etwas schwach.
    Es gib sicher auch Sachen, auf die ich keine Lust habe, aber das meiste macht wirklich Spass. Jagen ist etwas sinnbefreit, weil die Tiere eigentlich zu harmlos sind. Der Skill, die Jagd zu vereinfachen, den brauchts nicht und werde ich auch nicht aktivieren, solange es noch anderes im Skillbaum gibt. Der ist irgendwie eingedampft, so schaltet man gleich alle Takedowns mit einem Mal frei.
    Für den Skillbaum brauchts Vorteilspunkte, die man in Verstecken findet oder durch absolvieren von Herausforderungen. Endlich mal ein Spiel, dass die Herausforderungen lohnenswert macht abseits von GS.
    Die anderen EXPs sind Widerstandspunkte, mit denen man die Bosse dann triggert.
    Durch Gespräche mit Befreiten und Passanten erfährt man die Standorte von Verstecken, anderen Charakteren usw., die dann für Nebenmissionen sorgen. Und diese sind wirklich abwechslungsreicher als in den anderen Teilen und vielen OW Spielen.
    Sogar das Angeln macht mittlerweile Spass.
    Was ich ebenfalls sehr positiv anmerken muss, obwohls nicht auffällt, das Spiel läuft extrem sauber. Bislang keine nennenswerten Bugs und dgl. Hin und wieder gibts Tonaussetzer, wenn ein getriggertes Ereignis abbricht, weil man schon in einer Mission ist. Das ist aber minimal. Ladezeiten gibts nur bei Schnellreise und in vereinzelten Storysequenzen. Es fällt halt nicht auf, weil es nicht negativ heraussticht.
    Auf jeden Fall bin ich gerne länger in der Welt unterwegs, weil es zwar viel zu tun gibt, aber es sich nicht wie ein abarbeiten anfühlt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646425
    ChrisKongChrisKong
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    Get Out

    Endlich angesehen. Der Film ist ein bisschen auch Opfer seines Hypes, so ist natürlich schon zu viel bekannt gewesen, gerade in welche Richtung er sich entwickeln würde. Dass da vieles nicht ganz koscher ist, ist sowieso von Beginn weg klar. Die Neugierde bleibt, weil man sich div. Szenarien ausmalt. Der Film spielt auch etwas mit den Erwartungen. Und das macht er gar nicht schlecht. Es gibt immer wieder klare Hinweise, da ähnelt der Film stark the Sixth Sense. Gegen Ende wird das Puzzle vervollständigt. Und bis dahin wird man gut bei Laune gehalten. Wenn man sich den wenig originellen Einheitsbrei im Horrorgenre anschaut, dann ist dieser Film durchaus ein Kleinod, auch wenn er vielleicht nicht alles perfekt macht. Nach It Follows für mich schon die zweite nette Horrorüberraschung kurz nacheinander.
    Auf jeden Fall hat Jordan Peele Kredit bei mir und auf Us bin ich auch sehr gespannt, weil ich sowieso gerne Creepy Szenarien mag.
    Das Drehbuch weist durchaus auch Feinheiten auf, der Teufel liegt hier im Detail. Dass es prämiert wurde, naja, darüber lässt sich streiten. Da Hollywood tendenziell sowieso öfters ausgelutscht wirkt, sind solche Werke wirklich zu begrüssen.
    Ich kann den Film also empfehlen.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1646421
    ChrisKongChrisKong
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    Es geht nicht mal darum, ob jetzt so stark auf einen Cliffhanger-Effekt abgezielt wird, der Punkt ist, dass man emotional abflacht mit solchen Schlussepisoden. Den Effekt davon sieht man jetzt.
    Eins der besten Staffelfinale war jenes in der Rick in dem Moment jemanden erschiesst, als Morgan unversehens auftaucht. Da hat man konsequent auf diese Anspannung hingearbeitet. Das Modell mit der Umkehrung der Ruhe vor dem Sturm sagt mir nicht zu. Ich bin auch kein Fan von der normalen Variante, also die vorletzte Episode in Flashbacks zu ertränken und dgl. Wenn es bewusst ruhigere Momente vor einem Final gibt, ok, aber eine ganze Episode lang empfinde ich das oft als überflüssig. Oder sagen wirs so, bislang hab ich noch keine Serie gesehen, bei der das in der Form aufgegangen ist. Generell bin ich kein riesiger Fan von exzessivem Gebrauch von Flashbacks. Eine sehr positive Ausnahme ist da der Beginn von Staffel 2 in Utopia. Das war wirklich genial gemacht.
    Das Problem ist, dass man aus den verbliebenen Charakteren das Potential zu wenig ausschöpft und irgendwie keine interessante Dynamik entsteht. Schwelende Konfliktherde hat man einfach weggelassen, z.B. das ganze Negan-Zeugs.
    Und die Bedrohung durch die Whisperers wird mir zu wenig glaubhaft illustriert, nicht so wie bei den Saviors, als die Gruppe um Rick bustäblich am Ende war. Hier fehlt irgendwie ein Charakter, auf den diese Angst projiziert wird. Alle wirken schon zu gefasst, das ist besonders in der letzten Episode einfach zu weit weg von der Gruppe. Eine Entwicklung dahin, z.B. Kriegsmüdigkeit, sehe ich während der ganzen Staffel nicht.

    Naja, seis drum. Die Serie plätschert so dahin und wirklich heiss auf die neuen Staffeln bin ich nicht mehr. Das war nach den oben beschriebenen Staffelfinalen anders.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1646419
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    Turn up Charlie Staffel 1 Netflix

    Idris Elba scheint rastlos zu sein und ist abermals in einer Serie zu sehen, die er mitentwickelt hat. Worum gehts? Elba spielt einen One-Hit-Wonder-DJ, dessen Hit schon ewig lange her ist. Er trifft einen ehemaligen Schulfreund und dieser drückt ihm einen Job als Nanny auf. Eher widerwillig lässt er sich darauf ein. Der Vater des Kindes ist Schauspieler, die Mutter eine sehr erfolgreiche DJane. Entsprechend stehen sie häufiger vor der Entscheidung Job oder Kind. Und daraus bezieht die Serie dann natürlich ihr Konfliktpotential. Wie bei div. anderen Dramedy-Formaten sind es auch hier relativ kurze Episoden. Ich fand sie ganz unterhaltsam und würde mich über eine weitere Staffel freuen. Die 8 Episoden waren allzu schnell durch. Die Darsteller sind sehr gut in ihren Rollen und die Kleine, auf die Charlie aufpassen muss, hat es faustdick hinter den Ohren.
    Auch mal erfrischend, dass das Rassenthema hier nicht weiter ausgeführt wird, hier merkt man den Unterschied zu einer Ami-Serie. In London ist Multikulti eh Programm.
    Da Elba sich auch selber als DJ betätigt, sind die Einblicke natürlich interessant, gerade was das Networking eines DJs betrifft, der darauf enorm angewiesen ist.
    Da die Serie den Ton hält, kann man sich die erste Episode anschauen und gut danach urteilen. Gefällt die einem nicht, braucht man nicht weiter schauen. Will man mehr davon, gibts gleichbleibende Qualität.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1646388
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    The Walking Dead Staffel 9 Teil 2

    Ich glaube so langsam steuert die Serie auf ihr Ende zu. Staffel 8 war so schwach, dass es in Staffel 9 einen regelrechten Quoteneinbruch gegeben hat. Verwundert mich auch nicht, die Serie wirkt schon länger recht behäbig, was die Fortschritte in der Entwicklung angeht. Gefühlt sieht man oft das Gleiche und die wirklich interessanten Momente, und ja, die gibt es, halten sich stark in Grenzen. Wieder einmal muss es die Gruppe mit einem schier übermächtigen Gegner aufnehmen, wieder sind die Verluste in den eigenen Reihen recht schmerzhaft und wieder arbeitet man div. Male mit Zeitsprüngen. Die letzte Episode war nicht mal so verkehrt, funktioniert für mich als letzte Episode einer Staffel aber nicht so wirklich. Und Kuschelnegan ist dabei die Enttäuschung schlecht hin, seine Entwicklung am unbrauchbarsten. Eigentlich müsste die nächste Fear the Walking Dead Halbstaffel wieder besser sein, die wechseln sich da immer wieder ab. Die letzte war nämlich auch nicht grad ein Highlight.
    Durch die doofen Zeitsprünge sind Beziehungen zwischen Charakteren irgendwie auch nicht mehr nachvollziehbar. Ob das so schlau war, glaub ich nicht, weil es dadurch an emotionalem Fundament fehlt, das mitfiebern lässt.
    Nein, ganz ehrlich, die besten Momente der Serie liegen schon eine ganze Weile zurück. Einen richtig starken Cliffhanger gabs auch schon lange nicht mehr. Die Serie dümpelt aktuell vor sich hin und wirkt schlicht ideenlos. Aber da sich die Serie schon ein paar Mal neu erfunden hat, hoffe ich mal weiter. Vielleicht bringen die Rick Grimes Fernsehfilme frischen Wind oder es kündigt sich bald mal ein grosses Crossover der beiden Serien an.
    Der Vorteil von TWD ist aktuell, dass die Alternativen einfach auch nicht besser sind, oft sogar schwächer.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646380
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    I Frankenstein

    Und der nächste Dark Fantasy Film. Die Effekte sind besser als in King Arthur, aber mir ist das auch zu viel CGI-Geschwurbel. Thematisch ist der Film mit dem ersten Blade vergleichbar. Auch hier muss sich die Hauptfigur erwehren, weil sie was besonderes ist und für die finsteren Pläne des Dämonenprinzen benötigt wird. Dieser wird von Bill Nighy dargestellt, eine von zwei Alternativen, die andere wäre Udo Kier gewesen (Beide durften schon Vampirfürsten zum Besten geben).
    Auf der anderen Seite kämpft die Fraktion der Gargoyles für die Menschen, wenn auch oft mit unlauteren Mitteln. Die Kämpfe müssen gemäss Orden vor den Menschen verborgen bleiben. Wie das ansichts des Effektgewitters in der Mitte und am Ende des Films vonstatten gehen soll? Vielleicht werden die Einwohner geblitzdingst oder so. Generell wirkt es in CGI Stadt recht menschenleer. Ausser Dämonen und Gargoyles scheints da nicht viel zu geben.
    Aaron Eckhart darf die coole Frankensteins Monster Kampfsau geben und wirkt recht durchtrainiert. Trotzdem ist er irgendwie fehlbesetzt, er kommt einfach viel zu sympathisch rüber und wirkt eher wie ein verunstalteter Sunnyboy.
    Die Dämonen wirken aber auch kein Stück bedrohlich und werden durch die Gargoyles quasi entwertet, da sie ihnen absolut nicht ebenbürtig erscheinen.
    Na irgendwann ist die Laufzeit dann rum und der Start eines neuen Franchises abermals missglückt. Dabei hätte der Krieg der Gargoyles gegen die Dämonen sicher Potential gehabt, vertieft zu werden.
    Die Tonspur ist dafür eine Extraklasse und zeigt, wo Bartel den Most holt.
    Fans von Dark Fantasy können ja mal einen Blick riskieren, wenn der Anspruch in etwa auf der Höhe des ersten Blade Films liegt.

    Leatherface

    Als Coming-of-Rage-Film (uiuiuiuiui Wortspielalarm) angepriesen, ist das eine Origins-Geschichte einer Ikone des Horrorfilms. Er widerspricht klar den neuesten Auskopplungen der Reihe, denn hier ist die Geburtsstunde von Leatherface erst am Ende des Films, wenn der Charakter die Volljährigkeit erlangt hat. In den Remakes ist das Kind aber schon seit jeher verunstaltet, wenn ich mich recht entsinne. Von daher eigentlich schwachsinnig, aber egal.
    Es sind drei von vier Freaks, die eine ist eine junge Frau, die aus einer Anstalt flüchten und dabei eine neue Krankenschwester als Geisel nehmen. Dabei wird bewusst damit gespielt, dass jeder der drei der spätere Leatherface sein könnte. So nach und nach werden die Reihen aber ausgedünnt und es ist klar, wer denn fortan auf die Jagd gehen wird.
    Die kranke Mutter und Oberhaupt der Familie darf regelmässig ihre Verkommenheit zur Schau stellen, ebenso der Rest der Bande. Was die geistesgestörte Insassins geht, wird der Ekelfaktor noch höher geschraubt beim Sex auf einer verwesenden Leiche.
    Auf der anderen Seite steht ein rachsüchtiger Sheriff, der selber über Leichen geht, um an sein Ziel zu gelangen. Warum er nicht gleich zur Familie hinfährt und sie erschiesst, bleibt ein Geheimnis der Drehbuchautoren. Gespielt wird dieser von Stephen Dorff, dem Vampirgegner aus dem ersten Blade.
    Wirklicher Horror kommt bei der Texastour nicht auf. Ein paar deftige Szenen sind dabei, das wars dann aber auch schon. Die guten Ansätze, wie die unklare Ausgangslage und Anstaltsromantik werden nach und nach in Blut ertränkt, dem aber konzeptionell nichts mehr vorausgeht und eher wie ein Warnschild für Texas-Inzest anmutet. Is eben so.
    TCM-Fans haben schon bessere Streifen dazu gesehen. Von den körperlichen Dimensionen her, entspricht dieser Leatherface eher dem des ersten Films, denn dort war das noch nicht ein Michael Myers Verschnitt. Mitproduziert hat im Übrigen Tobe Hooper, der Schöpfer des Originals.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646370
    ChrisKongChrisKong
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    King Arthur: Legend of the Sword

    Und wieder Charlie Hunnam. Dieses Mal kein Zufall, da mir seine Mitwirkung als Arthur, Sohn des Uther Pendragon bekannt war. Dieser wird gespielt von, tada, Eric Bana, was ich wirklich nicht wusste, also doch ein Zufall mit dabei. Anders als in Cold Blood, stehen sie aber auf der selben Seite, sehen sich aber nicht wirklich, nur in einer letzten Vision.
    Der Film versucht den Spagat zwischen Dark Fantasy und Guy Ritchie Gangster Movie. Leider klappt das oft so gar nicht und die Szenen, die an Bube, Dame, König (Arthur) und Gras erinnern, wirken eher wie Fremdkörper. Die Sage von Arthur und Excalibur könnte nicht freier interpretiert sein. So finden sich in den Rollen der Ritter Namen wie Tom Wu (der blinde Kampfkünstler aus Marco Polo), Djimon Hounsou, Ben-Adir Kingsley, u.a., also ein eher internationaler Cast. Auch sonst nimmt sich Ritchie sehr viele Freiheiten. Hier agiert beispw. eine Art weiblicher Merlin und sorgt für die nötige Magie. Das Ganze ist eingebettet in ein Dark Fantasy Setting, das in vielen Szenen frappant an Dark Souls erinnert. Leider sind die Effekte wirklich mit einem enormen Makel behaftet. In fast allen Szenen hebt sich King Arthur ab vom Hintergrund. Das wirkt extrem billig. Und das sind auch nicht grad wenige Szenen. So greifen denn auch riesige Fabelwesen in den Kampf ein, Drachen, Riesenelefanten usw. Man merkt, dass Ritchie sicher Herr der Ringe gesehen hat. Leider sind die schwachen Effekte der Immersion extrem abträglich, die modern angehauchte Musik passt da mMn auch absolut nicht.
    Im Grunde genommen beisst sich der Film in den eigenen Schwanz. Wäre der ganze Rest auch auf modern getrimmt, wärs nicht so schlimm, aber in weiten Teilen bleibt er so arg konventionell und wenig spannend wie es z.B. die Hobbitfilme waren.
    Der Cast kann auch kaum glänzen und wirklich greifbar werden die Charaktere nicht. Dafür ist der Film auch viel zu fahrig inszeniert. Er hüpft irgendwie ständig hin und her zwischen sinnbefreiten Visionen, Aufgaben und Angriffen.
    Ich sehe hier durchaus das Potential für eine Reihe, aber die wirds wohl nicht geben. Dabei hätte der etwas missglückte Teil zumindest mal die Charaktere eingeführt, damit hätte man durchaus arbeiten können. Schade wurde schon der Stecker gezogen, trotz der genannten Schwächen. So zeigt sich Warner einmal mehr nicht gerade mutig und wird wohl noch krampfhafter andere Franchises verbocken, wie sie es beispw. auch mit Dark Tower gemacht haben.
    Aber wer die billig wirkenden Effekte verbrochen hat, sollte echt Nachhilfestunden nehmen. Da gibts Produktionen, die einen Bruchteil von dem Film gekostet haben und das genauso oder besser hinkriegen.
    Ah ja, bei aller Liebe, aber Merlin fehlt neben Lancelot, eigentlich ein Nogo, aber ich vermute, dass die in einem weiteren Teil sicher dabei gewesen wären. Merlin wird zumindest namentlich erwähnt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1646359
    ChrisKongChrisKong
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    Crimson Peak

    Guillermo del Toro versucht sich an einem Gothic Grusler. Formal ist er wie die klassischen Vertreter des Genres gehalten, wirkt aber optisch natürlich sehr ansprechend, was Schärfe, Farben und Details betrifft. Der Film krankt ein wenig an seiner Formelhaftigkeit, da man schon beim ersten Zusammentreffen mit dem Übernatürlichen weiss, dass es sich hier nicht um böse, sondern warnende Geister handelt. Das nimmt dem Film ordentlich Spannung raus. Das Rätseln kann man nach dem ersten Drittel gleich sein lassen, weil alles recht offensichtlich ist.
    Die Darsteller sind allesamt sehr gut und passen hervorragend in ein solches Szenario. Wer mit den Schwächen leben kann, kriegt hier ein modern gefilmtes klassisches Gruselgeschichtchen, das aber nicht wirklich unheimlich wirkt. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.

    Cold Blood

    Und nochmals ein Film mit Charlie Hunnam. Ist aber reiner Zufall. Dafür mal zwei Filme nacheinander ohne Harrelson. Das Winterszenario ist ein gern verwendetes Motiv von Thrillern und steht oft symbolisch für eine auswegslose Lage, so auch hier. Am Ende werden verschiedene Geschichten miteinander verwoben, die alle sehr spannend erzählt sind. Eric Bana hat das nötige Charisma, um sowohl Sympath wie Psychopath zu spielen. Kate Mara darf sich gegen die sexistischen Vorurteile ihres Vaters, gespielt von Treat Wiliams, der Typ aus Hair, zur Wehr setzen. Irgendwie macht sie das aber einen Schritt zu verhalten. So finde ich es nicht gerade überzeugend, da sie die Aufnahmeprüfung fürs FBI bestanden hat und ich mal davon ausgehe, dass man da etwas resoluter auftreten darf.
    Nach Frozen River der nächste Winterthriller. Wind River wäre dann wohl als nächstes dran, aber den muss ich erst noch bestellen. Der soll wohl auch sehr gut sein.

    als Antwort auf: Tops & Flops – Forum Edition #1646355
    ChrisKongChrisKong
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    Ein kleiner Gedankenaustausch,

    Keine Diskussionen! Tops und Flops posten, das war es dann schon!

    Wo soll das denn ein Gedankenaustausch sein? Kein Eingehen oder Nachfragen?

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1646350
    ChrisKongChrisKong
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    Ist das Reality TV oder eine fiktionale Serie?

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