ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerSieben Minuten nach Mitternacht
Der englische Titel lautet a Monster Calls. Wie man sich da wieder solche Freiheiten rausnehmen kann, ist mir schleierhaft.
Der Film geht in die Richtung von the Fall oder die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren. Im wesentlichen wird die Fantasie gebraucht, um den nahenden Tod zu verarbeiten. Hier ist es ein Junge, der im Begriff ist, seine Mutter zu verlieren. Natürlich gibts da noch die ganzen Begleiterscheinungen wie Mobbing in der Schule, ein Vater, der in der Ferne lebt und eine Grossmutter, die zu Anfangs recht herrisch wirkt und überfordert ist.
In Gestalt eines Baumriesen, Groot und die Ents (klingt nach einer Band) lassen grüssen, erscheint dem Jungen sowas wie ein imaginärer Freund. In Form von Parabeln wird er den Jungen auf das vorbereiten, was ihn erwartet.
In der Summe ergibt das ein gefühlvolles Melodrama, das die richtigen Akzente setzt, aber nicht wirklich lebensbejahende Elemente hinzufügt. Interessant ist das englische/irische Setting, ist der Film doch von einem Spanier und bis auf die Schauspieler die anderen Beteiligten ebenfalls.
Coming of Age Fantasy. Die Brücke nach Terrabitia müsste ebenfalls sowas sein, den hab ich aber nie angesehen. Sollt ich vielleicht mal nachholen.15. April 2019 um 18:00 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1645882
ChrisKongTeilnehmerDavon ist Ende letzte Woche die Switch-Version eingetrudelt. Hoffentlich kommt wirklich bald eine Revision des Gerätes, Spiele habe ich schon einige.
ChrisKongTeilnehmerNur brauch ich diese durchgestylten AAA Filme wirklich im Abo? Ehrlich gesagt finde ich, diese Disney Allmachtsfantasien erinnern zusehends an das Goldene Zeitalter des Kinos, das dann keine neuen Ideen mehr hatte und kollabiert ist.
Netflix wurde genau darum ein Erfolg, weil es sich davon abhob. Und solange die anderen da nicht in dem Revier wildern, was ich bislang noch nicht sehe, wird es auch noch nicht schnell kritisch werden.
Da die Owner schon mal versucht haben Netflix zu verkaufen, könnte das sogar eher ein Szenario sein. Wobei es schwer sein dürfte, dann die Marke Netflix nicht als solche weiterzuführen.
Hoffentlich beschert der Konkurrenzdruck wieder mehr Qualität. Aktuell sehe ich nur Quantität und kaum neue Serien, die mich restlos begeistern.
ChrisKongTeilnehmer@Rudi
Ich muss vielleicht präzisieren. Man wird gewarnt, man wäre evt. zu schwach für den Endkampf und dass man erst weiter soll, wenn man bereit ist. Ich dachte mir schon, dass das Spiel danach vermutlich durch ist. Aber danach gibts ja noch den Epilog und der Speicherstand verweilt dann dort. Das ist absolut unsinnig. Bei zig anderen Spielen wirst du dann in aller Regel vor den Endkampf geworfen oder ins NG+. Ich sag dazu nur, es ist nicht durchdacht. Da ich sowieso nicht Lust hatte, die ganze Welt abzuklappern, denn Hinweise, wo man suchen soll, gibts nicht, wars mir ein Stück weit egal.
15. April 2019 um 13:43 als Antwort auf: Sackgasse – Spiele, die ihr nicht beendet habt/beenden konntet #1645868
ChrisKongTeilnehmerJa, absolut. Dann läuft man auch nicht Gefahr, mittendrin abzubrechen. Aber wie gesagt, ich disziplinier mich soweit, dass ich eigentlich eins nach dem anderen spiele. Nur bei Fallout hab ich mit Resident Evil 2 ein Spiel dazwischen geschoben. Demnächst beginne ich mal mit Far Cry 5, werde dort aber zu Gunsten von Days Gone wohl dann auch eine Pause einlegen. Danach weiss ich ehrlich noch nicht, was ich in Angriff nehme. Dark Souls 3, Bloodborne? Mal schauen.
15. April 2019 um 6:10 als Antwort auf: Sackgasse – Spiele, die ihr nicht beendet habt/beenden konntet #1645830
ChrisKongTeilnehmerJa klar, die biologische Uhr tickt und da will man seine Zeit eben mit Spass verbringen und bei der Fülle an Spielen drängt sich eben schnell der Verdacht auf, dass man seine Zeit woanders besser eingesetzt hätte. Ich konsumiere darum auch keine JRPGs mehr. Erstens weil der Reiz dazu praktisch nicht mehr vorhanden ist für mich und zu viel Grinding für mich verbunden mit Kampfsystemen, in die man reinfinden muss, nicht mein Ding sind. Da dauernd durch irgendwelche Menüs klicken, um eine Story runterzuspulen, die sich immer irgendwie gleich anfühlt und mit denselben Stereotypen aufwartet, nein Danke. Mich holen diese Spiele einfach nicht mehr ab. Es gibt sicher Ausnahmen, aber die Zahl an generischen JRPGs lässt das Finden der spielenswerten Perle wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden.
ChrisKongTeilnehmerDamit straft man die Falschen. Guillermo muss büssen, seine Filme sollten floppen.
Rage increases +25Interessant an der Liste finde ich Pet Sematary. Nicht das Einspiel, aber das Budget. Wozu braucht man für einen solchen Film 20 Millionen???? Also irgendwie haushälterisch mit Geld umgehen können die nicht. Die sollten zu Roger Corman in die Schule.
Hmm, mal nachgesehen, das Original hat rund die Hälfte gekostet, finde ich aber ehrlich gesagt auch exorbitant. Vielleicht liess sich King ordentlich dafür entlöhnen?Frozen River
Klassisches Whitetrash-Setting an der kanadisch-amerikanischen Grenze angesiedelt. Melissa Leo, die Meryl Streep für Arme, überzeugt einmal mehr mit einer Ausgewogenheit, die verschiedene Facetten ihrer Figur zum Vorschein bringt. Hier muss sie sich um zwei Kinder kümmern, der Vater, Alkoholiker, ist mit der Kohle davon, Rechnungen liegen auf dem Tisch. Die Hütte in der sie leben ist nur eine Bruchbude, die Anzahlung auf ein Mobilhome schon geleistet, aber Lieferung erfolgt erst mit Begleichen der ersten Rate. Interessanter Zufall, das letzte Last Week tonight von John Oliver drehte sich um Mobilehomes und deren fragwürdige Kreditkonditionen, bzw. Grundstückabzocke.
Na auf jeden Fall ergibt sich eine Gelegenheit, eine kriminelle allerdings. Und so stolpert sie unversehens in Ereignisse, die sie nicht mehr in der Hand hat. Dabei freundet sie sich zaghaft mit einer Indianerin an, die ihre eigenen Probleme hat.
Die menschlichen Momente sind wirklich sehr gut gemacht, mit einer Ausnahme. An einer Stelle verhält sich die Figur so konstruiert blöde, dass es fast zu einem Drama kommt. Die Kaltschnäuzigkeit in dieser Szene passt aber irgendwie nicht zur Figur und wirkt irgendwie deplatziert.
Der Film schaut übelst billig aus, der Look erinnert an Reality TV. Die Bildqualität ist DVD, die Bluray kann man sich vermutlich schenken, bezw. wüsste ich nicht, wie die DVD noch weniger scharf sein könnte. Das ist angesichts der vielen Aussenaufnahmen durchaus ein Makel, auch wenn die winterliche Optik durchaus trist ist. Aber so billig sollte ein Film mMn nicht aussehen, wenn man nicht grad mit Handykameras dreht.
Entgegen den Beteuerungen auf der Verpackung, handelt es sich nicht um ein Meisterwerk oder dgl. Dafür fehlt es am notwendigen Punch und die Dramaturgie wirkt ein wenig behäbig. Aber mit Sicherheit empfiehlt sich Melissa Leo einmal mehr als Charakterdarstellerin, obwohl sie diesen Leistungsausweis absolut nicht braucht.
ChrisKongTeilnehmerEventkino kannibalisiert sich irgendwo sowieso mit der Zeit. Wo das früher eher die Ausnahme war, scheints jeden Monat mehrere zu geben. Wenn die Qualität stimmt, dann spielt das auch nicht so eine Rolle. Die Marvel-Abteilung wird sich auch gewaltig anstrengen müssen, denn die letzten paar Filme waren mMn eher Mittelmass. Da ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis sich das rächt.
ChrisKongTeilnehmerThe Young Pope Staffel 1
Mehr positive Seiten als negative. So würde ich die Serie knapp beurteilen. Einiges hat für mich nicht so funktioniert. Etwa sind die Handlungen des jungen Papstes nicht immer so nachvollziehbar oder woher die Überlegenheit stammt, die er so gerne ausspielt. Die Musik, die immer wieder Popsongs einspielt, deren Verfallsdatum längst abgelaufen ist, war auch nicht mein Fall. Auch der Score neben diesen Liedern gefiel mir persönlich nicht und fand den stellenweise unpassend.
Dem gegenüber stehen ein grossartiger Cast, der bis in die Nebenrollen glänzen kann. Und einige der Was-Wäre-Wenn-Momente sind auch sehr gut und regen zum Nachdenken an. Die Serie läuft aber auch öfter mal Gefahr zu verkopft zu wirken. Dann und Wann wildert sie auch noch ein wenig im Bereich der kriminellen Machenschaften und wechselt dann wieder in persönlichere Themen. So ein richtiger roter Faden fehlt etwas, da Lennie aka Pius der 13. die Angriffe alle innerhalb einer Episode praktisch wieder abwehrt. So kann sich keine Geschichte wirklich längerfristig entwickeln. Etwas schade. Das Ende der Staffel hat mich jetzt auch nicht vom Hocker gehauen. Staffel 2 wird wohl kommen, aber wann, keine Ahnung. Werde die Serie sicher weiter verfolgen, da sie allein schon durch das Setting und die Ausgangslage Abwechslung zu bieten hat im Serieneinerlei.Bei TWD fehlt mir noch eine Episode zur zweiten Hälfte von Staffel 9. Werde dann was dazu schreiben.
ChrisKongTeilnehmerDisney ist wien besoffener Kirmesboxer, der sich von einer Ecke in die nächste prügeln lässt. Daher halte ich deren Entscheidungen nicht für sakrosankt. Abgesehen davon, dass ich Disney auch nicht immer in der Verantwortung sehe, weil es davor immer noch div. Produzenten und Produktionsbetriebe gibt, die vorinstanzlich wirken. So glaube ich jetzt auch nicht dran, dass Disney bei jedem Fox-Franchise reinreden wird.
ChrisKongTeilnehmerVampyr
Ich hab mich durchgekämpft und heute in der Früh das Spiel beendet. Bevor man den Endkampf betritt, man wird quasi davor gewarnt, sollte man alles erledigen. Das hab ich nicht getan, ein paar Geschichten hätten mich noch interessiert. Aber leider gehts danach in ein Epilog-Szenario und von dort führt kein Weg zurück, um noch offene Punkte abzuklappern. Wie dämlich ist das denn? Der Speicherstand verbleibt im Epilog. Das macht einfach keinen Sinn.
Aber das tut so einiges in dem Spiel nicht. Die schludrige Programmierung setzt sich sogar in den Abspann-Filmen fort, die mehrmals ins Stocken gerieten. Ich spreche hier nicht von Bewegtbildern, sondern comichafte Szenenfolgen unterlegt mit Audio. Wo gibts denn sowas?
Ja, Dontnod ist masslos mit dem Spiel überfordert gewesen. Da hätte man einiges optimieren sollen. Der fehlende Feinschliff vergällt mir auch die Lust, einen weiteren Run zu machen, der etwas mehr Biss hätte.
Die Bosskämpfe sind jetzt nicht vergleichbar mit anderen Spielen und haben weniger Anspruch. Dass einige diese als zu mühsam empfanden, kann ich nur in Teilen nachvollziehen. Wäre ich ein besserer Spieler, hätte ich jeden First Try gelegt. So gab es dann zumindest 2 Bosse, die ich 2-3 Mal probieren musste. Das war jetzt echt nicht weiter tragisch. Die Kämpfe sind mMn auch recht fair, auch wenns nicht der Spassbringer ist. Da lernt man Spiele wie Spider-Man und deren Gameplay erst so richtig zu schätzen.
Die Dialogoptionen, die einen weitere Teile der Geschichte offenbaren oder verwehren, sind einfach absolute Willkür. Je nach Lust und Laune reagiert das Gegenüber auf Zuspruch oder Entgegnung ganz unterschiedlich. Ich beliess es dabei, so zu antworten, wie ich es verantworten konnte, mit dem Ergebnis, dass da öfters Hinweis fehlgeschlagen kam. Was fürn Unsinn. Warum sollte ich wider der Natur antworten? Da hätte man sich was anderes einfallen lassen müssen, es ist schliesslich nicht ein Verhör ala LA Noire, wo das Ziel klar ist.
Und da das Spiel stark darauf abstellt, eine Schwäche, die ich so nicht ignorieren kann.
Daneben gefällt die immer mal wieder auftretende Ambivalenz der Figuren, die eine Verurteilung erschweren und die Prinzipien auf die Probe stellen. In dem Spiel hats nicht wenig Widerlinge, die aber nicht ohne Grund so sind.
Die englische Sprachausgabe ist sehr gelungen und passt zum Setting, das stark von seiner Gothic Horror Atmo lebt. Grafisch liefert es aber kein Highlight ab. Assoziationen mit der PS2 sind stärker als mit der aktuellen Gen. Störte mich jetzt aber nicht so sehr.
Die Gegner wiederholen sich auch zu oft und sind in der Überzahl eher lästig als spannend zu bekämpfen.
Der Soundtrack wäre mMn ein Kandidat für den Soundtrack des Jahres. Ja ehrlich, mir gefallen nicht alle Stücke, aber passend sind sie zu jeder Zeit. Neben Violinenklängen mischt sich auch munter elektronische Musik darunter. Wirklich eine grossartige Leistung des Komponisten. Neben den überzeugenden Figuren ein grosses Plus.Fazit: Verfängt die Geschichte, dann zieht man das Spiel durch und schluckt viele Kröten. Mich hat sie bei der Stange gehalten. Am Ende sagt der XBox GS Dienst, dass nicht mal 9% das Spiel auf der XBox durchgespielt haben. Das sagt mir, dass nicht jeder gewillt war, diese Kröten zu schlucken.
Bereue ich das Spiel? Nein, sonst hätte ich es nicht abgebrochen. Aber einmal mehr zeigt sich, dass der Komfort in einem Spiel ein wichtiger Faktor ist, der zu Lasten von Aufbläh-Elementen geopfert wird. Weniger Waffen, Spezialattacken, Crafting und Leveling, dafür aber alles so, dass es rund läuft und nicht nach 100 ingame-Metern ständig nachgeladen wird oder ich minutenlang auf einen Ladebildschirm starre, wenn ich den Löffel abgebe oder ein grösseres Gebäude betrete. Ich werde vor dem Betreten nicht mal gefragt, ob ich wirklich rein möchte. So wüsste ich gleich, dass es sich um ein grösseres Gebäude handelt oder nur eine Ressourcenkammer. Denn die Laderei ist echt ein Abtörner. Will man dann zurück wartet genauso lange noch ein Mal.
Was mir persönlich bei der Art Spiel gefehlt hat, waren Überraschungen, die netten kleinen Dinge, die besonders in Erinnerung bleiben. Die hat das Spiel einfach nicht. Leider. Und so bleibts eine unrunde Spielerfahrung, die themenaffine Spieler eher anziehen wird als spielaffine. Wer Jack the Ripper Romantik, Vampire und englischen Zynismus goutiert, der findet hier Beschäftigung. Wer funktionierendes Gameplay braucht wie die Luft zum Atmen, der sollte es besser anspielen, denn da gibts zu viele Mängel, die so nicht nötig gewesen wären. Zum Schluss hab ich, im Stil des Spiels, 3 Optionen:1. Ich stimme Kong zu, das geht besser
2. Das MGames Loblied von Wildgruber entspricht meiner Auffassung
3. Ich verzichte darauf es herauszufinden, weil ich Vampire seit Twilight hasse
ChrisKongTeilnehmerThe Commuter
Ehrlich, ich musste erst nachschauen, was das Wort genau heisst. Pendler. Irgendwie verständlich, dass man da auf die Eindeutschung des Titels verzichtet hat. Der Pendler hätte eher nach einer RomCom mit Barek inszeniert von Schweiger geklungen. Entgegen der Aussage von Neeson, lange ists her, keine Actionfilme mehr zu machen, macht er im gleichen Stil weiter. Der Film ist eine Mischung aus Firewall, Taken und Red Eye u.a. Thriller, bei denen eine Leistung erpresst wird. Gegen die Zeit mit Johnny Depp kommt mir noch in den Sinn oder zuletzt natürlich Fast and Furious 8. All diese Filme haben aber einen gemeinsamen Haken. Wenn der Gegner so übermächtig ist, dass er jeden Schritt des Protagonisten kontrollieren kann, jeder im Umfeld potentiell geschmiert ist, wozu braucht man dann noch einen unberechenbaren Faktor in der Gleichung? Das ist insbesondere dann Humbug, wenn die Verbrecher sowieso so skrupellos sind, dass sie Unschuldige ebenfalls über die Klinge springen lassen.
Am Ende gibts einen Twist, der keiner ist, weil er mMn schon in der ersten Viertelstunde klar wird. So bleibt der Film leidlich spannend. Leider gelingt es ihm nicht, die Logikhürden mit dem Setting zu umschiffen. Die Fahrt scheint aber auch ewig zu dauern, aber am Ende sind dann alle schnell am Zielort? Und wieder einmal fragt man sich, warum ein Berufskiller/Killer allgemein in der Öffentlichkeit keine schallgedämpfte Waffe benutzt.
Die Verbrecher sind einfach nur blöde, punkt.
Für Neeson Fans kann Entwarnung gegeben werden, trotz der Schwächen bleibt der Film unterhaltsam, aber er ist von seinen ganzen Solo-Eskapaden sicher nicht der stärkste. Die Bluray punktet dafür mit ordentlich Wumms, endlich wieder mal eine Tonspur, die erheblich zur Atmosphäre beiträgt.@Alien Kurzfilme
Hab nur den ersten hier gesehen und fand das nicht interessant. Sind die anderen besser? Das Thema dreht sich mMn wirklich im Kreis, wie Ghostdog sagt.
ChrisKongTeilnehmerIhre Darbietung der nach außen unterkühlten knallharten
Mir drängt sich langsam der Verdacht auf, dass sie nix anderes spielen kann. Irgendwie kommt die in den drei Stieg Larsson Filmen, in Prometheus, What Happened to Monday und Sherlock Holmes so rüber.
ChrisKongTeilnehmerThe Way Back
Peter Weir lässt sich bei seinen Filmen immer recht viel Zeit. https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Weir#Filmografie
Etwas mehr als die Hälfte seiner Filme kenne ich. The Way Back ist jetzt nun auch schon 8 Jahre her. Wirklich schade, denn Weir ist ein sehr guter Regisseur, der ähnlich wie Nolan grossartige Bilder mit Emotionen zu verknüpfen weiss. Leider werden seine Filme nicht besser ausgewertet. Mosquito Coast wünsche ich mir schon lange als Release fürs Heimkino. Seine Spezialität sind in der Regel gesellschaftliche Themen, die er in den Schicksalen einzelner Menschen bricht.
Der Film hier macht keine Ausnahme. Insassen eines Gulags, die alle aus recht unterschiedlichen Gründen einsitzen, planen eine Flucht, die sie mit allen Unwägbarkeiten der Natur zusammenführen wird. Angeführt von Janusz, dessen Verhaftung beispielhaft für die Willkür des Stalin-Staates ist. Wie so üblich werden nicht alle die Reise überleben. Was überrascht, dass die Reise so konfliktbefreit stattfindet. In vergleichbaren Survivalfilmen, dauert es oft nicht lange, bis die einzelnen Ideologien aufeinanderprallen. Vielleicht ist das hier sogar eine Ecke realistischer, denn irgendwann sieht es auch der Verbohrteste ein, dass es alleine kaum ein Überleben gibt und sich die Fähigkeiten ergänzen.
Der Film dauert knapp 2h, was angesichts des Erlebnisses recht wenig ist. Und das merkt man dem Film stellenweise auch an, weil er an gewissen Stationen etwas zu schnell springt. Die Gruppe wirkt absolut überzeugend und bringt den Überlebenskampf näher. Er ist aber weit weniger drastisch, als es üblicherweise der Fall ist.
Den Film hatte ich mir mal als DVD gekauft. Entsprechend müssen Abstriche beim Bild gemacht werden. Hier sollte man definitiv zur Bluray greifen, so denn man die Aufnahmen geniessen will. Das Bild der DVD ist mMn zu schwach.
Wer gerne Filme hat, die in der Wildnis spielen und den Überlebenskampf dort zeigen, der kriegt hier genau das und ein wenig Geschichtslektion.
ChrisKongTeilnehmerA Most Violent Year
Ein etwas angestrengt wirkender Film. Oscar Isaac versucht möglichst gewaltfrei sich in einem Business zu behaupten, das durchzogen ist von Betrug, Gewalt, Korruption und den anderen schönen Dingen der Welt. Um seinen Betrieb, einen Heizöllieferer besser aufzustellen, geht er einen Deal für einen Grundstückkauf ein, den er aber innert Frist abwickeln muss. Dumm nur, dass zur selben Zeit Unregelmässsigkeiten durch den Staatsanwalt festgestellt werden und Anklage erhoben wird.
Eigentlich handelt die ganze Odyssey von Abel (Isaac) davon, wie er permanent allen möglichen Versuchungen widerstehen muss, um sein Mantra, sauber zu bleiben, umzusetzen. Leider bleibt die Geschichte etwas kraftlos für ein Drama. Jessica Chastain blitzt immer mal wieder auf als die Dame, die die Hosen anhat. Letztlich setzt sie sich aber entgegen ihrem Auftreten zu wenig durch, respektive nimmt einen zu passiven Part ein. Schwer vorstellbar, dass sie ihre Natur so stark unterdrücken würde, zumal sie sonst auch kaum zögert, ihrem Mann zu sagen, was für ein Schlappschwanz er ist.
Daneben gibts noch einen Angestellten, der zwischen der Moralvorstellung von Abel und denen seiner Konkurrenz aufgerieben wird. Hier wird aber auch etwas dick aufgetragen.
Macht unterm Strich ein Drama, das etwas zu brav wirkt, vieles weglässt, z.B. die Kinder, und in einigen Punkten die Nachvollziehbarkeit vermissen lässt. Die überschwenglichen Lobgesänge zu dem Film teile ich nicht. Besser als so manch ähnliches Familiendrama, auch dank der Darsteller, aber die Schwächen im Skript verwässern die Dramaturgie. Da ist sogar die langweiligste Sopranos-Episode noch interessanter. Der Film hat dennoch ein paar sehr gute Momente und etwas zu viel verschenktes Potential. Btw. Oscar Isaac würde als Mafiapate im Stile des alten (before the Overacting) Al Pacino eine sehr gute Figur machen. -
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