ghostdog83
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ghostdog83Teilnehmer@captain carot:
Nintendo nimmt weltweit eine gewisse Sonderrolle ein, wäre aber ohne Japan nicht existent – was zumindest ein Pro-Argument für Japan bei dieser Versus-Frage ist. Wüsste ich nicht, aus welchem Land Nintendo stammte, so würde ich es am ehesten mit Japan assoziieren.
Die Spiele, die dort entstehen, werden im Westen im Retail Segment kaum bis gar nicht mehr Angeboten (Jump ‘n’ Run).
Auch so hat Nintendo immer wieder Titel im Portfolio, die sich stärker an japanophile Spieler richten (Bayonetta, Xenoblade, The Wonderful 101).Du schreibst, dass Nischentitel aus anderen Ländern bei Konsolenspielern keine/kaum Beachtung geschenkt bekommen, wer sagt denn, dass diese Spieler, die sich für die (Nischen-)Titel aus Japan interessieren, auch an diesen aus dem Westen Interesse hätten. Wenn ich mich im Forum hier so umschaue, habe ich den Eindruck, dass diese Spieler durchaus gut informiert sind – auch hier in diesem Thread hast du einige Beispiele dafür, warum Spieler nicht ohne japanische Spiele leben können bzw. diese ausschließlich bevorzugen.
Ich bleibe dabei, dass ich mir zu der Thematik eine umfassendere mit mehr Fakten ausgestattet Darlegung wünschen würde. Ich meine damit nicht, dass deine Argumente nicht zählen würden, mir ist es einfach zu wenig (du schreibst z.b. von vielen – mir ist das einfach zu ungenau ohne Fakten). So was in der Art wie in der M!Games 4/2010 – “Verspieltes Japan”, wo auf 20 Seiten auf die Lage in Japan eingegangen wird, hätte ich gerne.
ghostdog83Teilnehmer@captain carot:
Ich kann dazu keine eindeutige Antwort liefern, da ich den japanischen Markt in seiner Umfassendheit nicht so gut im Blick habe wie andere.
Dass der japanische Markt nicht nur aus Square Enix oder Bandai Namco besteht, ist mir aber schon klar, das sich Nintendo als großer Hersteller nicht dem Einfluss des Westens gebeugt hat und auch weiterhin mit seiner Software (aber nicht jeder) hohe Absätze erzielt ebenso. Womöglich ist es gerade dieses Unternehmen, welches die Faszination für Japan im Westen bei der Masse aufrechterhält (demnächst mit Bayonetta 1 & 2, wohl aber mit einer kleineren Käuferschicht), wer weiß.
Du gehst davon aus, dass viele japanische Spiele sich dem Westen angepasst haben, aber womöglich liegt das auch daran, dass viele(?) auf den japanischen Markt ausgerichtete Spiele erst gar nicht außerhalb Japans mehr erscheinen (z.b. Yakuza 5), womöglich von denjenigen importiert werden, bei denen die Faszination erhalten geblieben ist.
Da ich seit dem GBA SP kein Handheld Gerät mehr besessen habe, fehlt mir hierzu der nötige Überblick, aber was ich so mitbekommen habe, scheint sich die Auswahl an klassischen japanischen Titeln hier stärker zu konzentrieren (aufgrund der hohen Nachfrage nach Handhelds ins Japan auch kein Wunder), mit einer stärkeren Ausbeute an im Westen erscheinenden Titeln. Auch hier lässt sich ein Ansatz finden, warum diese Kluft bis heute herrübergerettet worden sein kann.
Deine Frage nach dem warum ist ohne eine exakte Betrachtung des Marktes, mit einer empirischen Erfassung bei den Veröffentlichungen, der Entwicklung großer Serien über die Jahre nicht durch ein paar Sätze zu beantworten. Ich könnte mir auf Basis deiner These, warum die Faszination bei westlichen Spielern bis heute erhalten geblieben ist gut als Leitartikel einer M!Games vorstellen, mit kurzen Previews zu kommenden Erscheinungen, mit Einschätzung auf einen Release außerhalb Japans (Ähnliches gab es bereits in der Vergangenheit).
Ich sehe diese Faszination im Netz und dem Umfeld für das Land nach wie vor. Ich selbst bin mittlerweile zu 90 Prozent auf westliche Titel ausgerichtet, der letzte große Titel für mich aus Japan der mich begeistern konnte war Xenoblade Chronicles, wo ich über 200 Stunden Zeit investiert habe.
Was auch zu berücksichtigen ist, sind die Spieler, die Nachwachsen, die von den alten im Westen erhältlichen Spielen aus Japan zu begeistern sind, eine neue Generation von Japan faszinierten Spielern bilden. Die Betrachtung ist zu differenziert, um sie einfach so Beantworten zu können, zumindest fehlt mir dazu das Wissen, und mit Halbwissen zu arbeiten ist nicht zielführend.
ghostdog83TeilnehmerIch werde am Abend dann noch Ergänzungen vornehmen, muss den Film auch erst einmal sacken lassen.
ghostdog83Teilnehmer@: Captain Carot
Japan nimmt in den Köpfen relativ vieler Spieler einen nach wie vor großen Stellenwert ein, mehr als irgendein anderes Land auf der Welt. Würde die Fragestellung Polen, Ukraine oder Frankreich gegen den Rest der Welt lauten (einschließlich Japan), so wäre die Antwort da mit Sicherheit sehr einseitig.
Warum gab es in der Vergangenheit immer wieder Specials über Japan in der Maniac oder M!Games (sogar ganze Artikel Serien), warum lohnt es sich für die beiden Japan Auswanderer Jan und Jacob einen Podcast zu betreiben, weil sie scheinbar genug interessierte Zuhörer finden, die sich für das Land und die dortige Spielekultur interessieren. Warum lesen wir nichts über die Spielekulturen anderer Länder, sondern wenn schon nur über die aus Japan?
Die Menge an Spielen die aus Japan kommen sind um ein vielfaches höher als bei Polen (u.a CD Projekt RED, Techland) oder der Ukraine (4A Games), wenn wir uns auf den Konsolenmarkt beschränken, somit deren Bedeutung viel höher.
Bei Frankreich wird es etwas Schwieriger, da der Publisher zwar zu den größten überhaupt zählt, aber viele Spiele außerhalb Frankreichs entwickeln lässt, deren Stil kaum als typisch französisch bezeichnet werden kann (Tom Clancy Spiele). Was übrig bleibt (z.b. Arkane Studios, Dontnod Entertainment) fällt ebenso geringer aus als zu Japan.
Das es zwischen Europa und den USA sowie innerhalb dieser Unterscheidungen hinsichtlich des Stils und Spieldesigns gibt ist normal, ich hatte bereits diese Unterschiede in einem Kommentar berücksichtig, aber auch erwähnt, dass die Unterschiede zwischen Japan und den Rest der Welt aus meiner Sicht noch um einiges größer sind. Spiele wie Killer 7, Okami, Viewtiful Joe, Bayonetta, Catherine oder El Shaddai wären in der Form im Westen nur schwer vorstellbar.
Des Weiteren finde ich deinen Ausdruck hohl zu harsch, unpassend trifft es wenn schon eher. Die Ausgangsfrage erscheint mir auch sehr spontan (was an der knappen Formulierung abzuleiten ist), daher wäre es schön, wenn sich Tinker Corps auch mal zu Wort melden würde.
ghostdog83TeilnehmerOk, das war aus dem Text so nicht herauszulesen (womöglich spielt die Müdigkeit auch eine Rolle), ansonsten Stimme ich dir zu, die veränderte Präferenz der Spieler hat die Wahrnehmung bestimmter Spiele in nun weniger populären Genres mit beeinflusst.
ghostdog83TeilnehmerGameMaster-Madness wrote:Die Geschichte run um Snake (egal ob Solid oder Naked Snake) ist viel abgedrehter als die des Sam Fishers.Trotzdem kenne ich Menschen die Splinter Cell besser finden als Metal Gear Solid
Wieso Trotzdem?
Die Abgedrehtheit bzw. Überladenheit ist eine Charakteristik der Reihe, kein objektiv qualitatives Merkmal, welches eine Überordnung zur Konkurrenz herstellt. Es ist eine rein geschmackliche Frage, was wem mehr zusagt. Die einen finden den Stil von Splinter Cell öde, die anderen den von MGS kitschig, albern. Mir gefallen beide Reihen, wobei ich bei Splinter Cell eine Eingrenzung auf die Teile 1 bis 3 vornehmen würde.
ghostdog83Teilnehmer@Ravingrabbid:
Wenn ich nach der Liste hier gehe, http://nintendo.wikia.com/wiki/List_of_Nintendo_games
ist die Anzahl der Top Titel (85+ Spiele) von Nintendo zu SNES Zeiten zwar am Größten, aber nicht so deutlich, wie man vielleicht meinen würde.
Sowohl N64 als auch Gamecube haben ca. 15 solcher Titel zu bieten, das SNES etwas über 20. Die Wii hängt den drei Konsolen hinterher.Das ist aber nur meine Einschätzung auf Basis der mir in der Liste bekannten Titel, womöglich ist deine Einschätzung da anders.
Was die Unterstützung der Dritthersteller anbelangt, so hege ich große Zweifel, ob dieser Zustand je wieder erreicht werden kann, dazu müsste die Wahrnehmung im Bezug auf die stationären Nintendo Konsolen grundlegend verändert werden, um die Spieler von Sony und Microsoft dafür zu begeistern, die Frage ist dabei, ob Nintendo das auch will, immerhin ist ihr familienfreundliches Image ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal zur Konkurrenz.
rvn wrote:Ganz unabhängig davon aber, ist es doch so, dass ein Super Mario 3D Wörld gemessen an seiner Zeit nicht ansatzweise an ein Super Mario World oder ein Super Mario 64 rankommt.Der Übergang von 2D zu 3D war damals für mich ein fantastisches Spielerlebnis, ich weiß noch, wie beeindruckt ich von Mario 64, Pilotwings und Turok war. So ein neuartiges, frisches Spielgefühl wird es in der Form wohl nie wieder für mich geben, weshalb ich auch froh bin, nicht in dieser Generation aufgewachsen zu sein, die diesen Übergang nie kennengelernt hat.
ghostdog83TeilnehmerDanke für die Info. Die Anniversary Editionen von Warner zählen in Sachen Ausstattung für mich mit zu den besten Veröffentlichungen in Deutschland, weshalb ich bei meiner Version bleiben werde. Neben Oz habe ich auch die sehr schönen Editionen von Ben Hur und Singin’ in the Rain im Regal stehen. Bei Casablanca habe ich leider den günstigen Zeitpunkt verpasst, mir auch da die Ultimate Collector’s Edition zu kaufen, die Preise derzeit sind ein Witz.
ghostdog83TeilnehmerBesser als bei der 70th Anniversary Ultimate Collector’s Edition Blu Ray?
ghostdog83TeilnehmerIch habe die Ausgangsfrage nur für mich etwas präzisiert und an dich weitergereicht (ansonsten hätte ich es nicht getan und nicht auf die von mir formulierten Konsequenzen hingewiesen), unabhängig davon, ob dies im Sinne der ursprünglichen Frage ist (auf diese brauchen wir nun wirklich nicht weiter eingehen, der Standpunkt dazu ist klar).
Mit Spielekultur meine ich natürlich die heutige, wo was Beliebter ist, steht nicht zur Diskussion, da die Fragestellung sich in dem Fall an dich richtet, welche Spielekultur und Spiele du mehr bevorzugst, nicht den einzelnen Japaner in Japan der durchaus geteilter Meinung sein kann, zumal die Zelda Reihe zu den Ausnahmen zählt, es daher auch müßig ist, sich auch noch darüber an der Stelle auszulassen, das wäre nicht zielführend. Da du die Frage beantwortet hast, dürfte sich das auch erledigt haben.
Du scheinst ab und zu bei Diskussionen das Themenspektrum auszuweiten, oder wie du es selbst beschreibst etwas abzuschweifen, dass macht es etwas schwierig, das Ganze fokussiert zu behandeln
Die Faszination westlicher Themen ist ein Bestandteil der japanischen Kultur geworden, es gab mal einen Artikel in einer älteren Maniac oder M!Games zum Thema deutsche Begriffe in Animes und Spielen, wo das Besprochen wurde (nur als Beispiel für die Sprache).
ghostdog83TeilnehmerIch kann deine Ansicht nachvollziehen, teile diese aber in dem Fall nicht. Gegenstand des Gedankenspiels ist die Spielekultur des jeweiligen Landes und ihrer Ausprägungen auf das Land selbst bezogen. Gäbe es kein Japan, wären auch die von dir mit einbezogenen westlichen Studios die von dem Land abhingen nicht existent oder anders organisiert. Das Angebot des Westens wäre nur Beschnitten, während das Angebot Japans vollständig wegviele. Umgekehrt wären die Einschnitte wesentlich größer in der Summe (auch wenn es nach deiner Auffassung noch vereinzelt westliche Studios gäbe). Was aber je nach Geschmack völlig unterschiedlich gewichtet sein kann.
Warum Japan gegen den Rest der Welt?
Weil das Land eine starke abgrenzende Spielekultur im Vergleich zum Rest der Welt hat, aus dem signifikant starke einzigartige Marken hervorgegangen sind (Nintendo).Wozu überhaupt diese Fragestellung?
Um die eigene Abwägung auf den Verzicht eines von beiden auf den Prüfstand stellen. Da die westliche und japanische Spielkultur sich sehr voneinander unterscheidet, jede für sich ihre Vorteile hat, somit eine klare Entscheidung unter Umständen sehr schwierig sein kann.Mal angenommen, du würdest dich auf dieses oberflächige Gedankenspiel einlassen, worauf könntest du am ehesten verzichten, mit den von mir genannten Konsequenzen? (würde mich wirklich mal interessieren)
Wo ich dir auch recht geben muss, ist die etwas schwammig formulierte Fragestellung, hier hätte eine Eingrenzung vorgenommen werden müssen bzw. eine genauere Erläuterung.
ghostdog83TeilnehmerDiese Fragestellung ist ja nur ein Gedankenspiel, in der Praxis wäre sie für jeden mit einem Verlust behaftet, egal für was man sich entscheidet.
Der Fragesteller bezieht sich auf die jeweils für das Land typischen Eigenheiten bei den Spielen und ihren Repräsentanten.
Dass die Studios im jeweiligen Land dezentral organisiert sind, stilistisch,genretechnisch vollkommen andere Spiele in anderen Ländern entwickeln lassen, Angestellte aus anderen Ländern beschäftigen, sei dabei außen vor gelassen.
Dass es stilistische und spielerische Ausreißer gibt, wie von dir benannt die Souls Reihe in Japan, ist normal, ein natürlicher Effekt der Vielfalt, aber keine typische Charakteristik der Spiele des Marktes als Ganzes (in dem Fall Japan).
ghostdog83TeilnehmerIn der Ausgangsfrage ist mit Westen doch auch Europa gemeint. Der Vergleich rührt auch daher, dass sich Japan vom Rest der Welt doch teils sehr unterscheidet, während Spiele aus Europa oder den USA keine so starke Abgrenzung voneinander besitzen, was Genres und Stilistik anbelangt.
Wer z.b. auf den Westen verzichtet, verzichtet im Grunde auf das gesamte Shooter Genre.
ghostdog83TeilnehmerJapan.
Ich bin von der Souls Reihe und den Nintendo Marken über die Jahre bzw. Jahrzehnte genug gesättigt worden, dass was abseits davon existiert, ist mir nicht so wichtig – im Westen sind die Studios in Sachen Vielfalt und Breite besser aufgestellt, die Risikobereitschaft erscheint mir hier auch derzeit höher, ich schätze deren Zukunft insgesamt auch Positiver ein.
ghostdog83Teilnehmer@Vega Zappo:
Du hättest bei deinem Review etwas auf die Kritikpunkte bzgl. den Logikfehlern und der Ziellosigkeit eingehen sollen, wenn du schon eine Spoilersektion mit einbaust. Du hast den Namen des einen getöteten Charakters mit dem eines anderen vertauscht, oder ich habe es nicht richtig verstanden.
Was die Drachen betrifft, da kommt noch einiges mehr in Staffel 5. Die Serie hat mit Staffel 4 eine Budgeterhöhung bekommen, ansonsten wären Szenen wie in den letzten beiden Folgen nie möglich gewesen, die CG Effekte sind im Tv Bereich derzeit das Maß.
Was die Tode diese Staffel angeht, so sehe ich diese nicht als Schwachpunkt oder Auslöser der Verschlächterung an, da sich diese aus der Handlung schlüssig ergeben, so auch im Buch vorkommen, ein Merkmal sind, welches die Serie von anderen abgrenzt. Die einzige Serie, die ähnlich drastisch mit ihren Protagonisten verfährt, ist Oz (HBO). Mit Staffel 5 werden zudem neue interessante Charaktere hinzukommen, der Cast ist auch so ausreichend mit starken Figuren besetzt, daher sehe ich keine so große Lücke durch die Verluste.
Ansonsten muss ich mir diese Staffel noch ein weiters Mal anschauen, bevor ich sie endgültig qualitativ einordnen kann. Mein Ranking wäre derzeit: Staffel 1 > Staffel 4/3 > Staffel 2.
Die zweite Staffel weist bei den Dialogen und einigen Handlungssträngen die meisten Schwächen auf, bedingt durch Änderungen im Vergleich zur Buchvorlage, die in ihrer Ausführung hätten besser sein können, der Daenerys Handlungsstrang ist zum Teil misslungen, Emilia Clarke’s Defizite beim Schauspiel wurden dadurch offensichtlich, sie braucht gutes Material wie in Staffel 3 (“Dracarys!”) um besser zu sein, andere Schauspieler sind in der Lage auch mit weniger gut geschriebenen Dialogen zurechtzukommen (z.b. Charles Dance oder Peter Dinklage).
Clarke wie auch Kit Harington fehlt das Niveau, um so etwas zu übertünchen, weshalb seine Leistung in der vierten Staffel an die der Ersten wieder anknüpfen kann, sein Material war in der vierten Staffel wesentlich besser als in 2 & 3. -
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