ghostdog83
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ghostdog83Teilnehmer@retrofreak:
Hannibal, Penny Dreadful und Utopia sind aus meiner Sicht auch sehr empfehlenswert.
Penny Dreadful: 8.5 von 10
Die erste Folge ist als Einstieg bereits gelungen, die Zweite kann sich dann aber spürbar steigern, daher sollte man diese auf jeden Fall auch noch anschauen, bevor man ein Urteil darüber fällt, die Serie weiterzuschauen oder fallen zu lassen!
Sowohl Ausstattung, Kameraführung, Besetzung, Musik und Dialoge sind auf höchstem Niveau. Eva Green und Timothy Dalton können in ihren Rollen am meisten überzeugen. Green zeigt sowohl in der 5. und 7. Folge eine besonders starke Leistung.
Die eigentlich Handlung und die Action spielt in der ersten Staffel eine weniger wichtige Rolle als die Konflikte zwischen den Figuren und deren Charakterisierung. Wer hier typischen Horror erwartet mit vielen Schockmomenten (auch wenn diese durchaus vorhanden sind) wird womöglich enttäuscht sein.
Die Serie profitiert davon, dass John Logan alle Drehbücher vorab geschrieben hat, somit die Erzählstruktur der einzelnen Folgen reibungslos zusammenpasst. Bei anderen Horror Serien wie American Horror Story werden die Drehbücher im Verlauf der Produktion angefertigt, was der Qualität nicht immer zuträglich ist.
Dinge, die ich für kritikwürdig halte:
1. Handlungsspoiler (Rahmenhandlung)
Die Rahmenhandlung weist rückwirkend betrachtet eine Unstimmigkeit auf:
Warum der ganze Aufwand der Vampire um Mina, die Gruppe in die Falle beim Theater zu locken?
Warum ist Mina nicht von sich aus zu ihrem Vater und Vanessa zurückgekehrt, ohne ihre wahre Natur zu offenbaren? Sie hätte Vanessa zu jederzeit Beißen können.2. Spoiler zu den Actionszenen (Allgemein)
Die Actionszenen spielen zwar ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle, sind ab in ihrer Ausführung sehr beliebig, auch da die Gefahr nur durch die Masse an Gegnern erzeugt wird, die am Ende immer als Kanonenfutter enden. Hier hätte man auf weniger, dafür aber taktisch clevere Gegner setzen sollen.3. Charakterspoiler (Screentime)
Sembene: Diese Figur zählt lt. Showtime zu den Hauptfiguren, wird aber in der Serie so gut wie nie genutzt, hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt, vor allem da die Figur einen sehr interessanten Eindruck macht – hier muss in der zweiten Staffel mehr kommen!4. Charakterspoiler (Tod Nebencharakter)
Professor Abraham Van Helsing – sein Tod kam überraschend, hier wurde ein vielversprechender Charakter, David Warner ist ein toller Schauspieler, zugunsten von Effekthascherei verschenkt.
[youtube]YFXHfEqMcis[/youtube]
Utopia – Staffel 2: 9 von 10
Die zweite Staffel knüpft qualitativ nahtlos an die Erste an, kann sogar in einigen Punkten zulegen.
Bereits die erste Folge überrascht beim Look:
Das Bild wirkt weich mit einem “Instagram” bzw. Vintage Filter versehen. Das Bildformat entspricht 4:3 mit Polaroid runden Ecken.
Dadurch wird das 70er Jahre Feeling, wo die Handlung in dieser Folge ansetzt, perfekt transportiert. Zugleich ergibt sich ein harmonisches Bild mit den realen historischen Archivaufnahmen, die immer wieder eingespielt werden.Was die Ästhetik anbelangt, so ist diese Staffel wieder ein Genuss für die Sinne, die neuen Musikstücke von Cristobal Tapia de Veer fügen sich perfekt in das Geschehen ein, wirken noch verspielter abwechslungsreicher als in Staffel 1.
Die Bildsprache kann das Referenzniveau der ersten Staffel noch einmal toppen, die neuen internationalen Kulissen, auch wenn diese nur sehr kurz vorkommen, ergänzen die bisherigen rein englischen Schauplätze sehr gut, wird damit doch die Tragweite dieser Verschwörung auf eine höhere für den Zuschauer sichbare Ebene gehievt.
Die hinzugekommenen Schauspieler (u.a. Rose Leslie, Ian McDiarmid ( bekannt aus Star Wars “Lord der Sith und späterer Imperator”), Tom Burke) sind exzellent gecastet, ich würde sogar so weit gehen, dass diese zum Teil besser sind als die Stammbesetzung.
Die erste Folge konzentriert sich ausschließlich auf diese Schauspieler (ausgenommen Ian McDiarmid), diese tragen die Folge mit Leichtigkeit. Rose Leslie z.b. überzeugt hier mehr als in Game of Thrones.Die Handlung bietet einige Überraschungen, neue Allianzen werden geknüpft, die Hintergründe zu einigen Figuren werden näher beleuchtet. Das Ende schreit geradezu nach einer abschließenden dritten Staffel, stimmt den Zuschauer dennoch zufrieden.
Fazit zu Staffel 1 aus dem letzten Jahr: 9 von 10
Die Serie ist für mich, neben Hannibal, die positive Überraschung in diesem Jahr gewesen. Was die Produzenten da audiovisuell auf die Beine gestellt haben, muss sich vor großen US Produktionen nicht verstecken, im Gegenteil, führt diese teilweise sogar vor.
Ebenso kann die vielschichtige (Verschwörungs-)Geschichte überzeugen, die zu Beginn aus losen Teilen besteht, welche erst im Verlauf bzw. zum Schluss ein Gesamtbild ergeben (verbunden mit einem Storytwist).Was in England zu negativer Kritik führte, ist die teils explizite Gewaltdarstellung, die sich nicht nur gegen Erwachsene richtet.
Besonders hervorzuheben ist der extreme Kontrast zwischen der Optik (bunt, lebendig) und der Handlung (düster, bedrohlich), gepaart mit einem außergewöhnlichen Soundtrack, der sich perfekt in das Geschehen einfügt.Zwei Sachen, die mich gestört haben: Das Erzähltempo ist zu Beginn sehr hoch, wodurch die Charakterisierung etwas auf der Strecke bleibt (ab der Mitte ist das Problem aber obsolet). Ebenfalls erschwert der stylishe, teils psychedelische Look der Serie den Zugang(Empathie) zu den Figuren (legt sich auch mit der Zeit).
Auch hervorzuheben ist die starke Einbindung gesellschaftlicher Probleme (Überbevölkerung).
ghostdog83Teilnehmer@retrofreak:
Von DaVincis Demons habe ich nur den Piloten gesneakt, war ganz ok. Die Effekte sind zum Teil sehr mau, Handlung und Dialoge sind reichlich cheesy, alles wirkt überzeichnet – nicht das was ich mir vorgestellt habe, aber eben typisch Starz. Ich werde abwarten, bis die Serie abgeschlossen, ist um ihr dann eine zweite Chance zu geben, bei Starz laufen die Serien nie sehr lange, selbst die bislang erfolgreichste Serie des Senders, Spartacus, wurde nach 3 Staffeln und einer Prequel-Staffel abgeschlossen, obwohl man das Ganze inhaltlich noch hätte strecken können.
Fargo ist Klasse. Was hast du an aktuellen Serien dir schon angesehen?
ghostdog83TeilnehmerIch fasse das auch nicht als Diss auf, du hast im Sinne des Themas dieses Thread recht.
Eine Besonderheit bei der Animated Series war, dass jeder Gegner sein eigenes kleines Musikstück hatte, welches u.a. bei den jeweiligen Episodentiteln eingespielt wurde. Die Serie hat damals in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt, bleibt bis heute für mich die beste Batman Adaption.
[youtube]OWDuveE0wBM[/youtube]
ghostdog83Teilnehmer[youtube]qkuNKr66lB8[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerDas ist richtig, nur finde ich den Song im Zusammenspiel mit dem Intro um einiges besser in seiner Wirkung.
Aber gut, dass du es ergänzt hast. Werde dann wenn vorhanden beides jeweils verlinken.Vollständige Ost zu Paranoia Agent:
[youtube]VUL1JI8b4f0[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerDen vollständigen Song kenne ich auch, ich habe aber bewusst nur das eigentliche Intro verlinkt, da der Song nur ein Teil des Intros ist, die Bildsprache hätte gefehlt. Es gibt auch eine Version, wo jemand den vollständigen Song mit dem Intro zusammenfügt, das Intro ein weiteres Mal durchlaufen lässt, ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
ghostdog83TeilnehmerDer Soundtrack zu Utopia trägt einen Teil zu der außergewöhnlichen Stimmung dieser großartigen Serie mit bei:
[youtube]SsJXfkOlCLw[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerTrue Detective hat aus meiner Sicht das beste Intro der letzten Jahre – ein kleines Kunstwerk, welches die Stimmung der Serie sehr schön einfängt:
[youtube]Xyu_MdKBXic[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerDas Intro zu der leider einzigen Serie, die Satoshi Kon im Laufe seines Lebens produzieren konnte: Paranoia Agent
[youtube]QtWJM25FwU0[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerIch habe nur die Befürchtung, dass beide Film-Reihen eine ähnliche Entwicklung nehmen könnten wie bei Saw.
Sinister und Woman in Black fand ich auch sehr unterhaltsam, finde Letzteren deutlich besser als das Original.
Der zweite Film der VHS-Reihe war auch nicht schlecht, der erste Teil war durchwachsen.
ghostdog83Teilnehmer@DerSebomat:
Das klingt jetzt nicht gerade berauschend, zum Glück bekommen Insidious und Conjuring Fortsetzungen spendiert. Einzig die Tatsache, dass James Wan bei beiden Filmreihen nicht mehr im Regiestuhl sitzen wird lässt Zweifel offen. Annabelle bekommt auch ein Spin-off.
ghostdog83Teilnehmer@Harrikules:
Du hast wahrscheinlich schon selbst danach gesucht, das Video hier erscheint als erster Treffer bei der Video Sucheingabe:
[youtube]DZE7OchG3DY[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerDer Ersteller von dem Video hat ganz schön viel Arbeit darin investiert, klasse Umsetzung.
[youtube]H-8N3BEoyHk[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerJa, die Story war in dem Rahmen was ich von einem Mortal Kombat erwartet habe Käse. Dennoch hätte es etwas interessanter sein können, so wie z.b. die Web Serie Mortal Kombat: Legacy, die sich qualitativ nicht mit Street Fighter: Assassin’s Fist messen kann, aber dennoch ganz passabel ist:
[youtube]46l9Zc7DBxE[/youtube]
ghostdog83TeilnehmerMK(2011)
Ich habe den Storymodus nach 6 Std. beendet. Insgesamt hinterlässt dieser einen durchwachsenen Eindruck.
Die Art wie die Handlung und das Spielgeschehen miteinander verzahnt ist haben Vorbildcharakter für das gesamte Genre, zumindest fällt mir nichts Vergleichbares in dem Umfang ein.
Weniger gelungen ist dabei der Übergang zwischen Spielegrafik und den Videos, welche in einer niedrigeren Auflösung mit zudem schlechter Kompression vorliegen. Da die PS3 Version größer ist (9.84GB vs. 6.8GB), kann es durchaus sein, dass es sich hierbei um ein reines 360 Problem handelt. In jedem Fall empfand ich es als störend.Die Handlung und die Dialoge sind nicht der Rede wert, was anderes hatte ich auch nicht erwartet, zumal es auch nicht so leicht sein sollte, eine vernünftige Handlung um die vielen Kämpfe und das Thema zu stricken. Dennoch hätte die Dramaturgie etwas ausgepfeilter sein können, Spannung kam kaum auf.
Was sich der Publisher bei der Synchronsation gedacht hat würde ich gerne einmal wissen, diese ist so schlecht, dass sie den Unterhaltungswert signifkant topediert, sie ist ja nicht mal unfreiwillig komisch – die Sprecher sind entweder schlecht und unmotiviert oder nur letzteres, der beste Sprecher ist noch der in den Outros für die Arcade Leiter. Hier wurden Gelder sinnlos verpulvert, dass Umstellen der Konsole auf Englisch ist somit Pflicht.
Was mich aber am meisten stört, ist die Diskrepanz beim Schwierigkeitsgrad zwischen den 1vs1 und 1vs2 Kämpfen (die beiden 1vs3 Kämpfe zum Schluss waren überraschend angenehm). Das diese auf dem Papier schwerer sind ist klar, aber bei 3 bis 4 dieser Kämpfe haben es die Entwickler übertrieben, da musste ich den Schwierigkeitsgrad auf Anfänger umstellen, um eine Chance zu haben, war ziemlich frustig. Mittlerweile komme ich mit der Steuerung besser zurecht, vielleicht würde sich der Ärger nun in Grenzen halten.
Mit dem Boss Shao Kahn habe ich nun auch keine Probleme mehr, ich würde diesen sogar als den leichtesten Gegner im Spiel bezeichnen, da sein Verhalten vorhersehbar ist, welches mit den entsprechenden Bewegungen und Angriffen neutralisiert werden kann, dieser somit keine Treffer landet (auf Schwer habe ich den Bosskampf aber noch nicht bestritten).
Das die einseitige Nutzung bestimmter Moves nach wie vor effektiver ist als das Ausschöpfen aller Möglichkeiten fällt immer noch Negativ auf.
Bzgl. Steuerung, diese scheint mir bei der Pad-Abfrage etwas problematisch zu sein.
Mir ist aufgefallen, dass eine schnelle Eingabe bei Kombos vom Spiel nicht immer erkannt wird, obwohl das Spiel es verlangt.
Gebe ich diese langsamer ein, bei flüssiger Ausführung der Bewegungen mit Übergang, wird ebenso kein Kombo erkannt.
Ich bin bei Beat ’em ups ein Laie, aber bei den wenigen Spielen dieses Genres, die ich bisher gespielt habe, hatte ich nie solche Probleme, den Rhythmus zu finden.Die Grafik ist im Spielgeschehen gut, die Charaktermodelle könnten einen Tick detaillierter sein, die Arenen gefallen mir durchweg gut (mit netten Details ausgestaltet, gute Panoramen und Lichtstimmung). Nur in den Zwischensequenzen fallen die Modelle etwas negativ auf, insbesondere in den Videos, wo die niedrige Auflösung den Eindruck verschlechtert.
Ich habe bisher zwar nur 50 Prozent aller Fatalities ausprobiert, die wirklich originellen sind aber in der Minderheit, zudem mangelt es einigen an Details – Jax besitzt im Spiel, im Gegensatz zu früheren Teilen, wo seine Arme nur zum Teil kybernetisch sind, vollständige Ersatzarme. Diese werden bei den Fatalities, bei denen das Skelett am Schluss übrig bleibt, nicht als solche dargestellt.
Die Arcade Leiter habe ich mit allen Kämpfern bestritten, hier empfinde ich das Balancing als ausreichend, wirklich große Unterschiede bei der Bewältigung sehe ich nicht. Das Spiel wurde (wird?) von den Entwicklern nach Erscheinen weiter angepasst, das scheint sich ausgezahlt zu haben.
Der Turm der Herausforderungen ist ganz nett, die 300 Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, mitunter Frust, vor allem bei einigen der späteren Etagen, lässt sich aber auch hier nicht wirklich vermeiden.
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