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In der Welt der Videospiele

In Japan macht eine weitere 16-Bit-RPG-Serie ihre ersten Schritte in der nächsten Technik-Generation: Capcom bringt Breath of Fire III an den Start und setzt auf polygonale 3D-Optik und Sprachausgabe, bleibt davon abgesehen seinen Traditionen aber ziemlich treu. Das gilt leider auch bei einer unerfreulichen Gepflogenheit: Für die spätere Veröffentlichung in den USA und Europa werden ”westkompatiblere” (sprich: ziemlich hässliche) neue Titelmotive produziert. Erst bei Teil 4 bleiben die (deutlich besseren) Anime-Charaktere auf dem Cover.

Ein ungewöhnlicher Held debütiert Mitte des Monats: Mudokon Abe, Hauptdarsteller in Oddworld: Abe’s Oddysee, ist ein ziemlich ­unattraktives und kümmerliches Alien, das als Sklave in einer Fleischfabrik der biestigen Glukkons schuftet – bis er zufällig erfährt, dass er wie seine Artgenossen verwurstet werden soll, und dann Reißaus nimmt. In klassischer 2D-Geschicklichkeits-Manier wuselt er durch knifflige Rätselräume und kann sich mit anderen Sklaven via einfachem Kommunikationssystem (inklusive Furzgeräusche) unterhalten. ­Erschaffen wurde Abe vom extra dafür gegründeten Studio Oddworld Inhabitants, dessen Leiter Sherry McKenna und Lorne Lanning ursprünglich in der Filmbranche tätig waren. Entsprechend cineastisch angehaucht wirkt auch die Inszenierung des ungewöhnlichen, auf fünf Teile ausgelegten Abenteuers, das es aber letztlich (je nach Interpre­tation) nur auf zwei respektive drei Folgen brachte.

Weil sich die Entwicklung des zweiten Resident Evil länger hinzieht als erhofft, bringt Capcom quasi als Lückenfüller Biohazard: Director’s Cut an den Start: Dessen Haupterweiterung sind zwei alternative Spielmodi – einmal für Einsteiger, einmal mit neu verteilten Feinden und Hilfsmitteln. Im kommenden Jahr folgt sogar eine weitere Neuauflage, die zusätzlich Unterstützung für den ersten DualShock-Controller beinhaltet.

Explosiv geht es auf dem N64 zu, das in Japan mit dem ersten Auftritt einer Hudson-Ikone beglückt wird: Bei Bomberman 64 wollen die Macher vor allem beim Solo-Modus neue Ideen einbringen, der erstmals in 3D-Ansicht inszeniert wird und mehr auf Action-Hüpf-Tugenden denn klassische Arena-Sprengerei setzt. Letztere bleibt zumindest im Mehrspieler-Part erhalten, ist aber nicht so ausgefeilt wie bei den Bitmap-Vorgängern, was für geteilte Meinung bei den Fans sorgt.

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Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Hach ja, Breath of Fire III mit versemmelter dt. Übersetzung, die den Spieler in der Wüste in die falsche Richtung schickt XD

Lando
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Lando

Breath of Fire III. Schöne Zeiten.

Grossmeister B
I, MANIAC
Intermediate (Level 3)
Grossmeister B

1997 war die Welt wirklich noch in Ordnung. FF7, SF Ex Plus Alpha, Blast Corps…

Bemerkenswert Auch, dass die M!Games zugibt, Auch mal nicht das beste Cover gehabt zu haben.