Dinoforce – im Retro-Test (PC Engine)

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Manchmal fragt man sich, wie viele interessante, aber niemals veröffentlichte Spiele wohl irgendwo tief in den Archiven noch aktiver oder längst geschlossener Entwicklungsstudios schlummern mögen. Für die PC-Engine-Gemeinde war das Shoot’em-Up Dinoforce lange ein solcher Fall. 1991 wurde das HuCard-Spiel von Publisher Unipost im japanischen Magazin PC Engine Gekkan präsentiert, verschwand dann aber komplett vom Radar. Gerüchte um ein unfertiges ROM machten immer mal wieder die Runde und schließlich gelang es, mithilfe des französischen Sammlers Alex Seimando und des Original-Programmierers Tokuhisa ­Tajima, ein halbfertiges ROM auszugraben. Gemeinsam mit weiteren internationalen PC-Engine-Experten wurden Bugs und Glitches ausgemerzt und der damals noch unfertigen Version ein ordentliches Balancing verpasst. Ergebnis: Seit dem 26. November 2022 ist Dinoforce tatsächlich spielbar und erhältlich: Wer einfach das ROM über einen Emulator, FPGA-Hardware oder ein Everdrive spielen möchte, der lädt es bei dinoforce.pceworks.net kostenlos runter. Wer hingegen eine richtige HuCard mit allem Drum und Dran für seine Originalhardware sucht, der kann dort ebenfalls für Ende Dezember vorbestellen – aber Vorsicht, die Auflage ist begrenzt!

Doch Dinoforce ist nicht nur eine historische Kuriosität, sondern vor allem sehr ordentliche Horizontal-Action mit ein paar spannenden Ideen. Der bunte Standardschuss ist nicht nur interessant anzusehen, tatsächlich gibt die Farbe auch Auskunft über die Durchschlagskraft: Im blauen oder grünen Bereich erleidet der Gegner nur geringen Schaden. Lasst Ihr den Feind dagegen so nah herankommen, dass Ihr ihn mit dem roten Teil erwischt, dann tut es richtig weh. Nehmt Ihr den Finger vom Feuerknopf, dann könnt Ihr den Gegner auch mit dem Antrieb Eures Schiffs und Eurer Sidekicks beschädigen. Auch so manche Extrawaffe sammelt Ihr auf: Haltet den zweiten Knopf gedrückt und Ihr wählt die Wumme ohne Druck und Hektik aus der Special-Leiste aus. Dicke Bosse dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen – ganz so, wie es sich für ein Shmup aus den frühen 1990ern gehört.

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MontyRunner
I, MANIAC
MontyRunner

Klingt vielversprechend. Gleich mal ausprobieren.

Kikko-Man
I, MANIAC
Kikko-Man

Danke, dass ihr das getestet habt. Ist immer klasse zu sehen, dass ihr dafuer das alte Layout im Heft rauskramt.