Fast & Furious Crossroads – im Test (PS4)

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Eigentlich ist es erstaunlich, dass zu einer kommerziell so langlebigen und erfolgreichen Filmreihe wie Fast & Furious kaum Video­spielumsetzungen existieren. Lässt man den (sehr guten) ­Forza Horizon-Werbeableger außen vor, kommt man gerade mal auf drei Titel: The Fast and the ­Furious (2006) war ordentlich, aber mehr gewöhnlicher Driftracer ohne nennenswerte ­Story. Fast & Furious: ­Showdown (2013) gab sich ambitionierter, enttäuschte aber spielerisch und technisch fast auf ganzer Linie. Und beim jetzt erschienenen Fast & Furious Crossroads sorgten die Trailer vorab ebenfalls nicht für großen Optimismus…

Diesel-Power

Nun trägt die Raserei noch dazu die Bürde, dieses Jahr angemessen die Fast & Furious-Lücke zu füllen, die der auf 2021 verschobene Film hinterlassen hat, und kann dafür eigentlich auf kompetentes Personal zugreifen. Das Entwicklerteam Slightly Mad Studios hat mit Project CARS oder den Need for Speed Shift-Teilen bewiesen, dass sie virtuelle Rennspiele in gehobener Form beherrschen. Dass neben Vin Diesel die alten F&F-Haudegen Michelle Rodriguez und Tyrese Gibson Gesichter und Stimmen zur Verfügung stellen, die beiden Newcomer Sonequa Martin- Green und Asia Kate Dillon prima ins Ensemble passen und Peter Stormare als Bösewicht gewohnt Unbehagen auslösen kann? Klingt eigentlich nicht verkehrt.

Trotzdem bleibt die Summe der Teile hinter den Hoffnungen zurück: Spielerisch erinnert ­Crossroads an die beiden modernen Spy Hunter-Episoden, nur dass auch mal in nicht komplett linearen Umgebungen gerast wird – die Bordbewaffnung der diversen Vehikel mit Harpune, Raketen oder Hacker-Vorrichtung sind ähnlich abgehoben, aber gar nicht so fehl am Platz. Manche Levels warten mit Hommagen an ikonische Szenen aus den Filmen auf, in der Regel seid Ihr aber mit Standardaufgaben beschäftigt. Gebt Vollgas, setzt Cops oder Schurken-Vehikel außer Gefecht und übersteht ein paar mehr oder weniger absurde ”Boss-Gefechte”, auch zwei Straßenrennen finden ihren Platz. Wirklich originell oder richtig spektakulär ist hier kaum etwas, aber auf niedrigem Niveau solide genug gemacht – das gilt auch für die Optik, die (meistens) flüssig bleibt und auf der letzten Konsolengene­ration noch im vorderen Feld verortet worden wäre.

Allzu lange seid Ihr mit ­Crossroads nicht beschäftigt: Die Story fällt arg kurz aus und bietet danach kaum Wiederspielwert, während der Online-Aspekt zu ambitioniert geraten ist. Drei Dreierteams (Helden, Schurken, Cops) beharken sich hier in einigen Missionen gegenseitig, was eher chaotisch ausfällt – sofern Ihr überhaupt regelmäßig die notwendige Spielerzahl dafür zusammen bekommt.

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