.hack//Infection Part 1 – im Klassik-Test (PS2)

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Die 26-teilige Anime-Serie .hack läuft noch nicht in Deutschland, aber zumindest die erste von vier PS2-Episoden dürft Ihr schon bestaunen. Außergewöhnlich an .hack ist die komplizierte Handlung: Ihr schlüpft in die Rolle des Zockers Tsukasa, der sich im OnlineRollenspiel “The World” tummelt. Es handelt sich also um ein Abenteuer, das den Besuch in einer Online-Welt offline simuliert. Dabei verwirrt Euch die Handlung mit dem Wechsel zwischen zwei Realitätsebenen, nämlich die Ereignisse im “The World”-Spiel sowie den Systemabstürzen und der Recherche auf Tsukasas Desktop. Dabei plagen nicht nur Beta-Bugs den Helden, der Cyberkrimi wird richtig gefährlich: Online Freunde verschwinden auf mysteriöse Weise und zu allem Unglück kommt ihr auch noch Hackern in die Quere. Wie schon erwähnt, ist das Abenteuer aber auf vier Teile ausgelegt: Um alle Facetten der Handlung zu verstehen, müsst ihr Euch auch die drei kommenden .hack-Episoden besorgen.

Das Rollenspiel .hack startet auf dem Desktop eines virtuellen PCs: In dieser Office-ähnlichen Benutzeroberfläche besucht Ihr Spielerforen, tauscht E-Mails mit virtuellen Freunden und studiert aktuelle Nachrichten – diese berichten z.B. von Cyberattacken, den Erlebnissen anderer Spieler und “The World”-Neuheiten. Die komplette Kommunikation klappt über vorgefertigte Nachrichten, bei E-Mails wählt Ihr im Zweifelsfall zwischen alternativen Antworten. Ebenfalls eingebaut ist ein Multimedia-Player, mit dem Ihr Audio- und Videonachrichten abspielt.

Mit einem Klick startet Ihr außerdem “The World”, das sich spielt wie eine simple Version von Phantasy Star Online: Ihr wählt aus verschiedenen Servern und besucht dort Stadt sowie architektonisch unkomplizierte Kerker. Natürlich dürft ihr handeln, Euch mit den virtuellen Spielern zur Party zusammenschließen und in Zufallskämpfen Monster aufmischen. Grafisch ist “The World” nicht gerade spektakulär, dafür stimmt die Atmosphäre: Die englischen Digi-Dialoge vermitteln Emotionen, die Texte hat Atari ordentlich lokalisiert. Richtig interessant wird das Spielprinzip durch das Entdecken neuer Server, Passwörter und Ereignisse, die eigentlich nicht vorprogrammiert wurden – wer manipuliert die Online-Welt?

Die Handlung zwingt Euch dabei zum ständigen Wechsel zwischen den beiden Modi: Wenn Ihr in “The World” nicht weiterkommt, gibt’s auf dem Desktop Neuigkeiten zu entdecken. Wer in einem Rollenspiel Texte gewöhnlich durchklickt, sollte gewarnt sein: Die Textwüsten der Spielerforen bergen viele wichtige Hinweise, die Ihr Euch erschmökert. Das ist zeitweise sehr mühsam, denn nach mancher “The World”-Session überschlagen sich die Ereignisse – dann seid ihr schon mal 20 Minuten nur mit Lesen beschäftigt.

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Tabby
Gast

@derpanda
Stimmt, jetzt wo du es sagst.
Ich habe hier “.hack//G.U. Last Recode” für Switch, welche aber auch damals für PS2 erschienen sind. Ich bin da ehrlich gesagt nicht gerade sehr bewandert mit der Reihe, finde aber das Konzept ganz cool.

DerPanda
I, MANIAC
DerPanda

@Tabby
Die Reihe gibt’s es meine ich nicht für Switch, da gibt es die .hack G.U. Teile.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Die Idee dahinter ein Online Offline zu setzten hat was, aber warum hat Bandai ein ganzen Spiel vier geteilt?

Tabby
Gast

Die Reihe wird von mir irgendwann mal auf Switch nachgeholt, zumindest die Asia-Retail-Version habe ich mir schon mal gekauft.
Schade nur, dass da keine deutschen Texte auf der Cartridge sind, zumal die Übersetzung ja vorhanden ist.