Planescape: Torment & Icewind Dale Enhanced Edition – im Test (PS4 / Xbox One / Switch)

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Wer mit Baldur’s Gate I & II noch nicht genug beschäftigt ist, freut sich über ein weiteres RPG-Bundle: Icewind Dale samt Erweiterung ”Herz des Winters” und Planescape: Torment. Im Gegensatz zu den Erstgenannten haben diese beiden wenig miteinander zu tun: Icewind Dale spielt im selben Universum wie die Baldur’s Gate-Saga, in den Vergessenen Reichen, doch deutlich weiter im Norden, im frostigen Eiswindtal. Hier erstellt Ihr Euch gleich eine ganze Gruppe aus bis zu sechs Charakteren, rekrutierbare NPCs gibt es nicht. Dafür erwartet Euch ein Abenteuer in einer mythischen, menschenverlassen wirkenden Welt mit wunderschönem Soundtrack und fantasievollen Umgebungen – wie die verfallene Elfenfestung der abgetrennten Hand oder das Dorf Kuldahar, das unter einem riesigen Baum erbaut wurde.

Insgesamt ist Icewind Dale deutlich düsterer als Baldur’s Gate – doch während Euch hier noch ein klassisches Fantasy-Abenteuer erwartet, wird Euch in Planescape: Torment ein deutlich anspruchsvollerer Trip gewährt: Ihr erlebt das textgewaltige Abenteuer des Namenlosen, eines in einem unendlichen Zyklus von Wiedergeburt und Tod gefangenen tragischen Helden, und besucht die irrsinnig wirkende Stadt Sigil. Als Schnittstelle zwischen den Ebenen treffen sich hier Dämonen und Astralwesen, fliegende Schädel und Roboter; ebenso mannigfaltig sind die sich Euch anschließenden Charaktere. Wer den geistigen PS4- und Xbox-One-Nachfolger Torment: Tides of Numenera kennt, kann sich ein Bild von dieser philosophisch-psychotischen Welt machen, die in großen Teilen durch schier unendliche Dialoge vermittelt wird. Genau wie in Icewind Dale sind auch hier nur einige Zeilen vertont (in englischer Sprache), Ihr solltet also keine Scheu vor dem Lesen haben.

Der Stil beider Spiele ist ähnlich, eine Welt aus der Vogelperspektive mit schönen Umgebungen. Die Grafik ist wie beim Baldur’s Gate-Bundle zweckmäßig, doch in die Jahre gekommen, was besonders auf höchster Zoomstufe zu sehen ist. ­Planescape: Torment weicht etwas vom Stil der drei anderen RPG-Klassiker ab, die Welt und seine Bewohner wirken schräger, zudem sind die Texte hier trotz Einstellregler recht klein, was gerade auf der Switch im Handheld-Modus deutlich wird. Praktischerweise ist die Steuerung dank des vergleichbaren Spielprinzips fast identisch zu den Baldur’s Gate-Teilen, sodass Ihr Euch nur einmal einarbeiten müsst. Bietet dieses Paket auf den ersten Blick vielleicht weniger Inhalt als das andere Bundle, so erhaltet Ihr hier mit Planescape: Torment doch die deutlich unkonventionellere Spielerfahrung – allein deswegen lohnt sich der Kauf.

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Klingt richtig gut eh
Vlt später mal ich hab Angst ich fang es an und es endet wieder im der warteschleife unendlich…
Aber das klingt super Interessant normalerweise muss man sowas sofort unterstützen!