Shakedown: Hawaii – im Test (PS4)

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2013 erschien Retro City Rampage als Ein-Mann-Projekt mit einem hoch gesteckten Ziel: Eine originelle Parodie auf das Open-World-Genre und vor allem GTA im authentischen 8-Bit-Gewand sollte es sein. Das Resultat erfüllte die Erwartungen, auch wenn man an einigen Ecken und Enden ­merkte, dass die Ambitionen vielleicht ein wenig zu groß ausfielen – was sich mit Shakedown: ­Hawaii nun prompt wiederholt. Dafür hat sich Brian Provinciano sechs Jahre Zeit gelassen, aber vor allem für die Grafik reichlich Verstärkung rekrutiert. Kein Wunder, dient diesmal doch die 16-Bit-Ära als Inspiration, was ungleich mehr Details und Gestaltungsaufwand bedeutet. Ein ganzes Heer an Pixel-Künstlern findet sich in den Credits, darunter auch ein Name wie Henk Nieborg, der unter anderem mit Flink (Mega Drive) und Lomax (PSone) Pixel-Kunstwerke schuf.

Spielerisch bleibt Shakedown: Hawaii dem Genre seines Vorgängers treu, setzt aber einen etwas anderen Schwerpunkt: Ihr seid nicht als Ganove unterwegs, sondern schlüpft in die Rolle des altmodischen Chefs eines Firmenimpe­riums, dem der ­Bankrott droht. Deshalb müsst Ihr mit allen möglichen legalen oder auch halbseidenen Geschäftstricks das Kapital mehren, in neue Branchen vorstoßen oder auch mal kleinen Läden auf der Insel gut ”zureden”, dass sie Schutzgeld zahlen. Eingehüllt in diese Rahmenhandlung, die mit ordentlich Witz Tücken wie Online-Werbung und Kleingedrucktes oder banale Hipstertrends aufs Korn nimmt, wuselt Ihr mit Eurem Star durch die liebevoll inszenierten Umgebungen, klaut zur schnelleren Fortbewegung ein Fahrzeug oder sorgt mit vorzugsweise Projektilwaffen für Rabatz. Immer wieder geht es für kurze Abstecher ins Ausland, wo ein williger Helfer für Euch etwa im Dschungel Farmen kapert, indem er deren Schutzpersonal wegballert. Aber auch Euer Geschäftssinn ist gefragt, denn vom eingenommenen Geld übernehmt Ihr nach und nach die gesamte Insel, um Euer Imperium zu festigen.

Wie bei Retro City Rampage ist das Geschehen in meist nur wenige Minuten lange Missionshäppchen aufgeteilt, die Euch ohne große Verschnaufpausen aufgetischt werden. Das macht ordentlich Spaß, reicht in Sachen Abwechslungsreichtum und Ausschöpfen des Parodie-Potenzials jedoch nicht ganz an den Vorgänger heran – als launiger 16-Bit-Nostalgietrip funktioniert’s aber auch so einwandfrei.

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Auf blog.de.playstation.com gab es den Hinweis: Zitat Anfang ->”Es ist Cross Buy, unterstützt Cross-Save und PlayStation TV”. <-Zitat Ende. Für alle Vita-Eltern eine schöne Nachricht und ein tolles Feature, wie ich finde.