Sniper Ghost Warrior Contracts – im Test (PS4 / Xbox One)

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Die Sniper Ghost Warrior-Reihe ist und bleibt ein Phänomen: Obwohl die meisten Kritiken eher verhalten ausfielen, ­verkaufte sich allein Teil 1 (2010) über 3 Millionen Mal. Aber auch der 2013 veröffentlichte zweite Teil und der auf Open World getrimmte ­dritte Teil aus dem Jahr 2017 durch­brachen trotz überwiegend mäßiger Presse­stimmen die Schallmauer von je über 1 Million Verkäufen.

Mit Contracts geht die Scharfschützen-Reihe in die vierte Runde und versucht, die besten Tugenden der Vorgängerspiele unter einen Hut zu bringen. Das Wichtigste gleich vorweg: Der Offene-Welt-Ansatz aus Teil 3 wurde gestrichen und durch fünf ­individuelle Sandbox-­Szenarien ersetzt. Was zunächst nach einem Downgrade klingt, führt in der Praxis dazu, dass die knapp 15-stündige Story-Kampagne mit Sibirien-Setting viel Abwechslung bereithält. Im Altai-Gebirge etwa infiltriert Ihr bei dichtem Schneegestöber einen verwinkelten Bio­waffen-Komplex. Auf der Karte ”Koltschak-Hafen” jagt Ihr einen gigantischen Eisbrecher in die Luft und in der Region Beketov Valley steht unter anderem eine dramatische Gefangenenrettung auf der Agenda.

Wie genau Ihr die je fünf Primär- sowie zahlreichen ­Nebenaufgaben einer Karte meistert, ist durch den Sandbox-Ansatz ganz Euch überlassen. Serientypisch fällt die Erfolgsquote deutlich höher aus, wenn Ihr nicht in Rambo-Manier drauflosballert, sondern behutsam vorgeht, zunächst die Lage mit dem Fernglas sondiert, Gegner markiert und Fluchtrouten auskundschaftet. Anschließend ist volle Konzentration gefragt. Ziel anvisieren, Geschossabfall relativ zur Entfernung kalkulieren, Windrichtung und -geschwindigkeit berücksichtigen, kurz vorm Abdrücken die Luft anhalten – die Scharfschützen-Erfahrung trifft voll ins Schwarze.

Um Eure Effizienz zu steigern, erhaltet Ihr im Spielverlauf zudem Zugriff auf mächtige Gadgets. Warnmelder markieren vorbeilaufende Gegner, mit Drohnen kundschaftet Ihr Feindgebiete aus der Luft aus, mit dem Fernlenk-Sniper-Geschütz leitet Ihr gefahrlos Überraschungsangriffe ein, Gasminen eliminieren selbst größere Infanterieverbände im Handumdrehen etc.

Während Gadgets und Skilltree überzeugen, bleibt die Feind-KI ein zweischneidiges Schwert. Einerseits schlägt sie bei Beschuss blitzschnell Alarm und versteht auch vom Umzingeln eine Menge. Andererseits scheint sie streckenweise zu schummeln und leistet sich auch sonst immer wieder merkwürdige Schnitzer. Ein gutes Beispiel hierfür sind die stark gepanzerten Gatling-Gunner, die bei Distanztreffern häufig wie angewurzelt an Ort und Stelle verharren, statt in Deckung zu gehen.

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Lincoln_Hawk
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Lincoln_Hawk

Ich möchte ein neues Socom aber bitte auch offline.
Ich finde diese sniper Spiele so generisch..
Gefallen mir garnicht weiß aber das das seine Fans inzwischen hat

ghostdog83
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ghostdog83

In der Produktbeschreibung bei Steam steht folgendes:

Aufgrund USK Entscheidung die Funktion der Aufteilung des Körpers im Spiel in Deutschland nicht verfügbar ist.

(Abtrennen von Körperteilen)

Link: https://store.steampowered.com/app/973580/Sniper_Ghost_Warrior_Contracts/

Steambeitrag mit Hintergründen:
https://steamcommunity.com/groups/foruncut/announcements/detail/1698352047815753338

GoG scheint ungeschnitten
Steam geschnitten
PS4 mit Patchstand 1.04: Bei deutschem Account kein Dismemberment

Sir Lancelot
I, MANIAC
Maniac
Sir Lancelot

Angeblich wurde das Spiel in Deutschland per Patch nachträglich zensiert. Ist da was dran?