Wild Hearts – im Test (PS5)

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Was haben ein Spiel, in dem Ihr Monster jagt, und ein niedlicher Plattformer mit Woll-Protagonist gemeinsam? Sowohl Wild Hearts als auch Unraveled”sind Teil des ”EA Originals”-Programms. Ein vollkommenes Original ist Wild Hearts allerdings nicht. Die Ähnlichkeit zum Veteranen Monster Hunter ist einfach keinem Monsterjäger-Game abzusprechen. Das Spiel der ­Dynasty Warriors-Macher ­Omega Force beweist, dass man nicht zwangsläufig das Rad neu erfinden muss, um zu unterhalten – was aber keineswegs heißt, dass Euch in diesem Titel keine spannenden Neuheiten erwarten.

Wer auf einzigartige Spielfiguren steht, kann sich zum Beispiel auf einen fast schon unverschämt umfangreichen Charakter-Editor freuen, der dem einen oder anderen Spieler sicherlich Stunden stehlen kann. Gleich danach wirft Euch Wild Hearts auch schon ins kalte Wasser. Mit Eurem Katana bewaffnet, einer der acht überraschend unterschiedlichen Waffen des Spiels, stellt Ihr Euch den ersten ­Kemono. So heißen die Monster in der Spielwelt Azuma, die deutlich vom feudalen Japan inspiriert ist. Egal, ob verschneite Gipfel oder Kirschblütenhaine, die Welt und ihre Bewohner sind eine Augenweide. Kemono gibt es in allen Formen und Farben: angsteinflößende Lava-Gorillas, niedliche Eichhörnchen mit Beerenohren, knallbunte Riesenhähnchen…

Ähnlich wie in Monster Hunter hackt Ihr nicht einfach nur stumpf auf Eure Gegner ein. Jäger müssen sich Angriffsmuster einprägen, Schwachstellen erkennen, die Nützlichkeit einer Ausweichrolle abwägen und natürlich lernen, wann welche Waffe am meis­ten Sinn ergibt: Bogen, Katana, Kanone und Hammer haben sehr unterschiedliche Anwendungsgebiete. Jagden können auch mal länger dauern, denn Kemono ändern im Laufe eines Kampfes nicht nur ihre Attacken, sondern fliehen auch an andere Orte, an die Ihr sie dann verfolgen müsst.

Die Handlung ist recht nebensächlich und lässt sich schnell zusammenfassen: Kemono sind plötzlich nicht mehr friedlich. Warum ist das so und was kann man dagegen tun? Euer wichtigstes Werkzeug dabei und außergewöhnlichster Aspekt von Wild Hearts ist das ­sogenannte ­”Karakuri”. Diese magisch-mechanische Maschinerie könnt Ihr im Kampf einsetzen, um beispielsweise Sprungfedern, automatisierte Waffen oder Boxentürme zu beschwören. Bauelemente nach Herzenslust zu ganzen Festungswällen zu kombinieren, hat schon was, und wenn dann noch ein Verbündeter per Zipline den Kampf betritt, fühlt sich das einfach verdammt gut an.

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