Damsel in Distress
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Anonym vor vor 13 years aktualisiert.
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11. März 2013 um 18:57 #1121009
Bastian 1984TeilnehmerIch finde soviel falsch an dem, was du schreibts, das ich garnicht weiß, wo ich anfangen soll. Deswegen lass ich es erstmal.
Nur soviel zu Lady Bitch Ray:
Reyhan Sahin a.k.a. Lady Bitch kennt sich in der dutschürkischen Community besser aus als Alice Schwarzer, was man schon an den Namen erkennen kann. Sie kritisiert da auch viel (kann man sich ja denken…), allerdings macht sie es nicht wie in Alice Schwartzer in der Bild im Stil von Kopftuch=Faschismus, sie promovierte über „Die Bedeutung des muslimischen Kopftuchs“.
Sie flog beim Radio raus, weil sie macht, was sie macht. Nach gelgenheitlichen Auftritten in den Meiden und anderem Stress brach sie zusammen und trat Jahre nicht in den Medien auf. Sie hatte bis dahin gleichzeitig eine wissenschaftliche und eine musikalische Karriere hingelegt, beides aber thematisch verbunden. Als sie sich erstmal entscheiden musst, entschied sie scih für die Wissenschaft.
Was du zu unterstellen scheinst, passt also an einigen Ecken nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reyhan_Sahin11. März 2013 um 19:51 #1121010
Oliver GruenerTeilnehmer“Ich finde soviel falsch an dem, was du schreibts, das ich garnicht weiß, wo ich anfangen soll. Deswegen lass ich es erstmal.”
Weil du die Realitäten nicht kennst sondern dich von irgendwelchen Feministinnen beeinflussen lässt, weil du denkst, dass das eben politisch korrekt ist …
Noch einmal, meine Frau ist Ausländerin und stammt aus der unteren Mittelschicht. Sie hat sich auf den Hosenboden gesetzt und gelernt. Sie hat einen Uni-Abschluss als Diplom Kauffrau gemacht und arbeitet heute als Corporate Manager in einer völligen Männerdomäne, namentlich in der Automobilindustrie. Ja, sie kämpft da gelegentlich gegen Vorurteile. Aber sie verdient genauso viel wie ihre männlichen Kollegen in gleicher Position. Und sie ist in der Lage, obwohl deutsch nicht ihre Muttersprache ist, sofort und “überall” einen ähnlichen Job in mindestens gleicher Position zu finden und erhält sogar auch Angebote. Ihr Geschlecht spielt also überhaupt keine Rolle! Was eine Rolle spielt ist, dass sie qualifiziert und engagiert ist!
Und genau das spreche ich diesen ewig jammernden Feministinnen ab! Sie wollen sich nicht auf den Hosenboden setzen und schuften! Sie wollen die Frauenquote, weil sie sich NICHT anstrengen und malochen wollen. Meine Frau hatte alles andere als die besten Voraussetzungen, trotzdem findet sie leicht(!) solche Management-Positionen. Die Realität sieht also völlig anders aus, als gewisse Emanzen einem in den Medien gerne verkaufen. Wenn Frau will und fähig ist, dann findet sie einen entsprechenden Job! Die meisten Frauen wollen nur eben gar nicht – aber das wollen “Frauenversteher” immer nicht wahr haben.
Ich kenne Lady Bitch überhaupt gar nicht und sie interessiert mich auch nicht! Ich weiß aber, dass Alice Schwarzer schon in den 70er Jahren nach Teheran gereist ist und sich damals über die Lage der Frauen vor Ort informiert hat. Ihr Unwissenheit in Bezug auf den Islam insbesondere im Vergleich zu einer jungen Deutsch-Türkin zu stellen, deren (türkische) Landsleute in den Augen der meisten anderen Moslems aus “wirklich” islamischen Ländern überhaupt gar nicht wissen, was “echter” Islam ist, ist jedenfalls ein schlechter Scherz!
Und das ein Angestellter irgendwo raus fliegt, weil er gemacht hat, was er wollte, das ist ja nun wirklich wohl völlig normal und richtig so! Es gibt nun einmal Spielregeln, an die man sich zu halten hat.
11. März 2013 um 20:00 #1121011
Oliver GruenerTeilnehmerfenris21 wrote:@Oli Grüner
Was deine Cousine betrifft…vielleicht könntest du sie ein bisschen beeinflussen,daß sie an sich arbeitet?Zweiter Bildungsweg und so…
Danke!
Das Ding ist, ihr gefällt ihr Leben wie es ist, und lernen gefällt ihr halt nicht so … ^^11. März 2013 um 20:30 #1121012
Bastian 1984Teilnehmer“Weil du die Realitäten nicht kennst sondern dich von irgendwelchen Feministinnen beeinflussen lässt, weil du denkst, dass das eben politisch korrekt ist …”
Nope. Da schätzt du mich falsch ein.
1. Auf PC gebe ich eigentlich nicht soviel,
2. ich finde nur manchmal manchen richtig was manche Feministeinnen machenUnd Lady Bitch Ray arbeitet wohl auch hart. Zur Frauenquote hat sie sich meines Wissens nach nicht öffentlich geäußert,
Und weil Alice Schwarzer in den 70ern mal in Teherean war, weiß sie einen Scheißdreck über das Leben von Muslims in Deutschaland heute. Und genau darüber redet Lady Bitch Ray, während Scharzer ihr mit ihrem Kram a la Bidzeitung ins Wort fällt.
Wer in den 70ern in Indien war, weiß auch einen Scheißdreck über das Leben in den USA von heute.Zu dem trest dasselbe wie eben.
11. März 2013 um 20:53 #1121013
captain carotTeilnehmerMal nen kleinen Einspruch, Gleichberechtigung haben wir auch nicht zu 100%. Zum Einen gibt es, na klar, die Bereiche, in denen Frau nach wie vor für gleiche Arbeit weniger Geld bekommt als Mann. Dann haben wir die ganz tolle Situation, in denen Frauen für verschiedene Jobs immer noch nicht gerne genommen werden, weil sie in zwei, drei Jahren schwanger werden könnten und dann lange Zeit zu Hause bleiben. Da kommt z.B. keine Sau auf die Idee, dass Mann ja auch zu Hause bleiben könnte, bis der Nachwuchs groß genug ist. Nur mal zwei Beispiele von vielen.
Klar, wir haben nicht mehr die Fünfziger, ich kann also nicht mehr einfach so den Job meiner Frau kündigen ohne sie auch nur zu fragen. Ebenfalls klar, das gute, alte Männerbild, Frau kümmert sich um Kind und Haushalt, Mann ist Brötchenverdiener und klarer Chef, das ist gewaltig gebröckelt, wenn nicht schon größtenteils zusammengestürzt. Viele Männer würden aber immer noch nicht zu Hause bleiben, so manch einer meint immer noch, Frau = Küche, usw.
11. März 2013 um 21:16 #1121014
Bastian 1984TeilnehmerDanke Karotte
Und dann haben wir noch die Situation, dass eher als weiblich identifizierte Jobs schlechter bezahlt werden, als als eher als männlich identifizierte Jobs mit ähnlichen Vorraussetzungen,
Krankenschwester/Pfleger machen eine sauschwere Arbeit, mit viel Verantwortung, psychischer Stress durch Umgebung, Schichten, Überstunden, Körperlicher Anstrengung, Qualifikation braucht man auch usw.
Was verdient man bei dem Job?11. März 2013 um 21:33 #1121015
BelphegorTeilnehmer@Bastian
Kommt drauf an. Im öffentlichen Dienst, mit Schichtzulage, Intensivzulage und einigen Dienstjahren ca. 1800 – 2000 Euro netto. Bei Steuerklasse 1 ohne Kinder.11. März 2013 um 21:36 #1121016
captain carotTeilnehmerDas hast du aber ganz allgemein bei vielen Jobs, die nicht unbedingt “weiblich” sind, auch wenn sich gewisse Dinge immer noch da durch ziehen, etwa die unterirdische Bezahlung ausgerechnet bei Kindergärtner(inne)n.
Andererseits gibt es aber auch in immer mehr Bereichen Tarifgleichheit, Frauen werden also zumindest im gleichen Job immer seltener schlechter bezahlt, es kommt aber eben noch vor.Ebenso sieht man nach und nach immer mehr Frauen in klassischen Männerberufen, wobei es zumindest die Pioniere da nicht selten wirklich schwer haben.
In jedem Fall gibt es immer noch eine Entwicklung, die längst nicht in jedem Fall abgeschlossen ist und die definitiv in bestimmten Bereich auch zu anderen, teilweise negativen Entwicklungen für´s ehemals starke Geschlecht geführt hat.
11. März 2013 um 21:36 #1121017
BelphegorTeilnehmerAber weniger geht immer und dürfte wahrscheinlich häufiger sein. Besonders in kleinen Krankenhäusern in privater Hand oder freier Trägerschaft.
11. März 2013 um 21:40 #1121018
Oliver GruenerTeilnehmer@Bastian: Sorry, aber mit solchem Tonfall disqualifizierst du dich für eine ernsthafte Debatte. Da klingen nur die typische Verbitterung, Frustration und, so leid es mir tut, der blanke Neid durch.
@carot: Ich stimme zu, dass es viele Bereiche gibt, in denen Frauen für gleiche Arbeit weniger verdienen. Allerdings würden Männer in exakt gleichem Job (und nicht bloß bei gleichartiger Arbeit) auch nicht unbedingt mehr machen. Friseure oder Kellner sind so ein Beispiel, das wird halt leider einfach schlecht bezahlt. Dienstleistungsgewerbe generell wird schlecht bezahlt, obwohl das teilweise echte Knochenjobs sind. Dass hauptsächliche Frauen in solchen Jobs arbeiten, was durchaus historische Wurzeln hat, und dadurch den allgemeinen Lohnschnitt für Frauen senken, liegt insofern also in der Natur der Sache. Diese Strukturen aufzubrechen dauert Jahrzehnte. Das Problem ist, die Bezahlung wird nicht unbedingt besser werden, wer kann sich etwa wirklich die Kosten für ein Pflegeheim leisten? Ich prophezeie eher, dass in solchen Jobs in Zukunft sehr viel mehr Osteuropäer arbeiten. Voraussetzung natürlich, dass die Frauen, die heute so einen Job wählen, sich künftig einen anderen suchen, wo sie mehr verdienen können.
Andererseits ist es eben nicht so, dass Frauen etwa im gleichen Bürojob, mit einmal weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. Oft gibt es schließlich auch so was wie Tarifverträge.
Das alte Rollenbild von der Frau, die an den Herd gehört, gibt es nicht mehr! Jedenfalls nicht in der Generation unter minimal 45 bis 50. Darüber gibt es sicher noch den einen oder anderen ewig gestrigen.
Und ja, klar, Frauen haben bei der Jobfindung einen Nachteil, weil sie Schwanger werden könnten. In einigen Firmen ist das problematisch, in anderen nicht, etwa weil jemand da ist, der in der Fehlzeit einspringen könnte oder eben auch nicht, wenn die Firma relativ klein ist.
Ich glaube allerdings nicht, dass es einzig dem Mann anzulasten ist, wenn er während der Elternzeit nicht zu Hause bleibt. Hier muss doch jedes Paar seine eigene Lösung finden. Sicher gibt es Männer, die sich dagegen sträuben und lieber arbeiten gehen wollen, andersrum gibt es sicher genau so viele Frauen, die lieber selbst zu Hause bleiben möchten. Letztlich gehören in dem Fall nun einmal zwei dazu, die für sie angenehmste Entscheidung zu finden. Oft ist es auch einfach eine finanzielle Frage. Der Besserverdienende geht weiter arbeiten.Und da schließen wir einen Kreis, dass das oft der Mann ist hängt mit vielerlei Faktoren zusammen. Das ist allerdings nicht die (alleinige) Schuld der Männer. Schließlich gibt es auch Gegenbeispiele (meine Frau verdient mehr als ich). Da kommen wir wieder in das alte Rollenbild, dass Frauen mindestens so frönen wie Männer. Männern ist es oft egal, wie gut ihre Frau ausgebildet ist und wie ihre Berufschancen sind, das sind keine primären Faktoren bei der Partnerwahl. Bei Frauen hingegen ist es in der Regel genau andersrum. Sie würden nie unter ihrem “Stand” heiraten. Sicher, Klischee- und Verallgemeinbehaftet, dennoch ist so leider(!) meine Erfahrung. Die erfolgreiche Karrierefrau die einen Bauerbeiter heiratet gibt es in der freien Wildbahn praktisch nicht. Aufgrund des sozialen Umfeldes, und das muss hier unbedingt erwähnt werden, sind jedoch die meisten heutigen Paare so oder so auf einer Stufe.
11. März 2013 um 21:40 #1121019
Bastian 1984TeilnehmerIst aber unwahrscheinlich. Gesundheitswesen fällt da eher noch in das Reich der Kirchen, in dem nichtmal die normalen Arbeitsrechte gelten. Miesere Bezahlung, stark eingeschränktes Streikrecht, Kündigung wegen eigentlich privater Verfehlungen wie Ehebruch oder Homosexualität…
Und die Privaten gibt es auch noch. Aber öffentlich ist da glaube ich nicht mehr soviel.Und es wahr als Biespiel gedacht. Ähnlich unterbezahlt sind Erzieher_innen und andere “weibliche” Fürsorgeberufe/ Care Work.
Öffentlicher Dienst mag was anderes sein.11. März 2013 um 21:50 #1121020
BelphegorTeilnehmer@Bastian
Früher gab es mehr Krankenhäuser im öffentlichen Dienst, Landeskrankenhäuser zum Beispiel. Wurden aber oft an freie Träger verkauft da die Landeskassen leer waren. Und heute verdienen die Mitarbeiter schlechter, besonders bei Kirchens. Insofern hast du recht, der von mir angegebene Verdienst ist heute eher selten.11. März 2013 um 21:53 #1121021
Bastian 1984TeilnehmerOliver Grüner wrote:@Bastian: Sorry, aber mit solchem Tonfall disqualifizierst du dich für eine ernsthafte Debatte. Da klingen nur die typische Verbitterung, Frustration und, so leid es mir tut, der blanke Neid durch.
Ähja, ich bin neidisch weil Frauen schlecht verdienen. Alles klar.
11. März 2013 um 21:57 #1121022
KiryuTeilnehmerIch wollte mich eigentlich aus dem Thema raushalten aber dieses Gehaltsmaerchen wieder,wurde immer wieder bewiesen dass es nicht stimmt.Ich bin Verkaeufer und arbeite zusammen mit 3 Frauen.
Bin der einzige Mann im Team und ratet mal,wir verdienen alle dasselbe.
Sowas ist ausserdem gesetzlich verboten und wenn es so waere wuerden Arbeitnehmer nur noch Frauen einstellen.Edit:@Oliver Gruener
Dem kann ich nur zustimmen,es ist nunmal so dass Frauen die gut verdienen niemals einen Partner waehlen der weniger verdient als sie,ist auch meine Erfahrung.
Wenn Maenner soviel verdienen hatt es also auch einen Grund,da sind diese Frauen auch mitschuld und sie sollten mal selbstkritik ueben.11. März 2013 um 21:59 #1121023
Bastian 1984TeilnehmerOliver Grüner wrote:Und ja, klar, Frauen haben bei der Jobfindung einen Nachteil, weil sie Schwanger werden könnten. In einigen Firmen ist das problematisch, in anderen nicht, etwa weil jemand da ist, der in der Fehlzeit einspringen könnte oder eben auch nicht, wenn die Firma relativ klein ist.
Ich glaube allerdings nicht, dass es einzig dem Mann anzulasten ist, wenn er während der Elternzeit nicht zu Hause bleibt. Hier muss doch jedes Paar seine eigene Lösung finden. Sicher gibt es Männer, die sich dagegen sträuben und lieber arbeiten gehen wollen, andersrum gibt es sicher genau so viele Frauen, die lieber selbst zu Hause bleiben möchten. Letztlich gehören in dem Fall nun einmal zwei dazu, die für sie angenehmste Entscheidung zu finden. Oft ist es auch einfach eine finanzielle Frage. Der Besserverdienende geht weiter arbeiten.Im Klartext: Frauen haben auf der Jobsuche einen Nachteil, weil sie mit höherer Wahrscheinlichkeit aus dem Job ausscheiden (nicht nur Schwangerschaft, aucu Erziehung). Deswegen erhalten sie eher schlechter bezahlte Jobs. Weil die Paare sich eher entscheiden, dass der schlechter Bezahlte ausscheidet, scheiden eher Frauen aus. Deswegen haben Frauen weiterhin den Nachteil, dass…(und der Teufelskreis von vorne)
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