Gernseh-Serien

Dieses Thema enthält 2,583 Antworten und 79 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von ChrisKong ChrisKong vor 3 Tagen, 14 Stunden.

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  • #1651663
    ghostdog83
    ghostdog83
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    Epic MAN!AC

    @ghostdog83 Also quasi das JJ Abrams- oder Chris Carter – Prinzip 😀

    Lost kam mir auch in den Sinn. Hier würde ich aber etwas differenzieren wollen, da im Gegensatz zu Discovery die Figuren genügen Raum zum Atmen hatten, es somit nicht ausschließlich auf die Schnitzeljagd ankam. Lost wäre wohl ohne diesen zweiten starken Fokus weniger erfolgreich gewesen. Als Zuschauer war man dadurch stärker in die Handlung involviert, konnte mit den Charakteren mitfiebern. Da glänzt Discovery weitgehend mit Abwesenheit.

    Bei Akte X findet eine Trennung zwischen den MotW und Mythologie Folgen statt. Ersteres überwiegen klar. Daher finde ich den Vergleich nicht ganz passend. So wie ich das wahrgenommen habe, waren die MotW Folgen bei den Fans beliebter als die übergeordnete Handlung.

    Der Hauptreiz jede Woche bei Discovery einzuschalten waren für mich die Präsentation, die Kurzweiligkeit und die zu lösenden Fragen. Bei den Charakteren konnte höchstens noch Anson Mount als Pike Punkte sammeln. Der Rest war mir im Grunde fast schon egal.

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    #1651669
    ChrisKong
    ChrisKong
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    Epic MAN!AC

    @SFN
    @Star Trek – Discovery
    Interessant, dass das Fazit von Chris doch nicht so vernichtend ausfällt, was das Finale angeht, wie erwartet.
    Plotholes, Logikbrüche, schwache “Erklärungen” insb. der Kontinuitätsprobleme und eine episodenübergreifend ständig heulende Burnham ( 😭 ) haben sich bei mir der insg. sehr guten Optik und der teils flotten Inszenierung entgegen gestellt.

    Hmm, ja vernichten wollt ich die Serie ja nicht, das schafft sie schon selber, wenn sie so weitermacht. Ich kann alles, was du dazu sagst, unterschreiben. Ich wundere mich dann immer, wenn andere so positiv davon schreiben. Das fühlt sich dann immer so an, als hätten die was ganz anderes geschaut. Ich seh ja Plothole-Schwächen gerne nach, aber wenn man die Dummheit der Autoren so aufs Auge gedrückt kriegt, kann ich nicht schweigen. Und ich hock ja jetzt nicht mit einem Notizblock vor der Kiste.
    Wie auch schon erwähnt, werden die physikalischen Grenzen aufgehoben, schreibt man sich irgendwann ins Nirvana. Fast alle Superheldenfilme und -serien sind leider irgendwann an dem Punkt. Oder man findet Auswege, um Situationen zu lösen und langweilig wie das Leben ist, würde man darauf wieder zurückgreifen. Aber in Serien sind die dann auf einmal wieder ratlos. Bestes Beispiel, TWD. Sich mit dem Blut der Toten einzusalben und man wird nicht erkannt von der Zombiemeute. Das macht man sogar in späteren Staffeln wieder. Aber dazwischen gibt es zig Situationen, wo die Autoren diesen Umstand einfach vergessen haben. Die Figuren in der Serie würden aber aus Erfahrung wohl genauso verfahren. Das ist eben Dumbass-Writing, bei dem die eine Hand nicht weiss, was die andere tut, sprich der Showrunner ist eine Pfeife und hat den Laden nicht im Griff.

    @Akte X

    Auch wenn die Folgen da stärker getrennt sind, ist das ein perfektes Beispiel sich in unzählige Sackgassen zu schreiben. Und nein, auch wenn die MotW Episoden dann besser abschnitten, der Grund einzuschalten war schon, endlich rauszufinden, was es mit dem Verschwinden der Schwester auf sich hatte und ob Mulder irgendwann Scully würde bumsen oder umgekehrt. ^^
    Und anstatt Rätsel befriedigend aufzulösen, entwarf man immer mehr Fragen, die zusehends im Nichts versandeten und mit den Filmen noch wirrer wurde. Die vorletzte Staffel war dann etwas vom armseligsten, was ich je im TV gesehen habe. Als hätte ein unbegabter Fan-Autor Regie geführt. Gab ja wohl noch einen Nachschlag, den ich mir bis heute nicht angetan habe.
    Die Chance, das alles irgendwie sinnvoll zusammenzuführen, wurde nie genutzt. Leider baute die Reihe dann auch bei den Case of the Week Episoden so stark ab, dass von 24 Episoden einer Staffel vielleicht noch 3 überhaupt interessant waren.

    Ähnliche Problematiken mit Zerfaserung der Handlung bis in die Belanglosigkeit erlebten auch True Blood u.a. Irgendwann wars dann einfach so egal, dass man einfach keinen Bock mehr hatte überhaupt einem Handlungsstrang zu folgen.

    Interessant finde ich noch folgendes:

    https://de.wikipedia.org/wiki/The_Leftovers

    Die Serie hatte ich abgebrochen, weil in der Tendenz auch so ein Müll in Common war wie bei anderen Mystery-Serien. Auch wenn das Mysterium ja nicht aufgelöst werden sollte. Aber hier wie bei Akte X nahmen wohl die Zuschauer ab, weil mit jeder weiteren Staffel gabs weniger Rezensionen und jede Staffel war klar besser als die vorherige, geht man danach. Das heisst für mich im Umkehrschluss, dass am Ende einfach noch die beinharten Fans dabeiblieben und mMn keine sehr breite Meinung mehr abgebildet wurde. Aber wenn ich so den Inhalt der letzten Staffel überfliege, bereue ich es kein Stück, die Serie nicht weiter verfolgt zu haben. 🙂

    Neben der Abrams und Carter Methode, gibt es noch die Lynch-Methode. Der Name ist Programm. Anstatt sich überhaupt erst um Antworten zu bemühen, ändert man das Konzept und kackt irgendeinen Kunsthaufen hin, den eine abfeiern und andere sich fragen, warum man nicht gleicch was anderes draus gemacht hat. Bis heute frag ich mich, warum man aus jedem Charakter einen dümmlich dreinblickenden, verwirrt faselnden Stichwortgeber gemacht hat, obwohl das per Definition kaum einer in Twin Peaks gewesen ist, weder in Staffel 1 noch 2.
    Aber gut, mit dem Thema bin ich durch.

    #1651671
    ghostdog83
    ghostdog83
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Akte X ist mitnichten ein perfektes Beispiel. In dem Artikel geht es darum, dass sich eine Serie ausschließlich darauf verlässt, den Zuschauer Knochen hinzuwerfen, darüber hinaus keine sonstigen Schauwerte besitzt. Eine Serie wie Akte X bietet mehr. Streich die Mythologie Folgen weg. Streich die schwachen MotW Folgen. Was übrig bleibt, ist sehenswert. Eine Serie mit vollständig fortlaufender Handlung mit dem Problem kann das nicht. Das ist der Knackpunkt.

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    #1651685
    ChrisKong
    ChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Ich bezieh mich nicht auf den Artikel sondern das Konzept immer neue Fragen aufzuwerfen, um alte nicht zu beantworten. Akte X ist ein prototypisches Beispiel dafür.

    #1651697
    ghostdog83
    ghostdog83
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Ein Beispiel für eine Serial / Procedural Mischform. Reine Serials sind aufgrund ihrer Natur für so was stärker anfällig.

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    #1651702
    ChrisKong
    ChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Nach Der Name der Rose hab ich eine weitere Qualitätsserie in den Player geschoben, Westworld. Das beginnt eigentlich recht gemächlich und erinnert mich stark an Marco Polo, wo auch viel Zeit in das Worldbuilding investiert wurde, damit man mit der Umgebung und den Figuren vertraut wird. Viel passiert nicht in den ersten 3 Episoden. Der philosophische Anstrich gefällt und die Darsteller sind ohne Ausnahme sehr gut. Man ertappt sich immer wieder dabei, wie man hinter jedem eine künstliche Person vermutet.
    Was mir auch aufgefallen ist, von der realen Welt sieht man rein gar nichts. Das lässt interessante Optionen offen, gerade wenn man z.B. die Filme kennt. Das Westernszenario wirkt hochwertiger als in so manchem Westernfilm. Bin mal gespannt, wies weitergeht.

    #1651703
    ghostdog83
    ghostdog83
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Westworld habe ich erst einmal zur Seite geschoben, da die Releasepolitik von HBO zu viel Zeit zwischen den Staffeln lässt. Staffel 1 erschien 2016, Staffel 2 2018. Die dritte Staffel soll erst 2020 erscheinen.

    Planet or Plastic? https://www.nationalgeographic.de/supporter

    #1651765
    Rudi Ratlos
    Rudi Ratlos
    Teilnehmer
    Maniac (Mark III)

    @ghostdog83 Bei JJ würde ich auch noch Alias mit in den Ring werfen – was da für ein Geschwurbel um Rambaldi aufgebaut worden ist und was dann am Ende die “Auflösung” war (bzw. um die sich relativ groß drumherum gewunden wurde) war auch nicht feierlich. Dafür gab es immerhin schlechte Perücken und ein paar nette Action-Szenen drumherum 😀

    @Topic: The White Queen (DVD) – Starz-Historien-Serie, die die englische Geschichte rund um die York- und Lancaster-Familie im 15 Jahrhundert mit ein wenig übersinnlichen Elementen würzt. Schöne Schauwerte, die obligatorischen Starz-Nackszenen und ein Historienserien-Darsteller-Schaulaufen vom Feinsten. Kann man ganz gut weggucken, mitunter sind die Zeitsprünge aber recht aprupt und auf Hintergründe wird weniger eingegangen – da darf dann meine Holde aushelfen 😀 (hat Geschichte studiert)

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    #1651785
    ChrisKong
    ChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Bei Alias stimme ich dir nicht ganz zu. Erstens war J.J. glaub schon nach Staffel 1 oder 2 raus. Die Mythologie wurde konsequent bis zum Ende durchgehalten und nicht mit immer anderen Sachen wieder in andere Richtungen gelenkt. Die Auflösung fand ich jetzt zwar nicht überraschend, aber hatte was und erinnerte mich an den Rahmenplot von Assassins Creed.
    Was bei der Serie sicher kritisiert werden kann, ist die Episodenzahl, die war zu hoch für die Geschichte und hatte viele Filler-Episoden. Zudem ist Garner jetzt auch nicht ein Riesen-Schauspieltalent.
    Macht das Spass mit einer verkappten Geschichtslehrerin historische Serien zu schauen? Ich les je nach Interesse im Anschluss ein wenig nach und wundere mich immer wieder, was abgeändert wird, oft überhaupt nicht nachvollziehbar. Etwa hat man den Franzmannkönig bei der einen Borgias Serie einfach zu einem 50jährigen gemacht, obwohl der relativ jung war in dem Zeitraum, wo das spielt. Ich seh da jetzt nicht die künstlerische Freiheit, um die Dramaturgie zu verbessern, indem man jemanden einfach künstlich älter macht.

    #1651876
    Rudi Ratlos
    Rudi Ratlos
    Teilnehmer
    Maniac (Mark III)

    Ist zum Glück nicht auf Lehramt gewesen, da helfen die Informationen weiter und es kommt nicht oberlehrerhaft rüber ;D Bei der Episodenmenge gebe ich dir aber recht, war halt zu einer Zeit, als das lineare TV noch ein wenig in den Kinderschuhen gesteckt hat – gerade im Network-Fernsehen. Gerade beim bingen der Serie fällt das aber wahrscheinlich noch mehr auf als wenn man nur wöchentlich eine Episode schaut. Den damaligen Vorwurf der “überkomplexen Handlung” kann ich aber nicht nachvollziehen, Gut und Böse (trotz Doppel- und Trippel-Agenten) waren doch eigentlich immer sehr konkret herausgearbeitet. Mir war aber gar nicht bewußt, dass JJ später seine Finger nicht mehr mit im Spiel hatte, denn er war zumindest immer mit als Executive Producer gelistet.

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    #1651897
    ChrisKong
    ChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Alias war wirklich nicht gerade komplex. Man hat einfach immer wieder einen anderen Gegner ins Spiel gebracht. Das war mit der Zeit einfach eher lächerlich, K-Direktorat usw. ^^

    #1651952
    ChrisKong
    ChrisKong
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    Epic MAN!AC

    Jessica Jones Staffel 3

    Das letzte Aufbäumen von Marvel bei Netflix. Krönender Abschluss oder Enttäuschung? Die letzten Episoden reissen das Ruder nochmals rum. Das hätte ich gerne geschrieben. Ja wirklich. Es gibt noch einen Gastauftritt, der logischste, wenn man die Geschichte der ersten JJ Staffel kennt. Aber leider zu kurz und ohne nennenswerten Impact.
    Das Ende ist wie eine schlechte Dexter Staffel, also die 8. z.B. Man merkt der Staffel einfach den fehlenden Aufbau an. Die einzelnen Staffeln sind auch alle recht unabhängig davon. Jessica ist sowieso immer schlecht drauf, da merkt man keine Veränderung. Krysten Ritter scheint auch betont zu haben, nicht zur Rolle zurückkehren zu wollen. Wen wunderts?
    Hätten die Charakterentwicklungen einen besseren längerfristigen Aufbau vertragen, so ist die eigentliche Geschichte von einer Episode auf 13 aufgebläht worden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch ein Jessica Jones Fan wirklich gut finden wird. Das Defenders Thema und andere Sachen werden nicht wieder aufgegriffen. Eigentlich stört mich das nicht, dass es nicht immer ein epischer Bösewicht sein muss. Aber das ist einfach in der Summe zu belanglos. Die anderen Charaktere werden allesamt auch immer unsympathischer, insbesondere Hogarth.
    Das Beste an dieser Staffel ist tatsächlich noch das Schauspiel. Das rettet aber die schwache Inszenierung nicht, die miesen Dialoge genauso wenig. Irgendwie spürt man hier die Lustlosigkeit der Macher überdeutlich. Emotional hat mich das nicht abholen können. Insgesamt fand ich die dritte Staffel klar am schwächsten.
    Urteile ich zu hart? Was denken andere zur letzten Staffel?

    #1652015
    Rudi Ratlos
    Rudi Ratlos
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    Maniac (Mark III)

    Muss erstmal Season 2 gucken 😀 Klingt alles aber eher wenig erbaulich und Season 1 litt ja mitunter schon unter der argen Depri-Stimmung, hatte aber noch einen feinen Antagonisten zu bieten. Mal schauen, wann die auf den Schirm kommt.

    @Topic: White Queen fertig geschaut – gegen Ende nehmen die Zeitsprünge noch einmal zu und es wird recht hastig erzählt, die Inszenierung ist weiter auf hohem Niveau, auch wenn manche Charaktere in ihrer Art ein wenig kippen und von bemitleidenswert zu nervig wechseln. Kann man auf jeden Fall machen, Serien wie die Tudors sind dann aber nochmal eine Klasse höher einzuordnen.

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    #1652043
    ChrisKong
    ChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    When they see us Miniserie Netflix

    Ein herrlich sympathisches Bild von der amerikanischen Justiz. Hier wird nicht gestraft, sondern Existenzen vernichtet. Der Knast bedeutet ein Stigma, das man in den USA ein Leben lang mit sich rumschleppt.
    Erzwungene Geständnisse führen dazu, dass 5 Jugendliche wegen Vergewaltigung und Körperverletzung vor Gericht gezerrt werden. Dabei werden div. Lebensabschnitte beleuchtet, die zeigen, was es heisst ein verurteilter Straftäter zu sein. Und als wäre das nicht schon genug, haben einige mit ihren Familien zu hadern.
    Die Episoden haben auch rein gar nichts Versöhnliches, eher erzeugen sie eine unglaubliche Wut auf dieses System, die Beteiligten und deren Feigheit und Ohnmacht. Dabei bewegt vor allem das Schicksal des Jungen in der letzten Episode, der effektiv nur zur falschen Zeit am falschen Ort war und es aufgrund des Alters am härtesten erwischt hat.
    Die Staatsanwälte treiben ihr mieses Spiel ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Der leitenden Beamtin möchte man am liebsten ins Gesicht schlagen.
    Dabei vergisst man förmlich, dass es sich hier um Schauspieler handelt. Alle gehen komplett in ihren Rollen auf. So sollten Qualitätsserien sein.
    Nach diesem Jessica-Mist ist das wie ein erfrischendes Bad in der Sommerhitze gewesen.
    Uneingeschränkte Empfehlung, aber Wohlfühl-TV isses nicht.

    #1652045
    John Spartan
    John Spartan
    Teilnehmer
    Maniac

    Jessica Jones werde ich wohl nie beenden…

    Hannibal:
    Klasse Inzenierung, gute Schauspieler und eine spannende Prämisse. Mehr kann ich nach den ersten zwei Folgen nicht sagen, aber ich bin motiviert, morgen weiter zu schauen.

    Minute Gaming: https://www.youtube.com/user/elduderino117

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