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  • #1778534
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    VHD ist eine Vinyldisc, die per Diamantnadel kapazitiv abgefragt wird, aber fast verschleißfrei ist. Das System hat es obwohl es sehr kurz vor Release stand nie in den Westen geschafft, war in den Achtzigern in Japan aber hinter der Laserdisc das zweiterfolgreichste System für Kauffilme und wohl wegen der Eigenschaften sehr beliebt für Karaoke.

    Die FMV Spiele interessieren mich auch nicht zum Spielen, aber was Data East für VHD gestrickt hat das bietet schon einen ganz anderen Look als die westlichen FMV Titel, und den finde ich auch bei Titeln wie Thunder Storm sehr interessant.

    #1778535
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    FMV Games waren mehr Demo als Spiel. Ich weiß noch, wie ich mit großen Augen in Köln auf der AmiExpo stand und kaum glauben konnte, was ich sah (Dragon’s Lair. Und villeicht auch schon Space Ace; bin nicht sicher).

    #1778538
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Das erste “Home” FMV “Spiel”, das mich vom Hocker gehauen hat war Novastorm auf der Fujitsu Marty. Mit “Mitarbeiter Bonus” hätte ich mir die Kiste für schlappe 1500 Dm Kaufen können, Novastorm hätte ich dann für läppische 300 einsacken können. Aber das antesten dürfen hat den spielerischen Gehalt entlarvt, auch wenn NS paradoxer-Weise sich eher nach Spiel anfühlt, als alles, was es für zu Haus an FMV Gedöns gab. Ja, auf dem Mega-CD sahen die Spielereien furchtbar aus, auch damals.
    Da ich mich nie für Cineastisches interessiert habe, habe ich auch komplett alles verpasst, was es an Tech gegeben hat, um für zu Hause ein “Kino Flair” hinzukriegen.
    Ich weiß nicht mal, ob ich das Bild des richtigen VHD Gerät gegoogelt habe, denn dann sieht es wie ein Schaltplattenspieler aus mit ein wenig “Sci-Fi” dran und so ein Gerät hätte ich im Handel schlicht übersehen. Verschleißfrei hört sich natürlich gut an.

    #1778539
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das wissen wir ja alle. Bis auf ein paar spätere Titel wie Microcosm oder Rebel Assault 1 und 2 und Adventures mit FMV für bestimmte Abschnitte war das meiste schon sehr dünn. Allerdings ist es gleichzeitig ein Stück Videospielkultur aus der Ära. In dem Fall kommt zumindest für mich noch die ungewöhnliche Hardware für die Disc dazu. Sowas finde ich persönlich noch exht spannend. Verglichen damit ist Hardware heute halt echt langweilig.🥱

    P.S.: ja, das waren alles Frontloader, aber erinnern an manche Tangentialplattenspieler. Die Platten waren halt in Caddies. Die steckte man vorne dran, die Platte wurde aus dem Caddy gezogen und nach dem Lesen wieder dort rein geschoben.

    Ich mag so obskure Formate und von denen gab es auch im Audio und Video Bereich so einige. Manchmal bin ich da von vornherein schon froh, dass ich gar keinen Platz habe sowas zu sammeln.😅

    #1778552
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer


    How Modders are overcoming N64 Limitation
    Die Szenen in der 7, 9 und 16 Minute aus dem gemoddeten Mario 64 sind extrem beeindruckend und kaum von der Art zu unterscheiden, wie Nintendo auf aktueller Hardware die Mario Spiele inszeniert. Das sagt schon alles, was auf tatsächlich auf dem N64 gegangen wäre! Hammer!!
    Der Modder spricht mittler-Weile von unnötigen Limitierungen, die die Architektur des N64 bietet und gestaltet selbständig Sachen auf der Maschine bei denen ich glücklich wäre, wenn Nintendo diesmal die Füße still halten würden, denn ich MUSS solche modifizierten Games auf echter Hardware spielen! 😉

    #1778587
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ich denke zumindest die Matschtexturen waren in der Praxis auch stark dem knappen Modulspeicher geschuldet. Zumal Texturkompression damals auch noch nicht so ein Thema war. Super Mario 64 musste mit 8 Megabyte auskommen. Das erste Doom hatte wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht schon 13MB. Selbst viele frühe PS1 Spiele mit CD Musik und ohne nennenswerte Videos genehmigen sich 20-30MB CD Speicherplatz.

    Anderes ist teilweise zeitlich bedingt, Animationstechnik und damit einhergehender Polygonverbrauch etwa. Allerdings sind entsprechende Animationsmethoden in bestimmten Bereichen auch ‚teurer‘ was die Rechenleistung angeht, wird ja auch im Video erwähnt.

    Ist allerdings definitiv spannend, wie viel die Szene mittlerweile aus der alten Hardware rausholt.

    #1778610
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Bin gespannt was da in den naechsten Jahren noch auf uns zu kommt in Sachen N64-Homebrew. Hoffe, die Szene geht, nachdem sie sich im Modding-Bereich ausgetobt hat, mehr in Richtung neue Spiele. Allein was die Kompressionsalgorithmen in Resi2 ermoeglichten, finde ich sehr beeindruckend. Das in Kombination mit den High-Resolution Texturen, die Genpei hier mal gepostet hatte, koennte als Alone in the Dark/Resi-Klon doch super funktionieren.

    #1778611
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Mein Problem wären eher die Spiele-Gattungen, denn ich kann weder mit 3D Platformers, Horror-Spiele a la Resi noch FpS etwas anfangen. Witziger-Weise alles Genres, die ich zu N64 Zeiten geradezu gesuchtet habe und bis zum Exzess alles aus der Ecke gespielt bzw. spielen wollte. Und da gab es mit den davor erschienenen 32 Bitter reichlich Kram dazu, das ich gespielt habe.
    Interessant wäre die Technik für mich, was “neue” spiele angeht, wenn jemand z.B. die Waverace Routinen nimmt und die Fortsetzung bastelt, die mir Nintendo seit Annodazumal schuldig ist. Gerne mit den Errungenschaften des neu-Codieren können.
    Sie können auch sehr gerne Rev-Limit fertig stellen.
    Und Mods von Strafox 64 bin ich auch nicht abgeneigt, da bis heute meine Lieblingsfolge.
    Ein neues Rally Spiel mit toller Physik und kein Nebel wäre auch eine Aufwertung für die Kiste, aber ein Mario Mod wie im Video begrüße ich als historische-Möglichkeit auch gerne. Mehr als das antesten würde ich es aber nicht.

    #1778633
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Kein Problem, wir muessen nur jemand anheuern, der Dir R-Type Δ64 bastelt.

    #1778647
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Ich weiß nicht, ob das dich wundern wird, Kikko, da ich deine Anspielung auf meine Leidenschaft zwar vernommen habe, aber, Achtung: Fürs N64 haben mich Shmups kaum interessiert!
    Vielleicht ist sie die einzige Konsole, bei der ich gerne passe, bei Shmups, da mir die anderen vollkommen aus-reichen. Klar, ein R-Type 4 mit den Mods von oben, das Gameplay aus der Feder der alten Irem-Garde, die 3D Spielereien hier und da, die Sinn ergeben würden und ich sage garantiert nicht nein! Kannst du das für mich erledigen und jene Menschen anheuern? 😉
    Wenn man damals so wie ich gerne FpS gezockt hat und von Racing Games nicht genug kriegen konnte, war die Kiste echt ein Traum. Bei den Racing Games hat sie mich dennoch bis auf einigen Ausnahmen dann doch nicht immer überzeugt.
    Und da mir die Entwickler bis heute schuldig sind, was auf der Konsole möglich gewesen wäre, zocke ich meine Lieblingsgattung nach wie vor auf anderen Konsolen und habe in der Hinsicht nie das Gefühl gehabt, auf der Kiste das Genre verpasst zu haben.

    #1778654
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ich wäre dazum Beispiel schon neugierig, was bei 2D Games wirklich geht, weil es da fast nix gab und was die Szene so bei 3D rausholen kann. Im Emulator Segment gehen High Res Textures zwar schon lange, aber hier ergeben sich mittlerweile neue Möglichkeiten auf exhter Hardware.

    #1778660
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Nach der Entwicklung der Jump n Runs zu urteilen, und wie sie beim N64 zum ersten mal so “richtig” 3D wurden, fehlt mir ein wenig die Phantasie dafür, Captain, was im 2D Bereich hätte passieren können.
    Im Grunde denke ich, dass technisch einiges gegangen wäre, wie in 2D Games heutiger Prägung, wenn man Effekte außen vor läßt, die erst später auf Konsole möglich waren.
    Aber rein von der Optik her stelle ich mir das durchaus möglich vor, so eine Mischung aus polygonalen 3d Spielereien und 2D Action.
    Treasures Mishief Makers war zwar nicht ganz mein Fall, zeigte aber das Potential der Vermischung von 2D und 3D, fragt sich nur, warum das auf der Konsole so recht keiner gewagt hat, solche Möglichkeiten auszureizen.
    Theoretisch war das die Zeit des “3D” und für die meisten Spieler hatten 2D Sachen fast schon ausgedient. Fragt sich nur, wenn einige Games in der Art erfolgreich geworden wären, was es für Fortschritte in der Hinsicht gegeben hätte.
    Was stellst du dir Technisch/Spielerisch vor, Captain? Etwa Konzepte, die heute gängig sind und aus deiner Sicht damals schon möglich gewesen wären ( so fern die Entwickler überhaupt auf die Ideen gekommen wären…) oder etwa was völlig anderes?

    #1778673
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Mein erstes richtiges 3D Jump&Run war Jumping Flash auf PS1😜

    Aber klar, konzeptionell war Mario 64 ein Meilenstein.

    Mein einziger 2D Titel fürs N64 war Yoshis Story. Das zeigt ansatzweise, was machbar gewesen wäre. Vieles davon sieht auch heute noch echt knackig aus. Spielerisch halt leider echt seicht.

    #1778678
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Jumping Flash habe ich mir damals sogar als Import Version geholt. Seine Relevanz steht nun mal leider im Schatten Marios, das haben wir uns nicht ausgesucht. 😉
    Aber der Hase wird historisch klar als Startschuss gesehen, auch wenn es aus heutiger Sicht spielerisch recht limitiert ist.
    Es gab mit Goemons Great Adventure durchaus 2D Kost, die mit 3D vermischt war, aber die Wegweisenden gab es m.M.n. für Sony und die Pandemonium und Klonoa Reihe, um es bei den Prominenten zu belassen, zeigte sehr gute Ansätze von 2D Spielablauf und 3D um die Perspektive interessanter zu gestalten.
    Ich habe sie eine ganze Weile nicht mehr gespielt und weiß nicht, ob ich ihnen Unrecht tue, meine aber, dass die Perspektive der Star der Spiele war und sie spielerisch auch in “normal” 2D funktioniert hätten so dass ich recht wenige, sogar heutiger Machart sehe, die man als “revolutionär” bezeichnen könnte.
    Ich kenne zwar ne Menge, aber mein Gehirn streikt gerade, welches Spiel in den letzten Jahren zum Begriff oben passt: Es sollte 2D sein, eine “andere” Spielmechanik bieten, als die gemeine Kost, die man so kennt und alle Vorzüge des 3D Möglichen genießen, um sich von der Konkurrenz abzuheben: Was habe ich verpasst?
    Mario Wonder vielleicht? 😉

    Meine “Timiline” ergibt nämlich: DKK, Yoshis Island Out of this World ( Snes), bedingt Rayman auf dem Jaguar wegen des Looks ( aber insgesamt “nichts neues”) Clockwork Knight ( Saturn) Pandemonium ( Ps1) und dann müsste ich mich schon anstrengen, denn Klonoa,Tomba ( Ps1) Goemon, Yoshis Story ( N64) etc. zähle ich zur selben Machart von Crystal Dynamxs Werk und mit Cel-Shading und der neuartigen Zeitlupe/Fast Forward Mechanik ist Viewtiful Joe ( Gamecube) eventuell das letzte Game, das ich spielerisch und Optisch als Aufsehenerregend/Revolutionär bezeichnen würde, das vor dem Ausbruch des HD Zeitalters. Sofern VJ als “reiner” Platformer gezählt werden kann.
    auf Xbox Ps3 habe ich nur Neu-Interpretationen von Pandemonium in Erinnerung, auch wenn Explosion man und co. natürlich sehr die Vorzüge der stärkeren Hardware ausnutzen, aber in dem Sinne auch “nichts neues” waren.
    Limbo lasse ich außen vor, das gehört m.M.n. in einer klassischen Kategorie.

    #1778695
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Yoshis Story ist halt nahezu komplett 2D mit sehr wenigen 3D Elementen. Dagegen nutzen Pandemonium und Co. 3D Grafik für 2D Spielmechanik (was heute übrigens swhr oft vorkommt aber nicht mehr so auffällt). Was die große Revolution angeht, ich denke, in 2D ist die schon lange vorbei. Das ist für mich aber überhaupt kein Problem, denn einerseits gibt es bis heute eine gewisse Evolution und andererseits kann man das Rad nur begrenzt oft neu erfinden.

    Ich denke, unsereins ist von der Entwicklung der Achtziger, Neunziger und 2000er einfacher extrem verwöhnt. Wobei es in den 2000ern schon primär bei 3D Entwicklung gab. Die Generationen nach uns scheinen auch gar nicht mehr diesen Innovationsanspruch zu haben. Warum auch?

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