captain carot
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22. Februar 2024 um 23:52 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1779091
captain carotTeilnehmerHab nochmal Fallen Order angefangen. Nach wie vor ein sehr gutes Spiel durch den nicht ganz so offenen Aufbau wirkt es teilweise fokussierter als Survivor, auch wenn letzteres insgesamt besser ist.
Ich freue mich jetzt schon auf den dritten Teil.
captain carotTeilnehmerUnravel ist als eher Puzzle Plattformer für mich nicht das gleiche Genre wie Mario Wonder oder Yookah Laylee 2. 2D Plattforming breiter gefächert steht IMO super da und bietet heutztage mehr Topgames denn je. Wir hatten hier neulich noch mal zuhause Huntdown auf Switch angefangen, das durfte bei D00M schon mal an nem Zockerabend für Coop herhalten. Der Titel hat einerseits einfach einen geilen Stil und andererseits gwnau die ein, zwei Eigenarten (nicht mal echte Neuerungen), die dafür sorgen, dass er sich auch eigen spielt und keine reinw Kopie von irgendwas wird.
So sehr ich Klassiker, manchmal auch einfach grundsolide Titel von damals, heute oft noch mag, gibt da einfach massig sehr gute Spiele.
Ich weiß zum Beispiel noch sehr genau, dass ich Alien 3 für SNES damals am Ende des Schuljahrs 1994 bekommen hab (und mich auf der Heimfahrt vom Karstadt tierisch genervt hat, das wir meine Dchwester abgeholt haben und auf die doofe Kuh warten mussten). Das war tatsächlich ein guter Actiontitel für SNES mit vergleichsweise düster-realistischem Stil, es gab nicht groß was in der Art und mit dem Schema. Heute ist der Bereich stilistisch und spielmechanisch extrem breit gefächert und das Durchschnittsniveau auch noch verdammt hoch. So hoch, dass mich viele gut bewertete Titel von damals irgendwie enttäuschen und primär die echten Klassiker bleiben.
captain carotTeilnehmerRayman Origins/Legends war für mich das beste Beispiel, dass J&Rs nix zwingend grundlegend neu machen müssen wenn das was sie machen frisch und gut ist. Leider gibt es bei reinen Plattformern nicht viel in der Quali.
Gegenpol dazu sind die ganzen Metroidvanias der letzten Jahre, die von Pixeloptik bis HD Look in Topqualität zu haben sind.
Richtig gute 2D Plattformer sind irgendwie sehr viel seltener. Yookah Laylee & the impossible Lair geht klar in die Richtung.
captain carotTeilnehmerDie Frage ist auch, ob es unbedingt besonders innovativ sein muss. Ich hab früher auch Vs Fighter und Shmups (kein Bullet Hell) gespielt. Mittlerweile geht beides teilweise bzw komplett an mir vorbei. Liegt allerdings nicht an Innovationsmangel.
captain carotTeilnehmerYoshis Story ist halt nahezu komplett 2D mit sehr wenigen 3D Elementen. Dagegen nutzen Pandemonium und Co. 3D Grafik für 2D Spielmechanik (was heute übrigens swhr oft vorkommt aber nicht mehr so auffällt). Was die große Revolution angeht, ich denke, in 2D ist die schon lange vorbei. Das ist für mich aber überhaupt kein Problem, denn einerseits gibt es bis heute eine gewisse Evolution und andererseits kann man das Rad nur begrenzt oft neu erfinden.
Ich denke, unsereins ist von der Entwicklung der Achtziger, Neunziger und 2000er einfacher extrem verwöhnt. Wobei es in den 2000ern schon primär bei 3D Entwicklung gab. Die Generationen nach uns scheinen auch gar nicht mehr diesen Innovationsanspruch zu haben. Warum auch?
captain carotTeilnehmerMein erstes richtiges 3D Jump&Run war Jumping Flash auf PS1😜
Aber klar, konzeptionell war Mario 64 ein Meilenstein.
Mein einziger 2D Titel fürs N64 war Yoshis Story. Das zeigt ansatzweise, was machbar gewesen wäre. Vieles davon sieht auch heute noch echt knackig aus. Spielerisch halt leider echt seicht.
captain carotTeilnehmerIch wäre dazum Beispiel schon neugierig, was bei 2D Games wirklich geht, weil es da fast nix gab und was die Szene so bei 3D rausholen kann. Im Emulator Segment gehen High Res Textures zwar schon lange, aber hier ergeben sich mittlerweile neue Möglichkeiten auf exhter Hardware.
captain carotTeilnehmerIch denke zumindest die Matschtexturen waren in der Praxis auch stark dem knappen Modulspeicher geschuldet. Zumal Texturkompression damals auch noch nicht so ein Thema war. Super Mario 64 musste mit 8 Megabyte auskommen. Das erste Doom hatte wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht schon 13MB. Selbst viele frühe PS1 Spiele mit CD Musik und ohne nennenswerte Videos genehmigen sich 20-30MB CD Speicherplatz.
Anderes ist teilweise zeitlich bedingt, Animationstechnik und damit einhergehender Polygonverbrauch etwa. Allerdings sind entsprechende Animationsmethoden in bestimmten Bereichen auch ‚teurer‘ was die Rechenleistung angeht, wird ja auch im Video erwähnt.
Ist allerdings definitiv spannend, wie viel die Szene mittlerweile aus der alten Hardware rausholt.
captain carotTeilnehmerDas wissen wir ja alle. Bis auf ein paar spätere Titel wie Microcosm oder Rebel Assault 1 und 2 und Adventures mit FMV für bestimmte Abschnitte war das meiste schon sehr dünn. Allerdings ist es gleichzeitig ein Stück Videospielkultur aus der Ära. In dem Fall kommt zumindest für mich noch die ungewöhnliche Hardware für die Disc dazu. Sowas finde ich persönlich noch exht spannend. Verglichen damit ist Hardware heute halt echt langweilig.🥱
P.S.: ja, das waren alles Frontloader, aber erinnern an manche Tangentialplattenspieler. Die Platten waren halt in Caddies. Die steckte man vorne dran, die Platte wurde aus dem Caddy gezogen und nach dem Lesen wieder dort rein geschoben.
Ich mag so obskure Formate und von denen gab es auch im Audio und Video Bereich so einige. Manchmal bin ich da von vornherein schon froh, dass ich gar keinen Platz habe sowas zu sammeln.😅
captain carotTeilnehmerVHD ist eine Vinyldisc, die per Diamantnadel kapazitiv abgefragt wird, aber fast verschleißfrei ist. Das System hat es obwohl es sehr kurz vor Release stand nie in den Westen geschafft, war in den Achtzigern in Japan aber hinter der Laserdisc das zweiterfolgreichste System für Kauffilme und wohl wegen der Eigenschaften sehr beliebt für Karaoke.
Die FMV Spiele interessieren mich auch nicht zum Spielen, aber was Data East für VHD gestrickt hat das bietet schon einen ganz anderen Look als die westlichen FMV Titel, und den finde ich auch bei Titeln wie Thunder Storm sehr interessant.
captain carotTeilnehmerWing Commander hab ich sogar zuerst auf Amiga an- aber auf SNES durchgespielt.
Ab 1992 wechselten virle Heimcomputer Entwickler teilweise oder gar komplett zu den Konsolen. Bitmap Brothers, Team 17 (trotz gutem Amiga Support, Factor 5. In letzterem Fall wurde ja nicht mal Turrican 3 primär für Amiga entwickelt. Die MD Fassung war die Primärfassung, die A500 Version ein Port.
Und das lag auch daran, dass auf Amiga und noch mehr auf ST immer weniger Umsatz zu machen war. Ich würde da echt behaupten, der Wechsel war fließend. Fans von Sims aller Art blieb dabei nur der Wechsel zum PC. Allerdings waren das häufig auch schon ältere Spieler, zumindest nach damaligen Standards.
Wo ich deiner Argumentation folgen kann, die PS1 hat mehr als die meisten anderen Konsolen einen Fokus auf Jugendliche und junge Erwachsene gelegt. Die passende Konsole für alle, die SNES und MD entwachsen waren aber sicher auch für viele ehemalige Amiga Fans.
captain carotTeilnehmerAus der Kategorie weird 80s tech.
VHD war ein Videodisc Format, das es nie in den Westen geschafft hat, obwohl es kurz vor der Einführung stand. Anders als CD oder Laserdisc tastet eine Diamantnadwl hier kapazitive Werte ab und die Discs stecken in einem Caddy. So weit, so uninteressant für Spieler. In Japan war das Format aber nicht nur einigermaßen beliebt, per Adapter konnte man VHD Player auch mit MSX oder X1 verbinden und FMV Spiele daddeln. Die Bildquali ist zwar deutlich unter Laserdisc aber irgendwie finde ich das besser als VideoCD.
Klar, der spielerische Gehalt wird ziemlich dünn sein, aber alleine weil die entsprechenden Titel ganz anderen Style haben als westliche FMV Spiele find ich zumindest die wenigen Youtube Videos interessant.
captain carotTeilnehmerNur noch mal kurz zu Wipeout:
Der 2097 Port kam 1999 und brauchte einen PowerPC Amiga. Auf 680×0 läuft das nicht. Mittlerweile gibt es auch ein 68K Wipeout aber das will richtig schnelle 680x0er und einen passenden 3D Beschleuniger.Was den damaligen Abstieg der Heimcomputer angeht, es sind halt viele Punkte. Die PlayStation spielte da schon keine Rolle mehr. Bei Release eben jener war die Freundin im Mainstream längst tot. Ist jetzt auch nicht so als ob die Escom Amigas berauschend gelaufen wären.
Der Siegeszug des IBM-Kompatiblen und dann Windows Rechners darf da nicht unterschätzt werden. Im Profi Segment hat das Amiga und ST sehr schnell in Nischen verbannt. Beim ST halt DTP und Musik, wo der PC dann aber ab 1990 auch mehr und mehr konkurrenzfähig und dann besser wurde.
Beim Amiga Videobearbeitung und Video Overlays, da dauerte es tatsächlich etwas länger aber dank Leistungsexplosion und Spezialkarten war auch da irgendwann der Zug abgefahren.Weil PCs nach und nach allgemeiner Businessstandard wurden kamen sie nach und nach auch mehr ins heimische Umfeld. Man darf da auch nicht vergessen, dass selbst Apple damals in Schieflage kam und Steve Jobs‘ Next Computers trotz High End Hardware baden ging.
Die Leistungsexplosion damals ließ den PC in vielen Bereichen davon ziehen. Konsolen waren wiederum günstiger in der Anschaffung und unterm Strich besser bei 2D.
Was die Publisher Seite angeht, die zogen sich nach und nach wegen sinkender Verkäufe zurück und nicht umgekehrt. Viele Euro Publisher waren aber auch viel kleiner und in der Produktion günstiger als die amerikanischen und japanischen Gegenstücke.
Street Fighter 2 wurde für US Gold, einen UK Publisher, von einer typischen kleinen Klitsche entwickelt. Und ist da auch nur ein Beispiel von vielen.
Bei der Commodore Pleite waren die Hardware Verkäufe in Wahrheit schon ziemlich schlecht. Der Markt war längst weiter gewandert, die meisten Entwickler und Publisher, die noch auf der Freundin unterwegs waren fuhren längst mehrgleisig.
Natürlich war es im Gesamten eine fließende Entwicklung und das auch über mehrere Jahre. Aber in den seltenen Fällen wo es dann auch mal Zahlen gibt wird dann klar, dass es etwa für Lucas Arts ab einem gewissen Punkt immer weniger lohnte, auf Amiga zu portieren, weil die Verkäufe auch in Europa immer weiter nachließen.
captain carotTeilnehmer3D war selbst im besten Fall ab einem gewissen Punkt eine Schwachstelle. Bei reiner Polygongrafik muss der Amiga AFAIR einen Umweg beim Rendern nehmen und dazu kommt dann noch die Frage der FPU. Allerdings lief sowas wie Wolfenstein auf 386 SX auch beschissen und Doom wollte im Vollbild ebenfalls einen schnellen 486er, spätestens dann, wenn viel los war.
Gibt ein paar alte FPS für den 500er. Citadel/Cytadela etwa. Oder als kleinen Vs. Titel Trick or Treat.
Auf einem großen 4000er laufen die Raycaster Sachen übrigens sehr gut. Blöderweise war das meiste eher auf den viel verbreitetern 1200er ausgelegt.
Zum Niedergang von Amiga und ST hat vieles beigetragen. Ein schlichter Punkt war, dass MS DOS im Business Bereich Standard war und Windows spätestens mit 3.1 alles einfacher machte.
Ein anderer, dass man schlicht gepennt hat und neue Modelle gar nicht oder viel zu spät kamen. Dann noch Kompatibilitätsprobleme und all sowas.
Die AGA Amigas kamen zum Beispiel 1992, Jahre nach VGA Karten und im Fall des 1200 mit einem sieben Jahre alten, beschnittenen Prozessors. Obendrein mit veraltem Vierkanalsound und natürlich ohne Festplatte. Günstig war er anfangs auch nicht.
Atari war eher noch schlimmer. Der ST war MIDI-fähig und obendrein bestens für DTP geeignet. Aber trotz fleißiger Entwicklungsabteilung kamen neue Modelle oft gar nicht oder extrem verspätet auf den Markt.
CD in den Heimcomputern vernachlässigten gleich beide Hersteller.
Auf dem PC glänzten Wing Commander oder Commanche, Ultima 7, Indy 4 und diverse Wirtschsftssims ganz ohne Diskettenwechsel und endlose Ladezeiten, Rebel Assault und andere Titel machten Eindruck von CD ROM und klar, die Boomer Shooter kamen dann auch noch dazu.
Wir hatten übrigens erst ab Frühjahr 1994 einen Familien-PC mit 486DX50, 14“ Monitor und 210MB Festplatte. CD-ROM und Soundkarte hab ich dann für stolze 300DM dazu gekauft. Verglichen mit der Freundin fühlte sich DOS wie die Steinzeit an aber Windows fraß bei vielen Spielen zu viele Systemeessourcen. Allerdings hatte die Kiste aus damaliger Sicht Power. Zwei Jahre später war sie allerdings hoffnungslos veraltet.
captain carotTeilnehmerThe Marvels
tldr: besser als erwartet und ich verstehe in dem Fall nicht ganz, warum der dermaßen weit unten rangiert.
Fangen wir mal mit dem Negativen an. Da wäre die blass bleibende Schurkin, deren Motivation mit dem Background nun sehr viel mehr hergegeben hätte. Und der Film wechselt seinen Tonfall manchmal zu plötzlich.
Positiv: da wäre erstmal das Dreigestirn, das sich natürlich erstmal einpendeln muss, aber die Chemie stimmt hier einfach. Das ganze Pacing ist auch wesentlich besser, Actionszenen bekommen dank des Wechselchaos mal wieder eine neue Komponente. Und so ganz nebenbei ist The Marvels zur Abwechslung nicht unnötig lang, abzuüglich 12 Minuten Abspann bleiben etwa 95 Minuten Film ohne viel unnötigen Füllstoff.
Wenn ich ein paar Phase 4 Schlaftabletten und insbesondere Thor 4 sowie Quantumania Revue passieren lasse, dann ist The Marvels unterhaltsamer und in vielen Punkten einfach besser als die letzten paar Kinofilme. Von der Hochphase ist er sicher ein gutes Stück entfernt. Ich hab jedenfalls stark das Gefühl, dass The Marvels den Backlash eher wegen Übersättigung und schlechten Filmen davor abbekommen hat.
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