ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerStar Trek Discovery Staffel 2 Netflix
Ein Ab und Auf könnte man sagen. Tatsächlich sind die letzten 4 Episoden besser gewesen als der gesamte Rest der Staffel, wenn auch die nicht perfekt waren oder nah dran. Vielleicht fällt die eher schwache Qualität stärker auf, wenn man die Staffel in einem Rutsch anschaut. Hatte ja auf die wöchentliche Ausstrahlung verzichtet und gewartet.
Das Techblabla wird mMn überstrapaziert, dabei kommt meist eh nur ein Deus ex Machina-Plot raus, so wie auch die Gefahr oft mit künstlicher Terminologie grösser gemacht wird, als sie faktisch ist.
Die Crew kriegt kaum Raum, um sich wirklich mal zu entfalten. Bei den wenigen Szenen dachte ich dann eher an eine anstrengende Folge Emergency Room. Darum ging mir auch Tod und Wiederauferstehung gewisser Figuren leider ziemlich am Arsch vorbei. Das könnte ich kaum von den anderen Trek-Serien sagen.Am Ende gibts noch eine Erklärung, warum Spock seine Adoptivschwester nie erwähnt, ebenso wenig wie den Sporenantrieb usw. Damit meint man alle Continuity-Probleme aus der Welt geschafft zu haben, vielleicht auch nicht. Weiss Gott, ob das die Macher gross gekümmert hat. Aber mir war das jetzt ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Viele der neuen Elemente waren durchaus interessant. Weniger gelungen war hingegen die Umsetzung mit diesen teils grottenschlechten Dialogen, unpassender Komik in Form von Charakteren, die auf einem solchen Raumschiff wohl nichts verloren hätten und einer Handlung, die vermutlich nach 5 Min. durch wäre, würden die Beteiligten mal etwas mehr Hirnschmalz brauchen.
Nehmen wir den Gegner, Control. Dieser muss sich immer noch beamen. Also kann er per Transporterstrahl erfasst werden. Wie wir ja wissen, landet Beamgut in einer Art Pufferspeicher. So rettet sich Scotty z.B. in TNG vor dem Tod. Control erfassen, gefangen halten und in die nächste Sonne beamen, end of story. Und ähnliche Möglichkeiten gibts zuhauf.
Dann schlägt ein Torpedo ein, das Schott schliesst nur manuell. Komischerweise nur von der Innenseite. Ein einfacher Hebel, der runter muss. Der ist gleich neben der Tür. Also, Hose runter, beim Hebel einhängen, runterziehen, niemand muss geopfert werden. Aber Hirn gibts in dieser Föderation eh nicht allzu viel. Anders ist ja nicht zu erklären, warum Sektion 31 lauter Massenmörder und Kriminelle auf der Lohnliste hat.
Nein, es ist wirklich einfach nur ultramies geschrieben. Der Sporenantrieb alleine ist schon so dermassen over, dass er immer künstlich nicht eingesetzt werden kann, sonst könnte man ja einfach immer die Fliege machen.
Sehr schön war der Einsatz von Christopher Pike. Seine mögliche Zukunft, für die er sich eigentlich entscheidet, wirkte durchaus nach. Leider umging man die Konsequenz aus der Handlung. Wird vermutlich nicht mehr aufgegriffen, es geht ja schliesslich um die Discovery und nicht die Enterprise. Generell wird gegen Ende jede dramatische Entscheidung unterminiert, etwa das Solo-Heldenopfer, das dann doch keines wird. Leider verkackt man auch diesen generischen Feelgood-Moment.
Zu gute halten muss man dem Finale die Spannung, die durchaus funktioniert, wenn man sehr grosszügig über die ganzen Defizite hinweg schaut. Die meisten Darsteller sind auch gut bis sehr gut, kriegen aber nicht viel Gelegenheit zum Glänzen. Tja und die von mir immer wieder kolportierte brillante Optik, die man so in nicht vielen Serien sieht und so manchen Kinofilm locker übertrumpft.
Was also sollte passieren? Finger weg von Schnitzeljagd Geschichten, die ein Finale immer wieder nur hinauszögern. Diese Erzählmechanik funktioniert heute kaum mehr. Ich will mehr über die Crew erfahren, sodass mich ihr Schicksal mehr bewegt. Und am Ende etwas mehr Mut, neue Figuren ins Spiel zu bringen und sich nicht am Fundus der Trek-Historie zu bedienen, als wärs die einzige Möglichkeit, ein Highlight zu bieten. Ich hab nichts gegen Gastauftritte, aber eben sparsamer, wenn es sich um Figuren handelt, die man eigentlich schon zur Genüge kennt, wie z.B. Spock.
Ich denke, wenn man das Autorenteam wechselt, würde sich schon einiges zum Guten wenden. Wenn ich mir so das Gesamtwerk von Alex Kurtzmann anschaue https://de.wikipedia.org/wiki/Alex_Kurtzman
, dann haut mich das ehrlich gesagt nicht grad vom Hocker bezüglich Schreibkunst.
Die erste Staffel fand ich klar besser. Nicht grossartig, aber gegen Ende hin, hat das ordentlich angezogen. Mal sehen, was die nächste Staffel so bringt, man kann ja praktisch ohne grossen Ballast starten. Das kann, muss aber nicht von Vorteil sein.Dann noch die erste Episode der neuen Staffel Jessica Jones gesehen. Krysten Ritter ist unsympathisch wie eh und je. Und die erste Folge auch recht langweilig. Erst ganz am Schluss wird es interessant, aber jetzt auch nicht so übermässig, dass ein Jubelsturm einsetzt. Vielleicht bringt Netflix die Causa Marvel noch einigermassen würdig zu Ende. Schön wärs.
ChrisKongTeilnehmerInside Wikileaks
Der nächste Polit-Film auf meiner Agenda. Erst mal war ich überrascht, dass die Figur Daniel Berg, gespielt von Daniel Brühl, quasi den ebenbürtigen Konterpart zu Julian Assange spielt.
Herausgekommen ist ein interessanter Film, bei dem die Protagonisten stellvertretend für den Umgang mit Information stehen. Und das ist auch das Grundthema des Films. Wer ein Julian Assange Biopic erwartet, liegt falsch. Nichtsdestotrotz wird die Figur ausreichend charakterisiert und hat mit Cumberbatch einen genialen Darsteller gefunden. Er zeigt sowohl den Enthusiasmus von Assange als auch seine Selbstverliebtheit. Dabei setzt er voll auf Manierismen und Affektiertheit, die Assange durchaus ausstrahlt.
Wikileaks selber schneidet vom Grundsatz her positiv ab, Assange hingegen weniger. Dabei ist es seine Skrupellosigkeit, die den Sinn und Zweck der Plattform, nämlich den Schutz der Whistleblower, korrumpiert. Ungefiltertes Hochladen ist im Sinne der Wahrheitsfindung sicher richtig. Nur darf es nicht sein, dass dadurch Menschen in Gefahr geraten, die zwischen die Fronten geraten. Und dieses moralische Dilemma zeigt der Film anhand von div. Beispielen auf. Am besten in Form eines lybischen Arztes, der Verbindungen zur US-Regierung hat, gespielt von Alexander Siddig (Dr. Bashir aus DS9).
Hin und wieder wirft der Film surreale Szenen ein, um die Gefühlswelt der Protagonisten besser rüberzubringen. Der Film endet mit einem Interview mit Assange – nicht dem echten – in dem dieser sich über den Film äussert und nochmals die wesentlichen Aspekte zusammenfasst. Tolle Idee und ein wirklich guter Film. Das Geschäft mit der Information ist ein schmutziges, und die Menschen, die diese Informationen haben, sind gut beraten, intelligent mit diesen umzugehen.
ChrisKongTeilnehmerIch seh da nicht so den Sinn in solchen Listen, wenn die Aussagekraft durch das Fehlen von Faktoren korrumpiert ist. Da könnte man auch eine Best Selling Games on Switch with a naked Squirrel Liste machen.
ChrisKongTeilnehmerHä, warum fehlt Bethesda? Mit Skyrim, Doom und Wolfenstein haben die so einiges gemacht.
ChrisKongTeilnehmerUncharted Lost Legacy
Liegt voll auf der Uncharted Linie, erfindet das Rad auch nicht neu insofern. Unterhaltsam ists, aber auch hier wieder die verpasste Möglichkeit auf einen Coop-Modus für die Kampagne oder zumindest einen Charakterwechsel. Man spielt immer Chloe Frazer, warum auch immer. Dabei hätte man hier etwas taktische Würze ins Spiel bringen können, etwa dass Chloe besser klettert, Nadine besser kämpft. Gegen Ende gabs noch ein nettes Wiedersehen mit einem alten Bekannten.
Das Finale im Zug war mir jetzt ein wenig zu viel des Geballers. Insbesondere wenn von 2 Seiten voll draufgehalten wird. Da krieg ich gar nicht erst Bock auf die höchsten Schwierigkeitsgrade.
Worauf ich aber tatsächlich Lust gekriegt habe, ist The Last of Us 2. Hmm, im Moment weiss ich nicht so recht, was ich zocken soll. Watchdogs werde ich wohl wieder ausm Player schmeissen.
ChrisKongTeilnehmerIch finde die Box sieht hässlich aus, aber wenn ich die Preise auf ebay anschaue, scheinen die Händler echt von besseren Zeiten zu träumen. Manche wollen gar 900 USD.
Was die wohl mal original gekostet hat?
ChrisKongTeilnehmer72 Stunden
Ein Festival-Gewinner aus Spanien. Muss erst mal nicht viel heissen, weil solche Gewinner auch anstrengende Langweiler sein können. Langweilig ist dieser Film nicht. Aber preiswürdig, nein, meiner Meinung nach nicht. Dafür ist das Thema jetzt auch nicht so selten präsentiert, die Geschichte mit Charakteren gesegnet, die sich künstlich dumm verhalten und letzten Endes in ihrem Handeln auch irrelevant bleiben.
Daran ist freilich auch die Ausgangslage, die konsequent auf ihr Ende zusteuert, schuld. Innerhalb dieser Schranken wird das Verhalten der Hauptfigur noch sonderbarer.
Worum gehts? Ein Planetenkiller rast auf die Erde zu und dieser bleiben 72 Stunden zeit, sich auf das Ende vorzubereiten. Natürlich passiert, was immer in solchen Situationen passiert, Chaos und Anarchie. Davon sieht man kaum was. Der Film bleibt im intimen Familienmilieu. Hier handelt es sich auch eher um eine dysfunktionale Familie rund um die Figur von Ale. Dieser ist mit der Situation gänzlich überfordert und alsbald die einzige erwachsene Bezugsperson der Kinder. Leider hapert es mit dem Verantwortung übernehmen ein wenig. Die Kinder werden auch ganz lange nicht über die Situation aufgeklärt. Worin da aber genau das Dilemma besteht, erschliesst sich mir nicht wirklich. Denn anstatt in ein friedvolles Ende oder so überzuleiten, wird wenig sensibel mit den Kindern umgesprungen.
Ale leidet dabei unter einem Kindheitstrauma, so entging er nur knapp einem Mordversuch an ihm. Als dann auf einmal ein Fremder auftaucht, der sich als Freund der Familie ausgibt, wird die Situation zusehends bedrohlicher.
Leider sind diese beiden Handlungsstränge irgendwie zuwiderlaufend und weder der eine noch der andere profitiert vom jeweils anderen. Als würde man eine Pokerpartie auf einem sinkenden Schiff verfolgen. Von daher verwundern die Entscheidungen, die Ale trifft umso mehr. Denn anstatt all in zu gehen, provoziert er eine gefährliche Situation nach der anderen.
Zu Gute halten muss man dem Film die Spannung, die er für die volle Laufzeit aufrecht erhalten kann. Aber das überspielt die konzeptionellen Schwächen des Streifens nicht, genauso wenig, wie das sehr gute Schauspiel, die sich widersprechende Logik der Figuren nicht erklärbar macht.
In der Summe aber ein interessanter Beitrag, der ein guter Ausgangspunkt für Diskussionen sein kann. Was würde man machen, wenn man das nahende Ende vor Augen hätte? Der Film stellt diese Frage aber nur den erwachsenen Figuren, dabei wäre es durchaus interessant gewesen, wie die Kinder mit diesem Wissen umgegangen wären.
ChrisKongTeilnehmer40 ist zu viel. Aber es gab doch eine grosse Godzillabox. Was ist eigentlich mit der?
ChrisKongTeilnehmerImmer noch an Star Trek Discovery dran, und natürlich Rick und Morty. Jetzt ist der Rote Engel enthüllt, juckt mich so gar nicht. Das wirkt auch so übelst konstruiert. Dann darf sich wieder mal jemand opfern. Da wird ein Riesentratra draus gemacht und ich denk mir so, who? Als ob die Figur je eine relevante Rolle gespielt hätte oder man da eine emotionale Bindung gehabt hätte. Da hätte man auch ein klassisches Rothemd opfern können, wäre der selbe Effekt gewesen. Und da Tote in der Serie auch nicht tot bleiben, kann man mit allem möglichen rechnen. Diese Beliebigkeit ist der Spannung absolut abträglich. Aus Spock wird man auch nicht schlau, aber aus dem haben die ja auch einen verkappten Vulkanier-Hipster gemacht mit Attitüde. Dass der Spiegelweltstorypart praktisch nicht mehr existent ist, ist bislang die grösste Überraschung dieser Staffel. Und ehrlich gesagt nicht mal eine positive. Ich bin zwar kein Fan, wenn man ein Thema allzu übertrieben bewirtschaftet, aber allein schon die Geschichte von Lorca hatte da Potenzial.
Ich muss mich mal schlau machen, obs da gravierende Veränderungen im Autorenstab gegeben hat. Bei TWD war das auch zum Teil für die schwankende Qualität verantwortlich.
ChrisKongTeilnehmerDer Film ist einfach Zynismus in Reinkultur. Traffic finde ich insgesamt die bessere Auseinandersetzung mit der Thematik, weil hier mehrere Player beleuchtet werden und die Lösung des Dilemmas nicht auf eine Behörde wie die DEA geschoben wird.
Blackkklansman
Spike Lee gibt ein klares Statement ab. Er macht das auf gewohnt unterhaltsame Art und bedient sich wieder bei allerlei Schauspiel-Talenten. Dabei treibt er die Spannung immer wieder auf die Spitze und entlarvt nebenbei den latenten Rassismus, der in den Köpfen immer wie ein Hintergrundrauschen vorhanden ist. Er widmet sich auch der Dämonisierung der Black Panther Bewegung, bezieht da aber klar Stellung. Während die KKK Mitglieder allesamt bösartig oder degeneriert sind, scheinen die Führer der Schwarzenbewegung eher glorifiziert zu werden. Das fand ich etwas einseitig. Aber einen Vorwurf kann man Lee daraus nicht machen. In den extremsten Auswüchsen ist der Rassismus noch einiges drastischer als im Film gezeigt. Lee verzichtet hier auf plakative Szenen, tja fast. Das Ende ist dann sowas wie die kalte Dusche, die zurück in die Realität führt. Und das Opfer ist am Ende gar kein Mitglied der schwarzen Community.
Dass Trump den Wortlaut des KKK übernimmt, ist auch ein offenes Geheimnis, trotzdem bemerkenswert wie die Gegenwart die Vergangenheit spiegelt. Am Ende ist Ron Stallworth doch etwas naiv, wenn er die Chance eines Rassisten zum gewählten Volksvertreter zu werden, als gering einschätzt.
Lee wirft auch immer wieder spezielle Elemente ein, die dem Film eine gewisse Lockerheit mitgeben, etwa wenn er Blaxploitation-Klassiker zitiert oder Harry Belafonte wie einen Märchenonkel Anekdoten aus der Vergangenheit erzählen lässt, die grausamer nicht sein könnten.
Thematisch und inhaltlich reicht ein Film schlicht nicht, um das Ganze aufzuarbeiten. Und so sollte man den Film auch eher als die Geschichte von Ron Stallworth sehen. Das ist toll inszeniert und wunderbar gespielt. Das politische Kino in Hollywood funktioniert im Augenblick wirklich ausgezeichnet und hat jüngst ein paar Perlen hervorgebracht. Dies ist eine davon.
Ich freue mich schon auf Vice. Meine liebste Politsatire bleibt aber Wag the Dog, von dem es hierzulande noch keine Bluray gibt.
ChrisKongTeilnehmerKlar macht das Sinn, nur für dich vielleicht nicht. ^^
17. Juni 2019 um 19:29 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1651258
ChrisKongTeilnehmerWas wirklich an Uncharted Lost Legacy nervt sind die Checkpoints, nach denen man nicht mehr zurück kann, auch innerhalb kleinerer Gebiete. Da durchsucht man die Gegend nach Schätzen, interaktiver Film eingeleitet, Checkpoint neu laden nach dem Film, Rückkehr nicht möglich und wieder ein Schatz ausgelassen.
Ansonsten verströmt das Abenteuer mehr TR-Feeling als der letzte TR-Teil.
ChrisKongTeilnehmerAlso Schwein. Gut, damit kann ich leben. XD
Generell gibt es genug gesundes Futter in unseren Breitengraden, die Qualität in den Restaurants hat sich auch markant verbessert. Naja, wenn man den Asiaten mit seinem ganzen Monosodiumglutamat aus der Gleichung lässt. ^^
ChrisKongTeilnehmerAlso du hast ihn verkauft, ohne ihn dir anzusehen, richtig?
Na gut, ich kauf ja zum Teil auch Filme, damit ich sie mir nicht ansehen muss. Aber verkaufen kommt nicht in Frage.
ChrisKongTeilnehmerJa, da war er sogar der Regisseur. Den werde ich mir auch demnächst mal reinziehen. Ist aber in dem Stapel der Filme, die ich mit der Familie ansehe. Die wollen halt immer was Spannendes. 🙂
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