ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerDas erste juckt mich schon mal nicht, aber schaut gut aus und wird Fans von Monster Hunter sicher gefallen.
Das zweite wäre mit Couch Coop zwar prinzipiell interessant, aber sry, das ist doch kein Gameplay. Die wuseln da umher und schwingen permanent ein Schwert, um alles kleinzukloppen, was im Weg steht.
Predator, ja, aber nicht mein Genre. Medievil kenn ich nur vom Namen nach und habs auch nicht. Wäre eine Überlegung wert. Erinnert etwas an ein Rare Actionadventure.
Das Nager OW schaut auch recht interessant aus, könnte aber spielerisch ein eintöniger Rohrkrepierer werden.
Tja, und FF7, die Actionorientierte Ausrichtung gefällt mir absolut, Fans des Originals werdens vermutlich hassen. Einzig das Charakterdesign finde ich beschissen. Cloude sieht wie eine Kampflesbe aus, grausam.Das Format sollten sie aber beibehalten, kurz und knackig, auch wenn jetzt nicht viel für mich dabei war, was je nach Geschmack ganz anders aussehen kann. Etwas VR-Spezifisches hat mMn gefehlt. Ich fürchte Sony hat das im Moment wieder absolut fallen lassen.
@Spookey Danke fürs Posten.
ChrisKongTeilnehmerSolange wie man braucht, um es abzufotografieren mit dem Handy, wenn alle anderen Sperrversuche wirken. ^^
ChrisKongTeilnehmerUnd dafür zahlt man Steuern, gaaaanz toll. Transparency International wird nie arbeitslos werden.
ChrisKongTeilnehmerOnly God Forgives
Refns Vorbild in dem Fall scheint David Lynchs Mulholland Drive zu sein. Stilistisch wirkt er wie ein Zwilling aus Fernost. Und auch der elektronische Sound von Cliff Martinez erinnert in den Sequenzen, wo in erster Linie das sonore Wummern eines Basses im Vordergrund steht, an den Lynch-Spezi Badalamenti. Die Handlung entspinnt sich sehr wortkarg, einzelne Ausbrüche wirken sonderbar, auch das erinnert an Lynch.
Soweit so gut.
Doch ist das hier eine banale Rachegeschichte, die so krampfhaft auf Arthouse getrimmt wurde, dass es fast nur schiefgehen konnte. Refns Hang zur Brutalität ist irgendwie noch das einzig nennenswerte Alleinstellungsmerkmal. Ansonsten ist der Film mit Unsympathen nur so zugepflastert, hier haben sich die Rächer alle gegenseitig verdient.
In der Summe ist das zu dürftig. Dabei blitzt das Regie-Talent von Refn immer wieder auf. Einige der Einstellungen wirken fast schon meditativ und wecken dank Gosling Assoziationen mit Villeneuves Blade Runner, der allerdings sehr viel später kam. Mit Neon Demon hat mich Refn ein weiteres Mal davon überzeugt, dass er die Finger von Arthouse lassen sollte und sich auf das konzentrieren sollte, was er besser beherrscht. Zumindest Finger weg von Drehbüchern, da können andere vielleicht sein Talent besser kanalisieren.
Bleeder und Drive fand ich sehr gut, Bronson, der auch schon fast Arthouse ist, ebenfalls. Die Pusher Trilogie liegt auf jeden Fall auch schon auf dem Stapel, der demnächst angegangen wird. Walhalla Rising wird sicher auch noch rausgekramt. Auch wenn mich jetzt nicht alles flasht von Refn, so sind es in der Summe eben doch sehr interessante Werke abseits vom Einerlei und darum auch eine Entdeckungsreise wert.
Wer auf Gewaltdarstellung zum Selbstzweck im Arthouse-Gewand scharf ist, für den könnte Only God Forgives ein Fest sein. Kristen Scott Thomas liefert auf jeden Fall eine tolle Performance als Mutter ab.
ChrisKongTeilnehmerChambers Staffel 1 (Netflix)
Gegen Ende wars mir etwas zu viel Esoterik-Blabla und die Spannung wirkte künstlich in die Länge gezogen. Da hätte man insgesamt sicher 3 Episoden rauskürzen können. Zumal man jeden interessanten Subplot im Sand verlaufen lässt und man sich Richtung zu erwartendes Staffelfinale begibt.
Die letzten Episoden scheinen eine Referenz zu Hereditary zu sein, mir kommts auf jeden Fall so vor, inkl. Szene auf dem Dachboden. Stilistisch reisst man keine Bäume aus, hier wäre mehr Progression wünschenswert gewesen.
Mal schauen, wann, ob und wie der Cliffhanger am Ende fortgesetzt wird, aber mir schwant Böses. Der eingeschlagene Weg wird vermutlich eher in eine Zwickmühle führen, bei der die Spannung darunter leiden wird.
Fans von Mystery-Serien riskieren mal einen Blick. An die Vorbilder reicht das Gezeigte nicht ran, auch aufgrund der Längen zum Ende hin.
ChrisKongTeilnehmerRaum
Schon erstaunlich, dieser Film wurde mehrfach ausgezeichnet und doch war er kaum noch zu kriegen. Vermutlich lief die Lizenz aus, das sorgt ja immer wieder mal dafür, dass Filme vom Markt verschwinden. Aber in so kurzer Zeit, das finde ich schon ungewöhnlich, zumal auf dem Cover mit den Auszeichnungen ja geworben wird. Oft wird ja nach dem Preisregen nochmals eine Edition aufgelegt zwecks Bewerbung.
Beispiele im echten Leben für eine solche Geschichte gabs immer wieder. Gerade das Nachbarland Österreich hat mit Fritzl und Priklopil zwei prominente Beispiele in Petto.
Die Situation selbst ist hier die Ausgangslage für ein menschliches Drama. So sind die Handlungen eher das Drumherum und der Film bleibt die ganze Zeit nah an den Charakteren, vornehmlich der Mutter und dem Kind. Und das ist absolut grossartig umgesetzt. Der Film scheut auch unangenehme Fragen nicht, wobei die Rolle der Mutter in einer Situation eher zweifelhaft ist. Aber da man vom Entführer kaum wirklich was weiss und sieht, ist die Einschätzung der Mutter zu dessen Verhalten ein dunkler Fleck. Aber auch ohne dieses Wissen, ist es fraglich, ob eine Mutter ein solch grosses Risiko einem Kind überantwortet, anstatt eine andere Lösung zu suchen. Leider entsteht auch nicht durchweg der Eindruck, man habe es mit einer auswegslosen Situation zu tun. Dafür ist der “Raum” dann doch zu gut ausgestattet. Aber anstatt sich in Dauererklärungen zu verzetteln, warum das nicht oder jenes möglich ist, fokussiert er auf die Befindlichkeiten der Personen. Und diese brechen sich wunderbar in den Darstellungen aller Beteiligten. Einzig die Gedanken aus dem Off des Kindes wirken wieder mall so, als hätte ein Erwachsener sie formuliert. Das sind zugegeben ein paar Schönheitsfehler, die dem Filmvergnügen aber keinen Abbruch tun.
Wer also auf der Suche nach einem stark gespielten Drama ist, das mit nachvollziehbaren Konflikten glänzt, überzeugenden Charakteren und zu Hause noch eine Kleenex-Box rumstehen hat, dem kann ich den Film wärmstens empfehlen. Von der Qualität her würde ich ihn persönlich zu Filmen wie American History X und Boys Dont Cry einsortieren, auch wenn dieser Film am Ende das Leben stärker zelebriert als in den anderen beiden.
ChrisKongTeilnehmerRichtig so, hab nix übrig für zu dominante Teams. Fussball ist was die Ausgeglichenheit angeht eine einzige Fehlkonstruktion.
ChrisKongTeilnehmerIch hab gestern etwas reingespielt und bislang fühlt es sich wie ein Openworld-Last of Us an. Ein bisserl Craften, viel Schleichten, Verstecke ausnehmen. Das Fahren mit dem Bike macht bislang keinen wirklichen Fun. Dafür ists in dem Gebiet irgendwie zu eng und unübersichtlich. Vielleicht kommt da später ein besseres Gebiet, um ein bisschen Gas zu geben.
Das Fallenstellen und Locken geht nicht ganz so flott wie bei dem Spiel davor (Far Cry 5). Etwa sammle ich Bärenfallen ein, verteile sie an neuralgischen Punkten, die Gegner laufen aber drumherum. Oder dann bin ich bei der Holzfällerei. Ich dachte, da kann man sicher Holzstapel lösen, um die Freaker zu dezimieren. Das ging da aber nicht oder ich wüsste nicht, was zu tun ist. Momentan hab ich 3 Fertigkeitspunkte, aber ich spar mir das traditionellerweise immer etwas auf, solange ich ungeskillt klar komm.
Die Vegetation sieht wirklich schön aus, das ganze Bild hat mir aber eine Spur zu wenig Brillanz. Für ein OW siehts ok aus, aber die Maniac-Wertung, naja, nein.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es wie Mad Max vermutlich an repetitiven Abläufen kranken wird, aber das werden wir dann ja sehen. Wenns unterschiedliche Vorgehensweisen gibt, werde ich die ausprobieren, wie ich es bei FC 5 gemacht habe.
Die Ladezeiten bis zum Start sind nervig, aber gibt wahrlich schlimmeres. Die Speichermöglichkeit beim Bike finde ich gut, weil ich mit Abstürzen rechne. So hatte ich gleich im allerersten Ladeschirm einen Freeze, noch bevor ich einen Sekunde vom Spiel gesehen habe. Ansonsten gibt es auch viel Trial und auch etwas unnütze Splittung von Währung. Ehrlich, mir ists am Liebsten, wenn es eine Einheitswährung gibt wie die Rupees bei Zelda oder die Seelen in Dark Souls. Div. Ohren von Freakern, Geld, naja.Was mich noch interessiert, ist die Map so gross, wie sie angedeutet wird im Menü?
ChrisKongTeilnehmerMeeting Evil
Sam Jackson wandelt auf den Spuren von Hitcher dem Highwaykiller. Im Zentrum steht aber Luke Wilson, der wieder einmal das macht, was er am besten kann, den Normalo spielen, der sich unversehens in einer abnormalen Situation wiederfindet. Dabei ist er dem Sadismus von Jacksons Figur Richie ausgesetzt, bei der aber immer noch ein wahrer Unterton mitschwingt. Gebannt verfolgt man, wohin das Ganze eigentlich führt. Und ja, das tut es dann auch. Bis dahin lebt der Film schon recht stark vom Schauspiel der beiden Gegenspieler. Jacksons kann den Fiesling ziemlich gut rüberbringen, sei Lake View Terrace ist das jetzt aber auch keine Neuigkeit mehr.
Den Spannungsgrad eines Hitchers erreicht er nicht ganz, weil die Hauptfigur auch nicht praktisch mutterseelenallein in der Pampa agiert. Der Film bedient sich aber ähnlicher Elemente, etwa lenkt Richie die Verdachtsmomente auf John, der alsbald für den Täter gehalten wird.
Fazit: Nette kleine Thriller-Perle, die nichts neu erfindet aber mit gut aufgelegten Darstellern überzeugen kann. Die Nebendarsteller kommen aber in aller Regel zu kurz.
ChrisKongTeilnehmerJa, da wussten sie im Vorfeld auch mehr als genug, was sie auch in einem ihrer Berichte dazu eingeräumt haben. Und das ganz abseits von irgendwelchen Verschwörungstheorien.
ChrisKongTeilnehmerHmm, na der kalte Krieg wurde ja wieder aufgewärmt, von daher ist Red Dawn sogar recht aktuell. Die Überlegenheit der Koreaner wird aber auch mit der Einmischung Russlands erklärt. Ändert aber nichts an der Absurdität. Wie geschrieben, ich erkenne da auch keine Motivation seitens Nordkorea, das zu tun. Zudem wäre es taktisch wohl das Dümmste auf einen Bodenkrieg zu setzen, wenn die Amis mehr Waffen haben als sie selber in Zahl vorhanden sind.
Amerika in die Steinzeit bomben, ja, aber warum besetzen?
Aber heute, wo sowieso jeder Schritt beobachtet wird, passiert sicher nichts, wo die Amis dann überrascht wären. Pearl Harbor ist über 60 Jahre her.6. Mai 2019 um 13:33 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1648005
ChrisKongTeilnehmerDer war auch angesprochen. ^^
ChrisKongTeilnehmerFar Cry 5
Kurz zur persönlichen Vorgeschichte. Bevor ich meine anspruchsvolle Ausbildung antrat, die praktisch ein 2jähriges Spielexil nach sich zog, war das eines der Spiele, auf die ich am meisten Lust hatte. Im Vorfeld war es genau das, was ich immer wollte, weg von diesen ganzen Tropen-OWs der Vorgänger, den Just Cause Spielen usw. Also neben der üppigen Flora und Fauna des amerikanischen Mittelwestens, versprach ich mir ein mindestens so gutes Spielerlebnis wie bei den Vorgängern. Dazu kam ein Setting, das an eine meiner Lieblingsserien, Justified, erinnerte. Das Ganze wurde noch mit einem Level-Editor garniert. Passt.
Die Tests, die diversen Meinungen zum Spiel liessen mich aber eher ernüchtert zurück. Ich verspürte nach meiner Auszeit nicht wirklich Lust, das Spiel als erstes anzugehen.
Irgendwann rang ich mich dann aber doch durch und wollte selber wissen, ob die Kritik berechtigt war. Und der Einstieg war irgendwie auch frustig. Gunplay ist jetzt nicht der Oberburner, manche Waffen fühlen sich eher schwach an, die erzielten Treffer genauso. Die Fahrzeugsteuerung ist und bleibt nicht mein Fall, insbesondere der Blick über die Armaturen sind im hügeligen Gelände einfach nicht angenehm. Die Fliegerei ist in anderen Spielen auch besser umgesetzt, auch hier stören die Einschränkungen bei der Sicht.Fragwürdige und diskutable Entscheidungen
Natürlich sind die Unterschiede zu den Vorgängern offensichtlich und mit massgebend für eine Beurteilung. Eines der Kernelemente, das Skillen, ist nun etwas anders angelegt. Man verdient sich Vorteilspunkte, die man in Prepper-Verstecken findet oder sich durch Absolvieren von Herausforderungen verschafft. Das ist schön und gut. Nur um den Skillbaum vollständig freizuschalten, braucht man div. Vorteilshefte, die einfach irgendwo versteckt sind auf der Map. Und es gibt Ingame keine Möglichkeit, deren Standorte zu erfahren. Ich steh nicht so auf Gameplay, für das ich letztlich einen Guide benötige.
Alles was man verbessern kann, findet sich nun im Skillbaum. Somit ist das Jagen eigentlich nur noch für die Vorteilsherausforderungen nötig, mehr macht man mit der Beute nicht, ausser sie zu verkaufen. Die Jagd selbst ist ohne Skillung sehr anspruchslos, ausser die Hasen, denn die findet man sicher nicht dort, wo man sie eigentlich finden sollte in ihrem Gebiet. Aber Youtube schafft auch da Abhilfe. Der Skillbaum wurde massiv eingedampft. Wo man früher jede Art von Takedown separat freigeschaltet hat, ist das nun einfach ein Skill. HDie Jagd und der Skillbaum sehen nach klaren Zugeständnissen an aus. Und wer noch weniger Zeit investieren will, kann gegen Echtgeld, Ingame-Währung kaufen. Umgerechnet kostet eine Prestige Waffe so ca. 5 Franken. Die gute Nachricht, es ist absolut unnötig welche zu kaufen, mit der Jagdbeute und weil die so easy, zu easy ist, ist Geldmangel nicht so das Problem.
Der eigene Charakter kann nun als Mann oder Frau erstellt werden. Während man in Fallout aber selber synchronisiert wird, fällt das hier flach. Das ist unpassend, zu mal das in den Teilen davor nicht der Fall war.
Bei der Synchro hat man zwar wieder richtige Synchronsprecher genommen, nur leider in fast allen Fällen die falschen. Joseph, Jacob und John klingen nicht gut oder überzeugend. Kein Vergleich zu anderen Ubisoft-Werken. Greg Bryk, der Darsteller von Joseph, bekannt aus Frontier (Netflix), ähnelt McConaughey, und seine Stimme als Sektenoberhaupt wäre absolut passend gewesen. Chance vertan. Dutch auf der anderen Seite gleicht Jonathan Banks, Mike aus Breaking Bad und Better Call Saul, auch hier hat man nicht die offensichtlichste Möglichkeit gecastet, aber immerhin besser als bei den Antagonisten.
Durch die Aufteilung der Gebiete auf das Schurkenquartett, hat man eigentlich jedem genug Platz einräumen können, um die Unterschiede zwischen ihnen herauszuarbeiten. Aber die Aufeinandertreffen sind wegen der fehlenden eigenen Synchro sehr einseitig. Auch treten sie ansonsten zu wenig in Erscheinung. Und alle zusammen dann leider auch nicht wirklich. Hier bleibt man unter den Möglichkeiten.
Neu kann man wie bei den AC Spielen einen Helfer, per Skill sogar zwei, herbeirufen. Brauchen tut man die praktisch nie. Einzig beim Bosskampf gegen John, war mir die Fliegerei zu blöd, wie gut, dass Nick Rye mit einem Flieger Unterstützung liefert.
Die Story-Entscheidungen, welche Fraktion man unterstützt, sowas gibts nicht. Hier hätte man auch div. Möglichkeiten gehabt, die Vorgehensweise ein bisschen zu variieren.
Eine Absage wird an die Ubisoft-Kritiker erteilt, die die immer gleichen Elemente bemängeln. Tatsächlich nimmt man sich sogar auf die Schippe beim ersten erkletterbaren Funkturm.
Und auch sonst strotzt das Spiel vor Humor, allerdings nicht, wenn man Mitglied bei Peta ist. Was hier in Missionen an Tieren verübt wird, dürfte jedem Tierrechtsaktivisten die Zornesröte ins Gesicht treiben. Aber Roadkill-Fleisch schmeckt halt am besten frisch abgekratzt vom Pneu und die Schweine haben die Prügel im Hindernisparcours sicher auch verdient, zumindest sagt das der Auftraggeber.
An anderer Stelle sollen Stierklöten für ein Festmahl organisiert werden. Allerdings braucht es dafür richtig pralle Eier. Also wartet man ab, bis sich die Tiere zu Marvin Gayes Sexual Healing paaren, ehe man sie mit dem Traktor überfährt. Und von diesem kranken Mist hats noch mehr in dem Spiel. Wer also makabren Humor in einem Spiel nicht braucht, der ist hier definitiv an der falschen Adresse. Ich fands recht mutig und hatte meinen Spass mit der political uncorrectness.
Die ganzen Hinterwäldler kommen dabei nicht wirklich gut weg. Das alles erinnerte durchaus an den Humor in Fallout und GTA. Satirischer Anstrich finde ich immer gut, wenns passt. Und das tut es hier auch.
Zurück zur Abwechslung. Klar, im Endeffekt ist es nicht so, dass sich alles anders anfühlt. Aber innerhalb des Genres wird verdammt viel Abwechslung geboten. So gabs nicht wie in den Vorgängern die immer gleichen befreie Geiseln Missionen. Auch der Sammelkram wurde drastisch zurückgefahren, wenn ich da an die Schatzkisten und dgl. denke. Ganz ohne gehts natürlich nicht.
Die Prepperverstecke haben immer noch eine kleine Herausforderung am Start und unterscheiden sich ebenfalls. Man hat nie das Gefühl, zweimal auf selbem Weg an die Verstecke zu kommen.
Das Ganze hat aber einen Haken, im Spiel gibts eigentlich keine Lernkurve mehr, respk. alles bleibt gleich easy. Man kommt also später nicht in schwerere Gebiete, trifft garstigere Biester zum Jagen und dgl. Sogar die Sekten-Unterschlupfe sind nicht mit stärkeren Gegnern vollgestopft als gleich die zu Beginn. Das drückt zusammen mit dem simplifizierten Skillbaum doch etwas auf die Motivation, zumal die Story jetzt auch nicht als Antreiber wirkt.Take me Home, Country Roads
Warum würde ich trotzdem ein Gute-Laune-Gesicht aufsetzen in einem fiktiven Meinungskasten? Nun, die Welt gefällt mir wesentlich besser als in den anderen Teilen, sie ist landschaftlich interessanter gestaltet und vermittelt ein schönes Gefühl sich darin zu bewegen. Ich war da oft zu Fuss unterwegs, einfach auch um die Umgebung zu geniessen.
Die Storyelemente sind interessant inszeniert, auch wenns davon mehr hätte geben können im entsprechenden Kontext. Die Treffen mit den Bossen sind unterschiedlich gelungen. Was sehr gut wieder die Zweischneidigkeit des Spiels zeigt, ist der Soundtrack. Der ist wirklich genial, kommt aber oft zu wenig zum Tragen. Ein zuschaltbares Radio wie beim Pipboy wäre besser gewesen. Einige der eigens produzierten Stücke brauchen sich echt nicht verstecken, dagegen ist die lizenzierte Musik zwar auch vorhanden, aber begräbt die eigenen Stücke nicht. Hier hat man wirklich grossartige Arbeit geleistet.Besonders die Stücke mit Chor am Ende der Liste haben durchaus Ohrwurm-Qualität.
Ferner Schrei aus Entsetzen oder Euphorie?
Weder noch. Das Spiel macht definitiv einige Sachen besser als die anderen Far Crys. Einiges aber auch nicht. Je nachdem, wie man die einzelnen Punkte gewichtet, hat man Spass an dem Spiel oder stört sich an diesen Punkten. Die Möglichkeiten der Story versanden und werden nicht ausgeschöpft. Far Cry 4 bot einfach ein interessantes Dilemma. Hier bleibt man zu sehr aussen vor, was wie gesagt auch an der wenig integrierenden Massnahme liegt, die eigene Figur nicht zu vertonen.
Auch wenn man sich die Aufgaben etwas aufteilt, bleiben am Ende eher die Sammelsachen übrig. Das und der gleichbleibende Schwierigkeitsgrad sorgen dafür, dass die Motivation nicht vollends aufrecht erhalten bleibt. Far Cry 5 macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten, in den Ansätzen steckt aber auch sehr viel Spass, das lässt sich nicht leugnen.
Die OW Krankheiten werden nicht komplett ausgemerzt, aber merklich eingedämmt. An erinnerungswürdigen Momenten mangelt es auch nicht und sei es nur der Start einer Nebenmission bei einem Grill-Koch, der kaum Verständliches in seinen Bart nuschelt oder der Rekrutierung eines an Diabetes erkrankten Bären. Ein paar Sektenheinis per Superfaustschlag in die ewige Verdammnis zu schicken, hat auch seinen Reiz. Irgendwann ist dann aber auch wieder gut und das spielerische Gerüst dürfte eine bessere Lernkurve aufweisen.
Auf technischer Seite kann man wirklich kaum meckern. Abstürze, Ruckeln und dgl. sind hier Fremdwörter. Die Ladezeiten bei den Clutch Nixon Stunts, wenn man sie verkackt, sind zu lange, ansonsten aber wirklich erträglich. Schnellreisefunktion wird für jedes Örtchen angeboten, mehr Komfort geht kaum. Beim Ton kommts aber immer mal wieder bei Hintergrundaktionen, etwa Flugzeugabstürzen zu unschönen Cuts.
Was das Interface betrifft, so ist es etwas komisch, dass gewisse Sachen angezeigt werden in der Map, andere aber gar nicht. Weil die Hilfestellung so auch etwas willkürlich ist, hat man am Ende nicht das Gefühl, das Balancing wäre optimal. Aber ganz so schlimm wie bei Shadow of the Tomb Raider ist es nicht.
Wer mit dem Spiel schnell durch sein will, der kann das ohne Probleme. Die Widerstandspunkte, um die Bosse zu treffen, hat man schnell beisammen. Nach Arbeit hat sich nichts davon angefühlt. Wer aber alles komplettieren möchte, der wird am Ende nicht wirklich motiviert, das zu tun.
Den Level-Editor hab ich nur kurz angetestet, aber aus dem wurde ich nicht schlau. Nichts hat sich da intuitiv angefühlt und das ist für mich das A und O bei sowas. Bestes Beispiel der Super Mario Maker. Hier müsste man allerdings wohl nochmals ordentlich Zeit investieren, wozu ich keine Lust hatte.Fazit: Habs gern gespielt. Ich hoffe Ubisoft nimmt das Positive mit aus dem Spiel und arbeitet konsequent an den Schwächen weiter. Wer mit den bisherigen Far Crys seinen Spass hatte, macht hier nicht viel verkehrt.
6. Mai 2019 um 12:57 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1648002
ChrisKongTeilnehmerSo viel Text zu einem Indie-Spiel?
ChrisKongTeilnehmerRed Dawn
Wer die wöchentliche Ration Pathos benötigt, der kriegt hier auf Vorrat. 🙂 Das war mir schon im Vorfeld klar, heisst aber nicht, dass man trotzdem seinen Spass damit haben kann. Leider ist er auch nicht sonderlich spannend, da der Film fast komplett auf eine Charakterisierung verzichtet bis auf die beiden männlichen Hauptrollen. Und Josh Peck ist leider auch eher eine nervige Hackfresse. Da kann ich Freunden von Filmen, in denen sich Jugendliche ihrer Haut erwehren, zu dem tollen Boy Soldiers raten mit Sean Astin.
Die Ausgangslage ist natürlich absurd, insbesondere wenn man die USA ein bisschen kennt. So wäre eine Invasion schlicht ein logistischer Albtraum und wäre vermutlich nicht mal im Ansatz zu bewerkstelligen, schon gar nicht von Nord Korea, wie es hier der Fall ist.
Es wird natürlich eine dürftige Erklärung geliefert in Form eines EMPs. Dürftig, weil auch in diesem Fall eine Koordination notwendig wäre, um sowas gleichzeitig hinzukriegen, die nicht mal in Independence Day geklappt hat.
Bleibt unterm Strich ein Mini-War-at-Home mit eher farblosen Figuren, was auf beiden Seiten der Fall ist. Ziele und Motivation der Gegner bleiben komplett aussen vor. Das Footage Material ist natürlich interessant, wenn man mit der Situation heute vergleicht. Insbesondere Russlands aggressive Aussenpolitik wurde mit der Einnahme der Krim bestätigt.
Das Prädikat Wühltischtitel ist verdient. Es fehlt hier an Allem, Humor, Spannung, Mitfiebern oder wenigstens Trash-Faktor, Fehlanzeige.
Der Film ist glaube ich ein Remake, also gibts nicht mal einen Originalitätsaward. 🙁 -
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