ChrisKong

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1681475
    ChrisKongChrisKong
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    The Tree of Life

    Der Film wurde seinerzeit kontrovers aufgenommen. Einige feierten ihn als ein Meisterwerk, andere buhten ihn aus. Wobei ich mir letzteres immer sehr komisch vorstelle. Aber nu, Auseinandersetzung bringt manchmal komische Verhaltensweisen mit sich. Ich hatte also keinerlei grosse Erwartungen an den Film. Zumal im Vorfeld sich auch ein Darsteller wie Sean Penn kritisch geäussert hatte. Wobei hier vielleicht die Presse auch wieder Kontext ausgespart hat, um ein Skandälchen zu generieren, was sie ja gerne macht.
    Ich interpretier den Film jetzt auch nicht zwingend so, wie der Feuilleton es tut. Im Wesentlichen folgt der Film den Regeln des Arthouse, was jeder für sich draus zieht, ist stark von eigener Assoziation und Erfahrung geprägt. Die Geschichte eines Kindes, dass zwischen zwei Weltanschauungen aufwächst hält sicher die eine oder andere Episode fest, mit der wir uns identifizieren können, mal mehr mal weniger. Ich würde sagen, ich habe mich in einigem wiedergefunden, was Jack so erlebt hat. Und dieser steht auch im Zentrum der Erzählung. Eine strenge Chronologie verfolgt der Streifen nicht. Eher springt er wild in der Vergangenheit umher. Aber es geht auch mehr darum Motive und Emotionen zu transportieren. Und das gelingt Malick eigentlich recht gut. Die Darsteller sind aber auch allesamt wirklich sehr gut. Was mir aber nicht so ganz passt, ist die Einseitigkeit und vielleicht auch Abschwächung einiger Aspekte der Charaktere. So ist bei dem impulsiv auftretenden Vater schwer vorstellbar, dass er nie tätlich wurde. Körperliche Auseinandersetzung ist ihm ja nicht fremd, er bringt seinen Söhnen auch das Boxen bei auf nicht grad zimperliche Art. Im Gegensatz dazu hat die Mutter eine eher weltoffenere Ader und versucht die Schönheit der Dinge in den Vordergrund zu stellen. Aber was sie leistet grenzt fast schon an Apathie. Auch das wirkt wenig glaubwürdig. Da versagt der Film für mich stellenweise. Ebenso würde ich die Passagen kritisieren, die wie ein Katholizismus-Porno wirken. Etwa wenn der Verlust mit der Überantwortung an Gott gleich kommt oder generell auf der Klaviatur religiöser Gefühle gespielt wird. Das hat der Film nämlich null nötig. So aber hat die Unterfütterung einen schalen Nebengeschmack.
    Dafür ist er auf philosophischer Ebene sehr anregend und beschäftigt sich durchaus mit wichtigen Fragen. Eine Antwort ist da natürlich aber Interpretationssache. Die Antwort nach dem Warum könnte als die Schönheit jeglicher Existenz interpretiert werden, vom Geburt bis zum Tod. Allerdings ist dieser Tenor schon in den ersten Filmminuten erkennbar. Das ruft natürlich alle Kritiker auf den Plan, die hier gepflegte Langeweile wittern. Und zum Teil haben sie ja durchaus recht. Ich kann stundenlang vor einem Bild sitzen und mich inspirieren lassen oder hab in zweimal Zwinkern alles Wichtige für mich draus mitgenommen.
    Am Ende steht jetzt auch nicht die eine Erkenntnis, welche sich nach einer dramatischen Zuspitzung offenbart.
    Stilistisch werden Parallelen zu Kubricks 2001 deutlich. Lustig, als sich mein Empfinden darin bestätigte, dass mit Douglas Trumbull der gleiche Mann wie bei Kubricks Film für die Effekte verantwortlich zeichnet. Der Beginn der Existenz wird hier auch in beeindruckenden Bildern eingefangen und so manche Szenen wie die Befruchtung einer Eizelle sind eindeutige Symbole.
    Ich kenn noch nicht Malicks Gesamtwerk, aber Thin Red Line ist für mich immer noch sein bestes Werk, was ich bislang sah. Die philosophische Auseinandersetzung mit dem Monster Krieg entwickelt eine unglaublich poetische Kraft. Vielleicht nah am Kitsch, aber in seinen Aussagen irgendwie doch einmalig. Es finden sich da auch sehr viele Gemeinsamkeiten mit The Tree of Life.
    Fazit: Wer sich auf diesen schon fast meditativen Trip einlässt und dabei seine eigene Kindheit ein wenig reflektieren mag und welche Ereignisse einen selbst geprägt haben, der kriegt hier eine Art esoterisches Kaleidoskop in die Vergangenheit. Einzig die biblische Unterfütterung war jetzt mMn etwas unnötig, aber insgesamt war ich ob der universellen Würdigung einzelner Momente und der tollen Bilder sehr zufrieden mit dem Film.
    Filmfreunden oder für Menschen, die gerne eine Grundlage fürs Philosophieren wollen, kann ich den Film durchaus empfehlen. Als ein grossartiges Familiendrama geht der Film aber nicht durch, dafür sind einige Figuren zu schemenhaft und wenig ambivalent.

    als Antwort auf: Star Trek #1681419
    ChrisKongChrisKong
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    Hast du eigentlich einen unkomplizierten Bilderhost? Dann lad ich mal Bilder hoch.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1681407
    ChrisKongChrisKong
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    American Horror Story Staffel 3

    Der Vorteil einer Anthologie Serie zeigt sich hier sehr gut, die Staffeln sind thematisch sehr unterschiedlich, was ein ein- und aussteigen bei der Serie sehr gut möglich macht. Nach den ersten beiden Staffeln hatte ich ja ein wenig pausiert.
    Überrascht war ich von Staffel 3, dachte das Hexenthema würde mich eher kalt lassen, aber fands ganz spassig, hatte eher was von den X-Men. Die Darstellerinnen waren auch allesamt sehr gut und die Vermischung der Themen hat mich hier weniger gestört als bei den Staffeln davor.
    Allerdings zieht sich die Schwäche der Reihe wie ein roter Faden durch alle bisherigen Staffeln, das Ende überzeugt mich jeweils weniger. Meist flacht da für mich die Spannung ab oder es wird nochmals auf der Zielgeraden ein neues Fass aufgemacht. So auch bei

    American Horror Story Staffel 4

    Die Freakshow hat einmal mehr sehr gute Darsteller, da punktet man regelmässig. Der Creep-Faktor ist hier nochmals ein wenig höher. Hat mir auch ganz gut getaugt, naja, bis halt wieder auf das Ende. Schlusseinstellung war schon ok, aber der letzte Weg dorthin war jetzt eher so meh.

    Staffel 5 mit dem Horrorhotel und den ganzen Serienkillern ist bislang zwar recht spannend, aber verglichen mit den Staffeln davor schwächer. Was mich aber fast fassungslos macht – checkt das di Caprio Gif – ist der Preis für die Darstellung von Lady Gaga. Also das ist vermutlich eine der schwächsten Performances ever, die ausgezeichnet wurde. Dabei hat die Serie tolle Darstellerleistungen am laufenden Band. Aber ausgerechnet diese? Und nein, ich habe da keine Gagapathie oder sowas, aber das ist so fade vorgetragen bislang, bin ja noch nicht am Ende der Staffel, dass ich mir das einfach nicht erklären kann.

    als Antwort auf: Smalltalk #1681404
    ChrisKongChrisKong
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    Also wenn man einen Ort sucht, wo die Zeit rückwärts läuft, muss man nur in die USA blicken, tiefstes Mittelalter.

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1681403
    ChrisKongChrisKong
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    Gatesway to hell.

    als Antwort auf: Star Trek #1681398
    ChrisKongChrisKong
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    als Antwort auf: Star Trek #1681382
    ChrisKongChrisKong
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    Die Staffel ist unglaublich schlecht geschrieben. Wenn man die Serie am Stück schaut, fällt das wohl noch schneller auf. Was da gegen Ende serviert wird, ist leider typisch Kurtzmann. Mir graut schon vor der nächsten Serie von ihm.

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1681193
    ChrisKongChrisKong
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    Lass es einfach raus.

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1681188
    ChrisKongChrisKong
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    Es gibt auch ein Leben ohne Medien. Versuchs mal. Ist spitze.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1681186
    ChrisKongChrisKong
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    Kann gar nicht sein, weil ich die neunte Episode grad gesehen habe und meinen Account nicht mit dir teile, ätsch.

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1681185
    ChrisKongChrisKong
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    Noch mehr unsinnige Nebenschauplätze. Wo ihr nur die Zeit für sowas hernehmt.

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1681155
    ChrisKongChrisKong
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    Das les ich jetzt nicht alles durch, damit muss Kenia selber klarkommen.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1681056
    ChrisKongChrisKong
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    Ja, auch wenn Eltons Stimme natürlich schon speziell und anders klingt. Aber man darf wirklich zufrieden sein.

    The Mechanic

    Damals nicht gesehen, aber dafür heute. Nun ja, verpasst hab ich da nichts. Aber mehr als Statham Dutzendware habe ich auch nicht erwartet. Die kriege ich auch frei Haus geliefert. Nur ist das Ende so unfassbar dumm und eigentlich den ganzen Film korrumpierend, dass man sich die 90 Minuten davor eigentlich hätte schenken können.
    Dass es neben Leon der Profi kaum eine Killerballade bei mir in die oberen Ränge geschafft hat, kann ich verschmerzen. Aber dass es auf tiefem Niveau unterhaltsamer geht, hat Stallone schon mit Assassins bewiesen.
    Statham gibt sich so wie immer. Man kauft ihm den durchdenkenden Profi durchaus ab. Auch wenn die ganzen Killer hier wieder mal nicht wissen, was ein Schalldämpfer ist. Aber John Wick ist der Hinsicht auch so doof geraten.
    Dann sollen hier die Attentate wie Unfälle aussehen. Aber das misslingt irgendwie dauernd. Und doch bleibt der Zögling bei Statham. Das wirkt irgendwie völlig gegen den Strich. Wenn Stathams Figur das als eine Art Wiedergutmachung tut, wird es zumindest kein Stück thematisiert und das Ende hebt es ja dann sowieso auf.
    Somit bleibt ein halbgares Actionfest, bei dem sogar die übertriebene Action bisweilen völlig deplatziert wirkt, sollen die ja unauffällig operieren. Der Film macht zu vieles falsch, als dass man darüber hinwegsehen könnte. Da ist man mit den anderen Statham Gassenhauern besser bedient, mMn.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1681053
    ChrisKongChrisKong
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    Rocketman

    Das Biopic zu Elton John. Wer nix mit seiner Musik anfangen kann, der kann sich den Film sparen. Wichtige Stationen in seinem Leben werden oft als Musicalnummern zelebriert. Und obwohl das Elton Flair voll rüberkommt, wird auch viel Hintergründiges zur Person selbst offenbart. Also nicht nur Show, sondern auch Backstagebereich.
    Entgegen dem Text auf dem Umkarton zum Steelbook, bietet der Film aber letztlich auch nicht mehr Drama und Sex als Bohemian Rhapsody. Vermutlich hätte es beim Film über Mercury mehr Anlass gegeben, in die Abgründe von diesem zu blicken. So gesehen ist der Anteil eher überschaubar. Der ist hier grösser bei Elton John und doch, viel mehr als bei seinem Pendant sieht man nicht. Beide Biografien ähneln sich übrigens in einigen Punkten recht stark, mit dem besseren Ende für John. Dass der Filmemacher der gleiche ist, respektive hat Fletcher ja nach Singers Abgang Bohemian Rhapsody vollendet, merkt man schon. Hier wie dort sind beide Filme auch klar positiv gehaltene Porträts. Die Nebenfiguren schneiden auch hier nicht wirklich gut ab. Hier sinds die Eltern. Der Vater ist ein Arschloch, der zu keinen Gefühlen fähig ist und die Mutter ist bei näherer Betrachtung nicht viel besser. Und doch findet der Film versöhnliche Momente und hebt sich von einer Schwarzweisszeichnung ab. In den Momenten erinnert er an 127 Hours oder Into the Wild. Auf jeden Fall spürt man Eltons Last deutlich, nie die Liebe gekriegt zu haben, die er sich gewünscht hätte. Das wirkt oft deprimierend. Seine Scheinehe wird nur kurz angerissen, da wurde die Scheinbeziehung von Mercury stärker thematisiert.
    Eins der zentralen Elemente ist Eltons Freundschaft zu seinem Songwriter Bernie Taupin, die bis heute anhält und für Elton entscheidend stabilisierend wirkte. Dieser wird von Jamie Bell verkörpert.
    Was mir auch gefiel, sind diese ganzen kleinen Hints, etwa wenn gleich früh im Film Elton die Anfänge von Candle in the Wind klimpert und Foreshadowing betreibt. Im Film hats für Kenner von Elton John vermutlich noch sehr viel mehr Anspielungen und Hinweise. Und für die ist dieser Film auch gemacht. Mit zwei Stunden ist er sogar erfreulich kurz. Und so konnte ich keine Längen ausmachen. Sein Leben hätte sicher das Potenzial mehrere Episoden zu füllen, aber hier kriegt man sehr verdichtet ein gelungenes Porträt des Musikers, grandios gespielt von allen Beteiligten. Taron Egerton ist brilliant, aber auch Jamie Bell und Richard Madden als falsche Schlange holen das Maximum aus ihren Rollen heraus. Klarer Tipp für Fans von Elton und Musiker Biopics, bei denen sowohl Musik als auch Höhen und Tiefen der Musiker selbst Platz haben.

    als Antwort auf: Smalltalk #1681052
    ChrisKongChrisKong
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    Seh ich das richtig, der tweetet eine lausig gemachte Parodie über sich selbst?

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