Little Mac
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Little MacTeilnehmer[postquote quote=1694773][/postquote]
Haha, so kann man es natürlich auch machen:-)
Zur Playstation 5: So richtig in Launch-Laune bin ich irgendwie noch nicht. Von den wirklich neuen Games reizen mich am ehesten Resident Evil VIII und das nächste God of War. Ein aktuelles Madden wäre da wohl auch Pflicht. Wird alles noch nicht so bald da sein.
Ich möchte auch erstmal schauen, wie es mit PSVR weitergeht, ein Game à la wipeout auf technisch neuestem Stand könnte für mich auch ein Kaufargument sein.
Die Marken, die mich außerdem begeistern, bzw. begeistern könnten, sind bisher leider (noch) nicht in Sicht, etwa ein neues Mass Effect, Kingdoms of Amalur, Street Fighter VI oder auch mal wieder ein gutes Sakaguchi-JRPG (was hat er eigentlich zuletzt so gemacht)? Oder mal was freshes von SEGA…
Von daher freue ich mich erstmal ganz gelassen auf die neue Gen und gehe da völlig entspannt ran.
24. September 2020 um 20:36 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1694851
Little MacTeilnehmerIch erwäge, ob ich in der kommenden Herbstzeit mal wieder den Faden bei Death Stranding aufnehmen soll. Hat mir eigentlich gut gefallen, brauchte aber irgendwann einfach mal ne Pause. Ist halt auch nicht so das Spiel für den Sommer irgendwie…
Gleiches gilt für Lost Odyssey, zweiter Durchgang. Auch so ein Spiel, dass damals als nur als „okay aber nicht super“ bewertet wurde und heute von vielen extrem geschätzt wird -auch von mir. Allein diese Beerdigungs-Szene geht einem total ans Herz und das sage ich mal als jemand, der zuviele Emotionen in Games oft eher nervig findet.
Kingdoms of Amalur Re-Reckoning habe ich bisher ignoriert, das wird‘s evtl. bald mal im Sale geben. Aber eigentlich bin ich mit der Ur-Version bis heute zufrieden.
Auch die neuen Street Fighter V-Charas sind immer noch nicht raus, da werde ich mich bestimmt auch bald mal wieder ordentlich kloppen:-)
Bis dahin glüht weiter die Dreamcast -und wipeout in VR liebe ich auch nach wie vor mit ungebrochener Hingabe!
24. September 2020 um 20:26 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #1694839
Little MacTeilnehmer@Obermotz: Guter Tipp und starke Auswahl!
Bei mir ging es nach der PSVR-Euphorie im Frühsommer zuletzt mal wieder zurück in die Vergangenheit, konkret wurde meine Dreamcast mit neuen Games versorgt:
-Snow Surfers
-Toy Commander
-Silent Scope
-Confidential Mission
-House of the Dead 2
-Sega Bass Fishing (US)
-Sega Rally 2 (jap)
-Blue Stinger (jap)Zwischendurch brauch‘ ich diese arcadigen, kurzweiligen Games und da hat die Dreamcast für mich einfach unerreicht abgeliefert.
Daher auch mein ultimativer App-Tipp, weil geil und kostenlos:
Crazy Taxi -das „Tetris“ unter den Rennspielen- gibt‘s kostenlos. Bin neulich seit längerem mal wieder geflogen und habe dabei ohne Ende -der Powerbank sei dank- dieses Spiel gesuchtet. Kommt zwar ohne die Sponsoren, aber dafür mit dem Original-Soundtrack!
Little MacTeilnehmerMir stinkt sowas auch extrem, ist mir im Apple-App-Store schon des öfteren passiert, das gekaufte und bezahlte Apps und Spiele plötzlich nicht mehr da waren, bzw. plötzlich den Dienst verweigerten (denn es gab natürlich neuere Versionen, bzw. Umstellung aufs -ich HASSE es!!!- inzwischen bei den Anbietern so beliebte Abo-Modell).
29. Juni 2020 um 23:36 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1685598
Little MacTeilnehmer@genpei tomate: Danke! Hatte mich bei nem Kumpel mit der Oculus mit ein paar Achterbahnen auf vr eingegroovt von daher geht das. Wie Du ganz richtig sagst: Ein Brett!
Im Moment spiele ich Skyrim VR -das erste Mal- und muss sagen das fällt technisch schon deutlich ab. An sich aber ein gutes Game bisher.
29. Juni 2020 um 7:18 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1685493
Little MacTeilnehmerWipeout Omega Collection (VR), Astro Bot & VR Worlds
Bin jetzt tatsächlich bei der PSVR schwach geworden, der Pack mit Kamera und fünf Games (von denen ich schon eins hatte) kam zum Wochenende und ich bin doch ziemlich angetan!
Trotz der mittlerweile etwas betagten Technik macht mir VR echt Spaß!
Zuerst habe ich den VR-Mode von Resident Evil VII getestet und nochmal die letzten Passagen ab der Mine bis zum Abspann gespielt (geil, wird nochmal ganz durchgespielt!). Außerdem habe ich nette Demo-Games in VR-Worlds gezockt und bin zu einem Astro Bot-Fan geworden -tolles Hüpfspiel.
Der ultimative Killer ist aber für mich definitiv der VR-Mode der wipeout Omega Collection!
DAS ist genau der Shit, den ich spielen wollte, seit ich überhaupt spiele. Allein für dieses Spiel in VR hat sich die Anschaffung schon gelohnt, besser geht echt nicht. So begeistert hab‘ ich selten vor der Glotze gekauert!
Für mich gibt es derzeit kein intensiveres Rennspielerlebnis, der SciFi-Raser und das VR-Konzept passen perfekt zusammen, alles läuft butterweich und man ist mittendrin. Achterbahn zum selbst lenken. Ausprobieren!
Little MacTeilnehmer@ghostdog: Da fehlte mir ein wenig der Biss, mich darauf einzulassen, einfach mal zu üben und mich reinzubeißen, muss ich zugeben.
Obwohl ich so ziemlich jedes Game in meiner Sammlung mindestens einmal durchgespielt habe, bildet Zombi U eine der wenigen Ausnahmen. Aber kann ja noch werden:-)
@genpei tomate: Da bin ich absolut bei Dir, ich kann mir speziell Resident Evil 5 & 6 heute nur noch ganz schwer geben; Revelations 2 mag ich auch überhaupt nicht. Da gefiel mir Zombi u klar besser.
Little MacTeilnehmerWar speziell auf der wii u ein tolles Erlebnis -bis zur Stelle kurz vor Schluss mit diesem Arenakampf.
Da ist bei mir damals der Faden gerissen und ich hab‘s nie beendet. Trotzdem, spielenswert!
20. Juni 2020 um 8:40 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1684589
Little MacTeilnehmer[postquote quote=1684560][/postquote]
Kann ich bestätigen. Bin durch auf normal und hatte meinen Spaß. Nemesis war zudem für mich persönlich weitaus weniger nervig als der Tyrant im Vorgänger. Dass der im 2er-Remake in allen vier Durchgängen drin ist, werde ich Capcom noch im Altenheim vorwerfen.
16. Juni 2020 um 21:14 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #1684172
Little MacTeilnehmer[postquote quote=1684120][/postquote]
Ich auch, macht auch Spaß bisher die Hatz.
Little MacTeilnehmerIch werde RE 7 in VR nochmal nachholen, hab’ jetzt (ich weiß, merkwürdiger Zeitpunkt) irgendwie Bock auf PSVR bekommen und bei einem ganz guten Saturn-Angebot doch noch zugeschlagen. Eigentlich wegen wipeout, aber klar zocke ich RE 7 damit auch nochmal durch.
Bin mal gespannt, wie es rüberkommt. Ob bis zu Teil VIII schon die PS VR 2 da ist, RE VIII vielleicht sogar Bundle-Game wird, bleibt abzuwarten. Aber VR-Funktionalität wäre schon geil, ist ja auch für Capcom ein Imagegewinn, RE 7 hat ja in diversern VR-Kategorien hohe Weihen erhalten.
Kenne zwar schon das Spiel sehr gut, aber nur so lässt es sich aushalten denke ich mal, ohne Vorkenntnis würde ich mir vermutlich panisch die Brille runterreißen, noch bevor ich Mia gefunden habe.
Ist gerade eh wieder mal Resi-Revival-Time bei mir: Teil 3 Remake habe ich mir gerade tatsächlich auch noch mal im Sale für 40 Euro gegönnt, da habe ich lange gehadert, ob ich es machen soll, riecht mehr nach Add-on als Fullprice-Game. Aber es war auf 40 Euro reduziert, ich hatte noch etwas Guthaben vom geplanten und bisher nicht gemachten SF V-Upgrade übrig, so kann ich mir sagen, es im Prinzip für 50 % bekommen zu haben:-)
Ich merke gerade, in dieser Gen bin ich ein ziemlicher Capcom-Fanboy, Resident Evil und Street Fighter sind vermutlich mit Abstand meine am meisten gespielten Serien auf PS 4. Naja, gibt bestimmt schlimmeres:-D
Little MacTeilnehmer@ghostdog: Was den Aufbau der Ambivalenz angeht -Zustimmung.
Ethan kommentiert sehr viel in dem Game, da hätte er auch vorher schonmal drauf eingehen können, dass er an Mia zweifelt, bzw. Zoe nicht im Stich lassen kann, dass es da also einen Konflikt gibt.
Dass Mia in der ganzen Geschichte aber in irgendeiner Form mit drinsteckt, ist Ethan (bzw. uns Spielern) zu diesem Zeitpunkt mE aber schon irgendwo klar, siehe der Dialog kurz vor ihrer Entführung durch Lucas im alten Haus („Erzähl‘ keinen Mist mehr Mia, ich will Antworten!“-„Ich weiß, du hast recht und ich wollte es dir ja sagen, aber ich kann mich nicht erinnern“). Ihm ist hier schon klar, dass sie ihm Dinge verheimlicht, bzw. verheimlicht hat.
Das Image der arglosen Ehefrau hatte auch von Beginn an gelitten, wir Spieler sahen zu Beginn ihr Video vom Schiff, in dem sie einräumt, Ethan belogen zu haben. Demnach muss er ihr das ja schon auch vor ihrem Verschwinden schon unterstellt haben, trotz ihrer Ehe Geheimnisse vor ihm zu haben, worauf ihr „Du hattest recht, ich hab‘ dich angelogen, das war falsch aber…“ hinweist.
Und das erste was Ethan zu Mia sagt, als er sich für sie entschieden hat: „Du hast damit zu tun, oder?“. Kam erst danach, aber spricht ja auch dafür, dass bei den beiden eine Paar-Therapie dringend angeraten ist.
Für mich bedurfte es da schon einer gewissen Bedenkzeit, ehe ich dann doch pro Mia entschieden habe. Denn es stimmt natürlich, ihre Rettung ist das erklärte Ziel des Spiels und wie heißt es nunmal so schön, „in guten wie in schlechten Zeiten“:-)
Im großen und Ganzen zählt diese Entscheidungsszene sicher nicht zu den Highlights des Spiels, passt aber mit einer (wenn auch hier indirekten) Entscheidung über die Zukunft Mias für mich schon gut zu Resident Evil, gerade weil es sowas ja in anderer Form auch schon früher gab.
Aber ja, es kam schon sehr plötzlich und der entsprechende „Aufbau“ war nicht ganz so rund, das will ich gar nicht abstreiten. Wurde ein bisschen geschludert.
Aber mal zurück zum nächsten Teil:
-in dem netterweise verlinkten Entwickler-Interview findet sich auch die Aussage dass es wieder mehr in Richtung Action gehen werde.
Das klingt für mich tatsächlich so, als wolle man nicht nur vom Setting her zurück in Richtung Resident Evil 4. In Zusammenspiel mit dem Geld, dass im Inventarscreen ausgemacht wurde, schwant mir da schon übles, wobei ich wiederum die Eindrücke bisher sehr stimmungsvoll und atmosphärisch fand. Aber das war Resi 4 in vielen Cutscenes ja auch und dann ging das Geknalle wieder los. Der Axt-Typ, der da durch die Luft geflogen kam, erinnerte mich gleich mal an den Opener von Resident Evil 5.
Richtung August gibt es vermutlich nächste Infos, ich hoffe, dass Capcom beim Gameplay eine gute Balance findet.
Little MacTeilnehmerIch fand‘ dass die Entscheidung prinzipiell gut gepasst Hat, aber die Umsetzung wirkte unrund.
Bei der Entscheidungsfindung hab‘ ich schon kurz geschwankt, auch wenn die Entscheidung letztlich doch pro Mia fiel.
Gegenargumente gab es schon: Zoe hat Ethan geholfen, Mia Ethan dagegen auch schon vor ihrer „Verwandlung“ belogen, zB dass sie Babysitterin für Biowaffen ist.
Dass diese Entscheidung drin war, fand‘ ich gut, nur war es letztendlich sehr merkwürdig umgesetzt, da Zoe, wenn man das Serum ihr gibt, schon in der nächsten Cutscene stirbt und man so oder so danach Mia übernimmt.
Die eigentliche Konsequenz aus dieser Entscheidung ist ja, ob Mia am Ende lebt (man wählt sie) oder stirbt (man wählt Zoe, die dann ebenfalls stirbt).
Ich habe übrigens heute endlich mal den „Not a hero“-DLC beendet und mit Chris Redfield Lucas Baker zur Strecke gebracht. Da erfahren wir schon ein bisschen was über die „Connections“, um die es ja im achten Teil gehen soll.
War wohl die Company, die Eveline hergestellt hat und bei der Mia angestellt war. Haben dann später Lucas als Agent bei den Bakers genutzt.
Würde schon irgendwo Sinn machen, dass die jetzt an Mia und/oder Ethan und Kind interessiert sind, Eveline haben sie verloren, aber evtl. lässt sich mit den dreien was anfangen?
Little MacTeilnehmer[postquote quote=1683909][/postquote]
Stimmt natürlich, „jemanden der nicht weiß, was auf ihn zukommt“ muss es heißen, danke.
[postquote quote=1683911][/postquote]
Ui, das finde ich ja jetzt irgendwie nicht so gut…
Little MacTeilnehmerDas ist im Moment eine viel diskutierte Frage, wann ist ein Horrorspiel ein ‚echtes’ Resident Evil?
Gibt es da überhaupt eine Formel? Ich denke schon. Und die meisten, speziell der letzte Hauptteil, sind der Formel durchaus trotz aller Veränderungen treu geblieben. Aber es gibt auch die Ausreißer.
Wenn man nach Konstanten in der Reihe sucht, steht da zuerst immer die B.O.W. -„Biohazard“ lautet ja auch schon der Originaltitel. In keinem Spiel kommen sie nicht vor. Ob nun durch Virenforschung, Pilzzucht oder Parasitenbuddeln entdeckt standen am Ende immer krasse Mutanten.
Im ersten Teil stand man einer anfangs unbekannten Bedrohung gegenüber, traf zunächst auf Killerhunde und Zombies, ehe die abgefahreneren Kreaturen von Umbrella wie Hunter und Tyrant auf den Plan traten.
Man selbst spielte zwar eine/n Elite-PolizistIn, stand dem Grauen aber unvorbereitet und dank Ressourcenknappheit verwundbar und ebenso ahnungslos wie die Spielfigur gegenüber, musste erst aufdecken, was da überhaupt los war.
Dazu kam ein begrenztes Areal, der Titel „Resident Evil“ bringt das gut auf den Punkt, das lokale Böse gewissermaßen, eben auch auf vorgegebenen Raum beschränkt zu sein und dem Übel nicht entkommen zu können.
Schlussendlich gab es trotz des B.O.W.-Schwerpunkts schon ab Beginn stets einen oder mehrere (mehr oder weniger) menschliche Gegenspieler, von Wesker über Irons und die Birkins über Nicholai, die Ashfords, Dr. Marcus, Saddler, Simmons, etc.
Spielerisch stand das Ganze auf den Säulen Erkundung, Rätsel und Kampf, in Horror-Atmosphäre inszeniert und durch Cutscenes und gescriptete Jumpscares in einer Atmosphäre dauerhafter Anspannung dargeboten. Und man hatte die Wahl aus zwei Spielfiguren mit leicht abgewandelten Durchläufen.
Dazu kam und kommt bis heute eine oft unfreiwillige, nicht zu leugnende „Cheesyness“, die die Serie inzwischen beinahe (endlich!) schon selbstherrlich-offensiv zur Schau stellt, anstatt sich ihrer zu schämen (Zitat: „Hier Junge, hol‘s Dir! Damit kannst Du dein Bein ‚flicken‘, höhö!“)
So würde ich jetzt zumindest mal den ersten Teil spontan analysieren. War quasi so aus meiner Sicht die Grundformel des Erfolgs, wenn man denn so will.
[Anmerkung: Ich habe das Thema ‚Entscheidungen‘ nicht groß thematisiert, will es aber nicht ganz unerwähnt lassen. Auch hiermit wurde seit Teil 1 immer wieder mal experimentiert, nicht in jedem Teil und meist subtil, aber allein das Remake von Teil 1 hat 10 verschiedene Epiloge, man denke weiter an die Nemesis-Encounter
im Original von Teil 3 oder den Waffenschrank in Teil 2, verschiedene mögliche Routen in Teil 4, Zoe oder Mia in Teil 7 das Serum geben]Der zweite Teil kommt dem sehr Nahe. Zwar wurde alles höher, weiter, breiter. Aber Teil 2 stand spielerisch wie inszenatorisch auf denselben Säulen wie das Debut, auch wenn man in Sachen Präsentation nun auf Rendersequenzen statt Schauspieler setzte. Clever der Schachzug, mit Claire und Leon erneut zwei, zudem neue und demnach unvorbereitete Figuren ins Abenteuer zu schicken. Blieb nur das fehlende Element des ‚Unbekannten‘ für den Spieler selbst, also für uns.
Vor diesem Hintergrund war es ein toller Trick der Entwickler, den Licker so früh und prominent zu etablieren. Hier wurde doch klar geäußert: Du denkst Du weißt, was Dich erwartet? Denk‘ nochmal.
So hatte man sein Rezept wieder beisammen, angereichert durch B-Szenarien.
Die folgenden Teile blieben der Formel weitgehend treu, experimentiert wurde nur in schmalem Rahmen: Nemesis war linearer und bot mehr Action mit Schwerpunkt Verfolgung, Code Veronica ging in Sachen Story mehr in Richtung Psycho-Thriller, das Remake des Orginals huldigte dem Debut. Zero schließlich bewies, dass die bewährte Formel aber zumindest im ursprünglichen Gameplay-Gewand nicht mehr funktionierte; viele Spieler (auch ich) hatten genug von Türanimationen, knappen Inventaren und festen Kameraeinstellungen. Das Koop-System und die fehlenden Itemboxen stören bis heute den gewohnten Spielkomfort. Das war schon eine kreative Sackgasse, der Neuanfang -was auch immer man von ihm hält- war damals nach meiner Wahrnehmung unausweichlich.
Zwei der oben erwähnten Elemente fielen aber schon ab Teil 3 weg: Man spielte nun bis zu Teil 6 ausschließlich Veteranen im Kampf gegen B.O.W.‘s, also abgebrühte Profis. Und man hatte nicht mehr die Wahl verschiedener Spielfiguren und Durchgänge.
Es wurde auch zunehmend versucht, die Handlung spielübergreifend in ein großes Ganzes zu bringen, hier wurde teilweise übers Ziel hinausgeschossen und zunehmend Käse erzählt, speziell die Story von Teil 6 ist (persönliche Meinung) hart an der Grenze des hinnehmbaren (Ada-Wong-Klon).
Ab Teil 4 hat sich die Serie für drei Teile und zwei Spin-Offs (Revelations) dann deutlich in Richtung Action verschoben, zudem brachen erstmals mehrere stilprägende Elemente gleichzeitig weg: Jumpscares, Rätsel, feste Kameras, die Inszenierung mit dem Haupt-Schwerpunkt darauf, dem Spieler Angst zu machen. Das blitzte alles nochmal pflichtschuldig kurz auf, aber plötzlich stand der Bombast-Faktor im Vordergrund.
Was das „lokale Böse“ angeht, blieb Teil 4 der Serie noch treu, was es für mich eher zu einem ‚echten‘ Resident Evil macht, als seine beiden Nachfolger und der erste Revelations-Teil. Denn ab hier hat man sich entschieden, „international“ zu erzählen: B.O.W.‘s waren keine schmutzigen Konzern- oder Sektengeheimnisse mehr, deren Pläne stets in letzter Sekunde durch unser tapferes Einschreiten verhindert wurden, sondern ein weltbekanntes Phänomen mit umkämpften Brennpunkten auf der ganzen Welt. Ich finde bis heute, dass das nicht gut erzählt wurde, da man alles nur in Intros/Rückblenden erfährt.
Durch die andauernde Verwendung bekannter Figuren, zunehmend abstrusere Storylines, dem Koop-Gameplay und der bombastischen Inszenierung getreu dem Motto „Action vor Logik“ verlor die Reihe rapide ihren Horror-Charakter, entfernte sich spielerisch von ihren Wurzeln und hinterließ außer dem Hauptelement Kampf nur noch Reminiszenzen in Form grüner Kräuter und Textdokumente.
Die Teile 5 und 6 sind für mich daher spielerisch eigentlich keine „echten“ Resident Evils, eher Action Games im Resident Evil Universum. Da waren es die Charaktere, die die Titel zu Resis gemacht haben, aber das Feeling ging verloren. Revelations vollzog mit den Schiffspassagen einen kleinen Schritt zurück.
Mit Teil 7 erfolgte dann nach teils üblem Feedback für Teil 6 eine erneute Schwerpunktverschiebung zurück zu den Wurzeln, man hat wirklich fast alles zurückgebracht, was die ersten Episoden ausgemacht hat:
-man spielt einen unvorbereiteten Zivilisten
-man ist gefangen auf fremdem Terrain
-das Spielgebiet wird nach und nach erschlossen (ja, inkl. Backtracking)
-es herrscht die meiste Zeit ernste Ressourcenknappheit
-Die Bedrohung ist Unbekannt/ein Geheimnis muss aufgedeckt werden
-der Spieler soll permanent Angst haben, Jumpscares kamen zurück
-man muss Rätsel lösen, diese waren zudem selten so gekonnt in die Story eingebunden (Happy Birthday)
-es gibt menschliche Gegenspieler
-die Brutalität schockiert
-man trifft eine wichtige Entscheidung, die das Überleben einer anderen Figur beeinflusst
-am Ende kommt heraus: Biowaffe!Das sind die wesentlichen Elemente, die für mich ein ‚echtes‘ Resident Evil ausmachen. Unterstützend kommen noch die Ego-Perspektive/VR dazu. Daher steht auch Teil 7 in meinem persönlichen RE-Ranking in den Top 3.
Schaue ich mir auf dieser Basis den Trailer von Teil 8 an, sehe ich mit Ego-Perspektive, Locationwahl und Inszenierung mit Schwerpunkt Horror schonmal einige wichtige Punkte erfüllt.
Wie es mit Rätselgehalt, Ressourcenknappheit und Erkundung aussieht, bleibt erstmal abzuwarten, ebenso wie sich die okkulte Komponente in die Reihe einfügt, aber da bin ich erstmal guter Dinge.
Vorsichtig machen mich die Verwendung etablierter Charaktere und die bisher etwas gewollt erscheinende Story: Ethan und Mia wohnen also mit ihrem Kind (creepy, beide waren voll auf „Eveline“) in oder nahe einem abgelegenen Dorf, in dem rein zufällig auch ein Graf lebt, der ein Faible für BOW‘s/Viren hat, aha. Zufälle gibt‘s, Tall Oaks lässt grüßen mag man denken, aber abwarten.
Auch Umbrella scheint man wieder irgendwie unterbringen zu wollen, ebenso eine Wesker. Da bin ich zwiegespalten, das wirkte schon in der Vergangenheit oft zu gewollt und hingebogen, aber auch hier kann man aktuell nur Vermutungen anstellen.
Optimistisch machen mich die guten letzten Veröffentlichungen, wird das Spiel gut, wäre es für mich ein erstes großes Kaufargument pro NextGen.
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