Little Mac
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Little MacTeilnehmerDas ist im Moment eine viel diskutierte Frage, wann ist ein Horrorspiel ein ‚echtes’ Resident Evil?
Gibt es da überhaupt eine Formel? Ich denke schon. Und die meisten, speziell der letzte Hauptteil, sind der Formel durchaus trotz aller Veränderungen treu geblieben. Aber es gibt auch die Ausreißer.
Wenn man nach Konstanten in der Reihe sucht, steht da zuerst immer die B.O.W. -„Biohazard“ lautet ja auch schon der Originaltitel. In keinem Spiel kommen sie nicht vor. Ob nun durch Virenforschung, Pilzzucht oder Parasitenbuddeln entdeckt standen am Ende immer krasse Mutanten.
Im ersten Teil stand man einer anfangs unbekannten Bedrohung gegenüber, traf zunächst auf Killerhunde und Zombies, ehe die abgefahreneren Kreaturen von Umbrella wie Hunter und Tyrant auf den Plan traten.
Man selbst spielte zwar eine/n Elite-PolizistIn, stand dem Grauen aber unvorbereitet und dank Ressourcenknappheit verwundbar und ebenso ahnungslos wie die Spielfigur gegenüber, musste erst aufdecken, was da überhaupt los war.
Dazu kam ein begrenztes Areal, der Titel „Resident Evil“ bringt das gut auf den Punkt, das lokale Böse gewissermaßen, eben auch auf vorgegebenen Raum beschränkt zu sein und dem Übel nicht entkommen zu können.
Schlussendlich gab es trotz des B.O.W.-Schwerpunkts schon ab Beginn stets einen oder mehrere (mehr oder weniger) menschliche Gegenspieler, von Wesker über Irons und die Birkins über Nicholai, die Ashfords, Dr. Marcus, Saddler, Simmons, etc.
Spielerisch stand das Ganze auf den Säulen Erkundung, Rätsel und Kampf, in Horror-Atmosphäre inszeniert und durch Cutscenes und gescriptete Jumpscares in einer Atmosphäre dauerhafter Anspannung dargeboten. Und man hatte die Wahl aus zwei Spielfiguren mit leicht abgewandelten Durchläufen.
Dazu kam und kommt bis heute eine oft unfreiwillige, nicht zu leugnende „Cheesyness“, die die Serie inzwischen beinahe (endlich!) schon selbstherrlich-offensiv zur Schau stellt, anstatt sich ihrer zu schämen (Zitat: „Hier Junge, hol‘s Dir! Damit kannst Du dein Bein ‚flicken‘, höhö!“)
So würde ich jetzt zumindest mal den ersten Teil spontan analysieren. War quasi so aus meiner Sicht die Grundformel des Erfolgs, wenn man denn so will.
[Anmerkung: Ich habe das Thema ‚Entscheidungen‘ nicht groß thematisiert, will es aber nicht ganz unerwähnt lassen. Auch hiermit wurde seit Teil 1 immer wieder mal experimentiert, nicht in jedem Teil und meist subtil, aber allein das Remake von Teil 1 hat 10 verschiedene Epiloge, man denke weiter an die Nemesis-Encounter
im Original von Teil 3 oder den Waffenschrank in Teil 2, verschiedene mögliche Routen in Teil 4, Zoe oder Mia in Teil 7 das Serum geben]Der zweite Teil kommt dem sehr Nahe. Zwar wurde alles höher, weiter, breiter. Aber Teil 2 stand spielerisch wie inszenatorisch auf denselben Säulen wie das Debut, auch wenn man in Sachen Präsentation nun auf Rendersequenzen statt Schauspieler setzte. Clever der Schachzug, mit Claire und Leon erneut zwei, zudem neue und demnach unvorbereitete Figuren ins Abenteuer zu schicken. Blieb nur das fehlende Element des ‚Unbekannten‘ für den Spieler selbst, also für uns.
Vor diesem Hintergrund war es ein toller Trick der Entwickler, den Licker so früh und prominent zu etablieren. Hier wurde doch klar geäußert: Du denkst Du weißt, was Dich erwartet? Denk‘ nochmal.
So hatte man sein Rezept wieder beisammen, angereichert durch B-Szenarien.
Die folgenden Teile blieben der Formel weitgehend treu, experimentiert wurde nur in schmalem Rahmen: Nemesis war linearer und bot mehr Action mit Schwerpunkt Verfolgung, Code Veronica ging in Sachen Story mehr in Richtung Psycho-Thriller, das Remake des Orginals huldigte dem Debut. Zero schließlich bewies, dass die bewährte Formel aber zumindest im ursprünglichen Gameplay-Gewand nicht mehr funktionierte; viele Spieler (auch ich) hatten genug von Türanimationen, knappen Inventaren und festen Kameraeinstellungen. Das Koop-System und die fehlenden Itemboxen stören bis heute den gewohnten Spielkomfort. Das war schon eine kreative Sackgasse, der Neuanfang -was auch immer man von ihm hält- war damals nach meiner Wahrnehmung unausweichlich.
Zwei der oben erwähnten Elemente fielen aber schon ab Teil 3 weg: Man spielte nun bis zu Teil 6 ausschließlich Veteranen im Kampf gegen B.O.W.‘s, also abgebrühte Profis. Und man hatte nicht mehr die Wahl verschiedener Spielfiguren und Durchgänge.
Es wurde auch zunehmend versucht, die Handlung spielübergreifend in ein großes Ganzes zu bringen, hier wurde teilweise übers Ziel hinausgeschossen und zunehmend Käse erzählt, speziell die Story von Teil 6 ist (persönliche Meinung) hart an der Grenze des hinnehmbaren (Ada-Wong-Klon).
Ab Teil 4 hat sich die Serie für drei Teile und zwei Spin-Offs (Revelations) dann deutlich in Richtung Action verschoben, zudem brachen erstmals mehrere stilprägende Elemente gleichzeitig weg: Jumpscares, Rätsel, feste Kameras, die Inszenierung mit dem Haupt-Schwerpunkt darauf, dem Spieler Angst zu machen. Das blitzte alles nochmal pflichtschuldig kurz auf, aber plötzlich stand der Bombast-Faktor im Vordergrund.
Was das „lokale Böse“ angeht, blieb Teil 4 der Serie noch treu, was es für mich eher zu einem ‚echten‘ Resident Evil macht, als seine beiden Nachfolger und der erste Revelations-Teil. Denn ab hier hat man sich entschieden, „international“ zu erzählen: B.O.W.‘s waren keine schmutzigen Konzern- oder Sektengeheimnisse mehr, deren Pläne stets in letzter Sekunde durch unser tapferes Einschreiten verhindert wurden, sondern ein weltbekanntes Phänomen mit umkämpften Brennpunkten auf der ganzen Welt. Ich finde bis heute, dass das nicht gut erzählt wurde, da man alles nur in Intros/Rückblenden erfährt.
Durch die andauernde Verwendung bekannter Figuren, zunehmend abstrusere Storylines, dem Koop-Gameplay und der bombastischen Inszenierung getreu dem Motto „Action vor Logik“ verlor die Reihe rapide ihren Horror-Charakter, entfernte sich spielerisch von ihren Wurzeln und hinterließ außer dem Hauptelement Kampf nur noch Reminiszenzen in Form grüner Kräuter und Textdokumente.
Die Teile 5 und 6 sind für mich daher spielerisch eigentlich keine „echten“ Resident Evils, eher Action Games im Resident Evil Universum. Da waren es die Charaktere, die die Titel zu Resis gemacht haben, aber das Feeling ging verloren. Revelations vollzog mit den Schiffspassagen einen kleinen Schritt zurück.
Mit Teil 7 erfolgte dann nach teils üblem Feedback für Teil 6 eine erneute Schwerpunktverschiebung zurück zu den Wurzeln, man hat wirklich fast alles zurückgebracht, was die ersten Episoden ausgemacht hat:
-man spielt einen unvorbereiteten Zivilisten
-man ist gefangen auf fremdem Terrain
-das Spielgebiet wird nach und nach erschlossen (ja, inkl. Backtracking)
-es herrscht die meiste Zeit ernste Ressourcenknappheit
-Die Bedrohung ist Unbekannt/ein Geheimnis muss aufgedeckt werden
-der Spieler soll permanent Angst haben, Jumpscares kamen zurück
-man muss Rätsel lösen, diese waren zudem selten so gekonnt in die Story eingebunden (Happy Birthday)
-es gibt menschliche Gegenspieler
-die Brutalität schockiert
-man trifft eine wichtige Entscheidung, die das Überleben einer anderen Figur beeinflusst
-am Ende kommt heraus: Biowaffe!Das sind die wesentlichen Elemente, die für mich ein ‚echtes‘ Resident Evil ausmachen. Unterstützend kommen noch die Ego-Perspektive/VR dazu. Daher steht auch Teil 7 in meinem persönlichen RE-Ranking in den Top 3.
Schaue ich mir auf dieser Basis den Trailer von Teil 8 an, sehe ich mit Ego-Perspektive, Locationwahl und Inszenierung mit Schwerpunkt Horror schonmal einige wichtige Punkte erfüllt.
Wie es mit Rätselgehalt, Ressourcenknappheit und Erkundung aussieht, bleibt erstmal abzuwarten, ebenso wie sich die okkulte Komponente in die Reihe einfügt, aber da bin ich erstmal guter Dinge.
Vorsichtig machen mich die Verwendung etablierter Charaktere und die bisher etwas gewollt erscheinende Story: Ethan und Mia wohnen also mit ihrem Kind (creepy, beide waren voll auf „Eveline“) in oder nahe einem abgelegenen Dorf, in dem rein zufällig auch ein Graf lebt, der ein Faible für BOW‘s/Viren hat, aha. Zufälle gibt‘s, Tall Oaks lässt grüßen mag man denken, aber abwarten.
Auch Umbrella scheint man wieder irgendwie unterbringen zu wollen, ebenso eine Wesker. Da bin ich zwiegespalten, das wirkte schon in der Vergangenheit oft zu gewollt und hingebogen, aber auch hier kann man aktuell nur Vermutungen anstellen.
Optimistisch machen mich die guten letzten Veröffentlichungen, wird das Spiel gut, wäre es für mich ein erstes großes Kaufargument pro NextGen.
Little MacTeilnehmerResident Evil Zero HD Remaster (PS4)
Man verbringt ein Drittel des Spiels mit Inventarmanagement, was schon hart nervt. Die Zug-Passage hätte gern länger sein dürfen, das Ausbildungszentrum kürzer. Eines der schwächeren Resident Evils, aber trotzdem ein ordentliches Spiel, dass seine Momente hat.
2. Juni 2020 um 10:45 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1682738
Little MacTeilnehmerResident Evil HD Remaster (PS 4). Habe ich zwar schon für meine Xbox360, aber nur auf der PS 4 kann ich die besten Momente mitschneiden und für einen späteren Zusammenschnitt archivieren.
Und da es den Doppelpack mit Zero und Extrakostümen derzeit für nen schmalen Zehner gibt, habe ich erneut zugeschlagen:-)
Little MacTeilnehmerCastlevania II: Simon’s Quest (im Rahmen der Anniversary-Collection auf PS 4)
Endlich mal das beste der drei Enden freigespielt -Simon Belmont überlebt:-)
Little MacTeilnehmerIch gehe hier bei Karou völlig mit bei seiner Beschreibung des Erlebten. Shenmue ist für mich ähnlich wie ein Urlaub, an den du dich den Rest deines Lebens gern erinnerst. Für mich persönlich auch immer ein wenig eine Reise zurück durch die Zeit, als man begann die Welt bewusster wahrzunehmen. Das waren halt bei mir die späten 80er/frühen 90er.
Im Moment ist ja offen, ob Shenmue 4 kommen wird. Yu Suzuki hat gesagt, er will, aber der wollte auch die 18 Jahrer davor, daran hat es noch nie gelegen. Hat also für mich nicht allzuviel zu sagen. Von Deep Silver war mal zu lesen “Shenmue is doing okay”, das klingt nicht gerade euphorisch, auch die Verkaufszahlen geben dazu, nachdem was man so herausfinden kann, keinen Anlass. Der totale Megaflop ist das Spiel wohl nicht geworden, aber man dürfte sich schon mehr erhofft haben.
Leider konnten die DLC’s nichts dazu beitragen, den Gesamteindruck vo Shenmue 3 noch einmal etwas aufzupolieren. Battle Rally war ganz witzig, der zweite war mE für die Tonne. Der dritte ist da mit dem Minigame-Schiff zwar wieder etwas aufwändiger, aber nicht ein einziges neues Minispiel dabei bisher -warum dann diese Location?
Wenn es denn weitergeht, sollte man auch das Spielerlebnis etwas zeitgemäßer gestalten, interessanterweise hat sich Suzuki dazu selbst schon gemeldet und erklärt, dass Teil 3 speziell für die alten Fans war, er bei einem vierten Teil aber schon gerne das Spiel etwas zeitgemäßer und weniger nischenmäßig entwicklen würde, um auch neue Spieler mehr ansprechen zu können.
Für Teil 4 würde ich mir persönlich grundsätzlich wünschen, dass Suzuki etwas mehr in die Länge als in die Breite entwickelt. Mehr in die Story und deren Inszenierung investieren, als zigtausend Capsule-Toys und Minispiele reinzustopfen.
Am besten gleich in diesem Felstempel starten und direkt mal mit ner dicken Keilerei einsteigen, im Idealfall lernen wir die übrigen Chi You Men kennen und es wird früh ein großes Ziel klar, bspw. den Spiegel zurückzuerobern. In dieser Hinsicht toppt einfachh nichts die Kowloon-Pasage aus Shenmue 2. Informanten treffen, irgendwelche aufgezeicnete Telefonate abhören, Personen beschatten, durch ein Gangster-HQ kämpfen.
Die ganze Bailu-Passage, sowohl in Teil 2 als auch in Teil 3 fand’ ich nach Kowloon einen angenehmen Tritt auf die Bremse, aber in der zweiten Hälfte hätte ich mir viel früher mehr Action gewünscht.
Was die weitere Story angeht, glaube ich übrigens nicht mehr daran, dass diese überhaupt vorsieht, dass Ryo Lan Di jemals im Zweikampf besiegen kann (das sagt der kurze Encounter in Teil 3 für mich überdeutlich), eher könnte Lan Di irgendwann einsehen, dass er von den Chi You Men von Anfang an manipuliert wurde und sich in einem Akt der quasi-Wiedergutmachung für Ryo opfern, damit er die Chi You Men aufhalten kann oder was in der Art.
Eigentlich ist ja seit Teil 1 und vielen alten Trailern klar, worauf es hinausläuft: Die Chi You Men beschwören Chi You, um die Welt zu unterwerfen, Shenhua und Ryo halten mit dem Phönix-Spiegel dagegen.
Würde mich freuen, wenn wir das noch erleben dürfen.
25. Mai 2020 um 13:19 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1681922
Little MacTeilnehmerResident Evil VII. Mal wieder
Für mich persönlich DAS Game dieser Gen.
Ich hoffe wirklich, dass Teil VIII auch so gut wird.
23. März 2020 um 19:00 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #1675969
Little MacTeilnehmer[postquote quote=1675951][/postquote]
Also ich konnte Daytona für die Xbox360 ganz easy downloaden.
Ich habe aber auch irgendwann mal über die Microsoft-Seite am PC eine Bezahlmethode für meinen Account hinterlegt.
Dadurch zeigt mir Xboxlive nur den Preis an, ich bestätige, der Download startet und alles ist gut. Geld wird dann abgebucht. Also nichts mehr mit Xbox Live Points.
Wenn das bei dir auch alles so ist, keine Ahnung. Habe selbst keine One, aber große Unterschiede sollte es doch da nicht geben, oder?
22. März 2020 um 7:05 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #1675829
Little MacTeilnehmerDie Arcade-Umsetzung von „Daytona USA“ für die Xbox360.
Heißt: Nur drei Strecken und ein Fahrzeug, aber mehr Geschwindigkeit und deutlich besseres Handling als die Dreamcast-Version.
Jene sieht zwar etwas hübscher aus (Farben) aber die Steuerung ist extremst sensibel. Früher habe ich mich da reingefuchst, heute nehme ich das Racing Wheel, damit klappt es super.
Aber die Arcade-Version spielt sich auch super mit Gamepad. Und für 4 Euro irgendwas kann man da echt nicht motzen.
War auch noch an „Hydro Thunder Hurricane“ interessiert, war mir aber mit rund 15€ Etwas zu teuer, ohne es zuvor getestet zu haben.
21. März 2020 um 10:04 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #1675785
Little MacTeilnehmerSEGA Rally 3 (Xbox360)
Ich spiele ja zurzeit begeistert Teil 2 auf der Dreamcast. Vor ein paar Tagen bin ich dann auf den von mir bisher sträflich ignorierten Teil 3 gestoßen.
Video geschaut, war sofort begeistert, also für schmales Geld bestellt.
Little MacTeilnehmerAls Technik-Pfeife kann ich zu den Zahlen nichts sagen. Mich müssen die Games abholen und optisch muss es bei einer Next-Gen auch nochmal einen Sprung nach vorn geben.
Wobei ich mich aber auch langsam auch frage, ob wir da nicht langsam das Ende der Fahnenstange erreicht haben, wie „gut“, bzw. realistisch sollen Spiele noch aussehen, wieviel Spielraum gibt es da überhaupt noch?
Ich hoffe, die Technik wird nicht allein dazu verwendet, sämtliche Spiele noch größer und ausufernder zu gestalten.
Persönlich spiele ich inzwischen gern „kurze“ Spiele, die dicken Brocken suche ich mir schon gezielt aus („Dragon Quest XI“ bspw.), es werden auch immer weniger. An ein „Red Dead Redemption II“ wage ich mich gar nicht erst heran, ich würde da vermutlich viel zu lange drauf kleben bleiben.
Wo man technisch aber mal dringend ansetzen sollte:
Mir waren die Ladezeiten in dieser Generation viel zu lang. Gefühlt habe ich noch nie so lang gewartet. Matchaufbau in Street Fighter V, online wie offline viel zu lang. Resident Evil VII. Shenmue III. Mass Effect. Egal was, es wurde viel geladen und viel gewartet.
Das darf gern besser werden:-)
Little MacTeilnehmerSEGA Rally 2 (Dreamcast)
„Irgendwann setz‘ ich mich da mal richtig ran“ sagte ich mir vor ca. 19 Jahren. Zu „rutschig“ war mir anfangs das Fahrgefühl und nachdem ich jede Strecke mal kurz angetestet hatte, wanderten erstmal andere DC-Perlen ins Laufwerk.
Bei einem kurzzeitigen erneuten Anlauf ein paar Jahre später hatte ich dann Probleme mit der Disc -ging also auch nicht.
Jetzt, mit einem Zweitexemplar das anfangs etwas zickte, aber im Moment problemlos läuft und aufgrund der Corona-Pause vom Arbeitgeber mit entsprechender Zeit ausgestattet, habe ich es endlich nochmal gewagt und bin durch.
Wobei „durch“ (noch) nicht ganz stimmt, es sind noch nicht alle Wagen freigespielt (immerhin schonmal fünf), aber alle Jahre des „10 year“-Championships sind absolviert und beendet. Nimm‘ das, Checkpoint:-)
Und jetzt verstehe ich auch endlich, warum damals alle so einen Trubel um die Marke veranstaltet haben. Heute weiß ich: Zurecht! Die Steuerung: Ein Traum (wenn man sie erstmal verinnerlicht hat), mittlerweile macht mir das Driften noch mehr Spaß als bei „Rage Racer“ in meinem Lizzard („Rage Racer“ war für mich auf PS 1 das mit Abstand beste Ridge Racer).
Die Strecken machen auch alle richtig Spaß und die verschiedenen „Erschwernisse“ im Championship-Modus (Nacht, Nebel, Regen) sorgen für eine zusätzliche Herausforderung und lassen sich nicht vorher im Time Trial üben, da sind Hartnäckigkeit, Konzentration und jede Menge Auswendig-lernen vonnöten.
Ich habe auch nie so intensiv den Time Trial in einem Rennspiel gespielt. Nichtmal bei der wipeout Omega Collection.
Umfang und Tiefgang befinden sich hier insgesamt in perfekter Balance. Die einzelnen Anläufe dauern nur wenige Minuten, aber man will irgendwann nicht mehr aufhören.
Autos gibt es zwar nur zwei, drei Hände voll, aber man fährt sie auch wirklich alle und jeder Wagen steuert sich spürbar anders und bringt auf anderen Strecken Vor-, bzw. Nachteile. Jeder der neu dazukommt, wird von mir gefeiert wie eine WM und sofort über alle Kurse gejagt.
Der Star ist für mich aber der Bodenbelag. Jeder fährt sich anders, es spritzt und knarzt und rauscht in einer Tour.
Cool: Als Jugendlicher habe ich in Frankreich mal 1-2 Runden den Automaten vom Erstling gespielt und fand‘ besonders den Wüstenabschnitt toll. Umso überraschter war ich, als mir auffiel, dass dieser Kurs auch in Sega Rally 2 als „Desert 2“ dabei ist.
Alles in allem also ein 20 Jahre aufgeschobenes Loblied auf einen fantastischen DC-Launchtitel, der nur unter einer etwas schlampigen Anpassung litt.
Dank VGA-Box/HDMI-Converter schaut es bei mir am TV aber sehr hübsch aus.
Little MacTeilnehmerBlue Stinger!
Little MacTeilnehmerDen „Story Quest DLC“ von Shenmue 3.
Ich liebe Shenmue ja wirklich, aber was man hier vorgesetzt bekommt, ist wirklich sehr enttäuschend. Gameplaytechnisch selbst in Anbetracht der ohnehin eher einfachen Shenmue-Mechaniken als ‚primitiv‘ einzustufen. Inszenierung auf absoluter Sparflamme. Storytechnisch ist das für einen „Story Quest“ genannten DLC auch leider alles ein schlechter Scherz, aber immerhin gibt es zwei schöne Kostüme.
Ich spiele lieber weiter den Battle-Rally-DLC, der macht wenigstens Spaß!
Little MacTeilnehmer[postquote quote=1673783][/postquote]
So, ich muss sagen, kann man machen:-)
Das Bild ist knackscharf (hatte vorher RGB, kein VGA) und schaut gut aus auf dem Großen. Bei dunkleren Darstellungen komme ich nicht umhin, eine leichte Schlierenbildung festzustellen, aber im Spielbetrieb fällt das null auf.
Guter Tipp, vielen Dank!!
Little MacTeilnehmerIch bevorzuge, wie auch schon einige Vorposter, je nach Game einen originalgetreuen Remaster auch mal einem „echten“, neu programmierten Remake.
Manchmal wäre mir aber auch eine Fortsetzung das Liebste. Schön, wenn man wie bei „Resident Evil“ mit beidem versorgt wird.
Die „Mass Effect Trilogy“ bspw. zählt zu meinen absoluten Favoriten, aber da reizt mich eine Fortsetzung mehr als ein Remake.
Bei vielen Games wäre mir ein (HD-)Remaster/Neuauflage lieber als eine Neuinterpretation oder Fortsetzung mit aktueller Technik, weil mir der Look von damals besonders gut gefiel, wie zB bei vielen SEGA-Arcade-Ports.
„Richtige“ Remakes brauche ich persönlich nur bei ganz wenigen Games. Es müsste für mich in optischer Hinsicht erheblichen Verbesserungsspielraum und auch gameplaytechnisch irgendwo einen Mehrwert geben. Resident Evil 2 hat das schon ganz gut hinbekommen. Überhaupt halte ich die erste Generation an Resident Evil-Games für sehr Remake-geeignet.
Code Veronica hätte ich lieber gesehen als Nemesis, aber das ist wohl eher eine Zeitfrage.
Auch „Alone in the Dark“ oder „Dino Crisis“ würden sich da auch anbieten.
Ansonsten:
Sehr gut vorstellen könnte ich mir ein aufwändiges Remake von „Fahrenheit“ von Quantic Dream. Da könnte man ein richtiges Spektakel draus machen und Spielraum für Verbesserungen in Sachen Gameplay gibt’s bei David Cage auch fast immer:-)
Auch wenn das vermutlich eine sehr offensichtliche Idee ist, möchte ich auch mal „Ocarina of Time“ nennen. Fantastisches Spiel, aber grafisch schlecht gealtert (wenn auch weit besser als viele andere N 64-Games). Hier sollte man aber stilistisch sehr behutsam vorgehen, um das Originalerlebnis nicht zu sehr zu verfälschen. Und wehe der Uhu fehlt!
„Lost Odyssey“ wurde hier auch schon genannt, super Rollenspiel (bis auf den Grind-Cap) allerdings finde ich da das Original immer noch sehr ansehnlich, käme mir persönlich zu früh.
Das erste „Wipeout“ fände ich auch nen tollen Kandidaten. Ebenso „Battle Arena Toshinden“.
„Skies of Arcadia“ wäre auch was feines, da das Original heute wohl nur Retrospielern bekannt ist, würde ein Remake auch mehr Sinn machen als eine Fortsetzung.
Ich wollte auch immer mal ein „Shadowgate“ spielen, da wäre doch ein gelungenes Remake ggf. auch ein Kandidat. Mal so als exotischen Außenseiterkandidaten:-)
Ergiebiges Thema, bestimmt fällt mir noch mehr ein:-)
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