NikeX
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NikeXTeilnehmerVor 2 Tagen: Ironblood ist jetzt als Alfa spielbar. Viel wurde verbessert.
Image Release noch nicht bekannt.
10 weitere Videos kommen wohl die nächsten Wochen.
https://www.resetera.com/threads/new-youtube-channel-covering-the-unreleased-3do-panasonic-m2-console-and-games.97385/
NikeXTeilnehmerMal wieder etwas echte Verschwörung zur Abwechslung. Staatsfernsehen berichtet:
Ich mein, von der Leyens Vater hat als Ministerpräsident auch einen Bombenanschlag in Auftrag gegeben (Celler Loch).
Ich denke, nicht alle Leute im BKA, LKA oder Verfassungsschutz sind schlecht. Aber ein paar schon.
Undenkbar ist leider nichts mehr.Die Grünen beklagen lange schon Vertuschung im Fall Amri:
https://www.tagesspiegel.de/politik/chronologie-luecken-und-fehlerhaft-gruene-werfen-bundesregierung-blockadehaltung-im-fall-amri-vor/24510496.htmlBevor der was sagen konnte, wurde er in Italien entsorgt.
Der hinterlassene Perso am Tatort. Abgefahren dilettantisch.
NikeXTeilnehmerIn einem Monat ist es so weit.
Trotzdem hätte ich lieber das hier im neuen STAR WARS gesehen:
15. November 2019 um 17:29 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1663813
NikeXTeilnehmerJetzt schon durch? Zu krass.
NikeXTeilnehmerFür die Nachwelt, die sich hier rein verirrt: Heute im Angebot “Der Schachtelmann” von 1973
Mit dabei auch wieder: Arzt und Krankenschwester.
Und der Schachtelmann, sowie der “Pseudo-Schachtelmann” (!)Der Roman, der den Leser gehörig an der Nase herumführt, beginnt mit einem fiktiven Zeitungsartikel, und auf Seite 2 ist die Bastelanleitung zum Bau einer Schachtel. Karton, Folie, Klebeband, und einige Dinge mehr, die es braucht.
Wofür?
Na, zum Bau einer Schachtel!
Wirf alles weg: Arbeit, Beziehungen, Beruf, die Wohnung. Und dann setz dich in eine Schachtel, ja, bis zu den Hüften. Aus dieser Perspektive sieht alles anders aus.
Nicht wahr, Solid Snake?Die Menschen werden zu Beinen. Jemand will dir deine Schachtel abkaufen; die Beine der Käuferin gehören einer Krankenschwester, welche mit dem Arzt am Rande der Stadt zusammenwohnt. Dann taucht ein zweiter Schachtelmann auf (oder doch nicht?). Du, der Pseudoschachtelmann und der Arzt.
Irrwege durch Gassen, Erzählungen und Abhandlungen (u.a. auch über Euthanasie). Dazwischen Schwarzweiß-Fotos von Abe selbst, und Eidesstattliche Erklärungen… immer wieder neu angefangen, nie beendet.
Zum Lachen auch der Traum des Schachtelmannes, wo sein Vater Chopin als Pferd den Wagen zur Hochzeit zieht, und der Schachtelmann vor der Braut urinieren muss, und sie somit verliert.
Er malt lieber Briefmarken und wird zum größten Briefmarkenfälscher der Welt. Sein Vater derweil selbst in einer Schachtel, schaut aus dem Schlitz vorne raus, eine Inspiration für das Ende der Känguruhhefte (?). Briefkästen in Japan sollten daran heute erinnern.Mehrere Personen (?), Schachteln und Erzählungen. Ein Irrgarten namens Schachtel, in einem Irrgarten namens Stadt. Nimm deinen eigenen Plan mit, Leser…
In der Schachtel werden Linien, Verbindungen gezogen, die die Wege nachzeichnen, die so einer nun mal gehen muss. Ich empfehle jedem, dieses Buch zu lesen und ihnen zu folgen.
Totaler Ausstieg aus der Gesellschaft. Und wer achtet schon auf die, die Pappe als Decke zum Schlafen nehmen. Die uns mit ihrer Anwesenheit stören.
Er verfolgt die Krankenschwester, und dannn…Zum Schluss die Sirene eines Krankenwagens.
Daran knüpft “Secret Rendezvous” an.Warum die Wasserzeichen auf den Fotos, fragt ihr? Ihr Unwissenden! Weil ich keine copyright / stock photos nehme, sondern meine.
NikeXTeilnehmerDer Mann, der zum Stock wurde, 1957
Enthalten: Drei Theaterstücke, die es wert sind dass sich endlich jemand erbarmt, diese aufzuführen. Abe hatte selbst ein Theater, lehrte Schauspieler nach seiner Neutral Position / Rubber Man Übung zu arbeiten. Später mehr dazu. Bitte vergebt mir, wenn ich da etwas weit aushole.
Hier spielt Abe seine Asse aus: Objekt, Subjekt, Transformationen.
I. “Der Koffer”: Gleich zu Beginn gibts eine kurze Ode an die Mona Lisa, denn ihr Lächeln überdauere rostfrei jeden Kriegspanzer. Dann die Szene: In einem Zimmer sitzen sich lächelnd Frau und Freundin gegenüber. Das kann man sich gut vorstellen, und wirkt irgendwie unheimlich. So rätseln Frau und Freundin über den Inhalt eines Koffers (Schrödingers Katze?) – wobei das Objekt “Koffer” auf der Bühne durch ein Subjekt “Mann” dargestellt wird. Ähnlich zu Stanislaw Lems “Solaris” – wo das Subjekt “Ozean” nicht erwiesenermaßen ein Lebewesen, oder gar ein Subjekt ist, bzw. die Idee des Künstlers Mark Manders mit seinem “Selbstportrait als Gebäude” (Documenta XI / Kassel). Der Koffer gibt Geräusche von sich, die Damen rätseln weiter über seine Bestimmung und Inhalt.
Die Geräusche intensivieren sich, mal sind Börsenachrichten aus dem Inneren des Mannes / Koffers zu hören, mal Bohr- mal Insektengeräusche. Der Koffer stammt von ihrem Mann, die Frau traut sich nicht ihn zu öfnen, die Freundin will sie ermutigen, soweit so klassisch. Ich halte es da eher mit der Virtualität: Was denken die Frauen, wenn sie spekulieren, aufgrund von Mutmaßungen über die Signale. Doch hineinzuschauen trauen sie sich nicht zu. Ein Hauch von Quantenphysik. Die Diaologe verlaufen in Missverständnissen, Vorwürfen, z.B. wirft die Freundin der Frau vor, sie habe sich verändert.
Ich denke, ich weiß nicht, was etwas ist, so lange ich nicht zu seinem Inneren vordringen kann, und sei es von außen auch noch so erkenntlich; in diesem Fall ein Koffer. Die Frau beklagt sich darüber, dass sie mit diesem Ding zusammenleben müsse. Spätestens hier weiß ich nicht mehr, ob sie tatsächlich nicht ihren Mann meint. Sie vermuten sogar die Ahnen, Vorfahren des Ehemannes als Inhalt. Machen sich darüber lustig. Was vorher nur Börsennachrichten und andere Signale aus dem Mannkoffer waren, sind später konkrete Aussagen im Ich-Stil. Aber was nützt es, wenn Signale von der Frau nur als Geräusche aufgenommen werden. Der Mann spricht also, aber die Frau will hineinsehen, dabei ist das Sprechen doch Spiegel des Inneren. Im Theaterstil wird beschrieben, wie sich der Mann als Koffer zu verhalten hat, so dass man sich die Visualisierung auf der Bühne vorstellen kann, was einen unweigerlich fasziniert.
Am Schluss ist der Koffer zwar sprechend, aber dennoch nur ein Reisekoffer, da er sich selbst als solcher betitelt (das erinnert an den Stock aus Stück 3 unten). Die Frau will den Koffer der Freundin aufdrängen. Es ist aber, so wird am Ende klar, nicht nur das Schloss des Koffers, sondern ihr eigenes, das ihr (der Frau) im Wege steht. Das Schloss des Mannkoffers springt auf, man ist gespannt, doch die Frau verabschiedet gekränkt ihre Freundin, und schlägt den Koffer wieder zu. Sie bestellt Nudeln per Telefon, überbackene. Herrlich zynischer Humor. Nice!
II. “Die Zeitklippe”: Beschrieben wird ein Monolog eines Boxers, sowie eine weitere Stimme, die zum Boxer spricht. Das Ganze findet während eines Boxkampfes statt, und ist für mich ein ganz außergewöhnliches Beispiel für Virtualität. Die Gedankengänge und Sprache gehen 10 Seiten lang, aber die tatsächliche Zeit (daher auch der Titel “Zeitklippe”) ist erstaunlich kurz. Sie findet in zwei Etappen statt: Kurz vor dem Kampf, und kurz vor dem Knockout des Akteurs. Immer wieder die Fragen des Boxers, wie spät es sei, was er tun müsse, um es dem Gegner zu zeigen. Er verirrt sich in Beschreibungen, Überheblichkeiten. Hier ein Jab, da einen Upper, dort Body-blows. Kurz vor Ende werden sogar verbleibende Minuten und Sekunden angegeben. Halluzinationen nach dem Knockout, er versichert sich, er habe noch Zeit, der Ringrichter hat schließlich gerade mal bis Vier gezählt. Das veranschaulicht die Virtualität im Kopfe, innere und äußere Situation passen nicht mehr zusammen. Am Ende bleibt er liegen, fleht um Hilfe.
III. “Der Mann, der zum Stock wurde”: Ein Stock fällt zu Boden, dargestellt wie in “Der Koffer”, von einem Mann. Er ist der Vater eines Sohnes, der jetzt oben, auf dem Kaufhaus steht, und nach seinem jetzt transformierten (Kafka “Die Verwandlung) Vater ruft. Das ruft zwei Inspektoren der Unterwelt auf den Plan, die treffen aber auf Den Verrückten und Die Verrückte, welche den Stock inzwischen zu sich genommen haben. Für die Inspektoren gehört das Sicherstellen und Dokumentieren von Menschen die zu Stöcken wurden, zum Dienst. Die Verrückten wollen den Stock zunächst nicht an die Beiden herausrücken, verkaufen ihn aber auf ein verlockendes Yenhaltiges Angebot. Der Stock indessen hört alles mit, spricht auch, wird aber von den anderen, wie auch vom Sohn nicht gehört (Vergl. I – Der Koffer). Dazwischen immer wieder eingespielter Verkehrslärm. Nach Erhalt rufen die Inspektoren das Zentralbüro an, geben die Quadranten durch, und beschließen, den Stock stecken zulassen.
Er ist schon schmutzig “oben” herum, wurde im Laufe seines vorherigen Lebens als Mann stark abgenutzt. Menschen sind nur Werkzeuge, wie dieser Stock, leben so ihr Leben, werden also zum Stock. Eine typische Allegorie von Kobo Abe. Auch Selbstzufriedenheit spielt eine wichtige Rolle, selbstzufrieden wie ein Stock. dann wirft der Inspektor die Frage auf, ob alles überhaupt wirklich wäre, oder nur ein Traum. Der Stock war auch schon vorher ein “Stock” (Mann) /Koffer, so das Resümee der beiden. Die Verrückten haben nicht den Stock verkauft, sondern sich selbst. Am Ende weist der Mann / Stock ins Publikum und beschreibt alle Zuschauer als Stöcke. Und obwohl alle Zuschauer ja Menschen sind, sind sie Stöcke, und der Mann ist nicht allein (vergl. “Der Koffer”).
Es genügt nicht, dies zu lesen, es zu beschreiben, das Abe Theaterstück hätte man sehen müssen. So lässt sich die verwirrende, entführende Wirkung über Wahrnehmungen, Identitätsverlust, Kritik, Transformationen nur erahnen. Abe schafft ausserdem die Brücken zwischen Überlegungen, die gleichzeitig absurd, aber doch nachvollziehbar sind.
Und Kojima vergleicht ja Stöcke und Seile im Namen Abes mit Verbinden und Zurückweisen / Verteidigen / Angreifen.
Wir lesen uns!
NikeXTeilnehmerWir haben einen Leser? Willkommen.
Erwähnte ich schon, dass Kobo Abe Arzt war, aber nie also solcher praktizierte? Echt jetzt!
Und dass die Krankenschwester in Känguruhhefte ständig Blut abnehmen will, für die Dracula Medallie?Passend dazu die Nummer Zwei (und darunter die Nummer3):
Wenn ich den Umgang mit den BB in Death Stranding so sehe, denke ich an den Satz, der über dem Eingang des Kobo Abe Theaters in den 70er Jahren stand:
Love for the weak always includes a certain murderous intent.
Kobo Abe.Secret Rendezvous – nie deutsch übersetzt, 1977
im japanischen “Mikkai” (heimliiche Begegnung)Ein Krankenwagen kommt, holt die Frau des Mannes daheim ab. Gerufen hat den Krankenwagen niemand. Er sucht nach ihr. In einem monströsen, abartigen Krankenhauskomplex. Es ist nicht klar, wo es beginnt, wo es endet. Ist alles das Krankenhaus? Jeder ist potentiell krank.
Über die Fortschritte berichtet er einem Arzt. Dieser Arzt hat sich umoperieren lassen: Oben Mensch unten Pferd. Damit er zwei… ihr wisst schon was hat. Für den alljährlichen Orgasmuswettbewerb.
Das Buch wechselt die Erzählperspektive: Ich und dritte Person – andauernd. Ob er seine Frau findet? Ich verrate nichts. Immer wieder tauchen Karateschläger auf, und ein Mädchen, dessen Körper sich verformt, weil sich die Knochen auflösen. Ihre Mutter hat sich Stück für Stück in Baumwolle verwandelt, und wurde zur Steppdecke verarbeitet, damit sie bei ihrer Tochter sein kann. Auch der Arzt hat es auf das Mädchen abgesehen.
Ein totalitäres, jeden überwachendes Gesundheitssystem, das Abe da persifliert, er kennt es zumindest selbst persönlich.
Im Buch erzählt der Arzt auch, dass Menschen aus Sicht der Ärzte keine Lebewesen mehr seien, sondern lebende Wunden, die nur noch versorgt werden. Mit so einer Sicht ist alles möglich.
Der Mann irrt umher, und es nimmt kein Ende, kein Ausweg mehr.
Trotz allem Überdrehten endet das Buch grausam, wie ich finde. Aber auch ironisch.Und bevor jemand die Baumwolle Krankheit belächelt. Es gibt sie wirklich: “Watafuki”:
Stärke / Zellulose tritt aus, in verschiedenen Farben: https://www.semanticscholar.org/paper/%22Mammalian-cellulose-disease%22-(%22Watafuki%22-specific-Toriumi-Shirasawa/72f525bcc9be52ae57da25776048fcf0f8b97e66Und weil das recht kurz war, nun die Nummer 3:
12. November 2019 um 18:52 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1663472
NikeXTeilnehmerDeath Stranding
Und wieder eine Parallele zu CONTROL: Im ältesten Haus ist moderne Technik verboten, darum VHS, Kabeltelefon und Röhre, wegen der dynamischen, veränderten Realität. In Death Stranding funktionieren Drohnen und Ffugzeuge nicht mehr. Daher nur zu Fuss, Bike oder max. Transporter. Auch die E-Mails sind ähnlich. Gewandelte Objekte dort, Chiral hier.
NikeXTeilnehmerUnd das steht noch bevor! Plus zwei Fachbücher zu Essays und Theater! Jeden Tag neu. Schalten Sie auch morgen wieder ein.

Bis dahin, dieser Link: https://medium.com/@108/nawa-the-rope-by-kobo-abe-19db9afa6dd3
NikeXTeilnehmerDie Känguruhhefte, 1991

An anderer Stelle hatte ich das Buch schon einmal rezensiert. Und quote mich selbst. Es war sein letzter fertig gestellter Roman. Ein bizarres, alptraumhaftes Werk, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Sein letztes Buch, “Der fliegende Mann” wurde nie beendet. Ein bisschen wie “Das Schloss” von Kafka.
Der Roman beginnt mit dem Mann, Name wird nicht genannt, aus dessen Beinen Kresse wächst, und welche ihn fortan “begleitet”. So springt und hüpft die Geschichte Känguruhgleich durch verschiedene Orte, Zeiten und Zustände.
Der Mann ist beunruhigt, wird allem Anschein nach operiert, wird samt (!) Krankenhausbett entlassen, das er fortan per Gedankenkraft durch alle Zonen steuert.Nie ist er sich gewiss, was Realität, was Traum ist, oder sogar Jenseits (Death Stranding), auch fragt er sich diese Frage kaum. Kommt es zu einer Frage, verschwindet sie, oder es kommen ablenkende, verworrene, traumgleiche Antworten der Diskussionspartner. Sich nicht mal sicher zu sein, ob einer noch lebt, geht es noch ungewisser?
Kalt wird alles abgehandelt, für ein Nachsinnen bleibt kaum Zeit, immer wieder wird er mit neuen Absurditäten konfrontiert, teils aus seiner eigenen Anamnese. Und stets ist das Gefühl des morgendlichen Daliegens beim Leser vorhanden: Man ist nicht im Tiefschlaf, aber auch nicht wach, das Buch lullt einen ein. Nur ein dunkler Nebel hüllt alles ein, ein Geschmack von Tod zwischen den Zeilen.
Bei Abe wird das Unglaubliche meisterlich verwoben, so dass der Leser nur noch mit dem Kopf nicken möchte und sich denkt “Ja, könnte so sein.” Abe befasst sich wie schon in “Schachtelmann” mit dem Thema Euthanasie. Spätestens bei der Erwähnung (samt Anzeige!) der japanischen Gesellschaft zur Erforschung neuer Verkehrssysteme, um die Bevölkerung per Unfälle zu reduzieren, macht sich mörderischer Sarkasmus breit (s. Vergl. zu Crash unten).
Der Tod – ein weiterer Bekannter seiner Werke. Die Reise verläuft mit einer harten Erbarmungslosigkeit. Immer wieder klingen in Gesprächen die Selbstverständlichkeiten durch, dass das alles eben so sein müsse. Die Sprache ist einfach, Fremdwörter werden aber dennoch benutzt.
Der Protagonist scheint alles über sich ergehen zu lassen. Weitere Orte sind unter anderem die “Kinderhölle” (!), ein Krankenhaus, oder ein Kaufhaus.
Er hat es mit Bomben zu tun, die aus den Geschlechtsteilen von weiblichen und männlichen Tintenfischen gebaut werden (!), und dazu läuft Pink Floyd’s Echoes
.
Alles was der Protagonist noch weiß, aus seinem “Leben”; an was er sich aus seiner Vergangenheit erinnert, wird unmittelbar Realität, aber in anderen Zuständen, in anderen Hüllen. Z.B. die Sprenklerdüse, die ihn an das Gesichts des Vaters erinnert. Alles nur ein Traum? Oder, besteht ein Unterschied zwischen Traum und Realität? Gibt es vielleicht doch einen Ausweg? Das mag eine der Hauptfragen sein; weitere Motive: Verlust des Ichs / Kontrolle, der Zeiten. Das Ende kommt, und zwar traumatisierend. für den Mann, als auch den Leser. Wird wohl eine Inspiration für Akira Yamaokas Silent Hill gewesen sein.
Abes Werk und Schaffen – zu unrecht unpopulär, vielleicht braucht es noch mehr Jahre oder gar Jahrzehnte, bis die literarische Welt begreift, was für ein Pionier Abe war und ist. Die Känguruhhefte sind das Paradebeispiel hierfür.Vielleicht ist es gerade die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, in der sich die japanische Literatur wieder aufbaute, welche so viel Möglichkeiten zur Inspiration gab, wie sie auch für Abe wichtig war. Ich besitze alle ins Englische / Deutsche übersetzte Werke, doch “Die Känguruhhefte” sind die Essenz von Abes Werken. Wir finden hier die Krankenschwester wieder, den Arzt, als auch die Schachtel / Karton (Metal Gear Solid) – alles Altbekannte aus Abes früheren 70er Jahre Werken, wie “Secret Rendezsvous” oder “Der Schachtelmann”. Es sind nicht nur Inspirationen aus Kafkas Werken, sondern auch z.B. von Ballards Crash (Vergl. Känguruhhefte S. 119 und die “area” Ausgabe von Ballards “Crash” S. 84) zu finden.
NikeXTeilnehmerBin kein Stadia Fan. Schade, dass Gylt nur dafür kommt. Ich halte viel von den RiME Machern, und liebe die Monster aus Gylt schon jetzt. Herrlich.
Sieht ein bisschen nach Alan Wake Mechanik aus.
Ich finde, Tequilla Works haben einen eigenen Stil. RiME und The Sexy Brutale, Gylt.
NikeXTeilnehmerLando, die M! fand Story of Seasons aber gut, 80% glaub ich. Dabei sieht das so sympathisch aus. Echt schade.
NikeXTeilnehmerWas geht ab Zack! Du reitest durch ein Spiel nach dem anderen.
Die Atmosphäre ist bei Vampyr enorm intensiv. Dieser Zwiespalt Arzt Leben retten / Vampir Leben vernichten, bzw. das eigene retten. Wirklich wirklich interessant.
Und wie er stets in dieser leicht aristokratischen Art und mit beherrschter Stimme spricht. Obwohl ich gerade jemanden erledigt habe. Dieses düstere London. Nur etwas zu wenig NPCs. Und nach all dem das letzte Kapitel. Mit dieser Hoffnung auf Erlösung… Zu schön! Eines der schönsten und auch grausamsten Endkapitel. Richtig erwachsen hat sich das angefühlt.
NikeXTeilnehmerIhr zieht die Games echt konsequent durch. Respekt.
Zack, das letzte Kapitel in Vampyr. Wie fandest Du den Übergang? Es ist ja schon ein krasser aber schöner Kontrast zum gesamten Spiel.
Ich habe mir den Soundtrack geholt. Bis auf manches Celo ist der grossartig. Und eben besonders im letzten Kapitel. Ein Spiel mit genau dieser Atmosphäre wünsche ich mir.Und The Bunker ist eine echt gute Psychosensimulation. Vom Macher habe ich auch Dr. Dekker, welches ich sehr intelligent finde, weil der Spieler Aussagen und Verhalten analysiert und kombiniert, und Lateshift. Da gehts halt um Konequenzen, die jede Entscheidung hat.
NikeXTeilnehmerDEKALOG
Polen 1989Ich habe mir vorgenommen dieses 10 stündige Werk anzuschauen, habe bisher nur Teil 1 und 2 geschafft. Die Kulisse ist Tristesse; Hochhaussiedlungen, Gänge, Flure, Treppenhäuser. Und dazwischen existentielle, tiefste menschliche Dramatik. Vater und Sohn sind vernarrt in ihre Computer. Machen sich ein Spiel daraus alles zu berechnen. Und dann ein erfrorener Hund. Keine Berechnung hilft. Er doziert, der Junge geht in die Schule. Lässt sich alles berechnen? Und so muss es zur Katastrophe kommen. Mich überraschen die extrem guten Schauspieler. Als ob das Ganze eine Doku wäre.
Im zweiten Teil dann die Frau, die ständig im Flur raucht, der alte Mann, der in seiner Wohnung mit einem Wellensittich wohnt. Sie schwanger, er Arzt, der Mann der Frau totkrank. Sie hat einen Liebhaber. Die Abtreibung macht sie von der Prognose des Arztes aus. Eiskalt die Dialoge, wie ein Messer am Hals. Und doch führt alles zu einer überraschenden, menschlichen Wendung und einem ebensolchen Ende.Für wen könnte das was sein? Gedreht von Krzysztof Kieslowski. Er hat viele Dokus gemacht.
Ich empfehle Dekalog der ü30, ü40 Generation und darüber hinaus.
Persönlich erinnert mich der Film, bzw. die bisherigen zwei Teile, an meine Reisen nach Belarus, Minsk, Malinowka.
Mir fällt das gute Bild und das Licht auch auf. Kieslowski hat ein bisschen was von Kubrick. Und eben dieser Grossmeister lobte ihn 1991. -
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