Vreen
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VreenTeilnehmerUlrich Steppberger wrote:Opalauge schrieb:Ja sicher Ulrich, das stimmt schon. Nur war die Rübe einer der wenigen, die überhaupt einen vernünftigen Ton angeschlagen haben und das auch erst, nach dem einige echt unangebrachte Äußerungen gefallen sind.
Naja, hat sich ja erledigt…
So ganz verkehrt ist der “Evil Five”-Ansatz auch nicht gewesen, gar kein Zweifel. Dass sich da manch anderer auch kein Ruhmesblatt ausgestellt hat, war offensichtlich.
wer sind denn jetzt die evil five??? das klingt verdammt cool…
VreenTeilnehmerschnitzel78 wrote:Man hätte ihn nur einfach auf das Doppelpostings aufmerksam machen müssen. Ich für meinen Teil endschuldige mich schon mal und würde mich freuen wenn Spitzbue wieder bei uns ist.
worum gehts? sag schon,SAG SCHON!!!
VreenTeilnehmercaptain carot wrote:Das Spitzbübchen hat sich verabschiedet, Nummer 9 gleich noch mit.
wahrscheinlich ging ihm das wii u gebashe zu sehr auf den sack, dem alten fanboy…
VreenTeilnehmerUlrich Steppberger wrote:Dazu fällt mir noch kurz ein, dass sich die sogenannten “Evil Five” deshalb aber keinesfalls einbilden sollten, ihr Auftreten wäre damit rundum legitimiert und akzeptiert.
wer sind denn die evil five?
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:@Basti
Wo fang ich an?Der Umstand,daß die Löwen die Rollen tauschen,ist für den Wahrheitsgehalt meines Beispiels ohne Belang!
Ich wollte die Dualität und Rollenvorbilder in der Natur aufzeigen!Vreen geht es nicht um Rollentausch,sondern um die Abschaffung des Rollenverständnisses
an sich!Somit kann ich mit deiner Erkenntnis,was die Löwen angeht,leben.
Ihr bezieht euch, in euren Ausführungen, immer auf sozialwissenschaftliche Lehren,welche zwar in Amerika und Europa ,also in Demokratien westlichen
Zuschnitts,eine entscheidenende Rolle gespielt haben.In China, zumBeispiel, spielen die Lehren Kants,abseits des chinesischen Hochschulbetriebs,also als Ideengeber
für das Staatsverständnis keine Rolle!Die machen, sozialwissenschaftlich ,ihr eigenes Ding!
Es gibt übrigens einen Gesetzestext,welchen dem Universalitätsanspruch sehr nahe kommt!Und zwar die Bibel/Thora! und diverse andere,in der Kernaussage gleichen, religiösen Gesetzestexte!
O.K….hätten ein” Refresh” wohl nötig,aber solche Gebote wie “Du sollst nicht töten” haben auf der ganzen Welt Bestand!Das schöne an solchen “universellen” Geboten?Sie entziehen sich in ihrer Klarheit jeglichem ,dem Zeitgeist, unterworfenen Rumgepfusche!
Das mit den Dogmen…die müssen nicht ,im vorauseilendem Gehorsam, mit aller wissenschaftlichen/argumentativer Gewalt geschliffen werden.Wenn die Zeit reif ist,fallen die von ganz alleine!Und werden,aller Wahrscheinlichkeit nach,durch neue ersetzt! wie z.B dem,daß man, fern von FaschoDemos, nicht lautstark über Minderheiten herzieht!
Die Annahme,der Mensch könnte fröhlich seine Zivilisationen,ohne Rücksicht auf universelle Gesetzmäßigkeiten,nur mit Hilfe des aufgeklärten Geistes,betreiben ist
wohl ein Trugschluss.
Auch der Versuch,jede erdenkliche Minderheit gleich zu behandeln,ist zum Scheitern verurteilt!Ich weiß Vreen…das Grundgesetz!Allerdings sitzen immer noch Menschen in Karlsruhe!Und die treffen,manchmal ganz eigene Entscheidungen!Das nennt sich dann Interpretationsspielraum.
@Vreen Zu den Seepferdchen,kann ich nur sagen,daß die Evolution in ihrer, vom Menschen nicht zu begreifenden Weisheit,sich bei der “Krone” der Schöpfung für das Mann/Frau Modell entschieden hat!Machte damals Sinn und hat auch, heutzutage,noch seine Daseinsberechtigung!
So leid es mir tut:Ob homosexuelle Paare,mit allen Rechten und Pflichten, heiraten und Kinder adoptieren dürfen oder nicht,ist sowohl aus gesellschaftlicher sowie
aus evolutionärer Perspektive völlig ohne Belang!Da wurde ein,von Menschenhirn erdachtes Gesetz umgesetzt!Das bringt den Menschen,als solchen,kaum weiter!
Natürlich wird den wichtigen Grundrechten einer Minderheit Rechnung getragen!Im Großen und ganzen,allerdings ist dieser Umstand nicht systemrelevant,weil er nur eine Minderheit betrifft!
Wenn du meine Posts verfolgt hast,weißt du,daß ich ein anderes Gesellschaftsmodell bevorzuge!Wo einer großer Gemeinsinn wieder eine Rolle spielt!
In meinen Augen,hat dieser unbedingte Wunsch des modernen Menschen nach Individualität ,die kapitalistisch/marktwirtschaftlichen Systeme an den Abgrund geführt!
Nun genug für heute!
Meine Leherin an der “Integrativen Förderschule für verhaltensaufällige Knaben”,die Tante Matschie,hat immer gesagt:”Fenris!Wenn du Kopfschmerzen bekommst,beim Lesenüben, dann lässt du alles fallen und ruhst dich aus”.Darauf antwortete ich mit großen Augenaufschlag:”Weil ich sonst Nasenbluten bekomme!”Stimmts, Tante Matschie”? In diesem Sinne, gehabt euch wohl und geht nicht zu hart mit mir ins Gericht!Denkt an die Lehren Kants!
es geht mir nicht um die abschaffung aller rollen. wie soll das auch gehen. man ist automatisch im leben in mehreren rollen. bsw als sohn. hat man keine eltern, ist man eine waise. kann man auch als rolle bezeichnen. irgendwann ist man vielleicht vater, womit auch ein rollenbild verbunden ist. wenn ich arbeiten gehe bin ich arbeiter usw usf, das ist unabdingtbar und unveränderlich. es geht mir darum, dass diese rollenbilder nicht den menschen ausmachen. ein mann kann auch die mutterrolle einnehmen, eine frau die vaterrolle usw. wenn man dortmunder ist, wird man einen schalker vielleicht ätzend finden usw.
worum es mir geht ist, dass die rollenzuschreibung nur ein erster eindruck sein sollte und man vermitteln sollte, dass das rollenbild ein vorurteil ist bis zum gegenbeweis. und andere schubladen sollten meiner ansicht nach einfach obsolet sein, wie zb “ausländer”, dem immer ein diffamierender unterton anhängt, da die zusammenfassung aller migrantisch stämmigen bürger in einem land als “ausländer” einen trennenden, elitären charakter hat und einer wertung gleichkommt.
was deinen postreligiösen darwinismus angeht: das praktische dabei ist, man kann sich alles drehen und wenden wie man will, und es macht scheinbar immer noch alles sinn. wenn man das verhalten höher entwickleter säugetiere zum massstab einer art grundgesetz für das menschliche leben fassen möchte, kann man das gerne tun, es ist aber sinnlos. selbst bei den uns am nächsten verwandten species gibt es gravierende unterschiede in den sozialen systemen und fragen wie erziehung, fortpflanzung, brutpflege etc. man kann sich dinge die passend sind aussuchen, drauf zeigen und sagen “DAS ist der beweis”, oder man nimmt etwas völlig unpassendes, zeigt drauf und sagt: “DAS ist der gegenbeweis”.
letztendlich sagt das leben von affen, tümmlern oder der blick in unsere vergangenheit nichts über unsere zivilisation, unser leben und unsere rollen aus, da der mensch sich und seine kultur modifizieren kann und der selektionsdruck, zumindest in den meisten gesellschaften nicht mehr da ist.
und was die krone der schöpfung angeht: etwas so energieverschwenderisches und fehleranfälliges wie zweigeschlechtliche fortpflanzung würde kein biologe als krone der schöpfung bezeichnen. da ist die welt der bakterien dieser tausendfach überlegen.
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Die Lehren Kants sind mir ein Begriff!Nur soviel:Der Titel”Kategorischer imperativ”schließt doch, persönliche Interpretationen und Überarbeitungen aus!
Zudem hat sich das “Moralvorbild” Kants wohl kaum,auf der ganzen Welt durchgesetzt!Es dient der sozialwissenschaftlichen Zunft,als Richtschnur zur Beurteilung
neuer Denkansätze.Als universelle Wahrheit, ist das epochale Werk Kants,durch die rege Uminterpretation sowie Fehldeutungen,nicht geeignet!
Durch den permanenten Wandel ,derselben,verbietet sich auch eine Verwendung derselben!
Das derzeit gängige Modell des dualen Menschen,also zu gleichen Teilen Gut und Böse,erscheint mir einfach schlüssiger,als ein Modell,wo die Annahme vertreten wird,der Mensch sei nach Belieben formbar und vollkommen Produkt seiner Umgebung!Diese Aussage stimmt leider nur so zu 90Prozent!Wir Menschen kommen mit verschiedenen Anlagen und Fähigkeiten zur Welt!Das ist wohl Fakt,oder?
Putzig fand ich das Bild mit den Höhlen!Eine feste Behausung zu bauen,war für unsere Spezies,eine emminent wichtige Entdeckung!
Das hat der Spezies einen lebensverlängerden Vorteil verschafft!
Die Frage, ob es Frauen,Männer oder Schwule Rollenklischees geben muss ist nicht “systemrelevant”und für das Fortbestehen der Spezies unerheblich.
wie ich schreibe, ich sage auch nicht, dass der mensch eindeutig gut ist. ich sage, gut und böse sind begriffe, mit denen ein mensch erstmal ganz lange nichts anfangen kann. nämlich bis ihm jemand erklärt, was damit gemeint ist. ich glaube aber, dass man handlungsfähiger bleibt, wenn man die summe an teilen eines menschen eher als dem guten offen als dem bösen offen betrachtet, was meiner interpretation des kategorischen imperativ entspricht. das er kategorisch ist bedeutet ja nicht, dass man ihn nicht auf unterschiedliche weisen verstehen kann.
natürlich kommen menschen mit unterschiedlichen anlagen auf die welt. es gibt aber keine anlage zum bösen. wer sowas behauptet ist, abgesehen von der wissenschaftlichen unmöglichkeit sowas zu beweisen, ideologisch nah an den schlimmsten verbrechen der menschheitsgeschichte. es gibt sicherlich neurologische voraussetzungen, die bsw es menschen unmöglich machen, sich in andere hineinzuversetzen, also empathisch zu sein. das hat in unserer gesellschaft sicherlich einen krankheitswert.
generell finde ich, du widersprichst dir. du behauptes, sowas wie der kategorische imperativ wäre nicht als realer massstab innerhalb der menschlichen gesellschaft geeignet, da diese sich permanent verändert, entwickelt und sich moralische sichtweise also verändern. andererseits sagst du, der mensche ist zu einem nicht unbedeutenden teil an seine natur, seine vorraussetzungen und anlagen unterworfen, was drchaus in den notwendigkeitskreislauf unserer existenz eingreift.
wenn ich dich also richtig verstehe, haben moralische richtlinien, welche als lehre zu einem nicht unerheblichen teil den frieden in jeder zivilisierten gesellschaft beitragen, weniger gehalt, lebenserwartung und nutzen, als antrophosophisch bestenfalls mit viel fantasie haltbare kausalitäten, wie des, durch betractung höherentwickelter säugetiere geschlossenen, bindungsverhalten von mann und frau?
ich finde, die aussage, dass die anforderungen, denen sich unsere vorfahren vor tausenden von jahren angepasst haben, mehr reellen wert hat als die philosophie zur moral und einer zivilisierten gesellschaft, gelinde gesagt als gefährlich und ausserdem ideologistisch konnotiert. ganz abgesehen davon, dass auch die tausenden von jahren “halbwegs” zivilisierter menschheit auch unsere natur und sogar unsere gene verändert hat.
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Naturphilosophisch gesehen,ist die “gebärende” sowie der “samenpflanzende” einer Art Lebewesen nämlich Männlein und Weiblein zugeordnet!Ist ja auch ein
Rollenverständnis!
Natürlich gibt es auch Hermaphroditen, und andere Formen der Fortpflanzung!Allerdings hat sich das Duale Prinzip,bei höherentwickelten Wirbeltieren,überraschend
stark durchgesetzt!Und somit eine Art Rollenverständnis:Das männliche Vieh geht auf die Jagd und das weibliche hütet das Nest!Die Evolution ist nicht auf eurer Seite,lieber Vreen!
ja, und bei seepferdchen brüten die männchen die jungen aus. weibliche spinnen essen ihre männer, kraken reissen ihren weibchen fleischstücke aus dem leib und kleben ihre samenpakete hinein und nacktmulle, welche auch säugetiere sind, leben in kolonien mit nur einer begärenden königin. klar, früher haben die menschen auch anders gelebt. die frau musste sich schonen, essen, schmerzunempfindlich sein und ein großes becken haben. der mann musste erfolgreich jagen, einen pfeil schärfen können und vielleicht noch feuer machen können. und auch heute noch schlafen männer eher zur türseite ihrer höhle, damit sie bei eventuell eindringenden feinden das weibchen verteidigen können. soweit das klischee.
aber was hat das alles mit uns zu tun? in unserer welt finden sich unendliche viele beispiele für lebensweisen, welche aber auch wirklich garnichts mit tieren oder früheren menschengenerationen zu tun haben. der mensch kann sich entscheiden wie er leben will und welche lebensweise ihm am sinnvollsten erscheint. er muss nicht heterosexuell sein, kann sich bei unfruchtbarkeit in vitro fertilisieren, kann einen kaiserschnitt machen lassen, muss nicht sterben wenn er diabetis hat, eine blinddarmentzündung oder eine blutvergiftuung. die antrophologen sagen, menschen haben von natur aus angst vor feuer. trotzdem spucken sie feuer, zünden häuser an und andere rennen rein um es zu löschen. menschen haben angst vor krabbeltieren, trotzdem durchforsten sie urwälder, bekämpfen ungeziefer oder sammeln taranteln in der mietswohnung.
ganz ehrlich, dieses ganze runterbrechen des menschen auf angebliche, unbeeinflussbare instinkte, ist schon seit etwa 100 jahren erfolgreich widerlegt und als ideologie klassifiziert. wer glaubt, es ist richtig, dass frauen zuhause am herd stehen und der mann arbeitet, der beruft sich auf sowas. aber aus der antrophologischen vergangenheit des menschen richtlinien für die gegenwart zu ziehen, ist erstens falsch und tritt ausserdem jegliche aufklärerische, wissenschaftliche und philosophische arbeit der letzten 6000 jahre mit füssen.
die frage, was für den menschen “natürlich” ist, ist irrelevant. der mensch lebt nicht mehr in der natur und ist ihr nicht ausgeliefert.
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Zudem habe ich dich ertappt!Du benutzt diese unsägliche Pseudokampagne als Vehikel,um ganz andere Dinge zu diskutieren!
Soweit her kann es mit dem Respekt für diesen “Aufruf” also nicht sein!
was will ich denn diskutieren? klär mich bitte auf…
fenris21 wrote:Die Beschäftigung mit Gedankenspielen a la “Universelles Rollenverständnis” sind im stillen Kämmerlein ganz prickelnd!Leider halten sie einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht stand!
Deine Behauptung,es gäbe einen universelles Verständnis was moralisch und was nicht,halte ich für schlicht unwahr!
lies mal kant. der ist sowas wie der urvater aller philosophen und hat den kategorischen imperativ aufgestellt, der im grunde die 10 gebote überflüssig macht und als einzige regel aller zivilisierten wesen ausreicht, um in der theorie eine gesellschaft zu bilden, die moralisch richtig handelt. es gab immer viele ansichten, woher der mensch nun aber wissen sollte, was moralisch richtig ist. kant redet in dem zusammenhang von etwas dem menschen gegebenen, was nunmal da ist wie ein organ. natürlich ist das so naiv uund viel zu einfach, aber man kann seine aussagen auch differenzierter betrachten. moralisch richtig ist, was leid vermeidet. die ansicht aber, welches leid, ist subjektiv. insofern kann ein mensch gelernt haben, manchen wesen und menschen furchtbares leid anzutun, sich aber trotzdem als moralisch richtig handelt zu verstehen. psychologie, sozial und erziehungswissenschaften stützen diese ansicht einstimmig.
ein mischglaube der sich daraus ergibt, wie ich ihn auch habe ist, das der mensch relativ unbelegt auf die welt kommt, und als kind sowohl das potential hat anderen weh zu tun um sich vorteile zu erarbeiten, als auch liebe empfinden und teilen muss, um zu überleben. jedweder diskussion über die natur des menschen ist überflüssig, da der mensch nicht mehr in der natur sondern in der kultur lebt, welche völlig ambivalent ist. reden wir alo über das wesen des menschen reden wir lediglich über unsere meinung und sind in der weiterführenden diskussion opportunisten. jedenfalls habe ich mich entschieden, alle einflüsse und instinkte des menschen als organ zu moralisch richtigem handeln zu subsummieren, gehe also davon aus, das menschen normalerweise sehen können, was moralisch richtig ist, was hintenrum den kategorischen imperativ verifiziert.
daraus ergibt sich im kontrast zu einem negativeren menschenbild vor allem anderen verantwortung.
würde ich sagen, menschen sind böse und unfair und daram kann man nichts ändern, würde ich es mir als mensch, der seine umwelt beeinflusst verdammt zu leicht machen, und würden alle so denken, würden wir alle noch in erdlöchern wohnen und diebe in ameisenhaufen vergraben, ohne uns zu fragen, warum derjenige geklaut hat. nein, ich gehe lieber davon aus, dass die menschen gut sein können und investiere zeit und energie, menschen positiv zu beeinflussen. alles andere wäre verantwortungslos und gleichgültig.und was die wissenschaft angeht: kein wissenschaftlicher zweig würde heutzutage ernsthaft und ohne extremistischem anstrich die meinung vertreten, dass die menschen was ihren wert auf eine gleichberechtigte stellung in der gesellschaft angeht nicht gleich sind. nichts anderes würde es aber bedeuten, würde man moralische differnezierungen bei der betrachtung von menschen zulassen. zum glück ist das aber nicht so, und kein psychologe, pädagoge, sozialwissenschaftler, nichtmal ein jurist würde aus seiner arbeit den schluss ziehen, ad hok menschen aufgrund subjektiver merkmale abzuurteilen. das hat zumindest deutschland seit 60 jahren hinter sich.
fenris21 wrote:Genauso sind die Sozialwissenschaften, vor Fehlern in der Analyse neuer Modelle nicht gefeit!Das wäre dann,der erste und einzigste Wissenschaftszweig,welcherdas behaupten könnte!Das ist zuviel der Ehre…
natürlich sind sie das nicht. ich kenne einige sozialwissenschaftler. aber die wesentlichen erkenntnisse, gerade im hinblick auf eine gerechte gesellschaft, sind recht eindeutig und einleuchtend.
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Das ist wieder so ein schönes “dahin arbeiten wir bis zum Sankt Nimmerleins Tag” Ziel!
Zudem lassen sich Empfindungen und Rollenverständnis nicht, per Dekret,aus der Welt schaffen!
daran wird die ganze menschheit immer arbeiten, fürchte ich. aber wo die natur dem menschen rollenbilder zuschreibt würde mich jetzt mal interessieren?
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Mach dich nicht verückt!Klappt mit dem Beruf und mit den Frauen!Meistens jedenfalls,oder?
Es gibt Menschen,die kommen ihr ganzes Leben mit Männern und mit Frauen klar!
Und warum?Weil sie einfach höfliche und sympatische Menschen sind,die ihre Mitmenschen schätzen!
Vreen allerdings…hat die “Totale” als Ziel!
das stimmt, ich habe die totale als ziel. das ist das ideal nachdem ich leben, auch wenn mir bewusst ist, dass dieses ideal, genau wie alle ideale, niemals 100% erreicht werden können. whatever, der weg ist das ziel…
VreenTeilnehmerFlammuss wrote:@VreenneerV
Dann habe ich Dich wirklich falsch verstanden.
Wir meinen/fordern das selbe, mit dem feinen kleinen unterschied, dass ich das ganze Thema als nicht so dramatisch empfinde.
Ich versuche auch Frauen nicht nur auf Ihr Äußeres zu reduzieren und selbst wenn ich es manchmal mache, sie trotzdem respektvoll zu behandeln. Und ich finde, darauf kommt es an.
Ich bin mir aber durchaus bewußt, dass es nicht alle trennen können.
ich finde, das was man tut zeigt wer wir sind. das ist es was worauf es ankommt. vielleicht bist du im privaten ja sensibel und vorurteilsfrei, aber hier, in dieser öffentlichen diskussion, suchst du gerade argumente eine bewusst auf die vermeidung von sexismen und anderen ausschlusskriterien ausgerichtete diskussion zu dekonstruieren und als übertriebenen unsinn abzutun. für mich ist jedenfalls eher das eine sache, auf die es ankommt.
VreenTeilnehmerfenris21 wrote:Du weißt,daß dein politisches Ziel des “Einen Menschenbildes”,sehr viele deiner Erdenmitbewohner,vollkommen überfordert!
Der Wunsch,die Gechlechtsbegrifflichkeiten aus der Welt zu schaffen,würde viele Germanisten und Naturwissenschaftler vor große Probleme stellen.
Also Vreen…das ist mal eine Ansage!Klar, bei so einen universellen Menschenbild hat sich das mit den Minderheiten erledigt.
Wird in deinem Kollegen und Bekanntenkreis über dieses “Modell” und seine Verwirklichung diskutiert?
es gab mal eine zeit, in der die vorstellung einer runden erde die menschen auch vollkommen überfordert hat. dennoch hat es sich als richtig herausgestellt und ist etabliert worden, was jahrhunderte der aufklärung und des kampfes gegen ignorante und ideologische widerstände nötig machte. mit der affinität zur differenzierung zwischen menschengruppen, meist zum unbewussten oder bewussten ziel sich aufzuwerten, seinen erfolg zu rechtfertigen oder schuld für unlös und unanalysierbare probleme zuuzuschieben, ist es so ähnlich. nur glaube ich nicht, dass naturwissenschaftler damit ein problem haben werden. warum denn auch? wir reden hier über soziale und gesellschaftliche rollenbilder, nicht über genetik oder krankheiten. das zu vermischen ist ein relikt des dritten reiches und der rassenlehre.
was das universelle menschenbild angeht: da muss man differenzieren. menschen ordnen dinge in schubladen ein, da es sie handlungsfähig hält, da so dinge schneller einordnenbarer und verständlicher werden. das menschen also pauschalisieren ist eine überlebensstrategie und hat eigentlich einen nutzen. nur sollte man meiner ansicht nach als erwachsener an den punkt kommen, an dem man merkt, dass pauschalisierungen nie 100% richtig sein können uund das die wahrheit, sofern man danach strebt, in dem liegt was nicht offensichtlich ist und in eine schublade passt. dadurch wird das leben ungleich schwerer, da klare grenzen verschwinden, aber so ist eben die wirklichkeit im kontrast zu der lebenswelt eines kindes.
da unsere welt aber eigentlich auf gleichberechtigung ausgerichtet zu sein scheint, da es allgemeingültige gesetze gibt, frauen, männer, behinderte, homosexuelle, menschen aller hautfarben, glaubensrichtungen etc alle den gleichen stellenwert und die gleichen möglichkeiten haben müssten, ist die auseinandersetzung mit einem allgemeinen menschenbild für mich etwas, was eigentlich schon da sein sollte, die welt schon darauf ausgerichtet ist, viele menschen nur glauben, es ist widerum ihr recht diese rechte zu ignorieren.
ich finde, der mensch müsste in seiner entwicklung erkennen, das zu pauschalisieren wenig hilfreich ist, und weiter denken. ich weiss nicht ob das grundsätzlich allen möglich ist, ich bin aber der festen überzeugung, dass es nicht die intelligenz oder die bilduung ist, die einen menschen dazu befähigt, sondern die erziehung zu respekt vor jeder art von leben uund menschen. und da sind wir wieder bei der gesellschaft, da hier die gelebten werte den mitglieder anerzogen werden.
deshalb halten nur zyniker es für utopisch, ein menschenbild zu implementieren, dass erstens in der struktur unseres rechtsstaats schon da sein müsste und zweitens, der einzige weg zu einem respektvollen, vorurteilsfreien miteinander der menschen führt.
VreenTeilnehmerFlammuss wrote:Deine anderen Ausführungen habe ich gelesen, auch die von Basti und neerV.
Nur ganz teilen kann ich sie nicht. Hier wird leider viel zu sehr versucht, Frauen vor etwas in Schutz zu nehmen, vor dem viele Frauen gar nicht in Schutz genommen werden wollen.
dann hast du mich aber falsch verstanden. ich fordere nicht frauen oder welche gruppen man auch immer als randgruppe wahrnimmt, wie es hier stattfindet, zu schützen und sonderrechte einzuräumen. ich fordere, aufzuhören zu pauschalisieren und menschen wegen subjektiver, einzelner merkmale in kategorien einzuordnen und sie damit einzuschränken und zu unterdrücken. würde man bsw mit der kategorie “frau” nicht ein bestimmtes bild und bestimmte rechte/pflichten verbinden, gäbe es auch keinen grund gegen dieses pauschalisieren vorzugehen und für rechte zu kämpfen. ich will also garnicht sonderrechte für frauen, sondern nur immer die gleichen rechte wie für alle anderen und damit ein grundsätzliches, allgemeingültiges menschenrecht. gäbe es das schon, würde es dir auch nicht so vorkommen, als ginge es mir um sonderrechte.
in dem zusammenhang, dass schrieb ich vor ein paar tagen an anderer stelle:
Vreen wrote:und zur grundfrage zurück, warum sollte ich mich darüber aufregen, dass in “frauenmedien” auch rollenklischees verwendung finden? das bestätigt doch nur, das sich männer und frauen nicht diametral gegenüberstehen, und auch frauen den gleichen scheiß verinnerlichen wie männer, was meine ursprungsthese bestätigt. wenn wir über absolute gleichberechtigung reden, gibts keinen grund davon auszugehen, dass frauen weniger fehler machen oder machen sollten, als männer…
VreenTeilnehmerdas sag ich ja nicht, das wird in dem spiel mehrfach gesagt. der söldner, der lara anfangs mehrfach hilft bestätigt sie, wenn sie an sich zweifelt, was sie mehrfach tut zb an der stelle wo sie auf den funkturm klettern soll, das sie das alles kann und die richtigen instinkte hat, weil sie die tochter ihres vaters ist. was genau der so macht wird zwar nicht gesagt, aber er scheint noch der sehr viel erfahrenere schatzjäger zu sein. da es ein fiktionales produkt ist gibt es natürlich keine erklärung warum sie so gut ist, ausser die, dass lara croft und tomb raider etablierte markennamen sind, mit dem die konsumenten diese art von übermenschlichkeit verbinden und erwarten. gibt nicht viele weibliche figuren, die einen solchen stellenwert haben und so dargestellt werden und neu eingeführte weibliche helden sind immer sehr riskant für die entwickler.
VreenTeilnehmerKinski wrote:Ich hab gerad tomb raider durchgezockt. Tolles Games, aber warum schaff ich es als unerfahrene Frau, einen Haufen Söldner umzunieten? Ich verlange Buße und will ein Spiel wo ich als einsamer Mann auf einer Insel nur mit Frauen strande und dann……

Das wird doch gesagt im Spiel. Sie ist eine croft und kommt nach ihrem Vater…
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