Neon White – im Test (Switch)

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Nähere Bekanntschaft mit Parkour-Geschicklichkeit aus der Ego-­Perspektive dürften die meisten Konsolenspieler mit Mirror’s Edge (2008) gemacht haben. Seither bemühten sich gerade im Indie-Bereich eine Reihe weiterer Vertreter um Aufmerksamkeit, doch kein Spiel strahlt so viel Stil und Klasse aus wie Neon White. Das erinnert mit seiner überwiegend von Weißtönen geprägten Ästhetik an den DICE-Pionier, spielt sich aber flotter und dynamischer und bringt intelligente eigene Ideen ein, um ein packendes ”Nur noch einen Durchgang”-Erlebnis draus zu machen.

Als eigentlich in der Hölle gelandeter Ex-Killer bekommt Ihr die Chance, Euch einen Platz im Himmel zu sichern, wenn Ihr bei einer Dämonenjagd den ersten Rang ergattert. Die Rahmenhandlung ist so eigenwillig wie stilsicher in Szene gesetzt und lässt Zeit zum Durchschnaufen, während weit über 100 Hinderniskurse für Nervenkitzel sorgen. In denen rennt, hüpft und ballert Ihr Euch ausgesprochen flott und dynamisch durch oft weitläufige Areale. Dabei sollte jeder Sprung und Schuss passen, um nicht nur die verschiedenen schwarzen Feinde auszuschalten und das Ziel möglichst flott zu erreichen – nur wer auch genug Gold-Zeiten schafft, wird zu höheren Weihen berufen.

Besonderer Kniff an der Sache: Waffen und Spezialfähigkeiten sind an ”Seelenkarten” geknüpft, die Ihr während der Durchgänge sammelt oder Dämonen abringt. Das bringt spärliche Munition und aktivieren könnt Ihr etwa Doppelsprünge oder Stampfattacken nur, wenn Ihr die passende Karte abwerft – so müsst Ihr die Nutzung von Wummen und Fähigkeiten effizient während der Rennerei koordinieren, um nicht in einer Sackgasse zu laden. Das liest sich etwas kompliziert und erfordert auch mal ein paar Durchläufe, um die optimale Route zu verinner­lichen, ist aber immens durchdacht und wird Euch so klug beigebracht, dass die Motivation stets hoch bleibt.

Neon White macht dabei auch auf der Switch eine ansehnliche Figur: Zwar sind Einbußen bei der Auflösung gerade am TV nicht zu übersehen, dafür werden die angepeilten 60 fps die meiste Zeit gehalten, nur in einigen komplexeren Szenarien zum Ende hin ruckelt es doch mal mehr. An der angenehm präzisen Steuerung (optional mit Gyro-Aiming) gibt es dagegen nichts auszusetzen.

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Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

@supermario6819 Der Test war im letzten Heft drin. Ist doch recht üblich hier, dass die Tests erst im Heft erscheinen und zeitversetzt auf der Webseite. Sonst bräuchte man ja das Heft nicht mehr zu kaufen.

Tabby
Gast

Ich hätte es mir eigentlich schon längst gekauft, würde mich aber ärgern, sollte später doch noch ne Retail-Version erscheinen. Also warte ich lieber noch etwas ab.

Supermario6819
I, MANIAC
Supermario6819

Der Test kommt etwas spät da das Spiel schon am 16.06 erschienen ist.Leider nur als Download.