WarioWare: Get It Together! – im Test (Switch)

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Drei Jahre nach WarioWare Gold (3DS) darf der schnauzbärtige Griesgram nun auf der Switch ans Werk. Wie gehabt geht es darum, stets nur sekundenlange Mikrospiele zu bestehen, die in einer Endloskette abgearbeitet werden, bis Ihr zu oft Fehler gemacht habt. Der Untertitel Get It Together! beschreibt einen von zwei Kniffen, die im Mittelpunkt stehen: Die obligatorischen Story-Kampagnen können diesmal auf Wunsch von zwei Personen gleichzeitig absolviert werden, was für noch eine Prise mehr Chaos und Hektik auf dem Bildschirm sorgt. Außerdem schaltet Ihr auch eine ganze Reihe zusätzlicher Spielmodi frei, die bis zu vier Teilnehmer zulassen und qualitativ zwar schwankend, aber mehrheitlich recht unterhaltsam ausfallen.

Die zweite Neuerung wirkt sich noch stärker aus und ist wohl der Hauptgrund, warum in diesem WarioWare mit ”nur” 200 Minispielen etwa 100 weniger enthalten sind als bei Gold: Anders als früher hat nicht jede Mikrodisziplin einen fixen Charakter, den Ihr kontrolliert – diesmal werden die Protagonisten rund um ­Wario ­aktiv. Und damit nicht genug – die Figuren haben spezielle Eigenheiten und müssen entsprechend gesteuert werden: Manche lassen sich normal bewegen und können schießen, aber dann meist nur in bestimmte Richtungen. Einige sind statisch und interagieren lediglich durch Projektile oder Teleports. Und wieder andere bewegen sich automatisch. Entsprechend müsst Ihr jede Aufgabe abhängig von der Figur anders angehen, was auch die Schwierigkeit stark schwanken lässt. Ganz abstellen könnt Ihr dieses Gimmick nicht, aber Ihr dürft je nach Modus eine begrenzte Anzahl von Charakteren festlegen, aus denen bei jedem Durchgang zufällig ausgewählt wird.

Bei den sonstigen Extras wartet eine fragwürdige Änderung: Wie gehabt verdient Ihr nebenbei Geld, das Ihr in Kapselautomaten werfen könnt. Die spucken aber keine mehr oder weniger originellen Boni mehr aus, sondern Objekte, die Ihr den Figuren schenkt, um deren Rang zu steigern. Neben ein paar Bildchen und Farbvarianten bringt das höhere Grundwerte für die wöchentlichen Online-Rang­listen, die Ihr aber nur zu sehen bekommt, wenn Ihr ein Online-Abo habt – musste das sein?

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Steffen Heller
Redakteur
Profi (Level 3)

SaldekSaldek Ganz so dramatisch sehe ich es nicht, stimme dir aber grundsätzlich zu, dass es nicht optimal ist. Habe mit Ulrich jedes der Minispiele gespielt und er hatte da schon die Kampagne durch. Er war dabei zwar also im Vorteil, trotzdem liefen die Duelle dann doch recht schnell ausgeglichen aus, sobald ich nach ein paar wenigen Runden einen Überblick hatte, wer ungefähr was kann und wie die Steuerung aufgebaut ist. Die Mechaniken sind ja trotzdem noch extrem simpel von jedem Charakter, aber ist trotzdem doof, wenn man einfach nur mal schnell und unkompliziert mit ein paar Freunden spielen will. :/

Saldek
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Saldek

Auf das Spiel habe ich mich sehr gefreut. Nach der Demo habe ich mich aber gegen einen Kauf entschieden. Ich habe ein Spiel gesucht, dass ich mit 1-2 Freunden abends mal witzig bei nem Bier zocken kann. Und WarioWare ist ja bekanntlich eine Serie, bei der auch Nichtzocker nach Sekunden drin sind. Allerdings macht die Entscheidung, massenhaft Charaktere mit eigenen Mechaniken zu implementieren und nach Zufallsprinzip den Minispielen zuzuweisen, leider vieles kaputt. Denn Leute die sich nicht intensiv vorher mit den Eigenschaften der Charaktere auseinandersetzen, bekommen hier garantiert nichts auf die Reihe. Früher war es die Heruasforderung herauszufinden, was man in den Minispielen machen soll. Die Eigenschaften der vielen CHaraktere erhöhen die Komplexität aber enorm. Das ständige Scheitern der Freunde kann man zwar lustig finden, aber wenn die anderen bei 90% der Minigames scheitern, macht es einfach keinen Spaß.

Tabby
I, MANIAC
Profi (Level 1)
Tabby

Ich fand das Spiel am Ende doch besser als ich nach der Demo dachte, nach ca. 10 Stunden war die Luft dann aber leider raus.
Früher hatte ich deutlich mehr Spaß mit der Reihe.

deztiny
I, MANIAC
Anfänger (Level 3)
deztiny

Finde es sehr schade, dass es das Spiel nicht über die 80 Prozent Hürde geschafft hat. Habe das erste Wario Ware auf dem GBA geliebt (Minigame Mania), das hatte sogar 85. Dass man es heute auf der Switch nicht mehr schafft daran anzuschließen… da war ja selbst das Gold auf dem 3DS eine ganze Ecke besser (82%)