Videospiele von Evolution bis zur Stagnation: Quo Vadis Grafik?

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  • #1669475
    genpei tomategenpei tomate
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    Gold MAN!AC

    Dass man von der Grafik umgehauen wird, weil man derartiges nie gesehen hat, ist wahrscheinlich DER erste Effekt, der einen gefangen nimmt und staunen lässt.
    Ich, für meinen Teil habe mein “Shock” fürs Leben, 1983 bei “Dragon s Lair” und “Space Ace” gehabt, nur dass ich erst später herausstellten konnte, dass es keine “richtige” Grafik war.Damals ( da war ich 10 J )kannte ich kaum jemand, der mir das hätte erklären können.

    Aber ein paar Jahre lang habe ich echt geglaubt, besser könnte man Grafiken gar nicht gestalten. Ich musste erst mal den Aufwand hinter der “Interaktivität” einer Computer-Grafik entschlüsseln, um urteilen zu können, wie fortschrittlich sie tatsächlich ist.
    Denn fast alles baut bis heute aufeinander auf: Ist, übertrieben gesagt, ein VR Game heutiger Prägung so anders, als Ataris 1983 Star Wars Automat, wenn man vom VR Effekt absieht?
    Ich meine das nicht technisch, auch nicht grafisch, geschweige denn spielerisch, sonder fast philosophisch. WAS, liegt im Auge des Betrachters, wenn die Mittel, die die jeweilige Ära bestimmen, es gar nicht zulassen ( konnten), dass man unsere geliebten Games miteinander vergleichen kann?
    Sorry schon mal, für den Fall, dass man meine Gedankengänge nicht so leicht verfolgen kann. 😉

    Der Sprung, als die Pixel das laufen lernten, finde ich bemerkenswerter, wenn ich die “Vision” dahinter sehe und dann die technische Umsetzung:
    Pacman war das “Gta” seiner Zeit.
    Nur: GTA war zig Jahre später erst machbar und ich glaube nicht, dass die Entwickler von damals ( Namco), überhaupt so ein Spiel hätten “visualisieren” können, da es keinen Bezug gab, aus dem sie sich hätten inspirieren lassen können, und selbst wenn, wäre alles an der Technik gescheitert.

    Die andere “Sprünge” hingegen, wie von 8 zu 16 Bit sind für mich ” natürliche” Evolutionen, die im Nachhinein weniger groß ausgefallen sind, als wie es mir zu der Zeit vorkam.
    Sie haben alle eine gewisse “Logik” die man in ihrer Gestaltung nachvollziehen und zurück-verfolgen kann, angefangen bei ihren pixeligen Anfängen, bis hin zur Hinzunahme von Farben, Animationen, Größe, Physik-Umsetzung etc.
    Kurz:
    Für uns “Konsoleros” könnte man die Spanne “relativieren” und sagen: Ja, zwischen der Magnavox Odissey ( 1972), dem Famicom ( oder NES, 1983) und etwas mehr als eine Dekade später mit 3Do, Marty, Saturn und Ps1 hat sich GEWALTIG was verändert!
    Persönlich würde ich den nächsten “Schnitt” bei “Doom 3”, also noch mal 10 Jahre später ansetzen.
    Will meinen: Mein Eindruck ist, unser Medium hat sich im 10 Jahres Takt erneuert oder mir erst dann ein signifikantes “A-ha!” entlockt.

    Witziger-Weise war meine erste, richtige VR Erfahrung die, die mir, vor ein paar Jahren, besagtes A-ha oder besser “WTF!!” wieder-entlockte, und das lag weniger am Spiel oder seiner Grafik ( Trotzdem: Elite Dangerous Asteroiden Gürtel: DER Wahnsinn!!) sondern mehr an der “Erfahrung” einer bekannten Umgebung ( überspitz gesagt in Bezug auf meiner Analogie oben: Asteroids, anyone? 😉 ) in einem völlig anderem Kontext.

    Jetzt hingegen, 15 Jahre nach “Doom 3” sehe diesen “Sprung” bei “konventionellen” Games und Ps5 und co. nicht wirklich.
    Was aber nicht ausschließt, dass ich in ein paar Jahren meine Aussage revidieren könnte.

    #1669477
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Ich weiß dass der Eingangspost lang ist, aber für den Fall, dass nicht ganz ersichtlich ist, worum es GANZ genau geht:
    Keine Panik!
    Nichts ist hier genau, mich interessieren nur eure persönlichen ( ! ) Erfahrungen und Ansichten über die Wahrnehmung von Telespiel-Evolution:
    Der eine findet den Sprung von 8 zu 16 Bit den historisch größten, der nächste vielleicht eher eine stete Wanderung ( ich) der nächste ist wahrscheinlich mit der Ps1 “groß” geworden und nichts wurde seitdem besser, sprich stagniert, auch wenn das Niveau relativ hoch ist.
    Oder so ähnlich! 😛

    Was besser-oder-schlechter ist/war, daran habe ich kein Interesse! 🙂
    Viel Spaß beim Austausch!

    #1669482
    greenwadegreenwade
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    ich kopier zum einstand mein letzten post aus dem PS5 thread:

    mir waren die grafiksprünge bei den generationswechseln eigentlich immer groß genug, außer der letzte eben. den fand ich mager. zumindest in der breite. vereinzelte spiele sehen schon sehr schick aus.

    Master System -> Mega Drive
    endlich sehen die spiele so aus wie man es sich wünscht. 🙂

    Mega Drive -> Saturn
    2d zu 3d. DER generationswechsel überhaupt!

    Saturn -> Dreamcast
    endlich sehen die 3d spiele so aus wie man es sich wünscht. 🙂

    Dreamcast -> Xbox
    ok, der einzige wechsel wo ich vom grafischen fortschritt nicht besonders überweltigt war. dafür hat die xbox mit tech-spielereien wie einer festplatte und dem zweiten analogstick gepunktet. und eigentlich wars ja auch garkein richtiger genarationswechsel.

    Xbox -> 360
    bump mapping – und zwar in jedem spiel und überall! dadurch sieht quasi jedes 360 spiel um einiges plastischer aus als xbox classic spiele.

    360 -> One
    die speerspitze der One games sieht wie NextGen aus, die ganz große masse dümpelt aber nur auf hohem 360 niveau rum. dafür hätte ich keine neue generation gebraucht.

    wenn mich zu mega drive zeiten jemand gefragt hätte wie die grafik im jahr 2020 aussehen würde, hätte ich mehr erwartet als das was wir jetzt haben.

    #1669490
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Ja, das ist es ja, was ich mit meiner Vermutung im Eingangspost ausdrücken wollte:
    Die Erschaffer von damals hätten diese Vision haben müssen, um überhaupt in eine/welche Richtung auch immer hin zu arbeiten und dennoch ging es, natürlich nicht anders und Vision-or-not, nur Schritt-weise
    Bis zu dem Tag ( siehe Abstand von NES zu PS1) an dem man einen “Sprung” erlebte.

    Wenn mir jemand zu Megadrive Zeiten hätte zeigen können, wie heutige Games-Grafik aussieht, angenommen in Bewegung, hätte ich das gar nicht verarbeiten können, denn ich hätte sie “so realistisch” empfunden, dass sie nur Fake hätte sein können! 😛
    Dazu hätte mir der “Zwischen Schritt” gefehlt, die Einschätzung nämlich, dass eine Stufe höher, das im Sinne des zu-Hause-Machbaren, ähnlich wie die T-Rex Demo auf der Ps1 hätte ausfallen müssen.Genug Anhaltspunkte hätte ich gehabt, zur Einschätzung.

    Dann noch der “Kontrast” aus Hollywood ( “Jurassic Park” 1993) mit einer Grafik, von der ich instinktiv wusste, dass es noch viele, viele Jahre dauern wird, eh so was zu Hause normal sein wird.
    Ist es heute schon so weit?
    Will meinen, es gab schon Möglichkeiten eine “Vision zu haben”, wie eine spätere Konsolen Grafik hätte aussehen können. Man wußte nur nicht, wann es so weit sein würde, da teuer und so weiter.

    Im Nachhinein weiß ich allerdings nicht mal, nachdem ich die Entwicklung mitgemacht habe, ob ich davon reden sollte, “mehr erwartet zu haben” oder eher Design-Entscheidungen vermisse, die Grafiken um so schöner erstrahlen lassen, weil ich nie darauf gewartet habe, dass es immer realistischer wird.
    Im Gegenteil:
    Diese künstliche Menschen bei Death Stranding oder Cages Produktionen, beeindrucken mich nicht so sehr, weil ich so was beinahe erwartet habe, in der Tech-Evolution.
    Natürlich weiß ich dir technische Umsetzung zu würdigen, aber ich wusste, “so was” wird ( irgendwann) kommen.
    Als Gegenbeispiel erwähne ich das VR Game “Bound”. Ein Spiel, mit einer kubistisch-geprägten Landschaft, allerdings so surreal schön als Level-Parcour zusammen-gestellt, das mich, von seiner Grafik her, mehr umgehauen hat, als alle CoDs Darstellungen der letzten Jahren zusammen.
    So was wie bei “Bound” ( unbedingt ein Video anschauen und in VR “vorstellen” !) führt meine Erwartung über “bessere” Grafik ad Absurdum, da ich finde, dass Spiele Grafik heutzutage eher dann auffällig “besser/Fortschrittlicher” ( eher “anders”) wirkt, als alles, das man vorher gesehen hat, wenn sie etwas darstellt, dass man noch nie zuvor gesehen hat.

    #1669500
    greenwadegreenwade
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    jurassic park ist ein gutes stichwort. zu der zeit war meine vorstellung von grafik in der zukunft, perfekter realismus. so wie jurassic park als erster film dinos perfekt dargestellt hat. die dialoge zu dem film damals: “WOW, das sieht perfekt aus! wie haben die das gemacht?”, “Mit Computern!”, “Ah, ja, verstehe…”. und sowas zum selber spielen hab ich mir damals als videospielgrafik der zukunft vorgestellt. wenn ich mir die heutige grafik ansehe, sind wir insgesamt noch zimlich weit davon entfernt.

    und ich meine damit nur die quallität, nicht den stil der grafik. der kann von mir aus auch gerne abstrakt und fantastisch sein.

    das mit dem zehn jahres takt kann ich kinnladentechnisch unterschreiben. warum seit doom 3 nix mehr kam? dafür seh ich zwei gründe.
    1) die klassische chipfertigung rückt immer näher an ihre physikalischen grenzen. entsprechend werden die zyklen für neue chips immer länger, respektive die leistungsteigerungen zum vorgänger immer kleiner.
    2) das was wir dennoch mit jeder generation an mehrleistung erhalten, wird in absurd hohe auflösungen verblasen anstatt tatsächlich bessere grafik zu erzeugen.

    Forza Motorsport 8 auf der Xbox SX in 720p, dafür mit hyper realistischen lichteffekten? ich könnt mir vorstellen das das besser aussehen würde als die jetzige grafik in 8k. viel mehr wird es wohl auch nicht sein was forza 8 auf den bildschirm zaubert.

    #1669504
    captain carotcaptain carot
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    Epic MAN!AC

    Momentan ist der nächste, spannende Schritt Realtime Raytracing. Das bringt bei der optischen Glaubwürdigkeit noch mal ziemlich viel.

    Und wer meint, es hat sich nicht mehr viel getan, der sollte sich u.a. mal angucken, wie mau die DInos in den wenigen CG Momenten bei Jurassic Park heutzutage aussehen und wie bescheiden z.B. die Tornados bei Twister sind.
    Verglichen damit sehen aktuelle Rasterizing Grafiken schon top aus. Gerade Titel wie Horizon, Gears 5 oder Fhorza Horizon 4 sehen schon sehr geil aus. Und laufen nebenbei in Auflösungen weit über dem, was man anno dunnemals mal hatte.

    Control samt Raytracing mal auf CRT angeguckt lässt die Filmoptiken von früher dann endgültig verdammt alt aussehen.

    Gleichzeitig heißt mittlerweile selbst zehnfache Grafikpower nicht mehr unbedingt, dass es zehnmal detaillierter ausssieht. Und natürlich kann das Artdesign eine riesige Rolle spielen.

    An Essner a day keeps quality away.

    #1669506
    kevboardkevboard
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    Epic MAN!AC

    Raytracing hat das Potential nach langer zeit mal wieder einen Grafiksprung zu bieten der wirklich was ändern kann.

    denn realistisches verhalten von licht ist etwas was sich auch sehr deutlich im gameplay bemerkbar machen kann.
    man denke nur daran in einem shooter den gegner anhand der spiegelung im Autofenster vor dir zu erkennen und ihn so zu überraschen.
    noch extremer, du hast ein Scharfschützengewehr und der Typ schleicht sich von hinten an und du siehst ihn im letzten moment anhand der reflektion deines visiers.

    die KI in einem stealth spiel könnte dich wenn du nicht aufpasst in der reflektion sehen (Hitman 2 macht dies anscheinend jetzt schon, das benutzt jedoch render to texture un das zu realisieren, was im grunde funktioniert wie die portale in Portal)

    und auch abseits des gameplays bietet raytracing schlicht eine natürlichere und echter aussehende Umgebung. Licht verhält sich wie man es kennt, die Umgebung zu deutden wird intuitiver und immersiver.

    http://kevboard.deviantart.com - Wii U: kevboard - Xbox: kevboard - PSN: kevboard1990 -

    #1669642
    Rudi RatlosRudi Ratlos
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Lustigerweise empfand ich den Sprung von 16Bit auf 32Bit gar nicht mal so geil, da die ersten PS- und Saturn-Polygonspiele halt sackenhäßlich aussahen. Was dann aber mitunter an 2D-Spielen für die Kisten kam, war schon sehr beeindruckend. 3D funktionierte imo dann erst wirklich in der nächsten Generation richtig gut (Soul Calibur, anyone) und fand seinen vorläufigen Höhepunkt auf der PS360 (Gears war z.B. damals ein Augenöffner). Was ich heutzutage beeindruckend finde, sind die detailversessenen Charaktermodelle in den Zwischensequenzen, die Renderszenen der Vorgängerkisten alt aussehen lassen. Da erwarte ich den kommenden Jahren aber keine sonderliche Steigerung mehr, wahrscheinlich wird dann eher das Druhmherum optimiert (oder eben besagtes Raytraching kommt zum Zug).

    [/URL]
    Keep on smiling 🙂

    #1669650
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Danke schon mal für die Beteiligung!
    Letztes Jahr gab es n Video zu Raytracing, das mir aufgezeigt hat, wo die Technik-geschuldeten spielerischen ( !) Innovationen lauern und ja, fernab der gezeigten, martialischen Szene ( Die Gegner/Kontrahenten der Spielfigur, die in einem Gebäude herum rannten, konnte man als Echtzeit Reflexion auf den Busfenstern draußen auf dem Feld sehen) , zeigte man damit, wie viele neue Gameplay Optionen sich mit der entsprechenden Technik ergeben. Das sind schon mal geile Aussichten!

    Die Frage ist nur: Auf wessen Kosten, wenn das, mal angenommen, selbst für die demnächst erscheinende Gen alles noch zu viel des Guten sein soll?

    @16-32 Bit Sprung
    Leider hat man uns Konsoleros, aufgrund der damit verbundenen, gewaltigen Kosten, den “echten” Sprung vorenthalten, da Daytona und co. in ihrer Urfassung ( Arcade) ,von der Qualität her, weit über Saturn und Ps1 lagen und erst eine Konsolen-Gen später ( Dreamcast) gleichzogen. Aber für Zuhaus reicht es auch so, auch wenn ich diese Gen zu den hässlichsten seit dem Atari 2600 zähle! 😛

    Dummer Weise starben die Automaten in der Dreamcast Ära aus, oder besser: Die, die in Fernost noch produziert wurden, waren im Grunde Pc-Games in Arcade-Montur und selbst die damaligen Konsolen ( Ps2) zogen grafisch an den Arcades vorbei.

    Heißt: Ich kann es bei meiner Aussage belassen, dass die 10 Jahre Spanne den besten Richtwert bisher hergibt, um einen “Wow!!” Effekt auszulösen, aber in der Arcade erst recht. Ich weiß, wie ich staunend vor Namcos Starblade Automat stand, das 1991 so eine unfassbar geile Polygon Grafik bot, an der, ein paar Jahre Später, selbst unserer Vorzeige Sternen Fuchs auf dem Snes nicht mal im Ansatz ran kam.
    Retrospektiv gehört Namcos Meisterwerk m.M.n. zu einer Gen, die nämlich, mit verdammt flüssig dargestellten, kahlen, polygonalen Welten, die wir auf Konsole fast übersprungen haben.
    M.m.n. hat Starblade im Jahr 1991 mit einem Schlag sogar die Grafik von zwei Konsolen Gens übersprungen!
    Tja, selbst die 1996 Ps1 Version konnte da nicht mithalten.

    Ich rede natürlich nicht von den auf Home-Computer durchaus sehenswerten Polygon Spiele, die es damals in Hülle und Fülle gab, sondern von der Qualität her, im Sinne des damals technisch Machbaren:
    Nichts kam an den Automaten ran, ging aber auch nicht wirklich anders.

    Es gibt verdammt viele ur-Ahnen aus der Polygon Arcade Zeit, die heute noch eine gute Figur abgeben, sei es, dass ein Virtua Racing mit 60 Fps nach wie vor ne Wucht ist. Dann wiederum, das heutzutage fast selbstverständliche Hyper-Realismus bei Racing Games und denn damit verbundenen Effekt, zumindest meinerseits, nicht zu wissen, was ich da noch groß verlangen sollte.
    Außer immer stabileren Frames, natürlich! 😉

    #1669666
    greenwadegreenwade
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    passend zum thema gibts ein best of 2019 video von den digital erbsenzählern. besonders spannend finde ich die raytracing version von Quake 2. der fotorealistische ansatz ist der richtige weg mir ein neues “WOW!” zu entlocken. 🙂

    #1669705
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Bei mir tritt da schon länger kein Wow-Effekt mehr auf. Und das wird Grafik auch längerfristig nicht mehr schaffen. Da hilft auch kein Raytracing. MMn sollte das Spielerlebnis woanders erweitert werden. Entdeckungsfreude, Neugier, Unberechenbarkeit, das sind die Zutaten, die ich in Spielen haben will. VR als ein reines Gimmick interessiert mich nicht so sehr. Aber mehr fällt der Branche scheinbar nicht ein, als 3D Spiele in ein VR Konzept zu zwingen. Dabei könnte man das Spielerlebnis auf eine absolut neue Stufe heben, das Narrativ eines Spiels zu einer immersiven Erfahrung werden lassen, die man so noch nicht kannte.
    Je besser die grafische Benutzeroberfläche, desto überzeugender das Resultat. Aber ich glaube, wovon ich träume, davon sind wir noch Jahrzehnte entfernt.

    #1669708
    belbornbelborn
    Teilnehmer
    Maniac (Mark II)

    Interessantes Thema Genpei
    So richtig “wargenommen” hab ich Grafik erst mit dem SNES und Castlevania 4.Tolle Paralaxhintergründe mag ich heute noch.Der Hauptgrund warum mich das MD weitestgehend kaltgelassen hat.Snesgrafik hatte mehr Farben und war weicher und schöner.
    Das Erscheinen von 32Bit war eine “schwere” Zeit für mich.Anstatt noch schönere Bitmapwelten gabs Pixelmatsch.
    Versönlich stimmten die Rendergrafiken bei RPGs im Hintergrund.
    (Schönstes Spiel:Legend of the Dragoon.)
    Die nächste Evolution war Shenmue auf dem DC(Die Nebelwände des N64 hinterliesen bei mir nicht mal eine zuckende Augenbraue),was dazu führte das mich die PS2 grafisch und nicht nur grafisch weitestgehend angeödet hat.
    Erst mit der XBox360 und Elder Scrolls Oblivion hab ich 3D Welten endlich voll geniesen können.The Witcher 3 auf PS4 ist mein grafisches Nonplusultra

    #1669709
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Losgelöst von ihrem Ursprung ( Pc oder Konsole) Darstellung ( 2d oder 3D) oder Datum ( “Retro” im weitesten Sinne) entlocken mir ne Menge “alte” Games nach wie vor ein Wow! aber eher aus dem Wissen heraus, mit welchen Limitierungen sie erschaffen wurden, aber auch wenn sie die Speerspitze des damals Mögliche darstellen.
    Speziell viele Grafiken aus der Arcade Zeit zwischen 1990 und 1995 aus der Feder von Toaplan ( bekannt durch Truxton aber ich meine ihr Meisterwerk Dogyuun) und Irem ( klar, R-Type, aber ich meine das unglaubliche In the Hunt) hatten ein Niveau erreicht, von denen die aller-meisten Pixel Werke der heutigen Zeit nur träumen können.
    Was das angeht, hat sich diese grafische Darstellung ( die ich sehr mag) nicht so weiter entwickelt, wie ich es gerne gehabt hätte, eher im Gegenteil: Sie ist den meisten Entwicklern heutzutage so Aufwändig und durch den Aufwand automatisch teuer, so dass die meisten sich das gut überlegen, ob sie sie verwenden.
    Von der Größe unserer heutigen Fernseher ganz abgesehen, die es auch nicht wirklich einfacher machen, ein ganzes Bild mit Pixeln auszufüllen…

    Wenn ich an Raytracing denke, geht meine Phantasie eher durch, bei den “Spielereien” die damit möglich werden, als dass es primär um die Grafik geht.
    Ich dachte dabei an eine neue Interpretation von Wind Wakers Spiegel Kammer…oder ein Puzzle Spiel wie Monument Valley mit Raytracing Kopfnüsse.Das müsste der absolute Wahnsinn sein.

    Nur weil auch bei mir die “Wow!” Momente mittlerweile sehr selten geworden sind, heißt es nicht, dass es keine digitalen Kunstwerke mehr gibt, die trotzdem sensationell aussehen.
    Wäre Bloodborne ein technisch super-flüssiges Spiel, wäre sein Impact für die Grafik-Fetischisten garantiert größer ausgefallen, denn es bietet Settings, so wunderschön gezeichnet, wie selten. Das Castlevania Rondo of Blood der Neuzeit, so zu sagen. 😉



    @Kong

    Habe leider nicht ganz verstanden, wie du das mit der grafischen Benutzeroberfläche meinst. Wäre schön, wenn du dich etwas ausführlicher darüber auslassen könntest. 🙂

    #1669716
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer
    Epic MAN!AC

    Ich meine damit die Ingame Grafik. Höherer Grad an Realismus, gerade bei VR, z.B. keine losen Extremitäten. Gesichtsanimationen und Blicke, die von echten Schauspielern nicht mehr zu unterscheiden sind. Wenn du das jetzt mit etwas kombinierst, das mehr einer KI entspricht als was wir kennen, dann hast du eine Vorstellung davon, was ich meine.
    Schade wird AR nicht mehr wirklich thematisiert. Das gäbe auch eine Vielzahl an Möglichkeiten.

    #1669717
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer
    Gold MAN!AC

    Ok, Danke für deine Erklärung.
    Insgesamt ein für mich schwieriges Terrain, da ich eine Ingame Grafik, von ihrem immersiven Potential her nicht davon abhängig mache, ob die Figuren nicht von echten Menschen zu unterscheiden sind. In vielen Spielen stören mich “Menschen” sogar und zwar in beiderlei Hinsicht: Sind sie zweckmäßig gestaltet und reden sie nicht viel, nerven sie mich genau so, wie wenn sie fantastisch gestaltet sind und viel labern. 😉
    Insgesamt müssen sie also für mich “passend sein” und weniger das gesamte Bild einer Computer-Grafik definieren, auch wenn sie, je mehr die Grafik “hergibt”, um so mehr gezwungen sind mitzuhalten. Sonst wird/wirkt es albern.

    Ich weiß ohne Weiteres, Heavy Rain, L.A. Noire, Detroit und co. zu würdigen, als die “Pioniere” ihrer Gattung, nur: Trotz dem, dass sie “Videospiele” sind, bin ich von der Grafik lange nicht überwältigt, da sie mir zu wenig Abstand nehmen von der Darstellung alltäglichen Aspekte.
    Sie wirken mir zu “vertraut” und “kantig” zugleich…

    Unter der Form ihres Ausdrucks verpufft bei mir irgendwie die Faszination über ihre durchaus “imposante” Grafische Darstellung und die Spiele verkommen für mich irgendwie zu “Filmen mit Menschen, die man ein wenig steuern kann”, eine der Sachen ( Filme…) die ich bei Videogames gar nicht suche.

    Natürlich, da ich im sinne des Threads nicht werten möchte, ob Detroit Become human oder Geralt of Rivia spielerisch besser/schlechter sind, als, sagen wir mal, Gradius 5, sehe ich mir den Fortschritt gerne “nüchtern” an und erkenne, welche gewaltige Fortschritte grafischer Natur seit Ataris Adventure ( 1979) gemacht wurden.
    Der Unterschied ist dennoch, dass wenn ich damals überhaupt hätte denken können, wie geil es wäre, wenn ein “Adventure Telespiel” ( wie der heutige Witcher 3 z.B.) so richtig “Echt” aussehen würde, heute wiederum, wo es “fast” so weit ist, mir eingestehen muss, dass es sich anders anfühlt, als von mir gewünscht.
    Ich bin nicht wirklich glücklich über diese hyper-realistischen Darstellungen.

    Irgendwie fühlen sie sich nicht nach “Videospiel” an, obwohl paradoxer-Weise, genau die Grafik diejenige ist, die die größte Entwicklung vorweist.
    Denn spielerisch sehe ich keine große Sprünge zwischen Pacman und Gta, sie sind beide für mich nichts als gemeine “Katz und Maus” Spiele. 😉

    Aber so lange sie irgendwie “Video” und “Spiel” sind, ist natürlich alles ok und KI ist wiederum ein ganz anderes Thema, sie scheint die einzige Sache zu sein, die die Komponente “Spiel” vorantreiben könnte oder in bisher völlig unvorstellbarer Weise verändern könnte. Was natürlich an der Zeit wäre, da seit den Geistern Pacmans, in der Hinsicht sich nicht sooo viel verändert hat! 😛

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