captain carot

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  • als Antwort auf: You found a dead platform – watt nu, Xbox? #1808413
    captain carotcaptain carot
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    Zahlen zur Verteilung hat MS gar nicht rausgehauen. Zumindest nicht offiziell. Es gab mal Metadaten (die ich jetzt nicht raussuche) nach denen der Gamepass am PC primär von Leuten genutzt wurde, die auch eine Konsole haben, aber kaum von PC-Only Spielern. Die halten sich aber auch eher von MS‘ Store fern und kaufen bei Steam, GOG oder Epic. Verwundert auch nur bedingt, denn Gamepass heißt MS-Store und spieletechnisch ist der bei ferner liefen.

    Cloud Gaming Only Nutzer gibt es bis heute kaum. Was sicher auch mit am Preis liegt, denn der Service war an Ultimate gebunden bisher. Evtl kann man hier zukünftig gerade mit dem Basisangebot etwas mehr punkten. Allerdings ist die Konkurrenz auch hart.

    Dann sind da auch noch die Nutzerzahlen. Der Gamepass und die Xbox Series dümplen beide im 30 Millionen Bereich vor sich hin. Dabei ist gerade die deutlich mehr verkaufte Series S eine Gamepass Maschine. Zumindest behauptet MS das auch selber so.

    Das, was es bisher an Daten gab, und da war MS manchmal sehr schwammig, plus Datenauswertung aus weiteren Quellen, zeichnet ziemlich klar folgendes Bild: Gamepass wird primär von Leuten mit Xbox oder Xbox und PC genutzt, dann auch häufiger auf mehreren Geräten/via Cloud.

    Ich nutze übrigens schon lange keinen Gamepass mehr. Das letzte Mal einen Monat war tatsächlich für Hellblade 2. regulär schon deutlich länger nicht mehr.

    als Antwort auf: Smalltalk #1808411
    captain carotcaptain carot
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    Der Abschnitt Richtung Ende mit den menschlichen Datenarbeitern in Kenia war glaube ich schon mal in einer anderen Doku. Da ging es um die KI Filter von Social Media. Trotzdem durchaus sehenswert.

    als Antwort auf: You found a dead platform – watt nu, Xbox? #1808408
    captain carotcaptain carot
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    Naja, das kann man halt auch ohne Xbox kaufen. Ich sehe da aber auch gleich mehrere dicke Probleme. Baut MS den Kram noch selbst (bzw. lässt es direkt fertigen), dann wird Geld verdienen mit den Fremdstores nicht leichter. Bei Epic bekommt man andauernd echte Gratisgames, zwar viel Indies und manche Gueken, es sind aber auch Toptitel dabei. Steam und Epic schlagen gleichzeitig MS bei den Preisen. Mal ein bisschen, mal ziemlich deutlich. Warum sollte ich da überhaupt noch im MS Store kaufen?

    Gibt es nur Lizenzhardware, dann sieht man wie aktuell beim Xbox Ally, dass die Anbieter Geld verdienen wollen. Da wird die Hardware dann mindestens so teuer wie ein entsprechender PC. Ich glaube, damit kann man Konsolenspieler nicht locken während die PC-Fraktion dann eher gleich auf einen ‚richtigen‘ PC setzt.

    Was die Öffentlichkeitsarbeit angeht, ich denke, da liegt ein Kernproblem im Paradigmenwechsel. Spencer und Co. konnten jahrelang ziemlich frei schalten und walten, in die Zeit fallen unter anderem Xbox One X, die Aufkäufe kleinerer Studios usw. aber auch die Übernahme von Bethesda. Das war die meiste Zeit gut, teilweise gab es aber offensichtlich auch zu wenig Führung von oben (Halo Infinite, Everwild…). So wirklich erfolgreich war man in der Phase aber nicht. Der GamePass als Abomodell fällt ja auch in die Ära. Im Idealfall hätte er massives Wachstum gebracht. In der Praxis hängt er heute an den Konsolen.

    Die Zeiten sind wohl schon was länger vorbei, denn die Chefetage macht schon seit vor der Activision Übernahme deutlich mehr Druck. Ist auch nicht wirklich verwunderlich, die Xbox Sparte ist für MS-Verhältnisse unergiebig. Mit der Activision Übernahme scheint sich auch noch mehr Activision Management einzuschleichen. Wie das sich auswirken kann (natürlich komplett anderer Bereich) sieht man bei der Übernahme von McDonnell-Douglas durch Boeing. Im Endeffekt wurde damals viel MDD Management übernommen, mit entsprechend sich änderndem Qualitätsmanagement usw.

    Im oberen Management bzw. der MS Chefetage sitzen mittlerweile immer mehr Leute, die an echter Konsolenhardware kein Interesse haben. Cloud Gaming? Bestimmt, Cloud ist heutzutage eine von MS‘ Kernkompetenzen. Publisher für Software überall? Wenn man damit wie bei CoD Kohle macht, dann ganz bestimmt. Aber eine ziemlich floppende Hardware Sparte? Eher nicht.

    Ich denke, man wird schon versuchen, mit der Cloud noch am Ball zu bleiben. Da sehen einige Anbieter Potenzial für die Zukunft.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808372
    captain carotcaptain carot
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    Bei RetroArch Steam kann man für vieles auch die Vorkonfiguration nehmen. Aber lange nicht für alles. Das war damals beim ersten Retropie tatsächlich noch komplizierter. Tatsache ist aber auch, es gibt mittlerweile Frontends, wo praktisch der ganze Standardkram Plug & Play funktioniert.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808365
    captain carotcaptain carot
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    RetroArch ist ja auch nur eins von mehreren Frontends und obendrein ist da noch die Frage welche Version. Tatsache ist aber auch, komplex sind die id.R. nur, weil lan so viel auf einen Schlag aus einer Oberfläche heraus machen kann. Wobei ein paar Frontends es einem trotz dutzender Systeme echt einfach machen

    als Antwort auf: You found a dead platform – watt nu, Xbox? #1808362
    captain carotcaptain carot
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    Xbox als Hardeware: Ja, die erste Xbox nutzte damals Intel CPU und Nvidia GPU sowie ein angepasstes DirectX. Im Endeffekt ist das aber erstmal nebensächlicher, als viele Leute glauben.

    Xbox 360: Damals extrem starke Hardware und wegweisend. Das Problem, Bleifreies Lot. Das Problem hatte Sony im Endeffekt ein Jahr später, obwohl man mehr Zeit hatte, fast genauso.

    Erfolgskonsole zu Erfolgskonsole: Die PS3 war für Sony ein klarer Dämpfer und unterm Strich auch ein Verlustgeschäft. Auch Nintendo musste sich mehrfac wieder zurück kämpfen. MS hat einfach die Kurve nicht gekriegt und nachdem die Leute heutzutage ziemlich fest in ihren Ökosystemen hängen werden sie das auch nicht mehr.

    Das führt uns dann auch zur Plattform als Ganzes: Die hängt bis heute primär an der jeweiligen Hardware. Streaming spielt immer noch nicht die große Rolle, der Markt ist schwierig (siehe u.a. Google Stadia) und auch hier gibt es massiv Konkurrenz. PlayStation Now, Geforce Now und Amazon Luna sind die prominenteren Vertreter neben MS. Keiner ist bisher auch nur ansatzweise in den Gefilden von PS5, Switch oder Steam. Und viel dramatischer, es gibt gerade bei den Flatrate All Access Abos in Wahrheit auch keine Kundenbindung. Denn ich ha ja nix. Maximal Onlinefreunde zum Zocken, wenn die Spiele kein Cross Platform Gaming bieten. Aber ich verliere faktisch nix, wenn ich mein Abo halt einfach wechsle. Schließlich gehört mir auch nix.

    Mit Abokündigungen, Kurzzeitabos etc. haben ja aktuell gerade die Videodienste auch entsprechend zu kämpfen. Der Mrkt ist unterm Strich wesentlich fluider. Und hier mit eben doch teuren Abos und mäßiger Streamqualität um die Ecke zu kommen, während man sowieso noch nicht wirklich punkten konnte, naja.

    Es mag durchaus sein, dass die Zukunft im Streaming liegt, nur sind wir da noch lange nicht und gerade Streaming Only hat MS sich erstmal ziemlich unattraktiv gemacht. Ausgerechnet in dem Markt, wo die Karten noch neu gemischt werden, die Kunden aber im Zweifelsfall innerhalb von Wochen einfach weg sind.

    Wie zäh die Entwicklung hier ist sieht man übrigens an MS’ eigenen Prognosen von vor fünf Jahren, die man wirklich hoffnungslos verfehlt hat.

    Gamepass bei Steam? Ja, das wird ungefähr so passiere wie bei Nintendo oder im PSN. Daran haben die anderen Anbieter einfach kein Interesse, weil sie einfach nur Geld verlieren. Innerhalb von Windows oder eben halt als Streaming-Lösung, das geht. Aber bei allem anderen… dabei ist der PC-Gamepass bis heute auch nicht besonders erfolgreich. Gamepass Kunden sind nach wie vor primär Konsolenspieler. Mit Xbox.

    Das führt uns jetzt zur physischen Plattform. Die ist kaputt. Und das auas einer Reihe von Gründen. Angefangen bei Problemen, die man seit 2013 mit sich rumschleppen muss bis zu vielem, was man in letzter Zeit verkackt hat. Die gestiegenen Preise tun da ihr Übriges. Anders als zum Beispiel Nintendo ist MS auch nicht in der Lage, sich neu zu erfinden.

    Dazu kommt eine Komnzernführung, für die Xbox nur bei ferner liefe liegt und momentan die unergiebigste Sparte ist. Damit ist also schon seitens Unternehmensführung die reelle Chance gegeben, dass Xbox abgewickelt wird. Allerdings nicht die Game Studios. Denn die sind in Verbindung mit Activision, Blizzard… ziemlich erfolgreich. Dafür braucht man aber keine eigene Konsole oder Streaming Plattform mit hohen Kosten, die einfach nicht abheben.

    Ich würde zwar vermuten, dass MS die Cloud Gaming Wette am Laufen hält (die Umstrukturierung beim Gamepass weist darauf hin), aber die physische Plattform Xbox ist auf Kundenseite tot und selbst auf Unternehmensseite steht es da schlecht.

    Auch die Grüchte um Lizenzhardware statt eigener Konsolen kann man in dem Kontext sehen. Das bietet MS einerseits Next Gen Cloud Hardware, andererseits hat man kein eigenes Risiko mehr mit Konsolenverkäufen. Ob das am Ende zieht? Hängt primär davon ab, was die Kunden daraus machen.

    Edit: Wie tot die Xbox als Konsole ist, darüber gibt u.a. Amazon eine Übersicht. Series X 200+ Verkäufe im letzten Monat, Series S 100+ Verkäufe, Switch 1 Standard 900+ Verkäufe. Und das ist nur eine von X Switch Versionen abseits von Bundles etc.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808361
    captain carotcaptain carot
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    Kega (Fusion) hatte kikko ja schon genannt. Da gibt es maximal das Pad zu konfigurieren, stellvertretend für viele Emulatoren.

    RetroArch einrichten, gerade wenn es nur die Standardkisten sein sollen, geht heute schneller als die Ersteinrichtung einer neuen Konsole. Das ist zum Großteil einfach nicht ansatzweise so schlimm, wie teils dargestellt.

    Was die technischen Qualitäten vieler Emulatoren angeht hast du halt merkbar eh keine Ahnung und deswegen stand in dem ersten Post halt primär totaler Quatsch.

    Übriges schönes Beispiel, wie Low Poly selbst auf großem OLED in HD toll aussehen kann, während das Original die Flimmerhölle ist: Raystorm für PS1

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808335
    captain carotcaptain carot
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    Laufwerke sind deutlich komplexer als Akkus (wenn man von der Ladeelektronik absieht). Für einen passenden Vita Akku braucht es nur ein paar Zellen, die kommen eh aus China. Bei Laufwerken sind erstmal tatsächlich Lizenzen fällig und elektronisch wie mechanisch sind moderne Laufwerke echt komplex. Das lohnt sich erst bei großen Stückzahlen. Deswegen haben auch fast alle Anbieter und gerade einige chinesische den Markt komplett verlassen. Bei DVD gibt es noch mehr Hersteller als bei Blu Ray, aber auch nicht mehr viele. Es gibt auch noch weitere Fußangeln, uHD BD Laufwerke müssen zum Beispiel ein Mal online aktiviert werden.

    Es wird ziemlich spannend, wie sich das weiter entwickelt.

    P.S.: ich hab einen ziemlich alten CD Player. Braun CD3. Das Laufwerk ist gebaut wie ein Panzer. Alles gut gefettet lief es auch wieder problemlos. Solange der Laser hält. Wie lange das ist? Ich hab wirklich keine Ahnung.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808332
    captain carotcaptain carot
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    Cyberpunk kann man in ca. 120h wirklich komplett durch haben, vielleicht nicht jedes Ingame Gespräch etc.

    BG 3 dito, nur ist da der Wiederspielwert extrem hoch, da Entscheidungen extremen Einfluss haben verglichen mit vielen anderen CRPGs.

    Souls und die Schwierigkeit: Ich behaupte mal, dass da teilweise übertriebe wird. Die Spiele sind nicht leicht, aber in erster Linie geht es da um klassisches Gegner lesen lernen. Und es gibt wirklich viele schwerere und erst recht unfaierere Spiele. Muss aber auch nicht jeder mögen.

    Dear Esther: Ist so ein schönes Beispiel für meine Sichtweise. Ich fands einfach nicht gut und es hat mich absolut null bewegt. Da fand ich bei Walking Sims Firewatch und Soma (Action Adventure Superlight) deutlich besser. Das wird bei Spielen mit so wenig Gameplay aber auch noch schneller subjektiv.

    Edit: Punkt Archivierung: PS1 Spiele sind normale, schwarz durchgefärbte CDs. Nur gut gepresste mit extrem seltenen Fehlern. Theoretisch am haltbarsten ist Blu Ray mit ihrem Hardcoating. Die Discs sind aber ja nur eine Seite der Medaille. Die andere sind Laufwerke. Gerade auch die modernen, die mechanisch billiger sind, aber viel schneller arbeiten müssen und dann natürlich feiner abtasten. PS360 mit Laufwerksdefekt sind keine Seltenheit, bei PS4 und One ist das auch schon relativ gängig. Für Series X und PS5 erwarte ich in Zukunft nix besseres. Und da ist dann ernsthaft die Frage, wenn man nicht jetzt archiviert (bzw. archivieren kann), wie steht es dann in zehn, fünfzehn Jahren überhaupt mit der Verfügbarkeit optischer Laufwerke? Wahrscheinlich extrem schlecht.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808324
    captain carotcaptain carot
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    Dann wären TotK, Cyberpunk und Baldurs Gate 3 für mich tatsächlich moderne Inselspiele. BG3 ist innerhalb kürzester Zeit mein Nummer 1 RPG geworden. Und ja, die sind alle drei ziemlich neu. Skyrim kann ich durchaus verstehen, da hab ich auch mehrere Durchläufe gehabt über die Jahre.

    Die Sache mit dem Archivieren (ich rippe gerade meine eigenen PS1 Spiele) meinte ich allerdings durchaus ernst.

    In den Doomsday Bunker würde ich aber vor allem auch TTRPGs, Battletech (analog) und sowas mitnehmen. Das funktioniert alles auch ohne Strom.

    als Antwort auf: Euer erstes Videospiel? #1808312
    captain carotcaptain carot
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    Im Endeffekt muss jeder selber wissen, wofür er Geld ausgibt. Es sammeln auch Leute Whiskey und trinken den nie. Aus meiner Sicht ist da eher die Frage, Sammler oder Spieler? Ich bin ganz klar letzteres und würde mir auch nie ein Spiel kaufen, weil es selten oder teuer ist, geschweige denn als Wertanlage.

    Als Spieler: Originalhardware und Originalspiel ist schon irgendwo schön, gerade wenn es einen Nostalgiebonus gibt. Aber für mich persönlich absolut kein Muss. Wenn ich wirklich im Spiel bin, dann ist das für mich wirklich nachrangig, ob es nun original ist oder Emulation. Der Part davor, also zum Beispiel Wipeout 2097 aus der Hülle nehmen oder Probotector in den Gameboy schieben, der bringt natürlich Nostalgie mit sich. Man wird sich praktisch unweigerlich an früher erinnern.

    Das Problem beim um sich greifenden Sammelfieber, irgendwann ist das alles mal irgendwie durch bei den meisten. Dann kann die umfangreiche Sammlung sogar zur Belastung werden. Persönlich halte ich da alles lieber ziemlich minimal und bei Sachen, die ich wirklich nicht mehr nutze darf dann gerne auch mal was gehen.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808309
    captain carotcaptain carot
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    Es gibt mittlerweile richtig teure PS2 Spiele. Von PS1 ganz zu schweigen. Das ist also schon mal der erste Blödsinn. Klar kann man gerade Standardtitel wie GTA 3 immer noch für 1-3€ auf dem Flohmarkt ergattern, aber längst nicht mehr alles.

    Zweitens sieht PS2 per RGB am 55“ OLED eben nicht gut aus, per Emulator in 1080p oder sogar 4K kann sich vieles noch erstaunlich gut sehen lassen.

    Pixelart ist da zwar schon gnädiger, aber allerspätestens bei Konsolen mit Antennenausgang oder nur FBAS Signal ist dann auch vorbei.

    Der Rest vom Post ist nett ausgedrückt einfach nur Blödsinn. Selbst wenn man mal komplett von der Bedeutung der Emulatorszene für die modernen Retroangebote in sämtlichen Stores absieht.

    Die Tipps von Kikko sind ganz gut. Ich würde einen Schritt weiter gehen, gerade für den alten Kram. RetroArch für Steam (gibt Tutorials zum Konfigurieren, dauert nicht lange) und PC direkt in den Big Picture Mode starten lassen am TV. Gerade für die alten Sachen braucht es kein Highend. Da reicht ein billiger Second Hand Mini PC.

    Warum ich echtes Retro heute nicht mehr unbedingt empfehle: klar ist da die Hardware. Das ist nicht nur Platz und Kosten (guckt mal was ein A500 in gutem Zustand kostet) es ist je nach System auch die Anfälligkeit. Bei mir haben sich in den letzten Jahren trotz Recapping zwei Game Gears verabschiedet und bei der PSP sind schon alleine gute Akkus und das UMD Laufwerk ein Thema. Nur mal zwei Beispiele.

    Ein anderer Punkt sind ganz klar Spielepreise. Ich hab selbst für PS2 einige Titel, die sich mittlerweile deutlich zweistellig bewegen. Glaube Wipeout Pulse bewegt sich momentan Richtung 40€+, ein paar liegen schon eher bei 50-60€. PS1 und Gameboy, da gibt es Titel, die ich mal für 3-5€ gekauft hab und mittlerweile locker das zehnfache kosten. Und da reden wir gerade beim Gameboy von Standardkram.

    Dabei muss man dann auch bedenken, wir reden hier von alten Geräten die zukünftig nur noch mehr altern werden. Mein Gameboy mit OVP (Kopfhörer fehlen) ist von 1990. 35 Jahre. Ja, der läuft. Aber ob der in fünf oder zehn Jahren auch noch läuft? Meine aktuelle Sammlung an GB Spielen (ich hatte fast nix mehr) hat mich seinerzeit vielleicht 150€ gekostet. Für lose Module. Aktuell wäre ich deutlich über 1000 los, ohne echte Sammlertitel. Richtig böse kann es dann zum Beispiel beim DS werden, obwohl der noch halbwegs neu ist.

    Warum empfehle ich keine Must Plays? Weil die im Auge des Betrachters liegen. Aus meiner Sicht sollte man zum Beispiel Day of the Tentacle, Fallout 1 und 2, Tomb Raider Anniversary oder Wipeout 2097 gespielt haben. Wer keine Westrollenspiele mag ist aber bei den ersten zwei schon raus. Wir reden auch alleine bis zum Jahr 2000 von Abertausenden Spielen. Und alleine die ewigen Diskussionen zu Zelda oder GTA beweisen IMO, dass es keine Must Haves gibt sondern das immer nach persönlichem Geschmack gilt.

    Ich persönlich ziehe zum Beispiel die Shadowrun Returns Trilogie jedem JRPG der letzten fünfzehn Jahre vielleicht mit Ausnahme von DQ XI vor. Nützt aber nix wenn man keine taktischen Turn Based RPGs mag. Oder die Spiele einfach zu Slow Paced sind.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808277
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    Nein, das Thema ist voll alt. Nur gab es auf Konsole dann Patches mit Disc/Modulauflagen oder eben von der Jp zur US zur EU Fassung. PC Spieler kennen Patches noch vor Internet Patches von Zeitschriftendiscs. Nur Live Patches, die sind halt ‚neu‘ (eigentlich schon 20 Jahre alt).

    Thema was hält, was geht kaputt: kann man am Ende natürlich nicht wirklich sagen, weil es von vielen Faktoren abhängt, aber Tatsache ist, Konsolen und Medien haben am Ende mit Alterung zu kämpfen. Ich hatte auch schon defekte Gameboy Spiele. Generell ultraselten, kommt aber vor. Haben Geräte Mechanik (Disclaufwerk) dann gehen die auch gerne mal irgendwann kaputt. Das simple PS1 Laufwerk ist dabei viel haltbarer und mechanisch robuster als alles aus den letzten 20 Jahren und sehr viel langlebiger als die Billiglaufwerke in PS5 und Series X. Ich sehe gerade bei den neuen Disc-Konsolen keine Probleme auf Datenträgerseite für die nächsten 30-40 Jahre. Aber ganz klar bei den Laufwerken.

    Nimmt man dann Dinge wie das Preisgefüge dazu (an Retrokäufen verdient auch kein Entwickler mehr), dann muss man eigentlich ganz klar sagen, entweder GOG, vielleicht auch noch Steam, oder so alte Sachen heutzutage ganz böse runterladen. Das Internet Archive ist dabei erschreckend ergiebig. Aber olle Sachen heute kaufen macht eigentlich nur Sinn, wenn man es unbedingt als Original will.

    P.S.: ich finde, Retro sieht am Flat fast nie gut aus, am ehesten noch auf Plasma. Gerade die 3D SD Kisten gehen für mich so jedenfalls auch nicht wirklich. Mich hauen die ganzen tollen Konverter aber auch nicht um. Röhre oder auch da direkt Emulation.

    als Antwort auf: Gamepass ist tot – lang lebe die Disc #1808225
    captain carotcaptain carot
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    Tatsächlich ein neuer Toptitel, Baldurs Gate 3.

    Ich sehe keine Probleme mit Patches und Co., solange das Releaseprodukt keine Katastrophe ist. Wird auch gerne mal ignoriert, dass es auch früher verdchiedene Versionen mit Bugfixes gab. Gerade bei vielen japanischen Titeln haben wir Europäer früher gar nicht so selten Version 1.5 bekommen.

    Komplett auf Disc bzw. Modul? An der Stelle direkt mal zwei Dämpfer. Bei Switch (2) Modulen ist erstmal fraglich, wie langzeitstabil ist. Bei der Vita ist das übrigens schon Thema und ich meine dass es Fälle von degradierten 3DS Spielen gibt. Bei den Laufwerken mindestens der letzten 15 Jahre ist dann wiederum die Frage, wie haltbar die Mechanik ist. PS4 und Xbox One mit Laufwerksdefekten sind leider jetzt schon nicht so selten. Die Mechanik der Disc Drives ist heutzutage leider für‘n Arsch.

    Ältere Konsolen und Originale? Einfach mal schauen wie es heutzutage immer öfter um Saturn Spiele steht. Das Preisgefüge mal außen vor.

    Alte Sachen würde ich mittlerweile nur noch DRM-frei bei gog.com kaufen. Alternativ ROM bzw ISO bei allem was ich nicht eh schon hab. Aktuell sogar die ernsthafte Überlegung, ein paar Konsolen und Spiele zu verkaufen solange der Kram noch funktioniert. Was aber auch heißt ich werde alleine schon zum Archivieren in nächster Zeit einen Haufen .bin und .iso erstellen.

    als Antwort auf: AYN Odin-Das Emulationsbiest #1808197
    captain carotcaptain carot
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    Wir sind da jetzt in ein paar Jahren von reinen Holzklasse SoCs über alte Oberklasse zu waschechtem Highend gekommen. Wie schnell das ging ist echt beeindruckend. Mit dem Tempo hätte ich vor anderthalb Jahren nicht gerechnet

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