captain carot

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  • als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804400
    captain carotcaptain carot
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    Ja, die genannten Titel sind oft das einzige, was jemand spielt. Die Leute zocken halt 1.000h+ pro Jahr FIFA, Fortnite oder War Thunder, aber (fast) nix anderes.

    Und ja, es ist immer wieder schwer, neue Marken zu etablieren. Aber Sony schafft das ziemlich zuverlässig. Während Nintendo gerne IPs mal mehr, mal weniger neu erfindet. Und natürlich gibt es die Titel wie Baldurs Gate 3, die einfach in ihrem Genre durch Qualität überzeugen.

    Ist der Markt kaputt? Ein Teil davon auf jeden Fall. Das haben wir die letzen Jahre oft genug gesehen und werden das auch weiter tun. Ich denke aber nixht, dass der Markt als Ganzes kaputt ist. Ich sehe da auch nicht per se ‚Kapitalismus‘ als böse an. Jahrzehntelang hat der Markt kapitalistisch ziemlich gut funktioniert, weil eben immer mehr Lwute gespielt haben. Das erste Problem, und das mag (gerade amerikanischer) Kapitalismus gar nixht, das Wachstum hat allmählich ein Ende. Das zweite Problem, es gibt gleichzeitig viele Beteiligte am Markt. Momentan sehen wir ja verstärkt chinesische Entwickler auf den Weltmarkt drängen, vor einigen Jahren waren es Koreaner. Nachdem jahrzehntelang Amis, Japaner und Europäer den Kuchen unter sich aufteilen konnten. Und selbst da war das europäische Stück immer das kleinste.

    Momentan jedenfalls kommen wir so oder so an ein Limit. Die Frage ist, zieht man die richtigen Schlüsse daraus. Manche tun das IMO, andere aber nicht. Immer noch relativ aktuelles Beispiel (EA), die Leute wollen keine großen Single Player Rollenspiele mehr. Baldurs Gate 3 hatte sich übrigens kurz vor Dragon Age Veilguard 15 Millionen Mal verkauft. Und läuft weiter ziemlich gut.

    Budgets sind ja schon länger ein Thema. Ein Gutteil der Branche will immer noch höher, schneller und weiter. Konkretes Gegenbeispiel Nintendo. Ein Großteil von deren Titel schein eher im unteren bis mittleren Budgetbereich zu sein. Damit schafft Nintendo es aber auch zuverlässig, schnell in die Gewinnzone zu kommen. Sicher, nicht immer. Ein BotW oder TotK kosten auch hier richtig Geld. Andererseits munkelt die Branche bei GTA6 ja von bis zu zwei Milliarden (inkl Marketing denke ich), womit dann wirklich Abermillionen Kopien verkauft werden müssen.

    Übrigens, so einiges davon ist auch im analogen Gaming momentan Thema. Da fällt einerseits gerade Hasbro negativ auf, andererseits hat der Markt zwischendurch (teils wegen Corona) ein ungesundes Wachstum hingelegt. Momentan müssen einige Anbieter dran glauben, ein paar (Hasbro ganz besonders) fallen mit ihrer Geschäftspolitik negativ auf. Die Wahrheit ist aber auch, gerade von den mittelgroßen Firmen sind viele gesund und fit.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804397
    captain carotcaptain carot
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    Der Quantencomputer ist auch so ein Ding. Ich beschäftige mich ja schon ziemlich lange mit dem ganzen Computerkram, Quantencomputer sind seit 30 Jahren Thema und bei allen gemeldeten Durchbrüchen noch lange nicht da, wo man vor 20 Jahren schon sein wollte. Davon ab machen sie auch nur in bestimmten Bereichen wirklich Sinn, während sie für andere nicht wirklich brauchbar sind.

    Von der breiten Masse weit weniger beachtet: Spintronik. Damit sollten unter anderem in der grauen Theorie Prozessoren machbar sein, die nur einen Bruchteil der Energie brauchen oder viel höher takten können. Da hängt man seit Ewigkeiten in der Grundlagenforschung.

    Stichwort ‚KI‘ (also eher Deeplearning Algos) in Spielen, ich sehe da eigentlich viel Potenzial. Ob das jetzt auf Programmierseite und zum Bugfixing als Unterstützung (nicht Ersatz!) ist, für Lipsync in verschiedenen Sprachen (das nutzen zum Beispiel Horizon Forbiden West und Cyberpunk), in Bereichen wo eh prozedurale Generation genutzt wird, oder um in einem Open World Spiel den Grafikern zu helfen, NPCs mehr zu variieren. Auch da wird ja eh schon vieles prozedural generiert, und das nicht erst seit gestern.

    Das Problem bei MS ist aber eh ein anderes. Der Konzern ist ein paar Jahre rasant gewachsen. Natürlich auch aber nicht nur in der Gamingsparte. Momentan will man aber noch mal 80 Milliarden in KI investieren. Ganz allgemein. Nicht ‚fürs Gaming‘. Und da wird dann natürlich trotz Milliardengewinnen der Rotstift beim Personal angesetzt. Diesmal aber eben auch kräftig in der Gamingsparte. Es geht also erstmal nicht so sehr darum, Mitarbeiter sofort zu ersetzen (auch wenn MS laut Eigenaussage KI schon kräftig nutzt) sondern Kohle frei zu bekommen ohne die Erträge reduzieren zu müssen.

    Das ist jetzt auch keine so große Ausnahme. Oft genug gibt es bei Konzernen schon Entlassungswellen, weil man gerade etwas weniger Gewinn macht. Nicht weil man kurz vor der Pleite steht.

    Was die Gaming Sparte selbst angeht, es wird, allerdings nicht nur bei MS, zu sehr versucht, Trends hinterher zu rennen statt selbst welche zu setzen. Die GaaS Bubble ist auch so ein Ding. Ja, mit erfolgreichen Titeln, gerade auch im F2P Bereich, aber nicht nur da, kann man Ewigkeiten Geld machen. Fortnite ist acht Jahre am Markt, World of Tanks 15, Minecraft als Endlosspiel noch was mehr. GTA Online bringt konstant Geld ein, ebenso Genshin Impact. Das Problem ist, dass hier wenige Titel einen riesigen Teil des Marktes abdecken. Es ist also irre schwer, das nächste große Ding zu platzieren oder sich neben einem der Platzhirsche zu etablieren.

    Cloud Gaming, in das ja auch Sony massiv investiert hat, bleibt anders als Video on Demand bis heute eher eine Nischenlösung. Zum Teil halt auch, weil man hier beim Gaming mehr Kompromisse eingehen muss. Aber auch, weil Smartphones oder Handhelds unterwegs ein hohes Techniklevel bieten, die Angebote sich oft nicht rechnen und so weiter.

    GamePass: dem Netflix Gaming steht eine Reihe Punkte im Weg. Unter anderem, dass man anders spielt als man guckt oder hört.was heute noch mehr gilt als früher. Gerade für die vielen Spieler, die eben primär nur Fifa, CoD, Minecraft oder Fortnite spielen und sonst fast nix anderes sind solche Angebote denkbar unsexy. Obendrein ist das jeweilige Angebot für die Unternehmen teuer. Erst recht wenn alles ‚Day One‘ drin ist. In der Hoffnung, Marktanteile zu gewinnen hat man selbst bei den Zugpferden auf Millionen Verkäufe verzichtet. Kein smarter Move, wenn sich der Service bzw. Die Plattform nicht durchsetzt. Aber selbst im besten Fall rechnet sich das am Ende nur, wenn die Leute auf Streaming etc setzen und man so auf hunderte Millionen Kunden kommt.

    Und jetzt noch mal meine ernsthafte Einschätzung für die Zukunft:
    1. MS und die Xbox: mit der Hoffnung, dass sich Cloud Gaming irgendwann doch noch durchsetzt bleibt das Hardware Geschäft noch eine Zeit lang am Laufen. Allerdings mit einem grundlegenden Unterschied. MS stellt die Exkdaten der Plattformen (Handheld und mindestens eine Konsole) und Hardwarehersteller wie Asus, Lenovo etc. produzieren anhand dessen Konsolen. Die werden nicht mehr subventioniert sein und sich nur deshalb einigermaßen verkaufen, weil eben auch direkt Steam und so darauf laufen.

    2. MS als Publisher: wird endgültig komplett Multiplattform. Vielleicht sogar am Ende in ein eigenes Unternehmen outgesourct, wenn klar werden sollte, dass man sich auch mit Cloud Gaming nicht durchsetzen kann. Das wird dann davon abhängen ob die Games Division genug Gewinn erwirtschaften kann. Das ganze wahrscheinlich auch mehr mit Activision Style Management, weil dort ja ‚die Zahlen stimmen‘.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804235
    captain carotcaptain carot
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    Da gab es vor Ewigkeiten mal nen Anime, wo ein Roboterpflegebett (oder mehrere?) mit altem Menschen durchdreht. Bald isses Realität.

    Aber mal ernsthaft, funktioniert das alles wirklich mal so wie es soll (Stichwort Halluzinationen) kann ich mir z.B. in Kranken- und Altenpflege vorstellen, dass KI viel Papierkram erledigt und Pflegepersonal unterstützt. Dass Roboter mit denen alte Menschen sich unterhalten können und die auf sie reagieren durchaus hilfreich sein können mag zwar erstmal weird wirken aber auch sowas könnte ein Faktor werden. Auch wieder eher als Unterstützung und keineswegs als Ersatz.

    Und natürlich ist Pflege manchmal ein Knochenjob. Meine Nachbarin ist Altenpflegerin und selbst kurz vor der Rente. Wenn die Technik da körperliche Entlastung bringen kann, warum nicht?

    Allerdings muss man da auch sagen, vieles ist noch nicht so weit wie irgendwelche Deep Learning Generatoren einen glauben lassen.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804231
    captain carotcaptain carot
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    Nachdem ich jetzt endlich wieder zuhause bin @Kikko-Man es stimmt schon dass Nischentitel am Ende oft auf der erfolgreichsten Plattform zu finden sind. Aber oft gilt das auch erst in der zweiten Lebenshälfte oder zumindest zwei Jahren. Aber nicht vom Start weg. Bei Sony denke ich auch dass sie zumindest bis Ende PS2 Ära die Entwicklung auch immer mit ein paar Titeln, die sie förderten oder selbst entwickelten gefördert haben. Ich denke das hat enorm geholfen.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804226
    captain carotcaptain carot
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    @genpei
    Momentan kostet KI vor allem und praktisch niemand macht aktuell damit Kohle. Momentan ist das eher eine Wette auf die glorreiche Zukunft und es werden massiv Geld und Ressourcen reingepumpt.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804218
    captain carotcaptain carot
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    Einfluss auf die Firmenpolitik haben ein Spencer oder Mattrick (der danach Zynga und Unity an die Wand gefahren hat) schon. Nur sitzt darüber eben noch eine Chefetage. Und die lässt der Xbox Sparte seit einiger Zeit eben keine freie Hand mehr.

    Dazu kommt noch, dass MS jetzt sehr massiv in KI investiert, die Kohle wird woanders geholt. Damit müssen dann unter anderem ‚erfolglose‘ Studios dran glauben selbst wenn die aktuelle Ausrichtung des Studios von oben diktiert wurde.

    Teilweise kann ich Projektstops dann auch verstehen, unter anderem bei Everwild. Da gefiel mir zwar der Look aber es gab seit Jahren nix als Experimente zu sehen.

    Turn 10 ist dann wieder ein anderer Fall. Das Studio hat ewig lang geliefert und auch in Forza Motorsport 2023 steckt ein guter Kern.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804213
    captain carotcaptain carot
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    Als Leiter der Game Studios hat Spencer damals auch keine so schlechte Arbeit gemacht. Head of Xbox und primär bestimmend bei der Xbox Strategie war damals Don Mattrick.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804206
    captain carotcaptain carot
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    Ich denke nicht, dass Spencer das Problem ist sondern dass anscheinend schon seit etwas längerer Zeit reichlich Druck von oben gemacht wird und die Führungsetage jetzt wohl die gleiche ‚Produktivität‘ wie bei Activision will.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804195
    captain carotcaptain carot
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    Die Gaming Sparte soll möglichst Gewinn machen. Aber ist nicht so dass MS in Not wäre. Guck dir die letzten Quartalsgewinne an.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804190
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    Das war ja nicht nur Massenmarkt bei Sony, Nische ja genauso. Und dazu kamen eben doch relativ schnell die technisch beeindruckenden Titel. Gran Turismo 3 samt Detailgrad, Effekten wie den heißglühenden Bremsen etc, MGS 2 mit Beleuchtung, Spielphysik…

    Und gleichzeitig wurden zuverlässig Nischen bedient.

    als Antwort auf: Quo vadis X-Box? #1804189
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    KI ist nicht kreativ. Zumindest das was aktuell so als KI bezeichnet wird. Und i.d.R. gar keine ist.

    KI ist allerdings ganz gut in Rippoffs.

    Zur Xbox: das Problem begann zwar Ende der 360 Ära, mit Don Mattrick an der Spitze, aber so richtig verkackt hat man es mit dem Xbox One Release. Und gerade weil der Markt sich so verändert hat zieht MS so oder so die Probleme der Vergangenheit in Form verlorener Marktanteile mit. Dazu kommt auch, dass die Gamessparte nicht mehr frei schalten und walten kann sondern gewinnorientiert funktionieren muss. Was in der Praxis mittlerweile meist langweilige Stangenware bedeutet. Die Xbox als Konsolenplattform ist faktisch ‚tot‘. Da kommen zukünftig vielleicht noch Custom AMD APUs für irgendwelche Geräte, aber das wird kein echter PlayStation Konkurrent mehr sein. Hardware am Laufen zu halten dürfte mehr dazu dienen, für die cloudbasierte Zukunft ein Angebot zu haben.

    MS als Publisher: das hat durchaus Chancen. Zumal MS mittlerweile eine Reihe Studios (aufgekauft) hat, die tatsächlich produktiv und gewinnbringend arbeiten. Gleichzeitig ist dank Einkaufstour die Gefahr von Kollateralschäden ziemlich hoch. Double Fine, Ninja Theory, Obsidian, inXile…

    Da sind so einige Studios, die zwar zuverlässig liefern, aber eben nicht die Riesensummen einbringen. Alleine das sorgt ja dann schnell für ‚Kürzungen‘. Leider heißt es da wohl abwarten und gucken was wirklich passiert.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804107
    captain carotcaptain carot
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    Das einzige was auf PS2 anfangs wirklich enttäuschend war war fehlendes Anti Aliasing. Gerade Ridge Racer V und Tekken Tag Tournament wurden ja deswegen kritisiert. Und die Unreal Tournament Fassung war totaler Mist. Allerdings waren die meisten DC Starttitel auch nicht so prall, gerade eben Sega Rally und Virtua Fighter.

    Die PS2 hat dann auch relativ schnell geliefert mit GT3, Devil May Cry, FF X, MGS2 (erinnert sich wer an das VHS Video?) und dann halt auch Sachen gezeigt, die auf dem Dreamcast technisch nicht machbar gewesen wären.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804093
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    Es war halt nie auf Mario Level und dazu kam dann halt die für den Igel durchwachsene Saturn Ära. Adventure soll sich trotzdem gut verkauft haben, aber das hat halt nicht massig Spieler auf die Plattform gezogen wie Mario 64.

    Hätte Sega nicht so viel Vertrauen verspielt vor dem Dreamcast wäre aber si her auch für und wegen Sonic mehr drin gewesen.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804077
    captain carotcaptain carot
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    Ja, davon hatte ich mal gelesen. Interessantes Gerät.

    Zum DC und Spielen. Sonic hatte eh nie die Zugkraft von Mario. Der Igel war z2ar das Maskottchen, aber nie so ein System Seller wie der Klempner. Auf dem Saturn konnte er dann auch nicht punkten. Im Schnitt waren VK Zahlen damals deutlich niedriger als heute, Produktionskosten ja auch. Selbat Wing Commander 4 mit massig FMV Video und echten Sets lag im einstelligen Millionenbereich und war damals richtig teuer. Sieht man dann vor dem Hintergrund Shenmue, dann dürfte der Titel unterm Strich eines von Segas Problemen gewesen sein.

    Gleichzeitig gab es nix, was im Massenmarkt den Stellenwert von FF VII oder Tomb Raider 1 und 2 gehabt hätte. TR 4 und 5, die waren zwar abseits der Auflösung auf PC-Niveau, aber galten ja au h auf dem PC als nicht mehr zeitgemäß von der Optik.

    Noch ein Fehler, die Windows CE Starttitel, vor allem Virtua Fighter 3 und Sega Rally. Die richtig schicken Sachen wie Soul Calibur, Metropolis Street Racer und so kamen dann ja erst später.

    als Antwort auf: Retrostunde #1804054
    captain carotcaptain carot
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    Der Dreamcast lief objektiv betrachtet nicht mal so schlecht. Zwischen West-Release und Einstellung lagen nur anderthalb Jahre. Allerdings war Sega damals in enormer, finanzieller Schieflage. Hardwareseitig hat man dort auch fast alles richtig gemacht. Doof war eigentlich nur der Verzicht auf nen zweiten Stick. Das war selbst bei manchen DC Titeln suboptimal.

    Die meisten Fehler wurden vorher gemacht. Das 32X war an sich interessant, aber das Konzept war inklusive Kabelchaos halbgar, die Unterstützung mies und nicht zu vergessen wurde mit dem Neptun direkt noch eine Konsole für die Tonne entwickelt. Dass hier trotz SH2 Prozessor keine Kompatibilität zum Saturn gegeben war dürfte auch nicht hilfreich gewesen sein. So war das Teil win teurer Flop während das MegaCD sich zumindest ok verkaufte und auch keine so teure Entwicklung war.

    Ich finde das 32X tatsächlich interessant und mittlerweile zeigen manche Projekte, was mit der Hardware machbar ist, aber es war ein teurer Flop.

    Der Saturn muss eigentlich generell als Problem gesehen werden. Von Softwareseite siehe oben. Von der Hardwareseite, weil das Ding richtig teuer in der Produktion war und Sega auch dann auch noch auf einen Preiskampf mit Sony einlassen musste. Das dürfte einiges gekostet haben. Dazu kamen dann das angeschlagene Vertrauen gerade im Westen, verpätete Releases und schlechte Ports von West-Titeln und so weiter. Was aber eben auch an Sega selbst lag, weil technische Dokumentation, Softwarebibliotheken und SDKs praktisch nicht vorhanden waren.

    In Folge war das denke ich auch ein Problem beim Dreamcast. Die schnelle Nachfolge hat trotz guter Hardware damals sicher viele skeptisch sein lassen. Ich kannte damals sogar genug Spieler, die deswegen abgewartet haben und war selber einer davon.

    Allerdings denke ich, der Vergleich zu heute hinkt. Ja, MS hat mit der Xbox One viel Vertrauen verloren. Aber dass die Xbox Series nicht punkten kann liegt IMO mehr daran, dass man heute nicht mehr einfach so das Ökosystem wechselt. Dank Abwärtskompatibilität, digitaler Bibliotheken wexhselt man nixht mehr so ohne weiteres. Und damit sind zum Beispiel 120 Millionen Playstation 4 Nutzer für MS ‚verloren‘.

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