captain carot
Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
captain carotTeilnehmerBleibt abzuwarten, wie sich das Thema weiterentwickelt. Das Thema ist sozusagen für zwei meiner Hobbies relevant. Ich verstehe die Probleme für Firmen wie Analogue voll und ganz. Teilweise ist nicht mehr nachvollziehbar, zu welchen Zeiten man mit welchen Kosten kalkulieren muss. Und je nachdem, wie groß dein US-Kundenkreis ist kann es dich schnell in die Pleite treiben.
Der Boardgame/Tabletop Bereich ist momentan fast noch schlimmer dran. Zumindest bei US Publishern. Würfel kommen quasi nur noch aus China, Spielfiguren aller Art zum Großteil, vor allem sitzen aber die meisten Auftragsfertiger dort. Und gerade US Verlage lassen auch viel in China drucken. Das kann man auch nicht einfach so umschwenken, weil es die Strukturen in den USA gar nicht mehr gibt. Dazu kommt momentan noch eine Distributorpleite in Verbindung mit US-Insolvenzrecht.
captain carotTeilnehmer@Kikko-Man
Vielleicht war die Formuliwrung da unglücklich. Bullfrog ist bwi GOG ziemlich gut aufgestellt. Bei Steam sieht es dann schon mau aus. Und überall sonst finster. Aber zum Beispiel die Strike Reihe bekommst du aktuell nirgends. Und da ist EA nur einer von den großen Publishern, die IMO sträflich mit alten Titeln umgehen und die ich auch einfach nicht auf einer Evercade sehe.Lizenzchaos ist eh ein heikles Thema. Ich mag wegen dem Ansatz nah an den Battletech Regeln und der Simulationslastigkeit zum Beispiel bis heute Mechwarrior 3. Die alten Teile legal kaufen kann man aber ziemlich knicken. MW2 kam seinerzeit über Activision, MW3 über MicroProse bzw Hasbro, danach wurde die Lizenz für digitale Inhalte von MS gekauft. D.h. Du hast füralte Spiele aus dem Battletech Universum einen Haufen Beteiligte, die es aber auch teilweise schon lange nicht mehr in der Form gibt. Und das ist nur win Beispiel von vielen, wo es ähnlich chaotische Situationen gibt. Das kann legale Rereleases schwierig bis unmöglich machen.
Btw. sprengt das jetzt natürlich schon den Rahmen des Threads.
captain carotTeilnehmerIch hab bei alten Spielen so gar nix gegen ROMs. Vieles ist in der Versenkung verschwunden, aus verschiedensten Gründen, und ohne die Emulatorszene hätten wir glaube ich nie das Retro Revival gehabt. Alte Originale sind wiederum mittlerweile oft saureuer und auch nicht unendlich erhältlich.
Evercade sitzt da in einer generell interessanten Nische. Aber zum Beispiel allein die Gremlin Collection ohne Lotus Challenge, was echt schade ist, das zeigt leider auch gut die Limitationen auf.
In anderen Fällen scheint auch kein großes Interesse seitens mancher Publisher da zu sein. EA bringt retromäßig ja irgendwie nix. Bei NfS oder alten Sporttiteln wegen Lizenzen verständlich. Aber da wären auch Sachen wie die komplette Strike Reihe und vieles von Bullfrog, was ziemlich stiefmütterlich behandelt wird. PC Spieler bekommen einen Teil davon bei GOG und Steam, aber längst nicht alles.
Geräte wie das Evercade sind schon eine feine Sache. Nur leider kein universeller Problemlöser.
captain carotTeilnehmerWenn ich mir den Aufbau so angucke, dann kommt der mir für den Preis im Leben nicht ins Haus. Anders als etwa der Series X Controller (den ich btw. mit ganz normalen AA Akkus betreibe) ist man hier im Zweifelsfall in der Reparaturhölle und für den Akkutausch muss das Ding komplett zerlegt werden. Da die Faceplate auch noch verklebt ist muss man erstmal mit Lösungsmittel arbeiten und vor allem später wieder verkleben.
Klar, moderne Controller stecken voller Technik auf kleinstem Raum. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da hatte man bei Nintendo den Wechselakku hinter einer Klappe. Hier muss man ganz klar sagen, Dual Shock 4 und Dual Sense sind deutlich reparaturfreundlicher, der aktuelle Xbox Controller sowieso.
Hier bezahlt man 90€ für Konstruktionskernschrott. Egal, wie gut der Controller auf funktionaler Seite ist (ich hab ihn bisher nicht mal in den Händen gehabt), bei dem internen Aufbau würde ich maximal die Hälfte hinlegen.
captain carotTeilnehmerIch sehe sowas wie das Evercade durchaus positiv. Auch mit den Compilations kann man hier alte Spiele physisch kaufen, wenn man will.
Ist es das Traumgerät? IMO aus einer Reihe von Gründen nicht. Der erste und für mich relevanteste Grund, man bekommt aus einer Reihe von Gründen vieles halt nicht. Gremlin Collection aus Lizenzgründen zum Beispiel ohne Lotus, eine Thalion Collection scheint zum Beispiel auch ziemlich unrealistisch. Anders ausgedrückt, ob wegen Lizenzen oder verzwickter Copyright Lage, ganz vieles werden wir auf solchen Geräten nicht sehen.
Mit dem deutlich gestiegenen Systemumfang fehlt hier speziell beim Handheld auch sowas wie Analogsticks.
Generell die Hardware: das Evercade iat auch wegen irre rasanter Entwicklung bei den Emulatorkonsolen mittlerweile mit vergleichsweise dürftiger Technik unterwegs. Beim aktuellen Angebot und wenn das Interesse nach 32-Bit eh endet kein Problem. Aber für die zukünftige Spieleauswahl setzt das klare Limits.
Das klingt jetzt vielleicht harscher, als es gemeint ist. Das System hat durchaus seine Stärken, gerade auch weil man den alten Kram physisch neu kaufen kann. Man sollte sich da einfach über die Limitierungen im Klaren sein.
captain carotTeilnehmerHavoc (Netflix):
Vorweg, den digitalen Look mochte ich nicht besonders. Hab tatsächlich geguckt ob der richtige Bildmodus eingestellt ist. Wer eh die Bildverschlimmbesserer auf Anschlag hat wird das aber wahrscheinlich nicht merken.
Worum geht!s? Im Kern Ballerballett wie es das früher aus Hongkong gab, Regie von Gareth Evans, Tom Hardy als Antiheld in der Hauptrolle un Blutströme auf 12 Uhr Stellung. Manchmal bin ich doch noch ein bisschen überrascht was heute alles ab 16 ist.
Ganz wie bei den Hongkong Klassikern macht nicht jede Actionszene Sinn aber dafür Spaß. Wer früher entsprechende Streifen mochte sollte vielleicht mal reinschauen
captain carotTeilnehmerIch bin da auch eher optimistisch. Ein Teil der Probleme wird sich mit Verbesserungen am Emulator selbst erledigen, anderes braucht vielleicht spezifische Patches. Aber der Emulator ist ja für viele Jahre, man wird hier nach und nach Verbesserungen sehen. Was mich persönlich mehr nervt ist, dass es weiterhin nur per NSO geht. Ich würde einzelne Titel tatsächlich kaufen. NSO nutze ich überhaupt nicht und ich denke auch nicht dass irgendein Spiel das noch ändern wird.
captain carotTeilnehmerAus meiner Sicht alles was zum Nachbessern. Klar, schöner wäre wenn es vom Start weg perfekt liefe.
captain carotTeilnehmerThe Flash
Auf Netflix jetzt doch mal nachgeholt. Im Endeffekt wird hier nun halt auch die Multiversumstüte aufgemacht. Und das kennt man mittlerweile nun mal schon. Tatsächlich positiv sind Keatons alter Batman (und dee Moment in dem Danny Elfmans Score errönt) und eine düsterere Kara aka Supergirl. Richtig beschissen sind wiederum ein ganzer Haufen CG Effekte.
Der Rest ist nüchtern betrachtet nicht mal wirklich schlecht. Nur gab es das erstens schon besser und zweitens hat man mittlerweile auch irgendwie genung davon.
Das ist hier vielleicht auch das Kernproblem. Der nächste Reboot deutet sich hier auch schon wieder an und wurde mittlerweile ja auch vollzogen. Stattdessen dürften es doch gerne mal ein paar ansatzweise frische Ideen sein und XYZ-Verses, in wenigstens mal zwei, drei Jahre zwischen neuen Teilen liegen.
Wäre Armageddon in 2023 raus gekommen dann wäre Armageddon 2 vermutlich schon angelaufen und Teil 3 mindestens in Vorproduktion. Egal wie dämlich das wäre.
Dabei bin ich absolut kein Sequel-Hasser…
9. Juli 2025 um 13:36 als Antwort auf: Konzertberichte- oder der “Ich bin verkatert und will mich mitteilen” Thread #1804767
captain carotTeilnehmerAC/DC
Angus sieht mittlerweile zwar so aus als ob er beim über die Bühne hüpfen jederzeit nen Herzkasper bekommen könnte, aber rocken können sie immer noch. Akustik (Stadion mit geschlossenem Dach) war leider eher meh und bei der Vorband (The Pretty Reckless) schon eher schlecht.
captain carotTeilnehmerIch denke, Nintendo ist teilweise ziemlich kreativ. Allerdings oft auf behutsamere Weise und noch öfter im Rahmen bekannter IPs. Bei Sony sind zwar sehr oft neue IPs dabei, innovatives Gameplay aber eher selten. Wobei manche Teams halt sehr experimentierfreudig sein dürfen.
Bei MS hatten Entwickler gerade in der Anfangszeit wohl Narrenfreiheit, aber die Phase ist schon lange vorbei. Was aber in Verbindung mit mehreren Studios auffällt, es gibt anscheinend mangelhafte Kontrolle von oben und anscheinend funktioniert die Zuarbeit zwischen verschiedenen Studios bzw Studios und Subkontraktoren oft nicht. Dazu kommt jetzt noch die enorme Menge an Zukäufen mit teilweise völlig unterschiedlichen Strukturen. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass Zenimax und Activision vom Stil her zusammenpassen.
Die nächsten Jahre dürfte da sehr viel davon abhängen, wie man versucht das alles unter einen Hut zu bekommen. Zumal mit Ninja Theory, inXile, Obsidian, Double Fine usw auch einzelne Studios von Microsoft Games selbst aufgekauft wurden. Wo lange Zeit eher ein Laissez Faires Ansatz galt.
captain carotTeilnehmerZu ‚so funktioniert Kapitalismus‘ ein klares Jain. Am Ende hängt es von der Prägung ab. Der deutsche Kapitalsmus hat ja schon zu Bismarcks Zeiten (zwangsläufig) eine gewisse soziale Prägung bekommen. Auch wenn die hier in den letzten 30 Jahren ein Stück weit verloren gegangen ist. Kapitalismus nach angelsächsischer Prägung mit seiner Hire & Fire Mentalität kennt das eher nicht. Nicht mal bei kleinen Unternehmen.
Nintendo und seine IPs, das hat man sich, teils ja über vier Jahrzehnte, aufgebaut. Und dafür braucht es unter anderem konstant hohe Qualität. Ein Nachteil, es kommt eher selten was neues (wie Splatoon), ein Vorteil ist die Zugkraft.
An der Stelle ist MS auch aktuell ein gutes Beispiel, wie IP Pflege nicht geht. Halo hat man mit Infinite ziemlich an die Wand gefahren. Die Kampagne war einfach unfertig. Der Multiplayer war wirklich gut, aber es mangelte vom Start weg an Content und es kam auch nie genug nach. Bei Forza Motorsport wurde der Stecker nach 20 Jahren komplett gezogen. Perfect Dark dürfte mit dem Initiative Debakel auch tot sein. Die Liste könnte man fortsetzen.
IP Pflege über Jahrzehnte ist schwierig. Da haben genug andere versagt. Das ist absolut kein reines MS Problem. Aber Nintendo ist da im Zweifel auch durchaus bereit, zu investieren. Metroid Prime 4 zum Beispiel ging ja knapp zwei Jahre nach Ankündigung an einen anderen Entwickler und wurde komplett neu gestartet. Deswegen sehen wir Retro Studios‘ MP4 ja auch jetzt erst.
Anderes Beispiel, Tears of the Kingdom. Das letzte Jahr der Entwicklung diente fast ausschließlich Fehlerbereinigung. Und das merkt man einfach. Selbst im Release Candidate ist es bei all dem Blödsinn den man da anstellen kann extrem unwahrscheinlich, dass man auf Bugs trifft.
Ich denke übrigens auch, dass Sony da einen guten Job macht. Das Vorgehen bei IPs ist ein ganz anderes und natürlich ist man dort auch schon mal mit Studioschließungen dabei, aber üblicherweise gibt es von Sony polierte, ausgereifte Software, gerade bei den großen IPs. Ausfälle wie Concord letztes Jahr sind wirklich selten.
Stichwort MS und die Hardware: man ist sich da glaube ich im Klaren, dass man im klassischen Konsolenmarkt verloren hat. Unter anderem deswegen auch die Öffnung hin zum Steam und Epic Games Store. Mit Käufen dort wird Microsoft keinen einzigen Cent machen. Aber falls man auf die Zukunft mit Cloud Gaming setzt und dort eine eigene Plattform betreiben will kann man das Hardware Geschäft auch (noch) nicht komplett aufgeben.
captain carotTeilnehmerDas ist ein PS1 Titel, den ich gerne noch original hätte wenn er nicht so teuer wäre.
captain carotTeilnehmerKurz zu Nintendo: Budgets geben sie AFAIR nie an. Aber da ist unter anderem der Maßstab der meisten Produkte, der meist deutlich kleiner ist als etwa bei Sony. Oder das, was über Teamgrößen und Mitarbeiter Zahlen bekannt ist. Und selbst mit dem ‚Flop‘ Wii U hat es jedes Spiel in die Gewinnzone geschafft.
Allerdings sind die Titel zum Start praktisch immer poliert und laufen selbst ohne Day One Patch gut. Selbst TotK ungepatcht war erstaunlich fehlerarm. Auch wenn das die bessere Performance braucht.
Es ist sicher auch nicht alles von Nintendo günstig produziert. Aber sehr oft dürfte man dort mit einem Bruchteil der Produktionskosten auskommen, die mittlerweile üblich sind.
Game Key Cards und Third Parties: letztere sind auf der Switch definitiv wichtiger geworden und finden offensichtlich auch ihren Absatz, andernfalls würden wir viele aktuelle Ports nicht sehen und es gäbe zum Beispiel auch nicht die Flut an JRPGs. Natürlich sind die First Party Titel für Nintendo extrem wichtig und werden es auch bleiben.
Die Game Key Cards sind ein anderes Thema. Da wird nicht die laute aber oft kleine Internet Community entscheiden sondern der Massenmarkt. Und ich fürchte der wird das Konzept einfach fressen.
Ein Punkt, den man Nintendo auf jeden Fall lassen muss, die halten ihre Software wertstabil.
captain carotTeilnehmerJa, die genannten Titel sind oft das einzige, was jemand spielt. Die Leute zocken halt 1.000h+ pro Jahr FIFA, Fortnite oder War Thunder, aber (fast) nix anderes.
Und ja, es ist immer wieder schwer, neue Marken zu etablieren. Aber Sony schafft das ziemlich zuverlässig. Während Nintendo gerne IPs mal mehr, mal weniger neu erfindet. Und natürlich gibt es die Titel wie Baldurs Gate 3, die einfach in ihrem Genre durch Qualität überzeugen.
Ist der Markt kaputt? Ein Teil davon auf jeden Fall. Das haben wir die letzen Jahre oft genug gesehen und werden das auch weiter tun. Ich denke aber nixht, dass der Markt als Ganzes kaputt ist. Ich sehe da auch nicht per se ‚Kapitalismus‘ als böse an. Jahrzehntelang hat der Markt kapitalistisch ziemlich gut funktioniert, weil eben immer mehr Lwute gespielt haben. Das erste Problem, und das mag (gerade amerikanischer) Kapitalismus gar nixht, das Wachstum hat allmählich ein Ende. Das zweite Problem, es gibt gleichzeitig viele Beteiligte am Markt. Momentan sehen wir ja verstärkt chinesische Entwickler auf den Weltmarkt drängen, vor einigen Jahren waren es Koreaner. Nachdem jahrzehntelang Amis, Japaner und Europäer den Kuchen unter sich aufteilen konnten. Und selbst da war das europäische Stück immer das kleinste.
Momentan jedenfalls kommen wir so oder so an ein Limit. Die Frage ist, zieht man die richtigen Schlüsse daraus. Manche tun das IMO, andere aber nicht. Immer noch relativ aktuelles Beispiel (EA), die Leute wollen keine großen Single Player Rollenspiele mehr. Baldurs Gate 3 hatte sich übrigens kurz vor Dragon Age Veilguard 15 Millionen Mal verkauft. Und läuft weiter ziemlich gut.
Budgets sind ja schon länger ein Thema. Ein Gutteil der Branche will immer noch höher, schneller und weiter. Konkretes Gegenbeispiel Nintendo. Ein Großteil von deren Titel schein eher im unteren bis mittleren Budgetbereich zu sein. Damit schafft Nintendo es aber auch zuverlässig, schnell in die Gewinnzone zu kommen. Sicher, nicht immer. Ein BotW oder TotK kosten auch hier richtig Geld. Andererseits munkelt die Branche bei GTA6 ja von bis zu zwei Milliarden (inkl Marketing denke ich), womit dann wirklich Abermillionen Kopien verkauft werden müssen.
Übrigens, so einiges davon ist auch im analogen Gaming momentan Thema. Da fällt einerseits gerade Hasbro negativ auf, andererseits hat der Markt zwischendurch (teils wegen Corona) ein ungesundes Wachstum hingelegt. Momentan müssen einige Anbieter dran glauben, ein paar (Hasbro ganz besonders) fallen mit ihrer Geschäftspolitik negativ auf. Die Wahrheit ist aber auch, gerade von den mittelgroßen Firmen sind viele gesund und fit.
-
AutorBeiträge



