captain carot

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  • als Antwort auf: Retrostunde #1804045
    captain carotcaptain carot
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    PS1 hatte auch Titel wie Suikoden, aber ja, zwisxhwn 95 und 97 gab es ein Loch, wo nicht viel kam. Allerdings kam dann nach FF VII auch mehr in den Westen.

    Was die Saturn Hardware angeht, selbst Yu Suzuki hat die zwei CPUs als Fehler bezeichnet. Es gab auch kein modernes Thread Management, so dass die CPUs extrem schwer vernünftig auszulasten waren. Wie groß der 2D Fokus war, darüber kann man streiten. Aber es spielte für das Team eine große Rolle auf Kosten einiger 3D Fertigektein. Es gab zum Beispiel keinen richtigen Alpha Kanal, weswegen kaum ein Spiel überhaupt echte Transparenzeffwkte bietet. Texturen konnten nur 16 Farben haben, auf PS1 256. Das Zusammenspiel zwischen 2D Chip und 3D Chip war auch nicht immer einfach.

    Aber vor allem gab es kein SDK und auch keine Softwarebibliothekwn wie bei Sony. Guter Saruen Code musste angeblich in Assembler geschrieben werden statt wie bei Son zum Beispiel einfach in C schreiben zu können.

    Unterm Strich trafen also eh schon schwer zu bändigende Hardware und mangelhafte Entwicklungsumgebung aufeinander. Was wohl auch ein Hauptgrund für viele schlechte Ports und gecancelte Projekte sein dürfte.

    Und ja, das sind eben Punkte, in denen Sony für die damalige Zeit vorbildlich war. Die PS1 hardware war relativ zugänglich und hatte die passende Softwareumgwbung.

    Ich meine sogar, mal (bei timeextwnaion?) gelesen zu haben, dass es ziemlich lange keinw englischsprachige Dokumentation für Saturn gab. Was die Probleme füe westliche Entwickler noch mehr verschärft hätte.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803978
    captain carotcaptain carot
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    Wie gesagt, 2D. Mein Lieblings 3D Fighter aus der Ära dürfte btw auch Soul Blade sein.

    Es gibt auch kaum Spiele, die den Saturn richtig ausnutzen. Gerade die zweite CPU zu synchronisieren hat kaum jemand geschafft, selbst bei Sega. Also nurzen die meisten Spiele nur eine. Auch die zwei sehr unterschiedlichen GPUs richtig ans Limit zu bekommen soll nicht gerade einfach gewesen sein.

    Sonys Hardware war nicht nur sehr viel einfacher für Entwickler, es gab von Sony auch die passenden Tools für die Softwareschmieden.

    Rückwirkend betrachtet witzig, aber damals haben viele nicht mit dem Erfolg der PlayStation gerechnet. Philips war mit dem CD-i auf die Nase gefallen, NEC als damals noch Elektronikriese war im Konsolensektor nur mäßig erfolgreich. Nicht zu vergessen gab es zu der Zeit waschechte Flops von großen Unternehmen. Aber mit gutem Hardwaredesign, hoher Zugänglichkeit und natürlich einigen Deals konnte Sony damals den Markt für sich gewinnen.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803975
    captain carotcaptain carot
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    Naja, Vs Fighter waren in 2D darauf auch oft besser. Wobei es vieles davon glaube ich auch später für PS2 als Collections gab. Ich kannte damals auch nur einen der die Kiste hatte.

    Das spannende an der Zeit ist aber, dass nicht nur vieles exklusiv war sondern viele Ports auch wirklich anders waren.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803972
    captain carotcaptain carot
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    Wenn man sich gerade auch für die JRPGs interessiert, die damals oft gar nicht in den Westen kamen, dann auf jeden Fall. Persönlich bin ich mittlerweile sehr viel mehr bei West-RPGs. Für Arcade Fans hat die Kiste gerade bei den 2D Titeln auch einiges zu bieten.

    als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1803967
    captain carotcaptain carot
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    https://eci.ec.europa.eu/045/public/#/screen/home

    Atop Killing Video Games Petition. Vielleicht überlegt der eine oder andere ja zu unterstützen.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803966
    captain carotcaptain carot
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    Siehe weiter oben, Saturn hat sich eigentlich erst relativ spät aber dann sehr gut entwickelt. Panzer Dragoon Saga lief zum Beispiel lange Zeit gar nicht, dann nur mit Fehlern, mittlerweile wohl auch gut. Zugegeben interessiert mich die Kiste auch nur wenig.

    Mal zum Vergleich, PS1 lief schon Ende Neunziger dank zugegeben ungenauer Emulation sehr vieles und relativ früh auch fast alles. Beim N64 ging 2003/2004 schon vieles mit Texturpacks am PC whrend bestimmte Titel Probleme machten. Aber auch da ging viel schneller viel mehr.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803961
    captain carotcaptain carot
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    DC lief schon vor Ewigkeiten weitgehend gut unter Windows. Die GPU ist auch relativ PC-nah. Ich hatte vor acht Jahren sogar ein bisschen mit DC-Emulation auf dem Raspberry Pi 3b experimentiert. Da fehlte es dann allerdings noch an reiner Leistung.

    Beim Saturn ist es nicht die Rohleistung sondern die Komplexität und Besonderheiten plus lange Zeit fehlte glaube ich technische Dokumentation. Alleine die beiden CPUs waren ja so schwer zu synchronisieren dass es fast kein Entwickler auf Originalhardware gemacht hat.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803927
    captain carotcaptain carot
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    Saturn Emulation war halt lange echt ein Problem. Die letzten Jahre ist das wohl drastisch besser geworden. Das liegt halt auch an der Architektur der Kiste. Dreamcast war da trotz deutlich mehr Leistung wesentlich einfacher.

    Ich hab das die letzten Jahre nicht mehr so wirklich verfolgt aber es hat sich wohl massiv was getan.

    als Antwort auf: RPG Thread #1803880
    captain carotcaptain carot
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    Ich spiele momentan nicht so viel, entsprechend hänge ich immer noch an Pathfinder Kingmaker. Auch wenn das nicht auf Larian-Level ist, nach mittlerweile doch schon 80 Stunden gefällt mir eigentlich vieles wirklich gut. Die zwei großen Nervpunkte sind und bleiben Kingdom Management (könnte man automatisieren) und in Verbindung damit zu häufige Lagerpausen. Generell muss man für manche Ereignisse einfach zurück in den Thronsaal, was blöd ist wenn man gerade am Rand der Karte mit anderen Dingen beschäftigt ist. Alles andere kann man zumindest von Regionen aus managen, die man bereits beherrscht. Ist man aber außerhalb des eigenen Herrschaftsgebietes halt man noch nicht mal die Möglichkeit, zu sehen was gerade so passiert.

    Bei allem Gemecker, der Rest vom Spiel ist gut genug für mich um weiter am Ball zu bleiben

    als Antwort auf: Retrostunde #1803879
    captain carotcaptain carot
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    Bei Vita und 3DS sehe ich das Problem nicht so sehr bei den Spielen. Gerade die Vita ist mittlerweile eh so offen, dass man noch an alles rankommt. Das OS ist aber auch schon auf Flash Speicher. Ergo sollte man die Geräte spätestens alle paar Jahre nutzen. Eigentlich wegen der Akkus sogar deutlich häufiger. Tiefentladene Lithium Akkus sind ganz nebenbei bemerkt übrigens auch gefährlicher als teilgeladene.

    Saturn ist tatsächlich so ein richtig blöder Fall. Die Hardware ist eh schon anfälliger als PS1 (außer den ersten zwei Baureihen) und vergleichsweise selten. Jetzt kommt seit einiger Zeit Disc Rot dazu, auch wenn das tatsächliche Ausmaß sehr schwer abschätzbar ist. Aber zum Beispiel im Circuit Board gab es da doch einige mit beträchtlichen Problemen. Natürlich sind manche Saturn Spiele als Original auch ziemlich selten.

    Dazu kommt dann noch auch wenn es mittlerweile sehr viel besser geworden ist dass die Kiste nicht leicht zu emulieren ist. Wobei sich da die letzten Jahre viel getan hat. Mich interessiert der Saturn persönlich nicht so aber für Fans des Systems ist das ggf schon doof.

    Beim 3DO soll es mit Gammeldiscs übrigens auch ein richtiges Problem sein. Da gab es wohl auch Leute, deren komplette Sammlung trotz guter Lagerung im Eimer war.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803871
    captain carotcaptain carot
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    Theoretisch hilft es, wenn Flash Speicher zwischendurch etwas Saft sieht auf jeden Fall. Das liegt an der Funktionsweise. Die Praxis hängt von verschiedenen Faktoren ab.

    Die Angaben oben sind mit Vorsicht zu genießen. Das ist ein Datensicherungsanbieter.

    Ganz generell, echte ROMs an sich halten ewig. Das Problem werden in den meisten Fällen andere Bauteile auf der Platine sein. Ich hatte bis heute ein einziges, wirklich gar nicht mehr funktionierendes Gameboy Spiel und ein wirklich korrodiertes SNES Spiel. Aber auch die Module sind eben keineswegs unfehlbar.

    CDs: ich hatte da das Glück, keine gepresste Disc mit Disc Rot zu haben. PS1 läuft z.B. alles, meine älteste Musik CD die ich allerdings vor einem Jahr verkauft hab (auch auf Platte vorhanden) war die 1984er The Wall Pressung. Aber es gibt gerade aus den Neunzigern viele Fälle von Disc Rot. Kann also ein Thema werden und soweit ich weiß kommt es mittlerweile ausgerechnet bei Satuen Discs einigermaßen oft vor.

    Gebrannte Discs sind zum Beispiel von vielen Faktoren abhängig. UV Strahlung ganz besonders. Hab da vor ein paar Jahren alles auf HDD gesichert was noch da war. Da ging so manche 20 Jahre alte Gebrannte 1a und andere waren komplett im Eimer.

    Größter Knackpunkt auf Dauer dürften hier Laufwerke werden. Insbesondere bei Blu Ray sind optische Laufwerke verglichen mit Plattenspielern Rocket Science. D.h. die Fertigung ist auch nur mit sehr großen Stückzahlen kosteneffizient. Anders ausgedrückt, zu unseren Lebzeiten werden bei PC-Engine CD, PS1 und folgenden Konsolen vielleicht die Laufwerke das Problem.

    Festplatten sind an sich ziemlich langzeitstabil. Das Problem liegt hier in der mechanischen Komponente. Verreckt die sind die Daten ohne sehr teure Recovery futsch. Neue Platten mit den mittlerweile ziemlich abgedrehten Schreibmethoden werden da wahrscheinlich deutlich anfälliger sein, anders sind die steigenden Datendichten aber nicht mehr umsetzbar.

    Da hat Flash Speicher halt riesige Vorteile. Auch dass er einfach nicht mechanisch versagen kann. Meine persönlichen Erfahrungen haben da halt auch nur anekdotisches Niveau. Aber bei mir war Flash Speicher bisher meist sehr zuverlässig. In den letzten 22 Jahren zwei defekte USB-Sticks, eine kaputte MicroSD und noch kein plattes Spiel. Das ist verglichen mit anderen beschreibbaren Medien eine kleine Defektquote.

    In der Praxis sollte man wenn man sicher sein will Backups machen, am besten mehr als eins. Auch wegen der Hardware.

    als Antwort auf: Retrostunde #1803833
    captain carotcaptain carot
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    Ist jetzt unter Vorbehalt, GBA müsste komplett auf ROM sein, bei Spielständen anfangs SRAM mit Batterie, später EEPROM wie beim N64. Kann evtl sein, dass von den allerletzten Spielen welche auf Flash setzen aber aud dem Stand fällt mir keines ein.

    Datenverlust bei Flash ist möglich, muss aber nicht passieren. Tatsache ist aber an der Stelle auch, dass wirklich sicher eigentlich nur ist, mit Backups zu arbeiten.

    Module können Probleme mit Korrosion, Kontaktfehlern, Pufferbatterie… bekommen. Generell sind sie ziemlich robust aber passieren kann eben doch was.

    CDs, DVDs und Blu Rays halten theoretisch lange (40-120 Jahre) bei guter Lagerung und ohne Produktionsfehler. Letztere können aber für Disc Rot sorgen, was beim Saturn wohl teilweise ein Thema sein soll. Kratzer sind ohnehin ein Thema.

    Disketten sind chemisch nicht endlos stabil, nutzen systembedingt tatsächlich ab und magnetisch empfindlich sind sie auch. Außerdem gilt bei allen Konsolen mit mechanischen Laufwerken, dass die Mechanik die Segel strecken kann.

    Weil ich ja seit ein paar Jahren ‚an der Quelle‘ für alte Elektronik sitze, ich hab inzwischen mehr PS4 mit defektem Laufwerk in die Finger bekommen als PS1. Auch PSPs hatten bisher am ehesten Laufwerksprobleme. DS Spiele liefen bisher immer. Und dürften manchmal jahrelang nur rumgelegen haben.

    Meine Erfahrungswerte sind da zwar eher anekdotisch zu sehen aber ich würde mir nur wegen Flash Speicher nicht in die Hose machen. Zumal das nur ein Teil des Ökosystems ist.

    Die Konsolen selbst sind eben auch ein Knackpunkt, und da ist längst nicht alles gleich haltbar. Und neuere Geräte werden in Zukunft viel schlechter reparierbar sein als ein Game Gear oder PC Engine.

    Momentan bekommt man zum Beispiel für die Vita einiges an Ersatzteilen. Aber gerade das Display gehört zu einer allmählich aussterbenden Art. Von anderen Teilen ganz zu schweigen. Momentan lebt die Ersatzteilversorgung davon, dass unter der Haube einiges Standardbauteile sind. Probleme auf der eigentlichen Platine sind eh schon schlecht.

    PS5 oder Series X? Das UHD-BD Laufwerk muss online registriert werden. Also kann es in 20, 30 Jahren durchaus sein, dass ein OVP Laufwerk oder eine NOS Konsole vielleicht gar nicht nutzbar ist.

    Ebenfalls ein Thema, welche Ausgabe nutzen alte Geräte überhaupt? Und wie kann ich die in der volldigitalen Zukunft verbinden? Wofür gibt es noch Konverter und wofür nicht?

    Sprengt jetzt zwar ein bisschen den Rahmen, aber im Endeffekt bräuchten wir erstmal feste Archivierung ähnlich zu Nationalbibliotheken, nur eben digital. Dann bräuchte es deutlich bessere Regelungen etwa für Abandonware. Und für alte, nicht mehr vertriebene Plattformen Offenlegung aller Daten für Emulatorentwickler, ASIC-Produzenten usw.

    Momentan ist man nur save mit Kopien, die teils in einer Grauzone und teils illegal sind. Seit 2003 in Deutschland das Privatkopie Gesetz novelliert wurde darf man zum Beispiel nicht mal als Privatperson für reine Privatkopien einen Kopierschutz umgehen. Heißt in der Praxis, legal kann man nicht mal DVDs rippen. Selbst wenn die Filme oder Serien heute gar nicht vertrieben werden. Die gänigen Praktiken, Cube oder Wii zu dumpen sind im Prinzip auch ganz böse rechtlich gesehen. Mehr noch, viele Privatanwender überfordert das.

    tl,dr: die Medien alleine sind nur ein Teil des Problems und selbst bei Flash vielleicht kein so großes.

    als Antwort auf: Nintendo Switch 2 Talk #1803826
    captain carotcaptain carot
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    Ich denke eine große Direct kommt nach dem Sommerloch. Momentan ist der Third Party Support auch noch nicht so richtig am Rollen. Und mit ein paar Einzelankündigungen in Folge kann man die Aufmerksamkeit hochhalten.

    als Antwort auf: Nintendo Switch 2 Talk #1803820
    captain carotcaptain carot
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    DLSS kostet auch Leistung. Kann sehr gut sein dass Pure am Ende nennenswert über 720p auskommt. Einfach mal abwarten.

    als Antwort auf: Nintendo Switch 2 Talk #1803815
    captain carotcaptain carot
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    Ich würde auch nicht sagen, dass F-Zero unspielbar ist sondern dass man sich das zumindest mit dem dargestellten Input Lag von Fall zu Fall angucken muss. Bei GX kann ich mir sogar vorstellen, dass man sich auf den Strecken schnell auf eine gewisse Trägheit adaptiert. Bei Vs Fightern und Shmups kann es ganz anders aussehen.

    Stichwort Dolphin bzw GC-Emulation: die GPU hat in ihrer Funktion einige Besonderheiten. Korrekte Emulation war deswegen für lange Zeit eine große Herausforderung. Factor 5‘s Star Wars Spiele und F-Zero sind da Paradebeispiele. Das Dolphin Team hat deswegen irgendwann noch mal einen komplett neuen Renderpfad erstellt.

    Die GPU wurde von ArtX entwickelt, welche dann von ATi aufgekauft wurden. Mit damaligen PC-GPUs von ATi und Nvidia hatte sie nicht viel gemein. Trotzdem lässt sich vieles relativ leicht emulieren, besonders hardwarenahe Titel können aber generell zu Problemen führen oder extrem Leistung kosten.

    Entsprechend machen manche Titel zumindest auf Low End Hardware wie dem Steam Deck oder jetzt Switch 2 trotzdem leichte Probleme.

    Vorteil für Nintendo, sie können ihren Emulator in den nächsten Jahren weiter auf eine einzige Hardware optimieren. Mit GX läuft einer der schwierigsten Titel auch schon ziemlich gut. Rogue Leader und Rebel Strike werden wir wahrscheinlich eh wegen Lizenzgedöns eh nicht auf Switch 2 sehen.

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