ghostdog83

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1743400
    ghostdog83ghostdog83
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    [quote quote=1743362]Mich würde daher etwas mehr von Deiner Seite interessieren.[/quote]

    Meine Sichtung liegt nun schon mehr als 2 Monate zurück – eine umfassende Besprechung würde daher nicht meinen Ansprüchen genügen, daher nur im groben, was der Film über die reine Abhandlung einer Rachegeschichte hinaus noch zu bieten hat, an dem für mich doch dominierenden Motiv:

    Anm: Der Text enthält Spoiler

    Der Film versetzt uns in eine Welt, die stark von toxischer Männlichkeit geprägt ist, wo die brutale Dominanz gegenüber dem anderen vorherrscht, Stolz und Ehre ein Leitmotiv ist, Frauen als hilflos, schwach angesehen werden – Amleth, sieht in seiner Mutter eine Frau, die er gedenkt zu retten, die gegen ihren Willen aus ihrem vorherigen Leben gerissen wurde, dazu gezwungen, einen anderen Mann zu ehelichen, Kinder mit ihm zeugen, was sich im Verlauf als Trug herausstellt, aufzeigt, wie eine Frau in einer solchen Gesellschaft überleben kann, ohne schwach zu sein, während sich bei der Figur des Amleth zunehmend die Frage aufwirft, ob sein Annsinnen auf Rache wirklich gerechtfertigt sei: er, der selbst von Kindheitsbeinen an ein Opfer dieser von toxischer Männlichkeit geprägten Gesellschaft ist, der im Verlauf zunehmend Abgründe aufzeigt, die ihn nicht als eine Art Helden zeigen, sondern vielmehr zu einem Überbringer von Tod, Leid und Elend – auch für sich selbst.

    In dem Zusammenhang ist wenig überraschend, dass der Film von der Alt-Right Bewegung missverstanden wird, was Eggers zum Ausdruck bringen möchte, den Film als Bestätigung für ihr Weltbild sehen:

    Bei der Londoner Premiere von The Northman Anfang April erklärte der Regisseur Robert Eggers auf der Bühne, wie er die Geschichte der Wikinger von rechten Gruppen zurückfordern will. Viele dieser Gruppen leben von Mythen über eine imaginäre europäische Vergangenheit: eine Zeit vor der Rassenvermischung oder der fortschrittlichen Politik, in der Männer mächtige Krieger und Frauen willfährige Kindergebärende waren.

    Wie Eggers kürzlich gegenüber dem Observer erklärte, hätten ihn solche Assoziationen fast davon abgehalten, The Northman zu schreiben. “Das Macho-Klischee dieser Geschichte, zusammen mit der rechtsgerichteten Zweckentfremdung der Wikingerkultur, hat mich irgendwie allergisch gemacht, und ich wollte einfach nicht dorthin gehen. Eggers hat von seinen wissenschaftlichen Recherchen und seinem Engagement gesprochen, die Geschichte der Wikinger bis in die kleinsten Details richtig darzustellen. Aber so gründlich und vollendet The Northman auch ist, es könnte tatsächlich die Art von Film sein, die die “Alt-Right” liebt.

    Die Gesellschaft des 10. Jahrhunderts in The Northman scheint einheitlich weiß und fest entlang patriarchalischer Linien geteilt zu sein. Die Männer regieren und töten, die Frauen intrigieren und machen Babys. Der Held, gespielt von Alexander Skarsgård, ist nicht weit entfernt vom “Macho-Stereotyp”, das Eggers beklagt – ein bulliger Krieger, der die meisten Streitigkeiten mit dem Schwert und ohne Hemd regelt. Skarsgårds Geliebte, gespielt von Anya Taylor-Joy, könnte die Traumfrau des rechtsextremen Mannes sein: schön, blond, ihrem Mann treu ergeben und bereit, ihm Nachkommen zu schenken. Schon vor der Veröffentlichung des Films äußerten sich rechtsextreme Stimmen auf der anonymen Message-Board-Seite 4chan zustimmend: “Northman ist ein basierter [angenehmer] Film, komplett weiß besetzt und zeigt pure, rohe Männlichkeit.” “Robert Eggers. Mit seinen großartigen Filmen stellt er den Stolz auf unser Volk wieder her. The Northman wird episch sein … Hail Odin.”

    Nach der Kundgebung in Charlottesville 2017 argumentierte Dorothy Kim, eine asiatisch-amerikanische Dozentin für mittelalterliche Literatur an der Brandeis University in Massachusetts, dass “die Mediävistik eng mit der weißen Vorherrschaft verwoben ist und das schon seit langem”. Die Wissenschaft habe nicht genug getan, um den Mythen entgegenzuwirken, dass das mittelalterliche Europa eine Bastion der Rassenreinheit gewesen sei, sagte Kim, der daraufhin von Akademikern und der extremen Rechten angegriffen wurde. Diese Mythen wurden größtenteils von Historikern des 19. Jahrhunderts mit nationalistischen Absichten geschaffen, aber neuere Forschungen zeigen, dass Gesellschaften wie die im Skandinavien der Wikingerzeit tatsächlich multikulturell und multirassisch waren.

    https://www.theguardian.com/film/2022/apr/22/norse-code-white-supremacists-reading-the-northman-robert-eggers

    als Antwort auf: Metroidvanias und andere nichtlineare Sidescroller #1743359
    ghostdog83ghostdog83
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    [postquote quote=1743357][/postquote]

    Ich bitte dich, so generisch wie das Gezeigte in dem Video sehen die beiden Titel nun aber nicht aus – vom Design spricht mich der Titel auch nicht an.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1743353
    ghostdog83ghostdog83
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    Und substanziell liefert der Film einfach zu wenig – zumindest auf die Laufzeit betrachtet.

    Ich nehme an, du tust dich auch mit Filmen wie Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford schwer, die sich Zeit nehmen, damit sich eine Szene in ihrer Wirkung so entfalten kann, wie sie vom Regisseur vorgesehen ist – das ist nämlich etwas, was ich immer wieder vermisse, wo zu abrupt von einer Szene zur nächsten Szene gesprungen wird, als wenn die Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers nur von kurzer Dauer sei, dieser davorsteht, die Reißleine zu ziehen – mir ist natürlich auch bewusst, dass nicht jeder für eine bestimmte Art Film empfänglich sein kann: Der eine bevorzugt eine möglichst hohe Dialogdichte, durchdrängt von Vielschichtigkeit, andere verschreiben sich lieber einer Achterbahnfahrt an Abhandlungen. Alles, womit ich selbst auch keine Berührungsängste habe. Dem Film mangelnde Substanz zu bescheinigen, ist dein gutes Recht, ebenso, ihn gar nur auf eine Rachegeschichte zu reduzieren, genauso, wie es Positionen gibt, die dem nicht zustimmen würden.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1743294
    ghostdog83ghostdog83
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    [quote quote=1743293]aber substanziell zu wenig liefert[/quote]

    Ist wohl eher eine Frage, wie sehr man mit der Materie vertraut ist und ein Interesse daran hat, sich damit auseinanderzusetzen – der Film liefert dahingehend schon noch genug Inhalt, um sich gedanklich damit zu befassen.
    Rein als Unterhaltungsfilm wird es sicherlich schwieriger, den Zuschauer dafür zu gewinnen: Wenn das Interesse fehlt, hackt man das Geschehen schnell ab und fährt gedanklich fort.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1743292
    ghostdog83ghostdog83
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    [quote quote=1743258]es ist Hamlet als Vikinger-Adaption. Wer das Original kennt, der weiß wie auch dieser Film ausgeht![/quote]

    [quote quote=1743258]Dabei ist die Adaption kein Historiendrama, noch ein kompletter Fantasy-Nonsens.[/quote]

    Ich habe mir den Film auch angesehen mit dem Wissen, dass es sich hierbei um eine Adaption des Werkes von Saxo cognomine Longus handelt, von dem sich William Shakespeare hat inspirieren lassen, um Hamlet zu schreiben – sprich, die nordischen Mythen und übernatürlichen Elemente sind hier nicht fehl am Platz.

    als Antwort auf: JAPAN – Oder wie kam der Schlüpfer in den Automat #1742795
    ghostdog83ghostdog83
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    Dokumentation (mit dt. UT):
    “Ich habe eine Woche mit Japans größten Filmstar Ken Watanabe verbracht.”

    Die Kurzdoku hat mich dann auch direkt zu Tokyo Vice geführt (mit Ken Watanabe) – mein Ersteindruck (Episode 1): hervorragend!

    als Antwort auf: Have you seen these people? #1742793
    ghostdog83ghostdog83
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    lofwyr scheint schon seit einer Weile nicht mehr auf maniac.de aktiv zu sein.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742788
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    Dabei würde ich gerade die ersten beiden Episoden nach wie vor als wirklich gelungen bezeichnen, nur kackt Obi-Wan im Mittelteil leider ziemlich ab.

    Die Leia Verfolgungsjagd war aber auch schon ziemlich schlecht in Szene gesetzt – eher was für das Vormittagsprogramm im Kinderfernsehen:

    pic.twitter.com/7YSXdL5VOa

    — Armageist (@armageist1) May 28, 2022

    als Antwort auf: Verschwörungstheorien #1742706
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    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742695
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    [quote quote=1742691]Ja, besser als Boba Fett[/quote]

    Darüber lässt sich im Detail streiten – der Soundtrack von Boba Fett besitzt zumindest einen Wiedererkennungswert (main theme), während die Musikuntermalung von Natalie Holt bei Obi-Wan nur vor sich hin plätschert, generisch wirkt, nicht im Stande ist, Emotionen zu transportieren. Lt. ihrer Aussage soll John Williams bzgl. der Nutzung seiner Werke nur eine Einbindung für die späteren Folgen erlaubt haben, was deren Seltenheit erklärt.

    Fairerweise sollte noch erwähnt werden, dass hier auch der zeitliche Rahmen zur Fertigstellung eine Rolle gespielt haben dürfte – ihre Arbeit bei Loki ist wesentlich besser.

    Überhaupt wirkt Obi-Wan wie mit der heißen Nadel gestrickt, so inkonsistent die gesamte Aufmachung ist.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742398
    ghostdog83ghostdog83
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    [postquote quote=1742363][/postquote]

    Rob Zombie:
    “For those of you speculating, wondering and assuming that ‘The Munsters’ would be dirty, violent and nasty…well, you are wrong“
    It’s all good down on Mockingbird Lane.”

    PG-Rating:
    “for macabre and suggestive material, scary images and language.”

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742362
    ghostdog83ghostdog83
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    [postquote quote=1741302][/postquote]

    Jackass 4.5 finde ich fast noch besser (Netflix).

    [quote quote=1742361]Auf mich wirkt es eigentlich nicht nachgeeifert sondern genauso beabsichtigt. Ich hoffe bei Zombie seiner Interpretation von The Munsters, auf ein ähnliches Ergebnis wie etwa bei Halloween. Jetzt nicht vom Core Gehalt, aber etwas fieser.[/quote]

    Es handelt sich hierbei um einen PG-Film, der somit vermutlich familientauglich sein wird.

    Über Rob Zombies Regiearbeit bzw. mehr noch seine Drehbücher bin ich wenig angetant. The Lords of Salem und The Devil’s Rejects fand ich noch sehenswert.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742357
    ghostdog83ghostdog83
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    [postquote quote=1740806][/postquote]

    Das ist wenig überzeugend. Wie der Schauspieler von Herman Munster versucht die Körpersprache (besonders die Mimik) von Fred Gwynne zu kopieren, ist schon bemittleidenswert. Zum Vergleich:

    Rob Zombie ist wie Paul W. S. Anderson – überall muss er seine Frau mitkarren, obwohl es am Schauspiel mangelt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1742355
    ghostdog83ghostdog83
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    Um eine weitere Wissenslücke zu schließen, habe ich mir den ersten Teil der Freitag der 13. Reihe angeschaut, wo mir eine Sache ins Auge stieß – die Tötung der Schlange. Aus Neugier, ob es sich hierbei um eine echte Schlange handeln würde, habe ich im Netz darüber etwas recherchiert: Nicht nur, dass sie echt ist, sie gehörte auch jemanden, der das Tier ohne zu Wissen, was damit passieren würde, an das Filmteam verliehen hat. Infolge der Tötung war der Besitzer so sehr aufgebracht (zurecht), dass er davon abgehalten werden musste, gewalttätig zu werden. Im Endeffekt wurde das Tier wegen ein paar Sekunden Leinwandzeit getötet, während mäßig begabte Schauspieler albern herumhampeln, bevor einer von ihnen die Schlange mit einer Machete in Stücke hackt. Was für ein Scheiß.

    als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1741306
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    Dark Souls:

    Dragon‘s Dogma:

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