ghostdog83
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ghostdog83TeilnehmerUnabhängig davon, wie ihre politische Haltung ist, hat sie sich 2 Wochen vor Release an die Öffentlichkeit gewandt, um neben ihrer Kritik an der Bezahlung zum Boykott aufzurufen und ihre Nachfolgerin verbal anzugreifen. Auf mich hat das nicht den Eindruck, einen konstruktiven Diskurs führen zu wollen, was die Bedingungen in der Branche anbelangt, sondern das sie sich destruktiv verhält, versucht, die Gegenseite zu schädigen. Warum hat sie sich bspw. nicht schon viel eher zu dem Thema geäußert, eine andere Kommunikationslinie gefahren, die nicht auf eine solche Zuspitzung hinausläuft?
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1749970][/postquote]
Sie hat sich damit eine erneute Zusammenarbeit mit Nintendo endgültig verbaut. Die Kritik an der Bezahlung wäre sicherlich nicht das Problem, wenn man sich später doch noch bei einem anderen Projekt einigen könnte. Aber ja, sie spricht selbst davon, dass sie mit ihrerm Verhalten nichts zu verlieren hat.
Kazutaka Kodaka:
“Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum die Synchronsprecher Geld wollen, aber zu einem Boykott aufzurufen, zeugt von mangelenden Respekt gegenüber den Schöpfern, die jahrelang an diesem Spiel gearbeitet haben, und es ist unprofessionell, dies überhaupt öffentlich kundzutun.”声優さんのお金が欲しい気持ちはわからないでもないが、ボイコットを呼びかけるなんて、この作品に何年も費やして作り上げたクリエイター達の事にまったくリスペクトないし、そもそも公に言う時点でプロ意識が低い。 https://t.co/IieMd3YZB2
— Kazutaka kodaka/小高和剛 (@kazkodaka) October 16, 2022
Ich stimme dir zu, was die Bezahlung betrifft. Dahingehend dürfte in dieser Diskussion ein Konsens herrschen. Hoffe ich zumindest.
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1749929][/postquote]
Bei allem Verständnis für eine faire Bezahlung – mit dem Aufruf zum Boykot schadet sie sich im Endeffekt nur selbst, was zukünftige Arbeitgeber anbelangt, die so was nicht gerne sehen wollen. Ebenso hinterlässt es den Eindruck, den eigenen Stellenwert zu überschätzen. Hinter dem Spiel stecken auch noch viele andere Menschen, die mit dieser Entscheidung nichts zu tun haben, durch einen Boykott zu schaden kommen würden – und seihen wir mal ehrlich, niemand kauft sich das Spiel primär wegen ihrer Stimme. Auch wenn es ärgerlich ist, zählt am Ende immer noch das Gameplay.
ghostdog83TeilnehmerAnscheinend zogen sich die Dreharbeiten sogar über insgesamt drei Jahre, was auch manche Inkonsistenzen im Aussehen der Schauspieler erklärt.
Interessantes Detail. Danke.
ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1749933]Smile hat ne nette Prämisse und alles von der Normalität Abweichende ist eh immer schon verstörend, weil das, was passiert, nicht mit der Erwartung übereinstimmt. Diese Holzhammer-Akustikuntermalung macht aber schon wieder einiges von der Stimmung kaputt. [/quote]
Um ehrlich zu sein, war nur eine einzige Szene für mich wirklich Jump Scare würdig – und diese kündigt sich im Grunde auch an (ist im Trailer bereits zu sehen). Grundsätzlich vermittelt der Film dem Zuschauer durch den Aufbau der jeweiligen Szene eine gewisse Sicherheit dafür, worauf es hinauslaufen wird, wenn die Kamera bspw. eine Position einnimmt, die eine Erwartungshaltung für einen solchen Moment weckt, der dann auch eintritt.
[quote quote=1749933]Diese Holzhammer-Akustikuntermalung macht aber schon wieder einiges von der Stimmung kaputt.[/quote]
Den Sound würde ich jetzt nicht in diese Kategorie einordnen. Der Sound passt zu dem, was der Zuschauer aus Sicht der Protagonistin durchleben soll, in Hinblick auf ihre psychische Verfassung. Das rangiert dann zwischen dezent bis nervenaufreibend.
Für mich war der Film leider nicht das, was ich mir erhofft habe. Andere Werke, die vergleichbare Bahnen einschlagen wie ein It Follows, holen auch ihrer Thematik mehr raus, ohne jetzt selbst frei von Schwäche zu sein. Bei Smile bleibt das Feature erstaunlich häufig im Hintergrund, während der Rest das Gewohnte abspult, was für mich schon etwas ermüdend ist. Erst im letzten Drittel gelingt es dem Film die für mich richtige Spannung aufzubauen, die in ein Finale mündet, welches bereits die Voraussetzungen für einen möglichen Nachfolger ebnet.
Über die Inszenierung und Schauspielleistung kann ich nur wenig klagen, die Hauptrolle war gut besetzt. Der Film wurde auf einem soliden hohen Niveau produziert. Wäre das Drehbuch nur etwas ausgefallener gewesen.
ghostdog83TeilnehmerNgai Choi Lam, der Regisseur des hierzulande dank seiner Trash-Synchronisation bekannten Manga-Adapation The Story of Ricky, hat 1986 einen Comedy-Horror Film produziert, der es leider nicht bis nach Deutschland geschafft zu haben scheint. Der Film liegt nur auf Englisch mit chinesischen O-Ton vor, müsste als importiert werden.
The Ghost Snatchers (Bi gui zhuo):
Eine Dinnerparty in einem Hochhaus in Hongkong gerät aus den Fugen, als der Partygast Judy Hsu (Shu-Yuan Hsu) Opfer eines Poltergeists wird und ihr Geist zurückkehrt, um die finsteren Pläne der bösen Präsenz auszuführen. Die Wachmänner Chu Bong (Jing Wong) und Fan Pien-Chou (Shui-Fan Fung) entdecken später, dass ihr Bürohochhaus von Dämonen der japanischen Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs heimgesucht wird. Die bösen Geister wollen sich rächen, indem sie Menschen, die in einem bestimmten Jahr und zu einer bestimmten Zeit geboren wurden, das Leben nehmen. Bong und Chou stehen auf der Liste der Opfer, und da sie um ihr Leben fürchten, bitten sie die taoistische Priesterin (Joyce Godenzi) um Hilfe, um die Geister auszulöschen
Ich bin aufgrund dieser Szene auf den Film aufmerksam geworden.
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1749922][/postquote]
Bis auf gegen Ende, wo die Szenerie ziemlich intensiv wird (mit verzicht auf Gore/Splatter), was das Erlebte der Protagonistin betrifft, ist der Film bis dahin über weite Strecke eher zahm, wobei hier die Soundkulisse eine stärkere Rolle spielt (für mich), eingestreut mit Jump Scares. Es gibt aber auch Szenen, wo Menschen auf brutale Weise zu Tode kommen – die schlimmste dürfte die sein, wo jemand mit einem Messer abgestochen wird, wo reichlich Kunstblut fließt, auch wenn sich das im Kontext dann anders herausstellt – der visuelle Effekt bleibt erhalten.
ghostdog83TeilnehmerThe A.V. Club:
Terrifier 2 bringt die Menschen in den Kinos angeblich zum Zittern, Weinen und KotzenHorrorfans sind seltsam. (Anmerkung: Der Autor schreibt dies als lebenslanger Horrorfan, der unbestreitbar seltsam ist). Was würden Sie denken, wenn Sie die Worte “ohnmächtig werden” oder “laut und heftig kotzen” hören? Was ist mit “Kotztüten” (in Großbuchstaben)? Wenn Ihre Reaktion eher auf “ein Ticket, bitte” als auf “oh mein Gott, ist das eine neue Pandemie?” hinausläuft, gehören Sie vielleicht zu diesem exklusiven Club. Der neueste Pflichtausflug? Damien Leones Terrifier 2, ein auf Clowns basierender Slasher, der so ekelerregend ist, dass die Fans offenbar ihren eigenen Körperhorror live im Kino erleben – und jede Minute davon lieben.
“Mein Freund wurde ohnmächtig und das Kino rief einen Krankenwagen. Sehr empfehlenswert”, schwärmte ein soziopathischer Fan und fügte ein Beweisfoto des fraglichen medizinischen Notfalls bei.
“Habe gerade Terrifier 2 gesehen. Es war ein unglaubliches blutiges Durcheinander. Der Kerl hinter mir wurde ohnmächtig und krachte in meinen Stuhl, ein anderer Kerl ging, weil er sich nicht gut fühlte, hörte ich ihn sagen und als ich aus dem Kino ging, hörte ich, wie ein Kerl laut und heftig auf der Toilette kotzte”, schrieb ein anderer. (In einem weiteren Tweet stellte er klar, dass er “den Film geliebt hat”, nur für den Fall, dass sie einen Moment lang besorgt waren, dass Ohnmacht und Kotzen keine willkommenen filmischen Reaktionen sind).
Das Team, das hinter dem Film steht, hat diesen Ausbruch von Begeisterung offensichtlich vorausgesehen. Kostenlose Kotztüten, die bei Vorführungen verteilt werden, gibt es nicht nur, sondern sie gehen sogar so weit, dass der Film “garantiert Magen-Darm-Probleme verursacht”. (Außerdem sollten diese Kotztüten nicht für Terrifier 3 verwendet werden, Leute! Das wäre ja eklig.)
Die eigentliche Frage ist natürlich, ob man diesen Berichten Glauben schenken kann oder nicht. In den Worten eines anderen zufriedenen Kunden ist Terrifier 2 “der erste Film in meinem Leben, bei dem ich Berichte über Leute gelesen habe, die im Kino in Ohnmacht gefallen sind und sich übergeben mussten, und dann, nachdem ich ihn endlich selbst gesehen habe, dachte: ‘Ja, das verstehe ich.
Noch unentschlossen? Sie können sich hier eine Minute des Films ansehen (offensichtliche Inhaltswarnung wegen extrem grafischer Gewalt). Jetzt schnappen Sie sich Ihr Popcorn und Ihre Kotztüte, multiplizieren Sie das mit 140 und stellen Sie sicher, dass Sie den Notruf auf Ihrem Telefon vorgewählt haben, nur für den Fall.
Eine Szene aus dem Film NSFW
This is only a single minute from the 140 minutes movie pic.twitter.com/uG12jaAG3S
— Daniel ? (@ArizonaYoungest) October 12, 2022
Für eine low Budget Produktion sieht diese Szene schon ziemlich heftig (übertrieben) aus (am Smartphone gesschaut) – davon abgesehen dürfte das Budget für das Marketing gegen null tendieren, wobei solche Meldungen kostentechnisch keine Hürde sein dürften.
ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1749830]Ich finde, du solltest unbedingt mal einen Blick auf die ganzen anderen Serien bei D+ riskieren. Da gibt es sehr viel zu entdecken. Gerade bei den Mini-Serien kann man wenig falsch machen.[/quote]
Oder es geht noch kürzer – Werewolf by Night ist ein TV-Special mit einer Laufzeit von weniger als einer Stunde – für Zwischendurch war es gar nicht so verkehrt:
Unterm Strich hatte ich mit der Serie jedenfalls durchaus meinen Spaß. Was man bei so mancher Kritik im Netz fast gar nicht glauben sollte.
Vermutlich verhält es sich bei den Kritikern in etwa so (hab die Serie auch noch nicht gesichtet):

ghostdog83Teilnehmer
ghostdog83Teilnehmer@Nightrain
Das entspricht nicht genau deinen Beschreibungen, aber vielleicht passt es dennoch – ein anderer Titel, der mir leider entfallen ist, könnte es auch sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_phantastische_Geschichte

ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1749460]In gewisser Hinsicht ist ‘guter Trash’ heute echt Mangelware. Gibt zwar ziemlich brauchbares aus der B-Movie und Indie Ecke aber dem fehlt dann meist jeglicher Trash-Faktor.[/quote]
Ich hätte da vielleicht was für dich – Wyrmwood (2014) und Wyrwood Apocalypse (2021) sind zwei Filme, die sich in ihrer Entwicklung und Inszenierung etwas an The Evil Dead 1 und 2 orientieren (teils mit klaren Anspielungen), verpackt in ein Zombie bzw. Mad Max Szenario (wobei Letzteres eher bzw. primär auf den zweiten Teil zutrifft).
Zwei australische Filme, die per Kickstarter finanziert wurden, die ihr Budget erstaunlich gut verstecken können (besonders Teil 2) mit einer Besetzung, wo auch Aborigines zu den Hauptfiguren zählen, was mich positiv überrascht hat (sicherlich keine Selbstverständlichkeit).
Die Zombiethematik wirkt dadurch, dass die Zombies Methan ausstoßen und als Treibstoff dienen, sowie über Gedankenkontrolle gesteuert werden können (als Selbstmordzombies bspw.), überraschend unverbraucht.
Beide Filme unterscheiden sich in ihrer Ästhetik, was mich wie gesagt an The Evil Dead 1 und 2 erinnert, wo der zweite Teil tonal noch mal einen Gang zulegt.
Beide Werke hinterlassen bei mir den Eindruck, dass da viel Herzblut reingeflossen sein muss, um aus den begrenzten Möglichkeiten ein solches Ergebnis abzuliefern – wer was zum Meckern sucht, wird hier sicherlich auch fündig werden.
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1749354][/postquote]

ghostdog83TeilnehmerFilmtipp – am besten nichts darüber lesen oder schauen:
Hatching (2022, Finnland)
Wer dennoch einen Blick riskieren möchte:
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1749093][/postquote]
Wie hast du das Ende empfunden mit dem Verbrennen der Uniformen? Anhand des Tattoos lässt sich das im Grunde so auslegen, dass der Polizist recht hatte und das es darum ging, die eine Gruppe gegen die andere aufzuhetzen, um damit die eigene Agenda zu stärken.
Was man kritisch sehen kann, das die behandelten Themen nicht vertieft werden (Zustand der französischen Gesellschaft: Polizeigewalt, Rassismus, Unzufriedenheit der eingewanderten Unterschicht), sondern vielmehr als Aufhänger für die temporeiche, bildgewaltige Inszenierung dienen, die dem Regisseur mehr zu interessieren scheinen. Hinzukommt der Umgang mit den Medien, die wiederholt als Fake News bezeichnet werden.
Als visuelles Spektakel mit durchweg großartigen Schauspielleistungen und ohne jede Langeweile funktioniert der Film sehr gut.
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