ChrisKong

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1701403
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    Birds of Prey

    Margot Robbies Darstellung der Harley Quinzel in Suicide Squad war etwas vom wenig Positiven an dem Film. In der Folge davon spendierte man ihr einen eigenen Film. Vom Joker fehlt jede Spur. Besser so, mit Grausen denke ich an Letos missglückte Darstellung zurück.
    Leider ist Birds of Prey recht weichgespült und zahnlos. Und eine Art trashiger Charme stellt sich auch nicht ein, auch wenn vieles an Tank Girl erinnert. Wirklich viel zu erzählen gibt es nicht. Die Action ist ansprechend inszeniert und Robbie macht eine sehr gute Actionfigur. Die anderen Mitglieder der Birds of Prey werden auch vorgestellt erhalten ein wenig Raum zur Entfaltung. Das wird zum Teil mit ein wenig Witz versucht, aber in der Summe bleibt der Streifen viel zu humorlos. Da hätte ich mir zweifelslos mehr erhofft. Aber DC kann bis auf Shazam keinen Humor bieten.
    Auf der Gegenseite hat man mit McGregor einen Darsteller, der das Maximum aus seiner Rolle herausholt. So richtig ernst nehmen kann man ihn in den meisten Szenen kaum.
    Ein sehr braves Abenteuer ohne nennenswerte Höhepunkte, Harley Quinn ist das Highlight, wirkt aber wie eine Cola Light Version ihrer Figur in Suicide Squad. Ohne Robbie könnte man sich den Film schenken. Sollte eine Fortsetzung kommen, dann hoffentlich mit einem spannenderen Drehbuch und vielleicht etwas mehr Humor, bei dem einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

    als Antwort auf: Vor kurzem durchgespielt #1701383
    ChrisKongChrisKong
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    Dark Souls 3 Fire Fades Edition

    Nach gefühlt 1000 Toden bin ich mit dem Spiel erst mal durch und allzu schnell werde ich nicht ins Soulsversum zurückkehren. Denn davor hatte ich ja Teil 1 nochmals in der Remaster Variante durchgespielt.
    Teil 3 ist insgesamt wieder ein tolles Spiel von Fromsoft geworden, aber es hat doch einige Kritikpunkte, die es für mich definitiv nicht zum Klassenprimus der Reihe machen. Nach verwirrender und kryptischer hätte man div. Questreihen nicht anlegen können. Ohne Guide ist man da sehr schnell weg und hat wichtige Sachen verpasst. Damit einhergeht natürlich auch die Gelegenheit, speziellen Loot abzugreifen. Wer beispw. das Murakumo will, der darf einen NPC (Alva) nicht verpassen, der taucht aber nachdem man Yhorm gelegt hat, nicht mehr auf. Wers nicht weiss hat halt Pech gehabt. Noch schlimmer, wenn man Orbeck von Vinheim, der auch noch ein wenig versteckt ist, nicht findet und ihm vor den Abgrundwächtern nicht eine der Schriftrollen gibt, kann auf seine Dienste fortan verzichten, denn er verschwindet einfach und kommt nicht wieder. Komplett behindert, besonders sollte man sich dazu entschliessen, später mal umzuskillen, was dann irgendwie sinnlos erscheint. Und die Gefahr, dass wichtige NPCs auf einmal einen Abgang machen, ist man stärker ausgesetzt als in allen anderen Souls Spielen zusammen.
    Das Spiel geizt auch deutlich mit Spielerleichterungen. Power Within ist vergleichsweise schwach. Generell hat man das Spiel so gestaltet, dass man als Souls Kenner schon mit einem höheren Schwierigkeitsgrad einsteigt.
    Die DLCs steigern das nochmals deutlich mit zum Teil 3 vollen Lebensleisten bei Sister Friede oder Schwarzfrass Midir, dessen Lebensbalken pervers viele Hitpoints hat.
    So aus dem Stand würde ich sagen, dass Teil 3 die härtesten Bosse hat. Gab aber auch ein paar First und Second Trys. Die Diakone des Abgrunds, der verzehrte König waren nicht mal Fingerübungen. Der Namenlose König, Sister Friede, Gael und Midir waren hingegen heftig und erforderten eifriges Rumprobieren. Am Ende hab ich sie alle geschafft, was für einen eher mittelmässig Spieler schon eine Leistung ist. Mein einziger Skill ist, nicht aufzugeben. Auch wenn ich oft nah dran war. Dass einige die optionalen Bosse ausgelassen haben, kann ich gut nachvollziehen.
    Wer Dark Souls 1 zu leicht findet, dem kann ich Teil 3 klar empfehlen. Alle anderen müssen selber wissen, ob sie den Nerv haben, da einzusteigen. Für Souls Anfänger würde ich eher die REihenfolge der Releases wählen.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1701373
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    Mörderisches Paradies

    Schon die Intro-Musik stimmt perfekt auf diesen Retro-Thriller mit Kurt Russel ein. Dieser mimt einen Journalisten, zu dem ein Serienkiller Kontakt aufnimmt. Dauert natürlich nicht lange, bis der Journalist völlig vereinnahmt wird und er seinen Abstand als Beobachter aufgibt.
    Der Film legt immer wieder Fährten, denen Russels Figur folgt. Das ist sehr spannend umgesetzt, auch weil der Killer durchaus verschiedene Facetten zeigen darf. Sogar die Polizei ist hier deutlich nuancierter, als man es gemeinhin erwarten könnte. Andy Garcia agiert hier als Cop in einer Nebenrolle.
    Wer vergleichbare Thriller aus der Ära mag, für den ist der Film eine ideale Ergänzung in der Sammlung. Die Umsetzung auf Bluray ist dabei recht vorbildlich. Es gibt Filmkorn, aber die Schärfe ist für ein Film aus der Zeit beachtlich und gefällt. Die Farben sind auch schön satt.
    Besonders erwähnen sollte man auch die Musik von Lalo Schifrin. Der Score trifft immer genau den richtigen Ton und erzeugt auch ein schönes Gefühl der Anspannung. Mit Thrillern hat der Gute ja mehr als genug Erfahrung, z.B. Bullitt, Dirty Harry, Kobra übernehmen sie.

    Fazit: Spannender Thriller, der aus einer Ära entstammt, die alles andere als arm an solchen Filmen war. Ich kannte den witzigerweise noch nicht und wurde erst beim Einkaufen drauf aufmerksam. Kurt Russel Fans greifen sowieso zu.

    als Antwort auf: Dark Souls Ⅲ: The Ringed City |OT| End of an era #1701299
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    Midir ist tot, war ein würdiger Gegner. Das meiste stilecht mit dem Drachentöterbogen gemacht. In der zweiten Phase hat er zweimal seinen Superlaser gecastet, was ihm zum Verhängnis wurde. Beim zweiten Mal gabs dann ein paar mit dem Langschwert und eine kritische Attacke hinterher.
    Der Halflightspear-Fritze hat nicht lang aufgehalten. Bleiben noch Gael, der ganz schön stark ist und der Cinderlord. Wird nochmals ordentlich zu tun geben.

    als Antwort auf: Dark Souls Ⅲ: The Ringed City |OT| End of an era #1701050
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    Hänge immer noch in dem Spiel rum. Midir kostet echt Nerven. Irgendwie fruchtet bislang keine Taktik. Heute war er mal auf einen kleinen Rest runter, aber der wird so aggressiv, dass zwischen den Attacken kaum eine Pause kam. Und irgendwann waren die Flakons alle. Da wusste ich schon, dass es wieder nichts wird.
    NPC beschwören hat zum Teil was gebracht, aber spätestens in Phase 2 heilt die Tante sich nicht mehr und ist kurz darauf Geschichte. Ansonsten sorgt sie für ordentlich Ablenkung, aber macht halt auch kaum Schaden.
    Die Kollisionsabfrage ist bei den Feuerattacken zum Teil auch mehr als fragwürdig.
    Die Avelyn ist auch nicht verkehrt, aber das Nachladen dauert. In Phase 1 kein Problem, in Phase 2 siehts anders aus. Irgendwie hab ich noch nicht den Bogen raus, die richtigen Attacken zu triggern. Elementinfusionen bei Waffen bringen in dem Spiel leider so gut wie gar nichts, was ein wenig witzlos ist. Bleibt nur der zusätzliche Waffenbuff.

    Mal schauen, werde Morgen einen neuen Anlauf wagen. Sicher einer der schwersten Souls Bosse ever.

    als Antwort auf: Demon Souls Forum #1701038
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    Ist das dieses Loch, wo man gezielt runterspringen muss? Der letzte Run ist bei mir schon ewig her. Irgendwie krieg ich doch Lust drauf. Aber es ist wohl wirklich das leichteste aller Souls Spiele und darum eigentlich eher ein idealerer Einstieg in die Reihe, als der Schlusspunkt.

    als Antwort auf: Demon Souls Forum #1700955
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    Ok, danke für die Info. Die Black Tendency erreicht man glaube ich, in dem man als Mensch jeweils stirbt. Ich glaube in die andere Richtung gehts nur mit Bosskämpfen und diesen komischen Wesen, die überall versteckt sind.

    als Antwort auf: Demon Souls Forum #1700949
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    Wie ist das eigentlich mit den Crystal Lizards? In allen anderen Souls Spielen spawnen die ja wieder, wenn man sie mal verpasst. Bei Demons Souls waren die ja nach zwei Mal weg. Und leider sind die auch nicht gerade für den Spieler günstig platziert.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1700883
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    Smalltown Killers

    Ole Bornedal liefert einen Film ab, der sich nahtlos in die Filme der dänischen Box einreihen, über die ich schon geschrieben habe. Sogar die Darsteller kennt man zum grossen Teil aus diesen Streifen. Vermutlich ist die Auswahl in Dänemark begrenzt. Macht aber nichts, hier wird ein Schmankerl nach dem anderen geboten und der schwarze Humor, den man aus Dänische Delikatessen u.a. kennt, trifft auch hier wieder genau den richtigen Ton. Dabei stellt sich einmal mehr Ulrich Thomsen als einfach brillanter Komödiendarsteller heraus. Sein Timing ist einfach perfekt, die Pointen sitzen.
    Wie so üblich dauert es nicht lange, bis Irrungen und Wirrungen das kleine Dorf heimsuchen und Killer aus dem Ausland eingeflogen werden. Das Ende ist dann wiederum typisch versöhnlich und ich würde es als eine typisch dänische Eigenheit beschreiben. Zumindest bislang waren alle schwarzhumorigen dänischen Filme in der Art. Macht definitiv Lust auf mehr. Der Regisseur dürfte Genre-Fans von Nightwatch bekannt sein, dessen Amiremake (Freeze – Alptraum Nachtwache) mit McGregor er gleich selbst gedreht hat.
    Fazit: Launiger Film, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Für Fans von Adams Äpfel und anderen “dänischen” Delikatessen.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1700407
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    Zum Glück bleibt es in der Familie

    Christian Clavier, hier am ehesten bekannt als Asterix aus den Realfilmen mit Depardieu als Obelix, kehrt mit seinem Zeitreise-Buddy Jean Reno zurück. Die Komödie atmet den selben Geist wie vergleichbare französische Familienkomödien. Hier soll ein Kind adoptiert werden aus Thailand. Dumm nur, dass homosexuelle Paare nicht als verheiratetes Paar in Thailand durchgehen und somit die Adoption ausgeschlossen ist. Hilfe kommt in Form der Familien-Nervensäge des Bruders einer der beiden Frauen. Er soll mit der Freundin der einen ein Ehepaar abgeben und so die Behörden hinters Licht führen. Jean Reno spielt den Arzt, der über die Adoption entscheidet.
    Wie für solche Komödien üblich, trampelt der Vater in spe in sämtliche Fettnäpfchen, sowohl kultureller wie sonstiger Natur. Clavier wirkt dabei wie die French-Version von Joe Pesci aus dessen älteren Filmen, also ein Ekelpaket, das man dann doch irgendwie ins Herz schliesst. Der Unterschied zur Ami-Komödie – ein Amimake würde mich nicht wundern – ist sicherlich im Fehlen von Fäkalwitzen festzumachen. Die französische Komödie lebt sehr stark von Situationskomik, gepaart mit verbalen Auseinandersetzungen. Das funktioniert hier auch recht gut.
    Ich würde nicht soweit gehen, dass jede Pointe sitzt, einige Situationen sind auch stark übertrieben, aber im Grossen und Ganzen ist es sehr unterhaltsam gewesen. Eine richtige Gute Laune Komödie mit gut aufgelegten Darstellern in einem exotischen Setting. Für Fans von Filmen wie Daddy Cool, Mambo Italiano usw.

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1700404
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    Ich will niemandem zu Nahe treten, aber Fifa 21 installiert man am besten da, wos hingehört, im Papierkorb. ^^

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1700401
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    Motherless Brooklyn

    Das Regiedebüt von Edward Norton. Willis Name auf der Verpackung schreit zwar wieder Mogelpackung, was nicht von der Hand zu weisen ist, seine Screentime ist verschwindend gering, aber das war mir beim Kurzabriss der Geschichte schon von vornherein klar.
    Der Film basiert auf einem Roman, wurde von Norton aber zurückverlegt in die 50er Jahre. Ich vermute mal, damit man ein stylisheres Noirfilm-Setting hat. Leider merkt man Norton an, dass er kein Regisseur mit Erfahrung ist. Seine Inszenierung bewegt sich kaum abseits von Formelhaftigkeit, ohne dass er eine entsprechende Wirkung entfaltet, die mit diesem Asset möglich wäre. Ein bisschen Jazz Musik macht noch keinen entsprechenden Pulp-Streifen aus jener Ära.
    Bei den Darstellern kann Norton aus dem Vollen schöpfen. Michael Kenneth Williams, William Defoe, Bobby Canavale und Alec Baldwin sind Charakterdarsteller, die sehr gut in das Setting passen. Und sie tragen auch wesentlich zum Film bei. Hier spürt man durchaus Nortons Herkunft als Darsteller. Er räumt den Szenen auch viel Zeit ein. Zu viel Zeit mMn. Der Film hätte einfach stark gestrafft werden können, denn substanziell hat er nicht viel Speck auf den Knochen. Der Plot ist schnell abgehandelt und ist nicht annähernd so komplex wie ein Chinatown, L.A. Confidential oder dgl.
    Die Thematik wäre aber sogar recht aktuell, darum ist es irgendwie noch unverständlicher, warum es dieser Zeitreise bedurft hat.
    Suspense ala Departed darf auch nicht too much erwartet werden, da fehlt es auch noch an Erfahrung.
    Wo sich die Geister vermutlich am meisten scheiden werden, ist Nortons Darstellung eines Tourette-Kranken.
    Einerseits ergeht er sich da oft in einer Art niederem Humor und verliert dadurch seinen realistischen Anstrich, andererseits wirkt die Krankheit auch kein Stück eingebettet in die Handlung. Sie ist eher nerviger Begleiter und am Ende gibts auch keine Conclusion in der Art von, ohne die Krankheit wäre der Fall unaufgeklärt geblieben. So nach dem Motto ein Blinder, der mehr sieht als der Rest. Zwar verfügt die Figur über ein Fotogedächtnis, ob das was mit der Krankheit zu tun hat, darf angezweifelt werden. Oder Norton scheint Autismus und Tourette zu verwechseln.
    So bleibt es eher eine nervige Attitüde, die die Hauptfigur auch nicht wirklich ambivalenter macht. Vielleicht war Norton die Rolle sonst zu langweilig und wenig fordernd. Denn wirklich am Limit geht sie nicht.
    Was ferner etwas befremdlich anmutet, ist die vermeintliche Erpressbarkeit des Gegenspielers. Gerade in der Ära, in der der Film spielt, wäre das nicht mal ein Sturm im Wasserglas, da es sowas wie DNA-Tests oder dgl. noch nicht gibt und es auch unwahrscheinlich wäre, jemand mächtigen zu Zugeständnissen zu zwingen.

    Das Fazit fällt für ein Regiedebüt vergleichsweise milde aus. Norton hat sich mMn einfach etwas übernommen. Pacing, Szenerie, Spannung, das sind nicht die Stärken des Films. Die Darstellerleistungen vermag er aber abzurufen im Ensemble. Das Lernpotenzial ist entsprechend gross. Sollte er sich wieder an einen solchen Film wagen, dann lieber kompakter mit mehr Fokus.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1700400
    ChrisKongChrisKong
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    Underwater

    Erwartet hab ich einen Creature-Horrorfilm im Stil der Alien-Reihe, the Thing oder aktueller Life. Und genau das liefert der Film auch ab. Dabei startet er sehr unvermittelt, was mal erfrischend war. Anstatt jeder Figur irgendwelche Backgrounds aufzuschwatzen, legt man gleich mit dem Chaos los auf der Unterwasserstation. Der Film schafft es dabei sehr gut, das Tempo und die Spannung über die gesamte Laufzeit aufrecht zu erhalten. Dabei bewegt er sich natürlich auf recht ausgetrampelten Pfaden, es passiert eigentlich kaum was, das man nicht erwartet hätte. Oh, auf der Karte ist eine Station, die aber verlassen ist, steuern wir nicht an. Ist ja klar, dass man dann doch dorthin gelangt auf Umwegen. Das heisst die Mechanismen solcher Filme sind stark in der DNA verankert. Aber das ist auch in Ordnung und hat mich kein bisschen gestört. Als Fan solcher Filme kriege ich hier einfach gutes Futter.
    Aussehen tut der Film grandios. Die Settings wirken schön detailliert und das klaustrophobische Gefühl war zum Teil extremer als in Filmen wie the Descent, den ich auch sehr schätze.
    Tonal gibts ebenfalls auf die Zwölf. Es rummst und kracht an allen Enden, wenn die Keppler-Station langsam in sich zusammenfällt.
    Der Gore-Faktor ist überschaubar, da wird auch mal weggeblendet. Von den Kreaturen sieht man mMn vielleicht schon fast wieder zu viel.
    Insgesamt also eine runde Sache? Hmm, bemängeln würde ich nur zwei Punkte, die mich persönlich etwas gestört haben. Zum einen wäre das das Einleiten einer speziellen Sequenz, die so easy-peasy läuft ohne irgendwelche Sicherheitsprotokolle, das wirkt leider total unglaubwürdig und ist vermutlich dem Tempo geschuldet.
    Das andere ist, warum muss zum Ende, wenn der Abspann eingeleitet wird, so ne RnB-Mucke laufen? Atmosphärisch orientiert man sich klar an den Klassikern, und der Score gehört da für mich konsequent bis zum Ende durchgezogen. Das unangenehme Gefühl darf auch ruhig übers Ende hinaus bestand haben. Gerade the Thing ist in der Hinsicht ein Meilenstein. Sicher, die meisten wird das kaum kratzen, aber ich nehm das wie einen Bruch in der Tonalität wahr. Ähnlich wie ich die Endsequenz in Krasinskis A Quiet Place als Atmo-Killer empfand. Hier sind Regisseure wie Carpenter und Cameron ihren Nachfolgern einfach klar überlegen.
    Meine Empfehlung, Licht aus, Anlage aufdrehen und geniessen.

    als Antwort auf: PlayStation 5 Talk #1700379
    ChrisKongChrisKong
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    Bald sind wir soweit, dass wir vor jeder Spielsitzung Häkchen setzen müssen, was wir möchten und was nicht. ^^

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1699978
    ChrisKongChrisKong
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    Ip Man Zero

    Das obligatorische Prequel könnte man sagen. Nett erstmal, dass bekannte HK Grössen wie Sammo Hung und Yuen Biao mit dabei sind und damit zwei Drittel des Jackie Chan Power Trios. Verzichten muss man hingegen auf Donnie Yen, auch ein Cameo als ältere Version von Ip Man bleibt aus.
    Die Kung Fu Action ist ansprechend choreografiert, ohne die Genregrenzen neu auszuloten. Da hat man definitiv schon stylishere Haudrauf-Szenen gesehen. Die Geschichte ist simpel gehalten, im Kern geht es darum, dass die Kampfsportart sich entwickeln muss, auch wenn gegen Widerstände von Tradition und Kultur. Hier wird die Festgefahrenheit skizziert und der Film versteckt seine Botschaft nicht wirklich subtil.
    Die Bedrohung durch die Japaner ist ebenso präsent. Diese werden aber extrem Stereotyp als ein Haufen Gauner dargestellt, die alles und jeden bestechen wollen. Differenziert geht anders. Das machen andere Streifen durchaus besser, auch wenn die Animositäten zwischen Japan und China in den Filmen immer latent vorhanden sind.
    Bleibt unterm Strich ein Ip Man Prequel, das für Fans der Reihe sicher interessant sein dürfte, im Gros der ganzen Wuxia-Streifen aber für sich genommen nix Besonderes darstellt. Unterhaltsam fand ich es trotzdem, auch wenn das teils übliche Knallchargentum wie ein Rückschritt in der Kunst der Darstellung wirkt.

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