ghostdog83
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ghostdog83Teilnehmer
ghostdog83TeilnehmerGrundsätzlich positiv anzumerken wäre wohl, dass die Folge genau das eingehalten hat, was zu erwarten war – im Guten wie im Schlechten somit auch nicht mehr enttäuschen konnte, wie einige der Folgen davor.
Die Regie von Rodriguez war wieder einer der Schwachpunkte an der Folge. Erschreckend, wie amateurhaft manche Szenen wirken, als wenn jemand mit viel Geld und ohne Talent seinen Traum erfüllen durfte, einmal was im Star-Wars-Universum drehen zu dürfen. Unverständlich mit Blick auf seine Vita.
Hätte jemand früher mal behauptet, in einer Live-Action Serie würde Boba Fett auf einem Racor reiten, gegen Scorpenek-Annihilatordroide inmitten von Mos Espa kämpfen und am Ende ein kleiner “Yoda” neben diesem Geschöpf einschlafen, so hätte ich denjenigen wohl für verrückt erklärt. Für mich, neben den kleinen Momenten mit Grogu, das Highlight an der Folge. Heutzutage scheint das aber nicht viel zu bedeuten, wenn man die Reaktionen im Netz sich so anschaut. Wie sich die Zeiten ändern.
Die Szene mit Shand, wo sie die feindlichen Anführer tötet, war wirklich billig in ihrer Art und Weise diesen Konflikt (vorläufig) zu beenden. Hinzukommt der Umstand, dass die Schauspielerin am Ende unfreiwillig komisch dargestellt wird, wie sie sich aus der Szene entfernt, woran ich dem Regisseur die Hauptschuld gäbe. So was wäre Rodriquez früher nicht passiert. Im Schneideraum muss zudem was schiefgelaufen sein. Der Schnitt hätte sehr viel früher gesetzt werden müssen. Überhaupt wirkt die Folge wie mit der heißen Nadel gestrickt. Womöglich liegt die Ursache auch im Termindruck.
ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1732880]Gibt es dort btw. nur auf Englisch. Mittlerweile passt das Figurenalter nicht mehr zu den Büchern, die eine sehr lange Zeit überspannen.[/quote]
Wird wohl mit Ursache sein, warum die Serie mit der 5. Staffel enden wird, obwohl noch genug Buchmaterial vorhanden wäre, um weitere Staffeln produzieren zu können.
ghostdog83Teilnehmer
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1732857][/postquote]
Ich bin auch schon sehr gespannt darauf, wohin die Reise diesmal geht.

ghostdog83TeilnehmerHerzlich willkommen in unserer kleinen Runde. 😀
ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1732617]Also wenn er so rückslchtsvoll wäre, dann würde er nicht jemanden mit klar kindlichem Gemüt zu so einer Entscheidung zwingen. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Wenn er selber schon von dem möglichen Alter weiss, das Grogu erreichen kann, wird er selber wohl mehr Zeit einräumen müssen, bis Grogu die Reife hat, eine solche Entscheidung definitiv zu treffen. Seit Beginn benimmt sich Grogu wie ein Kleinkind.[/quote]
“From Lone Wolf and Cub (子連れ狼), the 1970-1976 manga series written by Kazuo Koike and illustrated by Goseki Kojima.”
https://twitter.com/PhilSzostak/status/1490073941989216257/photo/1
ghostdog83Teilnehmer@nightrain
Ehrlich gesagt befasse ich mich nicht mehr großartig mit Star Wars, was über den Mandalorianer hinausgeht bzw. keinen Bezug darauf nimmt, da ich über die Jahre mehr und mehr das Interesse verloren habe, angefangen bei der Prequeltrilogie, sodass mich diese Ungereimtheiten infolge der logischerweise weiteren Auswertung der Marke wenig bis gar nicht stören. Je länger das Produkt weiter läuft, desto mehr wird die Lore auch darunter leiden.
Meine Leidenschaft für irgendeine Reihe hat sich auch seit dem Ende von Game of Thrones deutlich abgekühlt – bevor ich wieder meinen Enthusiasmus in etwas Neues investiere, muss es von Anfang bis Ende zu überzeugen wissen, ohne das Erbe später aus kommerziellen Gründen mit Füßen zu treten. Was heutzutage wohl eher schwierig ist, wenn der Erfolg mit Folgeprodukten auch weiterhin in Aussicht steht.
Das Einzige, worauf ich derzeit wirklich noch brenne, ist das Ende von Better Call Saul. Für mich das wohl positivste Beispiel der letzten Jahre, einen inneren Kosmos nicht nur auf würdige Weise weiterzuführen, sondern diesen in Teilen sogar auf ein höheres Niveau zu hieven.
ghostdog83TeilnehmerGrogu ist in der Serie ca. 50 Jahre alt. Zur Einordnung – Yoda wurde mit ca. 100 Jahren zum Jedimeister ernannt. Die Ausbildung kann sehr viele Jahre dauern.
Aus Sicht von Luke kann ich schon verstehen, wenn er das Training bereits zu dem Zeitpunkt beginnt, wenn er im Vergleich zu Grogu nur einen Bruchteil dessen Lebensspanne besitzt, irgendwann zu alt oder Tod sein würde, um ihn zum Jedi auszubilden, zumal es nur noch wenige in der Galaxie gibt, die ihr Wissen weitergeben könnten und die verbliebenen Kräfte des Imperiums nach wie vor eine Gefahr darstellen
ghostdog83TeilnehmerWas mir beim Thema Motivation noch einfällt:
In dem Moment, wo Cobb Vanth von Cad Bane angeschossen wird (Schulter), wird eine klare Motivation für die Bewohner von Freetown* geschaffen, wenn man das Verhalten des weequayanischen Barbetreibers berücksichtigt, der zunächst gegen eine Beteiligung an dem Konflikt ist, aber in dem Moment, wo Vanth am Boden liegt, mit seiner Mimik eine klare Änderung seiner Haltung zum Ausdruck bringt.Diese eine Szene hat mehr Gewicht im Bezug auf ein Motiv als die ersten vier Folgen Boba Fett in ihrer gegenwärtigen Handlung.
*Der Name der Stadt sagt ja im Grunde schon alles darüber aus, wie diese Menschen denken und leben wollen
ghostdog83TeilnehmerWas bei Mando noch funktioniert hat, diese Einsilbigkeit
Hier fängt schon das Problem bei Boba Fett an – Mando verkörpert bereits die Attribute, die man von Boba Fett aus den Filmen her kennt. Es würde mich daher nicht überraschen, wenn ursprünglich mit dem Gedanken gespielt wurde, Boba Fett diese Rolle übernehmen zu lassen, um diesen wieder zu verwerfen, einen neuen Charakter einzuführen.
Wenn man mal berücksichtigt, wie oft Boba Fett ohne Helm durch die Gegend läuft, so scheint mir hier schon der Versuch unternommen wurden zu sein, den Charakter möglichst anders zu gestalten, um eine Überschneidung zu Mando klein zu halten, obwohl, wie gesagt, Mando im Typus seines Verhaltens, dem von Fett (ursprünglich) sehr nahekommt, wie man sich eine solche Figur wohl heute vorstellen könnte.
Grundsätzlich fehlt mir auch die Motivation aller Beteiligten.
Wie ich bereits geschrieben habe, fehlt mir ein klares Motiv, warum er den Thron besteigen will. Hier hätte man die Flashbackszenen mit dem Nomaden als Bogen nutzen können, aber stattdessen wurde dieser auf eine Weise beendet, die ich für äußerst unbefriedigend halte, sollte in der letzten Folge nicht noch ein paar Überlebende als Unterstützung auftauchen, vielleicht sogar mit weiteren Stämmen in Schlepptau, so wie Gandalf mit dem Heer in letzter Sekunde dem Berg herab geritten kam, um eine schon verloren geglaubte Schlacht in einen Sieg zu verwandeln.
Bei Mando ist der rote Faden durch das Kind vorhanden. Das kann man vielleicht als plump bezeichnen, funktioniert im Endeffekt aber – der gewöhnliche Zuschauer ist an dem Schicksal Grogus interessiert, möchte wissen, wie es weitergeht, ob dem Kleinen ein gutes Schicksal vergönnt sei. Dadurch entsteht eine emotionale Bindung zwischen dem Zuschauer und der Serie.
ghostdog83TeilnehmerImmer wenn der Thread erneut aufploppt, denke ich mir, ist es nun schon so weit? – und tatsächlich scheint es das zu sein. Wenig überraschend.
ghostdog83TeilnehmerIch habe ja geschrieben, fast schon, weil ich ebenso in Lukes Verhalten gegenüber dem Kind problematische Züge sehe, die dem Geschehen eine kritische Note verleit, die am Ende mit der Wahl noch klarer in Erscheinung tritt, wobei wir nicht wissen, wie gut die beiden seit dem Ende der zweiten Staffel miteinander vertraut sind, was das gegenseitige Verständnis anbelangt, Grogu vor eine solch schwierige Wahl zu stellen.
Die beiden Showrunner planen weit voraus. Daher würde ich diesen aus deiner Sicht vorgezogenen Schritt zunächst für sich stehen lassen, ein abschließendes Urteil auf einen späteren Zeitpunkt vertagen.
Rein strukturell hätte man diese Staffel auch als einen Teil der dritten Staffel von Mandolrian gestalten können, wo der Boba Fett Plot zum B-Plot wird, was in dem Fall wohl besser gewesen wäre, so dünn die eigentliche Erzählung am Ende ist. Die Flashbackszenen sind da im Endeffekt nur ein schmückendes Beiwerk, trotz mehr Substanz als die Gegenwartshandlung, auf das man hätte verzichten können, sollte in der abschließenden Folge nicht noch ein Bezug zum Vorschein kommen, der einen abschließende Bogen zum gegenwärtigen Geschehen spannt.
ghostdog83Teilnehmer
Die Animatronik von Grogu ist einfach nur großartig.
Insgesamt ist diese Kombination aus CGI und praktischen Effekten in den Luke/Grogu Szenen im Zusammenspiel eine der besten ihrer Art, die ich bislang gesehen habe.
ghostdog83Teilnehmer[quote quote=1732532]Luke und Grogu sind ein gutes Beispiel. Der Mando baut sowas zu Grogu auf, während Luke sich wie ein Lernbot gebärdet.[/quote]
Lukes Verhalten spiegelt das Verhalten seines Meisters wieder mit dem Unterschied, das Grogu ein Trauma durchlebt (hat) und seine Art in der frühen Lebensphase von der schweigsamen Sorte zu sein scheint. Darauf bezogen empfinde ich das Verhalten Lukes gegenüber Grogu fast schon rücksichtsvoll, zunächst Freiraum zu schaffen, die Zeichen zu deuten, zu Meditieren, um am Ende zu der Erkenntnis zu kommen, dass es auf eine Entscheidung hinausläuft, die den Weg bestimmt, ob er ein Jedi sein möchte oder nicht – die Antwort kennen wir im Grunde bereits. Zudem muss auch berücksichtigt werden, wie lange Luke dieses Leben in Abgeschiedenheit bereits verbracht hat, bevor er sich dieser Aufgabe gewidmet hat. Ich sehe das alles im Ganzen mit der eher ruhigen und besonnen Art der Jedi in sich stimmig umgesetzt.
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