ghostdog83
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ghostdog83TeilnehmerAktuell scheint sich die SPD mit der Identitätsfrage im inneren Zwiespalt zu befinden, während die CDU/CSU mit ihrer Maskenaffäre, die nur ein Symptom für das eigentliche Problem ist (Moral), selbst zu schädigen.
Da die AFD schwächelt, versucht man es mit einem Trip nach Moskau, der öffentlichen Aufschrei provozieren soll, um wieder bei der Zielgruppe punkten zu können. Ich hoffe, das geht nicht auf.
Keine guten Vorzeichen für das “Superwahljahr”
Zwei lesenwerte Artikel zu der Lage:
Der Union fehlt ein moralischer Kompass
Dass die Empörung diesmal so laut ist, hat Gründe: Erstens wird befürchtet, dass da wohl noch mehr kommen könnte. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus bangt bereits, dass weitere Kollegen in der Corona-Not ihren Reibach gemacht haben könnten. Man prüft das.
Zweitens droht der Auftakt zum Superwahljahr zum Fiasko zu werden. Umfragetiefs, Impfchaos, Testverschleppung – und jetzt noch der Maskenskandal: Aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kann die CDU keinen Rückenwind mehr erwarten.
Und schließlich die beiden möglichen Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet und Markus Söder: Diese können nichts weniger gebrauchen als eine massive Vertrauenskrise.
Die zweifelhaften Kontakte zur Wirtschaft
Deshalb ist der Aufschrei nun so laut wie sonst nur das dröhnende Schweigen in der Union zu zweifelhaften Kontakten zwischen Wirtschaft und Politik. Stellvertretend seien drei Beispiele genannt:
Gesundheitsminister Jens Spahn isst mit Wahlkampfspendern zu Abend – die bleiben mit jeweils 9999 Euro genau einen Euro unter der meldepflichtigen Spendensumme. Dann geht ein Riesen-Auftrag für den Transport von Masken ohne Ausschreibung an ein Logistik-Unternehmen in Spahns Wahlkreis – es herrscht: Stille.
Nächstes Beispiel: Die EU-Abgeordnete und CSU-Politikerin Monika Hohlmeier, Tochter von Franz-Josef Strauß, ebnet den Weg für den Ankauf von überteuerten Masken einer Schweizer Firma, zusammen mit der Tochter eines früheren Strauß-Amigos. Auch hier: Schweigen.
Und schließlich ist da die CDU-Nachwuchshoffnung Philipp Amthor. Er war nach Lobbyismus-Vorwürfen eine Weile aus der ersten Reihe verschwunden. Jetzt hat ihn sein Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gekürt. Auch das scheint kein Problem zu sein.
Es fehlen: Transparenz und moralischer Kompass
Das Lobbyregister, das die Große Koalition erst vor wenigen Tagen vorgestellt hat, musste der Union mühsam abgerungen werden. Möglich war dies nur in einer entschärften Variante. Wie und wo Lobbyisten genau versuchen, Abgeordnete zu beeinflussen, das bleibt weiter verborgen – auf Druck der Union.
CDU und CSU machen es ihren Politikerinnen und Politikern zu leicht, ein Amt für persönliche Vorteile zu missbrauchen. Und sie verzeihen zu viel. Der Union fehlt ein Kompass, fehlen parteiinterne Verhaltensregeln, die stoppen, wenn das Gewissen nicht reicht.
Außerdem fehlt Transparenz. Denn eine Ehrenerklärung der Unions-Abgeordneten wird nicht reichen, ihren Ruf zu retten. Es geht nicht nur um zwei Krisengewinnler. Es geht darum, dass die Union ihr Haltungsproblem löst: das von Macht und Moral.
https://www.tagesschau.de/inland/kommentar-union-maskenaffaere-lobbyismus-101.html
Thierse-Debatte über Identitätspolitik „Wie so oft wurde moralisiert“
Wolfgang Thierse hat eine Debatte um linke Identitätspolitik ausgelöst. Meron Mendel von der Bildungstätte Anne Frank warnt, es werde zu oft über Gefühle statt über Argumente gesprochen – mit negativen Folgen für den Diskurs.
Wolfgang Thierse hat mit einem Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen“ und einem Gespräch im Deutschlandfunk eine Debatte um „linke Identitätspolitik“ ausgelöst – und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken und ihr Vize Kevin Kühnert haben seine Unruhe offenbar soweit gesteigert, dass er kundtat, einen Austritt aus der SPD zu erwägen.
Der ehemalige Bundestagspräsident zeigte sich in seinen Wortmeldungen um die Debattenkultur besorgt. Im Einzelnen ging er etwa auf die Umbenennung von Straßen ein, die er mit der Politik in einer Diktatur verglich. Er schrieb auch, wenn Lehrende an Hochschulen Studierende fragen müssten, mit welchen Pronomen sie angesprochen werden wollten, sei das „keine Harmlosigkeit mehr“.
Inzwischen haben Esken und Thierse miteinander gesprochen und wollen das noch vertiefen, Fragen dürften aber auf beiden Seiten weiter bestehen.
Verletze Gefühle in Debatten
Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, fürchtet beim Thema Identitätspolitik, eine Fokussierung auf verletzte Gefühle von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen führe dazu, dass bestimmte Debatten womöglich nicht mehr so stattfinden, dass die Chance besteht, dass sich die Menschen aufeinander zu bewegen würden.
„Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Debatten, wo von Anfang klar wird, das wird nicht konstruktiv enden, sondern ganz im Gegenteil: dass die beiden Lager sich unversöhnlich gegenüber stehen werden“, sagt der Mitherausgeber des Buches „Triggerwarnung“.
„Wir erleben immer mehr, dass statt über Argumente über Gefühle und Verletzungen gesprochen wird, und wir verlieren langsam – oder schneller – die Möglichkeit, eine sachliche Debatte zu solchen Themen zu führen.“
Öffentlicher Raum – kein Safer Space
In diesem Sinne argumentierte auch Ulrike Ackermann in unserer Morgensendung: „Es wird nicht eine Auseinandersetzung geführt mit dem Argument, dass man einer bestimmten Position mit einer anderen Position begegnet, sondern – und das ist das Fatale der Identitätspolitik – dass vornehmlich aus der Herkunft heraus argumentiert wird“, sagt die Politologin und Soziologin. „Das heißt, aus einem Opferstatus heraus, der dann die verletzten Gefühle zum Thema macht und nicht mehr die Argumente.“
Mendel wiederum findet, es sei durchaus wichtiges Anliegen der Identitätspolitik, die Aufmerksamkeit auf die Perspektive von Gruppen in der Gesellschaft zu lenken, deren Stimmen nicht gehört würden und die marginalisiert würden.
Aber, so Mendel: „Es ist schwierig, wenn die Erwartung geweckt wird, dass der öffentliche Raum ein Safer Space wird, wo ich nur Inhalte höre, die mich nie verletzen werden. Das ist zwar wünschenswert, aber nicht realistisch.“
Unerhörter Debattenwunsch Thierses
Er habe den Text von Wolfgang Thierse in der Frankfurter Allgemeinen so gelesen, dass der 77-Jährige sich wünsche, aus der Sackgasse der Identitätspolitik herauszukommen – „an einigen Stellen zwar ungeschickt“, so Mendel, „aber da habe ich nicht den Unwillen gesehen, sondern den Wunsch nach einer Debatte.“
Der Debattenwunsch sei aber nicht aufgegriffen worden, sagt Mendel mit Blick auf Saskia Essen und Kevin Kühnert, „sondern es wurde wie oft in solchen Debatten moralisiert“.
Mendel bemängelt das Verhalten der prominenten SPD-Politikern: „Auf die Argumente wurde nicht mit Gegenargumenten – und es gibt gute Gegenargumente – reagiert, sondern es wurde behauptet, man schäme sich.“ Damit sei der Diskurs von einer Sach- auf eine Gefühlsebene gehoben worden, was in seinen Augen nicht zuträglich sei.
„Teile der Identitätspolitik – die problematischen – schauen gerade nicht auf die Argumente, sondern es reicht, dass es ein weißer, alter Mann ist, der spricht, damit ihm das Recht abgesprochen wird, bestimmte Argumente vorzubringen.“
Identität der SPD
Bascha Mika sagte in unserer Sendung „Studio 9 – der Tag mit …“, es gehe bei den von Thierse aufgeworfenen Fragen um die Frage der Identität der SPD, denn dahinter stehe die Frage: „Sind Fragen von Kultur und Zugehörigkeit wichtiger als verteilungspolitische Fragen – geht es eher um das Soziale und Ökonomische oder geht es um Identitätsfragen, die durch ethnische, soziale oder sexuelle und kulturelle Merkmale bestimmt sind?“
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1710480][/postquote]
Tut es.
[quote quote=1710150]Heftig… unvorstellbar, wie schwierig das für die beiden gewesen sein muss und wie erst ihrer Tochter gegangen sein muss, das es soweit kam. Bin selbst zweifacher Papa, glaube ich würde an so einem Schicksalsschlag zerbrechen. Wahnsinnig stark, wie er und seine Frau weitermachen und sich für die Suizid-Prävention stark machen![/quote]
Die Fertigstellung des Snyder Cuts ist für beide daher auch eine Herzensangelegenheit (Freitod der Tochter während der Produktion damals). Snyder verdient auch keinen einzigen Cent am fertigen Cut.
Einfluss auf meine Erwartungshaltung hat das aber nicht. Der Film wird qualitativ wohl keinen großen Sprung mehr machen. Was bisher bekannt bzw. zu sehen ist, spricht nicht für den Film.
ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1710476][/postquote]
Das wäre meine nächste Frage gewesene. Aber du kennst die Antwort.
ghostdog83TeilnehmerDas hatte ich bereits einige Kommentare davor geschrieben. Snyder hat den Film in dem Format für IMAX gedreht.
Hier ein Vergleich:

ghostdog83Teilnehmer[postquote quote=1710474][/postquote]
Quelle?
ghostdog83Teilnehmer
Ich kann mich nur wiederholen. Wie können Frauen auch nur in Betracht ziehen, diese Partei zu wählen?
edit:
Originalquelle, wer es schlecht lessen kann:
https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/157715864_3911576508863302_847885098131689451_n.jpg?_nc_cat=1&ccb=1-3&_nc_sid=973b4a&_nc_ohc=i7MNrSRlA3AAX9eAy1J&_nc_ht=scontent-dus1-1.xx&oh=11a4554f6d544589504e866c7b452274&oe=606E7646
ghostdog83TeilnehmerSteppenwolf hat schon bessere Tage gesehen:

Zwar ein Spoiler, aber einer mit richtig schlechter CGI:
[video src="https://i.imgur.com/VLMrDa5.mp4" /]
ghostdog83TeilnehmerHBO hat aus Versehen den Snyder Cut veröffentlicht, indem sie den Film statt Tom and Jerry zum Streaming angeboten haben.

ghostdog83Teilnehmer“Der Chefredakteur der »Bild«-Zeitung, Julian Reichelt, sieht sich mit einer Compliance-Untersuchung im eigenen Haus konfrontiert. Die Vorwürfe sollen wiederholtes Fehlverhalten gegenüber Frauen betreffen.”
“Rund ein halbes Dutzend Mitarbeiterinnen hatten dem Medienhaus Vorfälle aus den vergangenen Jahren angezeigt, derzeit kümmert sich ein Team unter der Leitung von Chief Compliance Officer Florian von Götz um die Aufklärung der Sachverhalte.
Unter anderem geht es bei der Untersuchung um Machtmissbrauch und die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen. In einzelnen Fällen soll sich Reichelt möglichen Vorwürfen von Nötigung und Mobbing stellen müssen, wie mehrere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichten. Das genaue Ausmaß der Compliance-Untersuchung ist derzeit noch unklar.”
Bei dem Stil, den das Blatt pflegt, überrascht mich das nicht.
ghostdog83TeilnehmerDas wusste ich nicht.
Wenn ich mir die Einträge auf Wikipedia so durchlese, scheint der Herr Professor einer der weißen alten Männer zu sein, dem die Migrationspolitik ein Dorn im Auge ist und der eine sagen wir mal sehr konservative Vorstellung davon hat, wie das Bild der Frau zu sein hat.
Es gibt Menschen, die sind zu jedem freundlich und hilfsbereit, solange die betreffende Person die richtige Hautfarbe, Religion und/oder Weltanschauung hat. Das lässt sich um weitere Faktoren beliebig fortsetzen (u.a. Bekanntschaft).
ghostdog83TeilnehmerIn Europa müssen User ab sofort bei Erwachseneninhalten bei Youtube ihr Alter per (European) identity card oder Kreditkarte verifizieren:
https://blog.youtube/news-and-events/using-technology-more-consistently-apply-age-restrictions/Hier berichtet ein Betroffener:
Youtube will start to demand ID / credit cards information from European users. from privacy
ghostdog83TeilnehmerEin Lego Youtuber wird als Reaktion in Zukunft nicht mehr nur Lego Produkte vorstellen, sondern auch die der anderen Hersteller:
Lego hat somit selbst Fanboys zum Umdenken bewogen. In dem Fall einer mit einer relativ jungen Zielgruppe. Genau das, was Lego unbedingt verhindern wollte. Junge Menschen sollen nach deren Ansicht nur mit Lego heranwachsen, dann als Erwachsene, mit mehr Kaufkraft, als markentreue Kunden erhalten bleiben, die das an ihre Nachkommen weiterreichen.
7. März 2021 um 14:09 als Antwort auf: Heute schon gelacht? Der Sketche und lustige Videos Thread! ? #1710336
ghostdog83Teilnehmer— ABEER999 (@Abeerwehbee) March 5, 2021
ghostdog83TeilnehmerIch bin aktuell bei Folge 6. ?
Bis jetzt besser als der zweite Film. ?
ghostdog83TeilnehmerSo typisch Mensch. Wenn die Normalität einkehrt, werden wohl viele der während der Coronakrise angeschafften Haustiere ihr neues Heim wieder verlieren, weil sie nicht mehr gebraucht werden, zur Last fallen, nicht zum Lebensstil passen. Aber Hauptsache man hat von den Tieren während dieser Zeit profitiert.
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