Heavy Fucking Metal

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  • #1775166
    genpei tomategenpei tomate
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    Paradise Lost Icon 30 Anniversary Live 2023

    Kann mir jemand die Uhrzeit in Erinnerung rufen, als den Metal-Freaks, Anfang der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, mit der “Gnade” der Fernsehproduzenten, “erlaubt” war, Heav-F-M mit Ton UND Bild aus einer Röhre zu hören? Ich meine, es müsste am Sonntag zu Montag um Mitternacht gewesen sein: Ein paar Stunden “Krach” mit Videos, Interviews und Allerlei rund um das Thema Gitarrenverzerrte Musik etc. als Kontrastprogramm, zu der für meinen Geschmack miserablen Beschallung der Mainstreammedien.
    Die Sendung hieß “Headbanger s Ball” und war mit dem Konsum der Sonntags-Radiosendung-Institution “Wildside” und dem dauer-Belagern meines Plattengeschäfts “Hot Shots Records” die einzige Möglichkeit, an “hartem Stoff” ran zu kommen.
    Bis auf das Plattengeschäft, das sich zum Glück bis heute gehalten hat, sind die anderen zwei längst Geschichte und im “Internet” aufgewachsene Menschen können sich natürlich gar nicht vorstellen, was das in der Hinsicht für Zeiten waren.
    Auf jeden Fall entdeckte ich zu der Zeit, im Jahr 1993, die britische Pioniere Paradise Lost, die bis dahin den Begriff “Gothik Metal” zwar geprägt hatten, aber glücklicher-Weise nie so kitschig klangen, wie alle Nachahmer, die die Atmosphäre von Nick, Greg und Gefolge reproduzieren konnten, wenn man die großartigen, ebenfalls aus England stammenden Anathema und My Dying Bride ausklammert.
    “Icon” ist 30 Jahre alt geworden, eines der wenigen Alben, die, Stimmung vorausgesetzt, mich nie langweilen und mit dem ich auch privat viele Erinnerungen verbinde.
    Das Video oben hat ein Fan anlässlich der gerade stattfindenden Tour der Briten aufgenommen und Fun Fact: PL habe ich in den Neunzigern zwei mal Live gesehen und ich fand sie gut, aber so gut wie oben klangen sie nie, meine ich, und die Herren gehen auch noch auf die 60 zu.

    #1775168
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    Damals war der Metalzirkus auch für mich was ganz Besonderes. Ich sah zudem Katatonia in der Reihe der seriösen Gothic Bands, die Du aufgestellt hast. Icon war damals AAA. Auch der Nachfolger Draconian Times war und ist gigantisch. Danach wurde es mir zu poppig.

    Vor einigen Jahren sah ich Paradise Lost live und sie spielten irgendwas was von der Draconian Times. Neben mir stand ein in Leder gefülltes Pärchen, denen ich erzählte, dass ich das Album als Promoversion einen Monat vor Release zum 18. Geburtstag geschenkt bekam. Ihr Kommentar dazu war: “Da waren wir noch nicht geboren.” 😅

    Seit dem Konzert haben Paradise Lost für mich an Ansehen verloren. Dem Gig fehlte jede Leidenschaft. Ich hatte das Gefühl, die einzige Motivation war das Geldverdienen. Vor allem Nick Holmes war nicht bei der Sache. Vielleicht war mein Urteil zu hart für eine Momentaufnahme.

    My Dying Bride sind für mich die echte Depriband der Auflistung. 1995 hatten sie mich als Vorband von Maiden trotz Vorfreude noch kalt gelassen, aber später wurden sie ein Tränengarant.

    #1775174
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Viel härter als du ins Gericht mit PL Lost ging ich, ehrlich gesagt, als sie weder Fisch noch Fleisch waren: Ihre Depeche Mode Phase hatten sie hinter sich und die Platten ab “Believe in Nothing” klingen nach einer halben Rolle Rückwärts, und konnten den Spirit von Icon und Draconian nicht einfangen. Was in dem Fall, wie bei allen Metal Bands auch ne Frage des Produzenten ist, Simon Efemey war in den Neunzigern echt magisch, finde ich.
    Aber sehr gute Songschreiber waren Homes/McIntosh immer und heute kann ich ne Scheibe von denen wie “Host” genießen, ohne irritiert zu sein, dass der Name PL auf dem Cover prangert.
    Übrigens: Dieses Jahr haben Holmes/McIntosh ein Projekt namens “Host” gemacht, ganz nach dem Sound der damaligen PL Platte. Sie Könnte gut sein, ich habe mich aber noch nicht mit ihr beschäftigt.

    Katatonia…mhmm…fangen bei mir mit “Last Fair Deal…” an und hören dann schon auf, meine Nerven für diese Art Musik ( und davon habe ich mit Lacuna Coil, Moonspell, Heavenwood etc. etliche anderen noch konsumiert) waren am Ende und ich begann SEHR intensiv noch mehr “echten” Death Metal zu hören und war zu dem Zeitpunkt auch noch zum Dream Theater Fanboy mutiert, da ich aus der Band die Wurzel meiner Prog-Kindheitsmusik heraus hörte.
    Katatonia sah ich im Vor-Programm von Porcupine Tree und waren so richtig schlecht, was aber nichts daran ändert, dass “Last fair…” ein 10 out of 10 Album ist!


    Paradise Lost “Beneath broken earth” 2015 Ne Walze vor dem Herr, wenn ihr mich fragt!

    Bald auch 10 Jahre alt und eine damaligen Verbeugung/Rückbesinnung von PL auf ihre Anfänge,als sie 1989 ihre selbst-betitelte Deth/Crust-Gemisch Platte herausbrachten.
    Nick hielt ich immer für eines der besten Grunzer im Death Zirkus und das Stück oben haben die “Jungs” eingespielt, als der Sänger nebenbei bei den Deathern Bloodbath Platten eingespielt hat und dort anscheinend “Blut” geleckt hat, um daraufhin seine Stamm-Kombo mit dieser Energie wieder zu beleben.
    Nebenbei hatte auch Greg, der Gitarrist, mit Valleynfire ein ähnliches Projekt ins Leben gerufen und Fun Fact: Er kann genau so garstig vorm Mikro Grunz-Gurgeln, wie sein Kumpel in seiner Hauptband!

    #1775175
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Tja, ihr seid halt alt. Quasi die Statlet & Waldorf des Metal.

    #1775177
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    Selber!

    Valleynfire mag ich. Holmes bei Bloodbath war richtig mau.

    Genau wie Last Fair Deal… . Da fand ich Katatonia schon albern. Die ersten beiden Alben sind der echte Shit. Und das sage ich nicht nur als Ex-Åkerfeldt Fanboy.

    Wild Side war damals geil. Ich habe viel mitgeschnitten. Leider hat Frank zu oft in die Songs reingelabert; ist heute kultig. Nach der letzten Sendung habe ich etwas heulen müssen. Seitdem ist When The Crowds Are Gone einer meiner Lieblingssongs und für meine Beerdigung gebucht.

    #1775179
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Ich meine Akerfeld war nur sehr kurz bei Katatonia. Die erste Alben hätten mir in den Neunzigern besser gefallen, entdeckt habe ich sie erst bei Lfdgd. Allgemein kann ich mir den Sound kaum noch geben.
    Im Moment höre ich nicht sooo viel Musik, eher hören mich die Nachbarn Grunzen, da Demons Souls auffe Ps5 mich dazu bringt, zur Bestie zu werden und Holmes und Kumpels wie Lämmchen dagegen klingen! 😉

    #1775181
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    Genpei macht Battle Metal.

    Ja, Katatonia ist eine dieser quasi typischen Frühneunzigerbands. Und wie viele andere sind sie abgedriftet und haben bei der Erfindung der Hipster geholfen.

    #1775183
    Anonym
    Inaktiv

    Bin durch die Suche nach den letzten Samsas Traum Alben auf diese Kombo gestoßen. Schon seit den 70ern im Einsatz. Gingen als Untermalung zur Arbeit gut ins Ohr:

    #1775185
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Das sind Landsmänner von mir und Urgesteine des italienischen Rock/Metal/Callitwhatever.
    Klangen früher mehr wie eine Mischung aus den Black Sabbath/Ramones mit Gothik/Horror Touch. Nie mit denen warm geworden auch wenn sie historisch ihren Rang haben.
    Übrigens stehen die zwei berüchtigten Buchstaben im Bandnamen für die Initialen des Bandbegründers, auch wenn sie speziell früher kontrovers aufgenommen wurden.
    Leider entgeht dir der Witz, dass in der Band zwar alle englische Namen Tragen, die aber “ver-englischte” Versionen ihrer echten sind, da ist Steve Sylvester noch harmlos. 😉

    #1775186
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Monty
    Gehört zwar nur bedingt hierher, aber ja, mir ist heute aufegefallen dass Doom morgen 30 wird und meine erste CD ACDC live at Donington war. Also irgendwie bin ich nicht mehr ganz jung.

    #1775576
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    #1776183
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer


    Plini und Kiko Loureiro machen ein Lied zusammen? Wäre nie im leben darauf gekommen, dass die zwei Virtuosen je etwas zusammen machen würden, aber:
    Plini hat bereits Päpstlichen Segen von Steve Vai erhalten ( “Thanks to Plini, the future of instrumental Guitar Music is in best hands!” ) und Kiko ist jetzt eh frei von Mustaines Direktiven, was seine Musik angeht.
    Feine Zusammenarbeit bei der ich Lust dazu bekomme, dass mehr davon stattfinden.

    #1777054
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Hier läuft die letzten Wochen erstaunlich oft Jailbreak von Nervosa. Die brasilianische Girl Group kann in aktueller Besetzung schon was. Stabil.

    Nur schade, dass die Vorgängeralben da nicht mitkommen. Aber hey, mal gucken was die Damen noch so auf die Beine stellen werden.

    #1777711
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer


    El Estepario siberiano 4 Pedalen Bassdrum simultan
    Der Bursche, der längst von Profis geadelt wurde, für das neu-Erfinden des Schlagzeugsspiels bringt mich auf eine Idee: Devin Townsend soll das Video sehen und SOFORT den Drang verspüren, Strapping young Lad zu reanimieren, El Estepario zu rekrutieren und “City 2” aufnehmen!!
    400 Bpm!! Ich will sehen, was seine Fans ihm zustecken, das er spielen soll, fortan glaube ich zumindest, alles im Metal-double-Bass Bereicht klingt einfach so viel besser, wenn es ver-vier-facht wird! OMFG!!

    #1778109
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    Ohne Worte.

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