Bastian 1984
Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
Bastian 1984TeilnehmerUnd mein Leibelingsremix zudem Klassiker
[youtube]sskFhQxbP6o[/youtube]
Bastian 1984TeilnehmerEin Punkklassiker
[youtube]DkxBj1N_SLU[/youtube]
Bastian 1984Teilnehmer“Es ist gelogen das Videogames Kinder beeinflussen. Hätte PacMan das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, bunte Pillen fressen und elektronische Musik hören.” (Christian Wilson Nintendo Inc: 1989)
Bastian 1984TeilnehmerAlso Kiffen ist nicht gut fürs Gedächnis, das merke ich an mir selbst. Dieses Schäden sind auch nicht mehr reperabel, ich kiffe seit fast 5 Jahren nicht mehr.
Insbesondere für Menschen mit psychischen Problemen kann es sehr problematisch sein, weil es den Ausbruch verschiedener psychischer Krankheiten befördert, vor allem Psychosen. angeblich auch Schizophrenie. Es kann zu starer psychischen Abhängkeit führen, insbesondere bei depressiven Menschen. Cannabissucht ist kein Unfug, den sich konservative Spinner ausgedacht haben, ich habe sie selbst erlebt.
Und dass weiß ich nicht aus der Bildzeitung, sondern ich kenne Leute die Psychosen durchs Kiffen bekommen haben und laut einer Studie weisen Cannabiskonsumenten um 41% häufiger psychoseähnliche Symptome auf.Auch für die Lunge ist es nicht unbedingt gesund. So steht es im Verdacht chronische Bronchitis zu befördern. Und ich kenne einen älteren Kiffer, der nach Jahrzehnten Kifferei dann auch chronische Bronchitis bekommen hat.
Mag sein, dass THC teilweise als Medizin verschreiben wird. Na Und? Andere Meidkamente haben auch Nebenwirkungen, werden für bestimmte Fälle verschrieben und sind nicht einfach bloß “gesund”. Dope wird bei AD(H)S verschrieben? Ritalin auch, und das Zeug ist in seiner Molelokaularstruktur so ähnlich aufgebaut wie Kokain. Deswegen ist Koksen noch lange nicht “gesund”, nein: Es ist nichtmal nicht ungesund, es ist und bliebt ungesund. Kiffen auch.
Das Verhältnis von Cannabis zu Krebs ist ungeklärt. Einerseits steht es im Verdacht, Krebs zu befördern, andererseits soll es Krebs fördern. Mein Tipp: Erst Kiffen, wenn man schon Krebs hat…
Dazu passt: Menschen, die in der jugend mit Kiffen anfangen, haben einen im Schnitt um 8 niedrigeren IQ. Noch ein Grund, erst spät damit anzufangen, wenn der Drops schon gelutscht ist.Naja. das Kiffen Gleichgültig macht ist auch mehr als ein Gerücht…
Bastian 1984TeilnehmerDas Spiele für Kriby’s Epic Yarn oder Mario Bros Wii den Classic Cotroller nicht unterstützen, finde ich sowieso merkwürdig. Nintendo hat damit auf Millionen verkaufter Controller verzichtet, allein ich hätte dann vier statt nur eins von den Teilen. Und gerade das Steuerkreuz ist das einizig Element, bei dem das Classic Pad dem Gamecubecontroller überlegen ist, da der auch schon so ein winziges Kreuz hatte.
Ansonsten probier es halt ein bisschen aus, vielleicht gewöhnst du dich dran. Ich hatte allerdings nei Probleme damit, kann mich aber auch bis heute nicht mit der Position der Sticks am PlayStationcontroller anfreunden. Manches ist halt nicht für jeden…
Bastian 1984TeilnehmerOliver Grüner wrote:Heute spielt das Thema aber in solchen Titeln keine Rolle mehr für mich, denn beides kommt vor und hat sich etabliert. Z.B. steht ja bald Remember me auf dem Programm.
Allzu etabliert kann es nicht sein, sonst hätten die Entwickler nicht Probleme gehabt, einen Publisher zu finden. Das Spiel wurde genau aus dem Grund abgelehnt, dass eine Frau in der Hauptrolle ist. Einige Publisher sollen den Entwicklern sogar vorgeschlagen haben, es zu finanzieren und zu vermarkten, unter der Bedingung dass die Protagonistin durch einen männlichen Protagonisten ersetzt wird.
Neben Remember Me und Tomb Raider, mit der Seikone Lara, die nach ihrem Vater kommt, fallen mir nicht viele aktuelle Spiele mit weiblichen Protagonistinnen ein.
Bastian 1984Teilnehmercaptain carot wrote:Alleine schon der Scheiß bei Darwin. Survival of the fittest heißt “Das Überleben des Passendsten”, nicht “Das Überleben des Stärksten”.
Ähnlich wie Marx oder Nietzsche wurde Darwin unglaublich oft für geistige Grabenkriege auf Maulwurfsniveau (förmliche Entschuldigung an alle Maulwürfe) eingespannt, ohne auch nur das kleinste bisschen Rücksicht auf tatsächliche Aussagen dieser Personen zu nehmen bzw. unter völliger Verdrehung, Falschinterpretierung oder gar böswilliger Umformulierung dieser Tatsachen.
Bei Marx hat das z.B. dazu geführt, dass er über die ganzen Pseudomarxisten und Kommunisten damals sagte: Wenn das Marxismus ist, dann bin ich kein Marxist.
Ebenso die vermeintlich feste Rolle der Frau: Selbst wenn es ganz klare Arbeitsteilung gibt, und gerade mit Blick auf sogenannte Urkulturen ist die nicht immer so fest, dann ist die Gewichtung Mann/Frau eben längst nicht immer so fest, wie gerne behauptet wird. Im Gegenteil, es kommt erstaunlich oft vor, dass Frauen ‘die Hosen anhaben’. Auch kulturhistorisch bildet sich kein so einseitiges, klares Bild. Das reicht von matriarchalisch geprägten Frühkulturen über Frauengilden im Mittelalter (d.h. arbeitende Frauen) bis weit in die Neuzeit, wo das Bild der schwachen Frau wieder verstärkt aufgegriffen wurde. Das kulturelle Frauenbild schwankt also gewaltig und ist bei weitem nicht so einheitlich.
Bei Marx, Darwin und Nietzsche ist gleichermaßen noch das Problen vorhanden, dass sie auch Geister ihre jeweiligen Zeit waren. Daher lassen sich bei allen Dreien problematische Aussagen finden, bei allen Dreien z.B. in Bezug auf Juden oder Frauen.
Marx hätte sich aber wohl sehr für das geschämt, was in seinem Namen, bzw. insbesondere im Namen des sogenannten “Marxismus-Leninismus” so alles veranstaltet wurden ist.Nietzsche hat auch versschiedene Seiten. Sein Denken beeinflusste auf der einen Seite die Nazis, auf der anderen Seite aber auch DenkerInnen wie Michel Foucault oder Emma Goldman.
Ein von Nietzsche beieinflusster Text, der auch gut zum Thema “Damsel in Distress” passt, ist:
Emma Goldman, Victims of Morality
http://www.positiveatheism.org/hist/goldmanmor.htmVon Nietzsche selbst habe ich nur “Jenseits von Gute und Böse” und “Die Genealogie der Moral” gelesen und find einige Ansätze interessant, würde mit aber dennoch nur wenig davon zu Eigen machen.
Insbesondere bei Darwin sehe ich jedoch auch im Kern der Theorie höchst problematische Züge:
Charles Darwin wrote:Der merkwürdige Erfolg der Engländer als Colonisten, gegenüber anderen europäischen Nationen, […] ist deren »unerschrockener und ausdauernder Energie< zugeschrieben worden; wer kann aber sagen, wie die Engländer ihre Energie erlangten? Wie es scheint, liegt in der Annahme sehr viel Wahres, daß der wunderbare Fortschritt der Vereinigten Staaten ebenso wie der Charakter des Vol-kes die Resultate natürlicher Zuchtwahl sind […] Natürliche Zuchtwahl ist die Folge des Kampfes um's Dasein […] Wenn wir in vielen Theilen der Erde enorme Strecken des fruchtbarsten Landes
[…] nur von einigen herumwandernden Wilden bewohnt sehen, so möchte man wohl zu der Folgerung veranlaßt werden, daß der Kampf um’s Dasein nicht hinreichend heftig gewesen sei, um den Menschen aufwärts auf seine höchste Stufe zu treiben […] Nach dem, was wir z. B. in Theilen von Süd-Amerika sehen, scheint es, als würde ein Volk, welches wohl civilisiert genannt werden kann, wie die spanischen Colonisten, leicht indolent und schreite rückwärts, wenn die Lebensbedingungen gar zu günstig und leicht (!) sind. Bei hoch civilisierten Nationen hängt der beständige Fortschritt in einem untergeordneten Grade von natürlicher Zuchtwahl ab; denn derartige Nationen ersetzen und vertilgen einander nicht so, wie es wilde Stämme tun. Nichtsdestoweniger werden in der Länge der Zeit die intelligenteren Individuen einer und derselben Genossenschaft besseren Erfolg haben, als die untergeordneteren, und werden auch zahlreichere Nachkommen hinterlassen: und dies ist eine Form der natürlichen ZuchtwahlCharles Darwin wrote:Wir erkennen, daß das höchste Gut, das wir uns vorstellen können, nämlich die Entstehung der höheren Tiere, ein direktes Er gebnis von Tod, Hungersnot, Plünderung und dem verborgenen Krieg der Natur istzitiert nach Robert Kurz Schwarzbuch Kapitalismus, S.154-158
http://www.exit-online.org/pdf/schwarzbuch.pdfIn der Bewertung würde ich Robert Kurz recht geben:
Robert Kurz wrote:Wenn Darwin schon 1859 in der »Entstehung der Arten« die Formulierung gebraucht, »daß alle organischen Wesen einem scharfen Wettbewerb ausgesetzt sind« (Darwin 1995/1859, 100), so ist die begriffliche Übertragung ganz offensichtlich; denn distanziert betrachtet gehört schon ein hoher Grad von ideologischer Metaphorik dazu, die Verhältnisse des Tier- und Pflanzenreichs wie selbstverständlich mit einem Begriff des modernen Marktmechanismus zu belegen. Daß damit die Rückübertragung ebenso selbstverständlich angelegt ist, zeigt Darwin an derselben Stelle, wenn er zu seinem Begriff der »natürlichen Zuchtwahl« als Selektionsmechanismus bemerkt: »Indessen ist der von Herbert Spencer gebrauchte Ausdruck Überleben des Tüchtigsten besser und zuweilen ebenso bequem« (a.a.O., Hervorhebung Darwin). Dieser Herbert Spencer (1820-1903) war aber gerade ein sozialphilosophischer Biologist, der das radikale Konkurrenzdenken als »organisches Prinzip« der Gesellschaft verteidigte, was Darwin natürlich wissen (und also billigen) mußte.[…]
Hier wird deutlich, wie Darwin »gesellschaftstheoretisch« nicht nur die naturalisierende Metaphorik der Liberalen für den sozialökonomischen Konkurrenzmechanismus aufgreift, sondern die Biologisierung des Sozialen endlich sogar buchstäblich macht, indem die »Tüchtigkeit« und Leistungsfähigkeit (nach den niederträchtigen kapitalistischen Kriterien, versteht sich) nun selber als angebliches Problem der
biologischen Vererbung und »Zuchtwahl« direkt auf die Ebene von Pflanzen und Tieren zurückgeführt wird. Damit war das angebliche Naturgesetz des Kapitalismus endgültig in einen qualitativ neuen Status eingerückt: gewissermaßen von der sozialen Naturphilosophie zur sozialen Naturwissenschaft, nämlich als Unterabteilung der Biologie.captain carot wrote:Immerhin, zentralistisch geführte Religion = Elend. Ja, das ist eine Aussage, mit der ich leben kann.
Ich würde eher sagen, dass das Elend (und Unwissenheit) die Religion hervorbringt. Nur das heute zunehmend Biologismus, Verschwörungstheorien und moderner Patchworkaberglaube diese “Funktion” übernehmen. Man glaubt heute nicht mehr an Gott, sondern an die Marktwirtschaft (oder die NWO), man kauft auch keine Abässe mehr, sondern Steine im Esoterikladen oder Überkebenskits beim Koppverlag.
Das Kant Gott köpfte, wie jemand mal über ihn gesagt hatte, hat also nicht dazu geführt, dass wir heute in einer Welt leben, in der die Menschen sich vorurteilsfreie und rationale Erklärungen für ihr Umfeld suchen.
P.S.
Karl Marx wrote:Ce qu’il y a de certain c’est que moi, je ne suis pas Marxiste.
[zu deutsch: Eines ist sicher (was mich betrifft), ich bin kein Marxist.]
Bastian 1984Teilnehmerfenris21 wrote:Die Essenz stimmt aber!Bakterien haben große Probleme einen komplexen Wirbeltier die Nestwärme zu geben!
Und schau dir die Welt an!Von Nord bis Süd von Ost nach West mit Miliarden Menschen bevölkert!Das ist schon kein schlechter Schniit!
Eigentlich vermehren sich die Menschen,fast wie die Ratten.Der Mensch ist ausserordentlich erfolgreich!
[…]
Da hast du vollkommen Recht!Du willst mir jetzt aber jetzt nicht erzählen,daß besagtes Video den “Sozialen Sprengstoff” birgt,
der uns alle monatelang in den Foren beschäftigen wird?Dafür ist meiner Meinung nach die Intention des ganzen viel zu offensichtlich!
Das ist ein Promotion Konzept,was auf folgende Zutaten setzt:Man nehme eine Protagonistin,welche den Erwartungen der Zuschauerschaft diametral
gegenüber steht.Das attraktive Äußere erleichtert den ,schon frauenbewegten aber nichtso fanatischen,den Einstieg in die Welt der Agitation.
Dann ist das Thema griffig überschaubar und fast jeder hat damit zu tun!
Nüchtern betrachtet hat die Diskussion, um Rollenvorbilder in Videospielen,schon seine Berechtigung.Die Super Mario Spiele als Diskussionsobjekt zu verwenden, ist allerdings etwas viel des Guten.
Nicht zuletzt stösst mir dieser Spendenaufruf übel auf Und zwar wegen der professionellen und jugendgerechten Machart des Videos.
Sicher hat eine Diskussion Sinn!Allerdings könnten beide Seiten mit einem ,irgendwie gearteten, Konsens zufrieden sein!Wusstest du, dass alle Ameisen der Welt zusammen mehr wiegen als alle Menschen der Welt, von der Anzahl mal ganz zu schweigen? Die sind mit ihrem “Sozialmodell” also noch “erfolgreicher”. mchtes du leben wie eine Ameise? Ich sicherlich nicht…
Ich finde gerade bei Mario ist es die Diskussion wert. Den Kinder sind bei weitem beeinflussbarer als Erwachsende, und mario richtet sich auch an Kinder. Wer “No More Heroes” spielt, erkennt zumeist was Parodie ist und selbst wenn nicht, dann wird dieses Spiel an der Weltsicht eines älteren Menschen auch nicht mehr viel bewegen. Vor Mario sitzen kleine Kinder, die sehen dass die Frau entführt wird und dann von einem Mann oder emhreren Männern gerettet werden muss.
Das Mario keine richtige Handlung habe, was gerne ins Feld geführt wird, macht die Sache nicht besser. Die Werbung hat auch keine richtige Handlung und dennoch ein Wirkung. Ich glaube dieses “Nebenbeierwähntwerden” der Geschlechterrollen bei Mario wirkt stärker, weil unterbewusster.Zu den Spenden: Sie hat um 6.000$ gebeten, und 160.000$ bekommen. Sie kann ja nichts dafür, dass so viele Menschen ihr soviel Geld gegeben haben. Außerdem kann ich nicht verstehen, dass sich so viele Leute über das Geld aufregen, die ihr doch kein gegeben haben. Ob sie irgendwelche Leuten betrogen hat oder nicht, dass lass mal die Leute entscheiden, die sie finanziell unterstützt haben, es ist deren Geld. Mal davon abgesehen: Jeder kann bei Kickstarter sehen, wieviel schon gegeben wurde.Das heißt, die Leute die beim Zähler von über 6.000$ oder gar über 60.000$ oder bei fas 160.000$ gespendet haben, wussten ziemlich genau was sie tun. Ich sehe die hohen Spenden eher als Zeichen dafür an, dass es ein hohes Interesse an dem Thema gab.
Und ich finde es gut, dass das Video professionell gemacht ist. Auch dass es jugendlihe Ansprechen soll, finde ich richtig. denn diese sind Hauptzielgruppe der Industrie.
Was du mit “offensichtlicher Intention” meinst, ist mir nicht ganz klar. Ich finde es mehr als nur schade, das du mit “man nehme” suggerierst, dass man Anita “verwendet” hätte, als wäre sie als Frau nicht in der Lage eigene Entscheidungen zu treffen und ein Projekt über Kickstarter zu starten. Wer steckt denn bitte hinter dieser “feministischen Weöltverschwörung” und wenn die so mächtig sind, warum versuchen die bei Kickstarter 6.000$ zu bekommen?
Ich kann mir vorstellen. was du mit “Welt der Agitation” meinst, aber ich finde die implizite Forderung lächerlich, dass man die Videospielbranche einfach ihrerseits eine gewisse Art von Agitation und Propaganda, z.B. das Konservieren und Weitterverbreitenvon Geschlechterrollen (z.B. an Kinder und Jugendliche), kritiklos machen lassen soll und deren Ideologien und Ideologemen nichts entgegenstzen soll. Wenn man den Inhalt solcher Ideologien natürlich als “universelle Gesetze” ansieht, sieht das Ganze anders aus…
Bastian 1984Teilnehmerfenris21 wrote:Die Annahme,der Mensch könnte fröhlich seine Zivilisationen,ohne Rücksicht auf universelle Gesetzmäßigkeiten,nur mit Hilfe des aufgeklärten Geistes, betreiben ist
wohl ein Trugschluss.
[…] ist sowohl aus gesellschaftlicher sowie aus evolutionärer Perspektive völlig ohne Belang! Da wurde ein,von Menschenhirn erdachtes Gesetz umgesetzt! Das bringt den Menschen,als solchen,kaum weiter!Ich behaupte ja gerade, dass derlei “universelle Gesetzmäßigkeiten” die man erkannt haben will, Nebelbildungen des meschlichen Hirns sind. Das Fallgesetz mag ein Gesetz im naturwissenschaftlichen Sinne sein, die Rollenverteilung ist es aber nicht. Sie ist gesellschaftlich bedingt, auch wenn man sie, wie so vieles sonst das gesellschaftlich bedingt ist, angeblichen Naturgesetzen zuschreiben will. In diesem Sinne wirken derlei “ausgedachte” “universelle Gesetze” fast so erbarmungslos wie einst die (klassisch) religiösen Dogmen. Sozialdarwinistische Erklärungsmodelle sind auch ein Opium des Volkes.
Quote:Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. […]
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.” http://mlwerke.de/me/me01/me01_378.htmWas Darwin, Gesellschaft und angeblich “universelle Gesetze” angeht, empfehle ich (nochmal) das hier:
Schwarzbuch Kapitalismus, S.154-158
http://www.exit-online.org/pdf/schwarzbuch.pdf
hier eine Zusammenfassung in 3 Absätzen:Quote:Kurz sieht Darwin in der Tradition der Aufklärung und ihrem Programm der „Vernaturwissenschaftlichung“ und „Entzauberung“ der Welt. Dieses war für Kurz „in Wahrheit alles andere als befreiend“, weil sie längst an die Stelle des christlichen Gottes die Selbstzweckhaftigkeit des Kapitals gesetzt habe, was er als „Vergöttlichung der schönen Maschine“ bezeichnet, die in einem „säkularisierten quasi-religiösen Bewußtsein“ verehrt wurde.In diesem Prozess der Entzauberung bestand nach Meinung von Kurz ein „Widerspruch zwischen naturwissenschaftlicher Freigeisterei und konservativ-klerikaler Gesinnung“, der aber bloß ein „Familienzwist innerhalb des Liberalismus und seiner herrschenden Eliten“ gewesen sei. Die Freigeister hatten keine echte Aufklärung im Sinne gehabt. Sie „wollten entweder die naturwissenschaftliche Scheinaufhebung der Religion für die Eliten reservieren, während ‚das Volk‘ aus disziplinarischen Gründen weiterhin mit christlicher Glaubensdemut gefüttert werden sollte“. Oder die Ersetzung der Religion durch die Naturwissenschaft sollte „die rohe Form einer äußerlichen Gängelung der Massen durch die raffiniertere Form einer massenhaften Selbst-Disziplinierung ablösen, nunmehr nach angeblich ‚naturwissenschaftlichen’ und sogar biologischen Gesetzmäßigkeiten“.
In letzterem Sinne sei auch die Lehre Darwinis zu verstehen. Darwin glaubte, den Mechanismus für die Evolution der Arten darin gefunden zu haben, „dass die jeweils ‚zu große’ Anzahl der Lebewesen einer Art einen ‚Kampf ums Dasein’ führt, aus dem nur die Lebenstüchtigsten als Sieger hervorgehen und somit durch ‚Auslese’ (Selektion) eine allmähliche Veränderung und Höherentwicklung bewirken“. Der Schritt, diese Lehre „auf die Gesellschaft zurückzuprojizieren und darin eine wunderbare ‚naturwissenschaftliche’ Rechtfertigung für die kapitalistische Konkurrenz und ihre existenz- und lebensvernichtende Wirkung zu erkennen“ habe keiner großen theoretischen Anstrengung“ mehr bedurft. http://deu.anarchopedia.org/Schwarzbuch_Kapitalismus#Der_Kampf_ums_Dasein
fenris21 wrote:In meinen Augen,hat dieser unbedingte Wunsch des modernen Menschen nach Individualität ,die kapitalistisch/marktwirtschaftlichen Systeme an den Abgrund geführt!
Meiner Ansicht nach ist die „freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die Entwicklung aller”(Marx), die Probleme liegen nicht im Individualismus (an sich). In meinen Augen führen die kapitalistisch/marktwirtschaftlichen Systeme den Menschen an den Abgrund.
Und auch Geschlechterrollen sind keine “universellen Gesetz”, sie sind nicht einfach da sondern sind gebunden an gewisse Zeiten und Gesellschaftsformen. Wie so oft hat hat die Karotte recht, wenn sie sagt:
captain carot wrote:Wobei ein Großteil des “klassischen” Rollenbildes so stringent wie viele glauben historisch betrachtet nicht mal ist.
Warum die Verteilung der Rollen unter Geschlechtern heute (!) so ist, wie sie ist, ist eine interessante Frage, Fakt ist aber, dass dem nicht immer so war. Das mittlerweile schon wieder obsolete Bild der Frau als Hausfrau kam erst im 19. Jahrhundert auf, auch wenn viele glauben, dass wäre immer so gewesen. Das Mittelater z.B. kannte auch Geschlechterrollen, diese waren aber ganz andere als heute. Ein Beispiel: Während in kapitalistische Gesellschaften Frauen gerne mal mit “Heim und Herd” assoziiert werden, wurde es im Mittelalter in vielen Gegenden als eine Aufgabe der Bauersfrau gesehen, die Erzeugnisse zum Markt zu bringen und zu verkaufen, d.h. gerade “die Frau” besorgte den Kontakt zur Außenwelt während “der Mann” eher an den Hof gebunden war. Vielleicht haben sich die Marktfrauen sogar Witze erzählt wie: “Warum kommt ein Mann auf den Markt in der Stadt? Weil die Kette zwischen Schlafzimmer und Feld zu lang war.” Vielleicht, man weiß es nicht.
P.S. Warum dem so ist, ist (wie angedeutet) wieder eine andere Frage. Eine Theorie wäre:
Prof. Dr. Claus Peter Ortlieb (i. R.) wrote:Die Warengesellschaft ist durch eine Spaltung in voneinander abgetrennte Sphären gekennzeichnet, die es früher oder auch in anderen Kulturen so nicht gegeben hat. Die erste Sphärentrennung, die jeder und jede am eigenen Leibe verspürt, ist die in Öffentlichkeit und Privatheit: Der öffentlichen Sphäre der abstrakten Arbeit, die nach den Regeln des Geldes funktioniert, und im Übrigen in weitere Abteilungen ausdifferenziert ist, steht die der Kompensation und der Reproduktion des Lebens und der Arbeitskraft dienende private Sphäre gegenüber. Auf der Ebene der einzelnen Subjekte findet sich diese Sphärentrennung wieder in Form einer Spaltung in ein abstraktes Verstandeswesen und ein empfindendes Körperwesen.Diese Spaltung ist geschlechtlich besetzt (‘Abspaltungstheorem’, Scholz 1992, S. 23):
“Der Grundwiderspruch der Wertvergesellschaftung von Stoff (Inhalt, Natur) und Form (abstrakter Wert) ist geschlechtsspezifisch bestimmt. Alles, was in der abstrakten Wertform an sinnlichem Gehalt nicht aufgeht, aber trotzdem Voraussetzung gesellschaftlicher Reproduktion bleibt, wird an die Frau delegiert.”
Zur Frauenrolle gehört es, für die Privatsphäre zuständig zu sein, für die Sinnlichkeit, für die Reproduktion des Lebens, für den emotionalen Haushalt (des Mannes), für Kindererziehung und Altenversorgung. Der Zweck dieser Abspaltung ist, dem Mann in seiner Rolle die eigene Zurichtung auf die nur an abstrakten Kalkülen orientierten öffentliche Sphäre zu erleichtern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Das heißt natürlich nicht, dass wirkliche Frauen und Männer sich nur entsprechend der für sie vorgesehenen Rollen verhalten, schließlich handelt es sich hier nicht um biologische Determinanten, sondern um gesellschaftliche Zuschreibungen. Doch der Zwang ist groß, sich den durch die Wertvergesellschaftung kodifizierten Attributen von ‘weiblich’ und ‘männlich’ zu fügen. Er beginnt in frühester Kindheit und setzt sich bis in die Verhaltensweisen fort, die frau/man aufweisen muss, um als sexuell attraktiv zu gelten. Deshalb ist nach wie vor, statistisch gesprochen, die positive Korrelation zwischen Geschlechterrolle und biologischem Geschlecht sehr hoch. http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/hb09bewobj.pdf
Bastian 1984Teilnehmer“Ey du Arschkrampe, wir sollen die Quellen angeben” Ich zu meinem Monitor, als ich Nighttrains letze Zitat gelesen habe
Bastian 1984TeilnehmerVreen wrote:wie ich schreibe, ich sage auch nicht, dass der mensch eindeutig gut ist. ich sage, gut und böse sind begriffe, mit denen ein mensch erstmal ganz lange nichts anfangen kann. nämlich bis ihm jemand erklärt, was damit gemeint ist. ich glaube aber, dass man handlungsfähiger bleibt, wenn man die summe an teilen eines menschen eher als dem guten offen als dem bösen offen betrachtet, was meiner interpretation des kategorischen imperativ entspricht. das er kategorisch ist bedeutet ja nicht, dass man ihn nicht auf unterschiedliche weisen verstehen kann.
natürlich kommen menschen mit unterschiedlichen anlagen auf die welt. es gibt aber keine anlage zum bösen. wer sowas behauptet ist, abgesehen von der wissenschaftlichen unmöglichkeit sowas zu beweisen, ideologisch nah an den schlimmsten verbrechen der menschheitsgeschichte. es gibt sicherlich neurologische voraussetzungen, die bsw es menschen unmöglich machen, sich in andere hineinzuversetzen, also empathisch zu sein. das hat in unserer gesellschaft sicherlich einen krankheitswert.
Dazu passt das hier:
[youtube]1aR6O1N_XLU[/youtube]
Einerseit wird gesagt, Börsenhanändler wären tendenzell (noch) weniger empathisch als psychopathische Kriminelle. Hier ist aber auch besonders wichtig, dass der Prof feststellt, dass die Trader eher der Sorte von Tätern ähneln, die in besonderen Situationen eine Tat begehen, und ansonsten “normal” seien.
Nur mal als Besipiel, was die Umgebung aus einem Menschen machen kann…
Bastian 1984Teilnehmerfenris21 wrote:Die Überzeugung der Mensch, sei an Rollenvorbilder und universelle Gesetze nicht gebunden,und sei in der Lage
den Gestzen der Natur zu entfliehen,ist nur eine “narzisstische Grandiositätsphantasie”
fenris21 wrote:Naturphilosophisch gesehen,ist die “gebärende” sowie der “samenpflanzende” einer Art Lebewesen nämlich Männlein und Weiblein zugeordnet!Ist ja auch ein
Rollenverständnis!
Natürlich gibt es auch Hermaphroditen, und andere Formen der Fortpflanzung!Allerdings hat sich das Duale Prinzip,bei höherentwickelten Wirbeltieren,überraschend
stark durchgesetzt!Und somit eine Art Rollenverständnis:Das männliche Vieh geht auf die Jagd und das weibliche hütet das Nest!Die Evolution ist nicht auf eurer Seite,lieber Vreen!
Diese Rollenverteilung hat sich eben nicht so eindeutig durchgesetzt. Nach Vreen nenn ich noch ein Besipel: Bei Löwen z.B. gehen die Weibchen (auch) auf die Jagd. Dies ist bei etlichen anderen Raubtieren ähnlich.
Bei Löwen ist es sogar so, dass insbesondere die Männchen den Nachwauchs bewachen (So es denn der eigene oder der von befreundeten Männchen ist) und die Frauen eher die Jagdt übernehmen.
Man weiß auch, dass es unter den steinzeitlichen Jägern und Sammlern Jägerinnen gab.Mal davon abgesehen: Was interssiert sowas überhaupt in Fragen der Gestaltung des zivilisatrischen Miteinanders? Gehört es nicht gerade zum zivilisatorsichen Fortschritt, von solcherlei Dingen unbehelligt über das Miteinander entscheiden zukönnen?
Einige Nomadenvölker haben ihre Alten mal gerne irgendwo zurück und krepieren gelassen. Dsa ist aber auch kein Grund gegen ein Renten- und Pfelgesystem zu sein.Derlei Natrphilosphische Argumente sind dann doch nur der Versuch, einer Religion gleich irgendwelche “universellen Gesetze” für das Miteinander aus irend etwas abzuleiten. Der Darwinismus hat die kirchlichen Dogmen in mehrfacher Hinsicht ersetzt, also andere Dogmen an deren Stelle gesetzt und ist zu einer Religion der Postreligiösen geworden. Ich (nachvoll)ziehe andere Schlüsse: “Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.” http://mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm
Ich stelle lieber die Frage, wie wollen(!) wir zusammenleben. Und dass sehe ich, zumindest im Bezug auf “die Geschlechterfrage” so ähnlich wie Vreen.
Zu der Frage “universeller Naturgesetze” einerseits und Kant amdererseits fällt mir noch was anderes ein:
“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.”
Bastian 1984Teilnehmercaptain carot wrote:Ne, kleiner geht gar nicht. Das Input Lag Wheel ist auch nicht mein Ding. Hab ich ein Mal ausprobiert, damit komme ich deswegen gar nicht klar. Naja, mal sehen.
Wie gesagt, bei Maro Kart, Smasch Brothers und einigen anderen Spielen kannst du den NGC-Controller und/oder den Classicontroller nehmen.
Ansonsten weiß ich leider auch nicht. Eine Görßere Variante, insbesondere ein größeres Steuerkreuz fände ich auch nicht schlecht…
Vielleicht ist es aber auch ein Stück Gewöhnungssache.
Bastian 1984TeilnehmerNightrain wrote:@Bastian1984:
Aha, wenn ich, der auch nicht singen kann, also ein Video aufnehme, bei dem der Text aus Vulgärdurchfall besteht und nur so halbwegs zu dem nichtssagenden Hintergrundgedudel paßt, dann ist das, so lange ich irgendwie Pro-Frau rüber komme, also feministisch und stärkt die Rolle und das Bild der Frau in unserer Gesellschaft?
Oder was genau willst Du uns mit diesem recht dümmlichen Video sagen?
Ich bin diese Tage relativ schreibfaul:
captain carot wrote:[…]
Und natürlich gibt es auch genug Frauen (wie übrigens auch Männer) die z.B. durchaus aufreizend und sexy sein wollen. Ob man nun rumläuft wie ein Hackklotz oder ne Sexbombe ist übrigens wesentlicher Teil der Selbstbestimmung.Die Welt des schönen Scheins in den Medien, worunter man in einem gewissen Rahmen auch äußerliche Attribute von Videospielcharakteren abheften kann würde ich da noch mal getrennt betrachten.
@nighttrain: Also wenn du Bock hast halbnackt in einm Musikvideo schlecht zu singen, dann ist das dei gutes Recht und soll es auch bleiben.
captain carot wrote:Andererseits gibt es natürlich gewisse Rollenverteilungen in Spielen. Und da ist es zwar mittlerweile immerhin häufiger der Fall, dass es z.B. weibliche Sidekicks oder Partner gibt, sogar weibliche Antagonisten. Trotzdem sind ganz klassische Klischeecharaktere immer noch sehr verbreitet. Gilt natürlich für beide Geschlechter, aber bei klassischer klischeehafter Rollenverteilung ist nunmal der Mann der Held und die Frau hilfebedürftig.
Wobei ein Großteil des “klassischen” Rollenbildes so stringent wie viele glauben historisch betrachtet nicht mal ist.
Neben der Hilfebdeürftigkeit gibt es noch eine weitere Rolle, die “der Frau” gerne zugeschanzt wird, dass ist die des “Kümmerns”, “memutterns” usw. Typischerweise sind Faruen z.B. bei RPGs fürs Heilen zuständig.
Bastian 1984TeilnehmerBei Mario Kart heißt der Ersatz Gamecubecontroller oder Wiiwheel

Ansonsten kann ich dir auch nicht weiterhelfen, ich kam mit dem Ding immer gut zurecht.
Die Drittherstellerteile sind dem meistens auch sehr ähnlich, ich hab nicht gehört, dass es welche in anderer Form gäbe…Allerhöchstens kleiner, aber ich find das Steuerkreuz so schon zu klein…
http://www.snakebyte-europe.com/container-produkte/produkte/wii/minimote/ -
AutorBeiträge



