ChrisKong

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  • als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1750509
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    https://www.digitec.ch/de/page/netflix-und-cloud-gaming-zum-scheitern-verurteilt-25220

    War mir gar nicht bewusst, respk. das mit den Mobilegames unbekannt. Ich glaube nicht, dass Netflix mit Cloudgaming erfolgreich sein wird. Die fehlende Kompetenz müsste man überall zusammenkaufen und dafür fehlt schlicht das Geld. Netflix hat aktuell eigentlich ganz andere Sorgen. In neue Märkte vorstossen ist teuer.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750506
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    Rise (Disney +)

    Vom Tellerwäscher zum Millionär. So ähnlich ist auch die Geschichte von Giannis Antetokounmpo (ja, ich hab den Nachnamen mit copypaste eingefügt), der sich vom Kleinkramhändler in Griechenland zu einem waschechten NBA-Champion hochgearbeitet hat. Während das die Geschichte vieler NBA-Spieler ist, die aus prekären Verhältnissen über den Sport ihren Ausweg aus selbigen finden, sind die Umstände bei Giannis noch ein wenig komplizierter.
    Der Film setzt bei der Flucht der Eltern ein, die in der Türkei drohen abgeschoben zu werden. Griechenland ist ihr Ziel, indem sie eine bessere Zukunft für sich und ihre einstigen Kinder erhoffen. Sie werden nicht an Leib und Leben bedroht und gelten darum als Wirtschaftsflüchtlinge mit keinerlei Aussicht auf Asyl. Dabei geraten sie in Griechenland in einen Strudel aus Bürokratie und Diskriminierung. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu kriegen, braucht Giannis Vater eine feste Stelle. Um eine feste Stelle zu kriegen, braucht er eine Aufenthaltsgenehmigung. Und so bleiben sie ständigen Erpressungen ausgesetzt und können sich als sogenannte Sans-Papiers nirgendwo hinwenden, um sich zu wehren. Es droht ihnen jederzeit die Abschiebung. So gestaltet sich Giannis Karriere als Spiessrutenlauf, der bei einem Fehlschlag Konsequenzen für die ganze Familie hat.
    Der Film nimmt sich ausgiebig Zeit, um den Familienzusammenhalt zu zeigen, der die Antetokounmpos jegliche Krisen meistern lässt. Analog zum Teamsport mit dem orangefarbenen Leder, muss die Familie als Team agieren, um erfolgreich zu sein. Eine grössere Rolle spielt auch Giannis älterer Bruder Thanasis auf dem zuerst die Hoffnungen ruhen.
    Natürlich macht produziert man solche Sportlerbiopics in der Regel, wenn am Schluss ein fettes Happyend wartet. Hier ist es die Draftnight, die das Finale des Films beschliesst. Dass er später NBA-Champion wurde, MVP, Finals-MVP und zusammen mit seinen Brüdern im gleichen Team gespielt hat, sind weitere Highlights seiner Karriere, die man fast in einem zweiten Film verbauen könnte.
    Hier hat man sich wirklich der Passagen angenommen, die einem grösseren Kreis bislang unbekannt war. Sie zeigen auch gut, warum Giannis immer hart trainiert und sein bestes gibt und sich nicht wie eine der zahlreichen anderen Diven vor der Verantwortung drückt.
    Inszenatorisch bleibt man hingegen ohne Schnörkel, alles so, wie mans kennt und erwartet. Hier punktet allein die Geschichte. Diese ist immerhin interessant genug, um den Film zu tragen. Die Darsteller machen ihre Sachen auch recht gut. Allerdings darf der Vortrag auch ein wenig mehr Pep haben.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750463
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    On the Rocks (AppleTV)

    Ohne grosses Vorwissen mal angewählt und erfreut festgestellt, dass an dieser Produktion A24 beteiligt ist. In Personalunion hat Sofia Coppola diesen Film produziert, geschrieben und Regie dabei geführt. American Zoetrope, die Produktionsfirma ihres Vaters, ist auch involviert. In der Hauptrolle agieren Rashida Jones, Marlon Wayans (einer der vielen Wayans Brüder) und Bill Murray.
    Laura ist eine Schriftstellerin, die aktuell an einer Schreibblockade leidet. Die Ehe scheint auch zusehends in einen pathologischen Zustand überführt zu werden. Ihr Ehemann Dean ist sehr viel auf Geschäftsreisen und kaum da. Einige kleinere Auffälligkeiten führen zum Verdacht, dass Dean eventuell fremdgehen könnte. Auftritt Felix, der Vater von Laura, der sich seinen gut situierten Lebensstil als Kunsthändler erwirtschaftet hat. Bill Murray gibt den Lebemann und Bonvivant gewohnt einnehmend. Obwohl er im Grunde ein Arsch ist, lässt man ihm vieles aufgrund seiner charmanten Art durchgehen. Seine Tochter macht zumindest die gleiche Erfahrung und lässt sich von ihrem Vater immer mehr Verdachtsmomente erklären, die weiterverfolgt werden müssen. So langsam nährt sich aber der Verdacht, dass da trotzdem was dran sein könnte.
    Das sorgt für ordentlich Zündstoff in der Familie. Schliesslich hat der Lebensstil von Felix auch in der Vergangenheit einen Impact auf Lauras Leben gehabt. Das wird in der Folge auch aufgearbeitet.
    Der Film droht dabei nie allzu ernst zu werden, eine Komödie ist es aber auch nicht. Er erinnert nicht von ungefähr an Coppolas vergangene Arbeit mit Murray, Lost in Translation, aber auch an Broken Flowers von Jarmusch, ebenfalls mit Murray. Also ein weiterer Film der eher leisen Töne. Bei Murray wirds aktuell eher abseits der Filmsets laut. So soll sich die Zusammenarbeit mit ihm als eine Herausforderung darstellen, aktuell liegt sogar deswegen ein Projekt (Being Mortal) auf Eis – no pun intended.
    Wer mit dem gemächlichen Tempo leben kann, kriegt einen Film, der aus dem Leben gegriffen scheint. Nicht was das privilegierte Leben der Hauptfigur angeht, aber so mancher dürfte sich an eigene Ups and Downs einer Beziehung erinnert fühlen. Coppola stellt sich dabei als gute Beobachterin heraus und lässt keine der Figuren einseitig agieren.
    Wer mehr Drama und Zuspitzung möchte, ist mit anderen Filmen wie z.B. der Gott des Gemetzels von Polanski besser bedient.

    als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1750458
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    Klingt erst mal nicht so, als hätten sies verkackt. War aber auch nicht zu erwarten. Und sicher komfortabler als das Original. Grafisch sieht es nice aus, wobei ich dem Youtuber widersprechen würde, dass düsterer Look automatisch mehr Horror erzeugt. Bei Resi kam ein Grossteil des Unbehagens nämlich meist von der Musik. Bis März dauert es ja noch, eine gute Gelegenheit mal endlich den 7. und 8. Teil anzugehen.

    als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1750416
    ChrisKongChrisKong
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    @Genpei

    Da hast du absolut recht. Vermutlich könnte man ganze Top 100 Listen füllen mit Metroidvanias.

    Ich bin ja gespannt, ob und wann Fromsoftware für Elden Ring einen DLC ankündigt. Hier gibts eine Zusammenstellung, die die DLC Gerüchte nähren. Recht interessant, was Moder alles so finden.

    https://www.gamepro.de/artikel/elden-ring-dlc-geruechte-leaks-spekulationen,3379668.html

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750319
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    City of McFarland (Disney +)

    Wer einen typischen Sonntagnachmittag Sportfilm erwartet, wird nicht enttäuscht. Ist es einer der besseren? Nein, nicht wirklich. Dafür plätschert die Handlung zu sehr vor sich hin. Einen richtigen Spannungsbogen kann man nicht aufbauen. Coach White wird von Kevin Costner gespielt, der gewohnt souverän agiert. Maria Bello spielt seine Frau, die aber kaum was zu tun kriegt. Der Film ist so durch und durch nach klassischem Strickmuster gefertigt, dass er keinerlei Frischegefühl bereithält. Das passende Kleidungsstück zu diesem Film wären Omas selbstgestrickte Socken. Man weiss, was man kriegt, aber eine Überraschung ist es natürlich nicht.
    Thematisch ist man mit Crosslauf mal in einem anderen Sport zuhause. Ansonsten dominieren da oft Mannschaftssportarten wie Football, Hockey und Basketball oder Baseball. Auf D+ gibts eine richtig grosse Auswahl. Hier dürfen Latinos in einer kalifornischen Kleinstadt über sich hinauswachsen und ihr Talent beweisen.
    In letzter Zeit gabs auch vermehrt Filme, die sich mit Hintergründen des Sportbusiness und/oder deren Schattenseiten beschäftigen. Für mich mittlerweile die interessanteren Werke. Aber dann und wann ist ein sportliches Feelgood-Movie auch nicht verkehrt. Oder eine Sportkomödie, wie sie Ron Shelton gemacht hat, übrigens zwei davon auch mit Costner (Tin Cup und Annies Männer).
    Niki Caro, die Regisseurin des Films hat mit Whale Rider einen richtig guten Film und mit North Country einen verdammt guten Film in der Vita stehen. City of McFarland ist da eher Mittelmass. 2020 gabs noch die Realverfilmung von Mulan. Ein Film mit vielen Nebengeräuschen, bei dem ich mir ehrlich wünschte, Caro hätte die Finger davon gelassen. Bleibt zu hoffen, dass sie wieder an alte Qualitäten anknüpfen kann. Zumindest bleibt sie ihren wichtigsten Filmen treu und stellt Frauen und deren Anliegen wieder in den Mittelpunkt. Geplant ist ein Drama mit Theron als Surferin.

    als Antwort auf: Nintendo Switch Talk #1750286
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    Warum bei einem Titel, der keine Zeitnot für den Release hatte, nicht gleich ein fertiggepatchtes Produkt abliefern? Der Kunde war da wirklich der Gratis-Beta-Tester.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1750220
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    Andor Episode 6 (Disney +)

    Mit meinen persönlichen Vermutungen, wie die Folge wohl gestaltet sein würde, lag ich zum Teil massiv falsch. Tatsächlich startete die Episode ohne Andor, ich ging aber davon aus, dass das die ganze Episode über so bleiben würde. Dafür kriegten wir deutlich mehr von Mothma und Karn, aber es verteilte sich auf alle drei und behandelte nicht einen davon einzeln. Daneben haben wir auch wieder mehr interessante Einblicke in die imperiale Politik erhalten und wie die Führung innerhalb der hierarchischen Strukturen clever taktiert.
    Hmm, also mit dem Titel der Episode, Bekanntmachung, kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Konsequenzen hätte mir besser gefallen, denn genau darum gehts. Und das ist für mich eine der positiven Überraschungen der Episode. Der Angriff auf Aldhani hatte auf allen Ebenen Auswirkungen. Darum sehen wir hier auch verschiedene Ebenen.
    Im Gesamtkontext der Serie führt die Episode die Ereignisse nur fort, ist somit nicht speziell. Aber sie ist es aus narrativer Sicht eben doch, weil es sich zuweilen wie ein Epilog und Prolog zugleich anfühlt. Zum einen ist da das was geschah danach und zum anderen sind alle Szenen mit Andor und Karn darauf ausgelegt, deren Erweckungsmomente vorzubereiten. In den jeweils letzten Szenen kulminiert das in Einstellungen, die diese Momente einleiten werden. Die Aussage hier ist klar, du kannst irgendwann nicht mehr wegrennen, deine Taten werden dich einholen und du wirst gezwungen, dich zu entscheiden. So im Fall von Andor. Was seine Ziehmutter im andeutet, dass das Imperium längst überall ist, erfährt er auf höchst schmerzliche Weise.
    Karn auf der anderen Seite spürt, wie Kontrolle und Recht auseinanderdividiert werden. Was er bislang im Einklang wähnte, kriegt Risse. Seine Ohnmacht wird mit der letzten Einstellung charakteristisch in Szene gesetzt. Eine ganz starke Szene, die mich in Kombination mit dem Schnellgericht und dem absurden Urteil für Cassian, sofort an Terry Gilliams Brazil erinnert hat. Es gibt natürlich schon von der Geschichte her Parallelen, geht es auch dort um eine Rebellion und wie jemand dort hinfindet, der das nicht grundsätzlich möchte.
    Da wir ja wissen, dass Cassian einen bestimmten Weg einschlagen wird, besteht die Spannung eher darin, ihn Gefahren auszusetzen, welche in seinem Umfeld Auswirkungen haben werden. Aus seiner Situation wird er wohl nur durch Gewalt befreit werden. Das schreit nach mehr Action und nach Saw.
    Bei Karn hingegen ist deutlich, dass er schleichend aus seiner Komfortzone entfernt wird. Da umtreibt mich die Frage, wie lange es noch braucht, bis er merkt, dass er einem falschen Ideal folgt. Das ist denn auch der Unterschied zu Andor und Mothma. Für ihn gibt es nichts zu verlieren, also speist sich seine Bedrohungslage nicht aus dem Umstand, dass seine Liebsten gefährdet sein könnten. Bei Mothma steht viel auf dem Spiel.
    So gesehen bleibt es bei allen Figuren spannend innerhalb der narrativ möglichen Grenzen. Karns Weg ist aber deutlich am schwierigsten vorherzusehen, für mich daher sogar der spannendste Teil, ohne Spannung im Sinne von Thrill zu bieten.
    Die ganze Folge ist von toll geschriebenen Dialogen gespickt. O’Reilly ist dabei schon ein bisschen der Showstealer, das muss man ihr klar attestieren. Darum hätte ich mir von den Episoden davor auch mehr Szenen mit ihrer Mothma gewünscht. Luna wurde mE noch nicht so recht gefordert, ich hoffe das kommt noch. Aber nach sieben Episoden kann man jedem Darsteller ein gutes bis sehr gutes Zeugnis ausstellen.
    Denise Gough macht als Meero auch einen hervorragenden Job. Generell sind die ISB-Szenen wohl für alle SW-Fans ein Highlight, weil wir das so bislang noch nirgendwo gesehen haben. Schön auch, dass man einen bekannten Charakter nach allen Regeln der Kunst einführt, also ihn erst sprechen hört, bevor man ihn enthüllt, aber dann nicht mit einem Expositionseffekt einführt, der einfach unpassend wäre. So sieht guter Fanservice aus.
    Also für mich ging die Episode viel zu schnell vorbei, was generell ein gutes Zeichen ist, wenn die Episode schon 50 Min. auf dem Buckel hat. Die ganzen Entwicklungen, die Brazil-Vibes, die nuancierten Darstellungen, der ab und an feine Humor – man beachte den stocksteifen Karn, wie er über eine der kleinen Droiden stolpert – ja, die Folge hat wieder Spass gemacht. In der Summe würde ich sie sicher zu den besten bisher zählen, eindeutig. Gibts was zu meckern? Nun, etwas fand ich etwas konstruiert, kann sich aber durch Hintergründe vielleicht noch aufklären. Da wäre scheinbar die eine Rebellin, die wohl nicht auf Luthens Linie liegt. Denn wenn es von Beginn weg der Plan gewesen wäre, Cassian nach dem Coup auszuschalten, warum hat man das dann nicht schon so erledigt? Es erweckt den Eindruck, als wäre man erst danach auf die Idee gekommen, aber wusste Luthen überhaupt davon? Warum einen solchen Aufwand für die Rekrutierung von Cassian betreiben, wenn man ihn danach gleich loswerden möchte? Wie gesagt, eine Erklärung kann es da durchaus geben, ist von meiner Seite aber durchaus verlangt. Dass es innerhalb der Rebellion kriselt – die Auseinandersetzung von Luthen mit Mothma deutet es an – war zu erwarten. Luthens Position scheint zumindest so wichtig, dass sie von anderen geschützt wird, ohne dessen Kenntnis. Sollte er von alldem Wissen, wäre das mMn widersprüchlich. Vielleicht wirf auch hier Saw seinen Schatten voraus, der ja nicht zimperlich ist, was sogar in Andor schon angedeutet wurde. Wir werden es sehen.
    Prognosen? Weiterhin warte ich auf Saw. Schliesslich ist kaum anzunehmen, dass Andor jetzt die sechs Jahre absitzen wird.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750180
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    Grimcutty (Disney+)

    Irgendwie, irgendwo, irgendwann taucht ein Boogey-Man auf, der eigentlich ein Meme ist. Was ihn jetzt genau wirklich triggert, hab ich nicht so recht überrissen. Hab leider auch nicht das Gefühl, da jetzt gross was verpasst zu haben. Dafür badet der Film allzusehr in abgegriffenen Mustern und ist inszenatorisch unspannend und langweilig geraten. Bei einem Horrorfilm sollte zumindest das stimmen, dann kann man auch bei einigen anderen Sachen drüber hinwegsehen. Aber nein. Die Schauspieler gurken oft auch nur rum und sind bis auf die Eltern auch mehr oder weniger farblos.
    Der Film ist ein Disney + Original. Bleibt nur zu hoffen, dass man nicht weiter vorhat, mit solchen Horrorproduktionen auf Netflix-Niveau das Sortiment anzureichern. Eine neue Horrorikone wird mit dem Grimcutty auch nicht geschaffen. Das Monster sieht nicht creepy, sondern sleepy aus. Und seine Bedrohlichkeit wird durch ähnlichen Nonsens sabotiert, wie man das jüngst in der Resident Evil Serie beobachten konnte. Minutenlang verharrt das Monster in einer Position, anstatt mal zur Sache zu gehen. Dagegen ist sogar Michael Myers ein ADHS-Derwisch, der sich durch die Reihen tanzt.
    Die Horrorsparte besteht ansonsten eh praktisch nur aus altem Backlog. Hier sollte man in Zukunft vielleicht auch mal mit Talenten der Branche zusammenarbeiten, damit man wenigstens Klasse hat, wennschon nicht Masse.
    Fazit: Lehrbeispiel eines schwachen Horrorfilms. Director und Writer John Ross hat meist fürs TV gearbeitet. Dies scheint sein zweiter Langfilm zu sein, der noch deutlich schlechter bei Kritiken abschneidet als der erste. Viel mehr gibts da nicht zu sagen.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750179
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    Nightmare Alley (Disney +)

    Irgendwie gabs da wohl Lieferschwierigkeiten beim Steelbook, das ich vor zig Monaten bestellt hatte. Die Bestellung ist aber immer noch offen. Erfreut festgestellt, dass der Film auf Disney Plus verfügbar ist.
    Ich nehm schon mal vorweg, dass der Film eine der Stärken Del Toros hier gleich von Beginn weg ausspielt. Das Drama um einen Scharlatan schwelgt förmlich in seinen tollen Sets und ist wunderschön fotografiert. Das Anschauen ist wirklich ein Genuss. Das allein macht noch keinen guten Film, aber Del Toros Näschen für die richtigen Stoffe hatte er auch hier. Der Roman, auf dem der Film basiert, wurde in den 50ern mit Tyrone Power schon mal verfilmt. Meist, wenn ordentlich Zeit zwischen den Filmen liegt, kann man schon mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Regisseur betonen wird, sich nur oder mehr am Buch orientiert zu haben und nicht am filmischen Vorgänger. Natürlich ist da Guillermo keine Ausnahme.
    Bradley Cooper spielt einen fast schon enigmatischen Charakter, dessen Vergangenheit bruchstückhaft in Form von Rückblenden etwas beleuchtet wird. Was fast schon zufällig wirkt, ist mit ausreichend Kalkül platziert, wie auch sonst jede Szene oder jede Darstellung. Stan verdingt sich als Tagelöhner bei einem Wanderzirkus, lernt allmählich dazu und avanciert mit diesem Wissen zu einem gefragten Mentalisten. Dabei nutzt er die Menschen auf dem Weg nach oben schamlos aus und verwendet die erworbenen Skills gegen sie. In seiner Charakterisierung des kalten und berechnenden Masterminds erinnert er an den talentierten Mr. Ripley von Patricia Highsmith.
    Das Spiel von Stan geht auch eine ganze Weile gut, ehe sein Kartenhaus immer mehr in sich zusammenfällt. Den Dialog in der Schlussszene kann man dann sogar praktisch Wort für Wort vorbeten. Und obwohl das dann faktisch den Twist vorwegnimmt, stellt sich ein befriedigendes Gefühl ein.
    Viele der Darsteller hat Del Toro aus seinen anderen Werken importiert. Einzig Doug Jones (Pans Labyrinth, Hellboy, Shape of Water) scheint zu fehlen. Defoe ist brillant wie immer, Toni Colette, Rooney Mara und Cate Blanchett stellen sowas wie die drei Musen für Stan dar. Ich finde hier für einmal aber Blanchett nicht so recht überzeugend, respektive finde ich ihren Charakter irgendwie drüber. Zu abgeklärt, als würde sie auf Knopfdruck alles abrufen können, was die Situation verlangt.
    Darüber hinaus hat mich an dem Film wirklich nichts gestört und würde ihn unbedingt empfehlen, wenn man D+ Abonnent ist und/oder Bock auf einen gut gemachten Film hat. Das Szenario wurde in Serien wie American Horror Story und Carnivale verwendet, um spannende Geschichten zu erzählen, in der Filmwelt wirkt es noch weitestgehend unverbraucht. Humor ist vorhanden, aber eher von der schwarzen Sorte. Zum Glück aber kein bierernstes Drama. Freuen darf man sich auch auf ein rundes Ende. Und an die Studios sollte ein Appell rausgehen, Guillermo endlich das Geld für Mountain of Madness zu geben.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750155
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    Buffy der Vampirkiller (Disney +)

    Mit das Erstaunlichste an dem Film ist, dass es ca. fünf Jahre später eine langlebige und sehr erfolgreiche Serie gab, die sogar ein Spinoff hatte. Der Film ist nämlich eine absolute Gurke. Hier ist echt nichts auch nur annähernd gut genug für ein positives Urteil. Das Schauspiel ist so unterklassig und zum Fremdschämen, als wollte jeder Darsteller den Film absichtlich sabotieren. Die Geschichte selbst ist schon selten hohl und gipfelt in einem Finale, das wirklich mit zum Dümmsten gehört, was ein Screenplay je hervorgebracht hat.
    Die Hauptdarstellerin Kristy Swanson hat als Buffy eine spezielle Fähigkeit, die sie zur einzigen und auserwählten Vampirjägerin befähigt, sie kann Flicflacs. Und die setzt sie auch in jeder erdenklichen Situation auch ein. Geradeaus rennen? Warum, wenns auch kompliziert geht? Mit virtuoser Choreografie hat das leider nichts zu tun. Dazu gesellen sich Effekte, für die sich ein Fanfilm sogar schämen würde.
    Fright Night und Lost Boys sind aus den 80ern, wirken aber gegenüber diesem Film (1992), als hätte man sie zehn Jahre später gemacht. Alles ist so grausam billig. Viel besser könnte man sich nicht für einen SchleFaZ-Startplatz bewerben. Whedon war mit dem Film nicht wirklich zufrieden. Ich stell mir die Frage, woher die ganzen Unfälle aber herkommen sollen? Die Regisseurin kann auf jeden Fall nichts und hat das letztlich zu verantworten. Ich glaube sogar Sutherland und Hauer haben noch selten in schlechteren Filmen mitgespielt.
    Es ist mit Sicherheit interessanter über den Film zu lesen, als ihn sich anzusehen. Ben Affleck darf immerhin uncredited als Basketballspieler einen verdutzten Gesichtsausdruck aufsetzen. Seine darstellerische Leistung gehört noch zu den besten. In einer weiteren Nebenrolle agiert Hillary Swank als Schulzicke vom Dienst. Da ihr Buffy aber den Titel fast schon streitig macht, wirkt sie auch reichlich überflüssig. David Arquette und Luke Perry dürfen als zwei Dödel “glänzen”, aber auch sie werden noch weit unterboten von Paul Reubens, der den Handlanger von Lothos, nicht zu verwechseln mit Locutus von den Borg, spielt.
    Als ich nachgeschaut habe, wie der deutsche Titel des Films hiess – er weicht ja von der Serie ab – war ich etwas erstaunt. Vermutlich hat der deutsche Verleih gar nicht gepeilt, dass Buffy eine Frau ist, heisst mit anderen Worten, auch die haben sich diesen Mist damals nicht angesehen. Vampire, Highschool, gekauft. Wer die Ära dieser Filme aufleben lassen will, findet eindeutig bessere Alternativen, die schon erwähnt wurden. Brauchts keine Vampire, sind auch beide Teenwolf-Streifen die sinnvollere Alternative. Der zweite fällt klar ab, aber im Vergleich hierzu, lassen wir das. Ansonsten ist Heathers mit Christian Slater und Wynona Ryder eine Empfehlung. Auch da erhält man Übertreibungen, fast schon Karikaturen, aber auf die gute Art.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1750153
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    Massive Talent

    Nic Cage spielt sich selbst. Was wir schon von Jean-Claude VanDamme, Paulie Shore und John Malkovich kennen, also sich selbst in einer grösseren Rolle zu spielen, wird hier nun von Cage durchexerziert. VanDamme konnte so bei Kritikern sogar einen Achtungserfolg erzielen und Shore hat in Paulie Shore is Dead auch viel Selbstironie an den Tag gelegt. Das macht Cage auch. Das funktioniert soweit auch recht gut. Trotzdem fehlt es dem Drehbuch ordentlich an Witz und letzten Endes auch an Punch. Regisseur Tom Gormican hat das Drehbuch zusammen mit Kevin Etten verfasst. Wirkliches Talent konnte ich da nicht erkennen. Das meiste holen hier die Darsteller raus. Neben Nicolas ist Pedro Pascal am Start und darf den Cage-Fetisch seiner Figur voll ausleben. Auch mit dabei ist Cages richtige Tochter und darf das Ganze ein wenig aufwerten.
    Cage wird von Javi, einem reichen Industriellen angeheuert, um ein wenig die Zeit mit ihm zu verbringen. Da es sich bei Javi um einen mutmasslichen Kriminellen/Narco handelt, ist auch die DEA an Bord, die versucht über Cage Zugang zu Javis geheimsten Infos zu erlangen. Natürlich läuft nach kurzer Zeit alles aus dem Ruder. Wirklich ernst nehmen kann man davon nichts. Das wird gut durch die Spiellaune der Darsteller übertüncht. Überraschungen gibt es zwar hin und wieder und auch ein paar gelungene Gags. Aber in der Summe ist das alles viel zu brav und vieles zündet nicht so richtig. Eigene inszenatorische Elemente oder Ideen verfolgt der Film nicht wirklich. Meist wirkt er wie eine dieser Hochglanz-Netflix-Produktionen und wird auch ähnlich schnell wieder vergessen sein.
    Auch wenn die Qualität der Filme mit Cage enorm schwankt, abwechslungsreich ist sie allemal. Und auch wenn seine grosse Zeit vielleicht vorbei ist, hat er immer wieder, nachdem er schon abgeschrieben worden ist, in tollen Filmen wie Lord of War, Kick-Ass, Mandy und Die Farbe aus dem All mitgespielt. Und ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft weiter mit solchen rechnen können. Zumal er seine Mitwirkung nicht wie andere seiner Generation auf mittelmässige Osteuropa-Actioner beschränkt.
    Fazit: Für Cage-Fans ein No-Brainer, eins seiner besseren Werke aber für eine richtig gute Satire fehlts an einem besseren Drehbuch und mehr Talent bei der Regie.

    als Antwort auf: Nintendo Switch Talk #1750102
    ChrisKongChrisKong
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    Was soll das werden? Ein Krieg der Youtube-Spasten? Ich glaube ein Erwachsener kann das absolut allein entscheiden, ob, warum und wann er etwas kaufen möchte. Sehe da echt keinen Mehrwert in der Debatte. Die Branche hat ein generelles Defizit in vielen Bereichen, im Grunde müsste man div. Spiele aufgrund dessen boykottieren.
    Natürlich sind auch Arbeitskräfte der Spielebranche dazu angehalten, sich zu organisieren und zu wehren. Schliesslich machen das andere Berufe auch.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1750056
    ChrisKongChrisKong
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    Last Man on Earth (Disney+)

    Hier hab ich nach 3 Folgen abgebrochen. Ich fand die erste nicht wirklich gut, wollte ihr aber eine weitere Chance geben. Folge zwei war auch besser, aber in der dritten zeigte sich, dass Macher und Hauptdarsteller Will Forte es nicht hinkriegt, brauchbare Ideen zu verwerten.
    In der ganzen ersten Episode gabs einen gelungenen Gag. Die Prämisse ist schon so dümmlich, lustlos, dass man das Szenario nicht ernst nehmen kann. Also bleibt irgendwie nur der Comedy-Aspekt der Show und der beschränkt sich im Wesentlichen darauf eine Vandalismus-Posse zu sein, die ihre Gags auch noch aufs erbärmlichste streckt. Bei der einen Pointe wird das wirklich fast ne halbe Minute hingezogen, damit vermutlich auch der komabesoffenste noch mitkriegt, dass man das jetzt lustig finden soll. Und später referenziert man auch noch darauf, weil es vielleicht immer noch nicht alle verstanden haben.
    Zudem spielt Will Forte einen Zach Galifianakis in schlecht. Sein Konterpart, ja, das Last Man on Earth Konzept wird schon in der ersten Episode beerdigt, ist dabei auch nur nervig. Vor allem, da die Figur einfach auf Knopfdruck zwischen belesen und dumm hin- und herwechselt.
    Somit steht die Show zwischen allen Stühlen. Man will abgedreht sein, bemüht dann aber ein Virus hat alle dahingerafft Szenario. Scheinbar sind dann alle Menschen einfach verschwunden und haben alles so stehen und liegen gelassen, als hätten sie sich einfach in Luft aufgelöst. Wasser geht nicht, aber dafür startet natürlich sofort jedes Auto. So einen Müll kann man sich fast nicht ausdenken. Forte tut es trotzdem. Vielleicht erinnert sich noch wer an den sehr unterhaltsamen Zombieland und die Szene, als die Gruppe einen Souveniershop demoliert. So etwa muss man sich das Gagvolumen der ersten drei Episoden vorstellen. Wie man das auf bislang 4 Staffeln strecken konnte, ist mir ein Rätsel. Also muss es eigentlich noch was anderes geben. Das Ende von Folge drei deutet auch was an. Aber da der Rest so dilettantisch umgesetzt war, verspüre ich wenig Lust, das weiter zu ergründen. Da müsste mir ein Fürsprecher schon den weiteren Reiz dieser Serie erklären. Schade, denn in Grundzügen hätte man durchaus was machen können.

    als Antwort auf: Game-News-Plattformübergreifend #1750041
    ChrisKongChrisKong
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    Das sind alles Infos, die heute leicht verfügbar sind usw. Aber damals halt eher weniger, respk. gabs halt dann keinen Anreiz, wenn man schon verzichtet hatte. Btw. war dafür der Resi 2 Test in der Videogames sogar die Initialzündung mir eine PSX zu kaufen.
    Silent Hill kam vor über 20 Jahren auf den Markt, das ist heute natürlich was ganz anderes. Da kann eine Community eben mit Erfahrungsberichten einen weit grösseren Impact haben. Oder anders formuliert, heute würde ich rückblickend sicher das Spiel ausprobieren und es nicht bei der Demo belassen.

Ansicht von 15 Beiträgen - 226 bis 240 (von insgesamt 31,096)