ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerNach ein paar Stunden mit Control auf der PS5, mal kurz ne Rückmeldung zur Konsole. Das Pad ist im Vergleich zur PS4 ein deutliches Upgrade. Das macht wirklich deutlich mehr Spass damit. Was mir auch sehr gut gefällt, ist, wie schnell die Konsole spielbereit ist. Und natürlich hat es einen ordentlichen Einfluss auf die Ladezeiten im Spiel, wobei ich denke, dass da bei Control noch mehr hätte drin gelegen wäre.
ChrisKongTeilnehmerIch glaube Automaten ohne spezielle Funktionen habens sicher schwer, wir leben schliesslich in einer Freetoplay Welt. Dass der Kunde da für Spiele latzt, die er 1:1 auch zu Hause haben kann, kann ich mir schwer vorstellen. Denke bei den Fighting-Automaten wird genau das das Problem sein, oder nicht? Will sagen, wenn die Automaten keine Art Zirkusattraktion sind, die man zu Hause haben kann, dürften sie vielleicht eher uninteressant sein, also klassische Automaten mit Shootemups, Bemups usw.
Sind eigentliche aktuelle Arcades mit Highscores weltweit vernetzt? Denke das ist ja auch so ein Bedürfnis unter kompetitiven Spielern, welchem mit den ganzen E-Sport-Ligen Rechnung getragen wird. Man will halt nicht nur der King im Dorf sein, sondern weltweit. Und mit diesen E-Sport Events wird wohl massig Geld verdient. Von daher ist so eine Kette wie Planet Arcades wohl recht anachronistisch.
ChrisKongTeilnehmerVanquish auf Rollschuhen. Läuft flüssig, aber die Grafik ist jetzt nicht mein Fall.
ChrisKongTeilnehmerIch finde es trotzdem erstaunlich. Ich meine, wenn man sich damit auseinandersetzt, also beruflich, dann sollte man doch schon aus Eigeninteresse Qualitätsmerkmale festlegen bezw. erkennen können, oder nicht? Arcades sind ja doch recht Nische in deutschsprachigen Gefielden, da würde ich als Laie davon ausgehen, wer sowas in der Form anbietet, kennt sich aus. Deiner Schilderung nach zu urteilen, scheint es wohl den Betreibern egal zu sein. Und wenn es brechend voll war, dann scheint das Konzept ja aufzugehen, das heisst der Kunde mit Erfahrung ist vielleicht gar nicht die Zielklientel. So wie der Hardcore-Zocker auch nicht der dezidierte Mini-NES/SNES Kunde ist, sondern eher die Retrowelle bewirtschaftet werden soll.
Aber eine interessante Beobachtung. Und btw., ich glaube noch immer, dass du dich mit einem Autor in Verbindung setzen solltest, um deine Arcade-Erfahrungen festzuhalten. Das könnte dann für ein Unternehmen wie Planet Arcades ja eine Art Bibel werden. 🙂
ChrisKongTeilnehmerGeleakte Bilder von den Fallout Sets. Bin begeistert und gespannt wie Bolle auf die Serie.
ChrisKongTeilnehmerNight Teeth (Netflix)
Aller guten Dinge sind drei. Darum ist das jetzt der dritte Vampir-Streifen innert ein paar Tagen, den ich mir angeschaut/angetan habe. Er passt wie auch schon Day Shift perfekt ins Netflix Angebot. Eine Story, die zusammengeklaut ist aus Collateral und Blade, Hip Hop Mucke und Club Sound drüber gelegt, wirre Schnitte, die Szenenabfolgen in nicht chronologischer Abfolge zeigen sollen, komische Anschlussstellen, die keinen Sinn ergeben usw. Also die ganze Palette an Fehlern, die man mittlerweile bei jedem Netflix Film erwarten darf. Klar, gibt natürlich auch Ausnahmen von der Regel. Aber dieser Blutsauger-Verschnitt ist die Regel. Aus drehtechnisch praktischen Gründen ist die Handlung wieder in L.A. angesiedelt. Warum sich Vampire, deren ärgster Feind auch hier die Sonne ist, sich ausgerechnet den Sunshine-State California als Verweil-Platz aussuchen, dürfte das Geheimnis des Autoren bleiben. Ebenso, warum Menschen und Vampire friedlich koexistieren, ein privilegierter Vampir aber meint, sein Jetset-Lifestyle wäre nicht genug und lieber einen Krieg vom Zaun bricht. Dabei sind die anderen Clans gefühlt gar nicht präsent und warum zwei Vampir-Damen, wovon eine sogar ein verwandelter und kein reiner ist, gleich alle anderen aufmischen können, weiss auch niemand. Weder haben sie spezielle Waffen noch sonstige Skills, die die anderen Vampire nicht hätten. Also man kann ja über schrottige Vampir-Streifen sagen, was man will. Aber früher hat man sich wenigstens ein bisschen um Zusammenhänge bemüht, die verständlich waren und einer Logik folgten. Das hier ist einfach nur ausgemachter Käse. Nicht gut inszeniert, sauschwach geschrieben – eben eine typisch lustlose Produktion, die nicht mal im Ansatz sein Potenzial abschöpft. Dabei hätte man, wenn man schon den Klassenkampf symbolisch bemüht, durchaus was draus machen können.
Auch witzig, wenn einem nonchalant das Alter der einen Vampir-Dame um die Ohren gehauen wird, aber nach 200 Jahren L.A. oder so kann die kein Spanisch? No podria ser mas tonto. Gemäss imdb ist das auch der erste Film des Autors. Entschuldigt das etwas? Nein. Irgendwer hat für dieses Zeug Geld gesprochen. Wie man so offensichtlich fehlende Qualität absegnet, ist ein weiteres Rätsel. Wenn da wenigstens eine zündende Idee drin wäre. Aber Pustekuchen.
Darstellerseitig wartet man mit der üblichen C-Prominenz auf. Megan Fox hat schon bessere Tage gesehen, ihre Nebenrolle ist so schnell vergessen wie der Rest. Die Darstellerin des Psycho-Vamps zeigt wenigstens sowas wie Spiellust, die Figur bleibt trotzdem hohl. Und Alfie Allen, bekann als Greyjoy aus GoT taugt als Umstürzler der bestehenden Ordnung so gar nicht. Sein Charisma ist mit dem eines Toastbrots vergleichbar.
Wenigstens verzichtet der Film auf Sonnencreme für Vampire. Ich glaub ich schreib auch mal Zweiseiten-Treatments bei denen ich einfach Ideen aus bekannten und beliebten Filmen kombiniere. Schlechter als dieser Quark wirds auch nicht sein. Wenn Netflix das Geld so locker sitzen hat, sollte man es wirklich mal wagen. Hmm, mal überlegen, zeitreisende Vampire. Gabs das schon? Back to the Futter, ein Vampir stellt fest, dass wenn er sich in der Vergangenheit nicht selber beisst, er nie ein Vampir wird. Oder Vampolition Man. Ein Vampirjäger und Dracula werden eingefroren und erwachen im Jahr 2090 wieder in einer futuristischen Utopie. Fluchen ist dann erlaubt, weil Netflix sowieso alles wegpiept über standardmässig installierte Soundsysteme in den Strassen. Wesley Snipes kriegt einen Cameo als blonder Blade. Simon sagt, friss dieses Drehbuch.
ChrisKongTeilnehmer@Genpei
Diese Übertechnologisierung ist halt für das Gefühl eines echten Abenteuers halt aus narrativer Sicht ein veritables Problem. Heute hast du ja auch einen ganzen Baukasten an Möglichkeiten, um die ein Handy funktionsunfähig zu schreiben. Akku leer, kein Empfang, es wird gestohlen, zerstört, etc. Das heisst man muss immer mehr Screentime und dgl. aufwenden, um sich von all diesem Ballast zu befreien, damit man sich dann wieder der eigentlichen Geschichte zuwenden kann. Die Eroberung des Alls ist freilich so eine letzte filmische Bastion, die wir uns halt als letztes echtes Abenteuer vorstellen können. Einige Regisseure und Autoren haben das auch verstanden, während uns andere langweiligen Kram wie Enders Game vorsetzen, der klar auf die Gen, die mit 3D Videospielen aufgewachsen ist, abzielt oder mit der Retro-Giesskanne einmal über den ganzen Streifen drübergeht, damit wir uns gegenseitig auf die Schulter klopfen können, so z.B. in Ready Player One. Die Essenz aber, respk. was diese Filme und Spiele so einzigartig machte, das scheinen die oft nicht zu verstehen und können es auch nicht reproduzieren. Müssen sie auch nicht. Nur sind sie auch immer weniger in der Lage, etwas Eigenständiges zu kreieren.
ChrisKongTeilnehmer
ExplorersJoe Dante wurde vor allem mit Gremlins bekannt. In seiner Vita finden sich aber viele originelle Filme, die die 80er entscheidend mitgeprägt haben. Leider kam ab Mitte der 90er nicht mehr viel Erinnerungswürdiges. An Explorers hatte ich nicht mehr viele Erinnerungen. Umso gespannter war ich, wie gut er sich gehalten hat oder eben nicht. Leider gabs den Film nur als DVD im Mediabook. Entsprechend Abstriche muss man bei der Bildqualität machen. Hier wäre sicher mehr drin gewesen. Auch das Bonusmaterial ist bis auf eine geschnittene Szene, die nicht wirklich relevant ist und dem Originaltrailer nicht gerade üppig bestückt. Für den Preis des Mediabooks dürfte man durchaus mehr erwarten. Zumal der Film div. interessante Aspekte beinhaltet. Ähnlich wie Goonies, der im selben Jahr erschien, so erleben wir hier auch die Geschehnisse aus der Sicht der Kinder. Die Erwachsenen stellen nur Hürden und Bedrohungen dar. Es gab da noch div. andere Filme, die vor und danach entstanden sind und einen ähnlichen Duktus haben. Stand by Me und der Flug des Navigators erschienen ein Jahr später, E.T. war ein paar Jahre früher und sicher das prototypische Beispiel. Ein weiterer Film, der mir noch einfällt, wäre D.A.R.Y.L. mit Oliver Barett, den die meisten aus die Unendliche Geschichte kennen. Auch dieser Film wurde im Jahr 1985 released. Man kann also durchaus eine Konzentration von diesen Filmen in diesem Zeitraum feststellen. Heute scheint mir die Art Film komplett unterrepräsentiert zu sein.
Die Ausgangslage ist meist so, dass die Kinder/Jugendlichen durch das Unverständnis der Erwachsenen in eine Parallelwelt gedrängt werden, in der die Spielregeln auf sie zugeschnitten sind. Und es ist dann eben dieser unverstellte Blick, der sie die Hürden und Bedrohungen meistern lässt. Zumal die Einschränkungen der Mittel alles wie ein grosses Abenteuer erscheinen lässt. Und genau das findet dann meist auch in diesen Filmen statt, ein Abenteuer.
Im Zentrum stehen hier drei Jungen, Ben, Wolfgang und Darren, der durch sein beherztes Eingreifen in einer Schulhausprügelei zu den anderen zwei dazustösst. Jeder hat seinen eigenen familiären Hintergrund, über den man mal mehr mal weniger erfährt. Einige Andeutungen erinnern denn auch an ähnliche Geschichten, ohne dass allzu sehr auf diese Punkte eingegangen wird. Aber wie schon in Stand by Me ist hier nicht alles heile Welt.
Ben, gespielt von Ethan Hawke, träumt Dinge, die Wolfgang zum Bau von speziellen Motherboards inspirieren. Erst denken sich die Jungs nichts dabei, aber die daraus folgenden Experimente lassen eine luftdichte Kugel entstehen, die gelenkt und deren Grösse verändert werden kann. Warum nicht mit alten Utensilien ein eigenes Raumschiff basteln?
Als dann alle drei Jungs von diesen Dingen träumen, wird klar, dass dahinter eine Absicht steckt und wie Kinder nun mal so sind, muss diese Neugier befriedigt werden.
Irgendwie schwer vorstellbar, die Geschichte in der Jetzt-Zeit spielen zu lassen und dem Zuschauer glaubhaft diesen Entdecker-Drang zu vermitteln. Das funktioniert wesentlich besser in einer Zeit bevor das Internet so selbstverständlich war wie der Strom aus der Steckdose. Ich denke das ist auch eine der grossen Stärken des amerikanischen Kinos, das diesen Pionier-Geist wie kaum ein anderes Kino zu feiern weiss. Das scheint einfach tief in der DNA des Landes zu stecken.
Und genau das ist es denn auch, was mich auch immer wieder reizt, mir diese Filme aus meiner Kindheit anzusehen, weil sie sozusagen selber eine Art Inspiration waren. Was der Film wirklich grossartig macht, ist, wie er die Spannung aufrechterhalten kann, ohne irgendwelche Antagonisten oder dgl. zu bemühen. Dick Miller – seine kultige Verkörperung des bürgerlichen Amis aus Gremlins bleibt unvergessen – verfolgt zwar als Sheriff das unbekannte Flugobjekt, aber ist dann auch eher in sentimentaler Weise an seine eigene Vergangenheit erinnert als dass er den Spielverderber geben könnte.
Das Finale ist dann leider nicht ganz so gelungen wie der Rest. Sind die Sender der Botschaften erst mal enthüllt, verliert der Film ein wenig von seinem Zauber und driftet zu sehr in den Klamauk ab. Mangels Unkenntnis des amerikanischen TV-Programms, hat man in der deutschen Synchro sich wohl entschieden, die Zeilen so rüberzubringen, als wären es niederländische oder bayrische Moderatoren des deutschen TVs. Das erinnert an die Schwarzwald-Klinik Witze aus eine schrecklich nette Familie. Ob die Werbebotschaften, die dann sinngemäss zur Situation des Films passen, auf Deutsch den gleichen Sinn ergeben, konnte ich jetzt nicht ausmachen. Dazu müsste man beide Versionen 1:1 vergleichen. Auf jeden Fall übertreibt man es am Schluss damit und ums Fremdschämen kommt man nicht herum.
Der Film trägt seine Botschaft dafür nicht so offensichtlich mit sich rum, wie man es in anderen Fällen oft sieht. Aus meiner Sicht ist das ganz klar, dass ohne die kindliche Neugier, dem Menschen ein ganzes Universum verschlossen bleibt. Es ist für mich das zentralere Motiv, als die Freundschaft der drei Jungs. Bezeichnend dafür sind auch die Persönlichkeiten auf der anderen Seite, welche sich ebenfalls als Kinder entpuppen. Und so grausam Kinder auch sein können, gelingt ihnen etwas so leichtfüssig, wovon Erwachsene nur träumen können, sich nämlich über Grenzen hinweg schnell und unkompliziert anzunähern, fernab aller gesellschaftlicher Konventionen. Wo Erwachsene unüberwindbare Schranken sehen, ist es für Kinder ein Spiel, das man auch gemeinsam spielen kann und nicht nur gegeneinander.
Handwerklich spielt Joe Dantes Werk nicht in einer Liga mit dem etwas älteren E.T. Aber sie tragen beide das Herz am rechten Fleck und ich empfinde es als Privileg mit solchen Filmen in der Kindheit gesegnet gewesen zu sein. Auch wenn ich die Filme damals wohl aus anderen, aber nicht weniger wichtigen Gründen geschätzt habe.
Wer einen Trip zurück in die Kindheit sucht, hat den Film auf dem Zettel. Ob er die CGI verwöhnte Jugend von heute erreichen kann, weiss ich nicht. Wäre toll, wenns so wäre.
ChrisKongTeilnehmerBlood Red Sky (Netflix)
Und noch ein Vampir-Film auf Netflix. Ich hatte den schon eine ganze Weile in meiner Watchlist. Trotz vieler positiver Stimmen, brauchte es erst einen schwachen Vampir-Film (Day Shift), bis ich mich zu diesem hier durchringen konnte. Egal, vergleichen kann man die sowieso nicht. Vampire sind halt mittlerweile so durchgenudelt wie Zombies und da ist es natürlich schwer, der Thematik neue Seiten abzugewinnen oder es zumindest frisch wirken zu lassen. Das gelingt hier in Teilen zumindest ganz gut würd ich sagen. Die Prämisse klingt nach Passagier 57 mit Vampiren. Dazu noch ein wenig Train to Busan und Blade.
Eine Mutter fliegt mit ihrem Jungen nach New York, um dort ihren Vampirismus behandeln zu lassen, den sie mittels Medikamenten auf einem gewisses Level halten kann. Blöd nur, dass im gleichen Flieger Gangster drin sind, angeführt von Dominic Purcells (spielte Dracula in Blade 3) Charakter. Und so nehmen die Ereignisse einen Lauf, mit dem die Beteiligten nicht gerechnet haben, der Zuschauer freilich schon. Und das ist denn auch einer der Kritikpunkte. Zwar ist das alles recht spannend umgesetzt, aber man kann praktisch immer schon früh vorausahnen, auf was es hinausläuft. Etwas mehr Varianz hätte da nicht geschadet. Weiter ist die Inszenierung leider oft ein wenig bieder und erinnert z.B. in der Spitalszene eher an einen ZDF-Film. Auch die Action wirkt oft etwas statisch montiert und kratzt nicht an irgendwelchen Klassikern des Action- oder Horrorgenres. Es nur auf das begrenzte Setting des Flugzeugs zu schieben, lasse ich nicht gelten. Da haben schon andere Filme mit dem gleichen Setting durchaus mehr herausgeholt.
Für Splatterfans dürfte es eher die Cola Light Variante eines Vampir-Reissers sein, von dem Titel gebenden Blood Red Sky sieht man oft nur wenig. Aber das kann man dem Film auch zu gute halten, dass er nicht mit plumper Effektheischerei versucht zu punkten. Die Geschichte um den Überfall der Gangster wartet sogar mit guten Ideen auf, wie etwa dem kreieren von Sündenböcken. Allerdings sollte man auch nicht zu lange darüber nachdenken, warum diese ganzen Profis dann wieder Projektilwaffen mit sich führen, die eine Flugzeugwand durchschlagen können. Geschweige denn, wie diese Waffen überhaupt so zahlreich unbemerkt in den Flieger gelangt sind. Zumal ja sogar drei Skymarshals mitfliegen.
Weiter wirken auch gewisse Szenen merkwürdig, wenn im vorderen Teil des Flugzeugs gekämpft wird, das Bedrohungsszenario aber nicht mehr aufrecht erhalten wird, sich im hinteren Teil des Fliegers mit den Geiseln so gar nichts regt, als wäre dort niemand. Da hat man einfach nicht nachgedacht, diese Situation vernünftig zu lösen.
Tja und mit dem ein oder anderen eher peinlichen Dialog wird man auch leben müssen. Z.B. hätte man nur schon den ganzen Teil um die Verwandlung in einen Vampir der Mutter krass kürzen können. Solche Szenen wie mit dem Alten, der solche Sätze sagt, wie “das Böse muss man vernichten”, hätte ich sicher nicht gebraucht. Auch der psychopathische Gangster, den es mittlerweile bei jeder Entführung zu geben scheint, glänzt nicht gerade mit seinem Overacting.
Graham McTavish (Rambo 4) ist in einer Nebenrolle zu sehen. Leider hat er nicht sehr viel zu tun. Ein durch und durch sympathischer Darsteller, von dem ich gerne mehr gesehen hätte.
Ich würde den Film bei den ganzen Vampir-Filmen, die ich mittlerweile gesehen habe, so etwa im Mittelfeld platzieren. Kultstatus wird er mMn nicht erreichen, auch wenn Netflix ihn mittlerweile so bewirbt – 50 Millionen Mal angeschaut. Dafür hat er doch mit einigen Mängeln und Plausibilitätsproblemen zu kämpfen. Zudem ist er wie mittlerweile alle Netflix-Filme einfach zu lang und mit unnötiger Exposition versehen. Aber für einen spannenden Abend taugt er allemal. Die wichtigen Darsteller sind auch solide bis gut, das Setting für die Art Film mal was ganz anderes. Kann man sich durchaus geben, zumal das Genre des Vampir-Films in jüngster Zeit nicht gerade viel zu lachen/beissen hatte.
ChrisKongTeilnehmer@SFN
Wieso genau der zweite als der schwächste angesehen wird, weiss ich nicht. Hatte aber oftmals gehört, dass es der dritte sein soll. Für sich genommen werden die Meta-Ebenen stets weiterentwickelt und ich finde man kann echt jedem Teil etwas abgewinnen. Und mir ist sowieso keine Horrorreihe bekannt, die nacheinander 5 gute bis sehr gute Filme gekriegt hat. Eigentlich ein absolutes Unikum und zeigt auch, wie viel Qualität die Macher da produziert haben. Vorteilhafterweise sinds ja immer die gleichen gewesen.
Was dagegen wirklich Schrott ist, ist die Scream-Serie. Mehr als nette Ideen hat die nicht. Dafür haufenweise Plotholes und so viel Konstruktion, dass der Held der Steine neidisch würde.15. August 2022 um 19:39 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745630
ChrisKongTeilnehmerNachdem ich die PS5 nun endlich installiert habe, mit Control Ultimate Edition angefangen. Kein Vergleich zur XBox One Version. Allerdings hat man bei einigen Zwischensequenzen eine recht miese Auflösung bezw. Unschärfen, das sah sogar eher nach PS3 aus. Das Gameplay ist aber nun endlich geniessbar.
ChrisKongTeilnehmerDay Shift (Netflix)
Jamie Foxx darf sich als Vampir-Jäger in der Tagschicht versuchen. Nachdem er gegen Regeln der Gewerkschaft verstossen hat, arbeitet er auf eigene Rechnung, muss sich da aber mit allerlei zwielichtigen Personen rumschlagen, die ihm seine Beute (Vampirzähne) abnehmen. Ja klar, eine Gewerkschaft für Vampirjäger. Leider bleibt der Humor so zahnlos wie Foxx Opfer in dem Film. Dazu kommt noch, dass Bud Jablonsky (Foxx) droht von seiner Familie verlassen zu werden. Er lebt schon getrennt von seiner Frau und seiner Tochter, diese wollen nun aber von Kalifornien nach Florida übersiedeln. Hört sich wie ein Downgrade an. Vermutlich ist den Autoren nichts anderes eingefallen. Auf jeden Fall muss schnell Kohle her, aber das geht nur mit Gewerkschaftsschein. Also flugs dahin, wo ihm einer der Franco-Brüder als Aufpasser aufs Auge gedrückt wird. Leider entsteht auch daraus kaum die Dynamik eines Buddy-Movies. Ja, man kann klar sagen, dass der Film sich in so vielen Dingen versucht, aber kaum was auf die Reihe kriegt. Nicht wirklich gruselig, nicht wirklich lustig, zu wenig ernst, als dass das Familiendrama berührend wäre und die Antagonisten sind leider auch fad bis öde. Eine weitere Vermutung, während des Drehs hat man gemerkt, dass man dauernd Vampire bei Tageslicht zeigt. Also schnell eine Sonnecreme erfunden und die gleich mal als Ziel der Vampire noch ans Ende hingeklatscht. Das geht überhaupt nicht auf. Dann ist da noch Snoop Dog, der gar nicht mal eine schlechte Figur macht in seinem Solomon Kane Outfit. Aber retten kann er den Film auch nicht wirklich.
Trotzdem kann man eine kleine Lanze für den Film brechen, aufgrund seiner Ra(s)tlosigkeit wirkt er auch zuweilen launig. Aber die Laufzeit rechtfertigt die Geschichte dann auch wieder nicht. Vielleicht gings Foxx auch einfach drum, Reynolds als Netflix liebsten Darsteller abzulösen. Zumindest bei der Anzahl Netflix exklusiver Produktionen könnte Foxx das schon geschafft haben. Er sollte aber sich wieder eher ernsthafteren Produktionen zuwenden, um nicht als Witzfigur zu enden.
Fazit: Ein Vampir-Film mit ein zwei netten Ideen, einem undurchdachten Drehbuch und mässigen Effekten. Wer hier auch nur kurz die Handlung hinterfragt, hat verschissen. Zu diesem Bud, ist ganz klar ein Bud in Dosenform empfohlen. Btw. macht man auch nichts aus seiner Tarnidentität als Poolreiniger.
ChrisKongTeilnehmerKeep Breathing (Netflix)
Ich bin von dem Survival Genre recht angetan. Da weckte die Serie Keep Breathing auf Netflix mein Interesse. Mit Originalität glänzt man in dem Genre selten. Dafür gibt es zu viele ähnliche Situationen, die man schon auf alle erdenklichen Arten erzählt hat. Die Fallhöhe liegt demnach woanders, nämlich bei der Spannung. Auf dem Sektor kann die Mini-Serie nicht grad glänzen. Dafür sorgen allein schon die nervtötenden Rückblenden, welche immer wieder jeglichen Spannungsaufbau torpedieren. Diese sind im Grossen und Ganzen einfach nur langweiliges Füllmaterial. Man merkt, dass sich hier die Macher bei Filmen wie 127 Hours, Into the Wild, the Trip usw. bedienen. In Rückblenden wird dort die Kindheit, Jugend, der Tod von Verwandten etc. aufgearbeitet. Während das in den Filmen eine dramaturgische Wucht erzeugt und die Motivation der Charaktere verdeutlicht, ist das hier wie schlechtes Beigemüse. Die ganze Sinnkrise dieser Figur wirkt absolut aufgesetzt.
Sind die Survival-Szenen denn wenigstens überzeugend? Nein. Irgendwie schafft man es nicht, das Verhalten der Figur schlüssig zu machen. Dafür werden haufenweise peinlicher Klischees durchgeackert, vom selbstgebastelten Kompass, über Flugzeuge die aus dem dichten Wald heraus angeschrien werden usw. Aber von vorne.
Die junge und erfolgreiche Anwältin muss unbedingt einen Flieger in irgendein Kaff kriegen. Der Flug wird gecancelt, sie findet dann zwei Typen, die an den gleichen Ort fliegen abereher unwillig sind, sie mitzunehmen. Das Geld überzeugt sie dann doch. Nach einem Crash irgendwo in der Wildnis in einem See, ist sie und einer der Typen gestrandet. Irgendwie ist der Typ dann verletzt, wird knapp gerettet und irgendwo zwischen den Rückblenden ist er dann wohl verstorben. Habs nicht wirklich mitgekriegt. Wer denkt, dass es ab da spannender wird, irrt. Ein Bär kreuzt auf, es wird im Kreis gelaufen, Geld wird für ein Feuer verbrannt, etc. Dabei stellt sich die Figur so unglaublich dämlich an, dass es schmerzt. Warum sollte man Geld bündelweise verbrennen? Auf die Idee, vorher mal Holz zu sammeln kommt sie auch erst hinterher. Wasser muss in diesem Naturschutzgebiet abgekocht werden. Warum sollte man auf so eine Idee kommen? Anstatt einem Fluss, der mit Sicherheit aus dem See irgendwo herausfliesst zu folgen, irrt man lieber irgendwo im Wald umher. Schwimmen geht dann auch leichter mit Schuhen, sie zieht diese sogar extra an, vermutlich weil das Wasser so kalt ist. Tja und in diesem Stil geht es weiter und weiter, immer wieder unterbrochen von Rückblenden, die so gewollt an die aktuelle Situation anknüpfen wollen. Es funktioniert nur nicht wirklich. Und es zieht sich durch alle Episoden. Keine einzige kann sich abheben oder nennenswert glänzen. Erschwerend dazu kommt, dass die Hauptfigur, Liv, in vielen Szenen einfach nur unsympathisch rüberkommt. Hätte man eigentlich gleich Krysten Ritter casten können.
Fazit: Wer viel seichtes Drama will, wird vielleicht eher glücklich mit der Show. Für mich scheitert sie praktisch auf jedem Gebiet. Und von einem Survival Thriller ist man so weit entfernt wie Mickey Mouse von einer Tierdoku.
Mit Jungle gabs vor nicht allzu langer Zeit einen spannenden Vertreter des Genres mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle. Den kann ich absolut empfehlen.
ChrisKongTeilnehmerJa, leider wirds da auch noch Hintergründe geben, wenn die Polizei wegen Drogen- oder Alkoholmissbrauch ermittelt. Sie hinterlässt zwei Söhne.
13. August 2022 um 0:28 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745550
ChrisKongTeilnehmerBin jetzt nach Jötunheim gegangen und ja, äh, das Spiel ist fertig. Es folgt noch der Hinweis, dass man die Walküren noch besiegen kann oder Sachen in Muspelheim oder Niflheim erledigen. Ich so, das ist jetzt aber nicht deren Ernst? Dann mal nachgeschaut, tatsächlich, Asgard, Vanaheim und Svartalfheim kann man zwar anwählen in Tyrs Tempel, aber in diesem Spiel gelangt man nicht dorthin. Kam da von oben die Entscheidung, einfach das auf mehrere Spiele zu verteilen? Da wunderts mich ehrlich gesagt nicht mehr, dass der Nachfolger schon dieses Jahr erscheint. Geht mir da jetzt auch nicht drum, dass es nicht genug Inhalt gewesen wäre, aber so fühlt es sich so unrund wie nur irgendwas an. Erst die ganzen schönen Welten, dann gegen Ende wurds immer dünner. Wirklich fette Bosse kamen auch keine Mehr, aber viele Varianten der immer gleichen Standard-Gegner.
In Muspelheim danach noch ein paar Aufgaben erledigt, auch wenn zum Teil gar nicht klar ist, was man genau erreichen soll. Gegner können sich schnell heilen. Schöner Hinweis, hab ich auch selber gemerkt. Schreibt doch einfach, dass man die alle besiegen muss.
Vielleicht hätte man wirklich einfach nur straight seine Geschichte erzählen sollen und viel von dem Semi-Openworld Gameplay mit unkomfortabler Reisefunktion weglassen sollen. Lieber noch ein paar frische Szenarios und ein würdiges Finale. Balduin der Götterschreck fühlte sich irgendwie auch nur wie ein Zwischengegner an.
Studio Santa Monica sollte zu Naughty Dog in die Nachhilfe. Wenn man schon so schamlos dort klaut, dann bitte auch die Stärken. Ich glaube, hätte man auf weniger Hochzeiten getanzt, das Spiel wäre besser geworden. Ist immer noch ein tolles Spiel, ich bereue nicht, es gespielt zu haben. Aber für einen absoluten Überflieger fehlts an zu vielen Ecken und Kanten. Hier hat offensichtlich Zeit gefehlt fürs Finish. -
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