ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerhttps://www.nba.com/news/nba-players-who-currently-wear-no-6-jersey
Eine grosse Geste der NBA und NBPA, die Nr. 6 von Bill Russell wird ligaweit die erste Nummer sein, die nicht mehr vergeben wird. Aktuelle Spieler behalten diese, danach wird diese Nr. nicht mehr eingelöst werden können.
12. August 2022 um 20:08 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745547
ChrisKongTeilnehmer@Nightrain
Das mit dem unfertig ist wohl definitiv so. Mir ist nämlich ein Bug aufgefallen, an dem man wohl kaum vorbeikommt. Wenn man hin und wieder mit Sindri oder Brock spricht, respektive Atreus, dann hört man ihn kaum. Fast so, als wäre er schon in Wallhalla. Und das ist jetzt schon zig mal passiert. Also hat man das nach Jahren nicht mal weggepatcht. The Fallen Order hatte ja auch gerade im Schlussteil div. Unfertigkeiten, was ebenfalls auf Termindruck schliessen lässt. Von daher ist für mich der Nachfolger erstmal eh kein Day One Kauf. Nach dem Motto hat ja schon mal funktioniert, warum sollte das jetzt besser sein? Ich bin da skeptisch und das Spiel läuft ja nicht weg.
ChrisKongTeilnehmerGut, Bodensatz, dann empfehle ich einen Ausflug nach Netflix. Dort findest du viele Bulgarien-Lagerhallen-Actioner, in denen schwächere Darsteller sogar nur in Nebenrollen auftauchen. 🙂
Und wegen Meinungsäusserung, bitte keine Zurückhaltung. Ich finds ja eher schade, wenn man nur eine Meinung zu einem Film liest. Ich komm leider auch nicht dazu, zu allem etwas zu schreiben. Aber das nächste ist schon in Arbeit.
ChrisKongTeilnehmerDie Nachfolger versuchen halt eine Mythologie aufzubauen, vermutlich zu viel Assassins Creed gespielt und davor noch Wanted reingezogen. So kams mir zumindest vor. Sind ja ganz nett geworden, aber als handwerklich gute Filme würde ich sie nur partiell einstufen. Musik scheint man beispw. auch nicht mehr wirklich einsetzen zu können. Oft nur noch als behinderte Mucke im Hintergrund, das wars. Einer wie Michael Kamen fehlt mir da definitiv.
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kamen
Das allein hebt schon div. Filme von der Masse ab. Etwas, das man zumindest bei Bond immer verstanden hat und auch bei M:I trägts zum Spannungsaufbau bei. Oder kürzlich hatte ich das in einem Kommentar auf FB erwähnt, der originale Predator profitiert enorm von Alan Silvestris Untermalung. Wenn ich an den Film denke, kommen mir grad die entsprechenden Stücke in den Sinn. Kann man das von Predators, Predator Upgrade, Alien vs Predator behaupten? Meist nur noch underklassige Remixe.
ChrisKongTeilnehmerAnne Heche hatte am 5. Aug. einen Unfall und lag seither im Koma. Eine Darstellerin, die sich mit eher schrägen Rollen einen Namen gemacht hat. Sie gehörte auch zum Ensemble von Wag the Dog, einem meiner Favoriten.
ChrisKongTeilnehmerBei Actionfilmen finde ich, sollte eine gewisse Plausibilität der Action eben vorhanden sein. Ich fands bei John Wick z.B. oberdämlich, dass er uns als ultrakrasser Profi verkauft wird, aber dann nutzt er bei einer Infiltration keinen Schalldämpfer, unpräzise Waffen wie Shotguns etc. Übertreibung gehört zum Genre, aber sich wenigstens ein paar Gedanken sollte man sich schon dazu machen. Zeigt für mich aber auch, wie gut durchdacht zum Teil Choreografien aus älteren Actionfilmen sind. Heute bläht man einfach alles künstlich auf. Und dann staunen die Leute, wie erfolgreich Top Gun Maverick ist, weil der seine ganze Action nicht mit sinnlosem CGI Müll zuscheisst. Sehr gut merkt man das bei Jackie Chan, wenn man die Werke vergleicht, wo die Action eben sich aufs Set bezieht und dort, wo Hollywood dann meinte, mit Effekten unter die Arme zu greifen. Mittlerweile ist man da ja wieder von weggekommen.
Was mich bei John Wick dann auch gestört hat, waren diese Random-Figuren mit dem einzigen Zweck John Wick Exposition zu betreiben. Wider dem Konzept show dont tell, hörte man die ganze Zeit wie krass dieser John Wick ist. Sowas geht mir übelst auf den Sack und ist ein regelrechtes Armutszeugnis. Und leider übernehmen viele Actioner dieses Konzept. The Gray Man auch, dort sowohl beim Antagonisten wie Protagonisten.12. August 2022 um 9:46 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745527
ChrisKongTeilnehmer@SFN
Es gibt natürlich noch einen billigen Trick irgendwo, nämlich den Schwierigkeitsgrad auf Story-Modus runterstellen. Aber darauf hab ich auch keine Lust. Niflheim geht so von der Schwierigkeit. Aber wie gesagt, bis man für alle Geheimnisse in der Hauptkammer die Echos zusammenhat, ist das ein Dauergegrinde und sowas macht mir keinen Spass. So gut das Spiel in anderen Dingen ist, und das ist es durchaus, aber bei mir hätte das mit Sicherheit auch nicht diese hohe Wertung erhalten, optional hin oder her.
Das mit den Rüstungen ist wie Skylla und Charybdis. Zu sagen, man entscheidet sich nach Spielstil für eine, die entsprechend Fähigkeiten pusht, halte ich für Augenwischerei. Denn im Grunde gibts da nicht wirklich gross was zu unterscheiden. Ich kann ja nicht als Tank spielen und einfach Schläge einstecken z.B. Nur wie gesagt, um die guten Sachen zu erspielen, wenn man sie dann hat, dann braucht man sie auch nicht mehr wirklich.
Werde jetzt erst mal in der Hauptstory weitermachen. Man kann nur hoffen, dass die Macher viele der Kritikpunkte beim Nachfolger ausmerzen. Das Problem ist nur, bei all diesen hohen Wertungen, weiss ich nicht, was davon überhaupt bei den Machern angekommen ist.
ChrisKongTeilnehmerJolt
Kate Beckinsale darf sich im neuesten Film von Tanya Wexler einmal mehr als Action-Actrice beweisen. Vergleicht man ihre Karriere mit der von Milla Jovovich, so sind die Parallelen nicht von der Hand zu weisen. Beide verdanken ihren Ehemännern mehrere Einsätze in einer Actionreihe, bei Milla natürlich Resident Evil und Beckinsale durfte sich mit Werwölfen statt Zombies rumprügeln. Dabei wurde man nicht den Eindruck los, dass da sowohl Wiseman als auch Anderson ihre Lederfetisch-Träume verwirklichen konnten. Auf jeden Fall gelang beiden der Sprung in die Riege der A-Darstellerinnen nicht, der Genre-Film sollte sie fortan begleiten.
Jolt ist eins der vielen üblichen Action-Vehikel, wie man sie in letzter Zeit oft gesehen hat. So langsam füllt sich das Regal mit schlagkräftigen Frauen in entsprechenden Hauptrollen. Atomic Blonde, Colombiana, Kill Bill, Peppermint, Salt, Red Sparrow etc. Darunter gabs schon einiges an brauchbaren Filmen. Aber es ist wie bei den Herren der Schöpfung, man sollte nicht von jedem Streifen erwarten, dass er gleich das Genre revolutioniert. Mir persönlich reicht da oft, wenn Witz und Tempo vorhanden sind und die Choreografie einigermassen fetzt. Nur feier ich Filme wie Nobody oder John Wick nicht gleich als Offenbarung des Action-Genres ab. Es sind solide bis gute Actionfilme, die das tun, was man von ihnen erwartet. Immer wieder mal findet sich ein Vertreter, der noch ein paar originelle Komponenten bietet wie etwa Crank, Guns Akimbo, Hardcore usw. Diesen Originalitätsbonus weiss ich durchaus zu schätzen. Im besten Fall kann diese Prämisse durch den Film tragen und auch dessen Tempo bestimmen. Im Fall von Crank funktionierte das im ersten Teil wunderbar, im zweiten nicht immer uneingeschränkt.
Jolt siedelt sich da in einem ähnlichen Bereich an. In der Geschichte geht es um Lindy, die ihre Aggressionen nicht unter Kontrolle hat. Dadurch ist ihre Biografie eine, die von Gewalt geprägt ist. Versuche, diese zu kanalisieren, indem sie sich entsprechende Jobs aussucht, sind gescheitert, haben sie aber noch gefährlicher gemacht. Wie gut, dass ihr neuer Therapeut, gespielt von Stanley Tucci, eine Weste kreiert hat, die mittels Druckgeber Stromstösse aussendet, um Lindy zu beruhigen. Wenn immer sich Frust anstaut, der in Gewalt münden könnte, drückt sie den Knopf und wir erleben eine Gewaltfantasie, die aber nicht Realität wird.
Insgesamt eine nette Idee, aus der in der Summe aber zu wenig gemacht wird. Inszenierung und Umsetzung fand ich gelungen. Konsequenzen hat die Prämisse aber nicht wirklich oder anders ausgedrückt, der Handlungsverlauf gestaltet sich auch ohne dieses Feature. Er ist simpel und orientiert sich eher an dem Storytelling eines einfachen Comics. Hintergründe liefert der Film kaum welche. Am Ende propft man einfach noch was drauf, was irgendwie weder Hand noch Fuss hat und irgendwie eine Fortsetzung anteasern soll. Aber mal ehrlich, es ist so unpassend, dass es sich so anfühlt, als hätte man die Regisseurin dazu gezwungen. Vermutlich wird daraus kein Franchise und die angedeutete Geschichte wirkt auf mich zu wenig interessant, als dass sie weiterverfolgt werden müsste. Das gilt allerdings nicht für die Hauptfigur, der ich einen weiteren Film gerne gegönnt hätte. Zumal Beckinsale da wirklich eine gute Figur macht. Für Fans des Action-Genres sicher einen Blick wert, auch wenn hier nichts neu erfunden wird.11. August 2022 um 23:00 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745488
ChrisKongTeilnehmerIch kanns nicht genau sagen, nur irgendwie umschreiben, aber irgendwie hat mich God of War mit seinen Nebenaufgaben aus dem Flow gerissen. Meine Idee war immer nebenher etwas die Gegend erkunden und nach Möglichkeit Gebiete fertig zu erkunden. Dann festgestellt, dass bei der Leiche des Riesen Endstation ist, nachdem man Baldur besiegt hat. Dahinter wäre noch nen Geheimort mit Kiste gewesen, aber man kommt da nicht mehr hin. Warum das so designt wurde? Keine Ahnung. Absolut unnötig. Nun braucht man fairerweise nicht dahin, um das Gebiet zu komplettieren, aber es fühlt sich dann doch so an, als hätte man nicht alles erkundet. Wollte da nochmals hin, weil man ja ein Rätsel lösen muss, um den Durchgang zu öffnen.
Okay, dann halt nicht. Aber jetzt sind grad drei eher nervtötende Sachen offen, zum einen Arenakämpfe in Muspelheim, sonst kriegt man div. Materialen nicht für bessere Rüstungen oder dasselbe Spiel in Niflheim. Dort auch in einer Passage gerade so geschafft eine Nornen-Truhe zu öffnen, auf dem Rückweg dann zwischen zwei Schwerträder geraten, tot, über 1000 Echos futsch. Wäre ja halb so tragisch, aber für den Hauptraum braucht man Tonnen an Echos, um Risse und Kisten zu öffnen. Heisst sinnlose und langweilige Grinderei bis zum Abwinken. Gut, weiter bei den Walküren, aber auch da, ohne bessere Rüstung irgendwie chancenlos. Gefühlt macht jeder Rüstungswechsel auch irgendwie schwächer, weil dann wieder andere Werte runtergehen. Also müsste man vermutlich erst Rüstungen aus Muspelheim oder Niflheim haben, um nicht gleich vernascht zu werden. Bleibt ja dann nur noch die Hauptstory, sprich nach Jötunheim. Keine Ahnung wie weit das im Spielverlauf ist, hab aber irgendwie keine Lust erst am Ende den ganzen Rest machen zu können. Witzigerweise ist bislang nichts in der Hauptstory wirklich schwer zu bewältigen gewesen, die Gegner hatten grad etwa immer das richtige Niveau vom Schwierigkeitsgrad her. Kein Vergleich zu den Nebenaktivitäten. Keine Ahnung, ob ich erstmal doch nur die Hauptstory weiterverfolge, aber die Lust am Komplettieren ist mir irgendwie vergangen.
ChrisKongTeilnehmerSagen wirs mal so, der Toaster würde nach ein paar Sessions sehr appetitlich sein. Ich finde einfach, wenn man sich schon die Mühe für diesen Quar..äh Toast macht, dann hätte man das ja sinniger lösen können. Klingt für mich nach einem Spiel, dessen Konzept sehr schnell ermüdet.
Gibts da Gurkenscheiben als DLC oder irgendwann die Heavy Jam Ultimate Marmelade Edition?5. August 2022 um 19:25 als Antwort auf: Xenoblade 3: Rebuild of Xenosaga | You Can (Not) Redo #1745208
ChrisKongTeilnehmer@Tabby Nicht vergessen, weltweite Wirtschaftskrise mit ordentlich Teuerung. Japan scheint davon relativ ausgenommen, ob das aber auch den Technologie-Sektor betrifft wegen der hohen Nachfrage, weiss ich nicht. Aber in allen anderen wichtigen Märkten für Nintendo siehts nicht gerade rosig aus. Für das Geld für Xenoblade kriegste locker ein halbes Jahr Eskapismus aus der Konserve bei Netflix und D+. Darum sagt das jetzt nicht wirklich was über den Erfolg aus. Die Konkurrenz dürfte sich kaum besser schlagen.
5. August 2022 um 11:09 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745176
ChrisKongTeilnehmerAlso ich erwarte schon, dass man auf PS5 diesen Ballast nicht mehr hat. Wenn man schon dauernd die geringen Ladezeiten anpreist. Und ich will ehrlich auch kein grösseres God of War oder OW usw. So passt das schon ganz gut und dann sollte das eben auch machbar sein. Sollte man das jetzt wieder aufblähen wollen, würde ich es auch von redaktioneller Seite her klar kritisieren.
5. August 2022 um 10:35 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745173
ChrisKongTeilnehmerDas mit dem Warten dachte ich mir schon. Aber Rumstehen und Warten ist ja noch schlimmer als rumrennen. Kanns trotzdem nicht ganz verstehen, alle anderen Spiele in letzter Zeit hatten das nicht. Aber so oder so, warum ich immer erst ein Tor suchen muss, finde ich grundsätzlich schon Zeitverschwendung. Sollte direkt über die Karte anwählbar sein und gut is.
5. August 2022 um 3:12 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1745131
ChrisKongTeilnehmerImmer noch an God of War dran. Keine Ahnung, wie weit ich da im Spiel bin, da ich auch fleissig Nebenaufgaben erledige. Einige davon sind aber ganz schön anstrengend. Wenigstens heute mal zwei Walküren erledigt, wobei das sicher die leichtesten waren. Erkunden macht nach wie vor Spass, das Crafting glänzt mit zuviel speziellen Materialen und ist eher eine Qual. Finde da könnte man wie bei Tomb Raider einiges entschlacken. Leider braucht man das Crafting, weil man sonst kein Land sieht, kaum Schaden macht oder nach zwei Schlägen unten ist.
Aber gut, ist jetzt auch nicht in dem Sinn ein Problem, nur wirklich Spass macht das weniger. Da sagt mir der Talentbaum schon eher zu. Die Runenangriffe inkl. Ausbaufähigkeit auch da verliert man schnell die Übersicht.
Was aber wirklich brutal aufn Zeiger geht, ist das Langsam-Reise-System. Wer hat sich bloss diesen Mist ausgedacht? Selten sowas nerviges und Unnützes gesehen. Erst mal kommt überhaupt erst spät im Spiel in den Genuss davon, jetzt nach dem bislang letzten Kampf gegen Baldur. Und dann muss man da langweiligerweise immer auf dem blöden Weltenbaum rumrennen, anstatt den Ort einfach anwählen zu können. Echt die Pest sowas. Noch schlimmer wenn man den Tempel drehen will, um in eine andere Welt zu gelangen. Ich hoffe, dass diese Punkte beim Nachfolger stark verbessert werden. Spielkomfort sollte eigentlich das Zauberwort heissen. Andere Spiele kriegen das auch hin. Wenn man die Sequenzen wenigstens skippen könnte. Mich wundert, dass man sowas nicht nachpatcht, kann mir nicht vorstellen, dass darauf keine Resonanz erfolgt ist.
Abgesehen davon macht es wirklich Spass.
ChrisKongTeilnehmerThe Northman
Ein Film bei dem ich schon lange vor Ansicht div. Diskussionen mitgekriegt habe. Die Reaktionen waren doch recht gemischt. Umso gespannter war ich auf mein eigenes Urteil. Die Prämisse klingt simpel und stellt eine Variation des oft verwendeten Rachemotivs dar, welches in Film, Literatur, Mythen usw. in ähnlicher Manier behandelt wird. Dabei wird das Ziel der Rache, in dem Fall der Mörder des Vaters differenziert dargestellt. Eine gewisse Bewunderung von Seiten des Rächers kann nicht ausgeschlossen werden. In Gangs of New York wird dieser Aspekt stärker betont. Aber der grundsätzliche Ablauf gestaltet sich ähnlich.
Was unterscheidet den Film hier von ähnlichen Streifen? Nun, nicht wirklich viel. Die Motive, die bespielt werden, bleiben die gleichen, wie man sie aus zahlreichen Filmen kennt. Die grösste Überraschung des Films war für mich, wie wenig Arthouse-Elemente hier Eggers bemüht. Ganz ehrlich, für mich haben sich gewisse Erwartungen nicht erfüllt, die ich an den Film hatte. Ich werte das aber nicht negativ, da das kein Massstab ist und der Film auch nie ein Versprechen in irgendeiner Richtung abgab.
Grosse Schlachtszenen, weitestgehend Fehlanzeige. Die Rache ist eine sehr persönliche und wird auch so vollzogen. Es wird schon von Beginn weg gleich eine Absage erteilt, denn der Mörder seines Vaters konnte kein Kapital aus dieser Tat schlagen. Es findet auch schon früh eine Relativierung statt. So wird der Vater von Amleth auch als Sklaventreiber gezeigt. Zwar nur beiläufig aber ganz klar als kritischer Hinweis. Später wird darauf referenziert. Der erste Teil konzentriert sich stark auf Amleths Bindung zu seinem Vater König Aurvandil. Dabei wird ein Initiationsritus gezeigt, der das Band der beiden stärkt und Amleths Versprechen auf Rache beinhaltet.
Nach der Ermordung des Vaters und Amleths Flucht gibt es einen grossen Cut. Man erfährt auch in der Rückschau nur wenig, was mit Amleth danach passiert ist. Das fand ich doch ein wenig schade. Aber auch über die gesamte Lauflänge kann man nicht sagen, dass da wirklich Längen drin sind. Die nordische Mythologie wird sanft eingebunden. Die Schicksalsgläubigkeit Amleths wird durch sein Zusammenkommen mit der slavischen Frau gebrochen. Zum ersten Mal scheint, als wäre sein Weg selbstbestimmt und nicht vorgezeichnet. So ganz erteil der Film dem Determinismus aber keine Absage. Am Ende spinnen die Nornen ihre Fäden und der Nordmann folgt seiner Bestimmung. Dieser Konflikt erhält mMn etwas zu wenig Raum. Die Rache und ihr Preis steht über allem. Nur wurde das halt schon oft thematisiert, die interessanteren Aspekte müssen da kürzer treten.
Die zweite grosse Überraschung ist der kolportierte Gewaltgrad, der so mE gar nicht stattfindet. Ich konnte jetzt absolut nichts ausmachen, was ich als übertriebene oder gar ästhetisierte Gewalt ausmachen würde. Geschweige denn, dass der Härtegrad einer Szene nur an die Gewalt gekoppelt sein muss. Ich fand beispw. the Road mit Viggo Mortensen deutlich verstörender, gerade ob seines Nichteingreifens in einer bestimmten Szene. Da finde ich den Vorwurf, der auch geäussert wurde, Eggers würde sich in der Gewalt suhlen geradezu absurd. Von mir aus hätte man da weniger zurückhaltend sein können.
Tja und die dritte, ich würde jetzt nicht sagen grosse Überraschung, ist wie schon erwähnt, dass er weniger Arthouse ist als angenommen. Vielleicht bin ich da ein wenig Refn-geschädigt und von dessen Valhalla Rising fasziniert gewesen. The Northman wartet mit ästhetischen aber auch recht artifiziellen Bildern auf, beispw. Yggdrasil der Weltenbaum oder die Walküre, welches mehr an einen Marvel-Film erinnert hat als an Eggers eigene Bildsprache. Nichtsdestotrotz ist das in den meisten Momenten ein Genuss. Auch der Ton gefällt mir sehr gut. Etwas stört mich aber ein wenig und mir gefiel das schon bei the Green Knight nicht wirklich, zu viel unwichtiger Dialog und Monolog. Fast denkt man, Eggers vertraue seinen Bildern nicht genug und muss dem Zuschauer noch Tutorials mitgeben. Ich glaube echt, dass über 50% der gesprochenen Szenen sogar besser ohne die Laberei wären. Oft wirkt es dann eh nur so auf bedeutungsschwanger getrimmt. Das hat der Film einfach nicht nötig. So fühlt es sich für mich auch eher wie ein Zugeständnis an eine konventionellere Machart an.
Unterm Strich ein sehenswerter Film, der im Rächer-Genre durchaus Akzente setzen kann. Der nordische Background steht ihm gut zu Gesicht und an den Landschaften kann man sich auch schwer sattsehen. Mir hätten exzessivere Fieberträume Richtung Wallhalla sicher etwas mehr gegeben als profane Dialoge. Wer ähnlich gelagerte Stoffe sucht im historischen Bereich, dem seien die Serien the last Kingdom oder Vikings ans Herz gelegt. Eggers bleibt für mich ein interessanter Regisseur, the Witch will ich mir auf jeden Fall noch ansehen. The Northman empfinde ich im Gegensatz zu der Leuchtturm nicht als die gleiche kraftvolle Filmkunst, aus genannten Gründen. Macht aber nichts, ich nehm daraus viele positive Eindrücke mit. Die Darsteller haben auch allesamt gepasst.
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