ChrisKong

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  • als Antwort auf: Gernseh-Serien #1754781
    ChrisKongChrisKong
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    Willow Episode 5 (Disney+)

    Eine gewisse Zuverlässigkeit kann man der Show nicht absprechen. Woche für Woche unterbietet sie noch das Resultat der Woche davor. Also entweder wollen die nicht oder können die nicht. Das Writing grenzt wirklich schon an Arbeitsverweigerung und die Regie wirkt auch wieder so, als wäre jemand früh Morgens aufgestanden, zum Kühlschrank getigert, sich einen Orangensaft oder sonstwas rausgeholt und wieder ins Bett gegangen, mir doch egal, was ihr am Set macht.
    Wir starten mitten in Action. Erst mal wieder die Frage, hab ich am Ende der letzten Folge was verpeilt? Fehlt eine Episode dazwischen? Egal, es werden einfach mal ein paar schlecht maskierte Unholde hinter dem Heldentrupp hergejagt. Diese fliehen zu passender Poprock-Musik in den nahen Wildwald. Und der hat es in sich. Sieht zwar genauso aus, als hätte man das einen Kilometer von der nächsten Siedlung weg gedreht, aber die Optik und Atmosphäre wurde mit dem O-Saft zum Frühstück runtergespült. Ein paar bunte Glühwürmchen dürfen durchs Bild fliegen, das wars dann mit Spezialeffekten für den Rest der Folge.
    Es gibt ein Wiedersehen mit den Brownies und Rul. Der hat nun eine Tochter. Und das Outfit sah mir stark nach Batik-T-Shirt aus und Casual-Klamotten. Warum sich den Stress machen und für eine Fantasy-Serie in ein Kostum schlüpfen? Wir erinnern uns, Rul und sein Partner liefen in knappen Fellen umher und waren eher sowas wie die Tarzans in Mini.
    Jetzt sind es halt Hobbits. Erschreckend ist dabei die Tatsache, dass ich im Abspann den Namen Pablo Hidalgo erspähe, der zuständig ist für die Lore von Willow. Toll gemacht.
    Naja, auf jeden Fall sind die da im Wald und werden von einer Räuberbande gefangen genommen. Dabei wird einmal mehr die Verwandtenkarte gezogen und auch gleich noch eine Herkunft geklärt. Super-subtil, damit es auch ein 5jähriger merkt, bevor es soweit ist.
    Dazwischen dürfen dann Jade und Kit dank Wahrheitspflaumen ihre Gefühle füreinander offenbaren. Äh hatten wir das nicht schon? Flugs wird dann eine Art Promnight organisiert, bei der auch die passende Musik läuft, damit Räuber und Helden sich dann ein wenig in den Armen liegen können.
    Ich warte die ganze Zeit auf einen Reveal, der Sabrina, die Hexe, im Bett zeigt, wie sie sich das alles irgendwie zusammengeträumt hat. Willow kann nur tatenlos zusehen, muss sich dummen Humor geben und darf vor Elora, Wahrheitspflaumen sei Dank, sich selbst zur Pflaume machen.
    Aber verlassen wir die Zauberei und wenden uns der Chemie zu. Davon gibts hier keinen Ansatz von passender. Weder zwischen den Charakteren noch zwischen Charakteren und Story oder dem Setting. Vettel, Wurm, wer mehr Infos erhofft hat, einen interessanten Ausblick oder gar Aerk oder so, der dürfte sich getäuscht sehen. Man serviert nicht mal ein Minimum an Lore, über die es wert wäre nachzudenken. Dafür eine peinliche Nummernrevue nach der nächsten, wo man einfach Elemente des Films in unpassender Form wieder ins Gedächtnis ruft. In dem Fall die Brownies und am Ende die Trolle. Die werden hier gar zu Minenbetreibern gemacht, die sich Sklaven halten. Gezeigt wird uns davon natürlich nichts, aber Boormans Erfahrungsschatz ist ja irgendwie das Einzige, was hier überhaupt was beiträgt. Und weiterhin die einzig erträgliche Figur neben Willow.
    Ich glaube hier wird es am offensichtlichsten, wer addressiert werden sollte. Sicher nicht die, welche mit dem ursprünglichen Film aufgewachsen sind und/oder diese Welt ihren Kindern nahe bringen möchten. Da eignet sich das RTL-Sonntagnachmittagsprogramm von Anno Dazumal wesentlich besser. So trashig das auch oft war, spürte man bei den Machern doch eine gewisse Begeisterung. Und Mädchen durften eine starke Anführerin in Xena erleben. Irgendwie scheint es einfach diesen Mythos unter den Studios zu geben, wonach eine Zielgruppe auch als Personen in Form ihrer Alter Egos vertreten sein muss, um als Show interessant zu sein. Was für ein Nonsens. Dass man irgendwelchen Kindern nacheifert war früher eher die Ausnahme denn die Regel. Heute scheint es umgekehrt. Leider scheint das wichtiger zu sein, als diese Personengruppen mit Ecken und Kanten zu versehen. Und hier hat man wirklich die Speerspitze langweiliger Charaktere geschaffen. Gut, was will uns der Boomer sagen, werden manche denken. Ich fühle mich ja nicht unterrepräsentiert oder die Serien zu wenig erwachsen. Das sind sekundäre Kriterien, wenn überhaupt. Aber talentfreien Autoren wie Jonathan Kasdan sollte man mal Shows aus dem UK zeigen wie etwa Skins (7 Staffeln – glaub auf Netflix verfügbar) oder Misfits (5 Staffeln). Dort sieht man praktisch nur junge Erwachsene und Jugendliche, aber nicht diese glattgebügelte Masse wie in Willow.
    Und da gibts noch hunderte Shows, die empfehlenswerter sind. Darum muss die Frage an die Macher gestattet sein, was genau dieser Mist bezweckt, wenn man von der Materie keine Ahnung zu haben scheint. Es ist keine stimmige Fantasy, es ist kein gutes Coming of Age, es ist keine geglückte Retro-Bespassung und eine Parodie will es auch nicht sein. So bleibt nur der Verdacht, dass es sich hier um einen billigen Lückenbüsser handelt. Vielleicht hätte man aus der Not eine Tugend machen sollen und ein Fanprojekt starten. Sechs Episoden, wie man Willow fortführt nach Ideen von Fans. Diese Form von Austausch wäre zwar auch nur ein Experiment, aber eins, das fraglos interessanter wäre, als was wir bislang sahen. Nein, Fans stellen sich nicht so tölpelhaft an. Kasdan ist nach dieser Definition kein Fan. Dieses Unvermögen ist wirklich schwer zu begreifen. Darum bleibt mein Verdacht, dass man nicht nur nicht kann, sondern auch nicht will.
    Mir tut es ehrlich leid für Warwick Davis. Davis hat auch ein gutes Gespür für Timing, was den Humor, den er transportiert, irgendwie auch erträglich macht. Der ganze Rest ist ein Sammelsurium an Laienhaftigkeit. Das ist wirklich ein neuer Tiefpunkt für Lucasfilm. Aber sehr gutes Anschauungsmaterial für Filmstudenten. Allein an dieser Folge kann man potenzielle Problemstellen sehr gut abarbeiten.
    Funfact zum Ende, dieses Mal hat man am Ende auf unpassendes Popgedudel im Abspann verzichtet. Dafür ist es schon in der Episode selbst integriert.
    Bleiben noch drei weitere Episoden für Eskapaden ähnlicher Natur. Die sind so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Vielleicht ist das aber alles auch nur ein Holyday-Special, das zu früh gestartet ist und liebevoll dem Star Wars Holyday-Special huldigen will. Ich überlege echt, ob ich Lucasfilm eine Mail schreibe. Das wird dort sicher keiner Lesen, aber bei der Trauerarbeit geht es ja darum, das eigene Trauma zu verarbeiten. Und darüber schreiben hilft.
    Die Therapiestunde nächste Woche ist schon fix eingeplant. ^^

    als Antwort auf: PlayStation 5 Talk #1754750
    ChrisKongChrisKong
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    @Bupple

    Ich weiss nicht, wie das mit der Dauer ist, je nach Leitung vermutlich, ich habe was mich interessiert von der PS4 auf die PS5 übertragen. Da kannst du in einem Untermenu selber auswählen, was du transferieren möchtest. Fand das relativ unkompliziert, aber hat bei den Speicherhungrigen Spielen halt recht lange gedauert. Wüsste nicht, ob da jetzt zwischen digital erworben und per Disc installiert unterschieden würde.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1754287
    ChrisKongChrisKong
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    Willow Episode 4 (Disney +)

    In dieser Episode verschlägt es den Trupp nach Schloss Nockmaar, dem Sitz von ehemals Bavmorda. Sicher gibt es hier ein paar Immersions-Killer weniger als in den Episoden davor, aber sie sind trotzdem da. Was sollen solche Sprüche wie Fibunacci-Zauber? Lachen da Nerd-Studenten drüber?
    Was spannend als Ausgangslage anmutet, entpuppt sich leider als nicht wirklich atmosphärisch. Die Inszenierung wirkt leider auch wieder so, als hätte ein Filmstudent hier versucht seine Abschluss-Arbeit abzuliefern. Nur keine wirklich gute. Die ersten zwanzig Minuten ist viel Expositionsgelaber. Die Figuren gewinnen dadurch auch nichts hinzu.
    Ich bin wortwörtlich eingepennt sprich kurz davor und habs dann erst mal ausgemacht und nach einem Nickerchen fortgesetzt.
    In der zweiten Hälfte passieren dann wenigstens ein paar Sachen. Nichts, was man nicht schon eine Meile gegen den Wind riecht. Aber auch da, Spannung können die einfach nicht und die Kamera ist speziell in einer Szene eine absolute Katastrophe, als Jade angegriffen wird. Da klebt die Kamera so an den Figuren, dass man von der Action praktisch nichts mitkriegt. Vom Schnitt sprech ich besser nicht, der fügt sich nahtlos in diesen Dilettantismus ein. Daneben gibts Weichspül-Effekte um Szenen des Originalfilms als Visionen und dgl. einzubauen. Das mutet auch so nach Low-Budget an. Die Kulissen gehen einigermassen in Ordnung, aus dem Setting macht man aber Nullkommagarnichts. In der Mitte gibts mal einen schönen Panorama-Shot und gegen Ende, wenn wir eine andere Figur endlich mal wiedersehen, respk. wenn unser Trupp abzieht und Aufnahmen aus der Totalen zu sehen sind, wird das Auge erfreut. Also für insgesamt eine Minute hat man Eyecandy.
    Der Rest wird mit unpassendem Humor, wenig spannenden Haupt- und Subplots, weiterhin recht blassen Charakteren und dgl. aufgefüllt. Die Geschichte könnte ein 5jähriger besser schreiben. Der Hinweis, Bavmorda steckt in jedem von uns drin – gemeint ist Sorsha und Nachwuchs – sollte vermutlich einen Horkrux-Witz initiieren, der aber vergessen wurde oder aus Versehen der Schere zum Opfer fiel.
    Die Musik ist hier mal etwas besser, bis auf den End-Credit Song, der einem dann wieder rausreisst. Und würde man am Ende nicht noch die hässlichen Angreifer aus der ersten Folge sehen, hätte man im Grunde gar keine Fantasy-Gestalten drin in der Episode. Also so mieses Worldbuilding geht einfach mal gar nicht. Die kostensparendste Xena-Bottleshow hat das besser gemacht. Das ist eben der entscheidende Unterschied, wenn Wille und Leidenschaft am Werk sind, kann aus der Not eine Tugend gemacht werden. Aber ohne Talent, Verständnis für Spannungsaufbau, Szenen, Dialogen und schlicht allem, was eine Serie sehenswert machen soll, wird das weiter nichts.
    Fragt sich eigentlich auch, woher Willow all das Wissen her hat. Fast scheint es auch so, als konnte man sich nicht so recht entscheiden, wie man Willow nun darstellen soll.
    Der Exorzismus des Prinzen ist auch so toll gepaced. Willow einfach verschwunden, taucht dann unvermittelt wieder auf.
    Vier Episoden und daran beteiligt zu sein, ich würde vor Scham im Boden versinken und auf einen Alias-Namen im Credit bestehen. Vielleicht sollte man den Point of View wirklich wechseln und die Serie als eine Parodie auf schlechtgemachte Fantasy verstehen. So funktioniert sie zumindest einigermassen und man kann herzhaft über die nächsten Fettnäpfchen lachen, in die die Macher hineinspringen mit Anlauf. Irgendwie tun mir ja Kinder und dgl. leid, deren erste Berührung mit Fantasy im TV das sein wird. Da wäre eine Warnung für die Eltern angezeigt. Ronja Räubertochter hat bald 40 Jahre auf dem Buckel und ist klar die empfehlenswertere Alternative, auch wenn thematisch nicht alles gut gealtert sein mag. Ich bin heilfroh damit und nicht mit solchem Mist, wie dieser Serie aufgewachsen zu sein.

    als Antwort auf: R.I.P. #1754198
    ChrisKongChrisKong
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    Ein Meister seines Fachs tritt ab von der grossen Bühne. Angelo Badalamenti, Komponist div. David Lynch Filme, sowie von Twin Peaks verstirbt 85 jährig.

    https://www.hollywoodreporter.com/movies/movie-news/angelo-badalamenti-dead-david-lynch-composer-blue-velvet-1235280660/

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1754073
    ChrisKongChrisKong
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    <srong>1899 Staffel 1 (Netflix)

    Mit der Serie bin ich nun durch und leider krankt sie daran, dass es eigentlich nichts zu entschlüsseln gibt. Fragen werden so gut wie keine zufriedenstellend beantwortet und animieren ehrlich gesagt auch nicht, länger darüber nachzudenken. Ganze Plotteile werden gegen Ende entsorgt und man fragt, sich warum man sie überhaupt drin hatte. Dramaturgisch weiss man sich auch nicht besser zu helfen, als gegen Ende ein künstliches Gefühl von Dringlichkeit zu erzeugen, was aber bei der Ausgangslage irgendwie absurd wirkt.
    Ich glaube mit der Hälfte der Laufzeit wäre das besser gewesen. Viele der Fährten führen nirgendwo hin, was man sofort merkt. Darum wirkt auch der Payoff am Ende so gar nicht. Das hätte so oder auch anders stattfinden können.
    Weiter wird zitiert, was nicht bei zwei auf den Bäumen ist. Man merkt sehr gut, was die Macher gerne schauen und auch spielen.
    Wer auf Mystery-Kram aus den 90ern steht, der dürfte durchaus seinen Gefallen finden daran. Und die Show hat auch durchaus ihre Momente. Ich würde sagen die erste Hälfte ist klar die bessere. Danach baut sie ab und gegen Ende wirds dann eher zäh.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1753741
    ChrisKongChrisKong
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    Ein paar Gedanken zur ersten Episode von 1899

    Wenn der Hauptcharakter mehrfach sagt, er sei nicht verrückt, ist er mit grosser Wahrscheinlichkeit genau das. Stellt sich jetzt nur die Frage, ob das Gezeigte die paranormale Realität ist oder das Gedankenkonstrukt der Hauptfigur, die ihre aktuelle Situation – Patient in einer Nervenheilanstalt – in ein Geisterschiffszenario ummünzt. Die einzelnen Charaktere könnten somit weitere Insassen sein, die sie wahrnimmt oder Persönlichkeitsaspekte der eigenen Figur. Wie ich drauf komme? In einer Szene erklärt sie, was das Gehirn alles kann, respk. lenkt. Dann heben fast alle Restaurantgäste gleichzeitig die Kaffeetassen, als wäre es ein kollektiver Verstand. Das deutet weniger auf Paranormalität hin als verzerrte Wahrnehmung.
    Weiter benimmt sich die Lady in Grün wie eine Schwester Ratchet oder Oberschwester. Sie spricht zu irgendwelchen Passagieren, als wären das ihre Patienten. Generell scheinen viele auf der Flucht zu sein. Die Japanerinnen, der Priester und sein Bruder, die Hauptfigur, die bezeichnenderweise auch Handgelenksverletzungen hat, als wäre sie regelmässig gefesselt gewesen.
    Generell scheint auf dem Schiff ein Grossteil zu gut informiert zu sein, als würden die alle eine Tageszeitung lesen. Die Hauptfigur hat tatsächlich eine dabei.
    Die Figuren benehmen sich bewusst merkwürdig, z.B. der Captain. Meine Vermutung, er kannte jemand auf dem anderen Schiff oder im übertragenen Sinn in der Anstalt. Darum auch der entsetzte Blick, als er ein Zierband findet, das vermutlich einer Frau (seiner Frau?) gehörte.
    Main-Prämisse klingt nach Event Horizon auf hoher See. Dazu passte auch das Ende, als man natürlich Überlebende findet, die enigmatische Verhaltensweisen an den Tag legen. Könnte halt genauso gut der Fantasie der Hauptfigur entsprungen sein.
    Das Intermezzo mit der Schwangerschaft wirkt auch eher surreal und als würde sie die eigene Vergangenheit nochmals durchleben.
    Wer bitte unterschreibt denn eine Brief mit dein Bruder? Den scheint sie zu suchen. War der auch auf dem verschollenen Schiff?
    Die Schiffsnamen aus der griechischen Mythologie. Prometheus, der eine enge Verbindung zur Menschheit hatte und auch vom psychologischen Standpunkt eine interessante Figur ist. Und Kerberos, der Wachhund der Hölle, der keinen aus der Unterwelt rauslässt. Und das passt eben auch wieder zum Anstaltsgedanken.
    Thematische Verwandschaft zu The Fall (von Tarsem Singh) und Sucker Punch (Zack Snyder) sowie Jacobs Ladder (Adrien Lyne) und Shutter Island (Scorsese) ist für mich nicht auszuschliessen.
    Die Kabinentüren und Nummern erwecken auch eher den Eindruck von Zellen und Insassennummern, einfach in der Art, wie sie präsentiert werden.
    Die Pyramide des Jungen sieht man auch im Vorspann. Auch da kann eine realweltliche Logik ausgeschlossen werden, denn 4 Monate in einer Kommode zu hausen ist eher unwahrscheinlich. Die Szene hat ein wenig an Aliens erinnert, was sicher auch so gewollt ist. Generell ist das Schiff in einem Zustand, der nach Vandalismus aussieht, als ob die Passagiere durchgedreht wären. Was in einer Anstalt ja jetzt eher zum Programm gehört. :leichtes_lächeln:
    Ich schau nachher noch weiter, vielleicht bin ich ja komplett auf dem falschen Dampfer. Aber dann würde es mich nicht überraschen, wenn es widersprüchliche Momente in der Show gibt.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1753736
    ChrisKongChrisKong
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    @Tabby

    Wenn dir der Showtime Humor zusagt, schon Californication gesehen oder Weeds? Die letzten Staffeln sind da nicht die besten, was aber eine generelle Showtime-Krankheit ist, s. Dexter, aber allemal eine Entdeckung wert. Ich rede bei den beiden auch nur von der Abschlussstaffel. Aber in Weeds hast du wie in Shameless einfach tolle Figuren und in Californication auch.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1753728
    ChrisKongChrisKong
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    @Tabby

    Ich war da irgendwo bei Staffel 5 oder 6 hängen geblieben. Muss den Rest mal nachholen. Richtig gute Comedy von Showtime, respk. Adaption vom englischen Original.

    @Carot

    Dann freu dich mal auf Folge 3, dort spürt man die Lust oder das Budget der Macher noch deutlicher.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1753723
    ChrisKongChrisKong
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    Willow Episode 3 (Disney +)

    Wird es besser? Etwas. Aber gut ist die Show nach wie vor nicht wirklich. Das Drehbuch ist fahrig, die Dialoge käsig. Das zeigt sich wieder gut an einer Szene, in der Willow etwas zur Flucht vorbereitet, Nebel steigt auf, dann ist Elora weg, mit dem Feind. Zack Bumm. Häh? Hat Willow da dem Feind geholfen? Warum sind die mit Pferden gleich über alle Berge? Dann wird die Verfolgung mit einer Kutsche im Schlepptau aufgenommen in einem Tempo, als würde eine Cessna einen Düsenjet verfolgen. Dann bricht auch noch ein Rad irgendwie offscreen weg. Macht nichts, Elora konnte ja zwischenzeitlich in einen Wald fliehen, wo sie auf zwei Damen trifft, die aus einer australischen Wildlife-Serie importiert wurden, samt passender Kleidung. Ist aber nicht der einzige Stilbruch. Der Kürass, von dem die Rede ist, sieht auch nach Star Wars aus und nicht nach Midage-Fantasy. Und so reiht sich wieder ein Stilbruch an den nächsten, während die statische Kamera und die reichlich undynamische Action und deren Inszenierung an die guten alten Zeiten denken lassen, als die Kamera sich wenigstens noch ein bisschen bewegt hat.
    Die Folge hat auch noch ein paar Opfer zu beklagen, nebst der sinnigen Umsetzung. Aber auch diese Tode der Figuren sind eher so Achselzucken, denn wirklich viel Profil haben die ja nicht erhalten, als dass man jetzt mit ihnen mitgefiebert hat. Und doch waren diese Charaktere interessanter als so mancher aus dem Hauptcast.
    Warum Willow mit seinen Zauberkräften erst so spät eingreift, man weiss es nicht. Irgendwie ignoriert man da den Film komplett.
    Der Humor ist leider auch so Panne, einzig Boorman ist weiterhin ein Pluspunkt. Für die, die auch durch diese ganzen aufgezählten Missgriffe nicht aus der Immersion gerissen werden, dürfen sich auf den Abspannsong freuen, der so passend ist, wie das Nu-Metal-Gedudel in der Resident Evil Kinoreihe. Denn genau daran hat das erinnert. Es wirkt nicht modern, sondern einfach nur peinlich.
    Gefühlt ist man am Ende der Episode auch keinen Schritt weiter, aber es gibt zumindest einen Ausblick, respk. ein Wiedersehen mit einem bekannten Schauplatz. Eine Überraschung ist das nicht, sondern war zu erwarten.
    Warum Elora aus dem “Gruselwald” herauswollte, ist auch absolut unklar, auf offenem Feld wird sie ja dann sofort von den Verfolgern gestellt. Und gruselig war dort einzig das Intermezzo der beiden Aussie-Abenteurerinnen.
    Willow darf dann vor weiteren Gefahren warnen und Dunkelheit die aufzieht, blabliblub. Die rennen da ja eh nur im Schneckentempo durchs offene Gelände und die bislang einzige Gefahr waren mutierte Ritter aus dem eigenen Schloss.
    Man spürt deutlich, mit welchem Enthusiasmus hier versucht wurde, eine Fantasywelt zu kreieren. Ein Locationscout hat da seine Drohne rumfliegen lassen, ein paar nette Landschaftshots gemacht und diese wurden mit Wettereffekten aus der CGI-Retorte ergänzt. Das reicht für ein Nett, aber von den Socken haut das nicht.
    Wie gesagt, in der Episode langt man sich etwas weniger an den Kopf, aber immer noch genug oft, um es ignorieren zu können. Die Darsteller sind hier zum Teil noch blasser als in den Episoden davor. Die Chemie stimmt hier auch einfach nicht. Zwischen Jade und Kit knistert es so gar nicht. Elora ist auch so fade wie steriles Wasser und Warwick wird schlicht nicht gefordert.
    Das Splitten der Heldentruppe, was zumindest für etwas Spannung gesorgt hätte, erübrigt sich auch schon wieder nach Minuten. Andere Handlungsstränge gibt es auch nicht. So kommt es, dass wir auch Sorsha in der Episode nicht sehen und ihren entführten Sohn ebenso wenig. Also von dramatischer Zuspitzung hat Kasdan auch keinen Plan. Simpelste narrative Mechaniken scheinen ihm fremd zu sein. Stellenweise denkt man wirklich an einen schlechten Fanfilm, den ein paar Freunde im Wald gedreht haben.
    Die holprige Erzählweise ohne jedes Gefühl für Raum und Zeit, ich kanns leider nicht ausblenden, so gern ichs auch würde.

    als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1753670
    ChrisKongChrisKong
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    Spider-Man Miles Morales

    Man setzt den Vorgänger voraus, eine wirkliche Eingewöhnungszeit gibt es nicht. Die Gegner sind schon sehr früh recht nervig und mit ordentlich Firepower gesegnet.
    Macht bislang so viel Fun wie der Vorgänger. Einzig die eingestreuten Rätsel fehlen noch etwas, kommen aber vielleicht noch. Präsentiert ist das Ganze auch 1A und NY ist so abwechslungsreich gestaltet, wie das eben möglich ist. Insomniac ist für Sony definitiv ein guter Fang.

    als Antwort auf: R.I.P. #1753669
    ChrisKongChrisKong
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    Ein Name aus ferner Vergangenheit. Ihre Darstellung der Sklavenbefreierin in Fackeln im Sturm ist mir hängen geblieben. Viele werden sie aus Cheers kennen oder den Kuck mal wer da spricht Filmen. An der Seite von Spock durfte sie als Vulkanierin einen Sternenflotteneinsatz leisten.
    Trauriger Fact, aus dem Umfeld von Travolta sind jüngst so einige gestorben.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1753668
    ChrisKongChrisKong
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    Ich ess keine faulen Früchte, aber danke der Nachfrage. 🙂

    Ich glaube zu wissen, dass du nicht der Black Community in den USA angehörst und darum auch nicht über die Bedeutsamkeit eines Black Panthers nachdenken musst, die speziell eben diese Community adressiert. Womit der Film beworben wurde, ist letztlich genauso unerheblich wie, ob es der erste Film mit einem schwarzen Superhelden war. Noch hat die Qualität des Filmes was damit zu tun. Das kann man dem Publikum einfach zubilligen, ohne es in Abrede stellen zu müssen. Ich fand den Film auch guten Durchschnitt und nicht mehr. Aber dass er für bestimmte Leute eben sehr viel mehr ist, kann ich genauso akzeptieren.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1753629
    ChrisKongChrisKong
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    Und welcher XXL Blockbuster hat auf so einen breiten, schwarzen Cast gesetzt? Genau, keiner. Für dich mag das vielleicht so sein, aber bei der Zielgruppe ist das was ganz anderes. Es geht eben nicht darum, einen Superhelden zu haben, sondern eben eine eigene Welt. Und der grosse Erfolg spricht hier auch eine eindeutige Sprache. Für deine Generation ist der Film auch nicht per se gemacht.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1753627
    ChrisKongChrisKong
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    Men

    A24 hat bei mir mit seinen vielen Perlen einen Stein im Brett. Entsprechend bin ich auch immer gespannt, wenn etwas aus deren Filmschmiede auf dem Markt ist. Men ist auch wieder klassisches Arthouse. Was der deutsche Zusatztitel – Was dich sucht, wird dich finden – soll, will ich lieber nicht wissen. Ich schätze mal damit soll Horror ala It Follows assoziiert werden. Horrorfans sollten nichts drauf geben, der Film hat sicherlich Horror-Elemente drin, ist aber letztlich mehr Drama.
    Jesse Buckley, die in der vierten Staffel von Fargo brilliert hat, spielt Harper Marlowe, eine junge Frau, die sich auf einem englischen Landsitz eine Auszeit gönnt. Bald wird klar, warum sie das tut. Die Ehe und dessen Ende haben die junge Frau traumatisiert. Nach und nach werden die Ereignisse aufgeschlüsselt. Dabei hat sie in verschiedenster Form Gewalt erfahren. Physisch, psychisch und emotional.
    Leider mutiert ihr Urlaub immer mehr zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Geschlechterrolle des Mannes in ihrem Leben. Dabei trifft sie auf verschiedene männliche Archetypen und Verhaltensweisen, die durch div. Charaktere verkörpert werden. Diese werden in dem kleinen Ort alle vom selben Darsteller, Rory Kinnear, verkörpert. Zum Teil wirkt das auch recht creepy und unatürlich, was die Atmosphäre aber weiter befeuert. Es sollte spätestens dann klar sein, dass es hier nicht um ein realistisches Szenario geht, sondern der symbolhafte Charakter der Umsetzung im Vordergrund steht.
    Die Umsetzung ist auch gelungen, muss allerdings sagen, dass ich mich ein wenig an typische Kurzfilme oder Episoden von Anthologie-Serien erinnert fühlte und das thematisch dort vielleicht in gestraffter Form besser gepasst hätte. So richtig überzeugt hat mich die Spielfilmlänge nicht.
    Alex Garland, der Regisseur des Films, hat ein recht breites Spektrum an Filmen in seiner Vita. Arthouse-Genre-Mixe sind ihm nicht fremd, z.B. Annihilation. Mit etwas mehr Feintuning liegt sicher noch etwas mehr drin.
    Die ästhetische Bildsprache sind auf der Habenseite und Jesse Buckley sowie Rory Kinnear schultern den Film sehr gut. Kinnear ist mir in einer wiederkehrenden Rolle in den Craig Bonds nicht hängen geblieben, dafür umso mehr als Frankensteins Monster in Penny Dreadful.
    Ein Film, der einen guten Ausgangspunkt für Diskussionen bietet rund um das Verhältnis zwischen Männern und Frauen und speziell dem Rollenbild des Mannes. Die weibliche Figur wird mit div. Ängsten konfrontiert, wie sie alltäglich erlebt werden. Natürlich wird das hier auf die Spitze getrieben, aber nicht in einer plakativen moralistischen Weise.
    Es wird hier im Grunde ein wenig der Film Antichrist von Lars von Trier invertiert, wo die Dämonisierung der Weiblichkeit das Unbehagen auslösen soll. Vielleicht ganz lohnenswert, beide Filme zeitnah zu sehen? Lars von Triers Werk ist für mich aber das bessere von beiden, lohnenswert ist Men aber trotzdem.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1753625
    ChrisKongChrisKong
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    Ich glaube beim MCU gehen die Meinungen schnell mal auseinander. Ich fand keinen der Filme so herausragend, dass er für mich in höhere Sphären vordringt. Aber gute Vertreter gabs doch einige. Black Panther gehört da für mich auch eher nicht dazu, aber ich kann die popkulturelle Bedeutung für die Black Community sehr gut nachvollziehen. Allerdings hat er auch eine recht fragwürdige Botschaft und hinterfragt seinen Determinismus auch kein Stück. Da ähnelt er sogar dem König der Löwen. Aber das würde jetzt zu weit führen.

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