geohound
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geohoundTeilnehmerTorment: Tides of Numenera
War mir erst nicht sicher was ich von einem geistigen Nachfolger zu Planescape: Torment, meinem absoluten Lieblingsspiel, halten soll. Und dann noch auf Konsole. Hab ja in den letzten paar Wochen auch eher negative Sachen gelesen, z. B. was die Technik angeht. Von Unspielbarkeit, ständigen Abstürzen und Ruckelorgie war die Rede. Ich geb allerdings nix auf das, was im Internet steht und teste lieber selbst. Spielbar ist es eindeutig, abgestürzt ist es einmal, Ruckelorgie stimmt leider. Das Spiel ruckelt ständig, mal mehr, mal weniger. Da man allerdings meistens liest, fällt es nicht so ins Gewicht. Trotzdem ärgerlich. Dafür spielt es sich auf Konsole überraschend gut. Hätte ich so nicht gedacht.
Die deutsche Übersetzung find ich gelungen, leider strotzen die Texte nur so vor Tippfehlern. Manche Texte, vor allem in der Nekropolis, wurden gar nicht übersetzt. In den selben Antwortoptionen spricht man NPCs mal mit “Du”, mal mit “Ihr” an. Manche Namen wurden unterschiedlich übersetzt. Ein Kontrahent namens “Der Widersacher” heisst dann mal urplötzlich “Der Gegner”. Da hätte man sich mehr Mühe geben müssen, gerade weil das Spiel so textlastig ist und fast nur von der Story lebt.
Die Spielwelt erinnert vom Stil her stark an den geistigen Vorgänger, die Titelmelodie ebenso. Es gibt auch sonst sehr viele Momente, die einen an Planescape: Torment denken lassen. Man findet z. B. recht früh eine Bronzekugel. Damals ein sehr wichtiges Quest Item, jetzt ein Gegenstand, mit dem man abgestellte Begleiter zu sich holen kann. Damals konnte man bestimmte NPCs anlügen und ihnen weismachen, man hieße Adahn (woraufhin irgendwann tatsächlich ein äußerst verwirrter Adahn erschien). Jetzt wird man von bestimmten NPCs mit einem Adahn verwechselt. Mein Höhepunkt war dann der NPC namens O. Denselben gabs damals auch schon, ebenfalls in einer sehr ungewöhnlichen Kneipe. Gibt noch mehr Beispiele. Story und Begleiter können aber leider nicht an Planescape: Torment heranreichen (was auch kaum möglich ist). Aber nicht falsch verstehen: Die Story ist natürlich trotzdem sehr gut, die verschiedenen Dialogoptionen sorgen für hohen Wiederspielwert. Den Hauptcharakter mal außen vor gelassen, sind die restlichen Spieler-Charaktere ziemlich austauschbar. Nur Erritis, ein Kämpfer, hat so seine Momente. Hat man den in der Gruppe, sollte man auch oft speichern
.Die seltenen Kämpfe kann man oft umgehen. Man kann sich mit Worten rauswinden (leider nicht immer), oder man interagiert mit verschiedenen Objekten, die die Gegner ablenken oder Geheimwege aufdecken, um selbige komplett zu umgehen. Falls man doch mal etwas mit Gewalt regeln will, empfehle ich den Einsatz aller verfügbaren Gegenstände oder Spezialfähigkeiten. Nur einfach “normal” auf einen Feind zu prügeln kann zwar auch effektiv sein, allerdings kommt es wirklich sehr selten zu Gefechten, von daher sollte man sich ruhig austoben.
Die Story beginnt, indem man vom Himmel fällt und keine Ahnung hat, wer oder was man ist. Gabs noch nie
. Naja, Gedächtnisverlust war ja auch ein zentrales Thema beim Vorgänger. Ebenso das Sterben. Geht man drauf, erwacht man meistens in der Stille. Eine Art Labyrinth, in dem man auch die eine oder andere Nebenaufgabe zu lösen hat. Danach gehts durch ein Portal wieder raus in die eigentliche Spielwelt. Tätowierungen gibts auch wieder, ebenfalls mit zentraler Bedeutung.Bin vom Spiel begeistert und kann es nur jedem empfehlen, der Planescape: Torment mochte. Auch wenn es nicht an die Qualität des Vorgängers heranreicht, ist es trotzdem ein würdiges “Torment”. Da kann man nur hoffen, daß der nächste Teil nicht wieder 18 Jahre auf sich warten lässt.
Edit: Ich werds definitiv ein zweites Mal durchspielen. Ich hab zwar gefühlt 95% aller Nebenaufgaben erledigt, hab aber aufgrund der Anzahl Trophäen (49%) das Gefühl, in knapp 30h doch einiges verpasst zu haben.
geohoundTeilnehmerHabs heute Nacht komplett beendet. Ich finds zwar sehr gut, aber kann Kevboard teilweise gut verstehen (Stichwort Einkaufszentrum).
Was mir gut gefallen hat:
Die Charaktere (außer 9S). Auch ein paar NPCs fand ich klasse, zum Beispiel Pascal. Überhaupt fand ich die Spielwelt und die dazugehörige Story sehr passend. Ich mochte es auch, immer wieder neue Plugin-Chips zu testen und so nach und nach meine Konfiguration zusammen zu stellen. Die Art der Speicherfunktion ist mir auch lieber als Autosave an bestimmten Checkpoints. Die verschiedenen “Völker” der Maschinenwesen fand ich klasse, vor allem die Narren im Vergnügungspark. Zwischendurch wurde das Spiel immer wieder zu einem Shoot’Em Up, was mir gefallen hat. Die 2D Platformer-Passagen waren auch ok, nur in Pascals Dorf hat mich das genervt.Was ich scheisse fand:
Zu viele Nebenquests nach dem Schema “Geh da hin und hol mir das!”. Hab mich irgendwann nur noch auf die Hauptstory konzentriert. Das Schnellreise-System ist Schrott. Es dauert eine ganze Weile, bis es freigeschaltet ist. Dann denkt man sich “Woah, jetzt gehts rund”. Tut es nicht, weil man es für einige Hauptmissionen gar nicht nutzen kann. Den zweiten “Durchgang” hätte man sich meiner Meinung nach sparen können, bzw. mit dem ersten zusammenlegen können. Dann gibts noch eine der größten Sünden im Gaming-Bereich: Kam immer wieder vor daß ich ne Horde von Maschinenwesen verdroschen habe und der ganze Boden voll war mit Zeug zum Aufsammeln. Also Geld, Items, Plugin-Chips. Fällt dann der letzte Gegner, kommt ne Cutscene und danach ist alles weg. Bei sowas könnte ich immer kotzen, unfassbar daß das in Spielen so oft vorkommt. Ist besonders dann ärgerlich, wenn ein Maschinenkern, das Cash-Item schlechthin, auf dem Boden liegt.Der Abspann. Ich persönlich betrachte das Spiel als einmal durchgespielt, aber die Credits musste ich 5-6 mal über mich ergehen lassen. Ich kann die fast schon auswendig aufsagen. Vor allem der letzte Abspann hat mich dann noch übelst abgefuckt.
Wie gesagt, ich finde das Spiel sehr gut. Aber ähnlich wie ReCore, an das ich oft denken musste, macht es mir Nier: Automata oft nicht leicht, es zu mögen
.
geohoundTeilnehmerSalut.
geohoundTeilnehmerBerserk and the Band of the Hawk am Wochenende durchgespielt. Irre. Der Hauptcharakter erinnert mich irgendwie an Jin Kazama aus Tekken. Bin mal gespannt ob nen zweiter Teil kommt.
25. März 2017 um 2:02 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1052495
geohoundTeilnehmerBerserk and the Band of the Hawk. Ich finds klasse.
geohoundTeilnehmerMessiah-77 wrote:Aber eines, lieber geohound, musst du mir erklären:Wie kann man als vernüftig denkender Mensch sich auf die Seite der Horde schlagen?!?
Als ich mit WoW anfing, hatte ich mehrere Möglichkeiten mit Leuten, die ich kenne zu spielen. Da waren zum Beispiel mein bester Kumpel, mit dem ich auch in EverQuest sehr viel unterwegs war, dessen Bruder und Schwester sowie deren Freund auf dem Realm Alleria, Allianz-Seite. Die zweite Möglichkeit war, mich dem anderen Bruder meines Kumpels sowie mehreren Leuten aus meinem Freundeskreis auf einem PvP-Realm anzuschließen, ebenfalls Allianz. Als drittes gabs noch viele Leute aus meiner damaligen EverQuest-Gilde, die ich auf einem Gildentreffen auch persönlich kennen gelernt hatte, die sich auf besagtem Gilneas-Realm niedergelassen hatten und sich die Horde als Fraktion aussuchten. Zuguterletzt waren da noch einige Arbeitskollegen, die ebenfalls für die Allianz auf einem anderen PvP-Realm unterwegs waren.
Hab mich dann erstmal für die Allianz entschieden und mir einen Zwergen-Jäger namens Elvorn auf dem Realm Alleria erstellt. Nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit teilte ich meinem Kumpel mit, daß ich jetzt doch eher Bock auf Horde hätte. Hatte er zum Glück auch, also wechselten wir auf den Realm Gilneas, auf dem ich dann meistens als Ignus, dem Untoten Krieger unterwegs war und kein Erz-Vorkommen ausgelassen habe. Später wechselte dann auch noch der Bruder meines Kumpels zu uns und wir waren dann, abseits der Gilde, oft als “krasses” Dreier-Team unterwegs.
Unter stinkenden Stieren, ungewaschenen Untoten, grässlichen Grünhäuten und trampelnden Trollen fühlte ich mich einfach wohl. Die blöden Blutelfen passen übrigens tatsächlich nicht zur Horde, schlimm wars dann aber doch nicht. Das Horde-Feeling ging eigentlich erst mit der Erweiterung Mists of Pandaria verloren.
In Schlachtfeld-Instanzen war ich erst ab der Erweiterung The Burning Crusade, und da hat die Horde mit der Allianz fast immer den Boden aufgewischt. Vor allem im Alterac-Tal waren die Siege im Namen des Kriegshäuptlings erdrutschartig. Ich war dann meistens in der sogenannten Deppen-Kurve, vor der Brücke zur Allianz-Basis. Dort gabs die meiste Ehre
.
geohoundTeilnehmerHa, ich war / bin auch auf Gilneas, allerdings auf Seite der Horde. Möglicherweise sind wir uns ja mal über den Weg gelaufen.
geohoundTeilnehmerHätte im Laufe des Abends bestimmt auch noch gefühlte 1000mal nachgesehen. Jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll
.
geohoundTeilnehmerWar selbst überrascht. Hab zuletzt gestern nachgesehen, da war auch noch nix.
geohoundTeilnehmerKann bei Amazon vorbestellt werden. 89,99 Euro.
Edit: Erscheint bei der Suche allerdings nicht extra. Einfach die normale anklicken dann kommt die Option auf die Special Edition.
geohoundTeilnehmerSieht wirklich stark aus.
21. März 2017 um 16:23 als Antwort auf: Walking Simulator_Story telling Adventures_Zen Gaming #1249944
geohoundTeilnehmerbitt0r wrote:Spacemoonkey schrieb:hat hier jemand schon das neue doom gespiel? den walking simulator mit shooter elementen?
ja, ich. springen kann man da aber auch. es ist auch ein platformer.
Ich würde Doom eher als King-Simulator mit Plattmacher-Elementen bezeichnen.
geohoundTeilnehmerHeute Gravity Rush Remastered, am Samstag Snoopys große Abenteuer. Letzteres war wohl das leichteste Spiel meines Lebens…
20. März 2017 um 19:11 als Antwort auf: Welches Spiel/Spiele habt ihr euch als letztes gekauft? #989500
geohoundTeilnehmerPft, dir gings doch nur darum, mich zu übertreffen
!19. März 2017 um 8:00 als Antwort auf: Walking Simulator_Story telling Adventures_Zen Gaming #1249889
geohoundTeilnehmerIch würde The Order: 1886 nicht als Walking Simulator (in der Tat ein beschissener Begriff) bezeichnen
.Gone Home… naja. Die Story fand ich nicht wirklich prickelnd. Das einzig gute am Spiel war die Erkundung des Hauses. Dachte immer, jetzt passiert gleich was! War aber nicht so. Irgendwann wars halt zu Ende. Dann hab ich es nochmal gespielt um mir die Entwickler-Kommentare anzuhören. Dachte immer, jetzt hör ich gleich was interessantes! War aber nicht so. Irgendwann haben die sich halt nur noch selbst abgefeiert. Dann hab ich es nochmal gespielt um mir die 1-Minuten-Trophäe zu holen. Dachte immer, das schaff ich mit links! War aber nicht so. Irgendwann hab ich dann halt resigniert, weil ich die dämliche Keller-Tür nicht sofort aufbekommen hab. Ich will jetzt nicht behaupten, Gone Home sei schlecht, aber man kann es meiner Meinung nach nur mit einem zugedrückten Auge noch als Spiel bezeichnen.
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