ChrisKong

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  • als Antwort auf: Xenoblade 3: Rebuild of Xenosaga | You Can (Not) Redo #1744647
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    Seriöse Tests von Rollenspielen setzen mMn schon eine recht ordentliche Spieldauer voraus. Ob dann die 100.te Fetchquest immer noch so prickelnd ist, sei mal dahingestellt. Darum würde ich auf solche frühen Tests auch kaum was geben.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1744646
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    Danke für den Bericht. Klingt alles so danach, dass ich da gar nicht erst reinschauen brauche. Mittlerweile ist der Anteil an Mittelmass bei Netflix immer weiter gestiegen. Irgendeine Prämisse, die man von einer älteren Serie geklaut hat, Figuren, die man mit zwischenmenschlichen Problemen anreichert, fertig ist der Netflix-Serienbaukasten.

    als Antwort auf: Bloodborne #1744593
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    Auf dich ist verlass. Jetzt dürfen sie gern das Remaster für die PS5 ankündigen. 🙂

    als Antwort auf: Bloodborne #1744584
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    Ach, zeig lieber mal, wie das mit UR5 aussieht.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1744555
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    Man merkt dem Film halt an, dass da ein Frischling am Werk ist. Ich bin wirklich selten von einem Debut-Werk restlos überzeugt. Sogar bei den ganz grossen Namen findet man zum Teil Kinderkrankheiten. Aber du hast natürlich absolut recht. Wenn ich mir andere Filme und Serien anschaue, wie da ein Gagfeuerwerk gezündet wird bei ähnlicher Thematik, ist das schon ein valider Kritikpunkt.
    Gibt aber natürlich immer wieder Ausnahmen, was Erstlingswerke angeht, aber die sind dann auch genauer zu betrachten. So mag z.B. Reservoir Dogs ein anderes Level zu haben, aber man darf da nicht ausblenden, dass Tarantino schon davor im Filmbiz tätig war und generell sehr tief in der Materie drin ist.
    Duel von Steven Spielberg war ja “nur” der erste Langspielfilm, nicht die erste Regie-Arbeit.
    Dann gibts natürlich noch die Onehit-Wonder, die einen guten Streifen hatten und danach dann leider nichts mehr lieferten.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1744548
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    The Paper Tigers

    Regisseur Bao Trans Regie-Debüt ist ein kleiner charmanter Film, der mit sympathischen Charakteren punktet, die zwar den üblichen Loser-Tropes entsprechen in der erwachsenen Version, aber dank ihrer glaubhaften Verkörperung auch gekonnt gegen Klischees anspielen. Es gibt eigentlich nichts, was man nicht anderswo schon gesehen hätte, trotzdem kann der Film mit etwas Eigenständigkeit punkten. Im Martial Arts Genre ist es ja eher unüblich auf die alte Männer wollens nochmals wissen Formel zu stossen. So ein paar Born to be wild Vibes sind sicher mit dabei. Männer in der Midlife-Crisis waren schon seit jeher eine solide Basis für Comedy. Normal findet man diese dann in allerlei peinlichen Situationen wieder, wie in er Hangover-Trilogie, Stichtag usw. Das ist hier nicht anders, wird aber eben um den Martial Arts Aspekt ergänzt. Die Darsteller sind weitestgehend unbekannt, darum aber auch eher unverbraucht.
    Der Film richtet sich klar an die Zielgruppe der im Film dargestellten Männer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sonst kaum jemand damit was anzufangen weiss. Frauen kommen praktisch nicht vor, für Jüngere hats nicht die Action-Choreografie anderer Martial Arts Produktionen und der Humor speist sich eher aus dem Verbundenheitsgefühl zu den Charakteren. Etwa wenn der Körper sich aufgrund des Alters eher zu Wort meldet, als man das eigentlich möchte.
    Fazit: Netter kleiner Film mit einfacher Message. Launig gespielt. Wer nicht zu viel erwartet und zur Zielgruppe gehört, kann für einen schmalen Taler mal einen Blick riskieren.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1744547
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    The Gray Man (Netflix)

    Netflix nächste Kampfansage. Aber an wen eigentlich? Im Kino findet man ja nicht statt, insofern ist der Artikel in der letzten Ausgabe der Cinema zum Teil arg deplatziert. Solange man nicht in Konkurrenz tritt, wie das z.B. bei Bond, Bourne, Mission Impossible auf Kinostufe der Fall ist, solange wird sich auch kein Druck einstellen, diese übertreffen zu müssen. Und genau da liegt auch ein wenig der Hund bei div. Netflix-Actionern begraben. Egal ob Tyler Rake, Triple Frontier, Red Notice oder nun auch the Gray Man. Keiner dieser Filme spielt in dieser oder einer ähnlichen Liga. Dabei glänzt man mit Stars und Schauplätzen, hält die Diversity-Fahne so hoch es geht, aber der Funke will nicht überspringen. Das hat mMn mit dieser schrecklichen Baukasten-Mentalität zu tun. Nicht, dass die grossen Vorbilder nicht auch auf bewährte Zutaten setzen. Aber hier konstruiert man um die Schauwerte eine Geschichte und nicht umgekehrt. Alles wirkt klinisch steril und würde sich besser als Reiseführer eignen, denn als Unterhaltungsfilm.

    So ist es denn auch in the Gray Man, bei dem in den ersten 30 Minuten die Länder gewechselt werden wie Unterhosen, 4-5 Locations, irgendwann nicht mehr mitgezählt. Man zirkelt von einem Setpiece zum nächsten, ohne wirklich das Gefühl dafür zu kriegen, was dazwischen genau liegt. Genauso, als würde man in einem Videospiel einfach den nächsten Level anwählen.

    Die Actionszenen sind jetzt nicht weltbewegend, der Rabatz in Prag ist fein inszeniert, aber wirklicher Thrill mag sich einfach nicht einstellen. Mit 200 Millionen soll das der teuerste Netflix Film bislang sein. Rausgeschmissenes Geld, wenn man nich fragt. Er wirkt etwas weniger billig als Michael Bays Six Underground – dessen Intro in Florenz eine einzige Greenscreen-Eskapade ist. Vielleicht macht es auch einfach der Look, die Kamera, der Schnitt. Hier muss man sich einfach klar hinter der Konkurrenz einsortieren. Am Ende bleibt davon auch so gut wie nichts hängen.

    Über eine wie auch immer geartete Plausibilität mag ich gar nicht erst sinnieren, steht bei der Sorte Film
    aber auch nicht an erster Stelle, wie ich finde. Mir ist es ja persönlich ein Rätsel, warum auch Sachen wie John Wick solche gigantischen Kassenerfolge sind, da für mich das eher der klassische B-Actioner sind. Gut, aber nicht überragend. Aber heute kriegt halt alles gleich viel Budget und ausschauen tuts dann halt doch nicht so recht danach. Dabei beweisen genannte Reihen, dass das jederzeit möglich ist mit fähigen Leuten. Ich spreche damit diesen Filmen keineswegs ihre Legitimation ab. Ich sehr mir sogar recht viele Actionfilme in dem Bereich an. Und immer wieder schafft es einer mit einer eigenen Note sich abzuheben. Nehmen wir mal die ganzen Filme mit französischer Beteiligung, wie Ghettogangz from Paris, From Paris with Love, 96 Hours. Es muss nicht immer gleich ein Strassenzug in die Luft gejagt werden, diese Filme überzeugen auch durch ihren Wortwitz und Einfallsreichtum, gute Choreografien usw. Diese Filme braucht man nicht künstlich auf ein A-Level zu heben. Die funktionieren auch so bestens.

    Womit wir wieder bei der Eingangsfrage landen, wo sich Netflix selber sieht mit diesem Film. Namen und Geld allein reichen einfach nicht. Und so zimmert Netflix auch weiterhin eher Dutzendware anstatt des nächsten Actionklassikers. Hier nervt es ein wenig mehr, weil mit Gosling und Evans gute und glaubhafte Gegner am Werk sind. Gosling spielt zwar einmal mehr den eher wortkargen Einzelgänger, aber die Rolle steht ihm auch äusserst gut. Wobei er darstellerisch einiges mehr draufhat, als er hier zeigen darf. Evans liefert ebenfalls ab, leider ist seine Figur einfach irgendwie im falschen Film gelandet. Zu comichaft und überdreht für diese Art Film. Damit wird auch die Prämisse wirklich hart gefickt. Immerhin geht es darum, die Skandale eines hochrangigen Mitarbeiters der CIA zu vertuschen. Tja, schön und gut, aber das Chaos, das dabei entsteht, ist ja irgendwie noch skandalöser und Evans Figur darf sich ja auch alles erlauben. Dass man im Film selber darüber spottet, macht es nicht besser. Dann kann man auch gleich dabei bleiben eher eine Agenten-Posse zu erzählen. Aber auch das ist typisches Netflix-All-you-can-eat-Buffet. Von allem ein bisschen und nichts so richtig.

    Immerhin wird einem nicht langweilig, die Schauplätze sind gefällig in Szene gesetzt. Das reicht für zwei Stunden ohne gross darüber nachzudenken. Wenn Netflix besser werden will, braucht es Stresstests, sprich Kino-Auswertungen. Ich behaupte mal, damit würde man aktuell mit praktisch jeder Netflix-Produktion in dem Bereich floppen. Als Streaming-Abonnent nimmt mans mit, thats it.

    als Antwort auf: Montys Solo Nummer #1744497
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    Gute Besserung.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1743811
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    Den wahren Horror seh ich links im Bild. ^^ Ich hab vermutlich die wenigsten der Friday-Filme gesehen, auch die mit Ice Cube nicht. Sollte ich wohl mal nachholen, auch wenn es vielleicht eher unfreiwillig komisch sein könnte. Bei älteren Horrorstreifen ist das mittlerweile oft der Fall.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1743807
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    Resident Evil Episoden 2-4 (Netflix)

    Es wird nicht wirklich besser. Dabei sind die Methoden denen von Anderson zum Verwechseln ähnlich.
    Man pickt sich randomlike einfach einzelne Elemente und vermengt sie zu einem wenig sinnigen Ganzen. Man merkt, dass die Leute von Resident Evil nicht viel Ahnung haben. Und eine Interpretation kann mans auch nicht nennen, da der Teil, den man durchaus interpretieren kann, eben aussen vor gelassen wird. Was bringt es auf Ereignisse anzuspielen, wenn man das in dieser saudoofen Art und Weise macht. Erst wird so frömmelnd getan, als wäre ein Amoklauf in Tijuana – generell scheint man sehr viel Narcos geschaut zu haben – die grosse Sache, aber ein Atomangriff auf Raccoon City, da war doch was. Das selbe mit Wesker, warum auf Referenzen aus dem Spiel verweisen, wenn man sowieso eine komplett andere Figur hat, die in ihren Wesenszügen eher Birkin entspricht?
    Dazu noch diese peinliche übertriebene Actionchoreografie, die so gar nicht zu Resident Evil passt, wohl aber zu den Jovovich Eskapaden. Aber ist halt fancypancyartsifartsicool. Sind ja Videospiele und da performen die Actionstars halt so.
    Die Unfähigkeit der Autoren geht übelst auf den Sack. Die Darstellerinnen machen ihre Sache eigentlich recht gut. Eins vom wenigen, das eigentlich funktioniert.
    Aber das ganze Worldbuilding ist ein Clusterfuck und Panne. Apokalypse, aber wichtig, dass die Kinder beim Ballettunterricht sind. Menschen müssen über Grenzen geschmuggelt werden, wo irgendwelche Fanatiker ihre Sekten etablieren, aber Handynetze und dgl. das scheint alles noch zu funktionieren, obwohl die Menschheit auf 300 Mio. reduziert wurde. Also auf der einen Seite will man uns die Endzeit weismachen, andererseits scheint es mit Ressourcen und dgl. kein Problem zu geben. Ehrlich, jede unterirdische TWD-Folge hat das glaubhafter und besser hingekriegt. Man gibt sich wirklich bei gar nichts Mühe.
    Das merkt man schon bei den Gegnern. Kanonenfutter-Zombies, die rennen, Licker die dann wieder schön verharren, anstatt anzugreifen, den Wurm aus Veronica hat man importiert, den Kettensägenmann aus Teil 4 auch gleich und einfach irgendwo sinnlos eingebaut. Bei Constantin Films scheint man auch nach wie vor die Hunter zu ignorieren, die im Spiel in Teil 1 die Spitzenpredatoren waren. Irgendwie meint man, dass die Anderson Hexalogie wohl die bessere Basis ist, neben 28 Days Later natürlich. Man klaut überall, kann selber aber keine Akzente setzen. Dort wo man sich abhebt, ist man im Grunde halt auch einfach nicht nennenswert gut. Bis und mit Episode 4 hält sich der Gorefaktor auch stark in Grenzen.
    Es bleibt wies ist, gar nicht auszumalen, was gute Autoren hier alles hätten rausholen können. Allerdings hätte auch einiges vom Spiel eine Frischzellenkur vertragen. Ein Ami-Kuhdorf dürfte wohl kaum eine Spezial-Einheit bei der Polizei unterhalten. Aber das sind lösbare Probleme. Mit gscheitem Spannungsaufbau, der in den Ereignissen im Herrenhaus gipfelt, hätte man locker eine ganze Staffel machen können. Im Spiel selbst werden ja Ereignisse erwähnt, die das kommende Unheil andeuten. Und die Saat für Ereignisse in Teil 2 könnte man auch legen. Das ganze Ökosystem Raccoon City könnte zur Disposition gestellt werden. Auch das wird in den Spielen immer im Hintergrund mitgetragen. Sei es die Verwicklungen von Wesker, der korrupte Polizei-Chef, der ermittelnde Reporter, die eingeschleuste Agentin Ada, etc. Aber von gutem Storytelling hat sich Netflix langsam aber sicher eh verabschiedet. Ein Glück kauft man wenigstens noch Qualität in Form von Better Call Saul dazu. Ausser Cobra Kai und alles was von den Narcos-Machern kommt, gibts immer weniger, was mich von Netflix direkt interessiert.

    ChrisKongChrisKong
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    Bin jetzt ein wenig besser drin und hab die Einstellungen so mal übernommen. Trotzdem ein wenig schade, das Spiel könnte nochmal ein ganzes Level höher in der Gunst stehen, wenn die Kämpfe ähnlich flott wären wie in anderen Spielen. Da merkt halt auch mal wieder, wie viel man da an anderen Spielen hat. Gerade das Durchschalten der Zielfokussierung von Gegnern ist nicht so dolle und die nahe Kamera sollten sie in einer Fortsetzung echt flexibler gestalten, bin da immer noch kein Freund von. Entstammt mMn auch klar Spielen, die eher dem Shooter-Genre zuzuordnen sind.
    Etwas überrascht bin ich vom Schwierigkeitsgrad. Musste schon ganz am Anfang wieder auf ausgewogen gehen, weil wirklich Eingewöhnungszeit gibt dir das Spiel nicht. Das überrascht sogar bei den Rätseln, die grossen Truhen zu knacken ist jetzt schon ziemlich herausfordernd, weil einige auch mit Zeitdruck beim Öffnen versehen sind. Die Rätsel und das Erkunden machen auf alle Fälle Spass.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1743781
    ChrisKongChrisKong
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    Ich bin unschlüssig, ob ich weiterschaue, aber hab ehrlich gesagt schon Schlimmeres gesehen. Gut, ich hab halt auch schon verdammt viel gesehen. Was mir auch noch einfällt, die musikalische Untermalung soll wohl zielgruppengerecht sein. Man biedert sich da weiter einem Netflix-Publikum an, anstatt man Musik wählt, die zur Stimmung der Szenerie oder im Geiste der Videospiele ist. Hier macht man aber gnadenlos bei Andersons Unvermögen weiter.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1743773
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    Resident Evil Episode 1 (Netflix)

    Die Trailer liessen ehrlich nicht viel Hoffnung aufkeimen. Die Tatsache, dass die gleichen Lizenznehmer wie schon bei Andersons Trashreihe verantwortlich zeichnen, machte das Ganze auch nicht besser. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Darum schaute ich jetzt mal zumindest die erste Episode.
    Erst Mal muss man sich komplett davon verabschieden, dass das noch irgendwas mit Resident Evil zu tun hat. Look und Feel, Coming of Age Anteile, Apokalypse-Szenario, das schreit alles laut Last of Us. Es scheint so, als hätten die den Autoren die falsche Spielreihe zugeschickt und dann mit einem groben Beschrieb der Geschichte versehen. Assoziationen mit Resident Evil weckt das null. Das fängt schon mit dieser fragwürdigen Entscheidung an, Figuren aus dem Original zu nehmen und sie komplett zu verändern. War Wesker ein Elite-Kämpfer in Diensten der STARS-Einheit von Racoon City, der sich dort eingeschleust hatte, um die wissenschaftlichen Arbeiten, an denen er auch beteiligt war, in Feldstudien zu begleiten, so ist er nun Familienvater und mutmasslicher Creator des T-Virus. Die erste Episode dreht sich in grossen Teilen um die Wiedereingliederungsprobleme seiner Kinder am neuen Wohnort. Dabei wechseln sich Szenen in 2036 mit Flashbacks in 2022 ab.
    Die eine Tochter ist im stereotypen Veganismus-Sektor angesiedelt, während die andere krampfhaft auf Anti-Establishment macht. Eigentlich hätte man diese Themen sogar wunderbar mit Resident Evil verweben können. Umbrella als Nachhaltigkeitsheilbringer, deren wahre Absichten sich nach und nach lüften. Eine junge Frau, die sich von Öko-Bewegungen radikalisieren lässt und dabei eine fatale Ereigniskette in Gang setzt. Erinnerungen an Twelve Monkeys werden wach. Wenn man schon das Setting verlässt und in diese Richtung tendiert, dann aber konsequent sein. Leider merkt man schon relativ schnell, dass die Autoren nix können.

    Es mangelt wie so oft an Plausibilität. Da brechen die Töchter in die Umbrella-Zentrale ein, die elektronisch mit Stimmerkennung gesichert ist, kameraüberwacht, alles wirkt topmodern. Es wird sogar noch vom Umgehen der Kameras gesprochen im Vorfeld. Was passiert dann? Man latscht durch den Haupteingang, kein Wachmann, der patrouilliert, nix. Dann geht der Labor-Besuch natürlich schief, aber warum gefährliche Experimente einfach so befreit werden können, man weiss es nicht. Auf jeden Fall geht dann der Alarm los und, ja genau, immer noch kein Wachmann. Während der ganzen Zeit nicht. Warum die infizierte Tölle immer wieder kurz inne hält, damit die Mädels fliehen können, auch das ein Rätsel. Aber vielleicht hat er nicht unter den Tisch gepasst, wo sich die Wesker-Kinder versteckt haben.

    Szenenwechsel Zukunft. Was die eine Tochter da erhofft zu erreichen mit ihrer Arbeit, woher das Equipement stammt etc. auch das unbekannt. Natürlich geht auch das schief, sie landet in einer Piratenfestung. Dort soll sie an Umbrella übergeben werden. Warum da persönlich einer der Cheftrottel auftaucht und man meint, die ganzen Anwohner umbringen zu müssen und damit selber riskiert, attackiert zu werden, auch das wissen nur die Autoren. Ah, halt, man will halt dem hintersten und letzten Honk zeigen, Umbrella ist böse.

    Gemäss Aussagen der Tochter sind es noch 300Mio Menschen und etwa 6Mia Zombies. Diese Rennen natürlich, weil hat man ja so in 28 Days Later gesehen. Auch dieser Film ist mehr Referenz als Resident Evil.

    Der ganze Spannungsaufbau erfolgt übelst konstruiert und wird durch noch mehr Konstruktion wieder aufgelöst. Attacke durch Riesenwurm? Kein Problem, der posiert ja schön, damit die Rettung plangemäss vonstatten gehen kann. Zombies wittern – und gemäss Aussagen der Tochter nimmt der Geruchssinn stetig zu – erst gar nix, dann aber bei der kleinsten Verletzung stürmen sie wie Haie herbei. Übrigens der Zombie-Wauwau ist nicht mal in der Lage die Mädels im gleichen Raum gleich zu erschnüffeln. Ehrlich, wer schreibt so einen Bullshit?

    Einige Anlagen für eine gute Geschichte sind ja durchaus vorhanden. Aber erstens wird das durch dieses lazy Writing schön sabotiert und zweitens ist der Name einfach ne feiste Mogelpackung und hätte ganz einfach auf die Lizenz verzichten können, wenn man sich eh schon so weit entfernt von allem, was der geneigte Spieler aus der Reihe kennt. Warum muss das Wesker sein, wenn das eine gänzlich anders konzipierte Figur ist? Warum wählt man Schauplätze in Südafrika und London? Wieso rennen hier die Zombies plötzlich? Also wenn man sich solche Mühe gibt, so gar nicht dem Original zu entsprechen, dann braucht man auch die Marke nicht, weil jeder, der dann eben das erwartet, sich zusätzlich vor den Kopf gestossen fühlt. Zu dem Resident Teenie Drama kann man stehen wie man will. Das ist für die Reihe eher ein Novum, bleibt aber nichts mehr als Staffage, damit man wenigstens irgendwas zu den Charakteren erzählen kann. Zumindest genauso wirkt es. Dabei hätte man wie erwähnt da durchaus was draus machen können.

    Ich will die Serie noch nicht ganz abschreiben, aber die Macher offenbahren in der Eröffnungsstunde schon recht viele Schwächen und Kritikpunkte. Gut geht definitiv anders.

    als Antwort auf: Was ist eigentlich mit Strictly Limited Games los?! #1743581
    ChrisKongChrisKong
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    Vielleicht sollten die ihr Geschäftsmodell mal überdenken und Vorbestellungen erst ab Goldstatus zugänglich machen. Wenn das nicht totale Flaschen im Verhandeln sind, bezahlen die sicher nicht den ganzen Batzen für die Produktion, ehe was geliefert wird. Da sollen die dem Kunden mal erklären, warum dieser ein Jahr vorher den Krempel vorfinanzieren muss.
    Aber Kundenzufriedenheit steht da wohl nicht an erster Stelle.

    als Antwort auf: Was ist eigentlich mit Strictly Limited Games los?! #1743532
    ChrisKongChrisKong
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    Wenn es Strictly ist, hat sich vermutlich eine zwei zuviel eingeschlichen. Eher bezahlt 2002.

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