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ChrisKongTeilnehmerSlow Horses Staffel 1 (Apple TV)
Versifft, abstossend, ein richtiges Ekelpaket darf Oldman hier spielen. Und er ist wie immer, einfach grossartig. Er ist hier Jackson Lamb, der Leiter einer Abstell-Gleiss-Abteilung für unbrauchbare Agenten des MI5, die aus total unterschiedlichen Gründen ihren Weg ins Slough House ( umgangssprachlich für Sumpfloch) gefunden haben, während die Elite des MI5 im Park residiert.
Natürlich ist Vieles nicht so, wie es scheint und hinter manchen Charakteren tun sich nach und nach Abgründe auf. Wie für eine Serie im Agenten-Milieu üblich wird viel geredet, Twists sind ebenso drin wie Situationen, die aufs Tempo drücken. Immer ist das nicht grad originell, aber die Stärke der Serie liegt wie bei vielen dieser kurzen Brit-Serien bei den Figuren. Es macht einfach unheimlich viel Spass sie dabei zu beobachten, wie sie sich im einen Moment ein wenig unbeholfen fühlen, dann aber über sich hinauswachsen ohne zu Übermenschen zu werden. Der Zynismus von Jackson Lamb lässt einem oft das Lachen im Hals stecken bleiben. Die Annäherungsversuche seiner Agenten untereinander sind auch nicht die üblichen Abziehbilder, die man sonst sieht. Hier sind die Menschen irgendwie noch Menschen.
Die erste Staffel erzählt eine durchgehende Geschichte, teils auch mit Rückblenden, die in sechs Episoden stattfindet. Eben so die übliche Länge dieser britischen Serien. Dann haben die Stars darin auch ausreichend Platz für ihre Kino-Projekte. Egal ob Sherlock, Luther usw., die meisten funktionieren nach einem ähnlichen Schema. Heisst auch, dass man immer damit rechnen muss, dass gewisse Charaktere in der nächsten Staffel nicht dabei sind.
Neben Oldman agieren auch Kristin Scott Thomas und Jonathan Pryce. Besonders Thomas’ Figur hat es faustdick hinter den Ohren. Wenn sie und Oldman sich die Dialogzeilen um die Ohren hauen, ist die Serie voll in ihrem Element. Mir gibt das persönlich mehr, als wenn man mit Schauwerten einfach von irgendwelchen Unzulänglichkeiten ablenken will. Die Intro-Sequenz und das Finale bieten ein wenig aufwendigere Szenarien, aber ansonsten gibt es das Braun in Grau von Londons Hinterhöfen. Man atmet die Atmosphäre von für alle Fälle Fitz und Luther. Wer sich bei diesen Serien zuhause fühlt, dürfte auch seine Freude an Slow Horses haben. Die erste Staffel hat mir sehr gut gefallen und die zweite Staffel ist auf Apple TV auch schon verfügbar.
ChrisKongTeilnehmerWohl kaum, Netflix hat ja für zwei Filme bezahlt. Und da Glass Onion einer der erfolgreichsten Filme überhaupt auf Netflix geworden ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich ein Finanzier finden wird, der Benoit Blancs Arbeit weitermachen lässt. ^^
Emancipation (Apple TV)
Antoine Fuqua ist ein Regisseur der oft für solides bis gutes Mittelmass steht. In seiner Filmografie finden sich aber durchaus ein paar Perlen wie etwa Training Day. Mit Darstellern scheint er gut zu können. Sogar ein Guilty Pleasure wie King Arthur, das ihm vom Studio letztlich entrissen wurde, scheitert letztlich nicht an seinen Darstellern. Aber was sich ebenso feststellen lässt, ohne ein gutes Drehbuch, ist er zwingend auf Darsteller angewiesen, die Schwächen überspielen. Und das ist hier definitiv nicht vorhanden. Der Name von Autor William N. Collage ist Programm. Der ganze Film wirkt wie eine bunte Zusammenstückelung verschiedener Genres. Wobei das bunt kann man getrost streichen. Was mich schon an den nächsten störenden Punkt führt. Als Stilmittel wurde das Bild farblich entsättigt und deutet immer wieder mal ein wenig an, welche Farben wir hier nicht in voller Pracht sehen. Das Bild ist zwar knackscharf, aber ich vermute das waren zu viel gelackte Hochglanzbilder, die nach Netflix aussahen und nicht nach Kunst, sodass der Regisseur dachte, wir drehen mal am Farbregler. Das Resultat lenkt mMn permanent ab und die Hoffnung, dass eine interessante Handlung bei der Stange hält, zerschlug sich ziemlich schnell.
Will Smith spielt einen Sklaven, der während es Emancipation-Acts von Abraham Lincoln in eine Strafkolonie versetzt wird, die Schienen für die Konföderierten legt zwecks Waffentransport. Durch Gespräche unter den Aufsehern kriegen einige der Sklaven mit, was sich gerade tut und suchen ihr Heil dann in der Flucht an die Front nach Baton Rouge. Dabei zieht es sie durch die Sümpfe Louisianas. Aber ein Survival Thriller ist der Film dann auch nur zu etwa einem Drittel. Die Flucht startet schon recht unglaubwürdig, die Sklaven scheinen durch die Wiesen schneller voranzukommen als die Jäger mit Pferden und Hunden. Einer der Jäger wird von Ben Foster gespielt. Er darf genauso wie alle anderen Südstaatler den Rassisten aus der Konservendose spielen. An einem Punkt will er uns was sagen, aber ich habe nicht verstanden was, ausser dass er einfach ein Arschloch ist. Eine Auseinandersetzung oder Vertiefung, die seinen Hass wirklich erklärbar macht, gibt es nicht. Und so verhält es sich auch mit dem ganzen Rest des Films. Keine der Figuren agiert irgendwie abseits der Logik der Szenerie. Die “Guten” fliehen vor den Bösen, üben später Rache. Der Simplicissimus der Geschichte darf im letzten Akt dann noch ein wenig den Heroismus zelebrieren und die ganzen Rassismus-Plot-Devices von der Landkarte tilgen. Ob das für Genugtuung sorgt, kann ich nicht sagen. Mir scheint das ist genau die Art Geschichte, die so nur ein Weisser erzählen kann, der hofft damit das Thema Sklaverei adäquat zu bespielen. Und nein, so macht man das nicht. Hollywood mag einserseits diese Schönfärberei, wenn sich Weiss und Schwarz am Ende gefällig in die Arme fallen, the Green Book ist da ein aktuelles Beispiel. Andererseits verfälscht man gerne einzelne Punkte und stellt sich gerne geläutert dar. Während man das Filmen wie the Green Book und Miss Daisy und ihr Chauffeur irgendwo verzeihen mag, da diese Filme mit Darstellerleistungen glänzen, die vieles wettmachen, so kann ich das bei Emancipation nicht feststellen. Ausser dem ewig empörten Gesicht von Smith und der süffisanten Fratze von Foster ist da nicht viel zu sehen. Den Charakteren fehlt es an Charme und Charisma. Das macht das Mitfiebern nicht einfacher.
Am Ende gibts noch einen historischen Twist, der uns zeigt, wie es zu einem bestimmten Bild kam, das sehr bekannt ist. Aber nein, also befriedigend wirkt auch das nicht. Der Film ist und bleibt eine recht fahrige Odyssee eines Sklaven, der seine Freiheit erlangt, um letztlich wieder in Gefangenschaft zu geraten und für die Freiheit zu kämpfen. Mir fällt es schwer, den ganzen Schlusspart als nicht glorifizierend anzusehen und seine ganzen peinlichen Machismo-Momente auszublenden.
Dazu kommt diese ganze dröge Abfolge an Szenen, die keinen Pep haben oder wirklich Spannung erzeugen können. Es fehlt mir irgendwie am Zynismus von Blaxploitation-Filmen, dem Drama, das tief bewegt, Dialogen, die mehr sind als plakative Schubladisierungen oder einer inspirierenden Regie, die all diese Filmparts zu einem runden Ganzen verbindet.
Vielleicht findet jemand in dieser Eggers-Entkoffeinierten Bilderschau einen künstlerischen Anspruch, ich konnte ihn nicht entdecken.
Fast am übelsten war Steve Ogg als Wächter, sein ganzes Auftreten war Schurken-Laientheater unterster Stufe. Dabei war er in The Walking Dead durchaus eins der Highlights und seine Darstellung des Trevor in GTA V kultverdächtig.
Fazit: Eine Doku im Spielfilmformat, die kaum muffiger erzählt sein könnte. Darüber kann auch die ungewöhnliche Optik nicht hinwegtäuschen. An das Thema hätte man besser einen fähigen Autor gelassen. Hier verkauft sich Fuqua deutlich unter wert. Ich krieg zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es sich hier um ein Herzensprojekt handelt. Aber genau das sollte es sein. Nein, es ist Netflix meets A.I., denn eine künstliche Intelligenz hätte das wohl kaum schlechter hingekriegt.23. Januar 2023 um 17:32 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1756190
ChrisKongTeilnehmerThe Last of Us Remake
Der letzte Run auf der PS4 ist schon eine Weile her, dass ich echt nicht sagen kann, gross etwas von den Verbesserungen zu bemerken. In der Erinnerung sah das Spiel schon immer grossartig aus. Hab erstmal nur den Prolog gespielt und achte natürlich jetzt ein wenig darauf, was in der Serie und dem Spiel unterschiedlich ist. Was hier auch wieder etwas nervig ist, dieses Autospeichern, wenn man eine Schwelle übertritt. Verpasst man etwas, kann man nur den letzten Kontrollpunkt laden.
ChrisKongTeilnehmerDie letzten Amerikaner
Ich finde dieser Film wird nach wie vor recht unterschätzt und geniesst wenig Beachtung. Das mag sicher auch daran liegen, dass auch neun Jahre nach Deliverance ein breiter Schatten über dem Survival Film liegt. Zugegeben, die ikonischen Szenen des Vorbilds fehlen. Der Film versucht aber auch nicht eine Kopie zu sein, auch wenn das damalige Kinoplakat was anderes suggeriert.
Es geht um einen bunten Trupp an Nationalgardisten, die bundesstaatlich organisiert sind und eine Übung in den Sümpfen Louisianas abhalten. Während dieser Übung kristallisieren sich immer mehr die unterschiedlichen Haltungen heraus und die Hintergründe der Figuren. David Giler, der schon am Drehbuch zu Alien von Ridley Scott mitarbeitete, gelingt es mMn sehr gut, griffige Porträtierungen zu erschaffen, die von den Schauspielern mit Leben gefüllt werden. Auf Realismus pocht man dabei nicht, zumindest konstatiert Regisseur Walter Hill im sehr interessanten Bonusmaterial des Films, dass er nie von realistischen Szenarien in seinen Filmen ausgeht. Die Charaktere sind natürlich überzeichnet, aber nicht im Sinn dieser Larger than Life Charaktere, wie sie in diesen Survival-Settings mittlerweile üblich sind.
Die uneinige Truppe trifft auch bald auf die lokale Bevölkerung, die Kajuns. Durch Dummheit und Arroganz kommt es zu Konflikten, die in Gewalt münden. Ab diesem Zeitpunkt werden die Nationalgardisten zu Gejagten.
Walter Hill äussert mit einem Schmunzeln, dass er es den Beteiligten, insbesondere den Darstellern untersagt habe, danach zu fragen, ob die Geschichte eine Vietnam-Allegorie sei. Nach seiner Aussage ist sie das nicht. Ernst nehmen muss man das nicht, denn natürlich sind die Parallelen zu offensichtlich. Die Gardisten bewegen sich auf ungewohntem Terrain gegen einen mutmasslich schwächeren Feind. Es dauert nicht lange, bis sie die Orientierung verlieren und Verzweiflung sie zum Äussersten treibt.
Eine der wichtigsten Leistungen für den Film ist hier das Casting. Keith Carradine ist der perfekte Partner für Powers Boothe, der hier mMn eine seiner besten Leistungen zeigt.
In der Tom Berenger Platoon Rolle sieht man Fred Ward agieren, der kürzlich verstorben ist. Und auch die restlichen Cast-Member schaffen es, die eine oder andere Nuance in der Charakterisierung herauszuspielen. Z.B. ist spielt Les Lannon den heillos überforderten Sergeant, der das Kommando übernehmen muss. Es wäre leicht, ihn als reinen inkompetenten Trottel darzustellen, aber das ist er nicht. Man spürt, wie ihm langsam die Kontrolle entgleitet er aber auch nach und nach zu Zugeständnissen bereit ist und nicht stur auf seinen Positionen beharrt.
Auf der Seite der Verfolger bleibt man weitestgehend stumm. Ähnlich wie schon in Carpenters Assault on Precinct 13, wird die Gegnerschaft nicht wirklich charakterisiert. Einzig Brion James (Blade Runner, das 5. Element) ist als Kajun, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist, der Berührungspunkt für die Truppe mit dieser “fremden” Kultur. An ihm wird auch förmlich der ganze Hass abgearbeitet. Szenen, die Abu Ghraib und Guantanamo vorwegnehmen, werden von Walter Hill organisch eingebaut und verstärken den Zwiespalt, den man verspürt, wenn es ums Überleben der Truppe geht. Hill weiss einfach auch, wie man Spannung gezielt aufbaut und die Action dazu, ohne es komplett übertrieben wirken zu lassen.
Eine der besten Szenen spielt gegen Ende, wenn es die “letzten Amerikaner” in ein Dorf verschlägt und sich die Paranoia in den Köpfen festgesetzt hat. Dann sieht man nur noch, was man sehen möchte. Das gehört eben mit zum Film dazu und zeichnet ihn aus. Damit grenzt er sich auch von vergleichbaren Sachen ab und serviert dem Zuschauer unterschiedliche Perspektiven anstatt es bei einer reinen Gewaltschau zu belassen. Die Gesellschaftskritik steckt definitiv tief in der DNA dieses Films und für mich gehört er an zweiter Stelle des Genres gleich nach Deliverance.
Nicht unerwähnt sollte der grossartige Score sein, den Ry Cooder hier beigesteuert hat. Dieser trägt seinen entscheidenden Anteil zur Stimmung bei. Auch auf seine Verpflichtung wird im Interview mit Hill eingegangen.
Ein Film, der heute noch spannend ist. Einige Themen sind immer noch brandaktuell, die der Film integriert oder behandelt, die Charaktere versprühen auch ein gewisses Zeitkolorit. Dazu gehört natürlich auch der für diese Zeit übliche Sexismus. Frauenrollen finden in dem Film so gut wie keine statt. Darauf geht Hill übrigens auch kurz ein.
Kritik kam auch seinerzeit auf über die Darstellung des Kajun Dorfes. So fernab von Technik und dgl. wären sie nicht. Hier entgegnet Hill, dass er selber unsicher war, aber der Film wurde auch Vertretern der Kajuns gezeigt, die mit der Darstellung keinerlei Probleme hatten. Im Gegenteil sollen die Festivitäten im Dorf sogar recht nah dran sein. Meine die Musik, die dort gespielt wird, ist auch von Künstlern der Kajun vorgetragen.
Kleiner Wermutstropfen, der Film ist nicht grad toll verfügbar, insbesondere das Mediabook nicht. Der Film wurde von der Bildqualität her auch recht gut verbessert, auch wenn ich die DVD nicht mehr allzu genau im Gedächtnis habe. Einige Verunreinigungen gibts aber trotzdem. Dennoch ein zufriedenstellendes Resultat.21. Januar 2023 um 22:23 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1756136
ChrisKongTeilnehmer@Genpei Kann dich trösten, ich hab den DLC Code für das Spiel auch immer noch nicht eingelöst, weil wirklich mehr als die Ubi-Formel erwarte ich da nicht. Und auf unnötig umständlichere Steuerung als nötig steh ich auch nicht. Andere Games zeigen ja, wies geht. Dann muss zumindest die Story gleich reinziehen. Aber da der Vorgänger ebenfalls noch ungespielt rumliegt, ist die Motivation nicht wirklich da.
ChrisKongTeilnehmerAuf Yt wird Forspoken auch fleissig beworben. Ausschauen tuts nicht verkehrt. Aber da warte ich lieber auf die Schilderungen erster Eindrücke durch andere. Abwechslungsarmut könnte da durchaus ein Thema sein.
ChrisKongTeilnehmerThey call me Magic (Apple TV)
Ich glaube fast zeitgleich gabs noch ne Miniserie über Earvin Magic Johnson, bei der er von einem Darsteller verkörpert wurde. Soll sich sogar lohnen. Hier wird in vier Folgen das sportliche Leben Magics thematisiert und wie seine Erkrankung an HIV es beendete und ihm neue Aufgaben zuwies. Dabei werden einige Höhepunkte angesteuert und natürlich kommen die wichtigsten Weggefährten zu Wort. Es ist ein sehr herzerwärmendes Porträt, das die Fehler von Earvin nicht ausspart, aber natürlich in der Hauptsache sein gewinnendes Naturell ins Spiel bringt. Nicht ohne Grund war er schon von Beginn weg in seinem Rookie-Jahr mit dem Teambesitzer Dr. Jerry Buss befreundet, der ihm seinerzeit einen Wahnsinnsdeal anbot, 25 Mio. für 25 Jahre in den Diensten der Lakers. Das heisst, Buss wollte Johnson über das sportliche Leben hinaus in seinem Team wissen. Heute ist diese Summe geradezu lächerlich, aber damals war es eine Hausnr.
Magics Familienverhältnisse werden ebenso beleuchtet wie seine Rivalität mit Larry Bird und die Wachablösung in Form von Michael Jordan. Ein grosser Teil der Zeit fokussiert man aber auf seine Erkrankung und was es in seinem Umfeld ausgelöst hat. Dabei wurde er ein wichtiger Botschafter im Kampf gegen HIV. Ferner zeigt man ihn auch als verständnisvollen Vater, der sehr offen mit der Transsexualität seines Kindes umgeht. In der Summe sind das alles Aspekte, die zeigen, dass trotz Fehlverhalten Magics, er für viele eine Vorbildfunktion efüllt, sowohl auf sportlicher wie menschlicher Ebene. Die Magie seines Charakters wird in Teilen greifbar gemacht. Sein sonniges Gemüt scheint jede Krise zu überstrahlen.
Eine Doku über Magic Johnson ist natürlich nichts Ungewöhnliches. Klar ist aber auch, dass der immense Erfolg von The Last Dance, der Doku über den letzten Titelrun der Chicago Bulls, hier der Treiber war. Natürlich ist das in erster Linie eine Michael Jordan Doku gewesen, aber die hat definitiv einen Nerv getroffen und war mit Sicherheit einer der erfolgreichsten Dokus überhaupt. Speziell daran, da es doch ein paar Episoden waren und beim Thema Sport die Zuschauer so lange zu fesseln, ist schon eine Kunst. Das gelingt hier ebenfalls, auch wenn nicht ganz das Niveau des Vorbilds erreicht wird. Rick Famuyiwa, der schon bei Mandalorian inszeniert hat, gelingt es, den Charakter von Magic einzufangen. Das magische Lachen weicht ab und an den ernsten Zwischentönen, aber nach Regen folgt Sonnenschein und das scheint das Lebensmotto von Earvin zu sein, mit dem er jede Situation meistert. Interessant, sogar der einst von Magic geschasste Coach Paul Westhead findet lobende Worte für Magic. Sicher ist das auch ein Pluspunkt gegenüber the Last Dance, Magic kriegt dann doch mehr Kritik ab als MJ. Trotzdem bleibt es natürlich eine wohlwollende Doku, die Fans zufriedenstellen dürfte. Basketball ist zentral, aber der Mensch Magic, wird nicht nur anhand der Erfolge seiner Nummer 33 bei den Lakers beurteilt.
Seine Bedeutung für die afroamerikanische Gesellschaft kommt dafür ein bisschen zu kurz. Auch wenn ein Menschenrechtler wie Bill Russell da einen weit respektableren Leistungsausweis hat, so ist Magics Arbeit da nicht zu unterschätzen. Und noch 30 Jahre nach seiner Ära, lässt er junge schwarze Amerikaner von einer ähnlichen Karriere träumen. Und auch wenn dahinter harte Arbeit steckt, so braucht es auch heute noch diese Magie, mit der Johnson gesegnet war.
ChrisKongTeilnehmer@Home Alone Video
Grosse Klasse. Scheint vom Aufwand her noch grösser zu sein als das Evil Dead Dingens. Aber mal ne blöde Frage, kriegst du deswegen keinen Ärger mit Behörden oder dgl.? Das Stromkabel am Türgriff ist wohl nicht wirklich nachahmenswert. Bei den ganzen Spackos da draussen kommt nachher noch einer auf die Idee, dass es witzig wäre, jemandem einen Schlag zu verpassen, auch wenn das dann sicher der letzte sein wird.
Home Alone hatte ich nur dieses Gameboy-Spiel mal ausgeliehen, was für ein Rotz.
ChrisKongTeilnehmerSuper League: Das Spiel abseits des Feldes (Apple TV)
Das Thema dieser Doku von Jeff Zimbalist, der sich schon anderen Themen aus dem Bereich Fussball gewidmet hat (Dokumentation über Pelé), gibt der Titel der Doku exakt wieder. Es geht um die angedachte Superleague, bei der sechs englische, zwei spanische und ein italienischer Club eine eigene Liga abseits der Champions League gründen wollten, die nicht unter der Kontrolle der UEFA steht.
Was man in den vier Episoden geliefert kriegt, würde Game of Thrones alle Ehre machen. Es geht um Geld, um Macht, um die Kontrolle. Dabei spielen Täuschung und Verrat ebenso eine Rolle wie Seilschaften. Wer nun vier Folgen randvoll mit Polemik erwartet, liegt nicht unbedingt falsch. Immer wieder wird mantramässig der Untergang des Fussballs mit der Entstehung der Super League verbunden. Auch wenn die Doku bemüht ist, alle Seiten zu Wort kommen zu lassen und sie bisweilen differenziert, so ist sie doch recht tendenziös inszeniert. Dabei wird besonders die Figur Aleksander Ceferin, der Präsident der UEFA als Retter des Fussballs glorifiziert. Zwar relativiert man das etwa in der Mitte der Doku durch andere Interviewpartner, aber die meiste Zeit wird es eben genau anders dargestellt. Dabei sollte jedem klar sein, dass die UEFA, die tatsächlich finanziell mächtiger ist, als die FIFA, kein Stück weniger korrupt ist, als der Rest dieses Sumpfs. In diesem Haifischbecken ist Taktieren wichtig und eine laute Minderheit kann entscheidend sein. So wurden etwa auch gezielt englische Fans mobilisiert gegen die Super League. Meinungsumfragen zeigten aber ein anderes Bild, wonach ein Interesse bei der anvisierten Zielgruppe durchaus vorhanden war.
Es werden die Pros und Contras auf den Tisch gelegt. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass Dauerabonnenten auf Meisterschaftspokale gegen unterklassige Gegner wenig versprechende Matches abliefern. Schliesslich hat man mehr Spannung mit Teams auf Augenhöhe. Auf der anderen Seite wird so der Massstab aus dem Wettbewerb genommen, nachdem sich die anderen Teams einer Liga richten können. Märchen wie das von Leeds wären dann nicht mehr möglich. Wobei das mMn auch sehr hypothetisch ist und mit der Realität wenig zu tun hat. In der Regel dominieren die Top-Teams, die auch über andere Finanzpools verfügen.
Interessant ist sicher die Tatsache, dass ausgerechnet Paris St. Germain und Bayern München nicht mitgemacht haben und sich für die Champions League ausgesprochen haben. Auch diese Team-Präsidenten werden sehr positiv dargestellt, wobei auch hier zumindest der von PSG etwas kritisch hinterfragt wird.
Die Quotes, wonach es bei Fussball nicht ums Geld geht, könnten nicht falscher sein. Und auch hier kann man den Super League Befürwortern durchaus valide Punkte zugestehen. Ohne Championsleague, und die ist halt im Gegensatz zur Super League, nicht garantiert, kann schnell mal der Bankrott anklopfen, wenns sportlich nicht läuft. Dass die UEFA im Grunde ein Monopolist ist, macht deren Argumentation auch mehr als fadenscheinig.
Die Clubbesitzer, die heimlich an dieser Super League gearbeitet haben, sind aber allesamt leider auch solche Sackratten, die man kaum sympathisch finden kann. Am Ende ists ein Powerplay unter den Mächtigen der Fussballwelt. Als ein weiterer Treiber, die UEFA zu schwächen, wird Gianni Infantino, Präsident der FIFA, thematisiert. Den Judaskuss mit Ceferin lässt auch er sich nicht nehmen. Er lehnt sich aber nur genauso weit aus dem Fenster, wie es ihm nicht schadet. Denn auch da ist klar, da gehts nicht um Fussball, sondern darum, für sich und seine Entourage in die eigene Tasche zu wirtschaften. Infantino hat dabei auch noch absolut das Auftreten eines Mafiabosses, gegen den sogar Sepp Blatter wie ein Chorknabe wirkt. Seine Origin-Story und sein Aufstieg bei der FIFA erinnert in groben Zügen fast schon an den Paten.
Nachdem diese ganzen Probleme skizziert sind und mit der Pressekonferenz der UEFA quasi der dramaturgische Leitfaden vorgegeben ist, blieb wohl keine Möglichkeit mehr, etwas zu den Lösungen beizutragen. Von Financial Fairplay kann keine Rede sein. Salary Caps wie man sie vom US-Sport kennt, würden sicher mehr Ausgleich schaffen. Allerdings müssten da alle relevanten Ligen mitziehen. Und genau das wird nicht passieren. Und weil es Vereine sind, ist die Möglichkeit eines Staates da auch sehr eingeschränkt, um einzugreifen.
Und die Fans? Die betrinken sich und feiern weiter, nur was eigentlich? Gewinnen ist ja schon geil, aber um jeden Preis? Wer mag sich denn die nächste Saison anschauen, wenn schon von vornherein einer der beiden gesetzten Topklubs Meister wird? Die Ölscheichs und Oligarchen wissen nicht mehr wohin mit der Kohle, während in diesen Ländern die arme Bevölkerung nicht weiss, wie sie den Tag übersteht. Aber lasst mal 200 Mio für ein abgehalftertes Idol wie Ronaldo springen, damit er eine Liga aufwertet, die wohl sonst knapp über Kreisliga-Niveau agiert. Und Fussball ist leider voll von diesem Dummfug, der jedes Verhältnis vermissen lässt.
Kann ich die Doku empfehlen? Wer sich nicht an der tendenziösen Aufbereitung stört, mit der Polemik leben kann erhält einen recht unterhaltsamen Einblick in die Welt abseits des Feldes. Praktisch alle Beteiligten kommen zu Wort oder hätten die Möglichkeit gehabt. Ein Voiceover bei den nicht englischsprechenden Akteuren wäre nett gewesen. Denn da es kaum Schauwerte gibt, ausser bei Wechseln der Lokalität, kann man sich das gut als Hörspiel geben. Aber mit Untertitel lesen ist das nicht.
Mehr Sachlichkeit wäre wünschenswert gewesen, oft geht es mehr um die Akteure als um die Sache. Wer mit dem Thema generell was anfangen kann, sollte mal einen Blick riskieren.
ChrisKongTeilnehmerGerade Black Bird auf Apple TV angefangen. Normal klick ich da eher selten auf Crime-Shows, aber der Cast ist allererste Sahne. Verantwortlich dafür ist Alexa Fogel, die auch schon für the Wire und zig andere HBO Sachen gecastet hat. Taron Eggerton ist hier in der Form seines Lebens und kommt so lässig rüber, dass man ihn sich glatt als nächsten James Bond vorstellen kann. Allein schon die kantigen Gesichtszüge. Vor kurzem war das noch so ein Big Brother von Tom Holland mit ähnlichem Milchgesicht. Davon merkt man nichts mehr. In weiteren Rollen sind Greg Kinnear dabei und Ray Liotta. Man schaut diesen Darstellern einfach gerne zu. Paul Walter Hauser hat glaub ich für die Serie sogar einen Preis gewonnen. Grad nachgesehen, den Golden Globe. Ist bei ihm zwar mittlerweile Typecasting, aber den zwielichtig tumben Hinterwäldler spielt keiner so gut wie er. Ist glaub ich nur eine Miniserie mit 6 Folgen. Die erste Folge macht auf jeden Fall Lust nach mehr.
Von Servant ist nun jeden Freitag ne neue Folge drauf. Hab die erste Folge der vierten Staffel geschaut. So langsam wünscht man sich schon, dass die Macher mal langsam zum Punkt kommen. Da jetzt jeweils ne Woche warten, mal schauen.
ChrisKongTeilnehmerThe Last of Us Episode 1 (HBO)
Als Fan der beiden Spiele – und des DLCs – war ich gespannt, wie HBO die Umsetzung handhaben würde. Wie nah würde man an der Vorlage sein, würde man gar eine andere Geschichte erzählen, die bekannte Geschichte variieren
Die erste Episode ist extrem nah an der Vorlage. Das ist einerseits genau, was Fans vermutlich wollten, birgt aber auch einige Hürden. Einige Szenen sind praktisch 1:1 ais dem Spiel entlehnt. Gerade bei den Sets hat man sich allergrösste Mühe gegeben. Gestartet wird gleich mit einem Gaststar in einer gänzlich anderen Ära, der sich als ein Vorbote der kommenden Ereignisse entpuppt. Dabei baut man gleich Kritik an der Klimaveränderung mit ein. Und das in recht passender Art und Weise.
Die ganze Atmosphäre hat auch viel mit dem Soundtrack zu tun und hier hat man Santaolalla engagiert, der auch schon die Spiele akustisch begleitete. Funfact, er zeichnete auch für die Musik von Narcos Mexico verantwortlich. Pedro Pascal, der Joel spielt, war in der ersten Serie als Darsteller involviert und die beiden hatten sich buchstäblich verpasst.
Wie schlägt sich Pascal als Joel so? Nun, Pedro ist wirklich ein sehr guter Darsteller und als Vaterfigur funktioniert er bestens. Dafür kann ich ihm nicht so recht den harten Hund abkaufen, den er nach den traumatischen Ereignissen mimt. Das spielt ja zwanzig Jahre später und die Alterung ist auch gut gelungen, aber seine weichen Gesichtszüge bleiben.
Vermutlich ist es einfach so, dass durch die starke Nähe zum Spiel, sind Abweichungen bei den Charakteren und sind sie auch nur optischer Natur, irgendwie störender, respk. das Ausblenden fällt schwerer. Aber Joel geht mMn doch recht gut durch, mein Wunschkandidat wäre da aber Jon Bernthal gewesen, der in Punisher sogar eine ähnliche Rolle schon gespielt hatte. Nikolaj Coster-Waldau wurde seinerzeit auch als möglicher Joel gehandelt, ihn hätte ich gerne als Joels Bruder Tomy gesehen. Aber schliesslich ist das hier nicht Wunschkonzert und massgeblich ist ja das Resultat.
Wesentlich streitbarer finde ich Bella Ramsey als Ellie. Dass sich die Macher des Spiels seinerzeit nicht wirklich einen Gefallen getan haben, die optische Ähnlichkeit zu Ellen Page zu suchen und ihr auch gleich noch den Namen Ellie zu verpassen, war mir klar, als die Serie angekündigt wurde. Grundsätzlich ist auch da erst mal besser, die Scheuklappen abzulegen und andere Darstellerinnen zuzulassen für ihre eigene Interpretation. Joels Tochter sieht übrigens auch kein Stück wie im Spiel aus, was mich aber nicht gestört hat, da der Charakter im Wesentlichen gleichgeblieben ist. Das ist mMn bei Ellie schlicht nicht der Fall. Zumindest in meiner Erinnerung war Ellie im Spiel zwar eher verschlossen und nicht ein Wonneproppen, aber so aggressiv und kratzbürstig wie in der Serie war sie nicht. Kommt noch hinzu, dass Ramsey zwar jung wirkt, aber dennoch schon zu sehr in Richtung junge Frau geht. In etwa so stelle ich mir Ellie am Ende des zweiten Spiels vor. Oder anders ausgedrückt, mit Ramsey, die 17 ist, hat man eine Darstellerin gewählt, die eigentlich zu erwachsen ist. So kam sie nämlich auch schon bei Game of Thrones rüber und Ellie ist genau das nicht. Sie hat im Prinzip nichts von der Welt gesehen und ist recht naiv. Diese Ellie hier ist zu abgeklärt und wehrhaft.
Und das ist hier meiner Meinung nach genau die Crux, weil der ganze Rest eben wirklich dem Spiel entspricht. Ich meine zwar, dass Tess im Spiel auch jünger erschien, aber sie und Marleen sind vom Typ her gut getroffen. Kennt man das Spiel oder die Spiele nicht, sind diese Punkte natürlich absolut vernachlässigbar.
Das Rad wird natürlich inhaltlich nicht neu erfunden. Da gabs halt schon zu viele Dystopien in Serienform. Von daher war die Erwartung da auch nicht ensprechend hoch, wirklich Innovatives zu kriegen. HBO hat aber auch hier alles im Griff und erlaubt sich keine groben Schnitzer in der Umsetzung. Mit Grauen denke ich noch an die Resident Evil Serie auf Netflix zurück.
Das Worldbuilding ist toll umgesetzt, nicht ganz auf dem ultrahohen Standard, den man von anderen HBO-Serien kennt, aber durchaus mehr als konkurrenzfähig gegenüber TWD und Co. Die Details in jedem Bild sind wirklich eine Wucht und lassen das Fan-Herz höherschlagen.
Aus einer neutralen Perspektive hat man damit Alles richtig gemacht. Aus einer persönlichen nicht ganz meinen Präferenzen entsprochen. Kritik muss sich die Serie ein wenig gefallen lassen hinsichtlich ihrer Daseinsberechtigung. Es spricht nämlich ausserordentlich für das Spiel und seinen cineastischen Stil, dass man mit der Serie kein grösseres Aha-Erlebnis kriegt, was nicht auch schon das Spiel geboten hätte. Vielleicht hätte man hier tatsächlich ein wenig mehr abweichen dürfen oder auch andere Perspektiven einbringen können. Aber wir stehen ja erst am Anfang der Reise und ich will da nicht vorschnell urteilen. Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächste Episode.
ChrisKongTeilnehmerEs lebt! Dachte da hätte es zu viel böses Blut zwischen PG und MS gegeben? Von daher eine Überraschung. Zumal jede neue IP begrüsst werden sollte. MS hats von allen am nötigsten von PG einen geblasen zu bekommen.
ChrisKongTeilnehmerIch war von zwei Dingen überrascht bei der Name der Rose Serie. Einerseits fand ichs erstaunlich, dass alles Wichtige der Serie auch im Film drin ist bei einem Bruchteil der Laufzeit. Das spricht klar für den Film. Auf der anderen Seite ist die Serie auch gar nicht langatmig oder dgl., was leicht hätte sein können. Ich hatte darum zwar nicht das Gefühl, die Serie würde mir inhaltlich sehr viel mehr liefern, fand sie aber trotzdem kurzweilig. Die Darsteller haben mir auch alle getaugt. Zu Anfangs konnte ich mir Turturro nicht als William von Baskerville vorstellen, aber die Serie hat mich da eines besseren belehrt.
ChrisKongTeilnehmerDer letzte Vidocq war in meiner Erinnerung zu sehr ein Politdrama. Nicht verkehrt. Ich mag Cassel sowieso, das perfekte Gesicht für historische Stoffe. Generell sollten die Drehbücher und die Regie da aber zulegen.
Der Depardieu Vidocq war fast schon ein historischer Batman. War natürlich auch etwas over the top.
Was ich wirklich empfehlen kann, falls du das noch nicht gesehen hast, ist die Mini-Serie zu der Name der Rose.
ChrisKongTeilnehmerNa gut, die Auflösung erklärt ja, warum er nicht weggeht. Dass die Ausgangslage etwas unsinnig ist, da geb ich dir recht. Es ist ja nicht so, dass er wie William von Baskerville rein zufällig da reingeworfen wird. Allerdings scheint es auch so, als ginge es den Leitern einfach drum, möglichst schnell einen Sündenbock zu finden. Das wiederum erinnert ein wenig an Jack the Ripper.
Man kann sich auch fragen, warum Poe sich dort aufhält, wenn er doch ständig das propagierte Mobbingopfer ist.
Ein paar Parallelen zu Black Dahlia sind auch zu erkennen. Im Grunde funktioniert das Noir-Genre in unterschiedlichen Epochen recht gut. Vielleicht sollte man noch weiter in die Vergangenheit gehen. Eine solche Geschichte im antiken Rom spielen lassen oder dgl. Da gibts noch eine ganze Ecke mehr an Möglichkeiten und Settings, die interessante Ausgangslagen bieten würden. -
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