ChrisKong

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  • als Antwort auf: Gernseh-Serien #1755675
    ChrisKongChrisKong
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    Invasion Staffel 1 (Apple TV)

    Der Titel und die Vorschau haben mich jetzt nicht gerade wirklich heiss darauf gemacht. Immerhin ist die TV-Landschaft in der Vergangenheit mit dem Thema oft konfrontiert gewesen. Und auch das Kino hat von tollen Filmen bis zu absolutem Murks schon einiges hervorgebracht, was ich gesehen habe. Der erste Eindruck war jetzt auch nicht so, dass da Neuland betreten wurde. Und doch macht man ein paar Dinge anders. Btw. ist die Serie auf Wikipedia als Infiltration geführt, mir wird aber Invasion angezeigt. Es gibt aber schon eine gleichnamige Serie von 2006 oder so.
    Dazu gehört erstmal die diffuse Bedrohungslage, die in verschiedenen Teilen der Welt gezeigt wird. Es dauert ein wenig, bis die Betroffenen überhaupt merken, dass die Ereignisse zusammenhängen. Das wirkt für mich bedeutend realistischer als diese Instant-Krisenstäbe, die praktisch 24/7 aktiv sind und nur darauf warten, in irgendwelchen Warrooms Entscheidungen zu treffen. Die Corona-Pandemie hat sehr gut gezeigt, wie schnell Regierungen, Infrastrukturen und Institutionen überfordert sind, wenn Aussergewöhnliches passiert.
    Fokussiert wird auf eine Japanerin die bei der JASA arbeitet, dem japanischen Pendant zur NASA. Diese pflegt eine Liebesbeziehung zu einer Astronautin, die mitten in die Auswirkungen der Invasion gerät. Weiter haben wir einen amerikanischen Soldaten, der mit seiner Einheit im Einsatz überrascht wird. Gleichzeitig erfährt ein Junge aus London über seine epileptischen Anfälle eine Art Verbindung zu den Invasoren. Er gerät mit seinen Mitschülern ebenfalls in eine gefährliche Situation. Zu guter Letzt folgen wir einer dysfunktionalen Familie, die gerade in einer Krise steckt und von den Ereignissen ebenso überrascht wird. Darum herum baut sich die Geschichte auf.
    An der Serie wurde kritisiert, dass die Invasion nur langsam in die Gänge kommt. Und tatsächlich ist es nicht so, dass es einen Knall gibt und auf einmal stehen wir vor vollendeten Tatsachen. Und ich muss sagen, mir gefällt das wesentlich besser, auch wenn es Längen dazwischen gibt. Ich kann nicht behaupten, dass die Spannung deswegen flöten geht. Vielleicht liegt das an den veränderten Sehgewohnheiten, dass man sich mit der langsamen Entwicklung hier schwertut?
    Auf jeden Fall muss ich aber auch eingestehen, dass mir das letzte Drittel etwas weniger gefallen hat, weil gewisse Konflikte aufgesetzt wirkten und die Richtung, die die Invasion einschlägt etwas zu viele paranormale Züge trägt.
    Einige der Shots sind wirklich sehr gelungen und zuweilen liefert die Show wirklich dieses fremdartige Gefühl, das eine latente Bedrohung ausstrahlt. Meiner Meinung nach hätte man aber durchaus etwas härter zu Werke gehen können. Aber an Dystopien, die im Kern einen Zynismus beherbergen, versucht man sich leider kaum noch. Heisst für mich mehr Horror hätte hier durchaus mehr herausholen können. Im letzten Drittel nimmt das wie gesagt durchaus ab.
    Auf der Plausibilitätsebene ist die Serie so streitbar wie viele andere auch. Hier respektier ich natürlich, dass die Macher schon aufgrund des Budgets keine übertriebenen Sprünge machen können. Eine Invasion in ihrer ganzen Komplexität zu zeigen, würde schon rein von der Schreibarbeit jeden Rahmen sprengen. Dazu ist die Wechselwirkung auch rein spekulativ. Ein globales Phänomen mit all seinen Auswirkungen realistisch darzustellen, würde wohl auch die meisten Wissenschaftler gnadenlos überfordern.
    Darum bleibts auch hier einmal mehr im Mikrokosmos kleiner Gruppen, anhand derer wir die Invasion Schritt für Schritt durchleben. Dazu gehören auch die obligatorischen Wanderbewegungen und die Suche nach Ressourcen im schönen Bundesstaat Georgia. Wer an TWD denkt, liegt richtig. So langsam kann ich das auch nicht mehr sehen. Hier ist man leider sehr einfallslos unterwegs.
    Serienschöpfer Simon Kinberg ist hier eine in weiten Teilen gute erste Serienstaffel gelungen, die aber Luft nach oben hat. Das passt auch zu seiner Vita, in der von schwachem Mittelmass bis erstklassiger Arbeit alles ein wenig vertreten ist.
    Eine zweite Staffel ist angekündigt, ich werde da auf jeden Fall reinschauen.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1755668
    ChrisKongChrisKong
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    Willow Episode 8 (Disney +)

    Für Serien wie Willow wurde das Futur II erfunden, man hofft, dass man diesen Murks wird vergessen haben. Und Disney sollte sein Geld in andere Inhalte investieren als in solche uninspirierten zusammengeklatschten Shows, die nach allen Regeln der Kunst versagen. Sogar als Trash, den man lustig finden kann, taugt die Serie immer weniger. Fast alles daran und darin ist einem egal.
    Die finale Episode glänzt mit den gleichen Schwächen wie die anderen Folgen auch. Hier scheint es abermals so, als hätte man 9 Stunden an Filmmaterial auf eine Episode runtergekürzt. Graydon zaubert fleissig, als hätte er das schon immer getan. Woher die magischen Worte gekommen sein mögen? Na aus den rausgeschnittenen Szenen natürlich.
    Die Vettel droht damit alle Reiche zu vernichten. Ich so, welche Reiche denn? Die Waldfrauen auf der Lichtung sind ja schon tot, gefühlt bleibt da ja nicht mehr viel.
    Willow bleibt dann erst mal weg, damit die Jungdarsteller ihre peinlichen Gute Zeiten Schlechte Zeiten Interaktionen vollführen dürfen. Eine fahrig inszenierte Pseudo-Hochzeit später, während so langsam der nächste Pop-Song auf Kasdans Playlist ausdudelt, kommt es zum finalen K(r)ampf. The Battle with the Vettel ist dabei so spannungsarm inszeniert und übel choreografiert, dass man um das ganze Blitzlichtgewitter schon froh sein muss. Es sei denn man ist Epileptiker, aber die sollten ja vor der Episode einen Warnhinweis erhalten. Wirklich grandios sieht das nicht aus, aber sicher hab ich schon Schlimmeres gesehen. Vermutlich so in den 90ern.
    Auf den Wurm dürfen wir auch einen kurzen Blick werfen oder sagen wirs mal so, was als Wurm interpretiert werden kann. Der Rest des Finales sieht aus wie ein Musikvideo. Da wirkt es fast schon selbstreflektierend, wenn am Ende ein Dire Straits Song einsetzt – ja, richtig gelesen. Es handelt sich um Money for Nothing. Also faktisch um den Vertrag, den Lucasfilm mit Kasdan vereinbart hat.

    That ain’t workin′, that’s the way you do it
    Money for nothin’ and your chicks for free

    Der Refrain des Lieds klingt als ob das eine Vertragsklausel für Kasdans Arbeitsverhältnis war. Insgeheim werden wir von ihm wohl ausgelacht. Wenig zu lachen hat indes Warwick Davis. Die Serie Willow zu nennen, ist und bleibt der Treppenwitz schlechthin. Aber damit könnte man ja noch leben, wenn man anderweitig entschädigt wird, was aber nicht der Fall ist. Es wird schlicht kein Handlungselement vernünftig aufgebaut. Einzelne Setpieces und Szenenfolgen scheinen direkt auf ein wildes Brainstorming gefolgt zu sein. Normalerweise sollte man ja irgendwann eine Steigerung bemerken, das ist hier nicht der Fall.
    Da haben wir z.B. eine Szene, in der Boormann sich selber Mut zuspricht. Ich frag mich auch da für was genau? Keine Gegner weit und breit werden gezeigt, kein Gefühl von Dringlichkeit entsteht. Fast so, als würde er in seiner Umkleide auf den Einsatz warten.
    Oder nehmen wir Graydon, der vom Zero to Hero keine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Das gleiche gilt für die Liebesbeziehung zwischen Kit und Jade, die nicht wirklich von der Stelle kommt und in eine endlose Litanei voller Gesülze ertränkt wird. Das ist einfach der peinliche Versuch, sich modern zu präsentieren und sich beim Publikum anzubiedern, ohne Substanzielles zu liefern.
    Der wesentlich grössere Fail ist aber Elora Danan. Ihre “Heldenreise” ist zu keinem Zeitpunkt wirklich glaubhaft erzählt. Die Darstellerin ist auch so unglaublich langweilig und austauschbar. Für eine Hauptfigur ist das schlicht eine Hypothek. Leider kann man das wirklich von den anderen fast genauso sagen. Wirklich sympathisch fand ich nur Boormann. Irgendwie hat Amar Chadha-Patel ein gutes Timing für die eher witzig angelegten Szenen und holt so zumindest auf der Ebene noch was raus. Seine Bewegungen in der Action vermitteln auch eher einen professionelleren Background als das bei den anderen der Fall ist.
    Gaststars gabs einige, aber die waren so checklistenartig eingebaut und haben auch keinerlei gedächtnisreife Spuren hinterlassen. Slater, Glover usw. waren schlicht für die Geschichte mehr oder weniger belanglos und/oder wurden verschenkt.
    Spannung konnte über die Episoden hinweg auch keine aufgebaut werden. Fragte man sich beispw. in Rings of Power, was bestimmte Figuren zu verbergen haben oder was ihre wahre Identität ist, so werden hier die wenigen Twists so präsentiert, als wären sie dem Autor 5 Minuten vor Drehbeginn eingefallen.
    Alles, was uns als Exposition serviert wird, bleibt inhaltsleer, als würden die Charaktere Lexikon-Einträge zitieren. Wie das Beispiel mit den Reichen, die drohen zerstört zu werden. Kein Worldbuilding, kein Flair. Ich erfahre im Film in den wenigen Szenen im Nelvin-Dorf mehr über das Leben dort als in der gesamten Staffel Willow. Ist das wichtig? Ja, wenn mir am Ende ein emotionaler Anker von Willow verkauft werden soll und warum er erst nicht in die Stadt mitmöchte. Dass er dann doch auftaucht, ist auch kein wirklich ergreifend inszenierter Moment. Einfach weil auch dafür kein Aufbau stattfand und diese Szene schlicht dahingerotzt ist, wie das meiste andere auch. Wenn Willow am Ende des Films in seine Heimat zurückkehrt, ist das runde Abschluss seiner Reise und triggert bei mir immer noch die richtigen Gefühle. Ja, es ist Kitsch. Das zeigt aber gut, dass man nicht mal das hinkriegt in der Serie.
    Die ganze Gruppe vermittelt zudem auch nicht den Eindruck, es hier mit einem eingeschworenen Haufen zu tun zu haben. Jeder wurschtelt einfach etwas für sich alleine. Konflikte kommen aus dem Nichts und verschwinden auch wieder dahin. Und wirklich jede Episode davor greift einen Punkt auf, der in der nächsten keine Rolle mehr spielt. Jade trifft ihre Schwester. Ja wo bleibt denn der Einsatz der Banditen z.B. in einem Finale? Nichts wird verknüpft oder weitergedacht. Wenn Kasdan in einer narrativen Sackgasse ist, öffnet er ein weiteres Fass. Dann gibt es halt die Kinder des Wurms oder wieder was Neues, das nirgendwo hinführt.

    Das Fazit zur ersten Staffel kann demnach nicht wirklich positiv ausfallen. Disney hat hier billigen Content produziert, um irgendwie seinen Streamingdienst zu befüllen. Mir graut schon davor, wenn andere Marken abgeklappert werden, damit talentfreie Autoren und Showrunner Marken zu Tode melken dürfen. Unbegründet? Nach 8 Folgen Willow und ein paar fragwürdigen Sachen bei Star Wars eher nicht. Willow ist hier aber wirklich das Lowlight. Es nimmt seine Zuschauer nicht ernst und suhlt sich in seiner oberflächlichen Machart und Schreibe, dass es keine Freude ist. Dass man die Serie nicht mit hochklassigen Produktionen wie Rings of Power, Game of Thrones und dgl. vergleichen sollte, versteht sich von selbst. Aber mit ähnlichen Shows auf dem eigenen Streamingdienst? Auch da fällt sie gegenüber vergleichbaren Shows mit ähnlicher Zielgruppe deutlich ab. Ich fand jetzt Mrs. Marvel auch nicht in allen Belangen perfekt. Der ganze Superhero-Origins Kram ist dort mMn auch eher dürftig umgesetzt und die Schurken mit einer komischen Motivation und Logik gesegnet. Nur liefert mir die Serie dafür interessante Einblicke in einen anderen Personenkreis. Figuren sind glaubhaft in ihr Szenario eingebettet und die muslimische Kultur Pakistans respk. ihrer Migranten in Amerika wird mir näher gebracht, und das auf sympathische Weise. Auch wirken die Probleme der Hauptfigur gut unterlegt und glaubhaft erzählt. Zudem hat die Serie auch in der Inszenierung eine gewisse Frische, die gut zum Tonfall der Serie passt.
    Warum erzähl ich das Alles? Ganz einfach, auch wenn ich nicht direkt zur angesprochenen Zielgruppe gehöre, so mutmasse ich mal, dass diese auch lieber ein wenig gefordert wird und nicht jeden Murks abfeiert, der im zielgruppengerechten Gewand daherkommt. Dahingehend wurde ich nun schon ein paar Mal überrascht und konnte daraus auch was für mich mitnehmen.
    Wie ist es mit einem Perspektivwechsel? Ah so, natürlich ist das alles eher leichtverdaulich und nicht ernstzunehmend inszeniert. Nur gibt es auch da einfach tonnenweise besseres Futter, narrativ wie handwerklich. Es macht mich einfach stutzig, wie die Episoden in dieser Form ihren Weg auf die Plattform fanden. Haben die Lucasfilm-Verantwortlichen das Resultat überhaupt angesehen? Haben sie sich danach zufrieden gegenseitig auf die Schulter geklopft? Falls ja, kennen die denn vergleichbare Sachen?
    Ja, es stellen sich echt viele Fragen und ich für meinen Teil kann die nur so beantworten, dass es den Verantwortlichen irgendwie herzlich egal scheint. Wie kann man bloss eine so geringe Anspruchshaltung haben? Ich spüre hier keine Leidenschaft der Macher. Wo Fantasie sein sollte, herrscht gähnende Leere. Als hätte Michael Endes Nichts den letzten Rest an Kreativität gekillt, der noch irgendwo in dieser Marke Willow drin gewesen war. Und ich bin da als Kind der 80er und 90er schon recht hartgesotten. Dass mit geringem Budget viel recycelt wird, Effekte nicht State of the Art sind und dgl., all das ist zu verschmerzen. Solange die Macher bei der Sache sind ihre Leidenschaft vermitteln können. Arbeitstherapien wie Willow und mutmassliche Vetternwirtschaft sind hier meine vermuteten Hintergründe.
    Ich wünsche, dass Warwick Davis bessere Angebote erhält und man Kilmer nicht in einer allfälligen zweiten Staffel mit diesem Mist belästigt. Patel könnte ich mir gut in Star Wars vorstellen, der sollte dringend von Lucasfilm für künftige Projekte verpflichtet werden.
    Sollte eine zweite Staffel realisiert werden, bin ich mit Sicherheit nicht zum Start dabei und schiebe es solange vor mich her, bis ich vergesse, dass es die Serie überhaupt gibt.

    Am Ende wars interessant aus einer Kritikerperspektive heraus, ansonsten eben Money for nothin’ .

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1755667
    ChrisKongChrisKong
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    Der denkwürdige Fall des Mr Poe (Netflix)

    Im Original heisst der Film The Pale Blue Eye. Was Netflix hier wieder bei der deutschen Titelfindung geritten hat? Scheinbar traut man einem Film generell nur noch zu, über Buzzwords zu seiner Klientel zu finden. Zumindest im deutschen Sprachraum. Wobei, wenn ich da an Glass Onion: a Knives Out Mystery denke, scheint das Problem doch tiefer zu liegen.
    Worum gehts? Ein sonderbarer Todesfall bringt den Ermittler Augustus Landor auf den Plan. In einer Kaserne hat sich ein Soldat erhängt. Natürlich steckt da mehr dahinter und alsbald wähnt man sich in einem ausgewachsenen Krimi im historischen Setting. Parallelen zu der Name der Rose, Vidocq, Pakt der Wölfe, Sleepy Hollow, Romasanta usw. sind nicht von der Hand zu weisen.
    Die titelgebende Figur ist hier in einer ähnlichen Rolle wie Adson von Melk in Annauds Meisterwerk und darf als Sidekick des Ermittlers und darf seine leicht juvenile Begeisterung als Sichtweise einbringen. Und Poe ist ein guter Beobachter. Gibt es hier nur ein Verbrechen oder gar ein ganzes Komplott? Erinnerungen werden auch an From Hell der Hughes Brothers geweckt ebenso wie an die Purpurnen Flüsse und DaVinci Code. Bales Figur ermittelt in elitären Kreisen und der Widerstand, der ihm entgegenbläst bedeutet nicht automatisch, dass dahinter der Täter steckt.
    Der Film gefällt mit seinen schönen Sets und der guten Kameraarbeit. Die Schauspieler sind auch über jeden Zweifel erhaben, in Poes Fall, der von Harry Melling gespielt wird, hätte ich mir aber noch etwas mehr Präsenz gewünscht. Da einige der Twists, die sich anbahnen, doch recht offensichtlich sind, hat man die Geschichte weiter angereichert, was dann doch etwas zu konstruiert wirkt, um vollends zu überzeugen. Das hat mich aber nicht extrem gestört und Futter aus dieser Abteilung nehme ich dankend an. Oben genannte Filme fand ich zwar alle besser, aber man macht hier doch vieles richtig. Eine wirklich übernatürliche Komponente wie in einigen der genannten Filme gibt es hier nicht, aber die Vibes in diese Richtung sind dennoch vorhanden. Schliesslich ranken sich um den echten Edgar Allen Poe auch div. Mythen, allein schon sein Tod gibt bis heute Rätsel auf.
    Erfreulicherweise krankt der Film auch nicht an den vielen Netflix-typischen Problemen, die man hätte erwarten dürfen.
    Kenner von Poes Werk werden sicher mehr von den Anspielungen mitkriegen, die definitiv drin sind. Ob das den Gesamtspass merklich erhöht, kann ich nicht beurteilen. Für mich war der Film eine positive Überraschung, ohne dass er das Rad neu erfindet. Poe war übrigens schon in the Raven mit John Cusack in einer ermittelnden Funktion tätig, der hat mir seinerzeit auch getaugt, aber an wirklich viel kann ich mich da leider nicht mehr erinnern.
    Sprach der Krimifan gebt mir mehr, sagte Netflix bitte sehr.

    als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1755230
    ChrisKongChrisKong
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    Das muss der neue Nintendo-Algorithmus sein. Der errechnet genau, wie wenig F-Zero-Ports rentieren und sendet ein dickes fettes No auf den Bildschirm der Bosse. Gibts eigentlich bald mal ein Jubiläum, wo man theoretisch was erwarten könnte?

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1755213
    ChrisKongChrisKong
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    Phantastische Tierwesen Dumbledores Geheimnisse

    Die Hintergründe zu diesem Film und was im Umfeld alles passiert ist, sind sicher ein Vielfaches spannender als der Film selbst. Wir haben da J.K. Rowling, die mit transphoben Aussagen Aufsehen erregte. Und das waren nicht irgendwelche Ausrutscher, sondern bestätigte sie bei div. Gelegenheiten. Das ist abseits von der Moral auch für die Filmreihe selbst problematisch, da diese ja in erster Linie junge Erwachsene und Jugendliche anspricht, die sich mit solchen Identitätsfragen und -findungsphasen auseinandersetzen. So könnte man auch die Obscuri als eine Art Transmenschen deuten, wobei schon der etymologisch abgeleitete Begriff – obskur (fragwürdig, zweifelhaft, anrüchig) – eine abschätzige Gesinnung vermuten lässt. Vielleicht ist diese fragwürdige Ideologie auch eher unbewusst da reingeraten, nur ausblenden kann ich das nun nicht wirklich.
    Dann ist da noch die Personalie einer Hauptfigur, Ezra Miller, die gleich auf zwei Warner Grossprojekte einen Impact hatte. Zum einen die Phantastische Tierwesen Reihe und natürlich auf das DCEU, wo er Flash spielt. Die ganzen Geschichten drum rum kann man ja nachlesen. Nur so viel, die Schlagzeilen helfen den Filmen sicher nicht, aber für die Boulevard-Presse ist das natürlich reinstes Platin.
    Dann gabs noch eine Neubesetzung in einer wichtigen Rolle. Johnny Depp war zum Zeitpunkt vor den Dreharbeiten aufgrund des Ehestreits, der vor Gericht div. Höhepunkte erreichte, zur Persona non grata geworden in Hollywood. Im Zuge der ganzen Metoo-Debatten war es schlicht undenkbar, einen mutmasslichen Gewalttäter an Frauen als Hauptfigur zu führen. Die Verhandlung förderte allerdings ein etwas anderes Bild zu Tage, nur war der Ruf da schon ruiniert und Depp bei Fantastic Beasts raus. Mikkelsen war da aber ein mehr als würdiger Ersatz.
    Mal weg von diesen Begleiterscheinungen, dieser Film ist schon eine kleinere Katastrophe. Und das hat div. Gründe. Vergleichbar mit Gone Girl, den ich ebenfalls schrecklich fand, ein Film, der sich zu keinem Zeitpunkt entscheiden kann, was er genau sein und erzählen will. Es wurde oft Harry Potter Prequel bemüht, was ich so nicht bestätigen kann. Der Film ist da schon eine Mogelpackung. Dumbledores Geheimnisse sind so langweilig erzählt und werden am Ende fast schon Deus ex Machina mässig in ihrer dramatischen Verkettung aufgelöst, dass es zum Einschlafen ist.
    Dabei startet man mit Bambi, wechselt zu Call me by your Dumbledore, macht ein bisschen Magie im Orientexpress und Miller nimmt am Snape-Cosplay-Wettbewerb teil. Waterston bleibt dem Film grösstenteils fern. Das ist für mich ein Pluspunkt, aber aus Sicht der Geschichte wirkt das auch so alibimässig hingerotzt. Auch da dürfen andere Gründe im Hintergrund ausschlaggebend gewesen sein.
    Newt und seine phantastischen Tierwesen wirken da auch nicht wie ein integraler Bestandteil der Geschichte, sondern ebenfalls nur drangeklatscht. Einfach damit der Titel irgendwie noch aufrechterhalten werden kann. Dabei ist hier gerade der Umgang mit den Tierwesen absolut fragwürdig. Die Tiere werden hier ja nur instrumentalisiert und objektifiziert. Das ganze Prozedere zur Wahl des Machthabers in der Magie-Welt ist kritikwürdig und kulminiert in einer hirnlosen Massenveranstaltung, bei der der Magiepöbel belustigt werden muss. Auweia, das hat schon Ami-Wahlkampf-Züge. Wird aber nicht grundsätzlich hinterfragt. Man hat ja diese moralische Instanz, die darüber Auskunft gibt, wer würdig ist und wer nicht. Am Ende findet dann auch noch so eine Art Ablasshandel für Dumbledore statt, in dem seine Feigheit auch noch belohnt wird. Da fragt man sich auch ehrlich, was wollen uns die Macher damit sagen?
    Ein weiteres grosses Problem ist diese fehlende Chemie zwischen Law und Mikkelsens Figuren und der fehlende Aufbau, um das Finale mit Dramatik anzureichern. Das ist im Grunde aber schon eine Fehlkonzeption an sich. Dumbledore wird aufgrund eines Zauberschwurs am Handeln gehindert. Anstatt man einen moralischen Zwist ins Zentrum stellt und die Figuren ambivalenter macht, verfällt man in die denkbar faulste Art und Weise den ganzen Plot zu konstruieren. Ich verstehe nicht, a) warum Dumbledore überhaupt mal Grindelwald gefolgt ist und b) warum er eine generell so passive Rolle einnimmt während der gesamten Machtergreifung Grindelwalds. Ich sehe also nicht, wie sich die beiden vielleicht schlausten Magier ein Schachduell der Extraklasse liefern, sondern eine konstruierte Situation nach der anderen. Das ganze Kofferspiel war so vorhersehbar, nur in einer Welt der Magier kommt das noch unverständlicher rüber.
    Der Konflikt Muggle gegen Magier wird genauso beiläufig thematisiert ohne jegliche Beteiligung ebenso wie Credence ganze Geschichte auch plötzlich nur noch Nebensache ist. Was das dann überhaupt noch mit phantastischen Tierwesen zu tun hat und und und. Es ist kaum etwas davon schlüssig beantwortbar oder in irgendeiner Form befriedigend. Man referenziert fleissig auf die Popkultur, findet aber nie zur eigenen Geschichte oder eigenen Ideen geschweige denn einer eigenen Identität. Man franchised sich förmlich durch den gesamten Film hindurch. Fast so, als wollte man sagen, wir erklären das alles später irgendwie in irgendwelchen Spinoffs. Anstatt sich also von der Harry Potter Reihe etwas abzugrenzen, erzählerisch andere Ansätze zu wählen und vielleicht etwas mehr menschliche Magie zu integrieren, wird man zum faden Abziehbild eines Franchises, dem man verzweifelt hinterherhechelt. Yates hat sich jetzt sieben Filme lang durchgewurschtelt, was eine respektable Leistung ist. Aber wie ausgebrannt und ideenlos er auch inszenatorisch agiert. ist spätestens jetzt jedem hoffentlich klar geworden.
    Mikkelsen ist verschenkt, Law auch. Da ich wirklich ein Fan von beiden bin und ihre Arbeiten sehr schätze, ist das eine umso grössere Enttäuschung. Eddie Redmayne wird hier auch zur dritten Geige degradiert. Von seiner Darstellung in der Reihe war ich nie wirklich überzeugt, das ständige Vorbeiblicken an Charakteren oder zwanghaftes Wegschauen ist zwar etwas besser als in den Filmen davor, aber vermutlich auch nur, weil er schlicht weniger zu tun hat. Fogler ist zumindest nicht ganz so nervig wie in den Filmen davor, aber als einziger Muggle wird auch seine Perspektive eher stiefmütterlich behandelt.
    Es bleiben zu viele Gelegenheiten ungenutzt. Die Reihe wird wohl nicht weiter fortgeführt. Warner wird dafür wohl wieder zig Gründe finden, warum die Reihe immer schlechter ankam, aber ob die richtigen Schlüsse gezogen wurden, darf angezweifelt werden. Hier stimmt einfach zu vieles nicht. Das Potenzial mehr zu sein als ein Spinoff wäre da gewesen. Wer seinen Kindern eine Botschaft zum Umgang mit der Umwelt vermitteln möchte, geht lieber in Avatar 2 und lässt diesen Film links liegen. Phantastisch ist hier lediglich wie Anspruch und Umsetzung auseinanderklaffen.

    als Antwort auf: Meckerweide #1755148
    ChrisKongChrisKong
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    Noch geiler, das Impressum der Seite:

    Impressum

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    als Antwort auf: Meckerweide #1755143
    ChrisKongChrisKong
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    Bei Phillipp ist nun ein Hermann Jeidel drin. Aus Sebastian wurde gar eine Frau, Katarina Müller. Aus Engels wurde ein MHoffman. Dann gibts da neu einen Phil Dimel anstelle von Thomas und zu Köcki kann gar nichts mehr gefunden werden, wenn man auf seine Artikel klickt. Scheint, als hätte er sich gewehrt oder schon vorher vereinbart?

    Ich würde mal gleich mit den anderen Kontakt aufnehmen.

    als Antwort auf: Meckerweide #1755136
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Wie frech ist das denn? Wer ist dieser Nicholas Schnarr überhaupt? Nur ein Pseudonym oder gibts den wirklich? Komisch, weil auf der Hauptseite bist du unter dem Punkt Team normal geführt und wenn man auf deine Artikel klickt, zeigts diesen Namen an. Klickt man aber auf den Namen, passiert gar nichts.

    als Antwort auf: Most Wanted 23 #1755100
    ChrisKongChrisKong
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    Ich habs nicht so mit Aktualität, aber bei einigen Titeln könnte ich doch schwach werden und schnell zuschlagen. Als da wären:

    The Legend of Zelda Tears in a superior OW (als Zelda-Fan wird das sogar vorbestellt, evt. gibts sogar eine Premium-Edition oder sonst eine CE.

    S.T.A.L.K.E.R. 2 hat grad Lust gemacht nach dem Trailer.

    Jedi Survivour, der Vorgänger hat mir absolut getaugt und gehörte für mich auch mit zum besten SW-Content der letzten Jahre überhaupt.

    Die Retail-Fassungen von Monkey Island und Shredders Revenge stehen noch aus. Und sicher wirds noch das eine oder andere Spiel geben, das ich nicht auf der Rechnung hatte.

    Elden Ring DLC, sofern so einer kommt und nicht nur auf Arena-Modi beschränkt ist.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1755099
    ChrisKongChrisKong
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    Willow Episode 7 (Disney+)

    Schrieb ich zuletzt noch von Immersionskillern, dauert es auch in dieser Episode nicht lange, bis man einen Haken auf der Checkliste setzen kann. Graydon witzelt noch, wenn Willow so viel Bezahlmöglichkeiten mit sich führt, warum sie dann nicht in Herbergen übernachten. Eigentlich hätte Willow da entgegnen können, dass es in Zombieland sowieso keine Dörfer oder Städte gibt, geschweige denn irgendwelche Herbergen.
    Die Folge macht nahtlos weiter, wo sie geendet ist. Kit wird gerettet. Cut. Wir stehen auf einmal vor der ungeteilten – oder wars die geteilte? – See. Cut. Kit kriegt einen Schwächeanfall. Cut. Wir sind plötzlich in einer Hütte. Und so geht das die meiste Zeit. Wo man sich auch abwechselt, ist bei den gelungenen Effektshots und Stagecraft-Porno, der klar als solcher zu identifizieren ist. Hier sieht man auch sehr gut, wie einschränkend das für die Inszenierung sein kann. Die ist hier zum Teil besser als in den Episoden davor, aber auch hier ist die Action kein veritables Highlight. Halt nur nicht ganz so mies wie in den Episoden davor.
    Die Dialoge nerven weiterhin. Entweder sind sie wieder stilistisch für die Generation Tiktok aufbereitet oder erwachsen nicht organisch aus der Situation und wirken übelst aufgesetzt. Besonders so ziemlich alles, was Kit aus dem Gesicht fällt.
    Von Aerk in seiner bemitleidenswerten H&M-Resterampe-Sammlung sieht man dieses Mal etwas mehr. Und es gibt den erwarteten Twist. Nur ist praktisch alles Geplänkel da wieder so pointless. Es gibt Exposition, aber absolut nichts, was die Handlung irgendwie spannender machen würde. Die Vettel ist keine tragische Figur, sondern einfach eine überflüssige. Der Kampf gegen sie ist wie verbales Schattenboxen. Daneben tauchen wieder die zwei bekannten Gegnertypen auf, die auch keine wirkliche Bedrohung darstellen.
    Lowlight der Episode ist die Zauberei-Trainingsmontage mit wie immer gewohnt unpassender Musik. Parallel dazu trainieren Kit und Jade und dürfen sich dann endlich mal küssen. So prickelnd wie ein Audio-Podcast über Bettwanzen. Graydon kann auf einmal auch zaubern. Fragt nicht warum. Willow gibt endlich zu, dass er nicht der grosse Zauberer ist. Äh, hat er das nicht schon getan unter Einfluss der Wahrheitspflaumen? Ja. Aber weils so schön war, gleich nochmal.
    Weiter sehen wir mal den Kopf eines Fantasy-Wesens, der eine Kutsche unter Wasser über das Wasser zieht, über die die Protagonisten auch laufen können. Irgendwann gerät die Truppe dann an den Rand der See und huch, die Erde ist ja doch eine Scheibe. Man darf ja noch davon träumen. Ein paar peinliche Dialoge später stürzen Kit und Elora dann runter und dürfen anschliessend unter praller Mucke Richtung Vettel-Town losmarschieren.
    Aerk wartet dort schon und tada, nächster Twist, war beim Friseur.
    Gott, das ist echt so unfassbar blöd. Der Darsteller von Aerk lässt zumindest durchschimmern, dass er mehr kann als er zeigen darf. Aber auch er ist machtlos gegen die ganzen Metoo-Metadialoge, die ihm die Vettel entgegenwirft.
    Es gibt wieder einen Gaststar, der zwar auch einfach in das Setting reingepflanzt wirkt, damit man überhaupt die Folge füllen kann, aber immerhin handelt es sich um Lucasfilm-Urgestein Julian Glover, der sowohl Star Wars wie auch Indiana Jones mitgespielt hat. Er wertet die Episode auf.
    Boorman hat dieses Mal recht wenig zu tun, das ganze Kürass-Blabla, muss zum richtigen Zeitpunkt aktiviert werden, was er später wieder zu ignorieren scheint, obwohl er das mantramässig wiederholt, führt auch nirgendwo hin.
    Noch eine Episode, dann ist dieses Gekasper zu Ende. Bislang hat Disney glaub ich noch keine seiner Streamingserien gecancelt. Das sollte die erste sein, sie ist absolut würdig.

    als Antwort auf: Retrostunde #1755043
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Bei Just Cause sieht man den Gap innerhalb der gleichen Gen auch extrem. Ich hatte mit PS360 ja im Grunde erst am Ende deren Lebenszeit angefangen. Und normal lass ich keine Teile aus, wenn ich eine neue Reihe starte. Aber Just Cause mag ja bei seinem Erscheinen geiler shice gewesen sein, aber das war echt keine “Retro-Erfahrung”, die man sich wünscht. Teil 2 war dagegen ein Quantensprung. Grafisch wie spielerisch.
    Wo ich auch nicht über ein Anspielen hinauskam, war die Hitman HD Collection. Alles in diesen Spielen ist so umständlich, das macht echt keinen Spass.
    Dagegen erstaunt, wie gut ein Super Mario 64 sich noch immer spielt. Dort ist die Kamera nicht immer das Gelbe vom Ei, aber die Steuerung ist präzis und lässt keine Wünsche offen.

    als Antwort auf: Vor kurzem durchgespielt #1755013
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Spider-Man Miles Morales

    Fast schon eine kleine Wohltat, da die Spieldauer nicht ganz so hoch ist, wie beim grossen Bruder. Was ein wenig schade ist, dass man dafür auch nur drei unterschiedliche Bosse hat. Präsentation und Erzählung sind auf einem sehr guten Level.
    Fähigkeiten und Kampfsystem sind auch recht schlank gehalten. Passt. Wer die Herausforderung sucht, kann div. Aufgaben auch noch auf höheren Stufen abschliessen oder die Bonusziele angehen. Alles davon reizt mich nicht, da ich nicht so auf Challenges mit Zeitlimit stehe.
    Was ich vermisst habe, sind die Rätsel, die Peter Parker zwischendrin lösen durfte. Hier wird man zu oft auch an die Hand genommen.
    Für mich eine gelungene Standalone-Erweiterung. Die Freude auf Wolverine ist definitiv da.

    als Antwort auf: PlayStation 5 Talk #1755012
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Bupple Wenn du danach gleich mehr vom Gleichen willst, ansonsten würde ich persönlich nicht gleich nach dem Vorgänger den Nachfolger nachschieben. Ich hatte nach GoW zumindest mal für den Moment genug und GoWR nicht geholt. Ich glaub so kurz nacheinander hätte ich da jetzt keine Lust gehabt, auch wenn alles noch besser gemacht sein soll. Die meisten werden den Vorgänger halt schon länger mal gespielt haben oder finden das gleiche Spielprinzip nicht ganz so ermüdend.

    als Antwort auf: Elden Ring #1754944
    ChrisKongChrisKong
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    @DerOlleEine Respekt, ich glaube kaum, dass ich in dem Alter den Nerv dazu hätte. Zeigt aber gut, wie individuell das Spielerlebnis sein kann.
    Man kann diese Diskussion auch auf andere Sachen übertragen, z.B. Brettspiele. Da gibts auch welche, die erfordern einfach sehr viel stärker ein Einarbeiten und sind darum auch nicht jedermanns Geschmack.
    Gilt gleichermassen für Filme und Bücher. Was am erfolgreichsten ist, ist nicht automatisch inhaltlich das Beste, sondern in erster Linie einfach die grössere Schnittmenge. Ein Fifty Shades of Grey wird sich besser verkauft haben als so manche literarische Wohltat, aber es käme auch niemandem in den Sinn den Gehalt nach dessen Zugänglichkeit zu bewerten.

    @Genpei

    Ich wäre grundsätzlich immer für ausreichend Optionen, auch und gerade im Hinblick auf Tutorials. Ich finde dabei das Modell wie in Spider-Man sehr gut, wo ich Moves in einer Movesliste nachschauen kann. Das Spiel verlangt für Bonusziele z.B., dass man bestimmte Moves anwendet. Nicht immer war mir gleich klar, was gemeint war. Das System gibts schon länger und finde ich sehr gut. Anleitungen gehören auch in jedes Optionsmenü. Leider nimmt man sich dafür kaum Zeit. Und mit Buttonlayout ist es mMn nicht immer getan.

    als Antwort auf: Elden Ring #1754940
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ganz offensichtlich fühlen sich hier aber die Fans um etwas beraubt, schmälert es doch das Ansehen wenn jemand sagt: “Ich habe es durchgespielt”.

    Klar gibts Fans, die sich auf sowas etwas einbilden, trotzdem eine Pauschalaussage, die immer wieder von Gegnern des Spiels ausgegraben wird. Woher dieser Fremdneid rührt, wenn ein Spiel eine hohe Wertung einfährt, will ich lieber nicht wissen. Das sind subjektive Meinungen und keine Aufforderungen etwas zu spielen. Das kann ja jeder für sich entscheiden. Oder spielst du etwas aus irgendwelchen Gruppendruck-Zwängen heraus? Muss man ja spielen, weil ist gerade angesagt.
    Die Gründe zu Spielen sind auch recht unterschiedlich. Für die einen Entspannung, für die anderen eine Challenge. Dabei relativiert sich die Zugänglichkeit. Ich hab auch keine Lust mich stundenlang in ein Taktik-RPG reinzufuchsen, weils nicht mein Ding ist. Aber für jemanden, der sich für sowas interessiert, wäre es wohl wenig attraktiv, wenn es zu simpel gemacht ist. Aber auch da gibts sicher genug unterschiedliche Vertreter.
    Warum Wertungen letztlich subjektiv sind – auch das wurde hier schon tausendfach diskutiert – liegt an der Gewichtung einzelner Kriterien. Ich kenn kein Spiel, das perfekt ist. Wer meine Erfahrungen zu ER verfolgt hat, wird das bestätigen können. Die Frage ist, wie stark welcher Umstand den Spielgenuss schmälert, wie blicke ich am Ende auf das Spielerlebnis zurück. Gabs frustige Stellen? War es eher persönliches Unvermögen oder schlechte Spielmechanik, die zum Frust führte? Dazu kann man ganz unterschiedliche Ansichten haben.
    Wenn ein Spiel oder eine Spielreihe aber eine treue Fanbase hat, muss man einfach respektieren, dass es gewisse Dinge richtig macht, auch wenn das für manch einen unverständlich ist. Ich les mir dann gerne auch Begründungen dazu durch. So wird etwas nachvollziehbarer.
    Für dich scheint es demnach unabdingbar zu sein, dass ein Spiel leicht zugänglich sein muss, sonst hat es nach deiner Ansicht keine hohe Wertung verdient. Du gewichtest das Kriterium Zugänglichkeit also immens höher, als z.B. der Chefredakteur der MGames. Das kann natürlich auch mit dem eigenen Spielerfahrungslevel zu tun haben. Und natürlich auch Präferenzen. Ich steh z.B. null drauf, nach einem Spieldurchgang gleich den nächsten anzuhängen. Egal ob ich da jetzt noch mehr Herausforderung kriege oder das Spiel ein bisschen variiert. Das wär mir zu langweilig. Demnach ist mir das relativ egal, wenns ein NewGameplus gibt.

    Was ich von einem guten Test erwarte, ist, dass er mich über evt. Stärken und Schwächen informiert und ersichtlich ist, wie schwer es für den Tester ins Gewicht gefallen ist. Ich gleich das dann evt. mit meinen Präferenzen ab und nachfragen kann man bei Bedarf ja in Communities wie hier. Dadurch kommts auch zu praktisch keinen Fehlkäufen. Und auf Halde brauch ich auch kaum noch kaufen, denn die ist sowieso schon gross genug geworden über die Jahre. Also warum machst du dir solche diffusen Ängste zur Hürde oder ärgerst dich darüber? ER gefällt dir nicht, dann spiel und kauf es nicht. Wenn dir Wertungen so wichtig sind, dann setzt dich halt mit den jeweiligen Redakteuren auseinander. Für mich waren die Tests von Schmidt meist ein Indikator für Ubi-Hype, wo man getrost für sich 10 Prozente oder dgl. abziehen kann. Trotzdem ist es legitim, wenn er seine Ansicht vertritt. Es ist ja eine unter vielen. Wenn die Meinungen generell immer stark abweichen, dann ist man vermutlich nicht auf der gleichen Wellenlänge. Auch das kann aber durchaus bereichernd sein.

    Nur mal so aus Neugier, anstatt auf dieser Schiene weiterzufahren, was sind denn deine Favoriten z.B. für dieses Jahr und warum? Immer sofern du zeitnah zu den Releases spielst. Ich kann damit eher nicht glänzen.

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