ChrisKong

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1729668
    ChrisKongChrisKong
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    Red Notice (Netflix)

    Netflix wirft mit Kohle um sich. Red Notice ist wohl der teuerste Netflixfilm. Über Sinn und Unsinn kann man sich da streiten, schliesslich könnte man dafür etliche Episoden einer Serie produzieren, die deutlich mehr Material liefern. Das meiste der Kohle dürfte das Star-Trio um The Rock, Ryan Reynolds und Gal Gadot erhalten haben. Die abwechslungsreichen Schauplätze erinneren an Underground Six, ebenfalls mit Reynolds. Nicht auf die Abwechslung bezogen, eher auf deren Künstlichkeit. Der ganze Streifen wirkt wie ein Whatsapp-Autokorrekturprogramm. Was em ehesten zu erwarten ist, tritt auch ein.
    Normal wäre hier man auch schon raus. Aber die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern funktioniert sehr gut. Dwayne und Ryan überspielen so einen grossteil der konventionell anmutenden Entwicklung der Geschichte. Diese klaubt überall ihre Versatzstücke zusammen und garniert sie mit popkulturellen Nerdzitaten. Das sorgt für gute Laune. Als dritte Hauptdarstellerin kommt Gal Gadot hinzu. Leider stimmt zwischen ihr und den anderen beiden die Chemie irgendwie nicht so recht. Weder zündet sie auf einer prickelnd erotischen Ebene, noch auf der humorigen. Das Konzept, sie hassen und sie lieben sich geht nicht auf und trägt auch nichts zum Fun bei. Schmerzlich erinnert man sich an Filme wie Maverick mit Mel Gibson und Jodie Foster, die das in Perfektion rüberbrachten. Hier gehts allerdings deutlich mehr um Schauwerte und Action. Die funktioniert auch recht gut, ebenso wie der Witz zwischen dem Cop und dem Meisterdieb. Die Auflösung am Ende wirkt wenig überzeugend. Hauptsache man platziert denn auch gleich einen lauten Schrei nach Fortsetzung.
    Fazit: Netflix und Filme aus Eigenproduktion bleibt ein zweifelhaftes Vergnügen. Einzelne Teile stimmen, man fühlt sich unterhalten, aber darüber hinaus ist man meilenweit davon entfernt einen modernen Actionklassiker zu schaffen. So schnell wie er konsumiert ist, vergisst man ihn auch wieder. Und anstatt Kohle nur für grosse Namen rauszuhauen, sollte man vielleicht auch schauen, ob die Darsteller untereinander vor der Leinwand den Zauber entfalten können. Ich sag auch nicht, dass es allein an Gadot liegt. Aber dieses Zwei-Typen-Eine-Frau-Szenario gibts oft einfach woanders besser, z.B. in U.N.C.L.E. mit Cavill, Vikander und Hammer.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1729660
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    Freaks – Sie sehen aus wie wir (Netflix)

    Gestartet wird als Kammerspiel, Erinnerungen an Cloverfield Lane werden wach. Ist das Mädchen nur ein Opfer der Psychose ihres Vaters, sofern es der Varter ist? Der Film verlässt aber irgendwann diesen Ansatz und geht in Richtung der in letzter Zeit häufig thematisierten Menschen mit Fähigkeiten werden von der Regierung gejagt. Das wird aber nicht als ein Twist verkauft, eher ist der Film so zerfahren, dass er eigentlich gar nicht so recht weiss, was er aussagen möchte. Der Anfang plätschert einfach vor sich hin, macht aber nichts aus der klaustrophobisch anmutenden Prämisse. Vieles wirkt auch nicht konsequent zu Ende Gedacht. Etwa ab der Mitte erweitert man den Erzählraum, aber liefert da nur Standardkost, die man schon zig mal besser gesehen hat. Sehenswert ist daran nur wenig. Die Darstellerleistungen reissen einiges wieder raus. In einer Nebenrolle ist Bruce Dern zu sehen, der ein paar Akzente setzen darf. Der Rest wirkt leider billig und lustlos. Die Verfolger könnten auch kaum eindimensionaler sein. Fast fühlt es sich an, als hätte man eine Serie versucht in einen Film zu quetschen. Wobei man das Pacing so gesetzt hat, dass man bis zur Mitte die Pilotfolge hat und dann 4-5 Episoden im Rest. Das funktioniert so einfach nicht. Damit verendet der Erzählfluss im belanglosen Nirvana. Ein Fall für Dystopie-Allesseher. Der deutsche Zusatztitel passt sogar irgendwie und ist in etwa so gut wie der Film selbst.

    als Antwort auf: Meckerweide #1729510
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    @Carot

    Längere Sachen schreibe ich generell immer in meinem Mail-Account als Entwurf, dort wird ja regelmässig zwischengespeichert. Funktioniert bestens. Das Forum mit seinen technischen Unzulänglichkeiten ist echt kein Hort der Freude.

    @Nightrain

    Hmm, Hitler, Trump und Konsorten fehlt die Selbstreflexion, so aus der Ferne diagnostiziert, darum wären das für mich auch nicht so die interessanten Gesprächspartner. Glaub da gibts bessere Tyrannen. 🙂

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1729498
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    Lost in Space Finale Staffel 3 (Netflix)

    Die letzte Staffel setzt noch einmal auf die Stärken der Serie, wirkt aber auch ein wenig gehetzt. Sie hat auch ein paar Episoden weniger als die Staffeln vorher. Platz für ein Abenteuer abseits der Main-Story bleibt so nicht. Die Hintergründe der Roboter werden eher angedeutet, aber so richtig auserzählt ist deren Geschichte mMn nicht. Das Ende wirkt auch wie ein Neubeginn und die Macher liessen schon durchscheinen, dass es evt. anders weitergehen könnte. Die Zahl der Serien mit Abenteuern im All ist jetzt auch nicht übermässig gross. Die eher positive Ausrichtung und die Konfliktlösung abseits von Waffengewalt sind Zutaten, die man sich aus Star Trek entlehnt hat, aber sehr passend sind und damit auch max. familientauglich sind. Manchmal fällt aber auch alles in den Schoss, sprich Deus ex Machina, weil Wunderkind Miles irgendwie doch den Tag rettet. Die Karte wird wir aber zu häufig gespielt, die Erwachsenen ergeben sich zu schnell und zu oft einfach dem Diktat der Kinder. Etwas mehr Konflikte hätte man da einbauen dürfen. Aber nun die Serie legt den Fokus anders und versprüht auch wenig den naiven Charme von Serien wie Earth 2 oder Seaquest DSV, nur dass das hier halt wirklich wie Kino aussieht. Darum auch ein weiterer Grund, das Ende der Serie zu bedauern. Wer leichtverdauliche Sci-Fi Abenteuer will, die jetzt nicht die grossen philosophischen Fragen stellen aber auch nicht substanzlos wie ein Meteor im All rumeiern, ist hier richtig. Spannung ist da, auch wenn Konsequenzen grösstenteils ausbleiben. Schauwerte gibts in der Qualität nicht gerade oft, passt.

    als Antwort auf: Was ist eigentlich mit Strictly Limited Games los?! #1729366
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    Früher hat man was hergestellt, dann beworben. Dann kam Amazon und das Vorbestellzeitalter. Das ist mittlerweile einfach nur noch lächerlich bei diesen Limited Heinis. Wenn es eh strikt limitiert ist, stellt es doch erst her und bewerbt es, während es die Produktionsstrasse verlässt. Das ist ehrlich gesagt einfach nur lachhaft. Vielleicht sollten die ihren Slogan ändern in, Unsere Editionen sind streng limitiert, die Geduld unserer Kunden unendlich.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1729178
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    Old

    Oldie but Goldie. Nein, ums Älterwerden gehts hier meist nur auf technischer Ebene. In Shyamalans neuestem Thriller wird eine Feriengruppe an einen Strand gekarrt. Schon bald stellt sich heraus, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht. Im ersten Teil des Films kann Shyamalan wieder mal all seine Stärken ausspielen, die in der Inszenierung liegen. Ein unbehagliches Gefühl stellt sich schon früh ein. Und der Film lässt die Beziehungen der Figuren im Zeitraffer durchlaufen. Leider hat das Konzept ein paar deutliche Mängel und wird auf rein logischer Ebene nicht konsequent durchgezogen. Mal spielt der Stoffwechsel eine Rolle, dann wieder nicht. Mental wachsen die Kinder viel zu schnell. Generell sind einige Sachen recht holprig. Der Spannung tut das aber keinen Abbruch. Dann allerdings macht der Regisseur wieder mal den Fehler, wie auch schon in Glass, am Ende ne Auflösung dranzuklatschen, die zwar die Geschehnisse relativiert, aber thematisch so rein gar nichts mit dem Rest des Films zu tun hatte. Grade so, als würde man an einem Barbeque teilnehmen und nach dem Essen hält jemand einen Vortrag zum Katholizismus. Hier misslingt es irgendwie vollends die Lösung thematisch mit der Situation der Charaktere zu verweben. Zwar sind die nicht grundlos dort, aber deren Ausgangslage wird nur anhand der Symptome behandelt, nicht aber was es heisst mit diesem oder jenem zu leben und im Alltag fertig zu werden. Das macht man gerade mal halbherzig bei der Mutter. Und darum funktioniert das Ende für mich auch nicht so recht, zumal das schon alles recht weit hergeholt scheint.
    Inszenierung ist wie gesagt top, bei den Darstellern schwankt die Leistung hin und wieder, ist aber mehrheitlich gut. Die Bilder sind schön eingefangen und der Sound dem Geschehen angemessen. Am Ende hat sich bei mir einfach mal wieder nicht das Gefühl eingestellt, einen wirklich runden Film zu sehen. Aber auch da muss man sagen, im ganzen Wust der Thriller, die es gibt, liefert Shyamalan immer wieder frische Ideen ab oder solche, die sich frisch anfühlen. Diese Leistung muss man auch würdigen, auch wenn ich lieber noch ergänzen würde, dass die Geschichte perfekt umgesetzt wurde. Shyamalan-Hasser finden viele Anknüpfungspunkte für Kritik, seine Fans genügend gelungene Momente und ich einen nicht fehlerfreien Film, der mehr mit Form überzeugt denn mit Inhalt.

    als Antwort auf: Meckerweide #1729103
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    Wir wurden während der Erwachsenenbildung, die ich geniessen durfte, mal gefragt, wen wir gerne mal getroffen hätten. Macchiavelli hatte ich damals auf den Zettel geschrieben. Die Dozentin war recht überrascht. Er hatte vor allem den Blick für die Dinge und eine sehr gute Beobachtungsgabe. Wäre mit Sicherheit einer der interessantesten Gesprächspartner unter den historischen Persönlichkeiten.

    als Antwort auf: Smalltalk #1729071
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    Häh? Wie kann man jemanden als Affe beleidigen? Wenn, dann ist es ein Kompliment!

    Btw. Gehört zwar in die Meckerweide, aber klickt man hier auf den letzten Kommentar, springt man sogar zwei Seiten in die Zukunft…

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1729070
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    Aber was bringt bitteschön ein grösserer Abschnitt, wenn man darin dann doch nichts wirklich findet? Bei Uncharted wars ja in der Hauptreihe aber schon immer so, dass Sachen einfach rumlagen, während man in TR doch meist etwas dafür tun musste oder sich überlegen musste, wie man an die Orte hinkommt. AC ist ein gutes Beispiel, wie man es richtig machen oder schlecht machen kann. Während in Teil 2 die Assassinengräber Spass gemacht haben, waren Sammelsachen in Teil 1 einfach randomlike irgendwo auf der Map verteilt. Fand auch bei Far Cry die Parts interessanter, wo man noch etwas mehr tun musste, als einfach hinzulaufen. Oder noch besser wie in den beiden ersten Batmanspielen von Rocksteady eben auch mit ein wenig Gadget-Rätselei verbunden waren. Aber mir ist klar, dir gehts bei Uncharted einfach um die Atmo einer etwas grösseren Ebene, weniger sich darin vertieft aufzuhalten.

    als Antwort auf: Xbox Series XS Talk #1729058
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    Ich versteh ehrlich auch nicht, warum man immer wieder Dinge komplett künstlich aufblasen muss. Das klingt hier definitiv danach. Hatte mich auch schon bei Uncharted 4 gestört mit seinen Semi-Openworld-Abschnitten und nichts wirklich darin zu tun oder zu entdecken. Da war Lost Odyssey, der Ableger viel gelungener.

    als Antwort auf: Meckerweide #1729048
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    @SFN

    Zum Beispiel die Blutgruppe. Die häufigen Blutgruppen sind auch überproportional stärker betroffen. Und an einigen Menschen scheint das Virus kein Interesse zu haben. In meinem Umfeld sind 3 Leute nicht erkrankt, obwohl sie intensiven Kontakt zu erkrankten hatten und entsprechend getestet wurden. Im einen Fall sogar zweimal getestet wurden mit zeitlichem Abstand. Vielleicht hat das auch ein bisschen was mit dem gemischtrassigen Genpool in meiner Familie zu tun? #fuckhitlersideology

    als Antwort auf: Meckerweide #1729041
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    @Ghostdog

    Du sprichst von Grabenkampf, was für mich ein völlig falsches Bild der Lage wiedergibt, denn es ist eine Notwendigkeit aus Sicht der Vernunft dafür zu sorgen, dass sich die Situation in den Krankenhäusern verbessert, wo der überwiegende Teil Ungeimpfter dafür sorgt, dass es zu Überlastungen kommt, die dann zur Folge haben, dass wir mit härteren Maßnahmen leben müssen, verbunden mit den einhergehenden Konsequenzen, wie den tot von Krebspatienten, deren Termin verschoben wird, um Platz zu schaffen. Ich selbst war zuletzt im Krankenhaus aufgrund einer Erkrankung in Behandlung, wo ich miterleben durfte, wie meine Station aufgrund von CoV-19 Patienten geräumt werden musste, ein Teil der Patienten nach Hause geschickt wurde.

    Ich glaube wir reden von komplett unterschiedlichen Dingen. Ich beziehe mich da auf die politische Dimension. Und die mag in Deutschland anders sein als bei uns. Und da ist das Bild des Grabenkampfs absolut zutreffend. Ein Drittel hat das neue Covid-Gesetz abgelehnt. Und in diesem Gesetz ging es in erster Linie um die Handhabung mit Zertifikat, Fortführung von Finanzhilfen. Mit der Impfung hat das rein gar nichts zu tun gehabt. Aber die Polemik hat dafür gesorgt, dass daraus ein Impfen ja/nein wurde.

    als Antwort auf: Meckerweide #1728979
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    Ein Kumpel von mir hatte 9 Monate nach seiner Infektion noch keinen Geruchs- und Geschmackssinn und ist jetzt nach über einem Jahr nach seiner Abschätzung bei 60-70% angelangt. Das finde ich heftig.

    Ja, das könnte bei mir in etwa auch so sein. Müsste mich mal um eine entsprechende Therapie bemühen. Immerhin hat es sich immer wieder geändert, was als ein positives Zeichen gilt.

    Einen Impfzwang wird es in Westeuropa sowieso nie geben im Sinne von gewaltsamer Durchsetzung. Impfpflicht mit Ordnungsbussen werden vermutlich noch in anderen Ländern ausser Österreich kommen. Und Wirtschaft lässt sich von Massnahmen nie ausklammern, da eine schlechte Wirtschaft auch schlecht für die Gesundheit der Bevölkerung ist. Public Health muss definitiv weiter gefasst werden.

    als Antwort auf: Meckerweide #1728975
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    @Bort Was viele einfach ausblenden oder nicht zu verstehen scheinen, die Impfung wurde seinerzeit für die erste Variante entwickelt. Und da hiess es, die Impfung schütze zu 90 bis 95 %. Heisst jeder zehnte bis zwanzigste Geimpfte erkrankt doch. Dann hiess es, die Impfungen schützen auch gegen die Deltavariante. Aber ob zu gleich viel Prozent, das meine ich nie irgendwo wirklich gelesen zu haben. Die Zahl der Impfdurchbrüche, die scheinbar angestiegen ist, lässt vermuten, dass der Schutz nicht gleich hoch ist, mit abnehmender Wirkung der Impfung natürlich immer schlechter. Von daher werdet ihr keine Ausnahme sein. Dass deine Frau unter den Nachwehen der Covid-Erkrankung leidet, ist bedauerlich. Zumindest musste niemand auf die Intensivstation, was durchaus hätte sein können. Wenn die Impfung schon das verhindert hat, hat sie sich gelohnt. Mit Bestimmtheit kann man das aber halt nie wirklich sagen, wenn man das nicht genauer untersucht. Es zirkulieren auch Fälle im Netz, wo Leute an den Nebenwirkungen einer Impfung gestorben sind. Solche Einzelfälle würde ich nicht kategorisch ausschliessen. Wenn aber im gleichen Atemzug von impfskeptischen Menschen gesagt wird, dass diese Person an sich kerngesund war, dann halte ich das schon mal für eine Falschaussage. Denn bei funktionierendem Immunsystem, wäre wohl kaum was passiert oder im Umkehrschluss, wenn die Impfung die Ursache war, was wäre im Fall einer Erkrankung passiert?
    Also, ich hatte jetzt 3 Impfungen und die Nebenwirkungen waren mit jedem Mal harmloser, kein Vergleich zu meiner Erkrankung davor. Geruch- und Geschmackssinn sind bei mir seither auch beeinträchtigt. Allein das wäre schon ein Grund, warum ich lieber die Impfung damals schon gehabt hätte, war aber damals noch nicht verfügbar. Mittlerweile dürften die meisten auf irgendeine Art und Weise Erfahrung mit der Krankheit gemacht haben. Zu Beginn der Pandemie und im Zuge der Massnahmen war ja jedem klar, dass ein Impfstoff der Meilenstein sein würde, auf den man wartet. Als dieser da war, wars auch wieder nicht recht. Zuerst gings zu lang, dann zu schnell. Aber worauf hoffen denn nun all die kritischen Leute? Antworten hört man da eigentlich keine. Ich seh das Problem einfach so, dass wir mit Aufrechterhaltung der Massnahmen über einen längeren Zeitraum der Gesundheit noch sehr viel mehr schaden. Depressionen, die zunehmen, drücken sehr viel mehr auf die Lebenserwartung als jedes Coronavirus. Aber das sind halt nachgelagerte Probleme, die nie in die Gesamtbetrachtung miteinbezogen werden, einfach weil die akuten Probleme nicht gelöst sind. Und die kriegen wir mit niedrigen Impfquoten halt nicht erreicht. Und solange das Virus weiter frei zirkulieren kann, nun bei Kindern, solange ist mit weiteren Mutationen zu rechnen. Die Impfquoten beziehen sich ja nur auf die Bevölkerung, die überhaupt geimpft werden darf per Zulassung. Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet bleibt die Quote tief, weil Kinder da nicht mit drin sind. Da muss man jetzt unbedingt vorwärts machen.

    als Antwort auf: Meckerweide #1728971
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    @Fuffelpups

    Der war gut.

    @Impfpflicht

    Die allgemeine Polemik scheint so extrem geworden zu sein, dass ein Haufen Energie in die Bewirtschaftung eines Grabenkampfes investiert wird, der am Ende nur Verlierer generiert. Irgendwie ist Widerstand, solange er opportun ist, in Mode gekommen zu sein. Ja, find ich ja toll, wenn Leute auf die Strasse gehen und von der Unversehrtheit des Körpers und nicht gewünschten Eingriffen sprechen. Aber sind diese Leute auch bereit, in aller Konsequenz diese Meinung zu vertreten? Nehmen wir mal ein Beispiel, Malte K. (arbeitslos, bildungsferne Schicht) und krasser Impfgegner, ist misstrauisch dem Staat und folgedessen auch dem Gesundheitswesen gegenüber, welches diesem unterstellt ist. Nun hat Malte einen tragischen Unfall mit dem Auto. Er ist bewusstlos und muss von der Feuerwehr aus dem Auto herausgeschnitten werden. Er wird sofort in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Dabei werden ihm Schmerzmedikamente und dgl. verabreicht, vermutlich auch etwas gegen Tetanus. Im Aufwachraum kommt Malte nach erfolgter OP wieder zu sich. Noch etwas grogi nähert sich ihm ein Arzt und erklärt ihm die Situation. Aber dieser Arzt hat noch eine andere Frage. Er weiss von Maltes Einstellung. Nun fragt er ihn, ob er der Ansicht ist, dass die ganzen Eingriffe, zu denen Malte nicht ja gesagt hat, rechtens gewesen wären oder ob er ihm eine tödliche Spritze verabreichen darf. Das wäre ja das reguläre Resultat gewesen, hätte man nichts gemacht. Würde Malte da auch auf seinen Prinzipien in die ewigen Jagdgründe reiten oder sich wohl doch eher fürs Leben entscheiden? Malte fängt an Nachzudenken. Nicht über Impfung, nicht über den Tod. Wohl aber wie konsequent er seinen Weg gehen würde, wenns wirklich darauf ankommt. Solange er nicht betroffen ist, kann er sich den Luxus leisten, zu sagen, wonach ihm der Sinn steht.
    Und genau diese Unreflektiertheit und der fehlende Pragmatismus sind mMn die Kernprobleme dieser Pandemie. Anstatt Nitpickerhaft nach Fehlern zu suchen, die auch gemacht wurden, sollte der Fokus auf dem Hier und Jetzt liegen und was getan werden kann. Das wäre auch zielführender als eine Polarisierung voranzutreiben, die noch extremere Auswüchse und Massnahmen nach sich zieht.

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