ChrisKong

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  • als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1710020
    ChrisKongChrisKong
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    Kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen, wie eine Nadel Videoinformationen auslesen soll. Ich mein beim Ton kann es ja schon zu diesem Vinylkratzen kommen, aber was passiert da mit dem Bild?
    Was HD-Satfernsehen angeht, da waren die Japaner uns schon einige Ellenlängen voraus. Kann mich da noch gut an ältere Artikel in einem Tech-Magazin erinnern.
    Dann gabs ja irgendwann noch sowas wie Superbit-DVDs und irgendwelche VHS die auch höher aufgelöst waren, wenn ich mich recht entsinne. Aber das waren nach meinem Dafürhalten ein paar wenige Filme. Die HDDVD hab ich schon wieder verdrängt, das Konkurrenzformat der Bluray hat nur ein paar Monate durchgehalten afair.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709949
    ChrisKongChrisKong
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    Was ist denn der Unterschied zwischen Laserdisc und Vinyldisc?

    Echt jetzt? Eine Menge Krams den ich auf VHS habe gibt es nicht anders. Das finde ich stellenweise echt schade.

    Ich sammle Mainstream, da erstaunte es dann schon, wenn Sachen wie Terminator 2 beispw. nicht vorhanden waren und div. andere Sachen. Mittlerweile ist es eher die Ausnahme, wenn von diesen Sachen was noch nicht erschienen ist. Frage ist halt immer, Verfügbarkeit, Länderversion und Quali. Eine gute Bootleg-Version ist mir immer noch lieber als gar kein Film. Ich kenn da jemanden, der mir das mal recht gut erklärt hat, wie beispw. auch Firmen wie Laserparadise praktisch nur von Bootlegs und dgl. gelebt haben. Der hat auch an div. Booklets mitgearbeitet zu div. Horrorfilmen, die in Mediabooks erschienen sind.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709945
    ChrisKongChrisKong
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    @Carot

    Ob ich heute nochmals anfangen würde mit Sammeln, weiss ich ehrlich nicht. Ich mein, ich sammel seit 20 Jahren. Von VHS hab ich immer die Finger gelassen, wir hatten damals einen Nordmende Recorder mit Longplay Funktion, da hatten auf einer 240er Kassette auch mal 3 Filme platz.
    Als dann die DVD kam, wars ein Mitschüler, der mich irgendwie angefixt hatte und zwar über den Surround Sound. Danach war ich ein leichtes Opfer. Musste dann mit Erschrecken feststellen, was es alles nicht auf DVD gab. Kann man sich gar nicht mehr wirklich vorstellen. Die Umstellung auf Bluray verlief noch zaghaft, aber irgendwann kam nur noch die blaue Scheibe ins Haus. Witzigerweise gehören Startsachen wie Tropic Thunder immer noch zur Creme dela Creme. Wie du sagst, oft hats einfach keine guten Transfers. Nervt besonders dann, wenn es nur Teile eines Films betrifft, das reisst einen immer gleich raus.

    als Antwort auf: Der M!-Fußball-Stammtisch #1709881
    ChrisKongChrisKong
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    Zweite Liga tut vielen Clubs gut, lehrt sie Demut. Ist übrigens ein Schweizer, den sie da gefeuert haben. Man sagt, er hätte eh nix reissen können bei dem Management. Keine Ahnung obs stimmt. Aber in so kurzer Zeit so viele Trainer spricht nicht für stabile Verhältnisse und nix anderes soll ein Management installieren.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1709872
    ChrisKongChrisKong
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    Ich hab erst 5 Episoden gesehen, aber ich hab das Gefühl, dass mir die alte Miniserie in kürzerer Zeit mehr erzählt hat und mit interessanteren Charakterisierungen aufgewartet hat. Das macht die neuerliche Verfilmung mMn einfach überflüssig, etwas, das ich bei der ES Neuverfilmung nicht empfunden habe. Da sehe ich für beide Varianten eine Berechtigung. Mal sehen, wann ich mir den Rest gebe, wirklich motiviert bin ich nicht.

    Btw. die zweite Staffel Snowpiercer ist bei Netflix verfügbar.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709833
    ChrisKongChrisKong
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    Rollerball

    Ein Klassiker der dystopischen Sci-Fi-Filme aus dem Jahr 1975. James Caan erweist sich als die Idealbesetzung des kernigen Sportstars, der genau das nicht sein darf. Um die Massen zu kontrollieren und die Botschaft zu vermitteln, egal wie gut du bist, du wirst nichts erreichen, muss das Individuum und dessen Symbolkraft gestoppt werden. In dem Fall der Rollerballer Jonathan E. Eine Vereinigung von Corporations ändert denn auch die Regeln des Spiels laufend, um Jonathan aufzuhalten, dieser hat die Massen aber auf seiner Seite. Klingt fast so, als würde man den Plot von Gladiator vorwegnehmen. Die Eliten geben sich sinnentleerten Beschäftigungen hin, für alle Bedürfnisse gibt es eine Antwort in Form von Pillen. Das wird besonders auf der Party deutlich, bei der ein Pulk aus Gästen irgendwelche Bäume in der Landschaft wegballert.
    Einige Elemente des Films sind tatsächlich visionär, wie etwa das Sportgeschehen aus div. Blickwinkeln dem Publikum zu zeigen, damit es mittendrin ist. Auch Videokonferenzen und der exzessive Tablettenkonsum sind keine Hirngespinste mehr, sondern Realität. Dadurch erhält der Film eine fast schon prophetische Note. Weiter wird das Thema der Revolution angeschnitten, die sich gegen ein Establishment formiert, welches für den Machterhalt auf alle verfügbaren Mittel setzt. Der einige Jahre später inszenierte Running Man geht auch in diese Richtung, nur dass dort im Individuum nicht das Gefahrenpotenzial selbst ausgemacht wird. Was allerdings im Film auf Seiten der Corporations auch ein wenig unglaubwürdig erscheint, dass man die Einzelleistung eines Jonathan E. sogar pusht, fürchtet man doch dessen Eigenwilligkeit. Darüber hinaus nimmt sich der Film recht viel Zeit, um den Charakter von Caans Figur mit Nuancen anzureichern. Wirklich schade, hat Caan nicht mehr in solchen Filmen mitgespielt, er steht Heston in der Hinsicht in nichts nach.
    Setting und Art Direction strahlen die Futuristik aus, wie man sie sich in den 70ern vorgestellt hat. Mir gefällt das sehr gut und zeugt auch von Detailliebe. Generell ist die Art Film heute eher spärlich vertreten, weswegen ich gerne auf dem Backlog von damals zurückgreife. Erstaunt bin ich trotzdem immer wieder, wie gut die Filme immer noch funktionieren, obwohl die Technik sie schon lange eingeholt hat. Aber die Ideologie hinter der Technologie ist ja immer noch zu gleichen Teilen kritikwürdig. Das Remake ist leider ein Missgriff, der die Action mit oberflächlich thematisierten Anleihen beim Original mischt, ohne jedoch auch nur annähernd die Qualität zu erreichen.
    Geschaut hab ich die 4K Version, die allerdings deutlich Luft nach oben hat und bei älteren Filmen nicht mit den besten mithalten kann. Dafür mangelt es oft an Schärfe und es griesselt viel zu viel. Verschmutzungen sind ebenfalls auszumachen. Das geht besser. Der remasterte deutsche Ton ist angenehm, mehr aber auch nicht. Die Collectors Edition überzeugt vor allem mit seinem Design. In der Form würde ich mir bei besserer Technik noch ein paar andere Klassiker des Sci-Fi-Kinos wünschen.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1709832
    ChrisKongChrisKong
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    Stranger Things ist mMn sowieso overrated. Nach einer guten, aber nicht überragenden ersten Staffel, gings mMn nur noch bergab und Season 3 mit seinen ganzen Out of Characters und der Wiederholung von Staffel 1, nein danke. Da war ich auch nicht der einzige, der mittlerweile abgewunken hat. Das Konzept, einfach die 80er zu zitieren, trägt mMn halt keine Serie.

    Was bei Away stossend ist, ist zum einen was Johnny Rocket da zusammenfasst. Man wählt ohne zeitliche Not eine Crew aus, die sich von Beginn weg nicht mag, gegenseitig intrigiert und natürlich noch irgendwen an der Backe hat, damit Heimweh auch gleich ein Problem wird. Denkbar unglaubwürdiger hätte man das nicht umsetzen können. Das ist nicht von der Logik her ein Problem, sondern konzeptionell schwachsinnig. Dabei hätte das Thema einfach ganz andere Fragen aufwerfen können, die mit Sicherheit zig mal spannender gewesen wären, als die nächste Soap serviert zu kriegen. Es ist, als hätte ich ein Ticket für ein Formel 1 Rennen gelöst, um dann mitanzusehen, wie zwei Mechaniker sich 2h über die Bereifung unterhalten.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709819
    ChrisKongChrisKong
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    @Carot
    Auf lange Sicht mag es nicht besser werden, aber solange die Filmindustrie da noch Gewinn drin sieht, werde ich weiter sammeln. ^^

    Die Akte

    Ein Film, der schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, aber so spannend ist wie damals. Vergleichbar mit die Firma, ebenfalls erdacht von John Grisham. Was immer wieder erstaunt, wie viele Top-Darsteller in diesem Film auftauchen in Nebenrollen, etwa John Lithgow. Die Musik könnte bei beiden Filmen aus der gleichen Feder sein, tut sie aber nicht. Dafür stammen tatsächlich beide Filme aus dem selben Produktionsjahr, 1993.
    Der Thriller ist von Alan J. Pakula spannend umgesetzt und in den Hauptrollen agieren gewohnt gut Denzel Washington und Julia Roberts. Der Transfer auf Bluray ist schwankend von der Qualität her. Einige Szenen wirken so unscharf, als hätte gerade der Praktikant die Kamera fokussiert und in anderen Szenen erreicht man zumindest gutes Bluray-Standard Niveau. Hier wäre ein neues Master sicher auch nicht verkehrt. Tonal muss man leider auch über Gebühr aufdrehen, die Abmischung ist recht leise. Inhaltlich gehört er für mich zu den besten Grisham Verfilmungen und wartet auch nicht mit einer eher denkwürdigen Moral ala die Jury auf.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709695
    ChrisKongChrisKong
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    @Siridean Sloan

    Interessant, ich habe mir einen TV geholt anfangs Jahr und nun endlich auch einen 4K Player dazu erhalten, lang hats gedauert. Die Vorgabe für dieses Jahr, die ich mir selber gestellt habe, war, meine Favoriten in der bestmöglichen Qualität zu schauen und/oder das erste Mal überhaupt im O-Ton. Dazu gehört natürlich auch Leon der Profi. Einige der Filme sind leider immer noch nicht in würdigen Fassungen vertreten, im Fall von Wag the Dog muss ich nach wie vor mit der DVD vorlieb nehmen. Die Filme werde ich wohl am längsten hinausschieben, könnte ja sein, dass noch bessere Fassungen erscheinen. Anfangs dieses Jahres wird nun Gattaca in 4K released, der auch in meiner Liste ist.

    Der Goldene Handschuh

    Honka säuft, fickt, tötet und säuft weiter und Fatih Akin hält drauf. So könnte man kurz und knapp den Film der Goldene Handschuh beschreiben. Die Romanvorlage lässt einiges aus, wie ich nachgelesen habe. Der Film bietet einen Einblick in ein Milieu der gescheiterten Existenzen. Ein Ekel- und Elendsporno, der hässliche Menschen zeigt, wie sie noch hässlichere Dinge tun. Der Film funktioniert nach dem Prinzip Unfall, irgendwie wegschauen kann man doch nicht. Honka ist dabei die Badass-Variante vom Glöckner von Notre Dame.
    Der Goldene Handschuh, das Lokal ist dabei nicht mal Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, wie man meinen könnte. Das Relevante spielt sich in Honkas Bude ab. Die Dialoge sind naturgemäss nicht auf einem hohen Niveau, wenn man von dem Genuschel mit Akzent denn was versteht. Dadurch kommt er aber auch sehr authentisch rüber und verströmt Lokalkolorit. Das Schauspiel überzeugt denn auch auf ganzer Linie, Akin beweist sich hier eindeutig als Actors-Director. Honkas Tour de Force wird für den Zuschauer fühlbar, Jonas Dassler zeigt eine aussergewöhnliche Leistung. Der Urheber des Originals, der auch für die Verfilmung mitverantwortlich ist, Heinz Strunk spielt in einer Nebenrolle ebenfalls mit.
    Der Film bietet einen interessanten, wenn auch ekelhaften Einblick in eine bestimmte Zeit und Gegend. Das ist hochinteressant, aber kann auch absolut am Zuschauer vorbeigehen. Man kann sich schon fragen, ob man das überhaupt braucht. Wenn man sich aber aus der Komfortzone herausholen lässt, bietet der Film durchaus Diskussionsstoff. Bin also eher positiv überrascht, aber eine Empfehlung machen ist in dem Fall schwierig.
    Letztes Jahr hatte ich das Glück im Fotografiska in Stockholm Fotografien einer ebensolchen Szenerie anzusehen. Dazu gabs auch einen Film, der ein wenig die Biografien der Leute dort beleuchtet. Dieser Mikrokosmos Bar/Kneipe hätte mMn etwas stärker im Fokus sein dürfen von Akins Film. Hier hätte man evt. sogar ein wenig die spezielle “Ästhetik” und somit ein wenig auch die schönen Seiten einfangen können.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1709694
    ChrisKongChrisKong
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    Dass man Away abgesetzt fand ich absolut nicht tragisch, da die Serie seine Prämisse komplett an die Wand fährt und schlicht eine Mogelpackung darstellt. Glaubhaft ist sie leider auch überhaupt nicht, da wundert es mich sogar eher wenig, wenn da die Zuschauer nach ein paar Episoden nicht mehr dabei waren.
    Weniger Masse und mehr Klasse wäre wünschenswert und vor allem mehr nachhaltig angelegte Produktionen und nicht dieses Stecker ziehen nach 4 Staffeln, weil die Produktionen sich dann einfach per Vertrag verteuern. Und insbesondere mal Deals, die sinnig sind. Gerade wo Netflix mitfinanziert ist es doch schwachsinnig, dann das Programm vorzuenthalten, s. Longmire. Auch doof, Deals mit den Machern von Slasher nicht fortführen, Staffel 4 wird woanders erscheinen, Staffel 1 ist schon verschwunden. Oder Qualitätsprogramme wie Fargo regional nicht zu bringen, deutschsprachiger Raum muss auf Joyn ausweichen. Dümmer gehts nimmer.
    Der Backlog bei den Filmen ist qualitativ immer noch eine Bank. Will man jemand Unerfahrenen an das Medium Film heranführen, ist Netflix ideal.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1709047
    ChrisKongChrisKong
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    Sonic the Hedgehog

    Tatsächlich war ich positiv überrascht von dem Film. Klar, er richtet sich in erster Linie an Jugendliche, ist aber auch gut für Erwachsene konsumierbar, da der Humor nicht infantil ist wie in vergleichbaren Filmen. Auch werden einige Stolpersteine umschifft, indem der Film sein eigenes Ding macht und nicht reinen Fanservice bietet zu Lasten der Story. Im Grunde ist es ein bisschen die moderne Version von Big Foot und die Hendersons und atmet auch ein wenig die Luft solcher Filme, die gerade in den 80ern zuhauf entstanden sind, in denen der Staat Ausserirdischen, Monstern usw. nachjagt und keineswegs vertrauenswürdig ist.
    Weiter dient der Film Jim Carrey als Vehikel um seinen Humor und seine Grimassen-Ästhetik pointiert einzusetzen. Er schafft somit seine eigene Version von Dr. Robotnik und geht dabei einen ähnlichen Weg wie seinerzeit Hopper in Super Mario Bros. Aus einer schablonenhaften Figur wird jemand mit Background gemacht und lässt dem Schauspieler gewisse Freiheiten. Auch sonst gibt es div. Parallelen, wie etwa das Ende, das die nächste Bedrohung anteasert. Im Falle von Mario kam aber nie eine Fortsetzung, bei Sonic wirds anders laufen. Und wenn das Resultat ähnlich launig ausfällt, dürfen sich Fans des Igels und von Familienunterhaltung sicherlich freuen.
    Wie eingangs erwähnt schätze ich hier wie dort – auch wenn bei Mario eher Edeltrash rausgekommen ist – dass man mehr bedacht drauf war, eine Geschichte dramaturgisch umzusetzen und kein Schaulaufen von Sonic-Elementen veranstaltet hat. Die gibts natürlich auch, aber sie sind einigermassen sinnig eingebunden.
    Noch ein Wort zum Aufreger Synchro. Dafür müsste man den Sprecher Julien Bam kennen. Tu ich nicht, Stimme passt, Rest interessiert mich nicht.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1708989
    ChrisKongChrisKong
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    Ich weiss nicht auswendig, ob ich überhaupt einen der beiden Filme in der Sammlung habe, aber wären vermutlich eh DVDs. Von daher werde ich Volcano wohl nicht grad in nächster Zeit sehen, ausser Netflix nimmt den noch ins Programm auf.
    Was bei einem Katastrophenfilm natürlich wichtig ist, dass das Bedrohungsszenario eindringlich wirkt. Aufgrund des sehr offenen Settings in Dantes Peak ist das natürlich nur beschränkt möglich. Gerade wenn ich mit dem letzten Film dieser Art vergleiche, den ich gesehen habe, Deep Water Horizon. Den kann ich wirklich empfehlen.

    American Psycho

    Ebenfalls eine neuerliche Sichtung auf Netflix. Vielleicht war Christian Bale nie besser besetzt als hier. Einfach bravourös wie er den Schalter umlegt vom Saubermann, der über soziale Verantwortung spricht, zum totalen Psychopaten, der anderen mit Spass Leid zufügt, um etwas über sich selbst zu erfahren. Hier wird ein ganzes Lebensgefühl entlarvt, das man mit einem Wort umschreiben kann, Egoismus. Und das alles schön unter dem Deckmäntelchen eines funktionierenden Kapitalismus, Hauptsache Status. Teile der formulierten Kritik finden sich auch in Fight Club wieder. Der Unterschied hier ist, dass der Film ein sehr viel drastischeres Gefälle zeigt und keine Entwicklung einer Figur dahin.
    Der Film regt durchaus zum Nachdenken an, auch wenn ich befürchte, dass der Film aus anderen Gründen gefeiert werden könnte, wie das auch bei Natural Born Killers und eben Fight Club der Fall gewesen ist. Im Zentrum bleibt Bale, der sein Posertum in Extremis zelebriert. Das Ende strotzt dann vor Zynismus, genau meine Wellenlänge. ^^
    Neben Bale agieren Reese Witherspoon, Justin Theroux und Jared Leto in Nebenrollen. Wer hätte damals gedacht, dass ein Teil des Casts später im DCU ihren Einstand feiern würde? Dabei ist das Gefälle dort ein anderes, was die darstellerische Qualität angeht. Bale war ein glaubwürdiger Batman, Leto als Joker ein Graus.
    Die Regisseurin Mary Harron hat nicht grad viele Filme in ihrer Vita stehen. Schade, denn auch inszenatorisch ist der Film sehr interessant gestaltet.
    Gibt wohl eine Fortsetzung oder Neuinterpretation des Stoffes, aber daran hab ich kein Interesse. Kann mir gut vorstellen, dass dieser ein oberflächlicher Abriss des Themas ist. Gerne kann man ich aber vom Gegenteil überzeugen, falls den jemand kennt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1708978
    ChrisKongChrisKong
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    Red Sparrow

    Normal bin ich kein grosser Fan von Jennifer Lawrence, aber hin und wieder schafft sie es doch mich zu überzeugen. So wie hier in diesem Agenten-Thriller, der die ernste Variante von U.N.C.L.E. sein könnte. Die fehlende Lockerheit wird durch eine etwas bessere Spannung als in Guy Ritchies Werk kompensiert. Dabei lässt sich die Hauptfigur Dominika nur immer soweit in die Karten blicken, wie es ihr dient. Am Ende bleibt die Frage, wie viel Kalkül, wie viel Antizipation in ihrem Handeln steckt. Auf der Gegenseite agiert Joel Edgerton als Ami mit Zugang zu wichtigen Infos für den russischen Geheimdienst. In deren Reihen gibt es einen Maulwurf und Red Sparrow soll ihn entlarven. Edgerton und Lawrence werden durch ein wertiges Ensemble ergänzt. Jeremy Irons, Ciaran Hinds und Matthias Schoenaerts sowie Charlotte Rampling tragen ihren Teil dazu bei, dass er Agentenreigen auch nie langweilig wird. Schoenaerts wäre schon rein optisch die ideale Besetzung, sollte es mal ein Putin Biopic geben, besonders, wenn dieses seine Zeit beim KGB/FSB beleuchtet.
    Der Film trägt auch ein paar neue Aspekte zum Genre bei, wird hier doch mal die Ausbildung von Agentinnen gezeigt, deren Primärwaffe Sex ist. Das ist aber nur oberflächlich so, meist stecken hinter den Begierden ganz unterschiedliche Motive. Und Dominika durchschaut diese besser als ihre Konkurrentinnen und hat so die passenden Antworten parat. Eine Femme Fatale ist sie aber nicht, da sie ihren Part sehr aktiv beschreitet und mehr als nur Verführung im Petto hat.
    Agentinnen sind mittlerweile sehr zahlreich vertreten, Salt, Atomic Blonde, Wer ist Hannah. Red Sparrow zählt definitiv zu den besseren Vertretern. Einem weiteren Einsatz würde ich sehr positiv gegenüber stehen, aber ich bezweifle, dass dieser realisiert wird. Eine Film-Reihe fehlt den Damen in Diensten der Geheimsache nämlich nach wie vor. Mit Alias und Dark Angel hat man immerhin schon Serien auf den Weg gebracht.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1708976
    ChrisKongChrisKong
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    Dantes Peak

    Schon eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe. Er folgt der Katastrophenfilm-Formel und erfüllt sämtliche Erwartungen ohne auch nur ein Mü davon abzuweichen. Brosnan spielt den Good Guy, der als Vulkanforscher eine Kleinstadt am Fusse des Dantes Peak warnt vor einem Ausbruch. Natürlich gibt es schon bald erste Opfer, die stutzig machen. Aber das wird wegen wirtschaftlichen Interessen natürlich ignoriert. Da werden natürlich Erinnerungen an Jaws wach. Natürlich dauert es nicht lange, bis es kracht und Panik ausbricht. Mittendrin eine Familie inkl. Loveinterest für Dalton (Brosnan). In dem Sektor gibt es zugegebenermassen Spannenderes. Das liegt einfach daran, dass vom Erwartbaren so ziemlich alles vertreten ist und es keinerlei Überraschungen gibt. Das war aber schon zu Zeiten seines Kino-Releases nicht anders. Er gehört auch zu den Filmen, die seinerzeit einen direkten Konkurrenten hatten, in dem Fall Volcano mit Tommy Lee Jones. Diesen Film hab ich noch weniger präsent, darum kann ich jetzt auch nicht sagen, ob er die bessere Alternative wäre.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1708973
    ChrisKongChrisKong
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    Devil

    Kleiner Horrorfilm nach einer Geschichte von Shyamalan. Die Idee, dass das Böse den Körper von Personen übernimmt, ist ein gerne benutztes Motiv des Horrorfilms, besonders aus der okkulten Ecke. In dieser Variante sind mehrere Personen in einem Lift gefangen und einer von ihnen ist ein Mörder. Natürlich wechseln sich die Verdachtsmomente ab als wären es Spieler einer Sportmannschaft, die auf ihren Einsatz warten. Das funktioniert auch eine Zeit lang, ist aber irgendwann auch ermüdend. Und wirklich nachvollziehbar sind die Geschehnisse auch nicht. So bleibts bei einem unausgegorenen Potpourri, das für Zwischendurch durchaus unterhalten kann, sofern man sich nicht zu viele Gedanken darüber macht. Die Darsteller machen ihre Sache recht ordentlich, was den Film sicherlich auch ein wenig rettet. Den Film gibt es aktuell auf Netflix.

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