ChrisKong

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  • als Antwort auf: Tops & Flops – Forum Edition #1712353
    ChrisKongChrisKong
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    @Siridean Sloan

    Du weisst schon, dass es schräg ist, von sich in der dritten Person zu schreiben? 🙂

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712352
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    The Watch

    Der Film kommt reichlich infantil daher, richtig guten Humor findet man hier leider nicht. Aber so, wie die ganzen Action-Haudegen auf einem Expendables-Cover nicht für geile Action garantieren können, verhält es sich mit den Comedians Stiller, Ayoade und Jonah Hill, die vom Cover runterlachen. Vince Vaughn sortiere ich jetzt mal bewusst nicht dort ein, obwohl er Dauergast in der Stiller-Clique ist.
    Der Film funktioniert denn auch nach dem üblichen Stiller-Komödien-Schema, der Held muss ein Grundproblem überwinden, und sich dabei der grössten Herausforderung seines Lebens stellen. Am Ende sind alles bessere Menschen oder so.
    Über weite Strecken kann der Film durchaus unterhalten, sein Potenzial schöpft er leider zu keinem Zeitpunkt aus. Gerade die ami-typischen Neighbourhood-Watchs hätte man besser parodieren können. Eine der schwächeren Stiller Comedys aber nicht in dem Sinn, dass der Nerv- und Fremdschämfaktor einem den Streifen verhageln würde.
    Die besseren neuen Alternativen sind Attack on the Block, This is the End (ebenfalls mit Jonah Hill) oder Paul – Alien auf der Flucht. Ich erwähne mit Absicht neu, denn bei den älteren Filmen ist es vor allem meine teuflischen Nachbarn, den man nennen muss, wenn es um paranoide Nachbarschaftswachen geht und der hier vermutlich auch klar Pate stand. Die Figuren in Stillers Film erinnern doch stark an jene aus dem Tom Hanks Klassiker. Wäre der Film hier nur halb so lustig. Für einmal anschauen gerade gut genug.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712333
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    The Fan

    Die Neuauflage von Turbine Medien im Steelbook macht ordentlich was her, sowohl das Steelbook selbst wie auch die Bildqualität der Scheibe. Wie so einige der Thriller aus jener Zeit steht bei mir oft die Befürchtung im Raum, ob er noch funktioniert. Ich kann da Entwarnung geben, denn dank der Darstellung von De Niro ist die halbe Miete schon erbracht. Er gibt Opfer und Täter zugleich. An Falling Down reicht er nicht ganz heran, der ist insgesamt noch um einiges stimmiger. Die Figuren hier agieren zuweilen ein wenig überzogen und hysterisch, was nicht immer glaubhaft rüberkommt. Der Niedergang eines Menschen, der sozial an den Rand gedrängt wird, wird von De Niro erschreckend gut gespielt. Auch Tony Scott, der Regisseur, beweist ein feines Gespür, indem er auch Reaktionen der Umwelt auf das Verhalten von dem “Fan” einfängt. Authentisch ist das allemal, auch Snipes Figur des Sportstars, der in ein Loch fällt. Da Snipes auch abseits von Filmen arrogant scheint, braucht er sich da gar nicht gross verstellen. Trotzdem schafft er es, ein wenig Sympathie für seine Figur dem Publikum unterzujubeln. De Niros Charakter hat freilich auch Wesenszüge, die gut nachvollziehbar sind, aber in einer Abwärtsspirale enden müssen. Während Samuel Jackson und Ben Affleck in Spurwechsel ein versöhnliches Ende vergönnt ist, kommt es hier wie in Falling Down zu einem Showdown, der deutliche Parallelen zu jenem aufweist. Dabei dient die Figur Giles Renard ähnlich wie William Foster in Falling Down dazu, sich einen kritischen Kommentar zu erlauben zu einer Gesellschaft, die Leute links liegen lässt und so deren Zorn entfacht. Natürlich ist das immer ein wenig überzeichnet, aber im Kern sind das Wutbürger Origins Geschichten und das einzige Mittel mit dem die machtlosen Menschen jeweils reagieren können, ist die Gewalt. Als zentrales Motiv dient in allen 3 Filmen das entzogene Sorgerecht und die Verletzung elterlicher Pflichten. Weiter werden die Täter durch ihr Unvermögen zu Opfern und finden sich alsbald in ungerechten Situationen wieder. Tony Scott ist nah an den Figuren dran, davon profitieren auch die Nebenfiguren, die alle ihre Rolle in dem Drama haben. Aber mit De Niro hat man halt wirklich einen Darsteller, der damals auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft war und ein Intensitätslevel mitbringt, das so nicht viele draufhaben, ohne dass es übertrieben wirkt.
    Ein spannender Thriller, der sicherlich nicht zeitlos ist. Im heutigen Kontext würde das Internet eine wesentliche Rolle spielen. Ordnet man den Film aber in den zeitlich korrekten Kontext ein, zeigt er sehr gut auf, wohin übersteigerter Fanatismus führen und zu welch selbstzerstörerischer Kraft er sich entfalten kann. Deeskalation scheint da sowieso ein Fremdwort zu sein, so schaukelt sich die Situation auch weiter auf, bis De Niro entfesselt wird und wir als Zuschauer alle was “davon” haben.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712331
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    Born to Raise Hell

    So randomlike wie die Titel aktueller Steven Seagal Streifen sind, ist auch jeweils die Handlung im Film. Der Titelbaukasten-Randomizer hat nun Born to Raise Hell ausgespuckt, egal, Hauptsache die bulgarische Filmindustrie kann Leute beschäftigen. Weite schwarze Lumpen kaschieren Seagals Schwangerschaft/Donut-Konsum. Wobei er hier wieder etwas schneller wirkt in seinen Bewegungen als auch schon. Nur muss man sagen, dass der Regisseur Slomos dropt als wäre es Konfetti. Aber bei Filmschulstudenten kann man da mal ein Auge zudrücken. Der ganze Look wirkt sowieso als wollte er sagen Urlaubsvideo. Nicht mal TV wirkt so billig. Dabei hat Seagal früher wenigstens mal in ganz brauchbaren Actionfilmen mitgewirkt. Darstellerisch war er noch nie auf Augenhöhe mit irgendwem. Aber das wurde oft durch gute Nebendarsteller in seinen Filmen kompensiert. Die fehlen hier, sodass auch ein Seagal fast schon wie ein Method-Actor wirkt. Nun ja, nicht ganz. Die Seagal-Allesschauer wirds wohl kaum abhalten. Auf Netflix ist sogar dieser Film eher am unteren Rand angesiedelt. Irgendwie geht diesem neumodischen Billig-Action-Krimskrams auch eine gewisse Leichtigkeit ab, die es so bis spät in die 80er hinein zumindest gab. Alles wirkt so ernst und bieder. So kommt auch keine wirkliche Freude auf.
    Ich “freu” mich schon auf den nächsten Actionkracher, to Born the Day you do the Hell to die the Raise today.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712330
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    New Mutants

    Der Ansatz aus dem Mutantenstadel ein bisschen mehr einen Mystery-Horror-Eintopf zu machen, gefällt mir eigentlich recht gut. Das stark reduzierte Setting ist dabei durchaus mal erfrischend, reisen Superheros und dgl. ansonsten um die halbe Welt. Die Figuren und ihre Darsteller sind auch allesamt recht überzeugend. Mit Maisie Williams und Anya Taylor-Joy sind etablierte Serienstars mit von der Partie und deren Schauspiel garantiert schon eine gewisse Qualität. Leider sehe ich auch Schwächen, die eher konzeptioneller Natur sind. So wäre nach meinem Dafürhalten eine Serie oder Miniserie besser geeignet gewesen, um das Mysterium um den Schauplatz und den Hintergrund der Figuren entsprechend zu würdigen. Die Fähigkeiten von Taylor-Joys Figur sind dabei so Randomlike, dass sie der Spannung und Logik irgendwie abträglich sind. Generell macht man sich auch hier wieder zu wenig Gedanken und liefert auch kein cleveres Drehbuch, um die Geschichte abseits von viel Hokuspokus aufzulösen. Wie wärs mal mit lauter Mutanten, deren Fähigkeiten absolut nutzlos erscheinen, kombiniert aber sehr effektiv sein können?
    Das Bedrohungspotenzial liefern die jungen Mutanten gleich selber mit. Wobei auch hier die Logik besser nicht hinterfragt werden soll. Mal sind die Manifestationen physisch zu bekämpfen, ein anderes Mal einfach nicht an die grosse eigene Angst denken. Durch diese Beliebigkeit geht viel von der Spannung weg meiner Meinung nach. Die Horror-Stimmung wird auch durch übermässig CGI im Schlussgang eher zunichte gemacht, zumal es sowieso an dramatischen Höhepunkten im Mittelteil fehlt.
    Die Mutanten-Geschichte im Mikrokosmos einer Anstalt zu zeigen ist für das Genre sicherlich erfrischend, ebenso wie die düstere Stimmung. Ändert aber nichts an der Formelhaftigkeit im Ablauf. Das Ende scheint der Beginn einer grösseren Geschichte zu sein, ob wir sie erleben werden, steht wohl noch aus. Nach der Fox-Übernahme könnte das das mögliche Aus für die geplante Reihe bedeuten. Erstens ist der Horror-Ansatz wohl kaum, was Disney mit dem X-Men Franchise im Sinn hat, zweitens wird aufgrund der aktuellen Situation sowieso jeder investierte Dollar zweimal umgedreht. Insgesamt ein ausbaufähiger Beitrag aus dem X-Men Universum, der in einigen Punkten überzeugen kann aber nicht ohne Schwächen daherkommt.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712327
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    Tusk

    Der Film wurde, soweit ich weiss, nie offiziell im deutschsprachigen Raum released auf Disc. Aber die italienische Variante hat die deutsche Tonspur drauf, was mich doch überrascht hat. Diese kann über entsprechende Kanäle/Shops ganz normal gekauft werden (auf ebay versucht man da mit Wörtern wie selten und so zu hantieren…).
    Kevin Smith hat schon einige Leichen im Keller, mit Grauen denke ich an Yoga Hosiers und Cop Out. Leider war auch der letzte Jay und Silent Bob eher durchwachsen. Tusk einzusortieren ist gar nicht so einfach. Ausgangslage und Prämisse sind einfach nur Fun. Der Film baut sich auch wirklich toll auf. Dass Smith bei den Podcasts zuhause ist, merkt man deutlich. So wirkt denn auch die Porträtierung der beiden Podcaster auch sehr authentisch. Hier ist Smith heimisch und kann punkten mit seiner üblichen Lockerheit.
    Als das Szenario umschwenkt und die Bedrohungslage ersichtlich wird, gelingt ihm auch hier das Kunststück, die Atmosphäre mit minimalistischen Mitteln in die gewünschte Richtung zu bewegen. Das ist zu einem grossen Teil Michael Parks zu verdanken, aber nicht nur. Foreshadowing wird auch recht stark eingesetzt. Das alles funktioniert bestens. Die Prämisse bleibt natürlich absurd, aber im Rahmen des Erwartbaren. Von daher überraschte mich die Ernsthaftigkeit im ersten Teil des Films. Und hätte der Film das einigermassen beibehalten, hätte ich ihn klar besser gefunden.
    Leider verliert sich Smith im letzten Teil wieder in Redundanz und Szenen, die ich nicht mal im Bonusmaterial gebraucht hätte, wie der eher peinliche Auftritt eines bekannten Schauspielers als frankokanadischer Ermittler. Der Abspann verrät übrigens auch nicht, um wen es sich handelt, aber man erkennt ihn an den Augen. Da verliert sich der Film in einem zähen Palaver, der weder lustig noch wirklich viel zur Erzählung beiträgt. In der Summe ist der Film 15 bis 20 Minuten zu lang. Der Fokus auf dem Kammerspiel war da klar besser und die Parallelhandlung drückt eben gegen Ende aufs Pacing, zumal die Beziehung der Figur von Justin Long auch noch thematisiert wird. Auf der Zielgeraden verkackt es Smith hier eindeutig. Hat vielleicht auch mit der Problematik zu tun, wie man ein Kammerspiel befriedigend auflöst. Ähnlich ergings mir seinerzeit mit Cloverfield Lane, der auch erst auf dem letzten Meter verliert, davor aber zu begeistern weiss.
    Fairerweise muss man aber auch sagen, auch wenn dem Film im letzten Drittel die Puste ausgeht, bietet er dennoch ein paar Szenen gegen Ende, die erinnerungswürdig sind, wenn auch vielleicht auf eine Weise, die man als krank bezeichnen kann.
    Wer ein Herz für schräge Sachen hat, kann sich den Film durchaus geben und geniessen. So ein bisschen ein Bastard aus Cloverfield Lane und Human Centipede, abgeschmeckt mit Kevin Smith Ingredienzen. Seine Tochter spielt übrigens wieder mit in einer Nebenrolle, aber ein Glücksbringer scheint sie in filmischer Hinsicht für Smith nicht zu sein. Mit der nötigen Straffung hätte der Film ein besseres Standing bei mir erreichen können.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1712326
    ChrisKongChrisKong
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    Jojo Rabbit

    Ein Film, der mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Das Nazi-Pfadfinder-Gekasper zu Beginn wirkt ehrlich nicht wie gut gemachte Satire, respektive gut geschriebene. Die Witze sind flach und erinnern eher an zotige ZAZ-Zeiten. Taikas Hitler hat zumindest in der deutschen Synchro ein Problem. Die Hitler-Parodie versagt bei dem typischen Hitlersprech. Hier hätte man vielleicht auf jemand anderen zurückgreifen sollen als Waititis Sprecher in anderen Filmen. Das hätte sicher über manchen Gag, der nicht zündet, hinweggeholfen. So war ich denn auch eher ernüchtert, zumal Waititi für sein Drehbuch einen Preis abgeräumt hat. Aber dann schafft der Film etwas, was ich nicht mehr erwartet hätte, den Weg zurück ins Gleichgewicht zwischen Coming of Age Drama, feinem Humor und Momenten, bei denen einem der Atem stockt. Die Szenen zwischen Elsa und Jojo sind toll gespielt und geschrieben. Jojo und sein bester Freund – nein, nicht Hitler – könnten die Kinder-Ausgaben von Simon Pegg und Nick Frost sein. Anhand der Kinder wird der Sinn und Unsinn von Hitlers Ansinnen deutlich gemacht. Man mag Waititi vorwerfen, die Ernsthaftigkeit aussen vor zu lassen und sein Themenpotpourri laufend zu ergänzen, egal wie passend es sein mag oder nicht. Aber zwischen den Zeilen steckt dann am Ende doch ein wenig mehr. Z.B. Sam Rockwells Figur, die zwar auf den ersten Moment wie eine Karikatur eines Pfadfinder-Lagerleiters anmutet, sich aber tatsächlich im Laufe des Films zu einem wichtigen Stützpfeiler erweist. Dadurch bleibt ein zu eindimensionales Bild der Soldaten auf deutscher Seite erspart. Auch Scarlett Johannson darf mal ein paar Nuancen mehr zeigen, sie schein oft eher unterfordert zu sein in anderen Streifen. Daneben hat auch noch Stephen Merchant einen Gastauftritt, den ich auch als sehr gelungen erachte.
    In der Summe ein Film, der mich in den letzten zwei Dritteln deutlich mehr gepackt hat, was ich nach dem ersten nicht erwartet hätte. Man spürt deutlich, wie Waititi sich da immer mehr gesteigert hat. Rein humormässig finde ich What we do in the Shadows sehr viel besser. Vielleicht habe ich deswegen ein wenig zu hohe Erwartungen gehabt. Auf jeden Fall kann Waititi Humor. Aber hier zeigt er, dass er sogar zu sehr viel mehr imstande ist. Von diesem Waititi möchte ich persönlich mehr sehen. Ich hoffe er verfolgt auch weiter seine eigenen Projekte und lässt sich nicht zu sehr vor den Karren von AAA Produktionen spannen.

    als Antwort auf: Gernseh-Serien #1711815
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    @Lagann

    Mein Bruder schwärmt mir schon seit Jahren von der Reihe vor. Die Schwester hats auch gesehen und zum Geburtstag ein Taskmaster Brettspiel geschenkt gekriegt. Ist halt alles eine Zeitfrage, aber humormässig reicht nur wenig an die Briten ran. Die Graham Norton Show ist auch immer wieder lustig, insbesondere die Zusammensetzungen der Künstler. Cumberbatch als Otter und Hiddleston mit seinen Impressions sind Klassiker.

    Auf Netflix ist die Chappelle Show verfügbar, ich glaube da fehlen aber die späteren Bonusepisoden. Aber eine gute Gelegenheit, die nachzuholen, einiges davon ist leider immer noch sehr aktuell. Paul Mooney gehört dabei zu meinen liebsten Gastdarstellern, sein Negrodamus ist Hammer, trocken und barsch.

    als Antwort auf: R.I.P. #1711813
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    Yaphet Kotto starb im Alter von 81 Jahren. Die meisten werden ihn aus Alien, Running Man und James Bond kennen. Er hat in ca. 90 Produktionen mitgewirkt. In der Serie Homicide, quasi dem Vorläufer zu The Wire hatte er eine tragende Rolle und gehört für mich zu seinen lohnenswertesten Arbeiten. In seiner Wahlheimat Manila betrieb er das Running Man Institute, um Künstlern ein Refugium zu bieten.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1711789
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    Für mich hat der genau zwei gute Filme gemacht, der eine war Dawn of the Dead und der andere ist Watchmen.

    This. Und leider kann ich mir wegen diesem ganzen Gewese um seinen Cut aktuell wohl auch nicht Justice League anschauen, zumal ich eh nicht grad Bock auf die Verlängerung eines überaus mittelmässigen Filmes habe.

    Coma

    Ein Thriller, der dem klassischen Paranoia-Genre der 70er entstammt, geschrieben und gedreht von Michael Crichton (Jurassic Park). Ich meine, den Film schon vor ewig langer Zeit mal gesehen zu haben, konnte mich aber an das meiste davon nicht mehr erinnern. Die Bluray überzeugt qualitativ durchaus, gerade altersbedingt holt man doch noch einiges aus dem Bild raus. Für die richtige musikalische Untermalung sorgt Jerry Goldsmith, der in dieser Zeit einige seiner besten Arbeiten gemacht hat.
    Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie gut der Film auch heute noch funktioniert und wirklich hochspannend umgesetzt wurde. Dabei lässt er sich ganz schön viel Zeit, um die Handlung aufzubauen, was ich ihm hoch anrechne, da er dies nicht auf Kosten von Spannung tut. Im Gegenteil, so baut sich behutsam eine Atmosphäre auf, die den ganzen Film für sich schon alleine trägt. Ebenso fällt auf, wie Crichton wohl den Spitalalltag beobachtet haben wird. Teile davon kommen sehr authentisch rüber, auch wenn mittlerweile einiges klischiert rüberkommen mag, wie etwa die abgehärteten Pathologen, die genüsslich ihre Mahlzeit zwischen Leichen einnehmen. Was auch sicher erwähnenswert ist, dass Michael Douglas hier eher in einer Nebenrolle zu sehen ist und die Hauptfigur von Geneviève Bujold dargestellt wird. Ihr Spiel bleibt bis zum Ende facettenreich und es stellt sich schon die Frage, warum ihr keine grössere Karriere beschieden sein mag. Nach meinem Dafürhalten wäre sie auch interessanter als Kate Mulgrew gewesen in der Rolle als Captain der Voyager. Das Klima der Unsicherheit, wem man trauen kann, wird perfekt auf den Zuschauer übertragen. Der Film verzichtet auf plakative Action und dergleichen, das Setting des Jefferson Instituts ging klar in Richtung Sci-Fi, was dem Film eine zusätzlich spezielle Note verleiht. Der Film ist ein weiterer Beweis, wie sehr Crichton die Filmwelt um originäre und originelle Geschichten bereichert hat. Sein Talent als Filmemacher ist auch zu erkennen. Vielleicht führt das im Umkehrschluss dazu, dass seine Werke sich auch gut für Verfilmungen eignen, da er die Geschichte als Film schon in seinem Kopf hat?
    Thematisch greift er Sachen auf, die gar nicht fernab der Realität sind, hier z.B. ist es eher die Dimension der Verschwörung, die er steigert. Die Kernproblematik findet man aber in der Realität. Coma kann ich uneingeschränkt empfehlen, moderne Thriller könnten sich oft eine gute Scheibe davon abschneiden. Insbesondere die schon erwähnte Musik ist hier die halbe Miete.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1710954
    ChrisKongChrisKong
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    Faster

    Und mit Grimm werde ich sie strafen. Das ist wohl hier das Leitmotiv des Films, in dem Dwayne the Rock Johnson sich auf einen Rachefeldzug begibt, der sehr schnörkellos vonsbrhtatten geht. Etwas Zubrot gibts durch einen Schnösel, der vermutlich der uneheliche Bastard von Freddie Prinz Jr. und Novak Djokovic ist und sich als Killer beweisen will. Da hat wohl jemand Assassins die Killer gesehen. Banderas hat das damals immerhin zum coolen Meme gereicht. Davon ist man hier weit entfernt. In weiteren Nebenrollen sind Billy Bob Thornton als abgehalfterter Cop und Carla Cugino zu sehen. Thornton hat dabei noch die besten Szenen und überzeugt von dem Ensemble auch darstellerisch am meisten.
    Die ganze Geschichte mixt ein wenig wahllos Elemente rein, die nicht wirklich ausgearbeitet sind, wie etwa die Beziehung von Johnsons Figur zu seinem Adoptivvater, Bruder und der Mutter. Kurz angerissen und tschüss, eben faster. Wer hier übrigens ein Fast & Furious erwartet, der dürfte enttäuscht werden. Zwar ist Johnsons Figur ein Fluchtfahrer, aber wie der Film glaubhaft machen will, hilft er nur aus. Dadurch wirken die Szenen irgendwie auch absurd, aber nu, das ist jetzt nicht der eigentliche Kritikpunkt, aber dass es generell jetzt nicht wirklich um Verfolgungsjagden geht hingegen schon. Transporter und andere Filmreihen bieten da klar mehr. Aber vielleicht hat das für Johnson ja als Bewerbung für Fast & Furious ja gereicht?
    Der Film startet schon mit dem üblichen Aufbau, der nur dazu dient, die Figur over darzustellen, ganz so, wie man das im Wrestling auch macht, aus dessen Business Johnson ja entwachsen ist. Dazu gehören natürlich die obligatorischen Figuren, deren einzige Funktion ist, dem Zuschauer zu verklickern, wie krass der Typ doch ist. Finde das mittlerweile einfach nur noch abgenudelt. An Humor fehlts komplett, der Ton ist ganz bewusst ernst gehalten. Natürlich darf die Figur noch ein wenig Läuterung erfahren, während er sich durch die kriminelle Variete-Vereinigung tötet.
    Unterm Strich reisst der Film diverse Stränge an, um mehr Substanz zu suggerieren. Da er diese aber auf halber Strecke jeweils entsorgt, ist das nicht wirklich befriedigend. Faster ist vor allem filmisches Fast Food, schnell konsumiert, aber das Sättigungsgefühl lässt genauso schnell wieder nach.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1710953
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    Guns Akimbo

    Also ich muss schon sagen, seit Harry Potter hat Radcliffe fast nur in Filmen mitgespielt, die ich gut oder sehr gut fand, zumindest die, die ich gesehen habe. Und Guns Akimbo ist da keine Ausnahme. Der Film ist natürlich Trash erster Güte, der thematisch das Szenario aufbereitet wie es davor schon the Tournament, Running Man und andere getan haben. Diese Hetzjagd geizt nicht mit witzigen Einfällen und ist flott inszeniert. Besonderes Augenmerk gilt hier nicht nur Radcliffe, der darstellerisch wieder abliefert, nein, Samantha Weaving spielt die Killerbraut so hinreissend böse, dass der Rest fast zur Nebensache verkommt. Auch ihre mangelhaften Skills, die sie komischerweise immer nur dann hat, wenn sie auf Radcliffe zielt, ansonsten aber einer Fliege zwischen die Augen schiessen könnte. Ernst kann und soll man das aber auch nicht nehmen. Braucht man auch nicht, um mit dem Film seinen Spass zu haben. Mit der eingängigen Mucke und dem richtigen Drive sortiert er sich nahtlos bei Werken wie American Ultra, Scott Pilgrim und Kick Ass ein. Oft schräg und skurril, aber immer ernsthaft gespielt. So funktioniert Edel-Trash für mich am besten. Für Geeks gibts natürlich auch eine Menge Anspielungen, nicht nur in Dialogen, sondern auch im Hintergrund entdeckt man so einiges.
    Das Mediabook sieht nice aus, warum da aber wieder ein Flatschen direkt draufgeklebt wurde, der zudem auch nicht gerade gut wegging, ist und bleibt ein Rätsel. Klare Empfehlung von mir.

    als Antwort auf: Meckerweide #1710319
    ChrisKongChrisKong
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    Das ist jetzt das zweite oder gar dritte Video, das ich anschaue, was bei mir schon eine Leistung ist. Der hat definitiv Talent die Themen unterhaltsam rüberzubringen einfach nur mit Mimik und Gestik ohne irgendwelchen Schnick Schnack, auf den er bewusst verzichtet.
    Dass Lego halt wie jeder grössere Konzern agiert, ist eine traurige Tatsache. Sich dann aber noch auf Fairplay berufen, einfach nur peinlich. Habs ja selber miterlebt, bei uns in der Nähe ging auch ohne Not eine Legofabrik zu, einfach um noch mehr Gewinn abzuschöpfen. Fast wünscht man sich, dass die Konzernverantwortlichen an ihren Steinchen ersticken.

    ChrisKongChrisKong
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    Hiess es nicht mal, dass man Zenimax nicht nur wegen der Spielestudios gekauft hat sondern allgemein wegen irgendwelchen Technikdingens? Das würde dann auch die Aussagen relativieren, wonach man so und so viel umsetzen müsste mit den Spielen, um den Kaufpreis zu amortisieren. Solange nichts exklusiv angekündigt ist, braucht man sich eh keine Gedanken zu machen.

    als Antwort auf: Der Film und Fernseh Thread #1710023
    ChrisKongChrisKong
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    Das halte ich für ein totales Ammenmärchen und gehört vermutlich zu diesen Mythen hinter denen nichts steckt. Von der Logik her, seit es die beiden Formate gibt/gab, gabs auch schon mehr als genug Internetseiten mit entsprechenden Videos frei verfügbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Branche auf Disc eine erhebliche Marktrelevanz hat, schon gar nicht bei der Bluray, die von den Verkaufszahlen her nie an die DVD rankam. Eher wird Sony mit der Playstation und ihren Playern dem Format einen ordentlichen Push verliehen haben. Kommt hinzu, dass Sony Filmstudios hat und auch dort präsent ist.

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