ChrisKong
Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
ChrisKongTeilnehmerAuf die darfst du dann auch 2 Jahre warten – würg.
Ferrix werden wir wohl nicht wiedersehen, mit Bixx wird es kein Happyend geben und Cinta ist ja nicht zum Vergnügen dort. Luthen wird in der zweiten Staffel sein, da bin ich ziemlich sicher, ist ja schliesslich eine zentrale Figur. Karn scheidet mMn auch aus. Da wurde zu viel Zeit in seine Entwicklung investiert. Meero agierte bislang eher im Hintergrund, aktuell sehe ich für sie auch keinen Ersatz. Aber das muss nichts heissen.
ChrisKongTeilnehmerAlso wenn die Preisspanne bis 1000 Euro geht, schau dir mal Soundbars von Nubert an. Gibts im Direktvertrieb, ist ein deutscher Hersteller und hat einen sehr guten Ruf.
ChrisKongTeilnehmerAndor Episode 11 (Disney +)
Die Folge leitet das Finale der Staffel ein. Sie hält ein paar gute Momente und Szenen bereit, gesamthaft gesehen fand ich sie etwas zu gehetzt und zerfahren.
Man startet mit einem starken Moment, dessen Umsetzung ich äusserst gelungen fand. Anstatt Maarva eine pathetisch wirkende Sterbeszene durchlaufen zu lassen, wird fast schon beiläufig darüber gesprochen, was mit ihren Sachen passieren soll. Man realisiert auf einen Schlag, was passiert ist, kann es aber noch nicht so ganz wahrhaben. Das hat eine sehr bedrückend realistische Komponente. Wie, Was, Wann? Man versteht die Welt nicht mehr. Gilroy wirft uns praktisch mitten in vollendete Tatsachen. Die Verzweiflung wird hier über B2 EMO transportiert. Er wird damit seinem Namen mehr als gerecht. Den Tod von Maarva hatte ich definitiv erwartet, aber nicht in der Form. Die Härte passt aber sehr gut zum Ton der Serie. Ein Paradebeispiel, wie man eine Szene eines zu erwartenden Ereignisses unerwartet gestaltet.
Bei Mon gerät das Fundament ihres Moralkompasses ins Wanken. Ihre Tochter scheint den Traditionen nicht abgeneigt, dennoch ist absolut klar, dass Mothma sich selber belügt, um ihr Gewissen zu erleichtern. Dass sie die Lösung, ihre Tochter als Heiratspfand herzugeben, erwägt, zeigt, wie verzweifelt die Situation ist. Hier findet die Bedrohungslage mehrheitlich über Exposition statt. Wir sehen ja nicht wirklich irgendwelche imperiale Steuerprüfer. So ganz war ich von der Dringlichkeit darum auch nicht überzeugt. Die Positionen werden mit Vel zwar ein wenig verhandelt, aber wie eingangs erwähnt, passiert das für meinen Geschmack zu schnell und fast schon zu konfliktfrei. Einmal mehr soll gezeigt werden, dass der Widerstand keine glorreiche Mission ist, die ein ruhmreiches Palmares nach sich zieht. Man lässt die Tür für Mothma freilich noch einen Spalt offen, um ihre Ideale zu wahren. Die Entscheidung trifft hier sie.
Und um Entscheidungen und wie man die Verantwortung abschiebt, sieht man sehr gut am Dialog zwischen Luthen und Saw. Man wähnt sich in einer Art Ablasshandel. Luthen ist zwar sehr fokussiert auf Resultate, aber seine Selbstsicherheit ist nur vorgetäuscht. Oder aber er manipuliert auch in dem Moment mehr als geschickt, damit Saw genau das tut, was er möchte. Ich halte da wirklich beide Szenarien für denkbar. Einerseits zeigt Luthen zwar immer wieder seine skrupellose Seite, aber es gibt eben auch das andere Bild, das sich fast schon wünscht, jemand würde ihm die Bürde solcher Entscheidungen abnehmen. Und genau da ist Saw der Blitzableiter, der Kettenhund, den man loslässt, wenn die Arbeit zu dreckig ist, um sie selbst zu erledigen. Luthen hat Skrupel, kann sich diese aber nicht leisten. Gewissermassen trickst er sich damit auch selber aus. Das Verhalten zu Mothma wird gewissermassen gespiegelt. Sie sucht Gründe, ihr Vorgehen zu rechtfertigen, Luthen sucht Gründe, welche sein Handeln stoppen. Dieser Kontrast passt sehr gut ins Schema der Serie.
Auf etwas verlorenem Posten steht dafür Syril Karn. Dass sich sein Compagnon von Molana meldet bezüglich Maarvas Tod, fand ich schon etwas konstruiert. Warum hätte er in seiner Funktion von den Imperialisten informiert werden sollen bezüglich einer laufenden Überwachungsmission und was in dem Umfeld passiert. Es wäre was anderes, wäre er selbst auf Ferrix. Man liefert eigentlich nur eine Erklärung, warum Karn im Schlussakt auf Ferrix dabei sein wird, aber in meinen Augen ist die dann doch eher dürftig. Ansonsten bestätigt er nur die schlechte Meinung seiner Mutter, die diese von ihm hat.
Das ISB findet dieses Mal praktisch nicht statt. Man droht Bixx nochmals, aber von Meero und ihrem Painmaster fehlt jede Spur. Auch die Szene trägt nicht viel zum Gesamten bei. Da hätte man sich diese beiden Parts besser für Andor aufgespart.
Cassian scheint einmal mehr ein wenig zurückstehen zu müssen. Die Flucht führt ihn und Melshi direkt in die Arme von Aliens, die, man höre und staune, sogar Sprechrollen haben. Sie müssen irgendwie von den schwerfälligen Pakleds aus Star Trek abstammen, aber für ein paar Momente hat man wirklich das Gefühl, das eher klassische SW zu sehen. Leider, und das muss auch gesagt sein, inkl. Dialoge, die man so auch in der PT verorten könnte. Und nein, ein Kompliment ist das nicht. Die humorvolle Note geht in der nervtötenden Redundanz unter. Ja, die Aliens sind nicht grad die Hellsten. Aber irgendwann ist dann auch mal gut mit dem Zeigefinger aufs umweltschädliche Imperium. Was die genau vor dem Hintergrund dort überhaupt suchen und warum sie ihre Meinung dann auch ändern, auch das wirkt für meinen Geschmack irgendwie zu sehr hingebogen. Was danach folgt ist was ich mit gehetzt meine. Cassian lässt sich auf seinen Ferienplanet fliegen, natürlich ist die Kiste mit dem Geld noch da, obwohl von versteckt sein keine Rede sein kann. Der Strand war auffällig leer. Von dort ruft er dann auch noch Bekannte auf Ferrix an. Nachdem er sich die Mühe macht, die Namen zu ändern und dgl. mutet es reichlich fahrlässig an, solche Anrufe zu tätigen. Besonders nachdem er seinen Gesprächspartner noch mehrmals drauf hinweisen muss, keine Namen zu nennen. Das macht man nämlich genau dann, wenn man vermutet, die Gespräche würden belauscht.
An die Dialogqualität der Folgen von Beau Willimon kommt Gilroy nicht ganz ran. Neben den erwähnten Highlights, empfand ich die Episode also nicht ganz so rund. Man hätte gewisse Szene streichen können und andere dafür verlängern. Die Folge ist mit einer Bruttolaufzeit von ca. 42 Min. einfach zu kurz gewesen. Andor und Mothma hätten mehr Zeit in ihren Handlungssträngen vertragen. Bixx und Karn waren nett, mehr aber nicht.
Hauptdarsteller der Folge war Luthen. Er kriegt die Dialoggefechte und die ganze Action. Die Attacke gegen das imperiale Aufklärungsschiff waren spannend umgesetzt. Das Gefecht mit den Ties offenbarte Luthens Fähigkeiten als Kämpfer im All. Skarsgard macht das natürlich auch grossartig, aber es lässt sich kaum von der Hand weisen, dass Cassian bislang mehr mit Showstealern denn dem Imperium zu kämpfen hatte. Sogar in der Gefängnisszenerie musste er sich Kino Loy (Andy Serkis) geschlagen geben. Bislang scheint er die Handlung eher zu begleiten. Ich will das nicht als generellen Vorwurf verstanden wissen, ist einfach eine Beobachtung meinerseits.
Fazit: Die richtig guten Sachen hätte man hier gerne etwas länger genossen. Anstatt eine grosse Finalepisode zu haben, scheint auch hier der Cut nach einer gewissen Laufzeit gemacht worden zu sein. Das ist immer noch gut und weit besser als in den anderen Serien, aber dass hier mehr dringelegen wäre, ist für mich auch klar. Die Eröffnungsszene und alles mit Luthen hat für die zu kurz geratenen Sachen mehr als entschädigt. Whitaker als Saw wird hoffentlich auch in kommenden Folgen eine Rolle spielen, er hatte bislang die besten Gastauftritte eines bereits bekannten Charakters.
Was erwarte ich von der letzten Episode? Normalerweise wird ein Bogen zurück zur ersten Episode geschlossen. Das passiert mit Ferrix, Karns Jagd und Andors Rückkehr zu seinen Freunden ja ziemlich sicher schon. Die Suche nach seiner Schwester könnte ebenfalls nochmals eine Rolle spielen. So sicher bin ich mir da nicht, dass die Erklärung, sie hätte vermutlich nicht überlebt, schon alles gewesen sein soll. Ferner wird es einen Ausblick auf Staffel 2 geben, vielleicht geht das Richtung Scarif und Todesstern oder auch Galen Erso?
Weiter bin ich auch überzeugt, dass am Ende der letzten Folge auf Ferrix nichts mehr ist, was ihn zwingt, dort wieder aufzutauchen. Entweder setzt sich Bixx noch ab oder wird ebenso wie Maarva den Tod finden. B2 EMO könnte ein ähnliches Schicksal blühen. Karns Reise könnte mit einer Erkenntnis enden und Cinta ist eine Figur die auch laut nach Tod schreit. Denn zu dem Zweck ist sie ja dort.
Hält die Serie das bisherige Niveau, kann das Finale kaum enttäuschen. Persönlich brauch ich dafür kein Feuerwerk, aber mal ehrlich, verweigern würd ichs mit Sicherheit nicht, ist ja immerhin der Krieg der Sterne.15. November 2022 um 14:13 als Antwort auf: Texas Instruments TI99/4A mit 14 Spielen und BASIC auf Modul #1752381
ChrisKongTeilnehmerIch wäre da tatsächlich dran interessiert, da Teil der Kindheit. Wie siehts denn Verbindungsseitig aus? Ich hab immer noch meinen Röhrenfernseher von Panasonic, weiss aber nicht, ob der noch korrekt läuft. Und beim neuen TV müsste ich sowieso über den Receiver gehen.
ChrisKongTeilnehmerGerade wieder ein Kommentar zerschossen und dieses Mal wohl wirklich im Datennirvana verloren. Ich glaube so langsam muss man sich keine Hoffnungen mehr machen, dass es mal besser wird. Seit der letzten Seitenumstellung hat sich von den ganzen Problemen rein gar nichts getan punkto Verbesserung. Kostet wohl zu viel Zeit und Ressourcen.
15. November 2022 um 13:55 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1752378
ChrisKongTeilnehmerA Plague Tale Innocence
Gestern mit dem Spiel angefangen, es lag schon recht lange auf Halde. Hatte es damals für die Xbox One gekauft. Das Upgrade für die Series X war 42 GB gross. Vom Menu über das Intro und die Geschichte, es ist wirklich stark von Last of Us inspiriert und versetzt das Geschehen in das Dark Midage Zeitalter, als die Pest wütete. Nach 3 Kapiteln und einem Kampf gegen einen Bloater äh Dorfbully, kann man ein sehr positives Fazit ziehen. Der Spielablauf ist sehr flüssig, Verständnisschwierigkeiten gibt es keine. Im Grunde kann man sich über ähnliche Sachen wie beim grossen Vorbild nerven. Ist man über gewisse Schwellen hinweg, gibts kein Weg zurück. Heisst, Sammelkram, welchen man vergessen hat, wird man wohl erst nach Spielende einsammeln können. Kontrollpunkte neu laden hilft da wenig. Ressourcen für Werkbänke hat es zu Beginn zum Teil auch mehr als man tragen kann. Tasche kann man ausbauen, was man auch als einziges machen kann an der ersten Werkbank. Trotzdem musste ich später Ressourcen liegen lassen, kam an eine Werkbank, machte ein Upgrade, konnte dann aber nicht wieder zurück, um zu holen, was liegengelassen wurde.
Die Technik ist ganz ordentlich, was für ein eher kleines Programmier-Team eine beachtliche Leistung ist. Was auffällt, wie alles ausserhalb des Fokus unscharf ist. K.A. ob man da versucht hat, aus einer Not eine Tugend zu machen. Ich finds eher störend, besonders in Aussenbereichen.
Die Geschichte startet recht unvermittelt und man wird gleich reingezogen. Historische Settings habe ich generell ganz gerne und die Info-Häppchen, die man mit den Sammelgegenständen erhält erinnern nicht von ungefähr an Spiele wie Uncharted, Tomb Raider und Assassins Creed. Definitiv das richtige Spiel gewählt, auch dank der vielen positiven Stimmen hier zum Spiel. Der Nachfolger soll hingegen nicht alle überzeugt haben.
ChrisKongTeilnehmer@Genpei
Ich habe vorhin bei der Abfrage auf alle ablehnen geklickt. Dann zeigts dir keine eingebetteten Inhalte mehr an. Also musst du wohl die Cookies akzeptieren, damit es diese anzeigt, schätze ich mal. Dort wo z.B. die Twitterposts von Ghostdog waren, kommt von maniac.de die Aufforderung, die man vorher abgelehnt hat, wieder.
ChrisKongTeilnehmerJa, war grad down, als ich einen Beitrag abschickte. Komischerweise ging der doch durch. Dafür gibts jetzt ein Sonic Frontier-Banner. Sonic hat die Seite lahmgelegt. 🙂
ChrisKongTeilnehmerDa werden wirklich Erinnerungen geweckt. Der Texas Instruments PC war tatsächlich eins der ersten Geräte, vielleicht sogar das erste Gerät, auf dem ich ein Spiel gezockt habe, und zwar Parsec. Damals war ich sowieso von allem fasziniert, was mit dem Weltall auch nur entfernt zu tun hatte. Der Reiz des Spiels bestand für mich hauptsächlich darin, zu sehen, was als nächstes kommt. Sieht man sich das heute in einem Video an, kann man das selber kaum glauben. Dass die Geräte doch noch irgendwo im Umlauf sind, würde ich auch weniger erwarten. Glaub wirklichen Kultstatus hatte das Ding unter Zockern sowieso nicht, zumindest keinen Stich gegen die Konkurrenz.
ChrisKongTeilnehmerGut zu wissen, mit was für einem Schwachmaten man es in dem Fall zu tun hat. ^^ Ich wurde darauf aufmerksam gemacht und dachte auch erst an einen verspäteten Aprilscherz der geschmacklosen Art. Ich glaube wir hatten zu dem Thema mit grenzüberschreitenden Videospiel-Erfahrungen schon einige Diskussionen und da gabs eigentlich auch breiten Konsens. Bezogen auf Spiele wie Hatred oder solche, in denen sexuelle Belästigung möglich ist etc. Solche Sachen scheinen so gar nicht massentauglich zu sein. Trotzdem sieht man gerade heutzutage, wie schmal der Grat ist, von Akzeptanz zu Nichtakzeptanz. Und das beschäftigt eben schon. Dein Beispiel vom Mauerbau zeigt das sehr gut. Knapp die Hälfte der Wähler haben damals einem Donald Trump ihre Stimme gegeben, einem höchst amoralischen Menschen, der sexistisch und rassistisch gehandelt und gesprochen hat. Da scheint es mir schwer vorstellbar, dass selbst solcher Quatsch wie von Luckey gänzlich undenkbar wäre.
ChrisKongTeilnehmer@SFN
Ich habe mich vermutlich auch falsch ausgedrückt. Mir ist durchaus bewusst, wie du das meinst. Und deinen Ausführungen kann ich in praktisch allen Punkten zustimmen. Die Serie hat div. Schwächen. Insbesondere hat sie an sich selbst keine grossen Ansprüche. Das muss klar gesagt werden.
Hingegen fand ich die Abkehr von dieser prätentiösen Art, wie Marvel oftmals dargestellt wird, fast schon erfrischend. Die nächsten ultimativen Welten zerstörenden Schurken – und die kommen im MCU ja ohne Unterlass – hätte ich kaum noch ertragen. Ich finde gerade bei den Serien darf es wieder etwas geerdeter zugehen, ganz so, wie die Netflix-Marvel-Serien auch waren. Dort waren diese ganzen über- und ausserirdischen Elemente dann eher die Langweiler.
Vermutlich finde ich darum auch Falcon und Wintersoldier nach wie vor am besten davon. Der Themenkomplex ist da eher realweltlicher Natur aus Sicht von Marvelhelden beleuchtet und thematisiert. Und das auf sehr erwachsene und wenig pathetische Weise. Wohingegen Loki sich mit irgendwelchen Gedankenexperimenten herumschlägt, die zwar interessant sind, aber aufgrund auch der Beliebigkeit einer möglichen Auflösung, mich einfach kalt lassen.Zurück zu She-Hulk. Es ist schon sehr Guilty Pleasure und von einer narrativ gscheiten Entwicklung kann bezüglich der Hauptfigur keine Rede sein. Bis auf ein zwei Momente gereicht ihr She-Hulk Dasein ihr auch nicht zum Nachteil. Sie kann es zu gut kontrollieren und das ist irgendwie generell das Problem, wenn diese Überhelden keine Achillesferse mehr haben. Witzigerweise ist Daredevil auch so eine Figur. Seine Blindheit ist zu keinem Zeitpunkt ein Nachteil, weil sein Gehör/Sonar das kompensiert. Dass seine Gegner da nicht öfter mal eben genau das attackieren – sie müsstens natürlich erst mal rausfinden – macht die Konfrontationen halt in der Hinsicht reichlich unspannend. Ob das unter Disney anders wird? Generell unterläuft man bei Disney irgendwie auch die zusammenhängende Materie, die das MCU auszeichnet. Daredevil kämpft z.B. nicht ohne Grund wie ein Profi. Er hat ein jahrelanges Training durchlaufen. Jetzt kommen She-Hulk und Mrs. Marvel und nach einer Episode siehts aus, als hätten die schon Jahre im Ring gestanden oder meistern ihre Skills mit einer Übertreibung, dass einem schwindelig wird. Das ist kein gutes konsistentes Storytelling. Man fragt sich, wozu andere Figuren überhaupt so einen Background haben, wenn es scheinbar Wumpe ist.
Was die Kritik am misslungenen Feminismus angeht. Marvel funktioniert zu keinem Zeitpunkt als bereichernder Kommentar zur Metoo-Debatte. Die Frauen im MCU sind in der Summe einfach Männerfantasien und basieren auf Figuren, die einer Zeitperiode entspringen, die man beim besten Willen nicht mehr als zeitgemäss betrachten kann. Darum spielten sie im MCU auch bislang die zweite Geige. Das kommt halt schon rein aus der Historie. Bei Marvel denkt man in erster Linie an Figuren wie Spider-Man, Ironman, Cap. America, Thor, Hulk usw. Cap. Marvel, Black Widow, Wanda Maximoff werden vor den MCU Auftritten dem nicht comicaffinen Publikum kaum ein Begriff gewesen sein. Entsprechend ist da keine vergleichbare Popularitätsbasis. Beim DCU sieht es neben Wonder Woman zappenduster aus. Da sind dann gerade mal die weiblichen Iterationen von Batman und Superman noch ein Begriff. Aber eine Rolle haben die im DCU bislang auch keine Rolle gespielt. Einzig Wonder Woman darf da gegenhalten – und ja, auch sie ist mehr eine Männerfantasie übermässig stark sexualisiert. Sie ist weniger Vorbild für Frauen denn wie Männer gerne ihre Frauen sehen würden. Schon alleine der Aufzug. Ich glaube um sich davon zu emanzipieren, braucht es Heldinnen, die nicht aus jener Zeit entstammen. Die Modernisierung dieser Tropes finde ich eher fadenscheinig und mit diesem wir machen einfach eine weibliche Version von jedem männlichen Stereotyp, dient man der Sache auch nicht. So erweckt es den Anschein, der Mann geht vor, leistet die Pionierarbeit und die Frau darf dann einen Abklatsch davon spielen. Darum finde ich auch diese Debatte um einen weiblichen Bond, Geisterjägerinnen und dgl. selten zielführend. Da werden nur Abklatsche generiert. Ein Blick ins Horrorgenre lohnt sich da z.B. allemal. Denn von männlichen Ripleys, Laurie Strodes, Sarah Connors und Sidney Prescotts wäre mir nichts bekannt. Und das fehlt in gewissen Filmbereichen doch recht stark.
Übrigens waren die X-Men im Kino schon damals weiter, als es das MCU jetzt ist. Dort liess man Figuren eine glaubhaftere Entwicklung angedeihen als das mit den adhoc-Heldentransformationen wie bei Jane Foster, Kamala, She-Hulk usw. der Fall war.
ChrisKongTeilnehmerSoll nicht ernst gemeint sein. Abteilung provozierende Kunst. Interessant ist, aus welcher Ecke das kommt, vermutet man das doch eher als Geschichte in Black Mirror oder Outer Limits. Auf anderen Seiten wird es relativiert, wurde scheinbar dann eben doch recht ernst genommen.
ChrisKongTeilnehmer@SFN
Bei She-Hulk werden unsere Meinungen wohl stark auseinandergehen. Vielleicht liegt das daran, dass ich das MCU schon länger nicht mehr als ernste Angelegenheit betrachten kann, vor allem die letzten Filme gingen stark in die Richtung all can happen. Von daher hatte ich mit She-Hulk absolut meinen Spass. Wenn man ein MCU wünscht, dass sich mehr ernst nimmt, dann ist She-Hulk durchaus eine Ohrfeige, zumindest wird es so von einigen wahrgenommen. Die letzte Folge unterstreicht den Meta-Aspekt nochmals deutlich. Das hätte Deadpool auch nicht besser hingekriegt.
Schön, dass dir die siebte Folge von Cabinets gefallen hat. Als Style over Substance würde ich sie nicht bezeichnen. Es ist halt Arthouse-Horror. Das machts zum einen schwerer zugänglich, weil die subjektive Sicht des Rezipienten da mit reinspielt und zum anderen die künstlerische Seite Muster und Denkweisen hinterfragt und aufbricht, während gerade im Horrorgenre oft bekannte Schemen und Tropes verwendet werden.Hier noch ein paar Infos von del Toro – keine Ahnung, warum viele den Namen mit doppeltem RR schreiben – zur zweiten Staffel, die wohl folgen wird.
Ich hoffe man findet wieder geeignete Talente und passende Geschichten.
ChrisKongTeilnehmerIch drück dir die Daumen. Ich weiss aus eigner Erfahrung, wie nervig das ist, wenn die Technik rumzickt und man keinen wirklichen Fehler ausfindig machen kann. Die letzte UHD-Disc, die ich geschaut habe, war Bullet Train und die lief einwandfrei.
ChrisKongTeilnehmeraber jetzt macht del Toro den Herzschmerz noch stärker, indem er einen nie zuvor gesehenen CGI-Test veröffentlicht, den ILM während der Vorbereitungen für den Film durchgeführt hat.“
Auch nicht grösser als bei Hellboy. Aber seis drum, wenn das Projekt aufm Weg ist, kann er sich ja melden, anstatt den Leuten mit Luftschlössern den Mund wässrig machen.
-
AutorBeiträge



